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Exfrau hat sich fast totgetrunken

15. August 2004 um 17:46

Hallo, ich bin seit 3 Jahren mit einem sehr sehr lieben Mann zusammen und dieser hat 2 Kinder aus erster Ehe, das eine ist zwar nicht die leibliche Tochter ab er hat sie adoptiert, inwischen ist sie fast 14 Jahre. Der Junge ist 8 Jahre und geistig unterentwickelt. Als wir uns kennengelernt haben war seine Ehe schon ziemlich am Ende, weil seine Exfrau Alkoholsüchtig war und sie sich nicht helfen lassen wollte, er meinte irgendwann war es im auch egal. Er wollte auch damals das Sorgerecht zumindest für seinen Sohn, aber man konnte von Ihrer Krankheit nichts beweisen und es war auch nicht sicher. Jetzt íst es so das sie am Mittwoch fast gestorben wäre weil Leber und Nieren aufgehört haben zu arbeiten, wenn nicht zufällig ihr Vater gekommen wäre dann wär sie schon verstorben. Seitdem liegt sie auf der Intensiv und keine weiß ob sie es schaffen kann, und wenn dann nur wenn sie nie mehr wieder trinkt. Die Kinder sind jetzt bei uns, und mein Freund hat auch alles so geregelt das es für uns paßt, wir kriegen Unterstützung von allen Seiten, weil ich gerade Diplomarbeit schreiben. Trotzdem macht mir das ganze sehr große Angst. Sicherlich hab ich vorher gewußt das es zwei Kinder gibt und ich bin auch so gut ich kann für ihn da, ich mach auch alles. Aber mein Leben hab ich mir so nicht vorgestellt und ich will auch meinen Beruf nicht aufgeben und meine Interessen, er verlangt das auch nicht, aber unsere Beziehung ist jetzt ahsolut einer Belastungsprobe ausgesetzt. Sie wird sicherlich einen Entzug machen müssen und dann muß man mal sehen ob sie mit ihren Leben klar kommen kann. Er könnte ihr auch das Sorgerecht entziehen nach der Geschichte, will er aber selber nicht, weil er das wegen den Kindern nicht machen will. Wir haben zudem noch eine Geschäft nebenbei das auch irgendwie weitergehen muß. Bitte urteilt nicht weil ich total überfordet bin und mir das Angst macht, aber ich weiß nicht ob ich das durchstehe, ich will ihn untersützen so gut ich kann, aber ich kann meine Träume nicht aufgeben, zumala ich selbst nie Kinder haben wollte. Kennt sich jemand mit Alkoholproblemen aus und wielange so was dauern kann?

Liebe Grüße

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15. August 2004 um 22:45

Liebe Margit,
ich habe so etwas aehnliches erlebt.Die Tochter meines Mannes(fast 12)lebt jetzt bei uns.Ihre Mutter ist zunaechst im Gefaengnis gelandet,wegen Drogen-,Alkoholmissbrauchs inklusive Beschaffungskriminalitaet.Jetzt ist sie einem Projekt fuer suechtige Muetter.
Also zunaechst mal muesst ihr euch echt klarmachen,was da auf euch zukommt und das sooo schnell mit der Frau nicht zu rechnen sein wird.Du solltest dir auch immer vor Augen halten,was diese Kinder erlebt haben.Mach dir bitte nicht zu viele Vorwuerfe,weil du dich ueberfordert fuehlst.Das ist eine schwierige Situation und urteilen sollte man wirklich erst,wenn man das selbst erlebt hat.Ich war schon vorher Mutter und es hat mich trotzdem
mehr als einmal "ueberstrapaziert".
Ich wuensche dir alles Liebe,
Simone

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16. August 2004 um 8:13

Liebe margrit,

ich kann dich schon verstehen, mein mann hat auch einen sohn (4.5 jahre) und zeitweise hab' ich mir auch vorgestellt, wie es wäre, wenn er das sorgerecht bekommen würde (sie hat das eltern entfremdungssyndrom und hat so einiges geboten, wodurch vieles im meines mannes mehrmals in schwierigkeiten geraten ist)...

man sagt ja, in guten wie in schlechten zeiten, und das gilt ja nicht nur für verheiratete

versuch mal, diese situation als eine positive herausforderung zu sehen. zugegeben, es scheint schon extrem ermüdent zu sein (diplomarbeit u. der sohn...), aber nach dieser etappe kannste dann stolz auf dich sein. das leben muss ja nicht immer so planmässig laufen - zum glück!! so können wir doch auch mal was ganz anderes kennen lernen. in diesem fall ganz plötzlich ein quasi grossfamilienleben

ich wünsche dir durchhaltevermögen und halt dir immer vor augen, dass, egal was kommen mag, du deinen mann/freund an deiner seite hast. wäre ein leben ohne kinderstress usw es wert, auf ihn zu verzichten...?

liebe grüsse
baduizm*

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16. August 2004 um 10:24

Moment mal,bitte
Ist ja alles schoen und gut,was du schreibst.Aber Theorie und Praxis sind leider immer noch zwei paar Stiefel.Mir gefaellt nicht,dass der Mann jetzt hier so als arm und unterstuetzungswuerdig dargestellt wird.Schliesslich hat er doch jahrelang gewusst das was seine Ex-Frau treibt,und jetzt wo die Kacke am Dampfen ist........Die Verantwortung haette er schon vor Jahren uebernehmen muessen!!!!!!
Nein,ich sehe das nocht so krass wie du,denn Mutter wird man ja in der Regel nicht ueber Nacht.Und ein 14-jaehriger Teenager und ein geistig zurueckgebliebenes Kind sind ja nun mal nicht soooo ohne.Ich kann auch nicht heraushoehren,dass sie so "Karriereorientiert" waere.Es ist doch klar,dass man sich ueber seine Zukunft Gedanken macht und ich finde es sehr menschlich zu schreiben das man Aengste hat,und die sind durchaus begruendet.
Viele Gruesse,
Simone(die gut mitreden kann,da in gleicher Situation und nicht "gekniffen"hat)

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16. August 2004 um 11:26

Aber es gibt menschen...
....die denken nicht von anfang an so "klar" wie du, brooke. ich bin nicht so gemacht wie du beispielsweise. ich würde mich wohl wenn ich 1000 leben hätte jedesmal auf den menschen einlassen, den ich geheiratet habe. und das, obwohl ganz viele "altlasten", wie du sie nennst, da sind. zu beginn weiss man davon bescheid, aber kann oder wills sich über allfällige folgen nicht im klaren sein.

wenn's dann soweit ist (wie nun bei margrit), hat man als mensch glücklicherweise den freien willen, die aktuelle lage neu zu definieren.

so oder so muss man das mit seinem gewissen vereinbaren können denke ich.

ihr ist diese situation ja ganz neu, und sie hat wohl schiss davon. sie sagt ja nicht, dass sie damit nichts am hut haben möchte, sondern dass sie ihre bedenken hat, alles unter einen hut zu bekommen.

ich denke, man könnte sie da mehr ermutigen.


am ende kann sie immer noch entscheiden. und die entscheidung mit ihrem gewissen vereinbaren...

baduizm*

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16. August 2004 um 13:05

Die Kinder-
waeren in dieser Situation schon immer die Aufgabe des Vaters gewesen und wenn er ein 100% iger Vater waere,dann waere das hier schon vor 3 Jahren ein Thema gewesen und nicht jetzt erst.Und somit kann er etwas dafuer!Warum haette sie sich denn damals schon diese Frage stellen sollen,wenn das von seiner Seite nie wirklich ein Thema war?Er hat kein Recht enttaeuscht zu sein,denn dann haette er von vornherein klarstellen muessen,dass diese Kinder zu ihm gehoeren und frueher oder spaeter bei ihm leben werden.Basta!Es ist mir unverstaendlich wie man als Vater warten kann,bis die Situation eskaliert.Ich nehme an,dass er von ihren Lebensplaenen auch gewusst hat,dann haette er sich doch wohl besser einen Typ Mutter/Hausfrau angelacht,oder nicht? Nein,ich finde das nicht unfair wie sie sich verhaelt.In diesem Fall haette von vornherein sehr vieles anders laufen muessen.
Simone

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16. August 2004 um 13:52

Ich werde ihn nicht in Stich lassen,
ich wollte einfach nur ein bißchen Zusprache, und das jeder Träume hat ist ja wohl klar. Mein Studium finanziere ich mir selbst, ich arbeite von Mo-Fr ganztags und Abends manchmal noch nebenbei und erledige die Bürosachen von meinen Freund, ich studiere am Wochenende Freitagabend und Samstagvormittag, und jetzt ist der Abschluß eben die Diplomarbeit. Ich wußte sicherlich von Anfang an das ich einen Partner mit zwei Kinder habe, aber von der Alkohlsucht seiner Exfrau hab ich z.B. nichts gewußt. Und die Menschen in ihrer Umgebung wie z.B. ihre Eltern und ihre Freunde und sicherlich auch ihr Exmann und auch die 14 jährige Tochter die sie immer erwischt hat wenn sie sich in den Kaffee Wishky geschüttet hat, haben alle die Augen zugemacht. Jetzt wo es echt kritisch ist, haben alle Angst und schreien auf. Ich lasse meinen Partner nicht in Stich, aber kein Mensch auf der Welt kann von mir verlangen das ich auf Knopfdruck Muttergefühle aufbringe und das ich meine traute Zweisamkeit nicht vermissen darf. Ich muß bestimmt auch mit der Situation wachsen und Kinder werden älter und einfacher, aber ich wollt nur sagen das ich einfach Angst habe, und das so eine Angst vielleicht auch was kaputt machen kann.

Liebe Grüße

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16. August 2004 um 15:23
In Antwort auf margit35

Ich werde ihn nicht in Stich lassen,
ich wollte einfach nur ein bißchen Zusprache, und das jeder Träume hat ist ja wohl klar. Mein Studium finanziere ich mir selbst, ich arbeite von Mo-Fr ganztags und Abends manchmal noch nebenbei und erledige die Bürosachen von meinen Freund, ich studiere am Wochenende Freitagabend und Samstagvormittag, und jetzt ist der Abschluß eben die Diplomarbeit. Ich wußte sicherlich von Anfang an das ich einen Partner mit zwei Kinder habe, aber von der Alkohlsucht seiner Exfrau hab ich z.B. nichts gewußt. Und die Menschen in ihrer Umgebung wie z.B. ihre Eltern und ihre Freunde und sicherlich auch ihr Exmann und auch die 14 jährige Tochter die sie immer erwischt hat wenn sie sich in den Kaffee Wishky geschüttet hat, haben alle die Augen zugemacht. Jetzt wo es echt kritisch ist, haben alle Angst und schreien auf. Ich lasse meinen Partner nicht in Stich, aber kein Mensch auf der Welt kann von mir verlangen das ich auf Knopfdruck Muttergefühle aufbringe und das ich meine traute Zweisamkeit nicht vermissen darf. Ich muß bestimmt auch mit der Situation wachsen und Kinder werden älter und einfacher, aber ich wollt nur sagen das ich einfach Angst habe, und das so eine Angst vielleicht auch was kaputt machen kann.

Liebe Grüße

Meine Zusprache hast du
auf jeden Fall!!!Und wie du dir dein Studium finanzierst tut hier ja auch nichts zur Sache,finde ich zumindest.Deinen Standpunkt verstehe ich voll und ganz,ich war schon Mutter als ich in diese Situation kam und ich tue mich ganz ehrlich auch nach zwei Jahren noch sehr schwer mit diesen "Muttergefuehlen auf Knopfdruck".Sicherlich kann man in diese Situation hineinwachsen,aber es ist besser wenn du das Ganze sehr sehr sehr realistisch angehst.Vielleicht waere es auch besser gar nicht erst zu versuchen Muttergefuehle aufzubauen,sondern zB eine mehr freundschaftliche Beziehung zu der Grossen aufzubauen.Und eines nochas mit dem Kinder werden aelter und einfacher kann ich leider nicht bestaetigen,im Gegenteilu hast ein grosses Kind,das mitten in der Pupertaet steckt und du hast ein geistig zurueckgebliebenes Kind fuer das du Verantwortung uebernimmst.Die naechsten Jahre werden bestimmt kein Zuckerschlecken.
Liebe Gruesse,
Simone
PS:Ich finde es mutig,zuzugeben,dass man Angst hat.

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