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Familie als Problem..

7. Juni 2016 um 9:14 Letzte Antwort: 7. Juni 2016 um 14:18

Hallo

habe lange überlegt ob ich mich anmelde aber versuche es mal auf diesem, für mich neuen Weg.. und bin auf eure Meinung gespannt..

Ich wohne mit meiner Freundin seit drei Jahren zusammen, an sich ist unsere Beziehung absolut harmonisch und wir haben kaum Streitpunkte.
Auch Urlaube von über drei Wochen sind kein Problem und wir können uns super unterhalten.

Wir haben zwei Streitpunkte, wobei sich einer davon als schwerwiegender herausstellt - anscheinend..

Punkt 1: Ihre Eifersucht - ich habe eine Arbeitskollegin mit der ich super befreundet war und eine Exfreundin mit der (zufälligerweise) ihr Expartner nach ihrer Beziehung eine kurze Affäre hatte.
Ich kann ihr nicht nahe bringen dass ich nichts mit der Arbeitskollegin hatte (aus damaliger Zeit gibt es zweideutige Sprüche auf Facebook etc. - das war aber alles nur Spaß..)
Die Eifersucht geht soweit dass selbst wenn wir diese Personen im vorbei gehen sehen - sie sofort miese Laune hat..

Wenn ich das anspreche bzw. das Thema aufkommt sagt sie dass es für sie ein Zeichen ist dass was dran ist weil ich so aufgehe bzw. mich reinsteiger..
Ich habe ihr dann erklärt dass mich dieses Thema einfach nur noch komplett nervt und es immer das Gleiche seit 3 Jahren ist und egal wie oft ich schwöre dass da nix war sie es mir eh nicht glaubt.

Ich habe ihr nie Grund gegeben an meiner Treue zu zweifeln bzw hab irgendwas zu Schulden kommen lassen..

Habe ihr dann gesagt dass ich mich deshalb so aufrege weil es für mich schmerzhaft ist dass sie immer noch kein Vertrauen anscheinend zu mir hat und ich gegen die Situation nichts machen kann.
Das Ganze ist Vergangenheit und die kann ich nicht ändern - egal was war - für mich zählt einfach das JETZT Sie ist dahingehend supersensibel und wünscht sich mehr Einfühlungsvermögen.

Das kann ich aber leider nicht aufbringen weil es mir nach den Jahren einfach widerstrebt mich für irgendwas immer wieder zu rechtfertigen was ich nicht getan habe oder zu meiner Vergangenheit gehört..
Die Exfreundin existiert nun mal und lebt im selben Landkreis dass kann ich nicht ändern!! und habe ich ihr auch so gesagt

Punkt 2: Familie und das ist der große Brocken
Mir ist Familie einfach sehr wichtig und ich habe eine gute Beziehung, explizit zu meinen Eltern und meinem Onkel.
Meine Eltern lieben meine Freundin und würden wirklich alles für sie tun und prinzipiell mag meine Freundin sie auch sehr.. ABER:
Ihr sind die Familienfeiern einfach zu viel, sie braucht mehr Freiraum für sich und will nicht immer alles mit meiner Familie verplanen.. hierzu muss man sagen dass ich meine Eltern ca. alle 3 wochen mal sehe bzw.
dann meine Familie - also jetzt nicht jeden Sonntag oder so (das wäre mir persönlich auch zu viel)
Wirklich störend empfindet sie dass die Feiern oft länger dauern (Mitternacht) und mir es einfach dann auch mal spass macht mit meinem Dad/Onkel etc zu feiern.
Sie fühlt sich als ob es eigentlich egal ist ob sie anwesend ist auf den Feiern weil ich dann oft nur mit den anderen rede - aber die sehe ich halt nicht jeden Tag.. und sie wird definitiv nicht ausgegrenzt oder so..

Ich habe dass nie so als großes Problem gesehen, bis sie meinte durch die Familie werden wir uns mal trennen und ich meinte sie soll nicht übertreiben - daraufhin habe ich zum nachdenken angefangen und sehe das
ganze auch nicht mehr für die Zukunft so unproblematisch (gerade wenn man selbst mal Familie hätte)

zu ihrer Situation: die Eltern sind geschieden und dort sind Familienfeiern einfach kürzer wie bei uns .. Gleichzeitig bemängelt sie aber dass sich ihr Mum nicht so oft meldet bzw. blockt
Ich habe ihr dann gesagt dass sie das selbe Verhalten was sie bei ihrer Mutter bemängelt gegenüber meiner Mutter hat, wobei ich extra betont habe dass ich das zwischenmenschliche Verhältnis nicht vergleiche bzw.
dass ihr Mutter und ihr weit über dem der Schwiegermutter steht

Zugegeben meine Mum kann end nerven, obwohl sie es nett meint bombadiert sie einem mit Texten wie wäre schön wenn du auch kommst / alle würden sich freuen etc..

Als ich zu ihr meinte dass sie familiär anders aufgewachsen ist und da anscheinend andere Werte wie ich habe und es da KEIN richtig oder falsch gibt sondern nur eine Einstellungssache ist was einem persönlich gefällt
meinte sie dass ich nicht auf hobbypsychologen machen sollte
Ich kann ihre Sicht der Dinge verstehen dass es ihr mal zu viel ist aber ich kann es anscheinend nicht akzeptieren (das ist mein persönliches Problem)

Sie hat es dann auch mal meinen Eltern gesagt und jetzt wissen die zum Teil gar nicht wie sie eine Einladung formulieren sollen dass es nicht so rüberkommt dass man schon davon ausgeht dass man kommt..
Meine Freundin empfindet es wohl zum Teil als nervige Pflicht.. ihr fehlt die freie Wahl hinzugehen..


Ich für meinen Teil sehe die Familie nicht als nervige Pflichtveranstaltung und habe dann zu ihr gesagt dass sie frei entscheiden kann ob sie mitwill aber selber absagen muss, weil es für mich einfach end anstrengend ist mich
iwie immer zu rechtfertigen wieso sie nicht dabei ist.. bei uns ist es einfach normal dass man als Paar erscheint - wenn nicht fragen sie schon ob alles ok ist etc..

mich belastet es einfach - schon wenn irgend ein Termin ist und ich ihr sagen muss da und da sind wir eingeladen - genauso graust einem jedes mal vor so Pflichtveranstaltungen wie Weihnachten.. Da haben wir die letzten Jahre
am 24ten Abend immer mit Ihrer Familie verbracht und am 1Weihnachtsfeiertag mit meiner Familie.. Meine Eltern sagen sie hatten damals so Stress mit da hin gehen und da hingehen zu den Eltern dass sie das für uns nicht wollen..
Sie wollen nur dass wir am 24ten kurz auf einen Sekt vorbei kommen weil sie die Geschenke lieber unter uns 4 verteilen wie wenn alle da sind.. Das versteht meine Freundin auch nicht wirklich - wieso muss das sein?...wir sehen sie doch morgen

..anstatt dass sie es einfach akzeptiert und gut - Ende der Diskussion..alles easy

solche Beispiele wiederholen sich.. Wir schenken Opa zum 80ten von Samstag auf Sonntag einen Ausflug, sie ist krank und kann nicht mit.. am Abend ruf ich an und sag wir gehen jetzt noch essen u komm dann heim oder magst du noch mit dann holen wir dich?
Was wieso schon wieder essen - ihr wart ja gestern den ganzen Tag gemeinsam unterwegs . Deine Familie frägt nie ob man evtl. auch was anderes geplant hat worauf ich erwiedere dass es an diesem WE nur um Opa geht und dass einfach normal (für mich) ist
dass man noch ein Abschlussessen macht wenn man unterwegs war..

Anderes Beispiel - der beste Freund von meinem Papa ist gestorben und ich war auf der Beerdigung und danach in der Arbeit.. Am Abend ruft er mich an und verzählt noch vom Leichenschmaus und will etwas quatschen..
Da verdreht sie die Augen ihr habt euch doch heute gesehen - wieso müsst ihr jetzt schon wieder telefonieren?

..Das war sehr enttäuschend für mich.. und ich meinte wenn er 10x heute telefonieren will oder vorbeikommen dann ist dass OK - ich bin sein Sohn

ja aber er kann ja auch mit deiner Mum reden naja so ging dass dann hin u her ich habe ihr dann gesagt dass ich es emotional nicht ok finde von ihr so zu reagieren in dieser Situation.

Naja aufjedenfall kommen wir im Thema Familie nie auf einen Nenner und das nervt mich ziemlich bzw. belastet mich

Sie sagt sie mag meine Familie, fühlt sich an den Feiern aber dann von mir nicht beachtet da red ich zugegeben -wie alle bei uns auch - mehr mit den Leuten die ich dann nicht täglich sehe, sprich Onkel, Dad, Tante etc..


Ich habe da einfach ein Problem das Ganze iwie zu aktzeptieren - auch wenn ich jetzt zu ihr gesagt habe dass Sie nicht zu allen Familenfesten kommen muss und selbst entscheiden kann ob sie will - allerdings auch selbst absagen muss..

Wir haben extra meinen und den Geburtstag von meinem Dad zusammengelegt um somit nur einmal groß zu feiern da gab es danach gleich die nächste Diskussion mit dem Satz: ich weiss dein Dad lädt uns zwei trotzdem an seinem Geburtstag zum Essen ein - da werde ich nicht kommen

Ich bin natürlich wider auf diese Spitze eingestiegen und meinte - wieso? an dem Tag hast du ja nix vor und es ist im kleinen Kreis und es ist enge Familie - dazu zähl ich nur Eltern, Geschwister und uns..

Ja wir feiern doch eh zusammen - da brauchts dass nicht - ..naja was brauchts schon im Leben? aber wieso soviel Energie reinstecken und aus Prinzip Treffen ablehenen?

Hierzu muss man sagen dass ich einfach gern unter Menschen bin, gerne Leute einlade etc Sie dagegen ist auch mal gerne allein oder hat ihre Ruhe .. Sie sagt als Begründung auf die Thematik einfach ihr ist das zuviel - sie braucht das nicht

Allerdings als sie im Krankenhaus war und meine ganze Familie da war hat sie sich auch gefreut und da dachte ich auch sie merkt wie wichtig Rückhalt ist.. zudem sie komplett akzeptiert wird!


Soooo ..soweit mein Problem.. ich sehe einfach für die Zukunt - sie spricht von Kinderplanung in ca 3 Jahren - etwas Bedenken und dadurch auch etwas Druck in meiner Entscheidung da wir da iwie nicht so wirklich auf einen grünen Zweig kommen.

Schade ist einfach dass ansonst alles passt und wir wenn die zwei Themen nicht iwie aufkommen super harmonisieren und eine tolle Beziehung haben..

Wobei das Thema Eifersucht mittlerweile eher zu vernachlässigen ist - da ich mich nicht über genügend Freiraum beschweren kann und die o.g. zwei Personen jetzt nicht entscheidend sind für mich, ich kann es durchaus akzeptieren dass sie da ein Problem hat und das wär mir relativ egal bzw. stellt keine Problem für die Beziehung dar..

Natürlich - Ich bin sicherlich auch nicht immer einfach und in dieser Thematik (Familie) stur bzw. wenig kompromissbereit..

Nun haben wir nochmals darüber geredet und ich habe gesagt dass für mich Familie ein wichtiger Teil ist und bleibt - das gehört zu mir und sie muss das akzeptieren..

Auf dieses Gespräch hatte sie Tränen in den Augen und wir haben uns nochmal ausgesprochen ohne das es zum Streit kam - es wurde alles iwie gesagt und dann war es auf einmal ok und wir haben über alltägliche Dinge gesprochen
bzw. für mich ist es gefühlt etwas wie totgeschwiegen gewesen und es schlummert einfach noch in mir auch wenn wir uns jetzt ganz normal verstehen, mache ich mir weiterhin Gedanken um die Zukunft da es für mich einfach noch nicht 100 % abgehakt ist..

Danke euch.

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7. Juni 2016 um 9:21

Ich habe dein Posting nicht gelesen,
aber es ist auffallend lang... Meine kurze Lösung:
Frage dich, ob du mit ihr glücklich bist und danach frage sie dasselbe. Falls ja - weitermachen, falls nein - aufhören!

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7. Juni 2016 um 9:23
In Antwort auf py158

Ich habe dein Posting nicht gelesen,
aber es ist auffallend lang... Meine kurze Lösung:
Frage dich, ob du mit ihr glücklich bist und danach frage sie dasselbe. Falls ja - weitermachen, falls nein - aufhören!

Ach ja,
und was ich noch vergessen habe: keine Ahnung, warum dein Beitrag den Titel "Familie als Problem" trägt, aber ich kann dir flüstern, dass eine Familie niemals ein Problem ist, höchstens dein Umgang mit ihren Mitgliedern (oder manchen davon), wer immer es sein mag...

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7. Juni 2016 um 13:38

Was sind
denn das für Familienfeiern, die alle drei Wochen stattfinden? Also, ich kenne auch Familienfeiern, wo dann ALLE da sind und das natürlich dann auch länger geht, aber wie oft kommt sowas denn vor? -Runde Geburstage, Hochzeiten, Taufen, Weihnachten. Das war's dann auch schon.
Ansonsten trifft man sich eben mal zum Essen oder auf Kaffee und Kuchen oder unternimmt irgendwas zusammen. Aber das geht dann ja nicht jedes Mal ewig und vor allem sind doch dann da nicht alle Leute dabei.

Ich finde z.B. dass Familien treffen im kleinen Kreis (Eltern, Geschwister mit Partnern, Großeltern) eine ganz entspannte Sache sind. Man kennt und mag einander ja nach 3 Jahren Beziehung. Aber so richtige Feiern, wo dann Onkel, Tanten, Großonkeln, Cousinen etc. da sind, sind schon anstrengend. Das ist einfach dann was ganz anderes und kein gemütliches "ach lasst uns doch einfach plaudern und vom letzten Urlaub erzählen". Solche Feiern mit allen finde ich ja sogar bei meiner eigenen Familie anstrengend.

Und was die Eifersucht angeht, solltest du ihr sagen, dass es für dich in Ordnung ist, wenn sie dieses andere Mädel nicht mag. Aber sie sollte dir Vertrauen und glauben, dass da nichts ist und war, denn dass sie das ernsthaft anzweifelt, ist schon verletzend und wenn zwischen euch nie ein Problem in Punkto Treue oder Lügen war, dann frag ich mich, warum sie dir nicht glaubt.

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7. Juni 2016 um 14:18

Seh ich genau so..
Dei Freundin vom TE ist vielleicht auch einfach ein stiller Mensch, der lieber fürs sich alleine ist und so viel Trubel nicht abkann. Geht mir nämlich ähnlich...wenn ich mindestens 1x im Monat solche großen Familienfeiern besuchen müsste wäre ich auch unglücklich. Das ist definitiv zu viel. Ich bin ja froh, wenn ich meine ganzen Verwandten nur zu Geburtstagen und Weihnachten sehen muss. Das muss dann auch nicht bis Mitternacht gehen...

Der TE sagt ja selbst er ist in dem Thema stur und wenig kompromissbereit, aber ich muss mich schon auf die Seite seiner Freundin stellen in dem Fall, da ich ihr gut nachfühlen kann...Der TE ist in meinen Augen wirklich nicht besonders einfühlsam und nimmt keinerlei Rücksicht auf ihre Bedürfnisse. Ist es so schwer zu verstehen, dass sie nur ihre Ruhe will? Dass sie keinen Spaß an solchen Feiern hat? Dass es nicht auch reichen würde, wenn sie nur an besonderen Tagen dabei ist? Sie hätte womöglich weniger Probleme damit, nur alle 3 Monate statt alle 3 Wochen mitzukommen...

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