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Frage aus Neugier... Therapeuten finden

28. November 2002 um 23:29 Letzte Antwort: 2. Dezember 2002 um 12:03

Hallo,
es gab hier mal ein Posting bezüglich eines Gesprächtherapeuten.
Leider kann ich den Eintrag nich mehr finden.

Muss ich über meinen Hausarzt an "die Sache" rangehen oder kann ich mir einfach so einen suchen?
Wie unterstützt mich da meine Krankenkasse?
Oder macht die das nur wenn durch meinen Hausarzt bescheinigt wird, dass es medizinisch notwendig ist?
Wenn ich bei einem Therapeuten bin, worauf muss ich achten um feststellen zu können ob Er/Sie der/die Richtige ist?

Danke für eure Hilfe.

Gruß
Sven

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29. November 2002 um 0:20

Hallo Sven,
am besten rufst du bei Deiner Krankenkasse an und läßt Dir eine Liste der Therapeuten schicken, die eine kassenärztliche zulassung haben. Sprich, von denen, bei welchen die Kasse auch die Therapie übernimmt.

Aus der Liste kannst du Dir dann jemanden raussuchen und versuchen einen Termin zu machen.
Gehen wir mal von günstigen vorraussetzungen aus, und Du bekommst bald einen Termin, dann hast Du ein Gespräch in dem Du schildern kannst um was es Dir geht sowie Dein Therapieziel darstellen.
Ist der Therapeut "nur" Therapeut, Psychologe o.ä. mußt Du dann evtl. zum Neurologen, der Therapeut kann ir helfen jemanden zu finden. Der Neurologe hat dann ebenfalls ein Gespräch mit Dir und verordnet die Maßnahme. Dann kann es losgehen.... vorausgesetzt, der Therapeut hat sich entschlossen mit Dir die Therapie zu beginnen und Du möchtest es ebenfalls. Das heißt also, die Chemie zwischen Euch muß stimmen.

Ein Tip noch, du solltest Dich ebenfalls erkundigen, wie der Therapeut Dich behandelt.
Ist es eine Verhaltenstherapie ( hier wird an Deinem Verhalten gearbeitet - nicht analytisch-
und ohne die Gründe für Dein Verhalten zu kennen, ein anderes, "besseres", für dich zufriedenstellenderes Verhalten angestrebt.
Arbeitet der Therapeut analytisch, nach Freud mit Couch, dann wirst Du mit ihm zusammen versuchen die Hintergründe Deines Verhaltens aufzuspüren,
alte unbearbeitete Gefühle er- oder durchleben und Dich selbst besser verstehen lernen ( was aber nicht unbedingt heißt, daß Du Dich dann anders verhalten kannst ).
Es gibt da noch viel mehr, wie tiefenpsychologische Therapieformen, neuere
Ansätze der Heidelberger Schule im systemischen Bereich ( siehe Lämmle live - kennst Du die Sendung, oder ähnlich wie 2 bei Kalwass - das ist meiner Meinung nach wohl auch eher vom Ansatz her systemisch, auch wenn es mit Schauspielern ist )
usw
Wenn Du mir eteas genauer sagst, worum es Dir geht, kann ich Dir vielleicht eher etwas dazu sagen...
Mit den Therapeuten ist das so eine Sache, ich halte z.b. sehr viel von Selbsthilfegruppen.
Geh doch mal auf die Homepage von
www.selbsthilfe-frankfurt.net, dort findest Du für alle Bereiche Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland.

Hoffentlich helfen dir meine Ausführungen ein wenig?

Laß Dich nicht unterkriegen.....

LG Anna

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29. November 2002 um 1:06

@Lourdes
...2 Menschen 1 Gedanke....
Find ich toll!

LG Anna

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29. November 2002 um 1:27

Hi Sven

Am besten ist es, wenn du dir vom Hausarzt eine Überweisung geben lassen würdest. Und dann in deiner Umgebung vielleicht in die Gelbe Seiten schauen.
Du hast übrigens 5 "Probestunden", in denen du dich für oder gegen den oder die Therapeutin entscheiden kannst. Der Therapeut braucht zudem noch eine kassenärztliche Zulassung. Es läuft aber alles anonym ab, dh. der Therapeut hält dein Leiden mit einer Nummer fest (er stellt einen Antrag bei der Krankenkasse oder du must es eventuell selbst machen?). Die Krankenkasse gibt dann entweder das o.k. für eine gewissen Anzahl von Therapiestunden oder sagt "Nein"!

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29. November 2002 um 9:39

HI Sven!
Gestern, so in einem Überschwang von guter Stimmung, habe ich bei einem Therapeuten (Gelbe Seiten u. Broschüre der DAK) angerufen und jetzt

OH SCHRECK!!!!!!!!!!!

habe ich tatsächlich nächsten Donnerstag einen Termin bei der Dame.
Was habe ich mir da nur wieder eingebrockt? Ich hatte irgendwie mit einer längeren Wartezeit gerechnet und bin ziemlich überrascht, daß das so schnell geht.

Dein Thema kommt mir hier mehr als gelegen, da ich wahrscheinlich noch tausend Tode sterben werde, weil ich auch nicht so richtig weiß was micht erwaretet.

@Anna: muß ich da einen "5 Punkte Plan" parat haben oder darf man sich erstmal eine stunde beschnüffeln und wenn ja, worüber redet man denn in so einer ersten Stunde? Ich meine man kann doch nicht Guten Tag Frau XY sagen und dann zur bevorzugten persönlichen Unterwäschefarbe übergehen oder?

Und wie doll muß ich eigentlich einen an der Klatsche haben, um nicht als "Hypochonder" eingestuft zu werden? Muß ich meine Anwesenheit in der Praxis sozusagen rechtfertigen? Und was mache ich wenn mein Kopf die Zugbrücke hochholt und im Kopf die Schotten dicht macht? Meiner einer läßt sich nicht gerne hinter die Karten gucken und ich hasse es, daß was ich an mir nicht mag, zu erzählen. Merkt ein Psychodoc das oder sind die ähnlich dumm wie der REst?

Sag mal Sven, warum bist du denn neugierig?

Verwirrt wünsche ich euch erstmal einen schönen TAG

Christine

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29. November 2002 um 9:53

Ich bin in Therapie ...
und glaub mir, am anfang merkst du gar nichts davon ! Du gahst hin und bist Misstrauisch, sagst nicht alles oder nur die hälfte,man will ja schließlich nicht als "dämlich" da stehen !
So gings mir zumindest.
Nach dem ca. 4. mal merkst du das du dich sehr wohl fühlst, jemanden hast dem du ALLES anvertrauen kannst, und du erzählst dann auch alles ! Es lebt sich dann schon leichter weil man weis es gibt jemand der dich versteht !

ich bin mir auch oft unsicher, weil ich sehr ungeduldig bin , aber ich sag ihr das dann !
Ich sage dann was ich glaube und wir reden darüber, ich frage sie wie sie denkt das sie mir helfen kann und wie sie weiter machen will !
Und naja, das hilft dann, du wiest dann das sie sich auskennt und weis was sie tut ! Bei einer Gesprächstherapie bekommst du ja nichts antrainiert oder gelernt und auch keine Tips !
Du suchst denursprung allen übels und das dauert !
Also erwarte nicht das nach 1/2 Jahr schon irre Fortschritte vorliegen ! Du mußt bedenken es dauert ja schon 20 Sitzungen bis sie dich richtig kennt !

Mir hilft es sehr ! Langsam, aber es hilft !
Und glaube mir, du merkst ob sie die richtige ist ! Wenn du ihr nach dem 4 mal alles erzählen kannst !

Sommerblume

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29. November 2002 um 11:40
In Antwort auf an0N_1277052599z

HI Sven!
Gestern, so in einem Überschwang von guter Stimmung, habe ich bei einem Therapeuten (Gelbe Seiten u. Broschüre der DAK) angerufen und jetzt

OH SCHRECK!!!!!!!!!!!

habe ich tatsächlich nächsten Donnerstag einen Termin bei der Dame.
Was habe ich mir da nur wieder eingebrockt? Ich hatte irgendwie mit einer längeren Wartezeit gerechnet und bin ziemlich überrascht, daß das so schnell geht.

Dein Thema kommt mir hier mehr als gelegen, da ich wahrscheinlich noch tausend Tode sterben werde, weil ich auch nicht so richtig weiß was micht erwaretet.

@Anna: muß ich da einen "5 Punkte Plan" parat haben oder darf man sich erstmal eine stunde beschnüffeln und wenn ja, worüber redet man denn in so einer ersten Stunde? Ich meine man kann doch nicht Guten Tag Frau XY sagen und dann zur bevorzugten persönlichen Unterwäschefarbe übergehen oder?

Und wie doll muß ich eigentlich einen an der Klatsche haben, um nicht als "Hypochonder" eingestuft zu werden? Muß ich meine Anwesenheit in der Praxis sozusagen rechtfertigen? Und was mache ich wenn mein Kopf die Zugbrücke hochholt und im Kopf die Schotten dicht macht? Meiner einer läßt sich nicht gerne hinter die Karten gucken und ich hasse es, daß was ich an mir nicht mag, zu erzählen. Merkt ein Psychodoc das oder sind die ähnlich dumm wie der REst?

Sag mal Sven, warum bist du denn neugierig?

Verwirrt wünsche ich euch erstmal einen schönen TAG

Christine

Hallo Christine
Sommerblume hat natürlich recht.... sei doch einfach ganz locker und geh davon aus, da sitzt jemand der Dir für Bezahlung zuhört, der an die Schweigepflicht gebunden ist. Das heißt:
Sie/ER wird Dir so gut sie/er kann helfen, und Du kannst Vertrauen haben. Es wird NIEMAND etwas erfahren, von dem was Du erzählst. Mach Dich frei von dem Gedanken, daß Du beurteilt und bewertet wirst!-
Nimm was Du gebrauchen kannst! Geh mit offenen Händen hin um zu empfangen!
Sicher ist das Ganze gewöhnungsbedürftig, aber sieh in dem Therapeuten einen Freund und Vertrauten.
Versuch es einfach, dann wirst Du "erfahren"
was ich meine.
Viel Glück!
Anna

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29. November 2002 um 11:43
In Antwort auf kenzie_11891887

@Lourdes
...2 Menschen 1 Gedanke....
Find ich toll!

LG Anna

@Lourdes
na, HIER scheinen ja tatsächlich ein paar Wünsche wahrgeworden zu sein!
NICHTS mehr zu sehen von all dem Ärger!
Ach, ist DAS SCHÖÖÖÖÖÖN!
Vielen Dank an den Webmaster!
Anna

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29. November 2002 um 23:03

Ja, z. B. per Überweisung zum Facharzt Neurologie/psych
mit Schwerpunkt Psychotherapie,die gibts auch.....


ich habe vor Jahren auf mein Bauchgefühl gehört.....und mich dann entschieden, nach 2 Versuchen....war es wert.
Man merkt es beim ersten Gespräch, finde ich.......so ging es mir.

Ich habe Gruppe mit Analyse gemacht knapp 2 Jahre, Wo.enden....war effektvoll u. die Kasse hat bezahlt- viele meiner Probleme sind nicht mehr vorhanden u. mir geht es besser als früher.

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1. Dezember 2002 um 11:25

Zusammenfassung
Also, wenn ich das alles richtig verstanden habe gibt es folgende Vorgehensweisen:
- ich bekomme von meinem Hausarzt eine Überweisung
oder
- ich lasse mir von meiner Krankenkasse eine Liste von Therapeuten mit Kassneärztlicher Zulassung schicken
oder
- ich suche mir einfach einen aus den Gelben Seiten raus und der nimmt dann Kontakt mit meiner Krankenkasse auf um die Einstimmung anzufordern
- ich habe 5 Probestunden um festzustellen/der Therapeut feststellt ob die "Chemie" stimmt
- ich erzähle welches Problem mich bedrückt und welches Ziel ich durch das Therapeutische Gespräch
erreichen möchte
- ich frage den Therapeuten welche Behandlungsmethode er in meinem Fall durchführt

Habe ich alles/das Wichtigste aufgeführt? Fehlt da noch was?

Warum ich diese Frage ins Forum gestellt habe?
In sehr jungen Jahren (glaube mit 7 oder 8) hat der damaliger Hausarzt meiner Mutter vorgeschlagen das ich mal zu einem Therapeuten gehen sollte. Ich hatte schon längere Zeit Krankheitssymtome wie bei einer Grippe/Migräne. Die Medikamente schlugen natürlich nicht an, hatte ja eigentlich nichts. Na ja, meine Mutter redete mir dann "ins Gewissen" und die Sache war wenig später weg.
Meine letzte Freundin (die beruflich ein wenig mit dem Bereich Psychlogie in Berührung kommt) hat dann in einem unserer letzten Telefongespräche, nach der Trennung, tatsächlich gemeint, ich hätte da wohl ein Problem das ich selber nicht erkennen/lösen könne. Ich sollte vielleicht mal den Therapeuten aufsuchen.

Und ich merke/merkte selber schon... da schlummert was. Nur was? Es gab da ein paar Kleinigkeiten in meiner Kindheit (kenne meinen Vater nicht, meine Bezugsperson ist meine Oma, nicht meine Mutter usw.)
Und ich finde, schaden kann es ja eigentlich nicht. Wenn kein wirkliches Problem da ist... schön.
Ist eines da, kann es vielleicht gelöst werden.

Vielen Dank erstmal für eure Meinungen

Gruß
Sven

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1. Dezember 2002 um 22:42
In Antwort auf kenzie_11891887

@Lourdes
na, HIER scheinen ja tatsächlich ein paar Wünsche wahrgeworden zu sein!
NICHTS mehr zu sehen von all dem Ärger!
Ach, ist DAS SCHÖÖÖÖÖÖN!
Vielen Dank an den Webmaster!
Anna

Ja
es hat funktioniert.

Darüber bin ich auch sehr froh.

LG - Lourdes

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2. Dezember 2002 um 12:03
In Antwort auf jukka_12544703

Zusammenfassung
Also, wenn ich das alles richtig verstanden habe gibt es folgende Vorgehensweisen:
- ich bekomme von meinem Hausarzt eine Überweisung
oder
- ich lasse mir von meiner Krankenkasse eine Liste von Therapeuten mit Kassneärztlicher Zulassung schicken
oder
- ich suche mir einfach einen aus den Gelben Seiten raus und der nimmt dann Kontakt mit meiner Krankenkasse auf um die Einstimmung anzufordern
- ich habe 5 Probestunden um festzustellen/der Therapeut feststellt ob die "Chemie" stimmt
- ich erzähle welches Problem mich bedrückt und welches Ziel ich durch das Therapeutische Gespräch
erreichen möchte
- ich frage den Therapeuten welche Behandlungsmethode er in meinem Fall durchführt

Habe ich alles/das Wichtigste aufgeführt? Fehlt da noch was?

Warum ich diese Frage ins Forum gestellt habe?
In sehr jungen Jahren (glaube mit 7 oder 8) hat der damaliger Hausarzt meiner Mutter vorgeschlagen das ich mal zu einem Therapeuten gehen sollte. Ich hatte schon längere Zeit Krankheitssymtome wie bei einer Grippe/Migräne. Die Medikamente schlugen natürlich nicht an, hatte ja eigentlich nichts. Na ja, meine Mutter redete mir dann "ins Gewissen" und die Sache war wenig später weg.
Meine letzte Freundin (die beruflich ein wenig mit dem Bereich Psychlogie in Berührung kommt) hat dann in einem unserer letzten Telefongespräche, nach der Trennung, tatsächlich gemeint, ich hätte da wohl ein Problem das ich selber nicht erkennen/lösen könne. Ich sollte vielleicht mal den Therapeuten aufsuchen.

Und ich merke/merkte selber schon... da schlummert was. Nur was? Es gab da ein paar Kleinigkeiten in meiner Kindheit (kenne meinen Vater nicht, meine Bezugsperson ist meine Oma, nicht meine Mutter usw.)
Und ich finde, schaden kann es ja eigentlich nicht. Wenn kein wirkliches Problem da ist... schön.
Ist eines da, kann es vielleicht gelöst werden.

Vielen Dank erstmal für eure Meinungen

Gruß
Sven

Genau,
der gang zum arzt bleibt Dir aber so oder so nicht erspart, denn der arzt muss ausschließen, dass für Dein leiden körperliche ursachen vorliegen.

übrigens: es gibt nur drei therapiearten, die von der kasse übernommen werden, nämlich die analytische psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte therapie und die verhaltenstherapie.
gesprächspsychotherapie wird von der kasse nicht übernommen!

der therapeut muss dann eine begründung an die kasse schreiben, warum er eine therapie für angebracht hält. diese muss von der kasse erst zugelassen werden.

viele grüße,

noname

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