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Forum / Liebe & Beziehung

Familienmodelle

Letzte Nachricht: 2. Januar um 12:34
N
nicci42
21.12.23 um 17:13

Schönen Abend,

Wie denkt ihr über Monogamie?
Findet ihr es romantisch?
Oder nachteilig?
Ich meine nicht nur vorm sexuellen Hintergrund, sondern auch in Hinblick darauf, dass es ggf schwer ist, Arbeit, Kinder, Selbst Fürsorge unter einen Hut zu bringen, wenn man nur zu zweit ist. Viele europäische Frauen und Männer gehen ja ins Burnout.. In anderen Ländern ist das seltener...Tibet hat Polyandrie,
manche Länder Polygamie...und seltener Burnout. Ist das Modell:
Ein Mann, eine Frau, eine Wohnung und Kinder, zu unoffen UND stressig?
Wie denkt ihr über Familien modelle?

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G
geva_48286426
21.12.23 um 20:22

Mein Mann und ich sind seit 18 Jahren verheiratet. Wir haben keine Kinder. 
Für uns war von Anfang an klar das wir monogam leben möchten.
Ich würde sagen wir haben ein entspanntes Leben. 

Ein Bekannter von uns hat sich vor ein paar Jahren neben seiner Frau noch eine Freundin zugelegt. 
Die zwei Frauen hassen sich. Dazu kommt noch das er Anfang des Jahres zum vierten mal Papa wird 
Über einen Zeitraum von fünf Jahren keine schlechte Leistung. 
Das Wort Entspannung ist allerdings ein Fremdwort für ihn. 
Der Mann hat keine ruhige Minute mehr. 

Es ist egal welches Familienmodell man wählt. Wichtig ist wie man es gestaltet. 

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L
lissy1208
22.12.23 um 12:18

Ich bin seit 31 Jahren verheiratet und für uns beide war schon immer klar, dass wir monogam leben möchten. Und für uns beide passt das super!

Mir ist auch vollkommen schleierhaft, was Du für Zusammenhänge zwischen Monogamie und Burnout kommst?? Glaubst Du wirklich ernsthaft, dass es in Deutschland mehr Burnouts gibt wie in manch anderen Ländern, dass das sn der Monogamie liegt? 

Also ich stell es mir schon mal viel stressiger vor, wenn ich mehr Männer oder mein Schatz mehr Frauen hätte. Schon allein mit den Namen, dann alle unter einen Hut bringen - nein danke!

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H
hfuhruhurr
22.12.23 um 12:57
In Antwort auf nicci42

Schönen Abend,

Wie denkt ihr über Monogamie?
Findet ihr es romantisch?
Oder nachteilig?
Ich meine nicht nur vorm sexuellen Hintergrund, sondern auch in Hinblick darauf, dass es ggf schwer ist, Arbeit, Kinder, Selbst Fürsorge unter einen Hut zu bringen, wenn man nur zu zweit ist. Viele europäische Frauen und Männer gehen ja ins Burnout.. In anderen Ländern ist das seltener...Tibet hat Polyandrie,
manche Länder Polygamie...und seltener Burnout. Ist das Modell:
Ein Mann, eine Frau, eine Wohnung und Kinder, zu unoffen UND stressig?
Wie denkt ihr über Familien modelle?

Ich finde Monogamie weder romantisch noch nachteilig. Aber selbst wenn... Das ist schlicht meine Natur und mein Empfinden. Auch wenn ich, was ich absolut nicht sehe, Vorteile in irgendeiner Polykonstellation sähe, könnte ich nicht switchen. 

Denke vieles ist einfach Veranlagung und etwas auch Prägung. Wobei ich den Einfluss der familiären und gesellschaftlichen Prägung geringer als den der Veranlagung sehen würde.

Ich habe manchmal fast Eine diebisch Freude drann, wenn ich irgendwo nicht den gängigen Gesellschaftsgepflogen entspreche.
Also wäre es mir ein Vergnügen mein Umfeld mit einer Polyirgendwas-Lebensweise zu schockieren oder zumindest zu überraschen. Aber so bin ich halt nicht veranlagt. Daher glaube ich das es mehr Veranlagung als Prägung und somit eine überdenkbare Kopfentscheidung ist.

Ich kenne die Studien, die da einen Zusammenhang zwischen Monogamie und Bunout bzw. Polybeziehungen und weniger Burnout herstellen wollen nicht, Aber da ist Tibet glaube ich ein schlechtes Vergleichsbeispiel. Ich denke die Leben da zum Großteil ein völlig anderes Leben als in höher industrialisierten Ländern. Die haben einen ganz anderen Lebenstackt und völlig andere Stressquellen und somit auch völlig anderen Stress. Da ist die sexuelle Lebensform sicher kein Faktor der über Burnout oder nicht entscheidet.

Aber vielleicht sind sich einige abr gar nicht im klaren wie sie wirklich ticken.
Sicher gibt es den Fall das einfach weil es dir Konvention so "verlangt" monogam gelebt wird, aber man es tief im inneren nicht ist. Würde zumindest die ganzen Fremdgänger*innen und diejenigen die keine lange Beziehung auf die Kette kriegen.
Und es gibt bestimmt auch nicht selten den Fall das aus einem Gefühl "ich will so anders sein", "ich bin so modern, so offen" und "geil, Beziehung und duch die Gegend vögeln" irgendein Polykonstruckt leben wollen. Das geht dann meist aber auch nicht sonderlich lange gut. Der Kopf kann das Herz seltenst überzeugen. Mann kann zwar gegrn seine Natur handeln, aber früher oder später holt einen sein eigentliches und ehrliches Gefühl ein.

Bei mir ist es eben so das ich nur eine Person romantisch Liebe. Lieben kann und will.
Ich liebe meine Frau. Es gibt keine tollere und besser zu mir passende Frau für mich. Da könntest du mich ein Jahr mit hundert näckten Frauen irgendwo einsperren. Da würde nichts passieren.

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L
lissy1208
22.12.23 um 13:48

Das seh ich auch so wie hfuhruhurr. Tibet mit westlichen Ländern zu vergleichen ist schon sehr abwegig. 

Ich hab jetzt grad einen interessanten Bericht ergoogelt, (Business Inside): Darin steht, dass Burnout meistens mit Stress oder Arbeitsüberlastung in Zusammenhang gebracht wird. In Wirklichkeit steckt aber zu wenig Anerkennung am Arbeitsplatz dahinter. Und dass nicht nur die Zahlen der Burnout-Fälle in den westlichen Industrieländern sondern auch der Narzissmus extrem zugenommen hat. 

Narzissten sind aber oft in der Führungsebene beschäftigt und kaum zu Empathie fähig - also gibt es keine Anerkennung für die Mitarbeiter. 

Den Ansatz finde ich ganz interessant - vor allem, wenn ich an die Menschen in meinem Umkreis denke, die schon einen Burnout hinter sich haben..

Also das Burnout nur in den westlichen Industrieländern auftaucht, hat mit Sicherheit nix mit der hier gebräuchlichen Monogamie zu tun..

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S
sisteronthefly
23.12.23 um 11:26

Hallo, 

interessant, wie du Stress definierst! 
Könnte ein Anhaltspunkt sein, an welcher Stelle man ansetzen muss, um Stress zu minimieren. 

Zu deiner Frage...
Heutzutage gibt es nicht mehr nur das Modell der Kernfamilie, sondern diverse, die sich alle bewährt haben für Menschen, die sie bewusst gewählt haben. Es gibt Alleinerziehende, Großfamilien, Gleichgeschlechtliche und z.B. Patchwork Familien. Die Akzeptanz, wie wir lieben und leben ist wohl noch nie größer gewesen. Meines Erachtens gehört eine aktive Hinwendung in eine Richtung dazu. Das bedeutet Entscheidungen zu treffen und Konfliktklärung. Es gibt kein Leben, kein Lebensmodell ohne Konflikte! Nur der Umstand, wie man mit Konflikten umgeht entscheidet, ob du eher glücklich oder unglücklich sein wirst in deinem gewählten Modell. 

Ein Burnout bedeutet, wenn man es in Worte fassen würde mit zuvielen Möglichkeiten jonglieren. Darunter liegt die eigene meist enorm hohe Anspruchshaltung an sich selbst. 

Bringst du nun Familienmodelle mit einem Burnout in Verbindung und denkst dabei an mangelnde Freiheit, Stress und mangelnde Bedürfnisbefriedigung und stellst sogar Monogamie vollständig in Frage, wirkt dies auf mich, wie eine Flucht aus Verantwortung und nicht nach der Wahl eines Modells. 

Jede Entscheidung bringt gewisse Vor- aber auch Nachteile mit sich. Die Krux bei Entscheidungen ist, auch mit Nachteilen lernen umzugehen. Schwere Aufgaben gehören auch zum Leben, egal in welchem Modell man sich befindet. Das heißt, man wird bestimmte Lebensereignisse nie vollständig umgehen können. 

Die Naturvölker, die Polyandrie leben sind m.E. rückständig. Rückständig im Hinblick auf die Stellung der Frau und ihren Möglichkeiten im Leben. 

LG Sis
 

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S
skycaptain
23.12.23 um 22:45

Das Level an familieninternem Stress wird zum größten Teil dadurch bedingt, wie die Familienmitglieder intern miteinander umgehen. In manchen Familien hat man es drauf, den Stress, der von extern versucht wird, Familienmitgliedern zu machen, außen abperlen und nicht nach innen zur Familie gelangen zu lassen. In anderen Familien hat man das nicht drauf, sondern leitet den Druck/Stress unreflektiert nach innen zur Familie weiter, als ob die Familie ein unbegrenzt belastbares  Druckausgleichsgefäß wäre. Manche sprechen in dem Zusammenhang auch davon, die Familie als Blitzableiter zu mißbrauchen. Davon zu unterscheiden ist gegenseitiger Beistand auf stressreduzierende Arten und Weisen.

Nicht Monogamie ist stressig, und des Pudels Kern ist auch nicht die Frage, ob Polyandrie/Polygamie oder Monogamie, sondern des Pudels Kern ist die Frage, wie die Leute mit Versuchen, ihnen Stress zu machen, und mit Stress umgehen. Allein schon die Art, wie man mit Versuchen anderer, einem Stress zu machen, umgeht, wirkt sich sehr auf das eigene Stresslevel aus.

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L
leoniehb
25.12.23 um 13:48
In Antwort auf lissy1208

Ich bin seit 31 Jahren verheiratet und für uns beide war schon immer klar, dass wir monogam leben möchten. Und für uns beide passt das super!

Mir ist auch vollkommen schleierhaft, was Du für Zusammenhänge zwischen Monogamie und Burnout kommst?? Glaubst Du wirklich ernsthaft, dass es in Deutschland mehr Burnouts gibt wie in manch anderen Ländern, dass das sn der Monogamie liegt? 

Also ich stell es mir schon mal viel stressiger vor, wenn ich mehr Männer oder mein Schatz mehr Frauen hätte. Schon allein mit den Namen, dann alle unter einen Hut bringen - nein danke!

Wer will, soll das tun.
Aktuell lebe ich sogar monogam aber irgendwann wird das sicherlich lame.
ich wünsche mir von drei Männern drei Kinder, Wettlauf der Gene nennen das die Darwinisten.

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nicci42
02.01.24 um 0:17

Danke für eure Antworten.
Alles sehr schlüssig.
Der Dreh und Angelpunkt ist der:
Ich denke, wenn unsere " Kern Familie" aus mehr Leuten als zwei (mein Mann und ich ) bestünde, wäre Alles weniger schwer...wenn er in der Arbeit ist, und ich im Krankenhaus...wer kümmert sich dann um die Kinder ...z.B...hab aus diesem Grund schon zwei Chemis stornieren müssen...gesund ist das nicht. Ich wäre glücklich, wenn ich heimkomme, nur noch erbrechen....auch andere Frauen da wären,...und er sagt, Mal weitere Männer wären auch gut... Weil dann nicht alles mit ein, zwei Leuten steht oder fällt (Panikgefühl an dieser Stelle).
Da haben es Poly...Konstellationen besser...

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N
nicci42
02.01.24 um 0:20

Sorry, die Autocorrectur machte Chemis aus Chemos.. Chemotherapien stornieren 

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S
sisteronthefly
02.01.24 um 12:34
In Antwort auf nicci42

Danke für eure Antworten.
Alles sehr schlüssig.
Der Dreh und Angelpunkt ist der:
Ich denke, wenn unsere " Kern Familie" aus mehr Leuten als zwei (mein Mann und ich ) bestünde, wäre Alles weniger schwer...wenn er in der Arbeit ist, und ich im Krankenhaus...wer kümmert sich dann um die Kinder ...z.B...hab aus diesem Grund schon zwei Chemis stornieren müssen...gesund ist das nicht. Ich wäre glücklich, wenn ich heimkomme, nur noch erbrechen....auch andere Frauen da wären,...und er sagt, Mal weitere Männer wären auch gut... Weil dann nicht alles mit ein, zwei Leuten steht oder fällt (Panikgefühl an dieser Stelle).
Da haben es Poly...Konstellationen besser...

Hallo, 

die Kernaussage ist doch, dass ihr beide, du und dein Mann mit der aktuellen Situation total überfordert seid...zu Recht! Ich glaube weniger, dass es in diesen Fragen noch um Rollen gehen kann oder wie man sie ausfüllt. Selbstverständlich bist du auch weiterhin Frau, Ehefrau und Mutter aber du befindest dich aktuell in einem Kampf, der dein Leben bestimmt und bei dem es womöglich ums Überleben geht. Dafür ist es enorm wichtig, deine ganze Aufmerksamkeit auf diesen einen Aspekt zu legen und nicht mehr, wie du eine Rolle ausfüllen kannst. 

Es ist auch ein ungünstiger Gedanke sich "nur" als krank zu bezeichnen. Darauf will ich nicht hinaus, vielmehr geht es mir um Entlastung für dich, damit du deinen Fokus setzen kannst. Ein psychosozialer Dienst könnte dir erste Hilfe leisten und Kontakte herstellen, wie z.B. Kinderbetreuung während und nach deiner Chemotherapie. Keinesfalls sollte es dazu kommen Therapien abzusagen. Hier sind auch die behandelnden Ärzte, Onkologen, Hausärzte gefragt. Sprich bitte umgehend an, dass du dringend Unterstützung benötigst um die voll und ganz auf die Therapie zu konzentrieren.

Ich kann mir vorstellen, wie sich Panik einstellt bei dem Gedanken alles alleine bewältigen zu müssen. Aber das musst du nicht! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auch über die Krankenkasse. Es ist meines Erachtens keine Lösung eine dritte Person zu integrieren. Das mag eine vorübergehende Lösung sein, die "danach" zu weitaus größerer Problematik führt. Es kommt der Zeitpunkt, an dem du über neu definierte Rollen nachdenken kannst. 

Erstmal bitte Unterstützung bei der Versorgung der Kinder! Eventuell gibt es auch eine Haushaltshilfe. Schulbegleitung, Hausaufgabenbetreuung ect. 

Für dein Wohlbefinden sprich bitte mit deinen behandelnden Ärzten. Vor jeder Chemo können sie dir Ondansetron verabreichen. Das kann über einen Tropf laufen und hilft schneller, danach entweder nachspritzen oder als Schmelztablette unter die Zunge. Es hilft wirklich bei der Übelkeit. 

Alles Gute, bleib stark. 
LG Sis
 

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