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Fernbeziehung, Zukufntsplaene - und Karriere

31. Januar 2016 um 18:57

Auf die Gefahr hin, dass ich hier gleich wieder als Karriegeile Frau der alles andere egal ist bezeichnet werde (das bin ich schon gewohnt, von daher lasst es raus) - schilder ich hier dennoch mal mein Problem - vielleicht hat ja jemand auch noch einen anderen Rat als meine "Karriere" fuer die Liebe liegen zu lassen...

Zur Ausgangssituaton: Ich habe vor etwa einem Jahr meinen Doktor gemacht - und einen Job in einer zielich renomierten Forschungsgruppe in meinem Bereich angeboten bekommen - wirklich ein 6er im Lotto. Leider in den USA. Ich war damals mit meinem Freund schon 6 Jahre zusammen - er war noch mitten in seiner Doktorarbeit. Wir haben sehr lange diskutiert mein Freund und ich. Ich strebe eine Wissenschaftliche Laufbahn an - und dann so ein Angebot abzulehnen waere mir sehr schwer gefallen - aber wenn mein Freund nur einmal gesagt haette: "Ich will nicht das du geht, ich kann mir nicht vorstellen, jemals in die USA zu gehen" - ich haette abgesagt. Hat er nicht. Stattdessen hat er auch gesagt, ich waere bloed mir die Chance entgehen zu lassen.
Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass ich erst mal rueber gehe, alleine, und schaue, wie es ist. Es ist ja nicht alles Gold was glaenzt - und vielleicht waere der Job in wirklichkeit Mist gewesen. Es kann seine Doktorarbeit in der Zeit beenden.

Also haben wir es so gemacht. Er hat mich einmal hier besucht, es hat ihm gafallen - und ich war ueber weihnachten bei ihm.
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Er hat inzwischen auch seine Doktorarbeit fertig.
Ich fuehle mich hier in den USA sehr wohl (ich will hier nicht fuer immer bleiben, das war nie der Plan) - aber ich liebe meinen Job wirklich. Er macht mir Spass und ich nehme so viel mit Ich wuerde wirklich gerne noch 2-3 Jahre hier bleiben. Auch sozial fuehle ich mich hier inzwischen wohl/

Aber - und das ist mir seit ich Weihnachten zuhause war: Nicht mehr lange alleine - nicht ohne meinen Freund.

Er ist nun mit seine Doktorabeit fertig und muss sich nun auch entscheiden, wo es fuer ihn hin gehen soll. Und das kann er einfach nicht. Versteht mich nicht falsch: Wenn er nur einmal sagen wuerde, dass er gerne in Deutschland bleiben moechte, einen tollen Job hat und den auch nicht aufgeben wuerde - ich wuerde mich sofort darum kuemmern, zurrueck nach D. zu gehen. Aber er meckert nur ueber seinen Job, sagt immer, dass er da weg will - und das es eh keine Zukunft hat - dafuer sehe ich einfach nicht ein, dass was ich hier habe, aufzugeben. Ich will dann auch nicht mir einen Job in Muenchen suchen - wenn er dann ploetzlich auf die Idee kommt, dass Hamburg besser ist. Sprich: Solange er nicht weiss, was er will, kann ich mir auch schwer einen Job in Deutschland suchen.

Stattdessen jammert er nur rum, weiss nicht was er will und kann keine Entscheidungen treffen. Ja, er kann sich auch vorstellen zu mir zu kommen. Vermutlich koennte ich ihm sogar helfen, hier einen Job zu bekommen - wenn er denn mal wuesste, was er will - aber dafuer muesste er mir zumindest mal einen Vernuenftigen Lebenslauf geben - kann/will er aber nicht. Und "schaden" wuerde eine Zeit USA seinem Lebenslauf auch nicht. Es ist auch nicht so, dass er den riesen Freundeskreis in Deutschland hat, den er zurrueck lassen wurde, viele verstreuen sich auch gerade in alle Richtungen. Und noch mal: Es waere nicht fuer immer! Aber ich bestehe auch nicht darauf, hier zu bleiben.

Fuer mich ist die Situation sehr schwer. Mein Chef weiss darum - und moechte natuerlich auch von mir wissen, wie ich mir meine Zukunft vorstelle - damit wir auch ein bisschen meinen Weg planen koennen - aber ich kann dazu gerade einfach keine Aussage machen.

Und auch wenn ich es nicht mag, dass Thema von der Seite zu betrachten: Bei meinen Kollegen (alle Maennlich, liegt am Fach) ist immer die Frau mitgekommen. Die hat dann eben ein Kind bekommen oder sich so einen Job gesucht - aber es war fuer die Frauen nie ein Problem, fuer die Karriere des Mannes mitzukommen. Nur bei mir. Ich bin 5 Jahre Juenger als mein Freund, aber nun in meiner "Karriere" schon weiter - und derzeit auch erfolgreicher - aber es waere fuer sein Ego eine kraenkung zunaechst mit einem Visum hier zu sein, dass von mir abhaengt.

Ich liebe ihn wirklich - und ich will mit ihm zusammen sein und ein weiteres Jahr Fernbeziehung werde ich nicht schaffen. Ich habe ihm nun eine Deadline bis Mai gesetzt. Entweder, er weiss bis dahin was er will - oder ich komme nach Deutschland zurrueck und treffe so die Entscheidung.

Dann waeren wir allerdings beide ziemlich unzufrieden. Ich, weil ich meinen Traumjob aufgegeben habe - und er, weil er wuesste, dass ich es nur gemacht habe, weil er nicht weiss was er will. Und dann waeren wir wahrscheinlich erst einmal beide unzufrieden mit unseren Jobs...

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31. Januar 2016 um 19:36

Ich sehe
das Hauptproblem darin, dass dein Freund offenbar nicht bereit ist, mal eine Entscheidung zu treffen. Würde mich wahnsinnig machen diese Unklarheit und dass er nicht mal sagen kann, was Sache ist und was er will.

Ich glaube, mein Kompromiss in diesem Fall wäre folgender: Er kommt zu dir in die USA, sucht sich dort einen Job und dort lebt ihr 2-3 Jahre (müsste man halt vorher festlegen wie lange, wenn er darauf nicht ganz so scharf ist, damit er auch Sicherheit und Klarheit hat) und nach Ablauf dieser festgesetzten Zeit geht ihr zusammen zurück nach Deutschland.

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3. Februar 2016 um 16:23

Erst mal ..
.. danke für eure Antworten!

Ich grossen und ganzen sagt ihr das gleiche, was meine Bekannten in den USA sagen... das ich hier bleiben sollte.

Das Problem ist, dass ich meinen Freund wirklich liebe. Es ist nun ja auch nicht nur eine kurze Liebschaft, wir sind nun schon ueber 7 Jahre zusammen, kennen uns seit ueber 10 Jahren - und eigentlich war er immer die Liebe meines Lebens. Ich habe da eigentlich nie viel gezweifelt - auch wenn ich hier natürlich auch viele interessante Männer kennenlerne ( die auch Interesse an mir bekunden).

Eigentlich treffen wir Entscheidungen zusammen - das ich z.B. hier erst mal alleine hin gehe, diese Entscheidung haben wir gemeinsam getroffen. Nur diesmal - es ist eben sehr schwer, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, wenn die eine Seite ganz und gar nicht in der Lage ist zu sagen was sie will - wie schon jemand gesagt hat...

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