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Exbeziehungen - Vergangenheit bereuen

22. Januar 2016 um 10:59

Hallo,

ich kämpfe derzeit massiv mit der Bewältigung meiner Vergangenheit. Leider habe ich, so denke ich heute, viel zu ausschweifend gelebt. Ich war als Kind sehr schüchtern und zurückhaltend. In der Pubertät wurde ich von Mitschülern gemobbt. Ich habe mich dann sehr verändert, habe abgenommen, habe mich "ausgewachsen" und aufeinmal hatte ich Verehrer die an Hartnäckigkeit kaum zu überbieten waren. Doch ich interessierte mich nicht wirklich für Männer. Ging an den Wochenenden aus, hatte Spass, aber nie zu exzessiv, also kein übermäßiger Alkoholkonsum, etc. Erst mit 18 war ich das erste Mal an einem "Mann" interessiert. Dieser spielte aber nur mit mir. Meiner Meinung nach ist er ein kranker, armer Mensch. Er litt an Depressionen und Essstörungen, hat mich bedroht, erpresst, sogar gedroht mich zu erschießen und ihn danach. Ich hab mich nicht getraut ihn zu verlassen, war wie gefangen und machtlos. Ich sah diesen Mann so selten wie nur möglich, er erpresste mich aber, in dem er nur mehr etwas aß, wenn ich in seiner Nähe war. Ich wollte nicht Schuld sein an seinem event. Tod, daher schleppte ich ihn von Therapie zu Therapie, lernte mit ihm für seine Ausbildung etc. Daneben habe ich mein eigenes Studium absolviert. Es war ein reines Matyrium. Beim Studium lernte ich dann einen anderen Mann kennen. Dieser hat mich irgendwie fasziniert. Wir unternahmen einiges gemeinsam, hatten viel Spaß, aber nur auf "freundschaftlicher" Ebene. Als ich dann "mehr" wollte, sagte er mir, dass er in eine andere Frau verliebt ist, mich zwar nett findet, aber mehr nicht. Das tat mir sehr weh. Mir wurde klar, dass ich mich von meinem Freund, also dem depressiven Typen, trennen muss, wenn ich Gefühle für einen anderen habe, auch wenn dieser diese nicht erwidert. Ich habe mich von ihm getrennt. Mit dem anderen habe ich den Kontakt abgebrochen. Leider ist er kurz darauf bei einem Unfall verstorben, das tat mir auch sehr weh.
Nachdem ich mich von meinem ersten Freund getrennt hatte, wurde ich von meiner Freundin nur 3 Tage später mit einem Bekannten von ihr verkuppelt. Ich kannte diesen Mann eben über meine Freundin ein bisschen, fand ihn nett, mehr nicht. Trotzdem ließ ich mich auf eine "Beziehung" ein. Wobei ich dieses etwas nicht als Beziehung bezeichnen kann. Wir lebten nebeneinander her, jeder ging seinen Weg. Ich kam nur jedes 3. WE vom Studium nachhause, wir sahen uns wenig. Obendrein pflegte er ein sehr exzessives spotliches Hobby, das er über alles stellte. Die wenige gemeinsame Zeit verbrachten wir in seiner Wohnung, wo ich auch einige Dinge von mir deponiert hatte, aber nie richtig eingezogen bin. Er saß vorm Fernseher und spielte irgendwelche Games, ich erledigte die Hausarbeit oder laß ein Buch etc. Es gab so gut wie keine Zärtlichkeiten, manchmal ein flüchtiges "Bussi" auf den Mund. Sexuell gesehen sah es so aus, dass er ohne irgendein Vorspiel, Küssen etc. in mich eindringen wollte. Das klappte natürlich so gut wie nie. Im Grunde nur 4-mal. Wir starteten in 3 Jahren rund 16 Versuche, bzw. er startete diese Versuche, von mir ging nie etwas aus, ich wollte es gar nicht. Ich wollte nur meine "Ruhe". Ich habe ihm das aber nie gesagt um ihn nicht verletzen. Ich habe einfach, wenn er wollte, die Beine breit gemacht, ohne Liebe, ohne Leidenschaft und Integration. Ich habe mich danach immer sehr schäbig gefühlt, Schmerzen und Krämpfe im Unterbauch verspürt und trotzdem weiter gemacht und immer immer wieder. Dieser Mann und ich, wir entfremdeten uns immer mehr. Sofern man entfremden sagen kann, wenn man sich gar nie nah war. Ich lernte, während ich noch in meiner "Beziehung" steckte einen neuen Mann kennen. Diesen fand ich ebenfalls wieder ganz "nett". Er war sehr familiär, was mir gefiel und war richtig bemüht um mich. Ich traf ihn heimlich für ca 1,5. Bis dahin war nichts passiert außer ein Bussi auf den Mund. Nach 1,5 Monaten war ich dann bei ihm zuhause, wir schauten einen Film an, saßen nebeneinander auf dem Sofa. Als der Film zu Ende war, küsste er mich. Es fühlte sich für mich nicht richtig an, ich ließ es trotzdem zu und ging sogar noch weiter... Ich ließ auch ihn "in mich eindringen", es dauerte ca. 1 min. Es war kein gutes Gefühl. Zum einen, weil es sich nicht richtig anfühlte wegen meinem betrogenen Freund und zum anderen weil es einfach nicht passte. Ich redete mir aber ein, dass ich verliebt bin in diesen neuen Mann, verließ den anderen für ihn. Zog nach 2 Wochen bei ihm ein bzw. räumte ein paar meiner Kleidungsstücke in seine Wohnung. Dieser Mann war sehr lieb zu mir, sehr bemüht um mich. Ich merkte aber leider früh, dass ich ihn nicht liebe und gar nicht verliebt bin. Anstatt fair zu sein und ihm das zu sagen, spielte ich ihm aber heile Welt vor. Ging viel zu weit mit ihm, also hatte Sex mit ihm, ca. 50 Versuche in nicht ganz 2 Jahren, es "funnktionierte" bei rund 30 Versuchen dass er in mich eindringen konnte. Leider wurde meine Abneigung gegen ihn von Mal zu Mal schlimmer, ich hatte wieder Krämpfe, starke Blutungen und musste mich öfters übergeben, direkt nach dem Akt. Das alles sagte ich dem Mann nicht. Ich "funktionierte" weiter. Berührungen wollte ich nicht, wenn er mir zu nahe kam, ging ich. Sex konnte ich irgendwie leichter ertragen, da es hier nur plumpes vor-zurück gab, ohne Berührungen. Ich nützte diesen Mann aus, weil ich bei ihm blieb, ohne ihn zu lieben. Er tat ziemlich alles für mich, nur über das sexuelle Problem sprachen wir nie. Irgendwann war er dann nicht mehr fähig eine Errektion zu bekommen, worüber ich sehr froh war. Er meinte, dass es besser wird, wenn ich schwanger werden würde. Er wollte ein Kind und Haus bauen, verschärfte sich total auf diesen Plan und verfolgte ihn mit Disziplin. Ich fühlt mich schlecht, weil er ein Haus für uns plante, sich so sehr ein Kind wünschte und ich das aber nicht wollte. Ich sagte ihm aber nicht, dass ich es nicht will, sondern sagte, schauen wir mal... Ließ ihn weiter planen. Machte proforma eine Bestimmung des Röthel-Diters etc. Wahrte den Schein und spielte sein Spiel mit. Irgendwann konnte er mit den Abweisungen nicht mehr leben und wir entfernten uns immer weiter voneinander. Für mich wieder Zeichen, mich nach einem neuen Mann umzusehen. Diesen hatte ich schnell gefunden. Ich bat meinen "Freund" um eine Auszeit und zog zu meinen Eltern. In dieser Auszeit traf ich mich schon wieder mit dem neuen Mann. Wäre auch mit ihm wieder sexuell akiv geworden, wenn es "geklappt" hätte. Aber mein Körper zeigte mir die Rechnung für mein Verhalten. Ich erlitt einen Infekt nach dem anderen, hatte eine Zyste auf der Gebärmutter und starke Blutungen und Krämpfe. Erst jetzt schrillten meine Alarmglocken. Ich brach mit dem anderen Mann den Kontakt ab, trennte mich von meinem Freund und zog zu meinen Eltern zurück. Dann fühlte ich mich FREI, einfach nur gut. Wusste, dass ich befreit war. Zum "Drüberstreuen" meiner Glanzdaten küsste ich beim Fortgehen auch noch einen vergebenen Mann. Bzw. ich wurde von ihm geküsst, ließ es aber zu. Danach machte ich mir solche Vorwürfe, seine Freundin hätte sich fast getrennt, wegen mir.... Ab diesem Zeitpunkt wollte ich mein Leben ändern, künftig alles anders machen. Und dann traf ich ihn, einen Mann bei dem mir heiß und kalt wurde, eine Erscheinung die ihresgleichen sucht, ein Kaliber von einem Mann, ich schwärme in höchsten Tönen, ich weiß, er ist etwas ganz besonderes, das wichtigste in meinem Leben. Auf jeden Fall war ich vom Fleck weg in diesen Mann verliebt, er stellte alles anderen in den Schatten und ich spürte zum ersten Mal LIEBE in mir. Dieses Gefühl war unbeschreiblich. Schnell kamen wir zusammen. Er sagte mir, dass er von meinem Ex-Beziehungen nichts wissen will. Leider machte ich den Fehler, dass ich immer wieder irgendwelche Details der Ex-Beziehung in meine neue Beziehung einstreute. Mein Freund war jedesmal verletzt und ich merkte es nicht mal richtig, weil mir diese Männer, von denen ich erzählte, komplett egal waren, ihm aber nicht. Er war der Meiniung, dass ich meine Ex-Beziehungen noch nicht verarbeitet habe und dass er mir helfen will, dass zu tun. Er fragt nach genauen Details auf der Beziehung: Wie oft, wie lange, wo Sex? Ich musst ihm alles in kleinste Detaiil beschreiben, er ließ nie locker. Ich sagte ihm zuerst nur die Hälfte, log ihn dann an und beichtete ihm schließlich alles. Ich wollte einfach nur, dass ich die richtige Frau für ihn bin, mit meiner Vergangenheit, in der ich nur Dinge tat, die ich nicht wollte, hätte ich keine Chance bei ihm gehabt, er ist sehr prinzipientreu.Leider schwet meine Vergangenheit seitdem über uns und unserer Beziehung, in der es sonst keine Probleme gibt. Er versteht meine Handlungen nicht, ich verstehe sie ja selbst nicht mehr. Warum bin ich fähig mit einem Mann, den ich nicht liebe, Sex zu haben. Warum immer wieder obwohl ich schlimme Schmerzen erleide? Ich will endlich die Wahrheit sehen können, ich schäme mich so für mein Verhalten, ich war zu dieser Zeit einfach nur unglücklich und nützte jede Gelegenheit um nicht beim Partner sein zu müssen. Ganz anders bei meinem neuen Partner, ich habe mich komplett verändert bzw ich fand durch ihn zu mir. Nur jetzt bekomme ich diese bläden Ex-Beziehungen nicht aus meiner jetzigen raus und weiß nicht, was ich machen soll. Wenn das so weiter geht, verliere ich meinen derzeitgen Freund, den Menschen, den ich zum ersten Mal wirklich liebe....

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22. Januar 2016 um 13:11

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ohne weitere hintergrundinformationen wird das sehr schwieirig einzuordnen.
du erzählst, dass du in deiner kindheit sehr schüchtern warst und gemobbt wurdest. ist sonst evtl etwas schlimmeres vorgefallen? oder wie war die familiäre beziehung generell?
ich würde im ersten moment fast vermuten, dass ein nähe-distanz-problem vorliegt, d.h. du etwas vergangenes durch sex bzw. kurzfristige bindungen (nähe) zu kompensieren versuchst.

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22. Januar 2016 um 15:22
In Antwort auf watchthestars

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ohne weitere hintergrundinformationen wird das sehr schwieirig einzuordnen.
du erzählst, dass du in deiner kindheit sehr schüchtern warst und gemobbt wurdest. ist sonst evtl etwas schlimmeres vorgefallen? oder wie war die familiäre beziehung generell?
ich würde im ersten moment fast vermuten, dass ein nähe-distanz-problem vorliegt, d.h. du etwas vergangenes durch sex bzw. kurzfristige bindungen (nähe) zu kompensieren versuchst.

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Was oben nicht so heraus kommt: ich war als Kind extrem schüchtern und zurück haltend, aber irgendwann hat sich das komplett gedreht in ein übertriebenes Verhalten, haschen nach Anerkennung und im Mittelpunkt stehen. Jetzt bin ich eher wieder zurückhaltend, will nicht auffallen. Das war zwischendurch so ein Kompensationsverhalten glaub ich. Meine Kindheit war sehr schön eigentlich. Meine Eltern waren immer sehr bemüht um uns. Ein Problem, mit dem ich in der Kindheit zu kämpfen hatte, war der Drang perfekt zu Sein. Ich war ein bisschen anders als meine Eltern und Geschwister, immer die ordentliche, brave, alle anderen waren chaotisch, für mich ein Graus.
Was bei den "Beziehungen" dann das Problem war: ich hab alles zugelassen, obwohl ich mich unwohl fühlte, mich regelmäßig übergeben musste und starke Krämpfe im Unterleib hatte. Ich wollte raus aus der Beziehung bin aber nicht gegangen weil mir die Typen leid taten, die waren verliebt in mich, haben sich auch Sorgen gemacht und ich wollte sie eigenlich gar nicht...

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22. Januar 2016 um 15:26

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Ich hab meine Fehler eingesehen, aber ich hab durch mein Verhalten so viel kaputt gemacht, den Männern etwas vorgespielt, war mir selbst nicht treu, damit habe ich zu kämpfen.

Ja und mein Freund der wollte am Anfang gar nichts wissen von den Ex. Ich konnte es aber irgendwie leider nicht heraus halten, weil ich es nicht verdaut hatte, das bereue ich ewig, weil wir haben sonst keinerlei Probleme, immer nur dieses eine leidige Thema. Warum ich mir nicht treu war, warum ich mich für diese Typen hingab, wie ich Sex haben konnte ohne Gefühl, obwohl ich doch anscheined so eine ausgeprägte Gefühlswelt habe, das kann ja dann alles nicht so schlimm gewesen sein wenn man es freiwillig macht.... etc etc

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