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Extreme Eifersucht und in Gedankenkreisläufen gefangen

11. März um 13:49 Letzte Antwort: 12. März um 9:19

Hallo, ich habe ein Anliegen bezüglich meiner Beziehung und bin auf der Suche nach Rat von neutralen Personen, die auch wirklich nur di der e jetzige Situation einschätzen können.
Ich bin jetzt seit ca. 1 Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben uns damals kennengelernt als ich frisch aus meiner 1. Beziehung kam. Die Beziehung zu meinem 1. Freund ist gescheitert, weil wir sehr unterschiedlich sind: Ich bin sehr emotional, empathisch und sensibel und er hat wenig Zugang zu seinen Gefühlen und ist auch gerne Diskussionen oder Streitereien aus dem Weg gegangen, obwohl von meiner Seite noch so viel offen stand über das ich gerne reden wollte. Ich bin auch ein Mensch, der viel in sich hineinfrisst, schnell das Vertrauen verliert und Dinge nicht vergessen kann. Ich mache mir tage- oder wochenlang Gedanken über irgendwelche Situationen, in denen ich mich unwohl, verletzt oder traurig gefühlt habe, wie beispielsweise nach einem Streit. Ich tue mich so schwer damit abzuschließen und es kommen immer wieder Gedanken und Emotionen aus längst vergangenen Situationen zurück und diese Gedanken und Gefühle habe ich dann immer auf meinen Exfreund projiziert und war plötzlich wieder so sauer auf ihn oder einfach nur traurig und verletzt, sodass ich das starke Bedürfnis hatte mich in diesen Situationen sofort von ihm abzugrenzen. Ich kann dann diese Nähe nicht ertragen und werde ganz still und nachdenklich und würde einfach nur gerne weglaufen, um mich von ihm, meinen Gedanken und Gefühlen zu distanzieren. Daran ist die Beziehung auch letztendlich gescheitert und ich habe mich direkt in die nächste gestürzt. Und das Muster wiederholt sich, das weiß ich jetzt. Ich hatte vorher noch nie einen Freund und wusste nicht wie ich mich in Beziehungen verhalten würde: Anfangs ist alles total harmonisch und schön und diese negativen Gedanken belasten mich nicht so sehr. Aber mit der Zeit bekomme ich keine Ruhe mehr in meinen Kopf und es quält mich. Ich mache mich selbst so unglücklich und dabei gibt es doch keinen Grund dazu. Je mehr ich diese Person in mein Herz schließe, umso schlimmer werden die Gedanken und Ängste. Mit meinem 1. Freund hatte ich wirklich zu wenig gemeinsam und es hätte auf lange Sicht nicht funktionieren können, aber mein jetziger Freund ist mir ähnlich und er ist ein wirklich unglaublich guter Mensch. Mir liegt so viel an ihm, aber im Moment habe ich einfach das Gefühl mich in seiner Nähe nicht wohl zu fühlen, weil mich diese ganzen Gedanken nur noch zerfressen: Ich denke ständig an die anderen Frauen von denen ich weiß, dass er sich mal mit denen getroffen hat oder das da sogar mal mehr war. Ich laufe durch die Stadt, sehe irgendwelche Frauen und frage mich ob er mit dieser Dame vielleicht auch etwas hatte. Wenn wir uns wegen Kleinigkeiten auseinandersetzen, denke ich noch wochenlang darüber nach und manche Sätze, die er von sich gibt, werden von mir auf die Goldwaage gelegt und ich fange an alles zu analysieren und immer ins Negative zu ziehen. Ich habe Angst, dass er mit anderen Frauen flirtet oder mir fremdgeht, wenn er feiern geht und ich stelle mir selbst immer irgendwelche Szenarien vor und habe ständig ganz fiese Bilder im Kopf, z. B. das ich ihn zufällig irgendwo treffe (wir wohnen in derselben Gegend) und dort sitzt er mit einer anderen Frau... Generell machen mir diese anderen Frauen sehr zu schaffen, obwohl er mir überhaupt keinen Grund zur Annahme gibt das er mir jemals fremdgehen würde oder sich auch nur für andere Frauen interessieren würde. Bei meinem Exfreund war dieses Thema auch oft Teil meiner Gedanken, obwohl ich mir auch keinerlei Sorgen darüber hätte machen müssen... Aber ich denke so oft, dass doch eine andere Person viel besser zu meinem Freund passen würde und das ich ihn unglücklich mache...
Mir geht es auch sowieso seit einer Weile nicht gut und ich bin zerfressen von Selbstzweifeln und habe auch kein großes Selbstbewusstsein, weshalb ich mich auch so stark mit anderen Frauen vergleiche und mir daher wahrscheinlich als "minderwertiger" vorkomme, weshalb ich denke diese Frauen würden besser zu ihm passen. Ich habe stark mit Verlustängsten zu kämpfen und mir ist auch bewusst, dass ich mir zu unrecht all diese Gedanken mache. Bloß überwältigen mich diese starken Gefühle, die mit den Gedanken einhergehen, immer so sehr, dass ich mich nur noch elendig und traurig fühle und ich mir selbst nicht mehr sagen kann das diese Gedanken unsinnig sind. Manchmal ist es so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen kann oder Albträume habe oder mir ganz übel wird vor lauter Angst. Ich bin auch mittlerweile auf der Suche nach einem Therapeuten, aber leider sind die Wartezeiten so lang. Ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss.
Allerdings bin ich mir im Moment so unsicher, ob ich nicht eine Pause von meiner Beziehung brauche, um selbst erst einmal besser klar zu kommen und ich lerne mich selbst wieder glücklich zu machen. Ich merke an manchen Tagen, dass ich das extreme Bedürfnis habe mich von meinem Freund und generell der Beziehung abzugrenzen. Aber gleichzeitig will ich ihn auch nicht verletzen und ich habe Angst, dass er mich vergisst oder eine andere Frau kennenlernt und ich habe Angst, dass es mir durch die Trennung nur noch schlechter geht geht und ich vor lauter Angst vor dem Alleinsein mich wieder in seine Arme oder die eines anderen Mannes stürze. So war das nämlich nach meiner 1. Trennung. Aber das sind ja nur wieder meine Ängste, die ich ja eigentlich zu überwinden versuche... Ich bin im Moment so ratlos.

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11. März um 16:50

bekommt er davon etwas mit?   

Therapie ist das einzig richtige!!!

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11. März um 17:21
In Antwort auf carina2019

bekommt er davon etwas mit?   

Therapie ist das einzig richtige!!!

Ja, er merkt das mittlerweile sofort, wenn ich wieder in diesem Gedankenkreislauf drinstecke. Ich werde dann sehr still und wirke nachdenklich. Er fragt mich dann auch oft was los ist, aber mir sind meine Gedanken auch oft so unangenehm, weil ich weiß das sie ungerechtfertigt sind und keinen Realitätsbezug haben. Daher spreche ich auch oft nicht mit ihm darüber und manchmal wurde er auch etwas wütend, dass ich mir immer wieder dieselben Gedanken mache und es eine immer wiederkehrende Diskussion ist. Er fühlt sich aber durch meine Gedanken oft persönlich angegriffen, er denkt ich würde ihm nicht vertrauen und er meinte auch schon oft, dass er das Gefühl hätte sich rechtfertigen zu müssen, wenn es wieder um das Thema "Andere Frauen" ging. Er meint immer, dass das seine Vergangenheit ist, er versichert mir das es keine anderen Frauen gibt und das ich auch keine Zweifel daran haben brauche, weil er schließlich mich als seine Freundin auserkoren hat und keine der anderen Frauen...
Mittlerweile fresse ich diese Gedanken eher in mich hinein, versuche mich abzulenken oder rede mit anderen Personen darüber, weil ich Angst habe ihm Stress zu bereiten oder das ihm das iwann zu viel wird, wie damals meinem Exfreund. 

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11. März um 17:31
In Antwort auf bob_19629301

Hallo, ich habe ein Anliegen bezüglich meiner Beziehung und bin auf der Suche nach Rat von neutralen Personen, die auch wirklich nur di der e jetzige Situation einschätzen können.
Ich bin jetzt seit ca. 1 Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben uns damals kennengelernt als ich frisch aus meiner 1. Beziehung kam. Die Beziehung zu meinem 1. Freund ist gescheitert, weil wir sehr unterschiedlich sind: Ich bin sehr emotional, empathisch und sensibel und er hat wenig Zugang zu seinen Gefühlen und ist auch gerne Diskussionen oder Streitereien aus dem Weg gegangen, obwohl von meiner Seite noch so viel offen stand über das ich gerne reden wollte. Ich bin auch ein Mensch, der viel in sich hineinfrisst, schnell das Vertrauen verliert und Dinge nicht vergessen kann. Ich mache mir tage- oder wochenlang Gedanken über irgendwelche Situationen, in denen ich mich unwohl, verletzt oder traurig gefühlt habe, wie beispielsweise nach einem Streit. Ich tue mich so schwer damit abzuschließen und es kommen immer wieder Gedanken und Emotionen aus längst vergangenen Situationen zurück und diese Gedanken und Gefühle habe ich dann immer auf meinen Exfreund projiziert und war plötzlich wieder so sauer auf ihn oder einfach nur traurig und verletzt, sodass ich das starke Bedürfnis hatte mich in diesen Situationen sofort von ihm abzugrenzen. Ich kann dann diese Nähe nicht ertragen und werde ganz still und nachdenklich und würde einfach nur gerne weglaufen, um mich von ihm, meinen Gedanken und Gefühlen zu distanzieren. Daran ist die Beziehung auch letztendlich gescheitert und ich habe mich direkt in die nächste gestürzt. Und das Muster wiederholt sich, das weiß ich jetzt. Ich hatte vorher noch nie einen Freund und wusste nicht wie ich mich in Beziehungen verhalten würde: Anfangs ist alles total harmonisch und schön und diese negativen Gedanken belasten mich nicht so sehr. Aber mit der Zeit bekomme ich keine Ruhe mehr in meinen Kopf und es quält mich. Ich mache mich selbst so unglücklich und dabei gibt es doch keinen Grund dazu. Je mehr ich diese Person in mein Herz schließe, umso schlimmer werden die Gedanken und Ängste. Mit meinem 1. Freund hatte ich wirklich zu wenig gemeinsam und es hätte auf lange Sicht nicht funktionieren können, aber mein jetziger Freund ist mir ähnlich und er ist ein wirklich unglaublich guter Mensch. Mir liegt so viel an ihm, aber im Moment habe ich einfach das Gefühl mich in seiner Nähe nicht wohl zu fühlen, weil mich diese ganzen Gedanken nur noch zerfressen: Ich denke ständig an die anderen Frauen von denen ich weiß, dass er sich mal mit denen getroffen hat oder das da sogar mal mehr war. Ich laufe durch die Stadt, sehe irgendwelche Frauen und frage mich ob er mit dieser Dame vielleicht auch etwas hatte. Wenn wir uns wegen Kleinigkeiten auseinandersetzen, denke ich noch wochenlang darüber nach und manche Sätze, die er von sich gibt, werden von mir auf die Goldwaage gelegt und ich fange an alles zu analysieren und immer ins Negative zu ziehen. Ich habe Angst, dass er mit anderen Frauen flirtet oder mir fremdgeht, wenn er feiern geht und ich stelle mir selbst immer irgendwelche Szenarien vor und habe ständig ganz fiese Bilder im Kopf, z. B. das ich ihn zufällig irgendwo treffe (wir wohnen in derselben Gegend) und dort sitzt er mit einer anderen Frau... Generell machen mir diese anderen Frauen sehr zu schaffen, obwohl er mir überhaupt keinen Grund zur Annahme gibt das er mir jemals fremdgehen würde oder sich auch nur für andere Frauen interessieren würde. Bei meinem Exfreund war dieses Thema auch oft Teil meiner Gedanken, obwohl ich mir auch keinerlei Sorgen darüber hätte machen müssen... Aber ich denke so oft, dass doch eine andere Person viel besser zu meinem Freund passen würde und das ich ihn unglücklich mache...
Mir geht es auch sowieso seit einer Weile nicht gut und ich bin zerfressen von Selbstzweifeln und habe auch kein großes Selbstbewusstsein, weshalb ich mich auch so stark mit anderen Frauen vergleiche und mir daher wahrscheinlich als "minderwertiger" vorkomme, weshalb ich denke diese Frauen würden besser zu ihm passen. Ich habe stark mit Verlustängsten zu kämpfen und mir ist auch bewusst, dass ich mir zu unrecht all diese Gedanken mache. Bloß überwältigen mich diese starken Gefühle, die mit den Gedanken einhergehen, immer so sehr, dass ich mich nur noch elendig und traurig fühle und ich mir selbst nicht mehr sagen kann das diese Gedanken unsinnig sind. Manchmal ist es so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen kann oder Albträume habe oder mir ganz übel wird vor lauter Angst. Ich bin auch mittlerweile auf der Suche nach einem Therapeuten, aber leider sind die Wartezeiten so lang. Ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss.
Allerdings bin ich mir im Moment so unsicher, ob ich nicht eine Pause von meiner Beziehung brauche, um selbst erst einmal besser klar zu kommen und ich lerne mich selbst wieder glücklich zu machen. Ich merke an manchen Tagen, dass ich das extreme Bedürfnis habe mich von meinem Freund und generell der Beziehung abzugrenzen. Aber gleichzeitig will ich ihn auch nicht verletzen und ich habe Angst, dass er mich vergisst oder eine andere Frau kennenlernt und ich habe Angst, dass es mir durch die Trennung nur noch schlechter geht geht und ich vor lauter Angst vor dem Alleinsein mich wieder in seine Arme oder die eines anderen Mannes stürze. So war das nämlich nach meiner 1. Trennung. Aber das sind ja nur wieder meine Ängste, die ich ja eigentlich zu überwinden versuche... Ich bin im Moment so ratlos.

hallo tallaferro23,

du hast Angst vor dem Alleinsein und bist für eine Beziehung zu echten Menschen nicht geeignet. Ich rate dir dringend, die Beziehung zu deinem aktuellen Partner (m/f/d) friedlich zu beenden, solange ihr euch noch nicht total befetzt habt und dir ein Tier anzuschaffen. Du kannst dich vom Goldfisch über das klassische Suppenhuhn bis zum Jack-Russel-Terrier hocharbeiten. Außerdem kannst du dir damit die Wartezeit vertreiben, bis du einen Termin bei einer Therapie bekommst.

Dass du diese bitter nötig hast, war ja bereits zu lesen, weshalb ich das nicht weiter vertiefen muss.

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11. März um 18:51
In Antwort auf py158

hallo tallaferro23,

du hast Angst vor dem Alleinsein und bist für eine Beziehung zu echten Menschen nicht geeignet. Ich rate dir dringend, die Beziehung zu deinem aktuellen Partner (m/f/d) friedlich zu beenden, solange ihr euch noch nicht total befetzt habt und dir ein Tier anzuschaffen. Du kannst dich vom Goldfisch über das klassische Suppenhuhn bis zum Jack-Russel-Terrier hocharbeiten. Außerdem kannst du dir damit die Wartezeit vertreiben, bis du einen Termin bei einer Therapie bekommst.

Dass du diese bitter nötig hast, war ja bereits zu lesen, weshalb ich das nicht weiter vertiefen muss.

Bei allem Respekt, das ist der blödeste Rat, zu dem man mir hätte raten können. Was soll das? Bin ich etwa kein echter Mensch?? Hat nicht jeder seine kleinen Macken und Häufchem zu tragen?? Vielleicht ist es im Moment schwierig mit mir eine Beziehung zu führen, aber du stellst es so da als wenn ich es nicht würdig wäre mit einer Person eine Beziehung zu führen und reduzierst mich auf das Niveau eines Tieres herab, als ob dies meine Gleichgesinnten wären und selbst in der Beziehung zu irgendwelchen Haustieren soll ich mich erstmal hocharbeiten...??! Du kannst dir deinen Rat sonst wo hin stecken! Überleg bitte vorher was du anderen Menschen rätst, bevor sich jemand diesen Mist zu Herzen nimmt.

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11. März um 19:30
In Antwort auf bob_19629301

Hallo, ich habe ein Anliegen bezüglich meiner Beziehung und bin auf der Suche nach Rat von neutralen Personen, die auch wirklich nur di der e jetzige Situation einschätzen können.
Ich bin jetzt seit ca. 1 Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben uns damals kennengelernt als ich frisch aus meiner 1. Beziehung kam. Die Beziehung zu meinem 1. Freund ist gescheitert, weil wir sehr unterschiedlich sind: Ich bin sehr emotional, empathisch und sensibel und er hat wenig Zugang zu seinen Gefühlen und ist auch gerne Diskussionen oder Streitereien aus dem Weg gegangen, obwohl von meiner Seite noch so viel offen stand über das ich gerne reden wollte. Ich bin auch ein Mensch, der viel in sich hineinfrisst, schnell das Vertrauen verliert und Dinge nicht vergessen kann. Ich mache mir tage- oder wochenlang Gedanken über irgendwelche Situationen, in denen ich mich unwohl, verletzt oder traurig gefühlt habe, wie beispielsweise nach einem Streit. Ich tue mich so schwer damit abzuschließen und es kommen immer wieder Gedanken und Emotionen aus längst vergangenen Situationen zurück und diese Gedanken und Gefühle habe ich dann immer auf meinen Exfreund projiziert und war plötzlich wieder so sauer auf ihn oder einfach nur traurig und verletzt, sodass ich das starke Bedürfnis hatte mich in diesen Situationen sofort von ihm abzugrenzen. Ich kann dann diese Nähe nicht ertragen und werde ganz still und nachdenklich und würde einfach nur gerne weglaufen, um mich von ihm, meinen Gedanken und Gefühlen zu distanzieren. Daran ist die Beziehung auch letztendlich gescheitert und ich habe mich direkt in die nächste gestürzt. Und das Muster wiederholt sich, das weiß ich jetzt. Ich hatte vorher noch nie einen Freund und wusste nicht wie ich mich in Beziehungen verhalten würde: Anfangs ist alles total harmonisch und schön und diese negativen Gedanken belasten mich nicht so sehr. Aber mit der Zeit bekomme ich keine Ruhe mehr in meinen Kopf und es quält mich. Ich mache mich selbst so unglücklich und dabei gibt es doch keinen Grund dazu. Je mehr ich diese Person in mein Herz schließe, umso schlimmer werden die Gedanken und Ängste. Mit meinem 1. Freund hatte ich wirklich zu wenig gemeinsam und es hätte auf lange Sicht nicht funktionieren können, aber mein jetziger Freund ist mir ähnlich und er ist ein wirklich unglaublich guter Mensch. Mir liegt so viel an ihm, aber im Moment habe ich einfach das Gefühl mich in seiner Nähe nicht wohl zu fühlen, weil mich diese ganzen Gedanken nur noch zerfressen: Ich denke ständig an die anderen Frauen von denen ich weiß, dass er sich mal mit denen getroffen hat oder das da sogar mal mehr war. Ich laufe durch die Stadt, sehe irgendwelche Frauen und frage mich ob er mit dieser Dame vielleicht auch etwas hatte. Wenn wir uns wegen Kleinigkeiten auseinandersetzen, denke ich noch wochenlang darüber nach und manche Sätze, die er von sich gibt, werden von mir auf die Goldwaage gelegt und ich fange an alles zu analysieren und immer ins Negative zu ziehen. Ich habe Angst, dass er mit anderen Frauen flirtet oder mir fremdgeht, wenn er feiern geht und ich stelle mir selbst immer irgendwelche Szenarien vor und habe ständig ganz fiese Bilder im Kopf, z. B. das ich ihn zufällig irgendwo treffe (wir wohnen in derselben Gegend) und dort sitzt er mit einer anderen Frau... Generell machen mir diese anderen Frauen sehr zu schaffen, obwohl er mir überhaupt keinen Grund zur Annahme gibt das er mir jemals fremdgehen würde oder sich auch nur für andere Frauen interessieren würde. Bei meinem Exfreund war dieses Thema auch oft Teil meiner Gedanken, obwohl ich mir auch keinerlei Sorgen darüber hätte machen müssen... Aber ich denke so oft, dass doch eine andere Person viel besser zu meinem Freund passen würde und das ich ihn unglücklich mache...
Mir geht es auch sowieso seit einer Weile nicht gut und ich bin zerfressen von Selbstzweifeln und habe auch kein großes Selbstbewusstsein, weshalb ich mich auch so stark mit anderen Frauen vergleiche und mir daher wahrscheinlich als "minderwertiger" vorkomme, weshalb ich denke diese Frauen würden besser zu ihm passen. Ich habe stark mit Verlustängsten zu kämpfen und mir ist auch bewusst, dass ich mir zu unrecht all diese Gedanken mache. Bloß überwältigen mich diese starken Gefühle, die mit den Gedanken einhergehen, immer so sehr, dass ich mich nur noch elendig und traurig fühle und ich mir selbst nicht mehr sagen kann das diese Gedanken unsinnig sind. Manchmal ist es so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen kann oder Albträume habe oder mir ganz übel wird vor lauter Angst. Ich bin auch mittlerweile auf der Suche nach einem Therapeuten, aber leider sind die Wartezeiten so lang. Ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss.
Allerdings bin ich mir im Moment so unsicher, ob ich nicht eine Pause von meiner Beziehung brauche, um selbst erst einmal besser klar zu kommen und ich lerne mich selbst wieder glücklich zu machen. Ich merke an manchen Tagen, dass ich das extreme Bedürfnis habe mich von meinem Freund und generell der Beziehung abzugrenzen. Aber gleichzeitig will ich ihn auch nicht verletzen und ich habe Angst, dass er mich vergisst oder eine andere Frau kennenlernt und ich habe Angst, dass es mir durch die Trennung nur noch schlechter geht geht und ich vor lauter Angst vor dem Alleinsein mich wieder in seine Arme oder die eines anderen Mannes stürze. So war das nämlich nach meiner 1. Trennung. Aber das sind ja nur wieder meine Ängste, die ich ja eigentlich zu überwinden versuche... Ich bin im Moment so ratlos.

Dein Text ist ziemlich anstrengend. Wenn du ihn noch einmal selber liest, wirst du merken, dass du manche Gedanken wiederholst. Er könnte mindestens halb so lang sein. Versuche dich mehr auf Wesentliches zu konzentrieren. Hin und wieder ein Absatz, also insgesamt mehr Ordnung in den Gedanken wäre auch gut. 

Du bist doch schon auf dem richtigen Weg. Wartezeit ist nicht schön, aber irgendwann beginnt deine Therapie. Die Zwischenzeit kannst du nutzen, um es dir möglichst gut gehen zu lassen. Tue dir selbst etwas Gutes. Nimm dir Zeit für dich selbst, höre schöne Musik, beschäftige dich mit einem Thema, das dich fasziniert. Rede darüber auch mit deinem Freund. 

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11. März um 20:03
In Antwort auf py158

hallo tallaferro23,

du hast Angst vor dem Alleinsein und bist für eine Beziehung zu echten Menschen nicht geeignet. Ich rate dir dringend, die Beziehung zu deinem aktuellen Partner (m/f/d) friedlich zu beenden, solange ihr euch noch nicht total befetzt habt und dir ein Tier anzuschaffen. Du kannst dich vom Goldfisch über das klassische Suppenhuhn bis zum Jack-Russel-Terrier hocharbeiten. Außerdem kannst du dir damit die Wartezeit vertreiben, bis du einen Termin bei einer Therapie bekommst.

Dass du diese bitter nötig hast, war ja bereits zu lesen, weshalb ich das nicht weiter vertiefen muss.

Soll das witzig sein? Ich dachte, hier gehts in erster Linie darum, dass sich Menschen hier melden, die Rat suchen und vielleicht hilfreiche Ansätze, um mit ihrem "Problem" weiter zu kommen. Finde ich ziemlich daneben, sich auf Kosten eines Menschen mit offenbaren Leidensdruck zu profilieren. Ein paar Schulterklopfer gibts leider auch für die dämlichsten Beiträge.

@taliaferro
Ich glaube auch, dass Du externe Hilfe benötigst. Selbst wenn die Wartezeit für eine Therapie lange ist, würde ich trotzdem so schnell wie möglich aktiv werden diesbezüglich. Grundsätzlich bist Du aber schon auf einem guten Weg, denn Du hast Deine Probleme selbst erkannt, bist selbstreflektiert und möchtest eine Besserung herbeiführen. Das sind hervorragende Voraussetzung dafür, dass Dir eine Therapie weiterhilft.

Konkret kann ich Dir keinen Tipp geben. Du erinnerst mich sehr stark an jemanden aus meinem näheren Umfeld. Diese Frau hatte auch mit ganz schlimmen Ängsten und Gedankenspiralen zu kämpfen, war sogar zwei mal in einer Klinik, weil sie ihr Leben beenden wollte. Das ist Jahre her, heute führt sie ein zufriedenes Leben und hat ihre Ängste und Gedanken (weitgehend) im Griff. Das kannst Du auch schaffen. Ich drücke Dir die Daumen!

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12. März um 9:19
In Antwort auf bob_19629301

Ja, er merkt das mittlerweile sofort, wenn ich wieder in diesem Gedankenkreislauf drinstecke. Ich werde dann sehr still und wirke nachdenklich. Er fragt mich dann auch oft was los ist, aber mir sind meine Gedanken auch oft so unangenehm, weil ich weiß das sie ungerechtfertigt sind und keinen Realitätsbezug haben. Daher spreche ich auch oft nicht mit ihm darüber und manchmal wurde er auch etwas wütend, dass ich mir immer wieder dieselben Gedanken mache und es eine immer wiederkehrende Diskussion ist. Er fühlt sich aber durch meine Gedanken oft persönlich angegriffen, er denkt ich würde ihm nicht vertrauen und er meinte auch schon oft, dass er das Gefühl hätte sich rechtfertigen zu müssen, wenn es wieder um das Thema "Andere Frauen" ging. Er meint immer, dass das seine Vergangenheit ist, er versichert mir das es keine anderen Frauen gibt und das ich auch keine Zweifel daran haben brauche, weil er schließlich mich als seine Freundin auserkoren hat und keine der anderen Frauen...
Mittlerweile fresse ich diese Gedanken eher in mich hinein, versuche mich abzulenken oder rede mit anderen Personen darüber, weil ich Angst habe ihm Stress zu bereiten oder das ihm das iwann zu viel wird, wie damals meinem Exfreund. 

klar fühlt er sich angegriffen

deswegen würde ich auch versuchen nicht jedes mal das thema aufkommen zu lassen & mit ihm drübe zu reden!

sonst ist er schneller weg als du schauen kannst

du solltest einfach nur schauen dass du so schnell wie möglich einen Therapieplatz bekommst

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