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Flashbacks, mangelndes Vertrauen - wie geht ihr damit um?

27. November 2007 um 9:01 Letzte Antwort: 4. Dezember 2007 um 15:29

Hallo ihr,

wenn ich mich hier so durchlese und meine eigene Geschichte nehme, besteht scheinbar häufig das Problem, daß der Betrüger nach seiner Beichte (oder Entdeckung) eine Weile mit schlechtem Gewissen rum, legt sich ins Zeug, ist offen für Gespräche, etc. Das legt sich dann und er möchte am liebsten zur Tagesordnung übergehen, Schwamm drüber, Vergangenheit, nach vorn schauen...

Der Betrogene braucht häufig sehr viel länger, um das Geschehene zu verarbeiten und auch noch nach Jahren kommen immer mal wieder die Bilder und die verletzten Gefühle hoch, auch wenn man eigentlich verziehen und sich für die Beziehung entschieden hat und diese auch wieder gut läuft.

Wie geht ihr mit diesen Situationen um? Sprecht ihr es beim Partner an oder Leidet ihr still vor euch hin und wartet, bis der "Anfall" vorbei ist? Wie reagiert euer Partner auf diese Flashbacks? Genervt, verständnisvoll?

Würde mich wirklich interessieren, wie ihr das handhabt, da es ja immer heißt, das Thema sollte dann irgendwann auch ruhen und nicht mehr angesprochen werden, aber fast alle Betrogenen auch nach Jahren immer noch mit den Erinnerungen kämpfen.

Liebe Grüße
LC

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27. November 2007 um 9:10

Noch was vergessen...
Das durch den Betrug zerstörte Vertrauen läßt sich ja nicht einfach so auf Knopfdruck mit der Entscheidung, die Partnerschaft weiterzuführen, wieder anknipsen. Was macht ihr in Situationen, in denen euch unwohl ist und ihr mit dem Mißtrauen zu kämpfen habt, die sich aber nicht vermeiden lassen (Geschäftsreisen, Seminare, Feiern, etc.)? Sagt ihr dem Partner, daß ihr dabei ein dummes Gefühl habt? Und wie reagiert euer Partner in solchen Situationen? Meldet er sich besonders häufig, um euch zu beruhigen oder müßt ihr da einfach durch?

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27. November 2007 um 9:45
In Antwort auf robin_12261687

Noch was vergessen...
Das durch den Betrug zerstörte Vertrauen läßt sich ja nicht einfach so auf Knopfdruck mit der Entscheidung, die Partnerschaft weiterzuführen, wieder anknipsen. Was macht ihr in Situationen, in denen euch unwohl ist und ihr mit dem Mißtrauen zu kämpfen habt, die sich aber nicht vermeiden lassen (Geschäftsreisen, Seminare, Feiern, etc.)? Sagt ihr dem Partner, daß ihr dabei ein dummes Gefühl habt? Und wie reagiert euer Partner in solchen Situationen? Meldet er sich besonders häufig, um euch zu beruhigen oder müßt ihr da einfach durch?

Bei mir war es damals so....
... dass ich ständig Angst hatte, es könnte wieder passieren. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass wenn ich zuviel darüber reden, ich ihn nerve. Deshalb habe ich irgendwann angefangen, nicht mehr davon zu sprechen.
Er hat sich weiterhin völlig normal verhalten, war nicht überschwenglich im Verhalten, hat sich nicht öfter gemeldet als sonst. Statt dessen, hat er sich weiter mit anderen Frauen getroffen.

Ich war nach 5 Jahren dann völlig traumatisiert. War zwei Jahre in psychologischer Behandlung. Als ich damit fertig war, habe ich mich auch getrennt.

Die Angst hat mich aber nie mehr losgelassen. Ich habe sie mitgenommen in eine neue Partnerschaft und wenn da was komisch war, schrillten automatisch meine Alarmglocken. Ich glaube, diese Angst wird man wirklich erst dann wieder komplett los, wenn man einen Partner hat, dem man WIRKLICH zu tausend Prozent vertrauen kann, der einem auch das Gefühl gibt und vor allem einem das Gefühl geben WILL, dass man ihm vertrauen kann, weil es ihm wichtig ist, dass man ihm vertraut.

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27. November 2007 um 10:34
In Antwort auf robin_12261687

Noch was vergessen...
Das durch den Betrug zerstörte Vertrauen läßt sich ja nicht einfach so auf Knopfdruck mit der Entscheidung, die Partnerschaft weiterzuführen, wieder anknipsen. Was macht ihr in Situationen, in denen euch unwohl ist und ihr mit dem Mißtrauen zu kämpfen habt, die sich aber nicht vermeiden lassen (Geschäftsreisen, Seminare, Feiern, etc.)? Sagt ihr dem Partner, daß ihr dabei ein dummes Gefühl habt? Und wie reagiert euer Partner in solchen Situationen? Meldet er sich besonders häufig, um euch zu beruhigen oder müßt ihr da einfach durch?

Hallo cefeu
Ja, ich habe Angst, daß er es nochmal tut. Ja, ich habe Angst, daß ich ihm nie wieder ganz vertrauen kann. Ja, ich weiß, daß ich es nie werde vergessen können. Und ja, ich weiß, daß ich vermutlich wohl immer mal wieder zweifeln werde. Ich denke, das ist eine relativ normale Reaktion, wenn man betrogen wurde. Trotzdem habe ich entschieden, ihm und uns noch eine Chance zu geben und ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

Meine Fragen beziehen sich aber nur am Rande auf meine eigene Beziehung. Mir fiel nur auf, daß viele Betrogene davon sprechen, daß sie auch nach Jahren immer noch ab und zu daran knabbern, aber nie davon schreiben, wie sie mit solchen Situationen dann umgehen. Ob sie das mit sich selbst ausmachen, weil sie den Partner nicht nerven wollen (siehe z.B. Tinahs Eintrag) oder ob das offen angesprochen wird (wie ich es mache)? Das interessiert mich einfach mal...

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27. November 2007 um 10:56
In Antwort auf selina_12871829

Bei mir war es damals so....
... dass ich ständig Angst hatte, es könnte wieder passieren. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass wenn ich zuviel darüber reden, ich ihn nerve. Deshalb habe ich irgendwann angefangen, nicht mehr davon zu sprechen.
Er hat sich weiterhin völlig normal verhalten, war nicht überschwenglich im Verhalten, hat sich nicht öfter gemeldet als sonst. Statt dessen, hat er sich weiter mit anderen Frauen getroffen.

Ich war nach 5 Jahren dann völlig traumatisiert. War zwei Jahre in psychologischer Behandlung. Als ich damit fertig war, habe ich mich auch getrennt.

Die Angst hat mich aber nie mehr losgelassen. Ich habe sie mitgenommen in eine neue Partnerschaft und wenn da was komisch war, schrillten automatisch meine Alarmglocken. Ich glaube, diese Angst wird man wirklich erst dann wieder komplett los, wenn man einen Partner hat, dem man WIRKLICH zu tausend Prozent vertrauen kann, der einem auch das Gefühl gibt und vor allem einem das Gefühl geben WILL, dass man ihm vertrauen kann, weil es ihm wichtig ist, dass man ihm vertraut.

Du bist nicht alleine!
ich habe vor 6 Monaten erfahren, dass mein Mann - ganz klassisch - mich mit seiner "Assistentin, 15 Jahre jünger als ich - betrügt.
Das gleiche Spiel wie überall: erst Lügen, Demütigungen, Verleumnung, irgendwann ist er dann mit der "Wahrheit" herausgerückt: "Es war nichts, wir haben nur 1x geknutscht, danach war ich ihr Mentor und habe ihr geholfen, die Diplomarbeit zu schreiben"
meine Zweifel blieben immer. Vor 2 Wochen, nach einem Streit, platze er dann damit heraus, das er natürlich eine Affäre mit ihr HATTE (??) und mit ihr im Bett war.
Seitdem versucht er alles, um mich glücklich zu machen, so liebevoll war er seit Jahren nicht mehr....Seine Worte in meinem Ohr: Und es war nie wegen Sex, sie war im Bett eine Niete, ich war schon immer seine Göttin - WAS FÜR EIN SAUDUMMES GELABER!!!
Aber ich glaube ihm nichts, nichts und gar nichts mehr. Das Vertrauen ist komplett dahin.
Hätten wir keinen gemeinsamen 7 jährigen Sohn - ich hätte mich SOFORT von ihm getrennt.

Ich glaube, das wir Frauen, besonders mit Kindern, in einem ganz schrecklichen Gewissenskonflikt sind, die Familie zusammenhalten wollen und deshalb gefangen sind. Denn unsere Ratio sagt ja ach: es war doch nur eine Affäre, ich als gute Frau und Mutter kann wegen dieser Kleinigkeit die Familie nicht zerstören.
Unser Gefühl sagt aber: Ich hasse ihn dafür, kein Mann ist es wert, mir so weh zu tun! Wir wollen "ihm" zeigen, das wir ihn nicht brauchen - aber können es aufgrund familiärer Situationen nicht. Deshalb leiden wir wie Hunde. Denn glauben tun wir ihm ja sowieso kein Wort mehr...

Was ich gegen diese ekelhaften Gefühle und Flashbacks tue: Tagsüber Beruhigungs- und Baldriantee, abens vorm zubettgehen ein großes Glas Whiskey. Das hält die schwarzen Gespenster im Schach...

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27. November 2007 um 11:51

Schwamm drüber funktioniert sowieso nicht
Die Mutter meines Freundes hat mir erzählt, ihr Mann (er hatte einen "Posten" in der Firma) sei ständig über Jahre fremdgegangen. Sie hat, obwohl sie es wußte, ihn nie darauf angesprochen. In der Kleinstadt, in der sie lebten, hatten ihre Eltern eine Fa. und die Schwiegereltern ein Hotel. Das wäre ein Skandal gewesen. Also hat sie stumm gelitten.
Sie ist jetzt fas 70 und der Mann schon viele Jahre tot, aber sie hat mir erzählt, dass sie jede Nacht davon träumt. Sie hat auch schon lange Depressionen und nimmt auch Medikamente. Tolles Erbe des "lieben Gatten", oder? Ich kann das auch nicht nachvollziehen, wie eine Frau so leben kann. Aber an ihr sehe ich deutlich, dass "Schwamm drüber" nicht funktioniert.

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27. November 2007 um 11:51

Oh ja .....
Die Geschichte wiederholt sich wohl häufiger, als man das so denkt. Ich bin zumindest fast in deiner Situation und wurde von meinem Mann wegen einer anderen Frau (angeblich nur die "Seelenfreundin") belogen.
Er hat sich für mich entschieden - angeblich alles vorbei, aber ich glaube es nicht. Ich glaube, er mailt zumindest immer noch mit ihr, bin mir aber zeimlich sicher, dass er keine Gelegenheit hatte, sich mit ihr zu treffen, da sie in einer anderen Stadt wohnt.
Eine Zeit lang war es bei mir so schlimm, dass ich Panikattacken hatte, weil ich das Gefühl hatte, ihm nicht mehr vertrauen zu können, Angst, dass er mich hinter meinem Rücken weiter belügt. Es gibt kein Indiz, bloß mein blödes Gefühl. Er hat so eine Panikattacke nach einem Alptraum mal mitbekommen und war genervt - er sah keine Veranlassung.
Dass ich mit seiner damailigen Illoyalität nicht klar komme, leuchtet ihm offenbar nicht ein bzw. das sieht er nicht.
Seither spreche ich das Thema nicht mehr an, auch wenn es immer mal wieder ein bisschen im Raum schwebt.
Ich war bein einem Therapeuten, der meinte, ich solle es auf sich beruhen lassen. Wenn unsere Beziehung ansonsten okay sei und ich davon ausgehen könne, dass er sie nmicht mehr trifft, solle ich einfach die Zeit arbeiten lassen.
Das klingt so leicht, aber ich kann damit auch nur partiell umgehen. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht daran denke und immer, wenn er ein bisschen komisch drauf ist, geht es mir schlecht. Ich drücke das so gut es geht weg und erfinde Ausreden, wenn er es doch merkt. Klappt einigermaßen gut, aber toll ist das nicht. Ich würde eigentlich gerne reden, aber ich fürchte mich auch davor.Davor, dass er anders reagiert, als ich mir das wünsche. Ob das alles jemals vorbeigeht, weiß ich nicht. ich denke manchmal, wenn er das oder das tut, ist es sicher, dass er wirklich keinen Kontakt mehr hat, aber trotzdem bin ich bei der nächsten Gelegenheit wieder unsicher. keine Ahnung, was man dagegen tun soll - bei mir ist es ein "Von-einem-Tag-zum-nächsten-retten". Das klingt jetzt depressiver, als es nach außen hin aussieht, aber innen drin ist etwas kaputt und das ist so traurig.
Ich versuche nun, mich zu verändert. Mir zu überlegen, warum ich meinem Mann so viel Macht über mich einräume,warum ich mich immer wieder verunsichern lasse, anstatt daraus etwas härter hervor zu gehen und ihm das Gefühl zu geben, dass er sich schon ein bisschen Mühe geben muss, wenn er mich behalten will. Und das nicht auf die Jammertour, sondern in dem Bewußtsein, dass ich das ganz einfach verdiene: ich gebe alles, also darf ich auch alles erwarten. Aber die Balance ist so schwierig! - Du siehst, es geht mir wie Dir und ein wirkliches Rezept habe ich auch nicht.
Grüße
Juleka

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27. November 2007 um 12:56

Die Entscheidung liegt bei jedem selbst
ob man den einfacheren Weg wählt und sich trennt. Dann leidet man eine Zeitlang und fängt ein neues Leben an. Oder man akzeptiert es das in der Beziehung etliches schief gelaufen ist und versucht wieder Vertrauen aufzubauen. Dieser Weg ist sicherlich länger und schwieriger. Vor allem für den Betrogenen. Ich habe auch diese Flashbacks, aber ich kämpfe dagegen an. Die ersten Wochen war das gar nicht möglich, also haben wir darüber geredet. Natürlich ist das für den Betrüger auch nicht einfach. Aber er hat seinen Teil zu der Krise beigetragen und muss nun auch gemeinsam mit dem betrogenen Partner den Kampf aufnehmen, sprich reden! War ich unterwegs und die Erinnerungen kamen hoch, habe ich ihn angerufen. Da musste er halt auch durch. Mittlerweile kommt das Vertrauen wieder und die Flashbacks lassen extrem nach. Jetzt kann ich auch meine Gedanken kontrollieren. Wenn mein Gehirn anfängt in dem alten Dreck zu graben, zwinge ich mich an andere Dinge zu denken. Mittlerweile geht das. Kommt eine Situation, wo ich nicht mit klar komme müssen wir darüber reden. Auch wenn er lieber alles vergessen möchte. Ich wünsch Dir viel Kraft. Gehe auch zum Therapeuten und die Gedanken verdrängen, hat er mir geraten.

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27. November 2007 um 15:05

Du hast völlig recht
man kann nicht jede Krise überwältigen. Es steht und fällt letztendlich daran, ob beide jetzt ehrlich miteinander umgehen.
Wenn ich meinen Mann zum alleinigen Sündenbock an seinem Fehltritt gemacht hätte, würde ein Neuanfang gar nichts bringen. An einer Beziehung müssen beide ständig arbeiten, sonst kommen Probleme dieser Art immer wieder vor. Ich habe gar nicht mehr an unserer Ehe gearbeitet. Daher bin ich letztendlich auch ein Stück weit mit verantwortlich, das mein Mann sich irgendwann anders orientiert hat. Für mich war diese Erfahrung zwar sehr schmerzhaft, aber ich bin dadurch auch wach geworden. Wenn ich nur im Ansatz denken würde, das er es nicht wirklich beendet hat, hätten wir keine Chance. Das wäre Selbstbetrug. Er hat aber auch Lehrgeld bezahlt und daraus gelernt. Ein Mann muß kein notorischer Fremdgänger sein, wenn er in seiner Beziehung nichts vermisst, gibt es dazu keinen Grund.
Bei uns sind es auch 28 gemeinsame Jahre. Man kennt den Partner besser wie sich selbst. Wenn dann, nach so einer Krise, beide wissen was sie nicht verlieren möchten, ist es kein Selbstbetrug, sondern einen Neuanfang wert.

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28. November 2007 um 17:01
In Antwort auf linnet_12963996

Oh ja .....
Die Geschichte wiederholt sich wohl häufiger, als man das so denkt. Ich bin zumindest fast in deiner Situation und wurde von meinem Mann wegen einer anderen Frau (angeblich nur die "Seelenfreundin") belogen.
Er hat sich für mich entschieden - angeblich alles vorbei, aber ich glaube es nicht. Ich glaube, er mailt zumindest immer noch mit ihr, bin mir aber zeimlich sicher, dass er keine Gelegenheit hatte, sich mit ihr zu treffen, da sie in einer anderen Stadt wohnt.
Eine Zeit lang war es bei mir so schlimm, dass ich Panikattacken hatte, weil ich das Gefühl hatte, ihm nicht mehr vertrauen zu können, Angst, dass er mich hinter meinem Rücken weiter belügt. Es gibt kein Indiz, bloß mein blödes Gefühl. Er hat so eine Panikattacke nach einem Alptraum mal mitbekommen und war genervt - er sah keine Veranlassung.
Dass ich mit seiner damailigen Illoyalität nicht klar komme, leuchtet ihm offenbar nicht ein bzw. das sieht er nicht.
Seither spreche ich das Thema nicht mehr an, auch wenn es immer mal wieder ein bisschen im Raum schwebt.
Ich war bein einem Therapeuten, der meinte, ich solle es auf sich beruhen lassen. Wenn unsere Beziehung ansonsten okay sei und ich davon ausgehen könne, dass er sie nmicht mehr trifft, solle ich einfach die Zeit arbeiten lassen.
Das klingt so leicht, aber ich kann damit auch nur partiell umgehen. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht daran denke und immer, wenn er ein bisschen komisch drauf ist, geht es mir schlecht. Ich drücke das so gut es geht weg und erfinde Ausreden, wenn er es doch merkt. Klappt einigermaßen gut, aber toll ist das nicht. Ich würde eigentlich gerne reden, aber ich fürchte mich auch davor.Davor, dass er anders reagiert, als ich mir das wünsche. Ob das alles jemals vorbeigeht, weiß ich nicht. ich denke manchmal, wenn er das oder das tut, ist es sicher, dass er wirklich keinen Kontakt mehr hat, aber trotzdem bin ich bei der nächsten Gelegenheit wieder unsicher. keine Ahnung, was man dagegen tun soll - bei mir ist es ein "Von-einem-Tag-zum-nächsten-retten". Das klingt jetzt depressiver, als es nach außen hin aussieht, aber innen drin ist etwas kaputt und das ist so traurig.
Ich versuche nun, mich zu verändert. Mir zu überlegen, warum ich meinem Mann so viel Macht über mich einräume,warum ich mich immer wieder verunsichern lasse, anstatt daraus etwas härter hervor zu gehen und ihm das Gefühl zu geben, dass er sich schon ein bisschen Mühe geben muss, wenn er mich behalten will. Und das nicht auf die Jammertour, sondern in dem Bewußtsein, dass ich das ganz einfach verdiene: ich gebe alles, also darf ich auch alles erwarten. Aber die Balance ist so schwierig! - Du siehst, es geht mir wie Dir und ein wirkliches Rezept habe ich auch nicht.
Grüße
Juleka

Hallo
mir geht es genau so wie euch.Bei mir war es eine gute freundin dachte ich es ging drei monate mit den beiden .er blieb bei mir ich habe noch so viele fragen und bielder kommen immer wieder habe aber angst das fhema anzusprechen. wenn es heute noch mal pasieren wuerde ich wuerde gehen denn nun weiss ich das es nie wieder so werden kann wie es mal war.ich liebe ihn immer noch aber ohne vertrauen.

L.G an alle
Snuppi2

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28. November 2007 um 17:50
In Antwort auf charna_12562799

Hallo
mir geht es genau so wie euch.Bei mir war es eine gute freundin dachte ich es ging drei monate mit den beiden .er blieb bei mir ich habe noch so viele fragen und bielder kommen immer wieder habe aber angst das fhema anzusprechen. wenn es heute noch mal pasieren wuerde ich wuerde gehen denn nun weiss ich das es nie wieder so werden kann wie es mal war.ich liebe ihn immer noch aber ohne vertrauen.

L.G an alle
Snuppi2

Genau so....
... ist das bei mir auch. Das Schlimme: Die Phantasie spielt sicherlich die übelsten Streiche. Aber wenn man nicht weiß, wo man so richtig dran ist, reimt man sich halt alles Mögliche zusammen.
Ich würde ihm so gerne einfach sagen "Verarsch' mich nicht, bitte." Wenn einer nicht mehr liebt, ist das traurig, aber nicht zu ändern. Aber wenn einer sich einfach nicht entscheiden will, ist das furchtbar.
Heute ist mal einer von den Tagen, an denen ich voller Zuversiicht bin, mich stark fühle uind sicher bin,, dass nichts mehr kommt. Leider kann das morgen schon wieder ganz anders aussehen.
Daher ist das Forum hier eine feine Sache. Man kann die nächste Umwelt aus der Sache raushalten, findet aber trotzdem eine Schulter zum Ausweinen und kriegt auch Ratschläge von Leuten, die das Gleiche erlebt haben. Ich finde das tröstlich und hilfreich.
Liebe Grüße
Juleka

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29. November 2007 um 22:32

Hallo LC!
Du hast mich ja in einem anderen Threat gebeten dir (euch) zu erzählen, was ich mache wenn ich mal wieder einen akuten "Anfall" habe... oh je, schätze mal, daß wir schwer.

Ich versuchs... also es kommt wirklich darauf an. Wenn mein Mann zuhause ist und unsere Tochter schläft, sage ich ihm wie ich mich gerade fühle, daß z. B. wieder gerade irgendetwas eingefallen ist, was mich nicht loslässt. Meist sind das Kleinigkeiten wie "Sag mal, du warst doch mit ihr mal Essen. Wo war das?" na ja, aus so einer eigentlich schnell beantworteten Frage mache ich dann (ich gebs ja zu meistens) einen Elefanten. Löchere ihn mit Fragen "Wann, wo getroffen, wie lange, hattest du keine Angst, daß dich jemand sehen könnte? Oder war dir das egal...." endlose Fragen.

Ich spüre, wie unangenehm ihm diese Themen sind, aber das ist mir egal, ich kann in dem Moment nicht anders. Ich habe das Gefühl, es frisst mich langsam auf. Wenn ich dann mit ihm rede, ist es anfangs vieel besser, aber dann steigere ich mich manchmal immer mehr rein und dann geht es mir schlechter. Ich fange an zu heulen, er wird genervter und meint immer hör doch auf, jedesmal wenn wir so ein Gespräch führen geht es dir schlecht. Ja, er hat ja recht. Ich versuche "kleine" Anfälle mit mir selbst auszumachen und versuche diese größeren Anfälle nur ab und zu zubekommen. Aber leider liegt das nicht in meiner Macht.

Er gibt sich wirklich alle Mühe alle meine Fragen zu beantworten und er ist schrecklich ehrlich. Einerseits bin ich darüber sehr sehr dankbar, andererseits wären manchmal kleine Lügen besser .

Momentan liegt der Schnitt ungefähr alle zwei bis drei Wochen. Wenn ich bedenke, daß es gleich zu Anfang ungefähr alle zwei bis drei Stunden war, bin ich schon mächtig stolz auf mich.

Bei meinem Mann ist es wirklich so, daß er diese "Sache" abgehackt hat bzw. gerne abhacken würde. Geht natürlich schwer, weil ich noch nicht dazu bereit bin und außerdem ja noch so viele Dinge geklärt werden müssen, die nicht alleine in unserer Hand liegen.

Liebe LC, ich hoffe, die Bilder lassen dich einigermaßen in Ruhe. Wenn nicht, mein Vorschlag mit den Betonklötzen steht noch ...

LG Housewife

PS: Es tut unglaublich gut, daß es mehrere von meiner Sorte gibt... da fühlt man sich doch gleich besser!

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30. November 2007 um 14:05
In Antwort auf keeley_12334106

Hallo LC!
Du hast mich ja in einem anderen Threat gebeten dir (euch) zu erzählen, was ich mache wenn ich mal wieder einen akuten "Anfall" habe... oh je, schätze mal, daß wir schwer.

Ich versuchs... also es kommt wirklich darauf an. Wenn mein Mann zuhause ist und unsere Tochter schläft, sage ich ihm wie ich mich gerade fühle, daß z. B. wieder gerade irgendetwas eingefallen ist, was mich nicht loslässt. Meist sind das Kleinigkeiten wie "Sag mal, du warst doch mit ihr mal Essen. Wo war das?" na ja, aus so einer eigentlich schnell beantworteten Frage mache ich dann (ich gebs ja zu meistens) einen Elefanten. Löchere ihn mit Fragen "Wann, wo getroffen, wie lange, hattest du keine Angst, daß dich jemand sehen könnte? Oder war dir das egal...." endlose Fragen.

Ich spüre, wie unangenehm ihm diese Themen sind, aber das ist mir egal, ich kann in dem Moment nicht anders. Ich habe das Gefühl, es frisst mich langsam auf. Wenn ich dann mit ihm rede, ist es anfangs vieel besser, aber dann steigere ich mich manchmal immer mehr rein und dann geht es mir schlechter. Ich fange an zu heulen, er wird genervter und meint immer hör doch auf, jedesmal wenn wir so ein Gespräch führen geht es dir schlecht. Ja, er hat ja recht. Ich versuche "kleine" Anfälle mit mir selbst auszumachen und versuche diese größeren Anfälle nur ab und zu zubekommen. Aber leider liegt das nicht in meiner Macht.

Er gibt sich wirklich alle Mühe alle meine Fragen zu beantworten und er ist schrecklich ehrlich. Einerseits bin ich darüber sehr sehr dankbar, andererseits wären manchmal kleine Lügen besser .

Momentan liegt der Schnitt ungefähr alle zwei bis drei Wochen. Wenn ich bedenke, daß es gleich zu Anfang ungefähr alle zwei bis drei Stunden war, bin ich schon mächtig stolz auf mich.

Bei meinem Mann ist es wirklich so, daß er diese "Sache" abgehackt hat bzw. gerne abhacken würde. Geht natürlich schwer, weil ich noch nicht dazu bereit bin und außerdem ja noch so viele Dinge geklärt werden müssen, die nicht alleine in unserer Hand liegen.

Liebe LC, ich hoffe, die Bilder lassen dich einigermaßen in Ruhe. Wenn nicht, mein Vorschlag mit den Betonklötzen steht noch ...

LG Housewife

PS: Es tut unglaublich gut, daß es mehrere von meiner Sorte gibt... da fühlt man sich doch gleich besser!

PS: Es tut unglaublich gut, daß es mehrere von meiner Sorte gibt... da fühlt man sich doch gleich be
..wie recht Du damit hast, housewife. Ich bin jetzt erst 6 Wochen auf der "sicheren" Seite, doch die Flashbacks lassen schon rapide nach. Viel schlimmer ist meine Kontrollsucht. Heute morgen erst wieder bin ich blöde Kuh an sein Handy. Warum lasse ich das nicht. Ich weiß ganz sicher, das er sich entschieden hat. Damit tu ich nur mir selber weh. Unser Ehe läuft super, wir sind beide richtig glücklich -wenn da nicht diese blöden Zweifel immer wieder hochkommen würden. Mein Mann steht dann ziemlich verzweifelt vor mir. Er ist der letzte, der mir helfen kann, dafür hat er mal zu gut gelogen. Er war auch in unseren GEsprächen, wei Deiner, zu ehrlich. Das tut heftig weh, aber ich bin auch dankbar wie Du, dafür. Jetzt hole ich das Thema auch nicht mehr so oft auf die Tapete. Ich weiß, das er für sie ja auch einiges empfunden hat und habe Angst, damit wieder seine Gedanken auf sie zu richten.
Wir helfen uns hier schon gegenseitig richtig gut,finde ich.

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30. November 2007 um 14:22

Wie oft musstet ihr euren Mann
eigentlich - nach dem aufgeflogenen Betrug -
nochmals auf alles ansprechen?

ich frage das, weil auch in mir immer noch so schrecklich viel nagt. Wir haben auch schon des öfteren darüber gesprochen..

Ich würde einfach mal klipp und klar von meinem Mann wissen, was der ausschlaggebende Punkt war für ihn, sich auf die andere einzulassen.

Hat jemand von euch diese Frage auch gestellt?

Gestaltet ihr Gespräche dieser Art in einem besonderen Rahmen - so wie gemeinsames Weintrinken, Restaurantbesuch o-ä? Oder platzt ihr einfach damit raus..

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2. Dezember 2007 um 1:45

Und
da das ja anscheinend nicht vergeht, habt ihr schonmal überlegt vl. einfach das selbe auch zu tun???? also auch betrügen nur einmal damit es aufhört?? is wichtig!! danke

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2. Dezember 2007 um 2:46
In Antwort auf logan_12179963

PS: Es tut unglaublich gut, daß es mehrere von meiner Sorte gibt... da fühlt man sich doch gleich be
..wie recht Du damit hast, housewife. Ich bin jetzt erst 6 Wochen auf der "sicheren" Seite, doch die Flashbacks lassen schon rapide nach. Viel schlimmer ist meine Kontrollsucht. Heute morgen erst wieder bin ich blöde Kuh an sein Handy. Warum lasse ich das nicht. Ich weiß ganz sicher, das er sich entschieden hat. Damit tu ich nur mir selber weh. Unser Ehe läuft super, wir sind beide richtig glücklich -wenn da nicht diese blöden Zweifel immer wieder hochkommen würden. Mein Mann steht dann ziemlich verzweifelt vor mir. Er ist der letzte, der mir helfen kann, dafür hat er mal zu gut gelogen. Er war auch in unseren GEsprächen, wei Deiner, zu ehrlich. Das tut heftig weh, aber ich bin auch dankbar wie Du, dafür. Jetzt hole ich das Thema auch nicht mehr so oft auf die Tapete. Ich weiß, das er für sie ja auch einiges empfunden hat und habe Angst, damit wieder seine Gedanken auf sie zu richten.
Wir helfen uns hier schon gegenseitig richtig gut,finde ich.

@josephin
was ist denn die "sichere Seite" ?

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4. Dezember 2007 um 15:29
In Antwort auf logan_12179963

PS: Es tut unglaublich gut, daß es mehrere von meiner Sorte gibt... da fühlt man sich doch gleich be
..wie recht Du damit hast, housewife. Ich bin jetzt erst 6 Wochen auf der "sicheren" Seite, doch die Flashbacks lassen schon rapide nach. Viel schlimmer ist meine Kontrollsucht. Heute morgen erst wieder bin ich blöde Kuh an sein Handy. Warum lasse ich das nicht. Ich weiß ganz sicher, das er sich entschieden hat. Damit tu ich nur mir selber weh. Unser Ehe läuft super, wir sind beide richtig glücklich -wenn da nicht diese blöden Zweifel immer wieder hochkommen würden. Mein Mann steht dann ziemlich verzweifelt vor mir. Er ist der letzte, der mir helfen kann, dafür hat er mal zu gut gelogen. Er war auch in unseren GEsprächen, wei Deiner, zu ehrlich. Das tut heftig weh, aber ich bin auch dankbar wie Du, dafür. Jetzt hole ich das Thema auch nicht mehr so oft auf die Tapete. Ich weiß, das er für sie ja auch einiges empfunden hat und habe Angst, damit wieder seine Gedanken auf sie zu richten.
Wir helfen uns hier schon gegenseitig richtig gut,finde ich.

Grins* gute Frage
"sicher" in so weit, das ich ihm vertrauen sollte. Das er die Wahrheit spricht und die Lügen endlich vorbei sind. "Sicher" ist niemand, glaub ich. Aber es ist vorbei, das ist "sicher". Ich war 2 jahre unsicher, weil ich belogen und immer weiter betrogen wurde und trotzdem gab es da Momente, wo ich ihm glaubte - weil ich glauben wollte, das es vorbei ist. Jetzt ist sicher, das er die Affäre beendet hat. Da bin ich auf der "sicheren" Seite. Trotzdem juckt es manchmal in den Fingern noch zu kontrolliern. Mittlerweile habe ich aber auch schon festgestellt, das es besser ist, das Vergangene ruhen zu lassen und alle Energie auf eine gute Partnschaft zu konzentrieren. Ich bin diejenige, die nach Kontrollen wieder die Vergangenheit hochgeholt hat und leidet. Muß ich nicht haben. Also Selbstbeherrschung (wenn das alte Misstrauen hochkommt) und vertrauen.

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