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Ex-Freundin zurück aber wie?

30. Juni 2011 um 2:06 Letzte Antwort: 30. Juni 2011 um 16:02

Ich habe hier bereits vor ein paar wochen einen Thread eingestellt aber mittlerweile ist einige Zeit vergangen und naja...wollte unter aktuellen Umständen berichten und Fragen an euch stellen. Ich versuche euch mal alle Umstände sortiert zu schildern so das jeder mitkommt. Das kann etwas länger werden aber ich bitte euch, nehmt euch die Zeit denn jede information ist wichtig. Und ich brauch wirklich Rat...

1. Allgemein über unsere Beziehung:

Wir (Sie 17 J. ich 21 J.) lernten uns kennen, es war ein traumhaftes erstes Date und verliebten uns sofort ineinander. Wir führten eine Traumhafte Beziehung in der einfach alles Stimmte. Gesehen haben wir uns an den Wochenenden, da sie unter der Woche in Marburg in einem Internat ist, weil sie Geburtsblind ist. Damit hatten wir aber nie ein Problem. Wir telefonierten Täglich, schrieben uns briefe, es war alles sehr romantisch. Wir waren einfach in allem perfekt auffeinander abgestimmt wie es schien. Das sagte und "bewunderte" sie auch immer. Dass das "Sich riechen können" ja total wichtig ist , sie meinen Duft lieben würde, ich die perfekte Küsserin sei, sie noch nie so guten Sex hatte und ich die Liebe ihres Lebens sei. Das sagte sie immer wieder. WIr haben viele Hürden genommen, ihre Mutter war anfangs gegen uns und das nicht zu knapp aber das Verhältniss besserte sich stetik. Dann kam die Verlobung, welche von ihr aus ging. Bevor jetzt viele denken "Ohje...Kinderkram. Sie ist, vielleicht auch wegen ihrer Behinderung und aufgrund ihres Aufenthalts in Marburg, sehr reif und sehr sehr gebildet. Sie musste einfach auch schon sehr früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Jedenfalls, sie fragte mich und ich sagte, nachdem wir geklärt hatten das es erst mal ein Statussymbol für unsere LIebe ist und nicht bedeutet das man sobald sie Volljährig ist, ins Standesamt rennt, JA! Wir schwebten auf Wolke 7 ehe sie sich zurück zog und etwas mehr als eine Woche später die Verlobung zurück zog. Sie hätte es überdacht, fühle sich eifnach noch nicht bereit für eine so feste Bindung und wolle damit noch warten und es täte ihr unendlich leid. Sie betonte aber auch, dass das nichts an ihren Gefühlen für mich ändern würde. Dennoch stellte sich im Nachhinein heraus, das es da anfing, weniger zu werden, mit ihren Gefühlen. Langsam, sehr schleppend, aber unaufhaltsam.

1. Die Trennung:

Sie war am 25.04.11, einen Tag nach unserem 1 1/2 Jährigen, wir verbrachten das Osterwochenende miteinander. An diesem morgen waren wir kurz davor miteinander zu schlafen und sie fing an zu weinen, bitterlich. Ich fragte sie was los sei und sie sagte "Ich..ich lieb dich noch aber nich mehr so wie früher und es wird immer weniger und ich kann es nicht aufhalten." Mich traf der Schlag. Ich hatte sie auch noch nie so weinen gesehen also es war für sie auch nicht einfach. Sie sagte sie hätte sehr lange gekämpft, ca. 3 Monate doch die Gefühle wurden immer weniger. Als ich nach dem Grund fragte meinte sie, immernoch verzweifelt, sie wisse es nicht. Sie will es auch nicht aber sie könne nicht mehr weil sie MICH nicht mehr verletzen will und es ginge hier ausschliesslich um die Rücksichtnahme auf mich. Sie sagte, sie weiss was sie verliert...und sie hat einen Menschen noch nie so geliebt, ich war ihre erste große Liebe. Sie war immer so glücklich.


2. Kurz nach der Trennung:

Wir hatten SMS kontakt, ich fragte sie wie es ihr ginge. Sie meinte "ich weine die ganze Zeit und bin total verzweifelt aber in mir weiss ich, das es richtig war". Dann meinte sie kurz darauf sie müsse nachdenken, über uns. Ich hatte hoffnung, diese wurde 2 Tage darauf zerstört als sie schrieb "Ich habe eine Entscheidung getroffen und diese führt mich nicht zurück zu dir. Ich hoffe mit etwas Abstand ist irgendwann eine Freundschaft möglich." Dannach folgte noch ein Telefonat, weil ich noch ein paar Fragen klären musste (Warum sie noch mit mir schlief, warum sie auf mein Ich liebe dich dann immer noch entgegnete "ich dich auch mein Schatz"...). Ihre Antwort war: "Ich wollte es selbst nicht wahr haben das ich nicht mehr das empfinde...ich habe gedacht je mehr ich auf dich zu gehe, desto mehr kommen die Gefühle wieder". Meine Meinung dazu? Anstelle es anzusprechen, hat sie sich selbst unter wahnsinnigen Druck gesetzt was ebenfalls Kontraproduktiv für die ganze Sache war. Nach dem Telefonat war erst mal fast 3 Wochen funkstille. Dann schrieb ich ihr einen Brief in Blindenschrift, welche ich damals für sie lernte. Ich schrieb ihr Dinge wie "ich weiss dass wir das gemeinsam schaffen können" und rief alte Erinnerungen hervor. Dass genau das ein großer Fehler war, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst. 2 Tage später kam ihre Antwort. Ellenlang...und klar und deutlich. Sie beteuerte, sich gänzlich entliebt zu haben. Es wurden Dinge geschrieben wie "Ich will dich nicht, nicht jetzt und nicht in 1000 Jahren", "Ich bin mir sicher das keine Gefühle mehr aufkommen werden". Ich frage mich: Wie kann sie sich da so sicher sein? Sie selbst sagte bei der Trennung "Für Gefühle gibt es keine logische Erklärung und man hat sie nicht in der Hand" und "Wir wissen ja nie was die Zukunft bringt". Sie schrieb auch "Warum diese Härte sein muss? Weil es sonst ewig weiter ginge und ich brauche jetzt erst mal Abstand". Aus Angst sie gänzlich zu verlieren antwortete ich ihr in Panik und schrieb ihr, das ich mich melden würde wenn es mir wieder gut geht und ich über sie hinweg bin und ich hoffe dass das mit der Freundschaft klappt. Dabei will ich das gar nicht, ich will und kann keine Freundschaft mit ihr führen!


Der Grund:

Durch eine Freundin erfuhr ich wenig später doch noch den Grund, welcher meiner Ex laut eigener Aussage selbst erst dannach bewusst wurde. Sie ist ein absoluter Optimist mit großen Plänen für die Zukunft, eine Frohnatur und Freiheitsliebend. Sie hat sich nie Grenzen gesetzt und Grenzen setzen lassen, was sie anpackte, schaffte sie auch (Beispielsweisse ist sie 6-Fache Deutsche Meisterin der Paralympics im Schwimmen und 2 Fache im Alpin-Ski). Und ich? Ich hab PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) und war zu beginn der Beziehung stabil. Dann kamen in den letzten Monaten probleme im Job dazu, Mobbing unter den Kollegen, ein wechsel der Führungskräfte und es wurde mit immer mehr Druck an uns ran gegangen. Ich wurde instabil und verfiel in mein vor Jahren abgelegtes Krankheitsbild: Akute Depressionen, Schwarz/Weiss denken, totaler Pessimissmus. Laut eigener Aussage brachte sie das im laufe der Zeit dazu, zu überlegen "Gibt es auch für mich Grenzen? Kann ich doch nicht alles schaffen?" Ich nahm ihr ihren Optimismus. Und das machte ihr Angst. Zudem klammerte ich auch noch schrecklich, nutzte sie als meinen letzten Strohhalm.

Hier und jetzt:

Seit meinem Brief und ihrer Antwort darauf sind nun 4 1/2 Wochen vergangen ohne jeglichen Kontakt. Das einzige was hin und wieder vor kam war, das sie auf der Seite wo wir uns kennenlernten, hin und wieder auf mein Profil schaute, und auch ihre beste Freundin. Auf der Seite hat man auf seinem Profil ein Gästebuch, in dem sie nach wie vor meine Liebesbekundungen drin hat. NIchts ist gelöscht, alles noch da. Das sind Gedichte, Liebesschwüre und einfach kleine süße Nachrichten. Auch auf die profile von Freundinnen welche nach der Trennung hinzukamen schaut ihre beste Freundin hin und wieder, was doch recht auffällig ist und es wirkt so, als würde sie für meine Ex nachsehen (man kann da als User nachsehen, wer die letzten 24 Stunden das eigene Profil besuchte). Auch zieht sie sich sehr zurück, obwohl sie früher und ganz zu anfang der trennung ständig da online war, auch weil sie dort im Support ist. Jetzt ist sie oft Tagelang nicht da, und ist auch gleich wieder weg. So als würde sie jeglicher Konfrontation mit mir aus dem Weg gehen wollen. Auch weiss ich von Freundinnen das sie sich ständig ablenken muss, sie es auch nicht haben kann, wenn sie daheim sitzt wenn wir eigentlich telefonieren würden. Wenn sie hier bei mir in der Stadt ist an den Wochenenden ist sie nur am routieren um bloß nich nach zu denken. Das alles irritiert mich "ein wenig" und ich frage mich einfach, wie ich das deuten soll.

Ich bin vor 4 Wochen in einem Forum gelandet welches mit die Augen öffnete. Da hab ich dann auch erst wirklich kapiert, das ich mich jetzt erst mal selbst absolut zurückziehen muss und an mir arbeiten muss, zu mir kommen muss. Nun, wie geht es mir jetzt? Ich mache seit der Trennung bereits wieder eine Ambulante therapie, seit 5 Wochen habe ich meine Sitzungen auch vervierfacht und bin jetzt einmal in der Woche zu einem 1 Stündigen Gespräch bei einer Therapeutin. Das hilft mir sehr und ich bin im moment an einem Punkt, an dem ich noch nie zuvor war. Ich hab so viel verstanden, so viel gelernt und bin mit der Situation gereift. Also hatte diese Trennung eigentlich auch was gutes, denn sonst hätte ich nicht mehr zu mir selbst gefunden. Ich habe gelernt, ich liebe mich. Und über die Liebe zu mir selbst sollte mir nichts kommen und ich muss das tun, was mir gut tut. Und sie tut mir gut. Auch wenn ich nicht mehr daheim sitze und rumheule, ich möchte das sie nach wie vor ein Teil meines Lebens ist. Ein TEIL meines Lebens...aber nie wieder mein ganzes Leben. Diese Ansicht war einfach nur ungesund.

So nun stelle ich mir natürlich die Frage: Wie? Wie stelle ich das an? Sie wehrte sich ja so dagegen. Gut, hätte ich auch nicht anders gemacht an ihrer stelle. Ich hab auch nach der Trennung geklammert und sie mit Nachrichten Bombadiert und ihr keine Ruhe gelassen, ich glaube ich hätte genausso reagiert, einfach aus Selbstliebe und Selbstschutz.

Derzeit ist sie noch 11 Tage im Spanienurlaub und hat noch Sommerferien bis zum 05.08. Bis dahin möchte ich MINDESTENS einen Plan haben, wie ich das ganze anstelle, wenn nich die ganze Sache schon angehen.

Meine Fragen:

- Habt ihr eine Idee wie ich das angehen könnte?

- Wie mach ich das mit dem Freundschafts-Ding? Wie signalisiere ich ihr am besten, das ich eine Freundschaft so nicht kann? (Habe sie vor ein paar Tagen schon als "Wink mit dem Zaunpfahl" von meiner Freundeliste genommen, auf besagter Seite.)

- Wie signalisiere ich ihr, das ich noch interesse habe, ohne verzweifelt und aufdringlich zu wirken? Ohne sie in eine Drucksituation zu bringen?

- Wie soll ich ihr Verhalten deuten? Die Profilbesuche auch bei den Freundinnen (in ihren Augen potentielle neue partnerinnen für mich?)? Die nicht gelöschten Einträge?

- Und: Glaubt ihr denn generell, da bestünde noch eine Möglichkeit, wenn ich stabil bin (was sich immer weiter festigt, gereift bin ich definitiv, ich hab viel gelernt aus der Sache)? Hat jemand Erfahrung?

Ich bedanke mich schon einmal mit ganz vielen Knutschern bei jedem, der sich das aufmerksam durchgelesen hat. Sollten noch Fragen anstehen, immer her damit.

Ich freue mich über Lösungsvorschläge und Meinungen. Über jede Hilfe.

Ihr könnt mir auch gerne Privat antworten, auch über Gleichgesinnte/"Leidensgenossen" würde ich mich "freuen".

LG Marion

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30. Juni 2011 um 2:10

Nachtrag
Ich versteh grad nich ganz wie und ob überhaupt eine Nachbearbeitung des Beitrags möglich ist :/

Also, da ist ausversehen zweimal "1." rein gerutscht, sollte nich so sein, lasst euch davon nicht irritieren.

Dann, was ich noch ganz vergaß, wir sind beide weiblich, führten also eine lesbische Beziehung.

Das wars auch schon wieder

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30. Juni 2011 um 16:02

...
Ich hoffe es kommen noch Antworten

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