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Fremdverliebt, darf nicht sein- da Ehe gut läuft und Ehemann Schwerbehindert ist!

14. Mai 2017 um 21:25

Hallo Ihr Lieben,
ich wende mich nun an Euch, da ich aus Scham mich niemandem sonst anvertrauen möchte. Ich 39 bin seit 6 Jahren verheiratet, 9 Jahre zusammen und habe eine 8 Jahre alte Tochter. Mein Mann ist Südländer, extrem temperamentvoll und seit kurz nach der Hochzeit Schwerbehindert aufgrund einer Organkrankheit. Körperlich nicht eingeschrenkt, kommt aber mit seinem Schicksal nicht zurecht welches durch seine Art nach Aussen tritt und für alle Beteiligten (hauptsächlich mich)meisst schwer zu ertragen ist. In ca 10 Jahren benötigt er ein Spenderorgan. Falls sich aus der Familie keiner bereit erklärt zu spenden, werde ich es tun. Da sich unser Leben aufgrund der Krankheit gravierend geändert hat und unser Zukunftspläne nicht mehr so zu verwirklichen sind wie gewünscht, wollten wir uns nicht Alles von der Krankheit kaputt machen lassen und versuchen so seit 2 Jahren ein 2tes Kind zu bekommen. Bis jetzt vergeblich.
Nun zu meinem Gefühlschaos. Seit fast 2 Jahren habe ich mich in meinen Arbeitskollegen verliebt. Eigentlich verkörpert er nicht ganz meinen Typ Mann und ist genau das Gegenteil von meinem Ehemann. Eher der Liebevolle als wie mein Mann ein Macho. Es hat uns beide getroffen wie einen Blitz.Mich und meinen Kollegen. Er wurde kurz davor getrennt von seiner Frau und Kindern. Wir haben aufgrund der Situation versucht die Gefühle zu unterdrücken und es war klar das eine Trennung von meiner Familie nie in Frage kommen würde. Er wolle auch nicht eine Familie mit krankem Partner zerstören, damit könne er nicht leben. Die Gefühle waren jedoch so gross, das wir nicht voneinander lassen konnten. Es lief etwas aber wir haben nicht miteinander geschlafen. Es war eine Vernunftsentscheidung und unter einem anderen Stern wissen wir beide das es geklappt hätte. Wir haben beide das Gefühl Seelenverwandt zu sein und auf einer Ebene zu liegen. Der letzte Kuss liegt 1 Jahr zurück und es vergeht immernoch kein Tag an dem ich nicht an Ihn denke. So eine Sehnsucht die so schmerzt, hatte ich vorher noch nie erlebt, jedoch kann das auch nur sein da wir das Selbe fühlen aber auch das manchmal nicht ausreicht. WiR haben täglich Schriftverkehr wärend der Arbeitszeit und ab und an Privat per email. Und es geht heiss her.
Eigentlich will ich das schon lange nicht mehr, dieses Gefühlschaos wie bei einer 16 Jährigen. Ich liebe meinen Mann und den Sex und es läuft gut bei uns, daher verstehe ich meine Gefühle nicht. Irgendwas hintert mich daran den Kontakt zu meinem Kollegen abzubrechen. Ich will das auch seine Gefühle so stark bleiben wie meine die ganze Zeit, glaube aber das er es viel realistischer sieht. Ich wünsche mir so sehr schwanger zu werden um so noch mehr Grund zu haben vo n meinem Kollegen weg zu kommen. Aber irgendwie habe ich auch genau davor Angst. Vielleicht ist auch das gerade der Grund das ich nicht schwanger werde. Die Arbeitsstelle wechseln kann ich nicht obwohl das das Beste wäre denke ich . Ich habe mein Sicherheitsgerüst um Meinen Mann mit Arbeit und Betreuung unsere Tochter und Hilfe seiner Familie so aufgebaut das ich unsere Leben und Alltag alleine stemmen könnte wenn es soweit ist das es meinem Mann schlecht geht.
Da passt so eine Lieben zu einem anderen Mann nicht ins Konzept und es ist wahrhaftig keine Schwärmerei. Darüber bin ich hinaus. Ich hoffe das Ganze aussitzen zu können aber ich weiss nicht ob ich es schaffe. Vielleicht hat jemand von Euch ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir Tipps geben. Ich danke schmal fürs lesen und hoffe ihr verurteilt mich nicht zu vorschnell. Danke

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15. Mai 2017 um 4:18

Das ist heftiger Kram. Richtiges Seelenthema, würde ich sagen.

Zunächst möchte ich dich ermutigen, keinesfalls schlecht von dir zu denken. Menschen im Abendland, haben das Problem, dass sie sich dauernd Schuldgefühle einreden. Wir wachsen so auf. Hör damit auf. Gefühle sind nie "falsch" oder "schlecht". SIe kommen und gehen, sind stark oder schwach - wie das Wetter. Ein Regentag macht sich ja auch keine Vorwürfe. Oder ein Sonnentag, weil er Leuten Sonnebrand machen könnte.

Ich selber sage ja, dass wir unbedingt offenere und entspanntere Beziehungsmuster als diese unseliger, zwanghafte Monogamie brauchen und das Thema mal lockerer sehen können sollten. Aber leicht gesagt und hilft dir jetzt auch nicht weiter. Schön wäre natürlich, wenn dein Mann damit leben könnte, dass du jemanden kennst, der Teil eurer Familie werden könnte. Oder andersrum. Es gibt solche Szenen aber das setzt viel Reife voraus.

Am Ende kann dir keiner sagen, was "zu tun" ist. Du kannst es aussitzen und sehen, was die Zeit bringt oder ehrlich zu deinem Mann sein. Beides hätte Konsequenzen. Welche, weiß niemand. Vielleicht kannst du für dich rausfinden, was sich richtiger anfühlt?

Licht und Liebe, dir.

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15. Mai 2017 um 12:52

Hallo sowieso 32.
Wenn du richtig gelesen hättest ,bestand der 2te KinderWunsch schon bevor sich das mit meinem Kollegen ergeben hatte und was ich für die Zukunft will steht auch deutlich in meinem Text. Die Zukunft mit meiner Familie. Ich hoffe mir nur auf ein paar Tipps die Gefühle die nicht in meine Familie passen auszuschalten.  Verantwortungslos wäre es gewesen mit meinem Kollegen durchzubrennen!

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15. Mai 2017 um 13:02
In Antwort auf spankerhh

Das ist heftiger Kram. Richtiges Seelenthema, würde ich sagen.

Zunächst möchte ich dich ermutigen, keinesfalls schlecht von dir zu denken. Menschen im Abendland, haben das Problem, dass sie sich dauernd Schuldgefühle einreden. Wir wachsen so auf. Hör damit auf. Gefühle sind nie "falsch" oder "schlecht". SIe kommen und gehen, sind stark oder schwach - wie das Wetter. Ein Regentag macht sich ja auch keine Vorwürfe. Oder ein Sonnentag, weil er Leuten Sonnebrand machen könnte.

Ich selber sage ja, dass wir unbedingt offenere und entspanntere Beziehungsmuster als diese unseliger, zwanghafte Monogamie brauchen und das Thema mal lockerer sehen können sollten. Aber leicht gesagt und hilft dir jetzt auch nicht weiter. Schön wäre natürlich, wenn dein Mann damit leben könnte, dass du jemanden kennst, der Teil eurer Familie werden könnte. Oder andersrum. Es gibt solche Szenen aber das setzt viel Reife voraus.

Am Ende kann dir keiner sagen, was "zu tun" ist. Du kannst es aussitzen und sehen, was die Zeit bringt oder ehrlich zu deinem Mann sein. Beides hätte Konsequenzen. Welche, weiß niemand. Vielleicht kannst du für dich rausfinden, was sich richtiger anfühlt?

Licht und Liebe, dir.

Hallo spankerhh,
ich habe mich sehr über deine ausführliche Antwort gefreut und danke dir dafür.  Schön das es Menschen gibt die versuchen andere zu verstehen und nicht wie dein Nachredner unwissend umher zu schießen.  
Für mich kommt nur eine Monogamie in Frage und auch für meinen Mann. Ich hatte mich für meinen Mann entschieden und will das auch bis ans Ende tun. Das Schicksal hält jedoch so einige Überraschungen bereit, mit der man erst lernen muss umzugehen. Aber so ein Zuspruch wie von Dir tut schon mal sehr gut. Vielen lieben Dank nochmal.
Denke das Aussitzen das einzig Mögliche ist. 
Danke.  

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16. Mai 2017 um 20:45

MItnichten, darauf wette ich. Nicht, dass es schlimm wäre, wenn Menschen keine alles verkomplizierenden Ratgeberkolumnen bräuchten..

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16. Mai 2017 um 20:47
In Antwort auf letti377

Hallo spankerhh,
ich habe mich sehr über deine ausführliche Antwort gefreut und danke dir dafür.  Schön das es Menschen gibt die versuchen andere zu verstehen und nicht wie dein Nachredner unwissend umher zu schießen.  
Für mich kommt nur eine Monogamie in Frage und auch für meinen Mann. Ich hatte mich für meinen Mann entschieden und will das auch bis ans Ende tun. Das Schicksal hält jedoch so einige Überraschungen bereit, mit der man erst lernen muss umzugehen. Aber so ein Zuspruch wie von Dir tut schon mal sehr gut. Vielen lieben Dank nochmal.
Denke das Aussitzen das einzig Mögliche ist. 
Danke.  

Man weiß nie, wohin die Liebe fällt und Liebes(!)Beziehungen müssen nicht ewig halten. Das heißt nicht, dass sie sich nicht in etwas anderes transformieren kann. Ich kenne Leute, die haben ihre Scheidung in Freundschaft gefeiert, wie ihre Ehe.

Es kommt immer darauf an, wie reif die Beteiligten damit umgehen können. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem weh tun kann.

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16. Mai 2017 um 20:48

Du vermutest extrem viel. Woher willst du all das so genau wissen? Ich finde, das geht aus dem Sachverhalt so gar nicht hervor.

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