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Fast 26 und noch keine Beziehungserfahrung

2. Juni 2009 um 1:08

Ich hab folgendes "Problem":

Ich werde bald 26 und hatte noch nie einen Freund (und demzufolge auch noch keinen Sex). Ich hab mir da selten wirklich Gedanken drüber gemacht, in letzter Zeit aber öfter, vielleicht beginnt langsam die Torschlusspanik. Meine jüngere Schwester ist längst verheiratet und bekommt bald ihr erstes Kind...
Ich frage mich also in letzter Zeit vermehrt, woran es eigentlich liegt. Es ist nicht so, dass mir die Typen nachlaufen, ich wurde schon seit Jahren nicht angesprochen. Ich wüsste auch nicht, das mal jemand ernsthaft an mir interessiert gewesen wäre, Vielleicht liegts am Aussehen. Ich hab letztens mal bei so ner Seite meine Fotos bewerten lassen, die Ergebnisse lagen so zwischen 3.5 und 5,5, also eher nicht so berauschend. Ich wollte aber mal neutrale Meinungen haben.

Klar hab ich auch Ansprüche, allerdings finde ich die nicht übertrieben. Beim Aussehen habe ich keine Präferenzen, enteweder der Mann gefällt mir oder eben nicht. Da kommt es dann aber nicht auf Haarfarbe oder ähnliches an. Charakterlich erwarte ich eigentlich nur für mich selbstverständliche Dinge wie z.B. Ehrlichkeit. Ich hasse diese typischen Spielchen wie erst nach soundsovielen Tagen anrufen, sich rar machen usw. Für mich ist das Kindergarten. Naja. Ansonsten lege ich keinen Wert auf viel Geld, dickes Auto oder sowas in der Richtung. Ich will einfach nur nen "normalen" Mann. Die einzigen Dinge, die ich nicht tolerieren kann sind Rauchen, weil ich das einfach ekelig finde und übermäßiger Alkoholkonsum. Kann ja eigentlich nicht so schwer sein...

Ein wichtiger Punkt ist auch das problematische Verhältnis zu meinem Vater. Meine Eltern haben sich getrennt als ich 3 war. Meine Mutter hat mir nie den Kontakt mit meinem Vater verboten, was dieser aber wiederum heute noch behauptet. Er war es, der an den Besuchswochenenden schlecht über meine Mutter geredet hat und er ist es heute, der mir unterstellt, ich wäre nur auf Geld aus, weil ich ihm Baföganträge schicke, die er ausfüllen soll. Er ist seit Jahren arbeitslos und ich erwarte von ihm nur, dass er seine Bescheinigung beim Bafögamt einreicht, damit ich Bafög bekomme. Er hat nix, also will ich auch nix vom ihm. Er wollte nie, dass ich studiere, weil er dann weiter Unterhalt zahlen musste. Es ging nie um große Summen, er hatte nen ganz normalen Job und war nie reich oder so. Es ist ja nun aber so, dass Kindern Unterhalt zusteht, wenn sie in der Ausbildung sind. Ich habe mir das nicht ausgedacht und ich verzichte nicht großmütig auf 100 Euro im Monat, wenn das Amt ausrechnet, dass er die zahlen kann. Da es sich sonst nie um mich gekümmert hat, ist es meiner Meinung nach das mindeste, was er für mich tun kann.
Er hat mir also schon zu Schulzeiten gesagt, dass aus mir nix wird, das ich ein Studium nicht schaffen werde, weil ich zu dumm dafür bin. Er hat früher sein Studium trotz guter Noten und gegen den Willen meiner Mutter und seiner Mutter abgebrochen.
Als ich klein war und er schlecht über meine Mutter geredet hat, habe ich ihm versucht zu erklären, dass sie mir nicht verbietet, ihn zu besuchen und dass sie mich keine Sätze auswendig lernen lässt, die ich dann zu ihm sagen soll. Er hat weder zugehört, noch mich ernst genommen.

Meine Mutter war danach noch einmal verheiratet. Ihr zweiter Mann hat auch gerne (für ihnn war es wohl im Spaß, ich weiß es nicht) gesagt, dass ich später mal keinen Mann abkriegen werde und wenn überhaupt, dann nur nen Erbsenflücker. Er hat immer davon geredet, dass er mich mit 18 an seinen Kumpel verheiraten wird, der damals noch bei Mutti wohnte. Bei der zweiten Scheidung war ich dann 10 oder 11 Jahre alt. Danach hatte meine Mutter auch die Schnauze voll und hatte danach keine ernsthaften, dauerhalften Beziehungen mehr.

Naja, jetzt ist es halt so, dass ich panische Angst davor habe, an einen Mann zu geraten, der so ist wie mein Vater oder Stiefvater. Man sagt ja, dass Frauen sich oft jemanden suchen, der so ist wie der eigene Vater. Bei meiner Mutter war das ähnlich, es gibt einige Parallelen zu meinem Opa.

Es ist mittlerweile auch so, dass ich so daran gewöhnt bin, alleine zu sein, dass ich gar nicht weiß, ob ich mich wieder "umgewöhnen" kann. Ich musste nie auf jemanden Rücksicht nehmen, ich studiere momentan im Ausland und weiß nicht, ob ich nach Deutschland zurück komme oder nicht, aber solche Dinge konnte ich immer alleine entscheiden und ich konnte immer das machen, was ich wollte. Ich hab halt bei vielen beobachtet, dass sie sich deswegen eingeschränkt haben, entweder nur ein Semester ins Ausland gegangen sind oder gar nicht, obwohl sie wollten, sich aber nicht von Schatzi trennen konnten. Oder eben die, die ihren Studienort von Schatzi abhängig gemacht haben.
Ich hab aber zumindest immer in WGs gewohnt und bin von daher auch noch nicht total ans alleine wohnen gewöhnt. Ich würde es aber gerne, weil ich immer die bin, die Rücksicht auf ihre Mitbewohner nimmt, während meine Mtbewohner immer laut, dreckig oder sonst irgendwie unangenehm waren. und ich hatte viele Mitbewohner. Naja, anderes Thema...

Jetzt weiß ich gar nicht, was ich für Antworten erwarte. Ich weiß ja nichtmal selber, was jetzt genau mein Problem ist und ob ich überhaupt wirklich eine Beziehung haben möchte. Aus meinem Bekannten- und Freundeskreis höre ich immer nur Geschichten über Lügen, Fremdgehen oder sonstige Respektlosigkeiten. Da frage ich mich bisweilen, was sich manche Menschen eigentlich gefallen lassen und warum. Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Beziehung, in der ich nicht respektiert werde und die angefangen wird, obwohl man sich seiner Gefühle noch nicht sicher ist, aber doch lieber mal probiert, bis sich was besseres findet, dann habe ich lieber gar keine. Dadurch spare ich mir ja auch ne Menge Ärger.

Nun ja, ich weiß natürlich, dass man auch was riskieren muss, aber wenn man nichtmal ansatzweise das Gefühl hat, dass es sich lohnt...wozu denn dann?
Als ich jünger war, war ich viel feiern, ständig in der Disco und auf Parties, da hatte ich dann auch mal die ein oder andere Bekanntschaft, aber das waren dann halt solche Typen, die mir gleich beim Tanzen an die Wäsche wollten und die mich als zickig bezeichnet haben, wenn ich nicht mit ihnen nach Hause (also ins Bett) wollte. Ich habe also noch nie jemand "anständigen" kennen gelernt, geschweige denn, dass sich so einer mal ernshaft für mich interessiert hätte.
Und sollte mir das doch nochmal passieren, dann müsste ich dem ja auch erzählen, dass ich noch kaum Erfahrungen habe. Auch unangehm.
Ich hab auch schon überlegt, mal ne Therapie zu machen, aber wesewegen denn genau? Und was würde sich dadurch ändern? Es gibt ja ganze Foren zu diesem Thema, die haben mir aber nicht geholfen.
Vielleicht will ja jemand was dazu schreiben. Wenns denn überhaupt jemand zuende liest, ist ja furchtbar lang geworden...


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2. Juni 2009 um 2:44

...
Es ist nicht so, dass ich mir das so ausgesucht habe. In der Schule wurde ich ständig wegen irgendwas gehänselt, es haben sich nie Jungs für mich interessiert, sie haben sich höchstens über mich lustig gemacht. Ich selbst finde mich mittlerweile eigentlich ganz hübsch und war eigentlich etwas überrascht, dass mir bei dieser Seite nur Männer über 40 gute Bewertungen gegeben haben. Nicht grad meie Zielgruppe. Es hat lange gedauert, aber ich bin zufrieden mit mir. Es ist aber trotzdem so, dass mir höchst selten jemand ein Kompliment macht und ich werde wie gesagt auch nie angesprochen, deswegen bin ich darauf gekommen, dass es einfach auch an meinem Aussehen liegen kann. Auch, nicht nur. Es gibt ja bekanntlich einen Unterschied zwischen dem Bild, das man von sich selbst hat und dem, was andere von einem haben. Vielleicht weicht das ja in meinem Fall stärker voneinander ab, als ich dachte.

Meine Mitbewohner stellen nicht meine Sozialkontakte dar, mit denen habe ich so gut wie nix am Hut. Ich sehe nur bei anderen Leuten, dass die etwas wunderlich werden können, wenn sie zu lange alleine wohnen. Nicht, weil sie sonst keine sozialen Kontakte haben, sondern weil sie irgendwann Sachen sagen wie

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2. Juni 2009 um 2:46

Geht hier öfter einfach so der halbe Beitrag verloren?
Es ist nicht so, dass ich mir das so ausgesucht habe. In der Schule wurde ich ständig wegen irgendwas gehänselt, es haben sich nie Jungs für mich interessiert, sie haben sich höchstens über mich lustig gemacht. Ich selbst finde mich mittlerweile eigentlich ganz hübsch und war eigentlich etwas überrascht, dass mir bei dieser Seite nur Männer über 40 gute Bewertungen gegeben haben. Nicht grad meie Zielgruppe. Es hat lange gedauert, aber ich bin zufrieden mit mir. Es ist aber trotzdem so, dass mir höchst selten jemand ein Kompliment macht und ich werde wie gesagt auch nie angesprochen, deswegen bin ich darauf gekommen, dass es einfach auch an meinem Aussehen liegen kann. Auch, nicht nur. Es gibt ja bekanntlich einen Unterschied zwischen dem Bild, das man von sich selbst hat und dem, was andere von einem haben. Vielleicht weicht das ja in meinem Fall stärker voneinander ab, als ich dachte.

Meine Mitbewohner stellen nicht meine Sozialkontakte dar, mit denen habe ich so gut wie nix am Hut. Ich sehe nur bei anderen Leuten, dass die etwas wunderlich werden können, wenn sie zu lange alleine wohnen. Nicht, weil sie sonst keine sozialen Kontakte haben, sondern weil sie irgendwann Sachen sagen wie "Also bevor noch mal irgendjemand seine Zahnbürste in meiner Wohnung deponiert..." So in der Richtung. Ich will keine alte, merkwürdige Frau mit 10 Katzen werden. Ich will schon irgendwann einen Freund haben und auch eine Familie gründen. Aber ich kann nicht einfach los gehen und mir nen Freund suchen, auch wenn einem Leute immer genau das raten. Als würde man mal eben in den Supermarkt gehen und sich einen aussuchen.

Natürlich bin ich skeptisch fremden Leuten gegenüber, aber es ist nicht so, dass ich mit niemandem rede. Es ist nur so, dass ich lieber 3 gute Freunde habe, als 10 oberflächliche Bekannte, die einen nur anrufen, wenn man ihnen bei irgendwas helfen soll. Dadurch, dass ich seit fast 1 1/2 Jahren im Ausland bin, hat sich mein Freundeskreis in Deutschland etwas verkleinert und hier bin ich noch dabei, mir was neues aufzubauen. Ich studiere auch ein Fach mit Frauenüberschuss, in der Uni lerne ich also eher wenig Männer kennen. Ich hatte und habe aber schon einige männliche Bekannte, wenn das irgendwas zur Sache tut.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man beim abends weggehen eher potentielle Sexpartner als Freunde findet und das nicht das ist, was ich suche, mache ich das momentan nicht mehr allzu oft. Ich werde ja auch älter und brauche meinen Schlaf am Wochenende...Naja.
Ich hab auch viel für die Uni zu tun und keine Zeit für irgendwelche Vereine oder dergleichen. Das wurde mir auch schon öfters Nahe gelegt "um einen Freund zu suchen". Ich will nicht krampfhaft suchen, so verzweifelt bin ich noch nicht. Wenn ich abends weggehe oder wenn ich Hobbies nachgehe, dann mache ich das, weil ich das will und nicht, weil ich auf der Suche bin.

Ich weiß, dass ich was verpasse und ich weiß, dass ich Gefahr laufe, doch so eine komische alte Frau mit 10 Katzen zu werden. Die Frage ist aber, warum es sich bei mir so ergeben hat, wie es jetzt ist. Ich wollte das nicht so. Aber wenn sich nie jemand für mich interessiert? Vielleicht interessiert sich jemand für mich, wenn dem so ist, dann weiß ich da aber nichts von. Ich kann die Situation nicht einfach so ändern. Ich weiß wie gesagt nicht, was bei mir falsch gelaufen ist und ob überhaupt was falsch gelaufen ist.

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2. Juni 2009 um 9:58

...
Die Schulzeiten habe ich nur hervor geholt, um zu zeigen, dass ich damals eben aufgrund der vielen Hänseleien sehr unsicher war, dass sich dies aber mittlerweile geändert hat. Schließlich war die Schule irgendwann vorbei, ich bin in eine andere Stadt gezogen und hab dabei auch viel über mich gelernt. Die Sache mit dem Foto bewerten habe ich nur mal aus Spaß gemacht und natürlich nehme ich das nicht allzu ernst. Es war nur mal ne gute Möglichkeit, eine objektive Meinung zu erhalten, denn wenn man Bekannte , Freunde oder Familie danach fragt, wie man nach außen wirkt, dann sagen die ja meistens eh was nettes und richtig gut können sie es auch nicht beurteilen, wenn sie einen schon besser kennen. Das dazu.

Ich rede auch einfach nur "einfach so" mit Leuten, ich habe eben nur die Punkte erwähnt, die ich zum Thema passend fand, ich kann hier ja nicht alles schreiben, was ich so mache den ganzen Tag. Es war nur eben damals so, dass ich, wenn ich abends unterwegs war, oft angesprochen wurde, dann aber nur von Typen, die nicht einfach so mit mir reden wollten, sondern die ziemlich direkt zur Sache kamen. Deswegen habe ich das extra erwähnt und deswegen habe ich (unter anderem) irgendwan auch die Lust verloren, abends los zu gehen. Es war ja auch nicht so, dass ich besonders freizügig angezogen war. Ich weiß es nicht. Ich war damals auch nicht auf der Suche nach nem Freund, ich hatte einfach Lust, jede Woche mit meiner besten Freundin feiern zu gehen.

Und ja, ich regle Dinge erstmal gerne alleine, aber ich frage schon auch nach Hilfe, wenns nötig ist. Es wurde mir einfach schon sooo oft erstmal großmütig Hilfe angeboten und wenn man sie tatsächlich annehmen wollte, dann kam plötzlich doch nix.
Ich lerne neue Leute halt hauptsächlich in der Uni kennen, da ich doch viel lernen muss und nicht viel Zeit habe, sonst viel zu machen. Meistens mache ich dann entweder mal nix in meiner Freizeit oder ich treffe mich eben mit Studienkollegen, trinke nen Kaffee oder mache sonst irgendwas unspektakuläres, ganz normal halt. Ich hab jetzt keine außergewöhnlichen Hobbies oder so.

Auf Frauen stehe ich ganz bestimmt nicht und asxuell bin ich ganz sicher auch nicht. Es fehlt mir ja auch nicht ständig was, manchmal gibts so Zeiten, da plärren sich alle bei mir über ihre Beziehnungsprobleme aus und sagen, ich solle froh sein, dass ich mit sowas nix zu tun hab. Bin ich dann manchmal auch. Und "in Gefahr begeben" schön und gut, aber ich kann mich auch grade echt nicht erinnern, wann ich zuletzt auf einen Man getroffen bin, der mich so interessiert hat, das ich den hätte ansprechen und kennenlernen wollen. Ich weiß ja, dass ich nicht nur darauf warten kann, das irgendwer zu mir kommt, aber es ergibt sich irgendwie so gar nix. Ich bin zwar nicht der Typ für sowas, aber ich denke, wenn ich jemanden sehe oder flüchtig kenne, den ich interessant finde, dann würde ich schon lieber selbst irgendwas tun, als Gefahr zu laufen, den dann doch nie wieder zu sehen und die Gelegenheit verpasst zu haben. Zumindest ist das mittlerweile so. Aber ich bin eben auch nicht der Typ dafür, alles anzusprechen, was ich eher so mittel interessant finde, nur um dann rumzuprobieren. Ich halte nichts von solchen Spielchen, das habe ich ja schon geschrieben. Ich weiß von mir selbser, dass sich mein Interesse an anderen Leuten selten steigert, wenns nicht von Anfang an da war. Klar finde ich Menschen oftmals doch netter, wenn ich sie besser kenne und korrigiere dann meinen ersten Eindruck, aber mir ist es halt noch nie passiert, das ich gerade Männer auf einmal doch interessant fand, wenn ich sie besser kannte. Kein Ahnung.

Es ist halt so, dass ich immer dachte, dass das alles bei mir halt einfach später noch kommt, dass es sich doch irgendwann nochmal ergibt, dass ich einen Freund finde. Ich habe mich da nie weiter drum gekümmert, ich dachte entweder passierts oder eben nicht. Ich hab mich noch nie in ner Singlebörse im Internet angemeldet und ich bin noch nie irgendwo hingegangen, weil ich dachte, dass man dort besonders gut Männer kennenlernen kann. Ich habe eben das gemacht, wonach mir war und worauf ich grad selber Lust hatte. Aber mit den Jahren fange ich doch an, mich zu fragen, ob es sich irgendwann einfach ergibt oder ob es an mir persönlich liegt. Ich weiß, dass ich eventuell eine Ausstrahlung habe, die nicht grad dazu einläd, dass man mich anspricht. Aber ich bin schon immer nett und freundlich, ich lächele auch und bin daran interessiert, neue Leute kennen zu lernen. Ich denke, das bewegt sich allen im normalen Rahmen. Zumindest fühle ich mich nicht unnormal. Ich hab nur grad auch etwas Angst, dass ich anfange, da zuviel drüber nachzudenken. Ist ja oft so, wenn man erstmal damit angefangen hat...

Ach so, und das mit der panischen Angst, an einen Mann zu geraten, der so ist wie mein Vater oder Stiefvater, ist jetzt vielleicht etwas übertrieben und ich habe mich so ausgedrückt, weil ich gestern abend ein sehr unschönes Telefonat mit meinem Vater geführt habe. Es ist jetzt nicht so, dass ich da pausenlos dran denke, ich versuche es bloß zu vermeiden, weil ich denke, das sowas oft unbewusst passiert. Ich habe die Hoffnung es zu vermeiden, wenn ich mir das bewusst mache. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es immer ein Restrisiko gibt. Auch wenn er dann nicht so ist wie einer von beiden, kann er immer noch andere unschöne Charaktereigenschaften an den Tag legen, von denen ich anfangs nix gemerkt habe. Ich möchte einfach das Risiko so klein wie möglich halten. Ist da denn verwerflich?


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2. Juni 2009 um 10:33
In Antwort auf xylina_12144111

Geht hier öfter einfach so der halbe Beitrag verloren?
Es ist nicht so, dass ich mir das so ausgesucht habe. In der Schule wurde ich ständig wegen irgendwas gehänselt, es haben sich nie Jungs für mich interessiert, sie haben sich höchstens über mich lustig gemacht. Ich selbst finde mich mittlerweile eigentlich ganz hübsch und war eigentlich etwas überrascht, dass mir bei dieser Seite nur Männer über 40 gute Bewertungen gegeben haben. Nicht grad meie Zielgruppe. Es hat lange gedauert, aber ich bin zufrieden mit mir. Es ist aber trotzdem so, dass mir höchst selten jemand ein Kompliment macht und ich werde wie gesagt auch nie angesprochen, deswegen bin ich darauf gekommen, dass es einfach auch an meinem Aussehen liegen kann. Auch, nicht nur. Es gibt ja bekanntlich einen Unterschied zwischen dem Bild, das man von sich selbst hat und dem, was andere von einem haben. Vielleicht weicht das ja in meinem Fall stärker voneinander ab, als ich dachte.

Meine Mitbewohner stellen nicht meine Sozialkontakte dar, mit denen habe ich so gut wie nix am Hut. Ich sehe nur bei anderen Leuten, dass die etwas wunderlich werden können, wenn sie zu lange alleine wohnen. Nicht, weil sie sonst keine sozialen Kontakte haben, sondern weil sie irgendwann Sachen sagen wie "Also bevor noch mal irgendjemand seine Zahnbürste in meiner Wohnung deponiert..." So in der Richtung. Ich will keine alte, merkwürdige Frau mit 10 Katzen werden. Ich will schon irgendwann einen Freund haben und auch eine Familie gründen. Aber ich kann nicht einfach los gehen und mir nen Freund suchen, auch wenn einem Leute immer genau das raten. Als würde man mal eben in den Supermarkt gehen und sich einen aussuchen.

Natürlich bin ich skeptisch fremden Leuten gegenüber, aber es ist nicht so, dass ich mit niemandem rede. Es ist nur so, dass ich lieber 3 gute Freunde habe, als 10 oberflächliche Bekannte, die einen nur anrufen, wenn man ihnen bei irgendwas helfen soll. Dadurch, dass ich seit fast 1 1/2 Jahren im Ausland bin, hat sich mein Freundeskreis in Deutschland etwas verkleinert und hier bin ich noch dabei, mir was neues aufzubauen. Ich studiere auch ein Fach mit Frauenüberschuss, in der Uni lerne ich also eher wenig Männer kennen. Ich hatte und habe aber schon einige männliche Bekannte, wenn das irgendwas zur Sache tut.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man beim abends weggehen eher potentielle Sexpartner als Freunde findet und das nicht das ist, was ich suche, mache ich das momentan nicht mehr allzu oft. Ich werde ja auch älter und brauche meinen Schlaf am Wochenende...Naja.
Ich hab auch viel für die Uni zu tun und keine Zeit für irgendwelche Vereine oder dergleichen. Das wurde mir auch schon öfters Nahe gelegt "um einen Freund zu suchen". Ich will nicht krampfhaft suchen, so verzweifelt bin ich noch nicht. Wenn ich abends weggehe oder wenn ich Hobbies nachgehe, dann mache ich das, weil ich das will und nicht, weil ich auf der Suche bin.

Ich weiß, dass ich was verpasse und ich weiß, dass ich Gefahr laufe, doch so eine komische alte Frau mit 10 Katzen zu werden. Die Frage ist aber, warum es sich bei mir so ergeben hat, wie es jetzt ist. Ich wollte das nicht so. Aber wenn sich nie jemand für mich interessiert? Vielleicht interessiert sich jemand für mich, wenn dem so ist, dann weiß ich da aber nichts von. Ich kann die Situation nicht einfach so ändern. Ich weiß wie gesagt nicht, was bei mir falsch gelaufen ist und ob überhaupt was falsch gelaufen ist.


aaalso nur kurz zu einer aussage von dir (möchte dir nur aus meiner erfahrung berichten - wirkliche tipps kann ich dir leider auch nicht geben).

du hast geschrieben:
"Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man beim abends weggehen eher potentielle Sexpartner als Freunde findet und das nicht das ist, was ich suche, mache ich das momentan nicht mehr allzu oft."

--> also ich hab meinen freund im vorigen jahr abends beim ausgehen kennen gelernt. zwei wochen später sind wir zusammen gekommen und mittlerweile wohnen wir auch glücklich zusammen . also dass man beim ausgehen ausnahmslos nur sexpartner finden ist so nicht ganz richtig . vielleicht gehören mein freund und ich zwar schon eher zu den selteneren fällen, aber immerhin - es gibt auch wirklich noch die chance beim fortgehen "anständige" männer kennen zu lernen und nicht nur solche, die einfach ihren spaß haben wollen.

viel glück wünsch ich dir auf jeden fall - der richtige für dich wird bestimmt noch kommen! egal ob in deutschland oder im ausland .

alles gute,
karin

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