Forum / Liebe & Beziehung

Fernbeziehung am Ende?

Letzte Nachricht: 22:01
U
user1991828616
17:58

Hallo zusammen, 
ich schreibe in dieses Forum, weil ich ratlos bin, weil ich mit gewissen Dinge einfach mal von der Seele schreiben muss und weil mich eure Meinungen interessieren.

Ich (45) bin seit knapp 10 Jahren geschieden und habe zwei Kids (12 und 16).
Mit meinem Freund bin ich seit ca 6 Jahren (mit Unterbrechungen) zusammen.
Er wohnt 150 km weit weg in einer anderen Stadt, ist ebenfalls geschieden.
Seine Kids sind schon etwas älter, 18 und 25 (schon ausgezogen).

Nun zu unserem Problemen: 
- die Entfernung: keiner von uns kann/will umziehen
- unsere Kinder mögen sich untereinander nicht; diverse Versuche, die Familien zu verbinden, sind kläglich gescheitert. Es war so oft nur ein einziges Gezicke (seine Tochter versus meine Töchter), so dass ich irgendwann darauf null Bock mehr hatte (er auch nicht). 
- Eine Zeitlang habe ich mir große Mühe mit seiner Tochter gegeben, aber es gab diverse Situationen, wo sie sich ziemlich manipulativ verhalten hat und auch fies zu meinen Töchtern war, so dass sie nun einfach nur noch ein rotes Tuch für mich ist und ich sie am liebsten gar nicht mehr treffen mag.
- Er hat noch nie wirklich einen Draht zu meinen Töchtern gefunden, sie mögen ihn nicht und er sie auch nicht.
- Seine Exfrau mischt von Zeit zu Zeit auch mit und bringt Unfrieden und redet überall schlecht über mich, obwohl ich nicht der Grund für deren Trennung war ( ich hab ihn erst 1 Jahr nach deren Trennung kennengelernt- trotzdem stellt sie es überall so dar, als ob es meine Schuld wäre).

All das hat über die Jahre zu unendlich viel Streit geführt, so dass wir auch schonmal längere Zeit getrennt waren, dann aber wieder zusammen kamen.
Anfang des Jahres kam dann bei mir noch eine Krankheit dazu, die mich insgesamt dünnhäutiger macht.

Während der Akutphase der Krankheit war ich ehrlichgesagt echt enttäuscht, denn irgendwie hat er weitergemacht wie immer und keine gesteigerte Rücksicht auf mich genommen (hat sich zum Beispiel mit der Ex auf einen Kaffee getroffen, während ich im Krankenhaus war usw...)
Als ich ihn drum gebeten habe, sich mit ihr nicht zu treffen, bin ich als übertrieben eifersüchtig hingestellt worden.

Ende vom Lied: ich hab mich von ihm getrennt, weil ich so einfach keine Beziehung führen will.
Zum ersten Mal bin ich auch emotional einigermaßen nüchtern, meine Gefühle sind deutlich abgekühlt.

Und jetzt , wo ich nach jahrelangen Kämpfen nicht mehr mag bzw. keine Perspektive sehe, will er das ganze Paket: mehr Verbindlichkeit in die Fernbeziehung bringen, seiner Tochter mehr Grenzen setzen, was mich und meine Kids anbelangt, den Kontakt zur Ex runterfahren.

Das geht jetzt 3 Monate so, aber ich halte ihn auf Abstand, weil ich kein wirkliches Vertrauen habe, dass all diese Versprechungen nachhaltig sind.
Jetzt hat er mir ein Ultimatum gestellt: entweder ich öffne mich wieder oder wir machen Schluss.

Ich habe mit diesem Mann, wenn es nur wir zwei sind, die beste Zeit meines Lebens gehabt. Leider leben wir aber auf keiner einsamen Insel, sondern mit Familien, wo auf allen Seiten nur noch verbrannte Erde ist.

Meine Töchter würden sich auch schwer tun, wenn ich wieder mit ihm zusammenkommen würde.

Was würdet ihr machen?
Es beenden oder dem Ganzen nochmal eine Chamce geben?

Danke für euer Feedback!
GLG Andrea 
 

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P
peterlll
18:25

Also in dem Moment wo er dir ein Ultimatum gestellt hat, hat er sich disqualifiziert.
Was soll so ein Blödsinn, er will dich doch wieder haben. Sowas zeigt mal wohl kaum durch ein Ultimatum, das ist lächerlich.

Wieso fährt er den Kontakt nicht zur Ex runter, wieso nähert er sich nicht deinen Kindern an, hat er seiner Tochter schon Grenzen gesetzt?

Es gibt so ein schönes Sprichwort.

Taten sagen mehr als 1000 Worte.....

Ich würde den Kontakt definitv einstellen und die Sache abhaken.

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U
user1991828616
22:01

Er hat seiner Ex vor zwei Tagen, als sie wieder mal um 21.00 unangemeldet zum ratschen bei ihm aufgetaucht ist, gesagt, dass es gerade nicht passt, weil er noch mit mir telefonieren will.
was darauf folgt: eine Filmreife Eskalation auf der Straße ( alle Nachbarn haben die Fenster aufgemacht), wo er beschimpft wird, was er für ein Schlappschwanz ist usw.

Jetzt ist gerade Funkstille, aber ich traue dem Frieden leider nicht mehr.

Und ich finde es befremdlich dass 8 Jahre nach der Scheidung noch solange Szenen stattfinden, ganz abgesehen davon dass er es nicht schafft, ihr klarzumachen, dass sie nicht abends einfach so unangemeldet vorbeikommen soll.

sein Standpunkt ist jetzt, dass er viel gemacht hat, weil er mirzuliebe sie nicht reingelassen hat.

Aber ich mag mich mit diesem terror einfach nicht mehr beschäftigen ...

Daher sehe ich es auch so, dass ein Schlussstrich wohl das beste ist

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