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Fehlende Liebe, Geiz oder die Angst, ausgenutzt zu werden?

14. Juli 2016 um 14:40

Hallo Ihr Lieben,

ich bin so enttäuscht von meinem Freund. Zur Recht? Ich muss Eure Meinung dazu hören.

Vor einem knappen Jahr lernten mein Freund und ich uns kennen. Recht früh informierte er mich darüber, dass sein Haus zum Verkauf stehe, da er aus verschiedenen, für mich durchaus nachvollziehbaren, Gründen nach Süddeutschland (ca. 350km entfernt) ziehen will.

Es ist das eingetroffen, was ich befürchtet hatte: Nun ist sein Haus verkauft und in etwa einem Jahr wird er wegziehen. Er will, dass ich mitkomme und wir zusammenziehen. Da ich sehr viel für ihn empfinde und ohnehin am liebsten aus meinem Kaff wegziehen will (wir wohnen aktuell 75 km entfernt voneinander), bin ich dem gegenüber keinesfalls abgeneigt.

Ich darf mich nicht am Hausbau beteiligen. Jedoch soll ich ihm, wenn wir zusammen wohnen, montalich Geld für das Wohnen in seinem Haus zahlen ("für die Abnutzung").

Mich hat das maßlos irritiert, da ich für ihn mein Elternhaus verkaufen und meinen Job aufgeben würde. Außerdem würde ich diejenige sein, an der die Hausarbeit hängenbleibt, will ich in einem einigermaßen sauberen Haus leben (er nimmt das nämlich nicht so genau).

Hinzu kommt, dass er über ein Einkommen verfügt, dass weit über meinem liegt (er hat ca. 7.000 im Monat zur Verfügung).

Bin ich vepeilt, oder rege ich mich zu Recht auf?

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14. Juli 2016 um 15:19

Was genau
stört dich genaut? Dass du dich nicht am Hausbau beteiligen darfst oder dass du quasi Miete zahlen sollst?

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14. Juli 2016 um 15:33

Ich glaube,
das Problem fängt schon viel früher an: Wenn du "für ihn" wo hin gehst, wird das schief gehen. Entweder habt ihr gemeinsam einen Umzug beschlossen oder eben nicht.

Warum verkaufst du gleich dein Elternhaus? Du könntest es doch auch vermieten?! -Aber gut, das ist nicht das Problem.

Naja, er wird für den Hausbau ja wahrscheinlich einen Kredit aufgenommen haben, den er zurück zahlen muss. Insofern ist es schon irgendwie verständlich, dass er da gerne einen kleinen Anteil von dir hätte. Und die Nebenkosten müssen ohnehin geteilt werden. Andererseits wäre es natürlich auch seltsam, wenn du dort sozusagen eine marktübliche Miete zahlst bis an dein Lebensende. Ich würde versuchen, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide leben können, z.B. Du zahlst Miete bis der Kredit abbezahlt ist und wenn an dem Haus etwas repariert werden muss, betrifft euch das dann eben beide. Ich finde, wenn man sich gemeinsam etwas aufbaut, sollte man auch zusammen wirtschaften. Alles andere ist furchtbar mühsam, aber es scheint, dass er dem eurer Beziehung noch nicht voll traut oder warum darfst du dich nicht am Hausbau beteiligen?

Ach so und ich finde schon, dass wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere, sich das in den Anteilen der aufkommenden Rechnungen irgendwie niederschlagen sollte, damit auch beide die Möglichkeit haben, Geld für gemeinsame Unternehmungen auf die Seite zu legen.

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14. Juli 2016 um 15:46
In Antwort auf coquette164

Ich glaube,
das Problem fängt schon viel früher an: Wenn du "für ihn" wo hin gehst, wird das schief gehen. Entweder habt ihr gemeinsam einen Umzug beschlossen oder eben nicht.

Warum verkaufst du gleich dein Elternhaus? Du könntest es doch auch vermieten?! -Aber gut, das ist nicht das Problem.

Naja, er wird für den Hausbau ja wahrscheinlich einen Kredit aufgenommen haben, den er zurück zahlen muss. Insofern ist es schon irgendwie verständlich, dass er da gerne einen kleinen Anteil von dir hätte. Und die Nebenkosten müssen ohnehin geteilt werden. Andererseits wäre es natürlich auch seltsam, wenn du dort sozusagen eine marktübliche Miete zahlst bis an dein Lebensende. Ich würde versuchen, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide leben können, z.B. Du zahlst Miete bis der Kredit abbezahlt ist und wenn an dem Haus etwas repariert werden muss, betrifft euch das dann eben beide. Ich finde, wenn man sich gemeinsam etwas aufbaut, sollte man auch zusammen wirtschaften. Alles andere ist furchtbar mühsam, aber es scheint, dass er dem eurer Beziehung noch nicht voll traut oder warum darfst du dich nicht am Hausbau beteiligen?

Ach so und ich finde schon, dass wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere, sich das in den Anteilen der aufkommenden Rechnungen irgendwie niederschlagen sollte, damit auch beide die Möglichkeit haben, Geld für gemeinsame Unternehmungen auf die Seite zu legen.

Danke Coquette
Wir haben nicht gemeinsam einen Umzug beschlossen. Wie gesagt, dass er umzieht, stand schon am Anfang unserer Beziehung fest.

Der Kredit läuft über 30 Jahre. So lange ich dort wohne, werde ich Miete zahlen müssen. Bei meinem Freund!

Ich hätte das Geld aus meinem Hausverkauf in sein bzw. unser Haus gesteckt, um etwas Gemeinsames zu haben. Aber da ist ja noch seine 22jährige Tochter, der aufgrund des Todes der Mutter, bereits jetzt eine Hälfte gehört.

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14. Juli 2016 um 15:48
In Antwort auf sunflower684

Was genau
stört dich genaut? Dass du dich nicht am Hausbau beteiligen darfst oder dass du quasi Miete zahlen sollst?

Was mich am meisten stört
Eigenltich stört mich beides gleichermaßen.

Ich hätte das Geld aus meinem Hausverkauf in sein bzw. unser Haus gesteckt, um etwas Gemeinsames zu haben. Aber da ist ja noch seine 22jährige Tochter, der aufgrund des Todes der Mutter, bereits jetzt eine Hälfte gehört.

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14. Juli 2016 um 16:02

Verstehe ich es richtig,
dass du also dein Elternhaus, in welchem du mietfrei wohnst, aufgeben sollst um dafür sein Haus, an welchem du dich ansonsten in keiner Weise beteiligen darfst und an welchem du keinerlei Rechte haben wirst, mit abzubezahlen? Na da würde ich mich auch bedanken...
Die anfallenden Nebenkosten aufzuteilen versteht sich für meine Begriffe von selbst aber seine Forderung ihm Miete zu bezahlen in einer Situation, in welcher du IHM zuliebe weit wegziehst und deine mietfreie Situation aufgibst, finde ich schon ein starkes Stück. Bei seinem monatlichen Einkommen umso mehr. Würde ich nicht mitmachen.

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14. Juli 2016 um 16:12
In Antwort auf jeanne_11891993

Verstehe ich es richtig,
dass du also dein Elternhaus, in welchem du mietfrei wohnst, aufgeben sollst um dafür sein Haus, an welchem du dich ansonsten in keiner Weise beteiligen darfst und an welchem du keinerlei Rechte haben wirst, mit abzubezahlen? Na da würde ich mich auch bedanken...
Die anfallenden Nebenkosten aufzuteilen versteht sich für meine Begriffe von selbst aber seine Forderung ihm Miete zu bezahlen in einer Situation, in welcher du IHM zuliebe weit wegziehst und deine mietfreie Situation aufgibst, finde ich schon ein starkes Stück. Bei seinem monatlichen Einkommen umso mehr. Würde ich nicht mitmachen.

Danke für Deine Antwort
Ich wohne allerdings in meinem Elternhaus nicht mietfrei. Ich habe es vor 10 Jahren im großen Stil sanieren lassen und zahle den Kredit ab. Wie denkst Du in diesem Fall darüber???

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14. Juli 2016 um 16:27
In Antwort auf jenson_12115880

Danke für Deine Antwort
Ich wohne allerdings in meinem Elternhaus nicht mietfrei. Ich habe es vor 10 Jahren im großen Stil sanieren lassen und zahle den Kredit ab. Wie denkst Du in diesem Fall darüber???

Das ändert für mich nichts.
Den Kredit für dein Eigentum abzubezahlen ist für mich keine "Miete". Ihm den Kreidt für SEIN Eigentum abzubezahlen jedoch sehr wohl.

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14. Juli 2016 um 16:51
In Antwort auf jenson_12115880

Danke Coquette
Wir haben nicht gemeinsam einen Umzug beschlossen. Wie gesagt, dass er umzieht, stand schon am Anfang unserer Beziehung fest.

Der Kredit läuft über 30 Jahre. So lange ich dort wohne, werde ich Miete zahlen müssen. Bei meinem Freund!

Ich hätte das Geld aus meinem Hausverkauf in sein bzw. unser Haus gesteckt, um etwas Gemeinsames zu haben. Aber da ist ja noch seine 22jährige Tochter, der aufgrund des Todes der Mutter, bereits jetzt eine Hälfte gehört.

Ah,
verstehe. Daher weht der Wind. Jetzt ist zumindest nachvollziehbarer warum er dich nicht eigentumsmäßig daran beteiligen will.
Ich finde, es ist eine schwierige Situation. Ich bin da grundsätzlich pragmatisch: Ich würde von meiner Familie (und dazu gehört logischerweise auch mein Partner) keine Miete verlangen, sondern eben nur die tatsächlich anfallenden Kosten, aber das gilt eben für Häuser, die bereits abbezahlt sind. In eurem Fall ist es schwieriger. Klar, er wollte das alles so, aber es war eure gemeinsame Entscheidung dorthin zu gehen. Insofern ist es auch nicht ganz fair, ihn vollständig auf allen Kosten sitzen zu lassen.

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14. Juli 2016 um 17:37
In Antwort auf coquette164

Ah,
verstehe. Daher weht der Wind. Jetzt ist zumindest nachvollziehbarer warum er dich nicht eigentumsmäßig daran beteiligen will.
Ich finde, es ist eine schwierige Situation. Ich bin da grundsätzlich pragmatisch: Ich würde von meiner Familie (und dazu gehört logischerweise auch mein Partner) keine Miete verlangen, sondern eben nur die tatsächlich anfallenden Kosten, aber das gilt eben für Häuser, die bereits abbezahlt sind. In eurem Fall ist es schwieriger. Klar, er wollte das alles so, aber es war eure gemeinsame Entscheidung dorthin zu gehen. Insofern ist es auch nicht ganz fair, ihn vollständig auf allen Kosten sitzen zu lassen.

O.k., aber
Er zieht auch ohne mich dorthin und baut genau dasselbe Haus ...

Meine Befürchtung ist nur einfach, dass er mich nicht so liebt, wie er beteuert. Oder bin ich nicht in der Lage zu differenzieren? Ist er es wert???

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14. Juli 2016 um 18:30

Danke!
Genauso sehe ich das auch.

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14. Juli 2016 um 18:35
In Antwort auf coquette164

Ah,
verstehe. Daher weht der Wind. Jetzt ist zumindest nachvollziehbarer warum er dich nicht eigentumsmäßig daran beteiligen will.
Ich finde, es ist eine schwierige Situation. Ich bin da grundsätzlich pragmatisch: Ich würde von meiner Familie (und dazu gehört logischerweise auch mein Partner) keine Miete verlangen, sondern eben nur die tatsächlich anfallenden Kosten, aber das gilt eben für Häuser, die bereits abbezahlt sind. In eurem Fall ist es schwieriger. Klar, er wollte das alles so, aber es war eure gemeinsame Entscheidung dorthin zu gehen. Insofern ist es auch nicht ganz fair, ihn vollständig auf allen Kosten sitzen zu lassen.

Es ist nicht davon die Rede, ..
ihn vollständig auf seinen Kosten sitzen zu lassen. An den Nebenkosten würde ich mich beteiligen.
Es ist viel Arbeit, 150 qm sauber zu halten. Insbesondere, wenn man "nebenher" noch einen Beruf hat.

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14. Juli 2016 um 18:38

Schön,
dass Du mich verstehst. Ich denke, ich bereite mich auf die "Kündigung" vor. Schniiiiief ...!

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14. Juli 2016 um 18:40
In Antwort auf jenson_12115880

Es ist nicht davon die Rede, ..
ihn vollständig auf seinen Kosten sitzen zu lassen. An den Nebenkosten würde ich mich beteiligen.
Es ist viel Arbeit, 150 qm sauber zu halten. Insbesondere, wenn man "nebenher" noch einen Beruf hat.

Und hast du
ihm das mal gesagt, dass du die volle Putzarbeit übernehmen würdest?

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14. Juli 2016 um 18:49
In Antwort auf coquette164

Und hast du
ihm das mal gesagt, dass du die volle Putzarbeit übernehmen würdest?

Ja.
Daraufhin sagte er, er wolle mich nicht als Putzfrau. Das sagte er, aber letztendlich wird er kaum einen Handschlag machen. Ich sehe ja, wie versifft sein jetziges Haus ist.

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14. Juli 2016 um 21:22

Du denkst,
er will mich damit provozieren, erst gar nicht mit ihm zu gehen? Interessant.

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15. Juli 2016 um 18:42

Verstehe
Jetzt irgendwie das mit seiner Tochter nicht ganz,aber vielleicht stehe ich auf dem Schlauch. Auf jeden Fall krass,dass er dich nicht mit einbezieht und Dich nur dort wohnen lässt. Geht es nach zehn Jahren schief,biste draußen und Dir gehört nix. Und sitzt in der Fremde. Wenn das Haus eh finanziert wird hättet ihr ja auch zusammen was aufbauen können,zumal Du ja auch Eigenkapital mitbringst. Ich kenne das so,wenn einer ein Haus hat und fast bezahlt hat und lernt jemanden kennen,dann ist ja Miete zahlen erst mal ok,denn es ist ja sein Haus und er verschenkt ja nicht gleich alles,was er sich jahrelang aufgebaut hat. Aber er scheint materialistisch, berechnend und egoistisch zu sein. Frag ihn doch mal,ob er Dir,wenn ihr euch nach einiger Zeit trennt,Wertminderung für die verlorenen Jahre zahlt...

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