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Fernbeziehung

12. Dezember 2014 um 20:52

Ich möchte einfach mal eure Meinung zu meinem Problem lesen. Weiß nicht, was ich machen kann, um endlich etwas positiver in die Zukunft schauen kann.
Bin schon 61 Jahre alt. Aber sehe viel jünger aus und fühle mich auch so.Nun zu meinen Sorgen. ich habe seit 4 Jahren eine Partnerschaft, die mich überwiegend belastet.
Hatte damals meine Heimat verlassen und mir in seiner Nähe eine Wohnung gesucht. Er ist etwas jünger, als ich und wir passen eigentlich ganz gut zusammen. Leider trinkt er ab und zu Korn, auch Bier. Denke, er braucht den Alkohol und deshalb hat er zwei Gesichter. Mal sehr lieb, auch agressiv.
Dann kenne ich ihn nicht wieder. Darum bin ich seit zwei Jahren wieder in meine Heimat zurück. Nun führen wir seit der Zeit eine Fernbeziehung. Meistens fahre ich zu ihm, weil er dort arbeitet. Manchmal geht es Tage gut, oft aber Diskussionen. Nun hat er vor kurzem 3 Bypässe bekommen, war in Reha, ganz in meiner Nähe und im Anschluss noch eine Woche bei mir. Er hat im Haushalt geholfen, alle zwei Tage Taschenflasche Korn, Flasche Bier getrunken.Nicht gut nach OP..raucht auch weiter, nicht viel, aber das ist ja alles nicht gut.Irgendwie geht es schlecht miteinander, aber auch nicht ohne. Er will sich ändern, hat auch schon etwas geändert. Trotzdem schwierig und mir läuft die Zeit davon.
Er hat auch kaum Geld, Auto alt und kaputt. Ist damit Pizza ausgefahren, weil Insolvenz nach Selbstständigkeit.
Weiß nicht einmal, ob wir dieses Jahr Weihnachten zusammen verbringen. Er wohnt total auf Land, keine Geschäfte dort und bus fährt auch nicht. Wir sind 200 km auseinander, telefonieren aber regelmäßig und er beteuert immer, dass er mich so sehr liebt. Zu mir, weil Stadt, will er nicht ziehen. Er liebt die Nordsee. Ist über 10 Jahre da.. ich würde ja gerne zu ihm. Wünschen wir uns beide, haben aber auch Angst davor. Er manchmal cholerisch, respektlos, ich komme da schlecht weg. Wie gesagt, fährt kein Bus. Natur pur, könnte alles so schön sein, wenn er anders wäre. Was sagt ihr zu dem Ganzen?

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6. Januar 2015 um 23:03

Hallo,
ich bin um einiges jünger als du, ich bin 27 Jahre alt. Bin mir auch nicht sicher, ob ich dir denn Ratschläge geben kann, schließlich hast du viel mehr Lebenserfahrung als ich. Trenn dich von dem was dich runter zieht, er tut dir (glaube ich) nicht gut. Es gibt so viele wundervolle Menschen auf der Welt, geb dich nicht mit dem zufrieden, wenn dich doch einige Dinge stören. Könntest du dir denn ein Zusammenleben zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen?

Ich erzähle dir mal was über mich: Ich bin wie oben bereits geschrieben 27 Jahre als. Bin geschieden (war 7,5 Jahre verheiratet) und habe zwei Kinder 7 und 3 Jahre. Mein Exmann hat mir nicht gut getan. Früher war ich einfach zu blind und zu naiv um das zu sehen. Mit der Zeit aber begriff ich, dass ich so nicht leben möchte. Er hat auch immer viel getrunken (vorallem an den Wochenenden, unter der Woche egtl nicht oder aber im Sommer hin und wieder ein Bier) Ich konnte mich in der Beziehung nicht entfalten; er hat mir keinen Raum gelassen. Er war sehr eifersüchtig; versuchte mich zu kontrollieren. Nach der Babypause (ein Jahr) nahm ich wieder einen Job auf. Da fing der ganze Ärger erst richtig an. Ich war nie abhängig von ihm. Verdiente immer mein eigenes Geld. Mittlerweile hab ich einen sehr gut bezahlten Job. Bekomme keine sozialen Leistungen oder ähnliches. Ich studiere nebenbei, etwas anstrengend mit zwei kleinen Kindern, aber es geht. Wo ein Ziel ist, ist auch ein Weg! (sag ich mir immer) Ich habe 2-3 Jahre darüber nachgedacht, ob ich mich wirklich trennen soll, oder aber ob sich was ändern wird. Es änderte sich nix. Erst als ich ihm sagte, dass ich möchte, das er auszieht, begriff er was eigentlich geschehen war. Plötzlich wollte er sich ändern. Half im Haushalt mit (was er vorher nie tat) usw. Ich sah mir das ganze zwei Wochen an, aber ich hatte innerlich bereits damit abgeschlossen. Ich liebte ihn nicht mehr, wollte ihn nicht mehr da haben, wollte nicht angefasst werden usw. Vor über einem Jahr lernte ich meinen jetzigen Freund kennen und lieben. Er ist alles für mich. Er ist ein wundervoller Mensch. Er bemüht sich mit den Kindern und unsere Beziehung ist sehr harmonisch. Ich liebe ihn sehr und er auch mich. Es ist perfekt. (natürlich zanken wir uns ab und zu, dies gehört aber zu einer guten Beziehung dazu) Wir führen auch eine Fernbeziehung; wohnen 90 km voneinander entfernt. Wir sehen uns jedes Wochenende, wechseln uns mit der Fahrerei ab. Die Entscheidung mich von meinem damaligen Mann zu trennen, war die beste, die ich je getroffen hatte. Ich habe noch nie einen Mann so sehr geliebt, wie meinen Freund Ich habe mich von dem, was mich runtergezogen hat, getrennt und dies erst nach reiflicher Überlegung. Ich fühlte mich danach gut, befreit, als wäre eine riesige Last von meinen Schultern gefallen...
Ich will dir damit nur sagen, es geht immer weiter, wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue und die ist vielleicht um einiges besser.

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Von: tamara1776
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6. Januar 2015 um 22:27
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