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Fernbeziehung

2. Januar um 13:33 Letzte Antwort: 2. Januar um 17:23

Hey,
wie der Titel schon verrät, bin bzw. war, ich in einer Fernbeziehung.
Diese begann im September diesen Jahres und endete gestern.

In der Zeit haben wir uns leider nur jedes 2. Wochenende (wenn überhaupt) sehen können, da Ihr (19) FSJ es leider nicht anders zugelassen hat und ich (21) nunmal auch einen festen Arbeitsplatz habe.
Vorab sollte ich vermutlich noch erwähnen, dass dies meine erste Beziehung ist und, ich glaube, ihre 2.

Wir kannten uns tatsächlich etwas länger, aber erst seit anfang 2019 haben wir quasi jeden Tag Kontakt gehabt. WIr haben uns jeden Tag geschrieben, telefoniert, zusammen Serien angeschaut etc. Getroffen haben wir uns dann das erste Mal auf der Gamescom dieses Jahr (Mitte August) dort waren wir beide erstmal sehr unsicher, aber haben uns relativ schnell wieder eingekriegt. Nach der Gamescom haben wir uns recht schnell wieder getroffen, diesmal allerdings bei ihr Zuhause und es war wirklich eine sehr schöne Zeit.  Danach haben wir uns erstmal daran gehalten, sind eine Fernbeziehung eingegangen und uns jedes 2. Wochenende getroffen. Ich für meinen Teil war anfangs sehr zurückhaltend, denke ich. Da es meine erste Beziehung war wollte ich auch nichts überstürzen. Es hat damit angefangen, dass wir erstmal nur weiter auf der Couch Serien miteinander angeschaut haben, essen gegangen sind und einfach die Zeit zu 2. genossen haben, Öfters mal in's Kino oder einfach spazieren gegangen sind. Ich möchte jetzt auch nicht zu sehr in Erinnerungen schwelgen.

Nach einiger Zeit war dann Weihnachten auch schon ich Reichweite, genau wie Silvester. Der Plan war dann, dass ich über die Feiertage bei ihr bin, allerdings hat sich das dann auch schnell geändert. Anfang September hatte sie außerdem Geburtstag, leider mussten wir beide dort arbeiten, deswegen haben wir uns erst wieder am Wochenende getroffen. Den ersten Abend haben wir nur zu zweit verbracht, am nächsten Tag hat sie dann ihren Geburtstag gefeiert. Dort waren sehr viele Freunde von ihr, ich kann nur leider niemanden und ich mache leider nicht mal eben Freundschaften auf einer Party o.ä. und mir ging's echt schlecht dabei, da ich ihren Geburtstag nicht versauen wollte. Mein Entschluss war, dass ich nunmal den Abend aussitze und mir nichts anmerken lasse, da ich wollte, dass sie den Abend in vollen Zügen auskosten kann. Das hat dann alles leider nicht funktioniert, weil sie gemerkt hat, dass was ist. Danach haben wir über die Situation geredet. Nach dem Wochenende habe ich mir selber sehr viele Vorwürfe gemacht und war nicht gerade gut drauf. Danach habe ich mich an ihre Worte erinnert, dass ich doch mehr mit ihren reden solle. Normalerweise habe ich mich nie jemandem anvertraut, daher war das auch komplett neu für mich. Gut, das hab ich dann auch getan. Ob das jetzt richtig oder falsch war weiß ich bis heute nicht.

Nachdem ich das tat, trat von ihr nach 1 Woche die Frage auf, ob ich Weihnachten nicht doch lieber Zuhause bleibe, da es dort über die Feiertage wohl sehr familiär zugeht, was bei uns überhaupt nicht der Fall ist. Im laufe des Gesprächs kam das Thema auf, dass ich mich bei ihr nicht wie Zuhause fühle und bei mir ganz anders bin. Als Beispiel meinte sie, dass ich nicht alleine in deren Kücche gehe und mir was zu essen mache. Meiner Meinung nach ist daran aber nichts falsch. Ich wurde nunmal so erzogen, dass man in der Wohnung anderer Leute nicht einfach üebrall beigeht etc. Zumal das ja nicht ihre Wohnung ist, sondern die ihrer Eltern. Sagt mir, wenn ich falsch liegen sollte.

Nachdem haben wir nicht mehr ganz so viel Kontankt gehabt bzw. ich wollte den Kontakt aufrecht erhalten, aber von ihr kam nicht mehr wirklich was zurück. Ab dort hatte ich natürlich schon ein schlechtes Gefühl. Nachdem ich es nicht mehr ertragen habe, fragte ich natürlich nach was los sei und ob sie darüber reden möchte, vergebens. Sie mochte darüber einfach nicht mit mir reden. Also hatten wir über Weihnachten und die freien Tage kaum - gar keinen Kontakt. Anfangs dachte ich mir, dass es vielleicht einfach damit zu tun hat, dass sie mit Ihrer Familie zeit verbringen möchte, allerdings war ich mir irgendwann auch wieder sehr unsicher.
Nachdem ich nochmal nachfragte und sie immer noch nicht reden wollte, ging's mir einfach nur noch verdammt schlecht. Am 30. kam dann die Nachricht, dass Sie sich Gedanken gemacht hat was die Beziehung und unsere Zukunft angeht und, dass Sie wir uns doch mal in der Mitte treffen könnten, da es dort wohl auch sehr schön sein soll.

Wie jeder andere wahrscheinlich auch vermuten würde, könnte das nichts gutes bedeuten. Neutraler Ort, 1 Tag,Sie möchte reden (und das nach den letzten paar Wochen),...

Ich sagte ihr, dass es ok für mich ist, allerdings unter 1 Bedingung. Sie solle mir verraten, ob sie die Beziehung beenden möchte.

Dann kam die Nachricht: Sie möchte schluss machen, aber würde es gerne noch persönlich besprechen.

Danach hab ich Sie nach dem Grund gefragt, aber sie wollte es unbendingt persönlich machen, ok.

Irgendwann später kam dann das Angebot, ob wir doch telefonieren und da ich es nicht mehr ausgehalten habe, da ich den Grund nicht wusste, habe ich zugestimmt.

Der Grund ist die Entfernung. Da man sich nicht einfach spontan treffen kann und einfach nicht näher kommt. Ich kann diesen Grund irgendwo nachvollziehen und wünschte auch, dass es anders wäre. Allerdings möchte ich diese Beziehung nicht "nur" wegen der Entfernung einfach beenden. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass wir dieses Thema gemeinsam besprochen hätten, aber ihr entschluss stand "eigentlich" fest. Nachdem ich das erfahren habe, wollte ich es erstmal nicht einsehen und meinte, dass ihr FSJ doch nur noch 4 Monate ginge und wir danach weiterschauen könnten. Aber daraufhin kam keine Antwort.

Nach dem Gespräch sagte ich ihr, dass ich mir erstmal selber meine Gedanken machen möchte, da ich es gerade erst erfahren habe. Daraufhin war ich erstmal verdammt traurig über die ganze Situation, habe geweint, wollte es nicht einsehen und über eine Lösung nachgedacht.

Nun erstmal die derzeitige Situation:
Ich arbeite in der Firma meiner Eltern. Ein Arbeitskollege (und guter Freund) und ich hatten uns vorgenommen Diese, eines Tages, weiterzuführen. Sprich, ich kann hier eigentlich nicht weg. Meine (Ex)Freundin macht nach Ihrem FSJ ein Studium, aber möchte dieses unbedingt bei sich in dem Ort machen.

Sie hat sich darüber auch Gedanken gemacht und hat keine Lösung dafür gefunden.

Kurz bevor das alles überhaupt passiert ist, hatte ich allerdings auch mir ihr gesprochen, dass ich eventuell doch noch etwas anderes machen möchte und mich eventuell andersweitig orientiere.

So: Nach dem ich mir den Kopf zerbrochen habe, hab ich meine Eltern drauf angesprochen, da diese doch etwas mehr Lebenserfahrung mitbringen.

Meinte Mutter konnte mir dabei leider gar nicht weiterhelfen. Mein Vater allerdings sagte, dass es (natürlich) eine sehr schwierige Situation sei. Er versteht wohl uns beide. Nun meinte er, dass das leben so oder so weiter geht, auch wenn wir uns trennen. Natürlich hat er dort recht. Andererseits hat er mir auch wieder Hoffnung gegeben und zwar, dass er mir theoretisch über ein paar Monate weiter mein derzeitiges Gehalt überweisen könnte und ich mir bei Ihr in der Nähe einen Job suche.

Danach habe ich mit Freunden telefoniert und gefragt was sie dazu sagen.

Einer hat es einfach so hingestellt: Es ist vorbei.

Der andere war vor kurzem in einer ähnlichen Situation: War 2 Jahre mit seiner Freundin zusammen, allerdings ziehen beide weg (ca. 2 Stunden entfernt). Empfinden zwar beide noch etwas, aber beenden es. Nun haben sie sich allersings wieder getroffen usw. Aber das ist jetzt eine andere Geschichte. Im Endeffekt sagte er mir, dass es wohl sehr schwer sei, aber ich sollte wohl loslassen.

Der 3. konnte mir keine richtige Antwort geben, und wüsste selber nicht was er machen würde.

Nun hatte ich nach den Gesprächen nochmal meine (Ex)Freundin angerufen und gesagt, dass es in Ordnung sei und ich sie verstehe (was komplett gelogen war). Das war nun allerdings nicht meine Meinung, sondern die vieler anderer.

Vermutlich ist es normal, dass man es nicht wahr haben will und nach einer Lösung sucht, aber ist das verkehrt? Ich hätte theoretisch die Möglichkeit. Und ich habe das Gefühl es zu bereuen, wenn ich's nicht versuche. Ich möchte nur wissen wie es wäre, wenn's keine Fernbeziehung ist. Laut meinen Eltern könnte ich jederzeit wieder zurück in die Firma.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll.
 Objektiv betrachtet, sollte man es lassen.
Aber ich möchte Sie nicht aufgeben und es wenigstens versucht haben.
Ich würde sie gerne nochmal anrufen und fragen wo sie sich überhaupt in der Zukunft sieht und wie sie sich ihr leben vorstellt und gemeinsam darüber reden. Ich habe das Gefühl das Telefonat war einfach viel zu kurz und ich konnte mir noch nicht richtig Gedanken machen.
 

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2. Januar um 17:23

wieviel Kilometer trennen euch?  ich halte die Entfernung für einen vorgeschobenen Grund!  sie kommt nicht damit klar dass du so introvertiert bist...  kannst nicht mit ihren erfunden reden... traust dich kaum mit ihren Eltern alleine in einem Raum zu sein...  sprichst mit ihr nicht offen....

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