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Finde irgendwie meinen Weg nicht

25. Oktober 2005 um 16:58

Hallo ihr Lieben,

ich habe hier schon einmal geschrieben und möchte mich für Eure Zuschriften bedanken, sie haben mich in meinem Denkprozess auch ein Stück weitergebracht. Nun, ich habe schon einmal erzählt, dass ich mittlerweile 8 Monate getrennt lebe und zuvor 12 Jahre mit meinem Ex-Mann zusammen war. Ich bin noch lange nicht über die Trennung hinweg, merke aber immer mehr, dass ich mich verändere. Damit meine ich, dass ich meinen Expartner mittlerweile auch mit anderen Augen sehe. Mein Problem ist, dass er mir täglich noch im Kopf herumspuckt und meine Verletzungen noch stark vorhanden sind. Er hat zwar immer noch seine Freundin, aber auch noch Kontakt zu anderen Frauen. Die große Liebe ist es also nicht. Ich treffe mich hin und wieder auch mit anderen Männern, aber kein Funke springt über und wenn mir einer sympathisch ist, dann habe ich Angst vor zuviel Nähe. Aber auf der anderen Seite brauche ich manchmal jemanden zum Ankuscheln (nur ab und zu). Wo ich mich umschaue, merke ich immer mehr, dass andere Beziehungen auch nicht sonderlich glücklich sind und viele aus überwiegend egoistischen Gründen mit einem Partner zusammen sind, den sie eigentlich gar nicht richtig lieben. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass man das was man sucht oder will niemals so bekommen kann und es die große Liebe nicht sehr oft im Leben gibt. Ich hatte sie 2 mal und glaube, dass es das auch für mich jetzt war. Ich möchte nicht so lange mehr alleine sein, ich möchte wieder was erleben mit einem Partner, denn Freunde alleine genügen auch nicht immer. Ich bin nicht zufrieden mit meinem Leben und fast täglich traurig, zumal ich auch im Beruf täglich merke, dass das Leben schon hart und ungerecht sein kann. Mann lebt ja schließlich nur einmal und zu viel Grübeln bringt definitiv gar nix. Ich habe viel an mir gearbeitet und denke dass ich damit wohl zu "nett" werde und die Gefahr ist sehr gross dann ausgenutzt zu werden, also bin ich manchmal wieder wie ich früher war. Bei Ungerechtigkeiten mucke ich auf und sage klar meine Meinung. Dann geht es mir besser, als immer alles zu schlucken bzw.immer nur Rücksicht zu nehmen, denn auf mich nimmt man auch nicht immer Rücksicht. Und auch im Beruf ist es für mich besser, wieder etwas härter zu sein als immer nur lieb und nett. Da muss ich mich durchsetzten können sonst verliere ich. Mein Job ist nicht einfach und überwiegend muss ich mich auch gegen Männer durchsetzten. Das wirkt sich natürlich auch auf meine Art aus und viele finden mich hart. Aber das Leben hat mich hart gemacht. Ich ich bin nur erfolgreich und glücklich wenn ich auch hart sein kann, sonst verliere ich. Aber nicht jeder versteht das, erst recht nicht die Männer in einer Partnerschaft. Das ist mein Dilemma. Gibt es von Euch vielleicht auch Frauen, denen es so geht, die in dieser Zwickmühle stecke, Frau zu sein und dennoch sich durchzusetzten ohne dass der Partner kalte Füsse kriegt.

Tut mir leid, es ist lang geworden, aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben, denn ich weiss momentan auch nicht wie ich mein Gleichgewicht hinbekommen soll. Es zermürbt mich.
Was meint ihr dazu?

parara


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26. Oktober 2005 um 11:15

Hallo parara,
hab dir eine pn geschickt!

Sina

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21. November 2005 um 8:49

Weg nicht finden?
Ich denke einfach das du zu viel von liebe erwartest. Du stellst Vergleiche an mit anderen Partnerschaften. Fühlst dich dabei alleine gelassen. Nach einigen Beziehungen stellst du fest dass das Leben mit deinem Ex doch ok war und trauerst nun nach - auch er hat andere Beziehungen und auch er hat nicht das Richtige bisher gefunden, deshalb der Wechsel immer.

Ich hatte eine Perle an Frau, Sie machte mir alles und nach meiner Meinung war unsere Beziehung wirklich super - leider war letztes Jahr die Scheidung nach 20 Jahre Ehe - Sie wollte einfach Ausbrechen von Herd und Kind suchte was Neues. Hatte danach auch mehrere kurze Beziehungen -Sie sagte sie fühlt sich jetzt glücklich was ich ehrlich gesagt bezweifle sonst hätte sie nicht soviele kurze Beziehungen. Ich lieb sie immer noch aber es ist vorbei.

Was hat Härte mit Gemeinsamkeiten und Aussprache zu tun? Das man sich nicht alles gefallen lassen muss und auch seinen festen Standpunkt vertretet ist doch ok aber es hat nichts mit Kompromisse zu tun eher mit Egoismus.

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22. November 2005 um 15:03

Liebe Parara...
......da du "erst" seit 8 Monaten von deinem Mann getrennt bist, würde ich sagen das du noch so ziemlich am Anfang deiner "Aufräumarbeiten" stehst. Ich weiß das du das Gefühl hast schon sehr viel verändert zu haben,das wird mit Sicherheit auch so sein!
Nur schau mal, es ist sonnenklar das du nach 12 Jahren Ehe noch gar nicht in der Lage sein kannst wieder frei für etwas neues und ernstes zu sein.
Warum nimmst du dir nicht noch mehr Zeit für dich um alles wirkich abzuschließen, denn so wie du schreibst fühlst du immer noch die Verletzungen die dir dein Mann zugefügt hat und das ist auch völlig ok! Das braucht alles seine Zeit!
Das du das Gefühl hast hart sein zu müssen hat wohl etwas damit zu tun das du in dir noch verhärtet bist. Es war/ist sicherlich ein großer Schock für dich das ihr jetzt getrennt seid. Das macht einen Menschen innerlich hart damit er "überleben" kann um nicht im Schmerz unterzugehen.
Irgendwo in dir ist sicherlich der weiche Kern geblieben nur mußt du dir Zeit nehmen um wieder dort hin zu gelangen und das kannst du nur in dem du verzeihst, neues Vertrauen in dich und andere gewinnst und die Enttäuschung aktiv verarbeitest.
Den anderen die eigenen Grenzen klar zu machen und zu zeigen das du nicht alles mit dir machen läßt (jobtechnisch) ist völlig in Ordnung, solange du fair bleibst.

Du scheinst zur Zeit das Gefühl zu haben die Sonne nicht mehr sehen zu können und nun steht auch noch Weihnachten vor der Tür, die grauen verregneten Tage tun ihr übriges.
Gehe nicht so streng mit dir um jeder Mensch hat das Recht sich schlecht zu fühlen nach so einer langen Zeit, wobei 8 Monate wirklich keine Zeit sind.
Trauere,weine, sei wütend und schreibe einen Brief an deinen Mann wo alles drin steht was dich bewegt und was du fühlst. Schicke den Brief aber NICHT ab! Nur damit du dir alles von der Seele schreiben kannst, du wirst sehen das es dir dann besser geht.

Viel Kraft und Glück!

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27. November 2005 um 20:24
In Antwort auf arya_12058807

Liebe Parara...
......da du "erst" seit 8 Monaten von deinem Mann getrennt bist, würde ich sagen das du noch so ziemlich am Anfang deiner "Aufräumarbeiten" stehst. Ich weiß das du das Gefühl hast schon sehr viel verändert zu haben,das wird mit Sicherheit auch so sein!
Nur schau mal, es ist sonnenklar das du nach 12 Jahren Ehe noch gar nicht in der Lage sein kannst wieder frei für etwas neues und ernstes zu sein.
Warum nimmst du dir nicht noch mehr Zeit für dich um alles wirkich abzuschließen, denn so wie du schreibst fühlst du immer noch die Verletzungen die dir dein Mann zugefügt hat und das ist auch völlig ok! Das braucht alles seine Zeit!
Das du das Gefühl hast hart sein zu müssen hat wohl etwas damit zu tun das du in dir noch verhärtet bist. Es war/ist sicherlich ein großer Schock für dich das ihr jetzt getrennt seid. Das macht einen Menschen innerlich hart damit er "überleben" kann um nicht im Schmerz unterzugehen.
Irgendwo in dir ist sicherlich der weiche Kern geblieben nur mußt du dir Zeit nehmen um wieder dort hin zu gelangen und das kannst du nur in dem du verzeihst, neues Vertrauen in dich und andere gewinnst und die Enttäuschung aktiv verarbeitest.
Den anderen die eigenen Grenzen klar zu machen und zu zeigen das du nicht alles mit dir machen läßt (jobtechnisch) ist völlig in Ordnung, solange du fair bleibst.

Du scheinst zur Zeit das Gefühl zu haben die Sonne nicht mehr sehen zu können und nun steht auch noch Weihnachten vor der Tür, die grauen verregneten Tage tun ihr übriges.
Gehe nicht so streng mit dir um jeder Mensch hat das Recht sich schlecht zu fühlen nach so einer langen Zeit, wobei 8 Monate wirklich keine Zeit sind.
Trauere,weine, sei wütend und schreibe einen Brief an deinen Mann wo alles drin steht was dich bewegt und was du fühlst. Schicke den Brief aber NICHT ab! Nur damit du dir alles von der Seele schreiben kannst, du wirst sehen das es dir dann besser geht.

Viel Kraft und Glück!

Finde meinen Weg nicht


Danke für deine hilfreichen Worte. Es tröstet mich, zu lesen, dass ich noch Zeit brauche. Denn vielleicht habe ich mich selbst zu sehr unter (Zeit)druck gesetzt. Ich fange langsam an, mir zu überlegen, was mir eigentlich wirklich wichtig ist. Ich habe durch den Hausbau zu viel von meiner Freizeit geopfert, um uns ein schönes Heim zu gestalten und dabei meine eigenen Bedürfnisse zu weit zurückgestellt. Zum anderen merke ich, dass ich mein Äußeres zu sehr vernachlässigt habe und meine Weiblichkeit oftmals unterdrückt habe. Jetzt werde ich Stück für Stück meine Bedürfnisse analysieren und versuchen sie zu befriedigen, damit ich mich wieder wohl fühle. Leider habe ich in Bezug auf Männern glaube ich noch ein Problem, vielleicht sehe ich manche Dinge noch zu verkrampft. Wo ist meine Gelassenheit geblieben, die ich früher hatte und meine Lebensfreude? Ich hoffe, es dauert nicht mehr so lange. Du schreibst sehr einfühlsam und Deine Worte scheinen mir sehr zutreffend zu sein.
Danke nochmals dafür.

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27. November 2005 um 20:32
In Antwort auf veit_12259540

Weg nicht finden?
Ich denke einfach das du zu viel von liebe erwartest. Du stellst Vergleiche an mit anderen Partnerschaften. Fühlst dich dabei alleine gelassen. Nach einigen Beziehungen stellst du fest dass das Leben mit deinem Ex doch ok war und trauerst nun nach - auch er hat andere Beziehungen und auch er hat nicht das Richtige bisher gefunden, deshalb der Wechsel immer.

Ich hatte eine Perle an Frau, Sie machte mir alles und nach meiner Meinung war unsere Beziehung wirklich super - leider war letztes Jahr die Scheidung nach 20 Jahre Ehe - Sie wollte einfach Ausbrechen von Herd und Kind suchte was Neues. Hatte danach auch mehrere kurze Beziehungen -Sie sagte sie fühlt sich jetzt glücklich was ich ehrlich gesagt bezweifle sonst hätte sie nicht soviele kurze Beziehungen. Ich lieb sie immer noch aber es ist vorbei.

Was hat Härte mit Gemeinsamkeiten und Aussprache zu tun? Das man sich nicht alles gefallen lassen muss und auch seinen festen Standpunkt vertretet ist doch ok aber es hat nichts mit Kompromisse zu tun eher mit Egoismus.

Weg nicht finden
Hallo tm41,
auch Dir danke für deine Worte. Es ist seit meinem Beitrag wieder etwas Zeit vergangen und von Tag zu Tag verändert sich etwas in meinem Leben und ich prüfe, was mir wirklich gut tut. Früher habe ich mir in einem Jahr nicht so viele Gedanken gemacht, wie heute in einer Woche. Du schreibst, Du liebst Deine Frau noch immer, aber es ist vorbei. Wieso ist etwas vorbei, wenn man sich liebt. Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Woran merkt man, dass etwas vorbei ist? Bist Du dadurch nicht gehemmt, jemand neues kennenzulernen, wenn Du noch Liebe für Deine "Ex" empfindest? Das klingt ein bisschen traurig.

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27. November 2005 um 20:52

Viele finden mich hart.
hallo parara,

zu deiner trauerarbeit hast du schon sehr treffende antworten bekommen.
ich habe nach der trennung fast 3 jahre gebraucht.
zuerst habe ich mich ein wenig verkrochen.
dann bin ich wieder unter leute, mein "auftritt" wurde aber als ziemlich verkrampft empfunden.
dann wurde ich langsam locker, es war nicht mehr wichtig wem ich begegnete und was ich mit demjenigen redete, ich konnte wieder ich sein- unkontrolliert.

das was du als hart empfindest möchte ich authentisch nennen.
die eigene meinung haben und auch vertreten, auch dann wenn es dagegen widerstände gibt.
das hat mit härte noch nichts zu tun und wenn du das meinst, was ich beschrieben hab mach dir keine sorgen, das verdient achtung und anerkennung - und es gibt männer, die das auch in einer beziehung zu schätzen wissen.

manndel

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