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Fragen an Einzelkinder!

5. Juni 2014 um 14:07

Liebe Forengemeinde!

Ich selber bin als Geschwisterkind aufgewachsen. Nun selber bin ich Mutter eines einzigen Kindes.
Und oft kommt mir dieses Konstrukt komisch vor. Habe oft das Gefühl: Da fehlt noch ein Kind in der Gemeinschaft.

Fühle mich dann oft vermehrt in der Verantwortung meinem Kind gegenüber. Kontakte zu schaffen, es nicht zu verwöhnen... Ja schon fast schuldig.

Für mich ist das "Einzelkind" nicht so ganz greifbar, da ich in meinem Erwachsenenumfeld gar keins kenne.

Ich wollte mal hiermit Einzelkinder befragen, wie sie sich so fühlen, als Kind gefühlt haben.

Gab es irgendwie Eifersuchtsgefühle anderen Familienkonstrukten mit mehreren Kindern gegenüber?

Habt ihr die freie Zeit, Wochenenden, Urlaube als "defizitär" erlebt?

Habt ihr eine Schwester, einen Bruder vermisst, gewünscht?

Wie sehen eure Verhältnisse heute aus zu Freunden, habt ihr Familie?

Gab es ersichtliche Vorteile?

Ich finde es oft schwer die Zeit auszufüllen für mein Kind und fühle mich dann als Spielersatz. Das wiederrum finde ich auch manchmal sehr anstrengend.

Bin einfach an allen möglichen Gedanken interessiert.

Vielen Dank!

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5. Juni 2014 um 15:26

Einzelkind und glücklich
Ich bin ein Einzelkind und muss sagen, ich hab mich vielleicht ein oder 2 mal gefragt wie es mit Geschwistern gewesen wäre, aber ich find und fand es super wie es ist....

Meine Eltern haben mich nicht übermäßig verhetschelt oder ständig mit mir gespielt... ich konnte mich gut auch mal mit mir selbst beschäftigen...

Ich sehe im Geschwister haben viel mehr Nachteile. Nicht das ich eins von den Einzelkindern bin die nie Teilen konnten oder die uneingeschränkte Aufmerksamkeit brauchten....

Aber wer kann dir vorhersagen, ob sich die Geschwister nach der Kindheit auch noch verstehen? Kein Mann kommt aus ner Großfamilie und mehr als Tag und Tschüss reden die alle schon lange nicht mehr miteinander... Oder wer will immer seine kleinen Geschwister mit raus zum spielen nehmen.

Ich bin mit meinem Cousin und meiner Cousine großgeworden... Aber wenn ich dann Abend nach Hause kam und mit meinen Eltern allein Abendessen konnte und Ruhe hatte, hatte das immer was von, wahrgenommen werden als Person und frei zu sein... Im Gegensatz zu meinen Freunden damals... Die immer und überall ihre Geschwister mitnehmen mussten und nie für sich selbst waren...

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5. Juni 2014 um 15:28

Glückliches Einzelkind
>Gab es irgendwie Eifersuchtsgefühle anderen Familienkonstrukten mit mehreren Kindern gegenüber?<
Nein, eher im Gegenteil.

>Habt ihr die freie Zeit, Wochenenden, Urlaube als "defizitär" erlebt?<
Nein, ich hatte zum Glück nie das Problem das ich irgendwie schüchtern oder so war und hab daher immer und überall sofort andere Kinder zu spielen gefunden.

>Habt ihr eine Schwester, einen Bruder vermisst, gewünscht?<
Nein, im Gegenteil! Schon mit 4 hab ich meiner Mutter gesagt wenn sie noch ein Kind bekommt zieh ich aus.

>Wie sehen eure Verhältnisse heute aus zu Freunden, habt ihr Familie?<
Das Verhältniss zu Freunden ist nicht so gut, was aber andere Gründe hat. Die die ich habe sind aber die Besten! Und auch in der Familie ist alles eher außeinander, aber eher unter den Geschwistern (also meine Tanten).

>Gab es ersichtliche Vorteile? <
Ich habe als Kind nie direkt Vorteile aber auch keine Nachteile gesehen. Außer vielleicht das ich mir nie ein Zimmer teilen musste, immer das größte Zimmer bekam und als Jugendliche nie auf kleinere Geschwister aufpassen musste.

Aus erzählungen meiner Mutter weiß ich das ich aber die das typische Einzelkind war. Ich konnte mich zum Beispiel Stunden lang selbst beschäftigen, manchmal so lange das meine Mutter gucken kam ob ich überhaupt noch da bin.
In unsere Nachbarschaft gab es keine anderen Kinder also war ich bis ich 4 war wenig mit gleichaltrigen zusammen. Dann sind wir umgezogen und ich kam in den Kindrgarten und es gab Nachbarskinder in meinem Alter. Mit denen habe ich mich sofort angefreundet.

Ich erfülle eigendlich keins der Einzelkinderklisches, auch heute nicht. Ich finde es bis heute noch gut das ich "alleine" bin.

Ich habe noch kein Kind und ich will aber selber auch nur eins. Aus verschieden Gründen. Und auch weil ich es selber toll fand Einzelkind zu sein.

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