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FERNBEZIEHUNG wegen Karriere vs. Wunsch nach Nähe + Kinderwunsch

18. Februar 2011 um 13:10 Letzte Antwort: 19. Februar 2011 um 15:50

Hallo ihr Lieben!

Habt oder hattet ihr auch eine Fernbeziehung, wo das Thema 'wann ziehst du endlich zu mir?' ein Problem ist/war? Seid ihr auch beruflich an zwei verschiedene Städte gebunden? Wollt ihr auch langsam eine Familie gründen, aber nicht als Fern-Familie?Habt ihr auch mit jedem Umzug in eine andere Stadt die Hoffnung, euer Partner würde dort auch eine Stelle finden? Und seid enttäuscht, wenn es wieder nicht klappt? Habt ihr trotzdem wirklich Verständnis für euren Partner, weil ihr es wichtig findet, dass der er/sie genauso seine beruflichen Ziele verfolgen kann, wie ihr selbst?

Wir sind seit 8 Jahren zusammen, seit 5 Jahren führen wir eine Fernbeziehung. Mein Männe ist mehrfach umgezogen, aber mit meinem "Kolibri-"Job konnte ich einfach nichts vernünftiges in seiner Nähe finden (war ja auch Wirtschaftskrise). Jedesmal hatte er zwar Verständnis für meine berufliche Situation, war aber auch sehr enttäuscht, dass wir nicht wieder zusammenziehen können.

Inzwischen hab ich mich beruflich umorientiert, so dass ich in jeder Stadt eine adäquate stelle finden könnte. Mein Männe sucht sich Ende des Jahres eine "Lückenfüller-"Stelle, um die Wartezeit auf eine Stelle zu überbrücken, mit der er eine Familie ernähren kann. Vielleicht wird aus der "Lückenfüller"Stelle aber auch eine vollwertige. Leider wird er kaum hier etwas passendes finden.

Damit stellt sich mir langsam die Frage, wann nun "der richtige Zeitpunkt" ist, zu meinem Männe zu ziehen. Während seiner "Lückenfüller-"Stelle? Oder erst, wenn er eine vollwertige hat? Es wäre einerseits für mich echt vorteilhaft, noch mindestens 1-1,5 Jahre in meiner jetzigen Firma zu bleiben. Andererseits möchte ich endlich wieder mit ihm zusammenleben. Zudem wächst langsam mein Wunsch, mit ihm eine Familie zu gründen. Und ich fürchte, dass er es mir langsam übel nehmen könnte, dass ich nicht zu ihm ziehe, obwohl ich doch meinen neuen, regional unabhängigen Beruf hab.

Wie habt ihr das mit eurer Fernbeziehung geregelt? (Wann) Seid ihr zusammengezogen? Gibt es sowas wie "einen richtigen Zeitpunkt"? Hat sich einer von euch zwischen Karriere und privatem Glück entscheiden müssen?

Mich würde besonders mal die ungeschönte Sicht dessen interessieren, der den anderen immer bittet, ihm/ihr nach zu ziehen und immer wieder "enttäuscht" wird...

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18. Februar 2011 um 17:45

Liebes,
s. PN.

LG

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18. Februar 2011 um 19:16

Er will seine Enttäuschung nicht eingestehen
Hi Gina,

stimmt, gerade in Fernbeziehungen ist Kommunikation besonders wichtig.

Mit meinem Männe ist das aber so eine Sache...
Nach außen hin steht er voll hinter mir. Er stellt seine Karriere ja auch vor unsere Beziehung (er könnte ja auch mein Hausmann werden ). Und er will auf gar keinen Fall, dass ich ihm jemals vorwerfen kann, meine Karriere für ihn geopfert zu haben.
Ich merke aber auch, dass er sich immer wieder große Hoffnungen macht, dass ich bald nachkommen würde und immer, wenn es wieder nicht klappt, sehr enttäuscht ist. Zugeben tut er das allerdings nicht, vielleicht gesteht er es sich nicht mal vor sich selbst ein.

Ich fürchte, dass er irgendwann "durchbrennt", wenn sich so viel Enttäuschung angesammelt hat, dass da kein Platz mehr für Verständnis ist.
Es ist das alte Problem: wie soll ich mit jemand über etwas reden, über das er nicht reden will, das er nicht verstehen und nicht einsehen will?
Aber vielleicht projeziere ich auch nur meine aufgestaute Enttäuschung auf ihn und sein "Maß" ist noch gar nicht so "voll", wie ich denke?

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19. Februar 2011 um 6:16

Ich habe es gerade beendet
weil ich etwas anderes möchte als ständig warten und hoffen.
Aber bei uns war es anders. Ich hätte für ihn sofort meine Stadt verlassen damit wir zusammen sein können.
Aber er wollte nicht das ich mein Leben, meine Pläne für ihn opfer. Dabei wäre es kein Opfer für mich gewesen, sondern ein großes Glück.
Ich hätte meine Beziehung der Karriere nicht geopfert aber ich wäre langsamer in der karriereplanung voran gegangen.

Man braucht Mut diesen Schritt zu gehen, etwas für den anderen aufzugeben und der andere muss damit klarkommen, das jemand nur für ihn etwas aufgibt und damit auch ein kleines Stück Verantwortung trägt.

Wenn beide ihre Egoistentour fahren hat es keine Zukunft meiner Meinung. Ich würde für eine große Liebe Berge bewegen um bei ihm sein zu können.

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19. Februar 2011 um 13:39
In Antwort auf irhne_12432292

Ich habe es gerade beendet
weil ich etwas anderes möchte als ständig warten und hoffen.
Aber bei uns war es anders. Ich hätte für ihn sofort meine Stadt verlassen damit wir zusammen sein können.
Aber er wollte nicht das ich mein Leben, meine Pläne für ihn opfer. Dabei wäre es kein Opfer für mich gewesen, sondern ein großes Glück.
Ich hätte meine Beziehung der Karriere nicht geopfert aber ich wäre langsamer in der karriereplanung voran gegangen.

Man braucht Mut diesen Schritt zu gehen, etwas für den anderen aufzugeben und der andere muss damit klarkommen, das jemand nur für ihn etwas aufgibt und damit auch ein kleines Stück Verantwortung trägt.

Wenn beide ihre Egoistentour fahren hat es keine Zukunft meiner Meinung. Ich würde für eine große Liebe Berge bewegen um bei ihm sein zu können.

Oh, das ist schade!
aber hey, gerade, wenn man glaubt, dass es den Richtigen doch nicht gibt, steht er plötzlich vor einem! ich wünsch dir auf alle Fälle, dass du dein großes Glück finden wirst - und wenn noch nicht im nächsten Freund, dann eben im übernächsten! gib die Hoffnung nie auf!


Das mit der Scheu, Verantwortung auf sich zu nehmen, hab ich noch gar nicht so bedacht. Interessanter Aspekt! Ein Stück weit läuft es bei uns nämlich genauso wie bei euch - ich soll auch nicht meine Karriere "opfern". Werde unsere beziehung mal unter diesem neuen Licht reflektieren...

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19. Februar 2011 um 15:50
In Antwort auf agnese_12448699

Oh, das ist schade!
aber hey, gerade, wenn man glaubt, dass es den Richtigen doch nicht gibt, steht er plötzlich vor einem! ich wünsch dir auf alle Fälle, dass du dein großes Glück finden wirst - und wenn noch nicht im nächsten Freund, dann eben im übernächsten! gib die Hoffnung nie auf!


Das mit der Scheu, Verantwortung auf sich zu nehmen, hab ich noch gar nicht so bedacht. Interessanter Aspekt! Ein Stück weit läuft es bei uns nämlich genauso wie bei euch - ich soll auch nicht meine Karriere "opfern". Werde unsere beziehung mal unter diesem neuen Licht reflektieren...

Ja und ich dachte wirklich er ist der Richtige
ein ganz ganz toller Mann, der auch sehr verantwortungsbewusst ist. Aber genau das wird ihm nun zum Verhändnis, er weiss das er nicht allen gerecht werden kann, also mir, der Beziehung und seinem Job.
Naja es ist wirklich schade aber nun weiss ich auch wohin ich gehöre.
Es war ein schöner Traum mit ihm der es bis in die richtige Realität nicht geschafft hat.

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