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Fallen gelassen?

2. Mai 2007 um 18:01 Letzte Antwort: 2. Mai 2007 um 19:18

Hallo liebes Forum,

mein Problem ist etwas kniffeliger. Ich muß mich also mal erleichtern.

Meine letzte Beziehung war der reinste Horror. Im ersten halben Jahr hat er mich geliebt als ob es kein morgen geben würde. Er hat mich "umsorgt", war immer da für mich. Romantik war da. Harmonie super. Also alles bestens.
Ich liebte ihn wie besessen und war froh, endlich jemanden gefunden zu haben, der mich liebt und den ich lieben kann.
Dann wurde es anders. Sehr plötzlich.
Vorher war es so, daß er allen gezeigt hat, daß ich seine Freundin bin. Selbst wenn andere dabei waren, waren wir beide zusammen sehr innig verbunden und haben auch dann das eine oder andere Mal sehr vertieft rumgeknutscht
Aber dann fing er an, sich nur mit anderen zu beschäftigen. Ich blieb am Rande stehen. Das war ein paar Mal passiert und als ich sagte, daß ich das komisch finde, schnauzte er mich an. Auch zu zweit war die Harmonie sehr plötzlich weg. Keine Zärtlichkeiten mehr. Nix mehr.
Er war nur noch gernervt, wenn ich da war.
Aber von mir verlangte er, daß ich mich zu ihm setze und ihm bei seinem Hobby helfe und zusehen. Er fing an, verabresungen nicht einzuhalten, versetzte mich also laufend.
Schubste mich weg, wenn ich ihm zu nah kam.
Weiter sollte ich ihm aber helfen und was weiß ich noch alles.
Ich sah das nicht ein und fing an, mich zu wehren.
Ließ nichts mehr mit mir machen, unternahm etwas mit meinen Freundinnen.
Trottzdem war ich blind vor liebe und konnte mich nicht von ihm trennen. Wahrscheinlich war ich abhängig.
Ich wehrte mich weiter.
Widersetzte mich ihm, weil er von mir nur noch verlangte, verlangte, verlangte.
Küsse und Zärtlichkeiten bekam ich keine mehr von ihm.

Und dann kam es, eines Tages, daß er sich von mir trennt. Ersagte, ich soll mich bei ihm nicht mehr melden.
Von einen Tag auf den anderen hatte er mich fallen gelassen.
Bis heute weiß ich nicht, wieso er mich nicht mehr wollte.
Er sagte ja nichts dazu.

Mehr als 3 Jahre lang wollte ich keine Jungs mehr treffen. Ich bin inzwischen 27 und hab Angst vor Jungs. Kommen sie mir zu nahe, dann schubs ich sie weg, aus Angst, daß ich nochmal fallen gelassen werde.

Aber da ist nun seit 2 Monaten jemand, von dem ich mich sehr angezogen fühle. Ich hab schon Gefühle für ihn. Fange an, mich zu verlieben.
Aber ich hab Angst, mich auf eine zu enge Beziehung mit ihm einzulassen, weil ich denke, er läßt mich irgendwann fallen, wenn er mich "sicher" hat.

Ich merke, daß ich ihn bei Dates sehr abständlich behandele, stehe lieber woanders, wenn wir mit mehreren unterwegs sind.
Kommt daher, daß ich denke, ich bin ihm zuviel oder es nervt, wenn ich näher komme.
Ihn öffentlich zu küssen trau ich mich nicht.
Händchen halten ist schon schwierig für mich.

Jeden Augenblick seh ich den Moment in dem er mich fallen läßt und ich weiß nicht wieso.
Er ist ein sehr lieber Mensch. Sehr zärtlich, aufmerksam und anhänglich.
genau was ich brauche und dennoch trau ich nicht, ihn an mich ranzulassen.

Weil ich denke, er läßt mich plötzlich fallen.

Ihn macht das völlig fertig.
Was kann ich tun?
Ich will, aber kann nicht.
Und hab Angst, ihn zu verschrecken.

Danke fürs Lesen.
ist ein bißchen länger geworden.
Sorry.

LG

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2. Mai 2007 um 18:15

Hallo
Er ist auch jemand, der Zeit braucht.
Ich glaub, mit ihm hab ich auch einen kleinen Pflegefall gefunden. Wir ergänzen uns da prächtig.
Beide brauchen wir Zeit, aber in unterschiedlichen Punkten
Ist ein bißchen ein Boxkampf geworden, kein böser, aber schon ein wenig.

Ich hoffe, daß das irgendwie funktioniert und sich zwei Pflegefälle zu einem Paar zusammenfügen können ...

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2. Mai 2007 um 19:18

Hm
Hm
Hmmm
Hmmmmmmmmmmmmmm
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm



Auf der Suche nach Erklärungen stößt man auf vieles.
Alte Verletzungen, schwere Schicksalsschläge, Fehler von sich selbst und anderen.

Soll man das wirklich sein lassen, zu suchen, was es sein könnte?
So verarbeite ich doch alles und kann wieder frei und unbeschwert, da ich meine Altlasten losgeworden bin, leben.

Denn genau wie Du sagst, ist es meine Unbefangenheit, die weg ist. Ich kann nicht frei von negativen Gefühlen an die neue Beziehung rangehen.

Suche ich diese Erklärungen als wirklich nur, um mich von meiner Schuld freizusprechen?
Nein, das denke ich nicht.

Vertraut man, springt man immer in ein kaltes Becken, aber irgendwann war das mal viel zu kalt.

Kann ich das wirklich einfach vergessen und weitermachen als ob nicht gewwesen wäre?
Das ist doch verdrängung, oder nicht?

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