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Fernbeziehung ich hab soooo die Nase voll! Rat gesucht

5. Juni 2011 um 10:31

Hallo,

ich hätte eigentlich an diesem Sonntag was schöneres vor, als hier am PC zu sitzen, aber noch ein Tropfen und das Fass läuft wirklich über

Als mein Freund (mit dem ich zu dem Zeitpunkt 3 Jahre glücklich zusammen war), mich fragte, ob wir nicht ein Kind wollen würden, bin ich vor Glück fast von meiner rosa Wolke gestürzt Wir setzten die Pille ab und 6 Wochen später hatten wir einen positiven SS-Test in den Händen. Unser Glück war unaussprechbar
Meine SS war leider ziemlich aufreibend, mehrere Male bekam ich Blutungen, musste ins Krankenhaus, später eine insulinpflichtige Schwangerschaftsdiabetes. Diese ständige Sorge um meine Mädchen machte mich wirklich ganz verrückt. Mein Freund konnte meine ganzen Ängste nicht teilen und meinte ich sei total hysterisch. Als ich im 5 Monat schwanger war, teilte er mir mit, dass sein Arbeitsplatz zentralisiert werden sollte und sein Chef im angeboten hätte, seinen Job zu behalten, aber ins 500 km entfernte Stammwerk zu müssen. Ich war nicht glücklich, aber wer sollte die Brötchen verdienen, wen ich in Elternzeit bin???? Also suchte er sich ein Appartment dort und wir fingen an eine Wochenendbeziehung zu führen. Eigentlich zeitlich begrenzt und unter der Voraussetzung, dass er sich ständig bewirbt und wieder in unserer Region einen neuen Job findet.
Unsere Tochter wurde im Juni (7 Wochen zu früh) geboren, kerngesund und bildschön Sie lag 3 Wochen im Klinikum und als wir entlassen wurden, hatte der Papa nix besseres zu tun, als direkt wieder arbeiten zu fahren. Es sei alles so stressig mit der Kleinen, er könne nicht schlafen, hätte keine Ruhe, etc..
Inzwischen ist unsere Tochter ein Jahr alt und ich "manage" alles alleine, Kind, Haushalt, Finanzen. Papa kommt freitags abends, knuddelt mit seiner Tochter, schläft um 20 Uhr auf dem Sofa ein. Samstags verbringen wir zwar zu dritt, aber meine Hauptaufgabe ist es, einen Braten auf den Tisch zu bringen und seine Schmutzwäsche zu waschen. Sonntags, kaum nach dem Frühstück, verschwindet er.
Ein Freund hat mir vor kurzem erzählt, dass mein Kerl glücklich wäre. Unter der Woche könne er machen was er wolle (in diesem Fall, mit Arbeitskollegen Fussball schauen, Fast Food in sich reinstopfen und seinen Haushalt verkommen lassen). Am Wochenende hätte er Zeit für sein Kind, samstags gutes Essen und Sex (uns müsse sich weder um Kindererziehung, noch um den Haushalt, noch um irgendwelche Aufgaben kümmern). Mich hat ja fast der Schlag getroffen, vor allem, da er mir immer erzählt, dass er halt einfach gar keinen Job derzeit finden würde. Er versucht es nicht mal mehr!!
Letzte Woche bin ich mit einer Bewerbung zu ihm zu mehreren Zeitarbeitsfirmen gegangen. Und siehe da... 2 Angebote erhalten. Sein Kommentar hierzu war nur, dass er sich nicht unter Wert an eine Firma verkauft, in der nur ungelernte Hifis arbeiten
Ich hab inzwischn WIRKLICH die Nase voll!!!!!!! Ich bin 30 Jahre, habe einen Mann und bin trotzdem ständig alleine, treffe alle Entscheidungen, die uns betreffen und bin für alles ALLEINE verantwortlich, während er sich benimmt, als wäre er 16 Jahre und einfach sein leben genießt.
Ich liebe ihn, aber unter diesen Umständen sehe ich einfach keine gemeinsame Zukunft mehr. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass unsere Tochter in einer glücklichen Familie groß wird.
Wie schätzt ihr die Situation ein? Und wie würdet ihr reagieren?

LG und genießt den Tag

DIANA

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5. Juni 2011 um 10:46

Ich habs...
übrigens schon hunderte Male mit Reden versucht .. Negativ Und ihm sogar den Vorschlag gemacht, dass wir uns bei ihm eine neue Wohnung suchen und zu ihm ziehen.. Aber er lehnte ab, wir hätten die Familien hier, unsere Freunde, eine schöne Wohnung.

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5. Juni 2011 um 10:55

Oh Mann..
ich hatte ihm bereits "das Messer auf die Brust" gesetzt und mir dann anhören müssen, dass ich ihn erpresse. Und eine schlechte Mutter wäre, weil ich der Kleinen den Vater nehmen würde (obwohl sie ihn nach der Trennung bestimmt auch nicht seltener sehen wird, als jetzt). Ich wäre gefühlskalt, egoistisch, blablabla.

Daraufhin hat mich mein schlechte Gewissen zurück rudern lassen. Und geändert hat sich rein gar nichts

Ist zum Haare raufen

Ich habe die Kleine bereits ab 2012 in der Krippe angemeldet und bei meinem Arbeitgeber Teilzeit beantragt. Wenigstens läufts beruflich nicht so schlecht..

LG

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5. Juni 2011 um 11:52

Danke für die Kritik..
vielleicht bin ich zu blauäugig gewesen..

Aber ehrlich gesagt, hatten wir in unserer Beziehung vorher selten Probleme. Wir hatten beide gut bezahlte Jobs und haben einfach gelebt.

Natürlich hatten wir besprochen, wie es weitergehen soll (ich bleibe 1,5 Jahre zu Hause und gehe danach wieder halbtags arbeiten). Allerdings habe ich mich durch die schwierige SS verändert. Ich bin häuslicher geworden und habe meine "altes" Leben (unabhängigkeit, Freiheit) für uns aufgegeben.

Wenn ich vorher geahnt hätte, dass nur ich meinen Lebensstil verändern muss, hätten wir kein Kind zusammen bekommen... Am Anfang der SS hat er diese Veränderungen gerne mitübernommen, später wurde ihm aber scheinbar klar, dass die Verantwortung mit Kind auch bedeutet, seinen Egoismus aufzugeben. Um sich der Sache zu entziehen, war der neue Job einfach zu perfekt..

Ich bin nicht perfekt, aber ich habe für unser gemeinsam GEWOLLTES Kind mein Leben verändert. Ihm wurde dies einfach zu viel.

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5. Juni 2011 um 11:55
In Antwort auf youcan81

Oh Mann..
ich hatte ihm bereits "das Messer auf die Brust" gesetzt und mir dann anhören müssen, dass ich ihn erpresse. Und eine schlechte Mutter wäre, weil ich der Kleinen den Vater nehmen würde (obwohl sie ihn nach der Trennung bestimmt auch nicht seltener sehen wird, als jetzt). Ich wäre gefühlskalt, egoistisch, blablabla.

Daraufhin hat mich mein schlechte Gewissen zurück rudern lassen. Und geändert hat sich rein gar nichts

Ist zum Haare raufen

Ich habe die Kleine bereits ab 2012 in der Krippe angemeldet und bei meinem Arbeitgeber Teilzeit beantragt. Wenigstens läufts beruflich nicht so schlecht..

LG

Danke für deinen guten Rat
im Innern bin ich mir im klaren darüber, dass es so nicht weitergehen kann.
Allerdings habe ich bis dato gehofft, dass er einfach doch noch die Kurve bekommt und nach Hause zurück kehrt.
Ich wollte immer eine glückliche Familie, scheinbar ist mein Wunsch (ich bin selber ein SCheidungskind und wollte dies meiner Tochter ersparen) nciht realisierbar..

Nochmal DANKE für die Worte, die mich einsichtiger haben werden lassen

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5. Juni 2011 um 16:50


warum bist du nicht mit deinem Freund mit weggezogen? Das verstehe ich nicht?

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