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Frau will offene Beziehung

3. Mai 2016 um 14:14

Hallo.

Zunächst kurz zu mir:

Männlich, verheiratet, 2 kleine Kinder (Vorschulalter), Mitte vierzig, Angestellter.

Meine Frau(10 Jahre jünger als ich) hat mir kürzlich eine offene Beziehung vorgeschlagen. Ich war zunächst ziemlich verwirrt und perplex, hielt das sogar für einen (schlechten) Scherz. Doch sie machte mit den nächsten Sätzen schnell klar, daß es ihr ziemlich ernst ist: Wir hätten ja nun schon länger Eheprobleme (ist leider tatsächlich der Fall) und ihr sei nun nach langem Nachdenken endlich klargeworden, womit sie aktuell nicht mehr klarkommt, nämlich mit dem Gedanken, daß sie, wenn wir monogam/treu bleiben (was wir uns sowohl persönlch als auch vor einem Standesbeamten und einem Pfarrer mal geschworen haben mir ist mittlerweile dadurch leider auch klar geworden, wie restlos bedeutungslos solche Schwüre sind), nie mehr mit einem anderen Mann als mir Sex haben wird oder kann.

Sie lerne ab und zu Männer kennen, die sie interessant finde, und dann würde sie auch gern mit diesen Männern ins Bett gehen. Bei uns vermisse sie das Kribbeln, das Gefühl, als Frau noch was wert zu sein, begehrt zu sein und weiteres mehr. Familienleben wolle sie aber trotzdem. Und bei einer offenen Beziehung könne ich ja dann schließlich auch mit anderen Frauen undsoweiter. Problem: Das ist gar nicht mein Wunsch. Wenn, dann will ich sie. Mehr als je zuvor. Ich hab mich als junger Kerl ausgetobt und kein Bedürfnis, anderen Frauen nachzujagen. Aber Sex will ich natürlich, jede Menge und auch mal neue Spielarten. Das wiederum will sie nicht oder kaum. Wollte sie auch nicht in den besseren Zeiten in den ersten Jahren unserer Beziehung. Ich hab ihr vorgeschlagen, mal in einen Pärchenclub (wg. Vierer mit Partnertausch, das täten wir dann zumindest gemeinsam und ich hätte zeitgleich auch was davon, obwohl ich es eigentlich nicht brauche) zu gehen, das will sie auch nicht, das sei nicht das Kribbeln, das ihr fehlt.

Ich hab jetzt tagelang darüber nachgedacht und bin zum Ergebnis gekommen, daß ich mit einer offenen Beziehung überhaupt nicht klarkommen würde und wie verletzt, eifersüchtig und vieles mehr ich wäre. Das ist noch nicht mal ansatzweise mein Ding, auch nicht mit einem noch so ausgeklügelten Regelwerk, das bei offenen Beziehungen von den Partnern meist festgelegt wird und an das sich beide halten müssen. Wie soll ich mir das dann vorstellen? Sie geht mit anderen Männern weg, und ich darf in der Zeit die Kinder hüten, ihrer Mutter alles mögliche im Haushalt helfen (Schwiegermutter ist nicht mehr so fit, obendrein Witwe) und mir dabei noch vorstellen, was sie alles mit anderen Typen treibt, das sie von/mit mir nicht mehr will? Das wäre Horror schlimmsten Ausmaßes für mich, ich würde die Wände hochgehen.

Mir ist auch klar, daß ich mit meiner Weigerung, eine offene Beziehung zu akzeptieren, altmodisch, von gestern und unhip bin, nicht dem Zeitgeist entspreche, weil das jetzt so viele machen und vieles mehr. Trotzdem: Ich bringe es nicht fertig, ich käme null damit klar.

Zu den Eheproblemen:

Ich war ein paar Jahre lang (3-4 Jahre, endete vor 1 Jahren) immer wieder mal krank. Leider waren das psychische Probleme, die teils berufsbedingt waren (Mobbing am Arbeitsplatz, zum Glück ist in meinem jetzigen Job seit 4 Jahren alles i. O., verdiene auch gut), teils in meiner Vergangenheit (genauer: Kindheit/Jugend) zu suchen waren, und die in chronischem Kopfschmerz und in einer mitunter heftigen Hypochondrie gipfelten. Ich hatte mehrere Therapien, sowohl stationär als auch ambulante Gesprächstherapie, und hab zwischenzeitlich auch mal Psychopharmaka (Antidpressiva) genommen (ärztlich verordnet). Die Therapien waren zum Teil erfolgreich, zum geringen Teil nicht ganz. Eine größere stationäre Therapie vor 4 Jahren war ein voller Erfolg, die chronischen Kopfschmerzen verschwanden und sind bis heute nicht mehr zurückgekehrt. Die Probleme aus Kindheit/Jugend (Vater hat mich nie als Jungen bzw. männlich akzeptiert, mir stets seinen Frust darüber mitgeteilt, daß ich eine Memme, ein Softie, ein Weichei sei und auch ansonsten zu allem unfähig sei) sind teils bearbeitet, teils zehren sie noch ein bißchen an mir, ist aber viel besser als noch vor wenigen Jahren und belastet mich nur noch schwach in der Erinnerung. Heute geht es mir, was die ursprünglichen Therapiegründe anbelangt, ziemlich gut. Hab durch Sport und gesunde Ernährung auch wieder das Gewicht, das ich hatte, als meine Frau und ich uns kennenlernten, bin also zumindest körperlich nahezu wieder der, den sie mal kennenlernte. Nur die Jahre, die ich seitdem älter geworden bin (8 Jahre seither) kann ich natürlich nicht zurückdrehen.

Vor ca. einem Jahr teilte mir meine Frau mit, daß sie mich nicht mehr liebt, nichts mehr für mich empfinde und am liebsten hätte, wenn ich ausziehe. Die Liebe sei ihr wohl in den Zeiten abhanden gekommen, als ich öfters mal krank war (wobei ich dabei nie wirklich krank im Sinne von bettlägerig und zu nichts mehr fähig war hab meine Pflichten und mein Wirken für Familie und für meine Frau in diesen Zeiten meines Erachtens nicht vernachlässigt, auch nicht sexuell).

Der Schock war groß, in Fluchtgedanken nach vorne, habe ich eine Paartherapie vorgeschlagen. Ich meinte, daß es nicht in Ordnung sein kann, kampflos alles hinzuwerfen und daß sich im Rahmen solch einer Paartherapie zumindest mal herausfinden lassen muß, was denn überhaupt wirklich los ist mit uns, durch Begleitung eines neutralen, professionellen Dritten, des Therapeuten. Ein namhafter Therapeut mit sogar überörtlich gutem Ruf war gefunden, meine Frau ging auch mit, hat aber in der ersten und einzigen Sitzung schnell klargemacht, daß sie wegen persönlichen Stresses (berufliche Fortbildung) und einem ihr nahegehenden Trauerfall in der Familie (Vater kurz vorher viel zu jung verstorben) keine Energie für eine Therapie aufbringen könne. Danach haben wir trotzdem vereinbart, probeweise zusammenzubleiben, jeder soll sich um die Partnerschaft bemühen, um dadurch vielleicht eine für beide neue Gefühlsebene aufbauen zu können. Illusorisch, wie ich jetzt weiß. Ich habe in dem einen Jahr bis heute alles gegeben, was mir möglich war, einen aufmerksameren, fleißigeren, und um die Partnerschaft bemühteren Mann (auch sexuell) hat sie bis dahin sicherlich noch nicht erlebt, ich hab alles gegeben, was mir möglich war. Und mir war dabei durchaus bewußt, daß meine Bemühungen nicht in ein Bedrängen abdriften dürfen, hab also meiner Meinung nach (die auch trügen kann, ich weiß!) alles ziemlich wohldosiert, damit der Kampf um uns nicht in einen Krampf ausartet, der noch mehr belastet.

Sie hat mir neulich, als sie die offene Beziehung vorgeschlagen hat, leider mitteilen müssen, daß meine Bemühungen erfolglos waren, ihre Gefühle für mich seien nicht zurückgekehrt. Ich mußte erwidern, daß ich in den letzten 12 Monaten allerdings auch keinerlei Bemühungen ihrerseits um uns gesehen habe, die uns helfen oder wieder auf einen anderen/besseren Weg bringen können. Dies beantwortete sie nur lapidar mit Gefühle kann man halt nicht erzeugen was sicherlich auch wahr ist, ist mir bewußt.

Ich mußte danach noch entgegnen, daß ich nicht verstehe, warum sie ü b e r h a u p t jetzt noch eine offene Beziehung vorschlägt, nach ihrem Vortrag bleibe für mich doch eigentlich nur, zu gehen. Das Familienleben mit uns gefällt mir aber schon gut, war ihre Antwort.

Übersetzt heißt das ganze jetzt für mich:

-sie liebt mich nicht mehr, und die Liebe kehrt auch nicht zurück (muß ich akzeptieren, keine Frage, weiß auch nicht mehr, was ich noch dafür tun soll)

-ich genüge ihr im Bett nicht (ziemlich verletzend)

-ohne weitere Kommunikation (sie ist meist recht wortkarg, haut ihre Wünsche mit wenigen Sätzen raus und ich soll es schlucken) soll alles so passieren, wie sie es will

-meine Bemühungen der letzten 1 bis 1 Jahre um unsere Beziehung waren für die Katz ( wie soll ich jetzt binnen eines Jahres wieder was für Dich empfinden, wo Du doch 3-4 Jahre lang krank warst, wärst halt nicht so oft krank gewesen und eher was dagegen getan ). Allerdings HAB ich jede medizinische Möglichkeit, die mir helfen kann, zeitnah angenommen und durchgeführt

-sie will weiterhin Familienleben mit uns, genauer: Damit die Kinder noch einen Vater zu Hause haben, ich ihre Mutter weiterhin unterstütze (da ist einfach manchmal Muskelkraft gefragt), mich weiterhin wie bisher mit ihr um Haus(halt) und alles, was daran hängt, kümmere, ein ordentliches Geld nach Hause bringe, aber zugleich mit anderen Typen rummachen, und ich soll ihr durch Zustimmung zu einer offenen Beziehung, die ich nicht will, dafür auch noch Absolution erteilen.

Wie verzweifelt, verletzt usw. ich nun bin, muß ich sicherlich nicht noch genauer ausführen.


Was haltet Ihr davon? Was kann ich noch tun?


Sorry für den langen Text, doch auch nur aus den ersten Absätzen geht schon genug hervor, die Story also im Kompressionsformat. Den elendig langen weiteren Text konnte ich mir nicht ersparen, weil da viele Details drinstecken, die von Bedeutung für die ganze Geschichte sind.


Viele Grüße

von

takeofftheground

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3. Mai 2016 um 15:56

Wohl wahr ...
Hallo.

Danke für Deine Antwort.

Zitat: "Denn sobald sie jemanden findet, der bereit wär, sie samt Kindern zu nehmen und ihr das gewohnte Leben zu bieten, wär sie schneller weg, als du "Zeitgeistproblematik" sagen kannst"

Das hat sie vorsorglich schon erklärt: Ihr käme nie mehr ein anderer Mann ins Haus (also im Sinne von Zusammenziehen).

Sie hat's auch schon fertiggebracht, unserer älteren Tochter (6 Jahre, damals war sie fünf) zu sagen, daß sie, wenn sie's nochmal zu tun hätte, nicht mehr heiraten würde - worauf mich meine Tochter prompt angesprochen bzw. mir's erzählt hat: "Die Mama hat gesagt, sie würde nicht nochmal heiraten". Ob eine 5jährige schon soweit denkt, daß sie ja dann auch den Papa nicht mehr heiraten würde? Ich weiß es nicht, vermutlich (und hoffentlich) nicht.

" ... ohne dass irgendwas Substanzielles von ihr zurückkommt ..."

Das ärgert mich maßlos. Also nur Lippenbekenntnisse letztes Jahr.

"Vielleicht wartet sie nur drauf, dass du mal auf den Tisch haust"

Jedesmal, wenn ich mal meinen Unmut lautstark äußere (ohnehin selten), kommt schnell nach , daß ich mir das Sparen könne, so lasse sie nicht mit sich reden. Auf den Putz hauen? Von einem anderen, vielleicht, wer weiß, doch von mir? Genau nicht. Sie läßt sich nichts gefallen, läßt auch keine Kritik zu und ist sich ihrer Sache stets recht sicher, zumindest nach außen, zu mir hin.

Sie hat mir mal erzählt, daß sie eigentlich auf "Bad Boys" steht, was auch immer sie genau damit meint. Ihre Literatur zeigt dies aber auch deutlich, Wikinger, Highlander Outlander, und die unsäglichen 50 Grauschattierungen sind natürlich auch dabei. Frage mich bloß, was sie jemals mit oder von mir wollte. Scheinbar nicht mehr als die Samenspende und für die ersten paar Jahre etwas Sicherheit und Muskelkraft & Kindererziehung, so kommt's mir mittlerweile vor.

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3. Mai 2016 um 19:04

Es geht nicht um eine offene Beziehung
cefeu hats mal wieder auf den Punkt gebracht. Hier geht es überhaupt nicht um eine offene Beziehung, also eine liebevolle Partnerschaft, die sich durch sexuelle Abenteuer außerhalb der Partnerschaft bereichert. Egal ob richtig oder falsch, modern oder altmodisch, hier geht es doch um etwas ganz anderes.

Deine Frau hat keine Lust mehr auf die (bzw eine) Partnerschaft und möchte ein anderes Leben führen. Aber halt nicht sooo anders, dass sie sich alleine um Mutter, Tochter, Haushalt und Beruf kümmern muss. Viel bequemer ist es doch, beide Welten zu verbinden. Den ungeliebt geduldeten "Hausmeister" für Mutter, Tochter und Haushalt. Und daneben sich ausleben, evtl mit anderen Männern rummachen oder einfach ungebunden leben und machen was man möchte. So ungefähr wie die Töchter reicher Eltern in den goldenen 20er Jahren. Keine Pflichten, aber das Essen immer auf dem Tisch und das Geld das Papas immer zur Hand.

Ob du so etwas mitmachen willst, ist allein Deine Entscheidung. Ich käme mir ausgenutzt vor, auf seelicher, körperlicher und materieller Ebene und würde um nichts auf der Welt mitmachen. Ich denke Deiner Frau hätte die Paartherapie gutgetan, oder vielleicht noch besser eine Einzeltherapie. Denn das Verantwortungsbewusstsein einer 35jährige, zweifachen Mutter geht ihr entweder ab, oder sie ist unglücklich mit sich selbst und hasst das Leben und ihre Rolle darin.

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4. Mai 2016 um 7:23

Klare Zeichen
So wie Du es beschreibst, ist die Ehe mit hoher Wahrscheinlichkeit gescheitert und Du bist nur der "Arbeitssklave". Eine geringere Wahrscheinlichkeit steht dafür, dass es Deiner Frau zu gut geht.

Ich denke, Du musst klare Zeichen setzten. Finde ihren Schmerz: Mache Deiner Schwiegermutter vor Deiner Frau klar, dass sie sich von den Wikinger helfen lassen soll, die Deine Frau vergöttert. Nimm ihr die Kontovollmacht und gib ihr nur noch Haushaltsgeld. Mache überraschend eine Woche Urlaub in Ganzweitweg, etc. Lass sie fühlen wie es wirklich ist alleine dazustehen.

Wenn es mit der Ehe vorbei ist, dann ist es ehe egal und Du beschleunigst die Sache. Wenn es nur ihr zu gut geht, wacht sie vielleicht aus. Du musst Kontrolle übernehmen und an Dich denken.

Was lässt Dich eigentlich denken, dass sie noch nicht fremdgeht?

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4. Mai 2016 um 8:53
In Antwort auf fremder1964

Klare Zeichen
So wie Du es beschreibst, ist die Ehe mit hoher Wahrscheinlichkeit gescheitert und Du bist nur der "Arbeitssklave". Eine geringere Wahrscheinlichkeit steht dafür, dass es Deiner Frau zu gut geht.

Ich denke, Du musst klare Zeichen setzten. Finde ihren Schmerz: Mache Deiner Schwiegermutter vor Deiner Frau klar, dass sie sich von den Wikinger helfen lassen soll, die Deine Frau vergöttert. Nimm ihr die Kontovollmacht und gib ihr nur noch Haushaltsgeld. Mache überraschend eine Woche Urlaub in Ganzweitweg, etc. Lass sie fühlen wie es wirklich ist alleine dazustehen.

Wenn es mit der Ehe vorbei ist, dann ist es ehe egal und Du beschleunigst die Sache. Wenn es nur ihr zu gut geht, wacht sie vielleicht aus. Du musst Kontrolle übernehmen und an Dich denken.

Was lässt Dich eigentlich denken, dass sie noch nicht fremdgeht?

Danke
für die Einschätzung.

"Ich denke, Du musst klare Zeichen setzten. Finde ihren Schmerz: Mache Deiner Schwiegermutter vor Deiner Frau klar, dass sie sich von den Wikinger helfen lassen soll, die Deine Frau vergöttert. Nimm ihr die Kontovollmacht und gib ihr nur noch Haushaltsgeld. Mache überraschend eine Woche Urlaub in Ganzweitweg, etc. Lass sie fühlen wie es wirklich ist alleine dazustehen."

Das ist in etwa das, was schon @cefeu mit "auf den Putz hauen" meinte.

Allerdings hat sich seit gestern (vielleicht) was verändert. Ich habe ihr neulich in einem erstaunlichen ruhigen und meines Erachtens recht klaren Gespräch, das allerdings mal wieder von mir ausging, klargemacht, daß eine offene Beziehung in dem Grundzustand, in dem sich unsere Ehe befindet (nämlich in einem katastrophalen), gar keine sog. "offene Beziehung" stattfinden kann. Daß es dazu bei uns an allem fehlen würde, was überhaupt nur für eine erfolgreiche offene Beziehung VORHER erforderlich ist. Ich habe ihr gesagt, was es dazu braucht:

- Sie muß wieder einen Draht zu mir finden und darf sich, seit einem Jahr diesbezüglichen Nichtstuns, endlich auch mal uns bemühen

- ich muß ihre Nummer eins sein, auch sexuell, eventuelle Nebengeschichten in einer offenen Beziehung sind dann Bonus

-unsere Ehe muß in jeder Hinsicht wieder stabil, aber auch erfreulich und anregend werden

Allein diese 3 Punkte sind, wenn man sie wirklich angehen würde, ein Riesenberg von Arbeit, der meines Erachtens weder für sie noch für mich schaffbar ist. Bei ihr kommt hinzu, denke ich zumindest, daß sie diese Arbeit auch gar nicht investieren WILL. Und bei mir, daß ich mich hinsichtlich unserer Beziehung in einem derart desolaten Zustand aus Enttäuschtsein, Eifersucht, Verzweiflung, Selbstzweifel, Erniedrigung befinde, das mir ebenfalls allmählich die Kraft dazu fehlt. Wobei sich hier fragt, ob ich bei den vorgenannten Punkten unbedingt in der Bringschuld bin. Eigentlich müßte daraufhin von ihr was kommen. Das Gespräch, nahezu ein Monolog meinerseits, endete damit.

Und nun, Überraschung, von der ich nicht weiß, was ich davon halten soll: Sie hat 2 Plätze in einem tollen lokal reserviert, wo wir schon länger mal hinwollten, aber es bislang nicht dazu kam, und danach will sie mit mir ins Kino.

Ist das nun "ein bißchen mitspielen" und so tun als ob, damit der alte erstmal wieder eine Zeitlang stillhält, oder ist das ein echter (im Sinne von positiv zusehender) Versuch von ihr, nun doch etwas zu unserer Ehe beizutragen, daß sich nicht nur auf den Alltag bezieht? ich weiß es nicht. Es könnte auch das Abschiedsessen sein, weil sie mich rausschmeissen will, sie inszeniert gerne.


"Was lässt Dich eigentlich denken, dass sie noch nicht fremdgeht?"

Gute Frage, ich meine und fühle, ohne echte Beweise zu haben, daß da sogar im letzten Jahr schon was lief. Läßt sich eine Opportunistin, die immer ihren Willen kriegt und dazu Wege findet, überhaupt von meiner fehlenden Zustimmung zu einer offenen Beziehung von irgendwas abhalten? Eher nicht.

Viele Grüße

von

takeofftheground

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4. Mai 2016 um 8:59

Ja, weitgehend.
Sie arbeitet zwar, kriegt aber nicht mehr als 12 -15 Wochenstunden bei ihrem AG. Und die Tätigkeit wird nicht gut bezahlt. Ihr Lohn macht ca. ein Fünftel des Familieneinkommens aus.

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4. Mai 2016 um 10:25
In Antwort auf takeofftheground

Danke
für die Einschätzung.

"Ich denke, Du musst klare Zeichen setzten. Finde ihren Schmerz: Mache Deiner Schwiegermutter vor Deiner Frau klar, dass sie sich von den Wikinger helfen lassen soll, die Deine Frau vergöttert. Nimm ihr die Kontovollmacht und gib ihr nur noch Haushaltsgeld. Mache überraschend eine Woche Urlaub in Ganzweitweg, etc. Lass sie fühlen wie es wirklich ist alleine dazustehen."

Das ist in etwa das, was schon @cefeu mit "auf den Putz hauen" meinte.

Allerdings hat sich seit gestern (vielleicht) was verändert. Ich habe ihr neulich in einem erstaunlichen ruhigen und meines Erachtens recht klaren Gespräch, das allerdings mal wieder von mir ausging, klargemacht, daß eine offene Beziehung in dem Grundzustand, in dem sich unsere Ehe befindet (nämlich in einem katastrophalen), gar keine sog. "offene Beziehung" stattfinden kann. Daß es dazu bei uns an allem fehlen würde, was überhaupt nur für eine erfolgreiche offene Beziehung VORHER erforderlich ist. Ich habe ihr gesagt, was es dazu braucht:

- Sie muß wieder einen Draht zu mir finden und darf sich, seit einem Jahr diesbezüglichen Nichtstuns, endlich auch mal uns bemühen

- ich muß ihre Nummer eins sein, auch sexuell, eventuelle Nebengeschichten in einer offenen Beziehung sind dann Bonus

-unsere Ehe muß in jeder Hinsicht wieder stabil, aber auch erfreulich und anregend werden

Allein diese 3 Punkte sind, wenn man sie wirklich angehen würde, ein Riesenberg von Arbeit, der meines Erachtens weder für sie noch für mich schaffbar ist. Bei ihr kommt hinzu, denke ich zumindest, daß sie diese Arbeit auch gar nicht investieren WILL. Und bei mir, daß ich mich hinsichtlich unserer Beziehung in einem derart desolaten Zustand aus Enttäuschtsein, Eifersucht, Verzweiflung, Selbstzweifel, Erniedrigung befinde, das mir ebenfalls allmählich die Kraft dazu fehlt. Wobei sich hier fragt, ob ich bei den vorgenannten Punkten unbedingt in der Bringschuld bin. Eigentlich müßte daraufhin von ihr was kommen. Das Gespräch, nahezu ein Monolog meinerseits, endete damit.

Und nun, Überraschung, von der ich nicht weiß, was ich davon halten soll: Sie hat 2 Plätze in einem tollen lokal reserviert, wo wir schon länger mal hinwollten, aber es bislang nicht dazu kam, und danach will sie mit mir ins Kino.

Ist das nun "ein bißchen mitspielen" und so tun als ob, damit der alte erstmal wieder eine Zeitlang stillhält, oder ist das ein echter (im Sinne von positiv zusehender) Versuch von ihr, nun doch etwas zu unserer Ehe beizutragen, daß sich nicht nur auf den Alltag bezieht? ich weiß es nicht. Es könnte auch das Abschiedsessen sein, weil sie mich rausschmeissen will, sie inszeniert gerne.


"Was lässt Dich eigentlich denken, dass sie noch nicht fremdgeht?"

Gute Frage, ich meine und fühle, ohne echte Beweise zu haben, daß da sogar im letzten Jahr schon was lief. Läßt sich eine Opportunistin, die immer ihren Willen kriegt und dazu Wege findet, überhaupt von meiner fehlenden Zustimmung zu einer offenen Beziehung von irgendwas abhalten? Eher nicht.

Viele Grüße

von

takeofftheground

Sie wird sich nicht trennen
Es wird garantiert kein Abschiedsessen ihrerseits. Sie ist offensichtlich hoch opportunitistisch und sucht sich das beste heraus. Mit ihrem kümmerlichen Gehalt und der Zusatzarbeit wenn Du weg bist, wird sie nicht leben wollen. Also macht sie auf gut Wetter und versucht die Beziehung nach außen hin zu retten. Sie selber wird halt dann eeine einseitig offene Beziehung führen und du wirst das Geld anschleppen und die Arbeit machen.

Vielleiht ist dieses Modell sogar das von ihr angestrebte: Du bereitest ihr zuhause das gemachte Nest und versorgst sie mit den nötigen finanziellen Mitteln und sie lebt sich sexuell und andersweitig aus.

Ich verstehe nur nicht, warum du immer noch über eine offene Bezihung unter bestimmten Bedingungen mit ihr redest.

Der Fairness halber müsste man natürlich hören, was Deine Frau sagt. Ich weiß, dass Partner von depressiven Menschen (und du sagst du hast so eine Phase durchgemacht) häufig mit den Nerven und ihrer Kraft am Ende sind. Vielleicht ist das bei ihr so, vielleicht hat sie einfach keine Kraft mehr mit dir zu zusammen zu leben und sucht für Euch beide einen gangbaren Weg. Vielleicht ist sie aber auch nur ein opportunistisches Ar...

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4. Mai 2016 um 10:59
In Antwort auf 6rama9

Sie wird sich nicht trennen
Es wird garantiert kein Abschiedsessen ihrerseits. Sie ist offensichtlich hoch opportunitistisch und sucht sich das beste heraus. Mit ihrem kümmerlichen Gehalt und der Zusatzarbeit wenn Du weg bist, wird sie nicht leben wollen. Also macht sie auf gut Wetter und versucht die Beziehung nach außen hin zu retten. Sie selber wird halt dann eeine einseitig offene Beziehung führen und du wirst das Geld anschleppen und die Arbeit machen.

Vielleiht ist dieses Modell sogar das von ihr angestrebte: Du bereitest ihr zuhause das gemachte Nest und versorgst sie mit den nötigen finanziellen Mitteln und sie lebt sich sexuell und andersweitig aus.

Ich verstehe nur nicht, warum du immer noch über eine offene Bezihung unter bestimmten Bedingungen mit ihr redest.

Der Fairness halber müsste man natürlich hören, was Deine Frau sagt. Ich weiß, dass Partner von depressiven Menschen (und du sagst du hast so eine Phase durchgemacht) häufig mit den Nerven und ihrer Kraft am Ende sind. Vielleicht ist das bei ihr so, vielleicht hat sie einfach keine Kraft mehr mit dir zu zusammen zu leben und sucht für Euch beide einen gangbaren Weg. Vielleicht ist sie aber auch nur ein opportunistisches Ar...

Könnte was dran sein
"Der Fairness halber müsste man natürlich hören, was Deine Frau sagt. Ich weiß, dass Partner von depressiven Menschen (und du sagst du hast so eine Phase durchgemacht) häufig mit den Nerven und ihrer Kraft am Ende sind. Vielleicht ist das bei ihr so, vielleicht hat sie einfach keine Kraft mehr mit dir zu zusammen zu leben und sucht für Euch beide einen gangbaren Weg. "


Selbstverständlich hat sie das mitgenommen.

In der Praxis habe ich in den 3-4 Jahren insgesamt höchstens 7-8 Tage tatsächlich zu Hause (und an der Arbeit) gefehlt plus die einmalige stationäre, 5wöchige Therapie, die aber erfolgreich war. Ich war nie bettlägerig oder gar zu nichts mehr fähig, da haben andere, mit "normalen", "echten" Krankheiten mitunter längere Totalausfälle. Ich hab' in den Zeiten trotzdem stets gearbeitet, sowohl beruflich als auch alles, was zu Hause so anfällt, vielleicht mit ein klein weniger Elan als heute, möglich, aber aus meiner Sicht nicht dramatisch.

Viel eher war's wenn dann wohl die emotionale Streßkomponente à la "Jetzt hat er schon wieder was, hört das denn nie auf?". Hypochondrie ist, im Gegensatz zur "klassischen", bekannten Depression eine besonders nervige Form davon. Das kann einer Partnerin schon Frieden und Freude rauben, ist mir bewußt.

Kann ich aber nachträglich nicht mehr ändern, und ich hab' stets das gemacht, was den Ärzten dazu einfiel, letztlich hat's ja auch funktioniert, bin heute fit, sowohl körperlich, als auch seelisch (von den derzeitigen Problemen mal abgesehen, aber die haben ja keinen Krankheitscharakter). Die letzte Anwandlung von Hypochondrie war vor eineinhalb Jahren, seitdem habe ich mit Bärenkräften versucht, Wiedergutmachung zu leisten, so gut es mir möglich war. Womöglich zu spät.

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5. Mai 2016 um 10:19
In Antwort auf takeofftheground

Danke
für die Einschätzung.

"Ich denke, Du musst klare Zeichen setzten. Finde ihren Schmerz: Mache Deiner Schwiegermutter vor Deiner Frau klar, dass sie sich von den Wikinger helfen lassen soll, die Deine Frau vergöttert. Nimm ihr die Kontovollmacht und gib ihr nur noch Haushaltsgeld. Mache überraschend eine Woche Urlaub in Ganzweitweg, etc. Lass sie fühlen wie es wirklich ist alleine dazustehen."

Das ist in etwa das, was schon @cefeu mit "auf den Putz hauen" meinte.

Allerdings hat sich seit gestern (vielleicht) was verändert. Ich habe ihr neulich in einem erstaunlichen ruhigen und meines Erachtens recht klaren Gespräch, das allerdings mal wieder von mir ausging, klargemacht, daß eine offene Beziehung in dem Grundzustand, in dem sich unsere Ehe befindet (nämlich in einem katastrophalen), gar keine sog. "offene Beziehung" stattfinden kann. Daß es dazu bei uns an allem fehlen würde, was überhaupt nur für eine erfolgreiche offene Beziehung VORHER erforderlich ist. Ich habe ihr gesagt, was es dazu braucht:

- Sie muß wieder einen Draht zu mir finden und darf sich, seit einem Jahr diesbezüglichen Nichtstuns, endlich auch mal uns bemühen

- ich muß ihre Nummer eins sein, auch sexuell, eventuelle Nebengeschichten in einer offenen Beziehung sind dann Bonus

-unsere Ehe muß in jeder Hinsicht wieder stabil, aber auch erfreulich und anregend werden

Allein diese 3 Punkte sind, wenn man sie wirklich angehen würde, ein Riesenberg von Arbeit, der meines Erachtens weder für sie noch für mich schaffbar ist. Bei ihr kommt hinzu, denke ich zumindest, daß sie diese Arbeit auch gar nicht investieren WILL. Und bei mir, daß ich mich hinsichtlich unserer Beziehung in einem derart desolaten Zustand aus Enttäuschtsein, Eifersucht, Verzweiflung, Selbstzweifel, Erniedrigung befinde, das mir ebenfalls allmählich die Kraft dazu fehlt. Wobei sich hier fragt, ob ich bei den vorgenannten Punkten unbedingt in der Bringschuld bin. Eigentlich müßte daraufhin von ihr was kommen. Das Gespräch, nahezu ein Monolog meinerseits, endete damit.

Und nun, Überraschung, von der ich nicht weiß, was ich davon halten soll: Sie hat 2 Plätze in einem tollen lokal reserviert, wo wir schon länger mal hinwollten, aber es bislang nicht dazu kam, und danach will sie mit mir ins Kino.

Ist das nun "ein bißchen mitspielen" und so tun als ob, damit der alte erstmal wieder eine Zeitlang stillhält, oder ist das ein echter (im Sinne von positiv zusehender) Versuch von ihr, nun doch etwas zu unserer Ehe beizutragen, daß sich nicht nur auf den Alltag bezieht? ich weiß es nicht. Es könnte auch das Abschiedsessen sein, weil sie mich rausschmeissen will, sie inszeniert gerne.


"Was lässt Dich eigentlich denken, dass sie noch nicht fremdgeht?"

Gute Frage, ich meine und fühle, ohne echte Beweise zu haben, daß da sogar im letzten Jahr schon was lief. Läßt sich eine Opportunistin, die immer ihren Willen kriegt und dazu Wege findet, überhaupt von meiner fehlenden Zustimmung zu einer offenen Beziehung von irgendwas abhalten? Eher nicht.

Viele Grüße

von

takeofftheground

Was willst Du?
Ich beobachte, dass Du auf hohen analytischen Niveau argumentierst. Eigentlich glaube ich zu sehen, dass Du Deine Situation selber sehr gut verstehst.
Für mich gipfelt dies in der Aussage "Lässt sich eine Opportunistin, die immer ihren Willen kriegt und dazu Wege findet, überhaupt von meiner fehlenden Zustimmung zu einer offenen Beziehung von irgendwas abhalten? Eher nicht.".

Ich lese dies so, dass Du Deine Frau als Opportunistin einschätzt. Für mich schließt sich daraus die Frage, willst Du Dein Leben mit einer solchen verbringen? Immer mit den Hintergedanken, meine Frau betrügt mich, hintergeht mich wenn es ihren Egoismus gerade passt.

Ich meine zu sehen, dass Du ernsthaft Anstrengungen gemacht hast, diese Ehe zu retten. Allerdings siehst Du Deine Frau in einer wesentlichen Bringschuld und Du glaubst, diese wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erbringen bzw. das wollen.

Ich glaube nicht, dass Euer kommendes Tête-à-Tête ein Abschiedsessen sein wird: Warum dann das Kino?

Ich vermute eher, dass sie versucht Dich mit minimaler Anstrengung bei der Stange zu halten. Ich komme hier auf meine Frage zurück, willst Du Dein restliches Leben mit dieser Frau verbringen?

Wegen Deiner Vermutung, dass da schon was mit Fremdgehen lief, benutzte dieses Abend um hier Klärung zu schaffen.

Ich denke, was unten 6rama9 einschätzt "So ungefähr wie die Töchter reicher Eltern in den goldenen 20er Jahren. " ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffend. Ich denke, Du solltest hier für Klarheit sorgen. Du bist der Hauptverdiener.

Was mir nicht klar ist, warum solltest Du ausziehen? Verkauf das Haus, oder kündige die Wohnung. Deine Frau spielt in der Ehe nicht mit. Schmeiß sie raus, dann hat sie ihre Freiheit mit allen Konsequenzen.

Eigentlich, so meine ich zu lesen, hast Du selber kein Vertrauen in die Zukunft Eurer Ehe. Warum also Zeit verschwenden?

Was willst Du?

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5. Mai 2016 um 16:44
In Antwort auf fremder1964

Was willst Du?
Ich beobachte, dass Du auf hohen analytischen Niveau argumentierst. Eigentlich glaube ich zu sehen, dass Du Deine Situation selber sehr gut verstehst.
Für mich gipfelt dies in der Aussage "Lässt sich eine Opportunistin, die immer ihren Willen kriegt und dazu Wege findet, überhaupt von meiner fehlenden Zustimmung zu einer offenen Beziehung von irgendwas abhalten? Eher nicht.".

Ich lese dies so, dass Du Deine Frau als Opportunistin einschätzt. Für mich schließt sich daraus die Frage, willst Du Dein Leben mit einer solchen verbringen? Immer mit den Hintergedanken, meine Frau betrügt mich, hintergeht mich wenn es ihren Egoismus gerade passt.

Ich meine zu sehen, dass Du ernsthaft Anstrengungen gemacht hast, diese Ehe zu retten. Allerdings siehst Du Deine Frau in einer wesentlichen Bringschuld und Du glaubst, diese wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erbringen bzw. das wollen.

Ich glaube nicht, dass Euer kommendes Tête-à-Tête ein Abschiedsessen sein wird: Warum dann das Kino?

Ich vermute eher, dass sie versucht Dich mit minimaler Anstrengung bei der Stange zu halten. Ich komme hier auf meine Frage zurück, willst Du Dein restliches Leben mit dieser Frau verbringen?

Wegen Deiner Vermutung, dass da schon was mit Fremdgehen lief, benutzte dieses Abend um hier Klärung zu schaffen.

Ich denke, was unten 6rama9 einschätzt "So ungefähr wie die Töchter reicher Eltern in den goldenen 20er Jahren. " ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffend. Ich denke, Du solltest hier für Klarheit sorgen. Du bist der Hauptverdiener.

Was mir nicht klar ist, warum solltest Du ausziehen? Verkauf das Haus, oder kündige die Wohnung. Deine Frau spielt in der Ehe nicht mit. Schmeiß sie raus, dann hat sie ihre Freiheit mit allen Konsequenzen.

Eigentlich, so meine ich zu lesen, hast Du selber kein Vertrauen in die Zukunft Eurer Ehe. Warum also Zeit verschwenden?

Was willst Du?

Ich weiß es (noch) nicht.
"Ich lese dies so, dass Du Deine Frau als Opportunistin einschätzt."

Ja, und zwar hohen Grades. Weitgehend ohne Rücksicht (oder wenn, nur gespielter Rücksicht) auf irgendwas.

"Für mich schließt sich daraus die Frage, willst Du Dein Leben mit einer solchen verbringen? Immer mit den Hintergedanken, meine Frau betrügt mich, hintergeht mich wenn es ihren Egoismus gerade passt."

Genau das ist es, was mir jetzt gerade besonders, wo sie kürzlich die Büchse der Pandorra geöffnet hat, aber eigentlich schon seit letztem Jahr, zu schaffen macht. Diese Eiseskälte und Rücksichtslosigkeit bei ihrem Vorgehen und Argumentieren. Und dazu braucht sie nicht einmal viele Worte. Vielleicht bin ich aber auch nur neidisch auf ihren starken Willen. Wenn ich den nur mal hätte! Bislang habe ich mich wie einen beliebigen Spielball hin- und herkicken lassen, immer in der Hoffnung, daß sich alles doch noch zum Besseren wendet, wodurch auch immer.

"Ich meine zu sehen, dass Du ernsthaft Anstrengungen gemacht hast, diese Ehe zu retten."

Ich denke schon. Mit Leibes- und Geisteskräften. Damit bin ich nun aber auch am Ende. Ich kann nicht mehr. Halte diese ständige Spannung auch kaum noch aus.

"Allerdings siehst Du Deine Frau in einer wesentlichen Bringschuld und Du glaubst, diese wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erbringen bzw. das wollen."

Mittlerweile ja. Obwohl sie das gewiß nicht so sieht. Dabei war vor einem Jahr vereinbart, daß wir uns beide bemühen. Von ihr kam - so gut wie - nichts. Nichtmal der Versuch oder der Versuch eines Versuches. Und in puncto Sex: Eine Pflichtnummer pro Monat. Und auch die stets nur mit Hoffen und Bangen meinerseits. Daß das kein toller Sex ist oder wird, dürfte klar sein.

"Ich glaube nicht, dass Euer kommendes Tête-à-Tête ein Abschiedsessen sein wird: Warum dann das Kino?

Ich vermute eher, dass sie versucht Dich mit minimaler Anstrengung bei der Stange zu halten. Ich komme hier auf meine Frage zurück, w i l l s t D u D e i n r e s t l i c h e s L e b e n m i t d i e s e r F r a u v e r b r i n g e n?"

So, wie's jetzt aussieht? Nein. Wie gesagt, es müßte nun von ihr was kommen, Überzeugend. Wobei auch da die Frage herrscht, inwieweit ich mir von ihr was vorspielen lasse. Der Vorschlag zu dem Essen kam ja, als ich neulich sagte, daß ich nun von ihr echte Bemühungen um uns erwarte. Entweder, sie hat sich wirklich ein bißchen besonnen - nicht sehr wahrscheinlich - oder sie spielt mir was vor, was ja bisher auch geklappt hat.

"Was mir nicht klar ist, warum solltest Du ausziehen? Verkauf das Haus, oder kündige die Wohnung. Deine Frau spielt in der Ehe nicht mit. Schmeiß sie raus, dann hat sie ihre Freiheit mit allen Konsequenzen.".

Ich bin zwar der Hauptverdiener, doch das Haus gehört ihr. Hat uns ihr Vater geschenkt, sie allein steht aber im Grundbuch. Auch hier hat sie alle Macht. Wenn, dann müßte ich gehen. Um die Hütte geht's aber nicht, sondern um das Thema Trennung, dabei ist es ja vorerst wurscht, wer (und wohin) geht. Und später ginge es ja vorherrschend um die Kinder, denen ich einen Rosenkrieg, in denen sie leider auch eine Hauptrolle spielen würden, ersparen will. Bin mir aber bei meiner aufgestauten Wut und Enttäuschung nicht sicher, ob ich nicht sogar derjenige wäre, der (eigentlich ungewollt) einen Rosenkrieg anzettelt, nach dem Motto, will ich eigentlich nicht, kann's aber nicht verhindern.

"Eigentlich, so meine ich zu lesen, hast Du selber kein Vertrauen in die Zukunft Eurer Ehe. Warum also Zeit verschwenden?

Was willst Du?"

Achtung, hier spricht das naiv-trotzige Kind in mir: Ich will meine Frau zurück. So, wie sie vor 5 Jahren war. Und am Besten, Lazarus holte meinen Schwiegervater in's Leben zurück. nach seinem plötzlichen Tod vor anderthalb Jahren wurde es schlechter, binnen weniger Wochen/Monate. Der Mann war ein kluger, gerechter, dominanter Familienpatriarch, so lange er noch da war, hatte meine Frau solche Gedanken noch nicht, jedenfalls hatte sie bis dahin nichts negatives zu mir geäußert.

Ich komme aus meinem geistigen Ponyhof momentan leider immer noch nicht raus, Prinzip Hoffnung bzw. die Hoffnung stirbt zuletzt. Bin selber gespannt, wann ich diesbezüglich endlich aufwache und der vollständigen Realität (und ihren notwendigen Konsequenzen) komplett ins Auge sehe. Bis dahin muß ich wohl noch etwas weiterleiden. Dabei bin ich eigentlich gar kein Masochist.

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6. Mai 2016 um 0:52

Situation
Wie würde sich denn die Situation deiner Frau darstellen wenn du ihr ganz ruhig sagst dass es für dich nur einen aus ihrem Gerede folgerichtigen Schluss geben kann, nämlich dass du dir eine Wohnung suchst und ausziehst. Weiterhin dass du nach dem erforderlichen Trennungsjahr die Scheidung einreichst. Desweiteren in diesem Gespräch sagen dass du ihr ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als Ehemann und Versorger zur Verfügung stehst. Sie auch deshalb die Freiheit hat sich jeden Tag einen anderen Schw..... einzuführen damit sie glücklich ist. Wenn sie von dir nur noch den Unterhalt für die Kinder und ihrem Einkommen entsprechend für sie bekommt wird es für sie auch eng wenn sie das Haus halten will.
Außerdem solltest du ihr auf den Kopf zusagen dass sie sowieso schon die ganze Zeit fremd geht analog ihrer Äußerungen dass sie eine offene Beziehung führen will um mit anderen Männern den GV zu vollziehen.
Da sie die Besitzerin des Hauses ist bist du doch in der stärkeren Position Deine Kinder wirst du auch nicht verlieren denn die sind nicht blöde, die haben schon ganz feine Antennen für das was bei euch zu Hause abgeht

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6. Mai 2016 um 7:28
In Antwort auf takeofftheground

Ich weiß es (noch) nicht.
"Ich lese dies so, dass Du Deine Frau als Opportunistin einschätzt."

Ja, und zwar hohen Grades. Weitgehend ohne Rücksicht (oder wenn, nur gespielter Rücksicht) auf irgendwas.

"Für mich schließt sich daraus die Frage, willst Du Dein Leben mit einer solchen verbringen? Immer mit den Hintergedanken, meine Frau betrügt mich, hintergeht mich wenn es ihren Egoismus gerade passt."

Genau das ist es, was mir jetzt gerade besonders, wo sie kürzlich die Büchse der Pandorra geöffnet hat, aber eigentlich schon seit letztem Jahr, zu schaffen macht. Diese Eiseskälte und Rücksichtslosigkeit bei ihrem Vorgehen und Argumentieren. Und dazu braucht sie nicht einmal viele Worte. Vielleicht bin ich aber auch nur neidisch auf ihren starken Willen. Wenn ich den nur mal hätte! Bislang habe ich mich wie einen beliebigen Spielball hin- und herkicken lassen, immer in der Hoffnung, daß sich alles doch noch zum Besseren wendet, wodurch auch immer.

"Ich meine zu sehen, dass Du ernsthaft Anstrengungen gemacht hast, diese Ehe zu retten."

Ich denke schon. Mit Leibes- und Geisteskräften. Damit bin ich nun aber auch am Ende. Ich kann nicht mehr. Halte diese ständige Spannung auch kaum noch aus.

"Allerdings siehst Du Deine Frau in einer wesentlichen Bringschuld und Du glaubst, diese wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erbringen bzw. das wollen."

Mittlerweile ja. Obwohl sie das gewiß nicht so sieht. Dabei war vor einem Jahr vereinbart, daß wir uns beide bemühen. Von ihr kam - so gut wie - nichts. Nichtmal der Versuch oder der Versuch eines Versuches. Und in puncto Sex: Eine Pflichtnummer pro Monat. Und auch die stets nur mit Hoffen und Bangen meinerseits. Daß das kein toller Sex ist oder wird, dürfte klar sein.

"Ich glaube nicht, dass Euer kommendes Tête-à-Tête ein Abschiedsessen sein wird: Warum dann das Kino?

Ich vermute eher, dass sie versucht Dich mit minimaler Anstrengung bei der Stange zu halten. Ich komme hier auf meine Frage zurück, w i l l s t D u D e i n r e s t l i c h e s L e b e n m i t d i e s e r F r a u v e r b r i n g e n?"

So, wie's jetzt aussieht? Nein. Wie gesagt, es müßte nun von ihr was kommen, Überzeugend. Wobei auch da die Frage herrscht, inwieweit ich mir von ihr was vorspielen lasse. Der Vorschlag zu dem Essen kam ja, als ich neulich sagte, daß ich nun von ihr echte Bemühungen um uns erwarte. Entweder, sie hat sich wirklich ein bißchen besonnen - nicht sehr wahrscheinlich - oder sie spielt mir was vor, was ja bisher auch geklappt hat.

"Was mir nicht klar ist, warum solltest Du ausziehen? Verkauf das Haus, oder kündige die Wohnung. Deine Frau spielt in der Ehe nicht mit. Schmeiß sie raus, dann hat sie ihre Freiheit mit allen Konsequenzen.".

Ich bin zwar der Hauptverdiener, doch das Haus gehört ihr. Hat uns ihr Vater geschenkt, sie allein steht aber im Grundbuch. Auch hier hat sie alle Macht. Wenn, dann müßte ich gehen. Um die Hütte geht's aber nicht, sondern um das Thema Trennung, dabei ist es ja vorerst wurscht, wer (und wohin) geht. Und später ginge es ja vorherrschend um die Kinder, denen ich einen Rosenkrieg, in denen sie leider auch eine Hauptrolle spielen würden, ersparen will. Bin mir aber bei meiner aufgestauten Wut und Enttäuschung nicht sicher, ob ich nicht sogar derjenige wäre, der (eigentlich ungewollt) einen Rosenkrieg anzettelt, nach dem Motto, will ich eigentlich nicht, kann's aber nicht verhindern.

"Eigentlich, so meine ich zu lesen, hast Du selber kein Vertrauen in die Zukunft Eurer Ehe. Warum also Zeit verschwenden?

Was willst Du?"

Achtung, hier spricht das naiv-trotzige Kind in mir: Ich will meine Frau zurück. So, wie sie vor 5 Jahren war. Und am Besten, Lazarus holte meinen Schwiegervater in's Leben zurück. nach seinem plötzlichen Tod vor anderthalb Jahren wurde es schlechter, binnen weniger Wochen/Monate. Der Mann war ein kluger, gerechter, dominanter Familienpatriarch, so lange er noch da war, hatte meine Frau solche Gedanken noch nicht, jedenfalls hatte sie bis dahin nichts negatives zu mir geäußert.

Ich komme aus meinem geistigen Ponyhof momentan leider immer noch nicht raus, Prinzip Hoffnung bzw. die Hoffnung stirbt zuletzt. Bin selber gespannt, wann ich diesbezüglich endlich aufwache und der vollständigen Realität (und ihren notwendigen Konsequenzen) komplett ins Auge sehe. Bis dahin muß ich wohl noch etwas weiterleiden. Dabei bin ich eigentlich gar kein Masochist.

Viel Glück
Viel Glück und habe die Kraft für eine baldige Entscheidung.
Der Vorschlag von Shamane65 ist nicht schlecht; Muttertag wäre ein guter Tag dafür......

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7. Mai 2016 um 10:24

Einige Sachen machen mich da stutzig....
>> meinen Schwiegervater in's Leben zurück. nach seinem plötzlichen Tod vor anderthalb Jahren<< / >>Die letzte Anwandlung von Hypochondrie war vor eineinhalb Jahren<<

Bist Du sicher, dass er keinen Zusammenhang zwischen Deiner psychischen Erkrankung und dem Verhältnis zwischen Deiner Frau und ihrem Vater gibt?

>>Ich will meine Frau zurück. So, wie sie vor 5 Jahren war<<

Sie ist noch wie vor 5 Jahren, das ist ja das Problem.

>>Der Mann war ein kluger, gerechter, dominanter Familienpatriarch, so lange er noch da war, hatte meine Frau solche Gedanken noch nicht, jedenfalls hatte sie bis dahin nichts negatives zu mir geäußert.<<

In Eurer Ehe ist das DEIN Part (der Mann, der alles zusammenhält), nicht der, des Schwiegervaters!

Du hast alles unternommen, um dieser Mann zu sein und Deine Ehe zu retten. So wie Du Deine Frau schilderst, ist sie nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen, "erwachsen" zu sein. Und das hat vor 5 Jahren noch wunderbar funktiioniert: Sie hatte einen Papa, der alles regeln konnte und einen Mann, der aufgrund seiner Krankheit ihr unterlegen war. Sie hatte gewissermaßen in Eurer Ehe "Oberwasser". DU warst Derjenige, der nicht richtig funktioniert hat, SIE hat das alles ertragen und somit eine kindliche Opferhaltung eingenommen.

Noch ein Beispiel?
>>Jedesmal, wenn ich mal meinen Unmut lautstark äußere (ohnehin selten), kommt schnell nach , daß ich mir das Sparen könne, so lasse sie nicht mit sich reden<< , DU BIST SCHLIESSLICH NICHT MEIN VATER!
Würde mich nicht wundern, wenn sie das auch schon gesagt hat....

Die Paartherapie hat sie abgebrochen, weil sie Stress im Job hatte und um ihren Vater getrauert hat - was für ein Bockmist! Sie hätte bei der Paartherapie ihre Bequemlichkeitszone verlassen und sich intensiv mit sich selbst beschäftigen müssen und dazu ist sie - aus welchen Gründen auch immer - nicht bereit. Du wirst wahrscheinlich aus Deinen Therapien wissen, dass es zwar richtig aber im ersten Moment erst einmal sehr unangenehm ist, wenn man für sein Leben selbst die Verantwortung übernimmt und aufhört, anderen die Schuld für seine Misere zu geben.

Ich denke, dass Ihr als Paar nur eine Chance habt, wenn sie nun intensiv an sich arbeitet (so wie Du es auch getan hast), damit hast Du recht. Dich zum Essen und ins Kino einzuladen ist allerdings mal wieder der Weg des geringsten Widerstandes, eine Symptombehandlung, ohne die Ursache anzupacken.

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9. Mai 2016 um 6:28

Aufbruch fällt schwer ...
"... dazu: wenn deine frau schon so fordernd fragt, ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass deine frau schon fremdgegangen ist und jetzt die "offizielle" genehmigung haben will. frauen sind laut studien und psychologen wesentlich geschickter im verbergen von fremdgehereien und gehen im schnitt auch häufiger fremd. wenn sie jetzt schon ganz "offiziell" zu dir kommt, und es sie auch wenig interessiert, ob du das willst, liegt es auf der hand, dass sie längst "blut geleckt" hat und jetzt deine absolution will."

Das befürchte ich auch. Und das sie jetzt mit der Wahrheit rausrückt, kommt zu einem merkwürdigen Zeitpunkt, es ist zu Hause momentan unendlich viel zu tun (komplette Renovierung mit allem drum und dran), die ältere Tochter kommt dieses Jahr in die Schule, die kleine ist erst vier. Und doch haut sie es jetzt gerade raus. Scheint ihr also gerade jetzt sehr wichtig zu sein, m. E. ein zeimlich deutliches Anzeichen dafür, daß schon was läuft oder kurz bevorsteht, vielleicht hat sie jemanden kennengelernt. Und dann noch schnell Erlaubnis einholen (oder so tun als ob).

"... komm aus der passiven rolle in der beziehung raus, sag klipp und klar was bei dir geht (monogam), was nicht (offen) und dass sie sich entscheiden muss, was ihr wichtiger ist. solche klaren selbstbewussten ansagen wirken bei vielen frauen in beziehungen wunder, weil du damit die grundlage für "machtspielchen" in der beziehung (und das ist es von ihrer seite definitiv) entziehst."

Das hab' ich getan, sogar sehr deutlich. Hab' allerdings mitgeschickt, daß dazu, wenn überhaupt, bei uns erstmal alles gut bis sehr gut laufen muß (was es nicht tut und ich befürchte, daß das auch nicht mehr erreichbar ist). Zumindest auf meiner Seite herrscht nach dieser ihrer Aussage von neulich ein dermaßener Vertrauensverlust, daß ich diese Sätze überhaupt nicht mehr aus dem Kopf kriege. Hat jetzt was vom Zauberlehrling, bloß, daß ich der Gelackmeierte bin.

"... wie gesagt, schwierig hier zu beurteilen, weil nur "deine version" bekannt ist."

Hab' mich bei allen Postings hier sehr bemüht, alles möglichst faktisch darzustellen, und hab' natürlich auch Verständnis dafür, was ich ihr zuvor alles angetan habe (häufige, nervige Krankheit).

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9. Mai 2016 um 6:48
In Antwort auf sie1976

Einige Sachen machen mich da stutzig....
>> meinen Schwiegervater in's Leben zurück. nach seinem plötzlichen Tod vor anderthalb Jahren<< / >>Die letzte Anwandlung von Hypochondrie war vor eineinhalb Jahren<<

Bist Du sicher, dass er keinen Zusammenhang zwischen Deiner psychischen Erkrankung und dem Verhältnis zwischen Deiner Frau und ihrem Vater gibt?

>>Ich will meine Frau zurück. So, wie sie vor 5 Jahren war<<

Sie ist noch wie vor 5 Jahren, das ist ja das Problem.

>>Der Mann war ein kluger, gerechter, dominanter Familienpatriarch, so lange er noch da war, hatte meine Frau solche Gedanken noch nicht, jedenfalls hatte sie bis dahin nichts negatives zu mir geäußert.<<

In Eurer Ehe ist das DEIN Part (der Mann, der alles zusammenhält), nicht der, des Schwiegervaters!

Du hast alles unternommen, um dieser Mann zu sein und Deine Ehe zu retten. So wie Du Deine Frau schilderst, ist sie nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen, "erwachsen" zu sein. Und das hat vor 5 Jahren noch wunderbar funktiioniert: Sie hatte einen Papa, der alles regeln konnte und einen Mann, der aufgrund seiner Krankheit ihr unterlegen war. Sie hatte gewissermaßen in Eurer Ehe "Oberwasser". DU warst Derjenige, der nicht richtig funktioniert hat, SIE hat das alles ertragen und somit eine kindliche Opferhaltung eingenommen.

Noch ein Beispiel?
>>Jedesmal, wenn ich mal meinen Unmut lautstark äußere (ohnehin selten), kommt schnell nach , daß ich mir das Sparen könne, so lasse sie nicht mit sich reden<< , DU BIST SCHLIESSLICH NICHT MEIN VATER!
Würde mich nicht wundern, wenn sie das auch schon gesagt hat....

Die Paartherapie hat sie abgebrochen, weil sie Stress im Job hatte und um ihren Vater getrauert hat - was für ein Bockmist! Sie hätte bei der Paartherapie ihre Bequemlichkeitszone verlassen und sich intensiv mit sich selbst beschäftigen müssen und dazu ist sie - aus welchen Gründen auch immer - nicht bereit. Du wirst wahrscheinlich aus Deinen Therapien wissen, dass es zwar richtig aber im ersten Moment erst einmal sehr unangenehm ist, wenn man für sein Leben selbst die Verantwortung übernimmt und aufhört, anderen die Schuld für seine Misere zu geben.

Ich denke, dass Ihr als Paar nur eine Chance habt, wenn sie nun intensiv an sich arbeitet (so wie Du es auch getan hast), damit hast Du recht. Dich zum Essen und ins Kino einzuladen ist allerdings mal wieder der Weg des geringsten Widerstandes, eine Symptombehandlung, ohne die Ursache anzupacken.

Es tut sich was?
"Ich denke, dass Ihr als Paar nur eine Chance habt, wenn sie nun intensiv an sich arbeitet (so wie Du es auch getan hast), damit hast Du recht. Dich zum Essen und ins Kino einzuladen ist allerdings mal wieder der Weg des geringsten Widerstandes, eine Symptombehandlung, ohne die Ursache anzupacken. "

Wenn überhaupt, wäre das nur eine sehr geringe Chance, aber sie besteht, finde ich auch.

Das Essen hat übrigens stattgefunden. Erstaunlich harmonisch, ich hab' mich natürlich von der besten Seite gezeigt, und auch sie war mir im Gespräch (allerdings nur alltäglicher Pille-Palle-Kram, Kinder, Hobbies, Alltag, jedoch nichts zu unseren Problemen) locker und freundlich zugetan. Über mir schwebt trotzdem ständig das Damoklesschwert, mußte schon alles an Energie und Schauspielerei aufbringen, um nicht in Tränen auszubrechen oder ein Gespräch über unsere Situation zu beginnen, was weiterhin dringend nötig wäre. Da kommt aber von ihr leider nichts. Gespielte Normalität auf (für mich) höchstem Streßniveau.

Kino war allerdings nicht, sind danach noch in eine andere Kneipe.

Erstaunlicherweise hat sie für nächstes WE schon wieder einen Babysitter organisiert, diesmal soll's wirklich ins Kino gehen.

Hat sich bei ihr ernstlich was verändert, oder ist das nur Show? Könnte mir vorstellen (ich kenne meine Frau), daß das jetzt eine Zeitlang so weitergeht, und sie dann irgendwann erklärt, daß es doch nun bei uns wieder besser liefe, und was denn nun sei mit dem Thema offene Beziehung? Der Wunsch nach anderen Männern nagt hundertprozentig sicher weiterhin an ihr, sowas läßt sich nicht durch Vernunft (wie langweilig) oder Beschluß abstellen.

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9. Mai 2016 um 7:26
In Antwort auf takeofftheground

Es tut sich was?
"Ich denke, dass Ihr als Paar nur eine Chance habt, wenn sie nun intensiv an sich arbeitet (so wie Du es auch getan hast), damit hast Du recht. Dich zum Essen und ins Kino einzuladen ist allerdings mal wieder der Weg des geringsten Widerstandes, eine Symptombehandlung, ohne die Ursache anzupacken. "

Wenn überhaupt, wäre das nur eine sehr geringe Chance, aber sie besteht, finde ich auch.

Das Essen hat übrigens stattgefunden. Erstaunlich harmonisch, ich hab' mich natürlich von der besten Seite gezeigt, und auch sie war mir im Gespräch (allerdings nur alltäglicher Pille-Palle-Kram, Kinder, Hobbies, Alltag, jedoch nichts zu unseren Problemen) locker und freundlich zugetan. Über mir schwebt trotzdem ständig das Damoklesschwert, mußte schon alles an Energie und Schauspielerei aufbringen, um nicht in Tränen auszubrechen oder ein Gespräch über unsere Situation zu beginnen, was weiterhin dringend nötig wäre. Da kommt aber von ihr leider nichts. Gespielte Normalität auf (für mich) höchstem Streßniveau.

Kino war allerdings nicht, sind danach noch in eine andere Kneipe.

Erstaunlicherweise hat sie für nächstes WE schon wieder einen Babysitter organisiert, diesmal soll's wirklich ins Kino gehen.

Hat sich bei ihr ernstlich was verändert, oder ist das nur Show? Könnte mir vorstellen (ich kenne meine Frau), daß das jetzt eine Zeitlang so weitergeht, und sie dann irgendwann erklärt, daß es doch nun bei uns wieder besser liefe, und was denn nun sei mit dem Thema offene Beziehung? Der Wunsch nach anderen Männern nagt hundertprozentig sicher weiterhin an ihr, sowas läßt sich nicht durch Vernunft (wie langweilig) oder Beschluß abstellen.

Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me!
Mit Respekt, bei all diesen Analysen die hier abgegeben wurden, und die Du anscheinend teilst, liegt es nur an Dir was zu ändern. Du glaubst selber nicht, dass Deine Frau sich änderst und Du kriegst Deinen Hintern nicht hoch. Du traust Deiner Frau nicht einmal, bzw. "nur" einen latenten Verrat zu.

Sprich Klartext, zeige Zeichen (wer soll denn das Haus renovieren?), mach was, aber jammere nicht herum!

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9. Mai 2016 um 10:10
In Antwort auf takeofftheground

Es tut sich was?
"Ich denke, dass Ihr als Paar nur eine Chance habt, wenn sie nun intensiv an sich arbeitet (so wie Du es auch getan hast), damit hast Du recht. Dich zum Essen und ins Kino einzuladen ist allerdings mal wieder der Weg des geringsten Widerstandes, eine Symptombehandlung, ohne die Ursache anzupacken. "

Wenn überhaupt, wäre das nur eine sehr geringe Chance, aber sie besteht, finde ich auch.

Das Essen hat übrigens stattgefunden. Erstaunlich harmonisch, ich hab' mich natürlich von der besten Seite gezeigt, und auch sie war mir im Gespräch (allerdings nur alltäglicher Pille-Palle-Kram, Kinder, Hobbies, Alltag, jedoch nichts zu unseren Problemen) locker und freundlich zugetan. Über mir schwebt trotzdem ständig das Damoklesschwert, mußte schon alles an Energie und Schauspielerei aufbringen, um nicht in Tränen auszubrechen oder ein Gespräch über unsere Situation zu beginnen, was weiterhin dringend nötig wäre. Da kommt aber von ihr leider nichts. Gespielte Normalität auf (für mich) höchstem Streßniveau.

Kino war allerdings nicht, sind danach noch in eine andere Kneipe.

Erstaunlicherweise hat sie für nächstes WE schon wieder einen Babysitter organisiert, diesmal soll's wirklich ins Kino gehen.

Hat sich bei ihr ernstlich was verändert, oder ist das nur Show? Könnte mir vorstellen (ich kenne meine Frau), daß das jetzt eine Zeitlang so weitergeht, und sie dann irgendwann erklärt, daß es doch nun bei uns wieder besser liefe, und was denn nun sei mit dem Thema offene Beziehung? Der Wunsch nach anderen Männern nagt hundertprozentig sicher weiterhin an ihr, sowas läßt sich nicht durch Vernunft (wie langweilig) oder Beschluß abstellen.

"Hat sich bei ihr ernstlich was verändert, oder ist das nur Show? "
Das weißt Du leider erst später 100%-ig.

Meiner Meinung nach liegt das Gelingen und auch das Scheitern einer Beziehunh IMMER an beiden Partnern.

Wenn Du so schreibst, was bei Euch immenser Stress ist, dann sage ich mal, dass Eure Belastungsgrenze eher niedrig ist - und ich glaube, Du bist noch wesentlicher schneller "am Anschlag", als Deine Frau.

>>Über mir schwebt trotzdem ständig das Damoklesschwert, mußte schon alles an Energie und Schauspielerei aufbringen, um nicht in Tränen auszubrechen oder ein Gespräch über unsere Situation zu beginnen<<

Es ist wichtig, offen über Probleme zu reden und irgendwann muss es auch mal gut sein. Denn wenn man ständig über Probleme redet, ohne diese zu lösen, dann hält man sie lebendig! Was hätte sie den Deiner Meinung nach sagen sollen, dass es für Dich ein gelungener Abend mit ernsthaften und ehrlichen Absichten gewesen wäre?

Ich denke nicht, dass sie eine Affäre hat, denn dann würde sie die Wochenenden eher mit einem anderen Mann verbringen, als mit Dir.
Hinzu kommt, das Thema offene Beziehung hast Du noch im Kopf, ob es noch in ihrem Kopf ist, weißt Du gar nicht. Es kann schließlich genauso gut sein, dass sie mit dem Thema durch ist, weil Du "Nein" gesagt hast.

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