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Fragen über Fragen und ich mitten drin

5. April 2007 um 14:12

Die letzten 2,5 Jahre meines Lebens glichen einer Achterbahnfahrt der Gefühle, es gab viele Hochs, leider noch mehr Tiefs und >verzweifelt< beschreibt den Zustand dieser Zeit wohl am Besten.
Er war unentschlossen, liebte die Geheimniskrämerei (bloss nicht zuviel von sich preisgeben), ich wurde belogen, hintergangen, kurz um, er hat mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht und dadurch auch mein Vertrauen verloren.
Ich liebte/ und liebe ihn noch immer wahnsinnig, dennoch beendete ich diese Beziehung im Herbst letzten Jahres.

Nun zur eigentlichen Situation:
Nachdem er begriffen hat, dass es mir mit dieser Trennung absolut ernst ist, setzte er Himmel und Hölle in Bewegung, mich wieder für sich zu gewinnen. Kleinste Dinge die vorher unmöglich erschienen, sind jetzt umsetz/ machbar.
Seine Familie weiß nun auch offiziell über mich bescheid und hat wohl aufeinmal nichts mehr gegen diese Verbindung, da sie gesehen hätten, wie ihr Sohn gelitten hat in den vergangenen Monaten.
Mit einem Teil seiner Familie habe ich auch schon gesprochen und mein anfängliches Unwohlsein, löste sich alsbald in Wohlgefallen auf.

Ich kann überhaupt nicht beschreiben, was im Augenblick in mir vorgeht.
Er hat mal zu mir gesagt, wenn er lieben würde, dann richtig, was immer das auch bedeuten mag?! Ich bekomme alle Zeit der Welt, jeden Weg würde er mit mir gehen, solange er nur ein kleines Licht am Ende des Tunnels sehen würde und die geringste Chance, das ich wieder zu ihm zurück komme.
Ich bin ratlos, hin und her gerissen zwischen meinen Gefühlen, was soll ich tun?
Das einzigste was ich mit absoluter Gewissheit weiß ist, dass ich ihn liebe.

Wie soll ich mit meiner Angst, meinen Zweifeln und meinen Gefühlen umgehen? Ich habe ihm gesagt, wie es in mir aussieht, wo meine Bedenken liegen, sollte ich mich erneut auf ihn einlassen.
Meine Familie steht dem ganzem sketisch gegenüber. Sie haben sich für mich gefreut aber auch gesehen, wie ich unter der Situation gelitten habe. Ich weiss, egal wie ich mich nun entscheide, sie würden hinter mit stehen und ihn als meinen Partner akzeptieren.

Ich vermisse ihn jeden Tag und es wird nicht weniger, mir geht es gut und gleichzeitig schlecht. Im Laufe einer Diskussion die wir hatten (wir konnten schon immer gut und viel diskutieren ), habe ich ihm ungehalten wie ich war, an den Kopf geworfen, dass sein Verhalten nichts weiter als eine Tour wäre, solange bis er sich meiner wieder sicher sein könne. Er lediglich nicht damit klar käme, dass ich einmal standhaft bleibe und mich nicht von meiner Meinung abbringen lasse.

Ich fühle mich unwohl in meiner Haut, wir sind beide nicht leicht zu handhaben, waren jedoch immer irgendwie in der Lage, uns in der Mitte zu treffen.
Eine Entscheidung muss ich alleine treffen, dass ist mir klar. Doch vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir ein paar Ratschläge geben?!

lg Changes

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6. April 2007 um 2:17

Dein nickname sagt doch eigentlich alles
liebe changes,

ich kenne dich und deine situation natürlich überhaupt nicht, weiß auch nicht, wie alt du bist, aber was du da beschreibst, versetzt mich in eine zeit in meinem leben, auf die genau dasselbe zutraf.
elende ungewißheit und zu viele offene fragen in der beziehung nagten an mir, ich war ständig hin und her gerissen. die trennung war nur eine frage der zeit, kam allerdings im unterschied zu dir von ihm aus, nicht von mir. (er meinte, ich sollte alles vergessen und brav zurückgehen in mein vorgesehenes leben.)
danach war ich richtig verzweilfelt - wenn eine steigerung überhaupt noch möglich war. ich liebte ihn so heiß und innig, dass ich alles gegeben hätte, käme er doch zu mir zurück. er reagierte prompt und sagte, jetzt, da er wüsste, wie viel ich ihm bedeutete, würde er für immer zu mir stehen und für mich kämpfen. er versprach mir das blaue vom himmel runter! ich war überglücklich!

aber es änderte sich gar nichts.
mittlerweile sind einige jahre verstrichen. ich bin längst anderwertig und glücklich verheiratet und denke so im nachhinein darüber, dass liebe doch ganz schön blendet! heute würde ich jedenfalls keinem mehr abnehmen, dass sich irgendjemand für irgendjemanden ändert. veränderung ist ein langer prozeß, den man ganz für sich alleine durchmacht - oder auch nicht. man kann wohl besserung geloben, aber früher oder später schleicht sich doch wieder schema f ein. alles gut gemeinte, aber leere worte.

andererseits bin eigentlich immer ich diejenige, die für eine neue chance plädiert, weil ich hoffnungslos an das gute im menschen glaube; jeder verdient sowas! vl hat er einfach mist gebaut, aber ist im grunde ein feiner kerl?

letztendlich musst du das tun, was du mit dir selber in einklang bringen kannst. liebe kann überwältigend sein, aber verliere dich dabei nicht selber aus den augen! wenn du daran zugrunde gehst, ist diese liebe ungesund für dich!

lg
lemonice




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