Home / Forum / Liebe & Beziehung / Eure Meinung über die Abhängigkeit vom Partner

Eure Meinung über die Abhängigkeit vom Partner

22. Februar 2014 um 23:35

Ich möchte ganz kurz und knapp das Thema Abhängigkeit vom Partner darstellen:

Ich möchte keine Diskussion darüber anleiten ob jetzt Abhängigkeit gut oder schlecht ist usw, weil es mir klar ist dass viele Menschen Abhängigkeit von dem Partner als Beweis für die Liebe ansehen. Diese Sichtweise ist Meiner Ansicht nach kein Beweis für die Liebe - die jenigen die das trotzdem glauben - sollen sich nicht angegriffen fühlen und weiterhin es glauben.

Kommen wir zum Diskussions Thema: Eine Arbeitskollegin von meiner Mutter hat mir erzählt dass sie auf einer Kur für Psychologie war zum Thema Abhängigkeit in der Beziehung, sie hat mir darauf erzählt dass sie in Süddeutschland bei einer Veranstaltung war zum Thema Abhängigkeit vom Partner, und dass sie dort viele andere Betroffene getroffen hat und sich mit ihnen ausgetauscht hat.

Nun meine Frage:

Wenn wir davon ausgehen, dass viele Partner die verlassen werden oder selber jemand verlassen von dem sie abhängig waren, spüren sie eine Tiefe Innere Leere. Ich würde dabei sagen dass die Leere auch vorhin da war (sie entsteht unter amderem durch Passivität, und zu geringe Selbstliebe). Diese Leere war auch in der Beziehung da, wurde aber durch die Abhängigkeit vom Partner kompensiert. Steht der Abhängige nun alleine da, äußert sich diese Innere Leere (die man als Schmerz) empfindet oder "tiefes Loch", das "Loch im Selbst", sucht der Mensch wieder eine Person von der er sich abhängig machen will, um diese Leere zu kompensieren.

Was ich diskutiert haben will: Was ist eurer Meinung nach der Grund dafür, dass man in eine Beziehung der Abhängigkeiten gerät, dass man dazu neigt zu sagen "Ich bin nichts ohne Dich" oder "ich kann nicht ohne Dich leben" usw. Nichts manifestiert die Abhängigkeit mehr als diese "angeblichen" Beschwörungen, die als "Liebesbeweis" gelten oder von vielen so empfunden werden, in wahrheit aber etwas ganz anderes sind.

Wie sollte sich der Mensch verhalten und wessen muss er sich bewusst werden, damit er nicht in Abhängigkeit gerät?

2. Warum geraten so viele in Abhängigkeit vom anderen? Bzw. In die sog. Co-Abhängigkeit?

Mehr lesen

22. Februar 2014 um 23:39

Der Titel sollte lauten:
Eure Meinung für Gründe die zur Abhängigkeit vom Partner führen, und generell natürlich auch: Seht ihr Abhängigkeit in Beziehungen problematisch oder gar als Liebesbeweis ?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 0:22

Ich muss ehrlich sagen
ich habe auch eine persönliche Meinung dazu und ich habe schon etwas über Psychoanalyse dazu gelesen um zu verstehen warum wird der Mensch von Personen und Dingen abhängig, und es ist genau das was du sagst: "Ich denke, man gerät in Abhängigkeiten ... wenn man sich selbst über den Partner definiert ... also seine Eigenständigkeit und seine Persönlichkeit aufgibt."

Man vergisst seine eigenen Stärken und versucht sie sich durch das "Anbeten" von einem "Götzen" wiederzuerlangen. Man sagt auch zu einer Frau "die Angebetene" umgangsprachlich. D.h. ein Mensch wird für dich zu einem Gott, zu einer Art Gott von dem Du Dir Stärke versprichst. Du nimmst aber nicht wahr, dass du die Qulle dessen bist, was du im Außen zu suchst und zu finden glaubst, aber niemals findest!

Ich muss mich ja selber lieben, damit ich andere lieben kann und damit ich geliebt werden kann. Wenn ich aber die Liebe die ich mir nicht geben kann von anderen bekommen möchte, dann schafft das Abhängigkeit!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 0:25

Ich glaube
damit man erst gar nicht in Abhängigkeit gerät, sollte man sich jeden Tag reflektieren, das sollte man generell tun, in einer Art Selsbtanalyse, was ich z.b. Mache ist eine Traumanalyse wenn ich träume, dann erfahre ich so viel von mir, wie ich im wachen zustand niemals tun kann. Das ist quasi der Selbst - Psychoanalytische Ansatz. Was Träume einem Verraten ist unglaublich!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 21:20

Bitte?
meinst du mich damit oder wen? Ich habe Dich nicht nach deiner Meinung über Liebe gefragt. Anscheinend kannst du nicht genau lesen!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 21:33

Naja
du darfst das Kind nicht mit einem Erwachsenen vergleichen. Du bringst das Beispiel das Kindes, was eine Abhängigkeit des Erwachsenen Deiner Meinung nach gerechtfertigt! Abhängigkeit und Sehnsucht nach der großen Mutter (die einem Schutz und Geborgenheit bietet) ist ja an sich wünschenswert, ABER es gibt die psychologische Bestrebung in den Mutterschoß zurückzukehren - was eine Regression und keinen Wachstum in der Entwicklung darstellt.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Erreiche eine freiheit und Unabhängigkeit und bin in der Lage, den Partner und die Menschen zu lieben, (Wachstum)

Oder ich bin derart regressiv, dass ich mich abhängig mache.

Die Regressions (Abhängigkeit) und Progressionshypothese (Wachstum) werden anhand der Darstellungen des Analytikers E. Fromm deutlich (aus dem Buch die Seele des Menschen ihre Fähigkeit zum guten und zum Bösen).

Für mich steht es eindeutig fest, dass Abhängigkeit von der Mutter (Übertragen auf die Frau) und ebenso Abhängigkeit der Frau (Übertragen auf den Mann) eine Regression darstellt, das Gegenteil von Freiheit, und einen zutiefst abhängigen Menschen.

Meiner Ansicht nach können nur freie Menschen wirklich Lieben. Das Kind Argument, dass es von der Mutter Abhängig ist, ist nicht anwendbar, auf einen Menschen welcher sich aus der Regression in Richtung Wachstum entwickeln will!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 21:36

Naja
definiere was ist krank ?

Wenn es die Krankheit aller ist, taucht sie im Bewusstsein als Krankheit nicht auf. E. Fromm spricht daher von einer "Pathologie der Normalität".

darüber hinaus sind die normalsten die kranken und die kranken die gesündesten. Ich muss jetzt leider duschen und essen gehen und kann diese These belegen!

Du kannst auch via youtube nach Erich Fromm suchen "die normalen sind die kranken" dort ist es auch gut erklärt. Ich kann es aber auch in eigenen Worten erklären: Die angepassten Menschen haben alles verlassen was Ihnen eigen ist und verfolgen entfremdete Ziele, weil sie selbst entfremdet sind.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2014 um 21:38

Weil
tiefes Loch steht für eine Innere Leere, wenn du vorher die Leere durch jemand anders Kompensiert hast, dann ist es so als ob ich Unglücklich bin, und um mein Unglücklichsein zu vergessen mir einen Kinofilm reinschaue - und die Realität für einen Augenblick verschwindet. Wenn der Film dann aber zu Ende ist, taucht die leere wieder auf, weil die Kompensation nur für einen Zeitdauer wirkt und nicht auf ewig. Das ist die Erklärung.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2014 um 13:35

Ich würde das Trennen
es gibt (sehr wenige) Menschen, die wirklich in einer emotionalen Abhängigkeit zu einer Person sind.

Es gibt wesentlich mehr, die finden, dass sie ohne Partner (ggf. und Kind), kein "richtiges" Leben haben, das es nicht so ist, wie es sein *müsste* und allein einfach nicht richtig ist - das provoziert auch eine ziemlich grosse Angst, Verlassen zu werden, samt Folgen, die ebenfalls in diese Richtung gehen.

Primäre Stichworte für beides sind für mich Projektion (meines gewünschten Glückes, meines "Heils", meines erhofften Lebens) auf eine andere Person, Abgabe von Verantwortung (für sich selbst und das eigene Leben) und sehr schwaches Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl.

Co-Abhängigkeit / Helfersyndrom ist für mich (jetzt werden mir viele schön an den Hals springen) eben diese Projektion auf einem Level, was ein paar Stufen höher ist.
Hilfe ist etwas edles, aber nur, wenn sie Mass kennt. Wenn sie kein Mass kennt, ist es nicht mehr das Ziel, einer anderen Person zu helfen, sondern sich selbst zu helfen. (meine (!) persönliche (!) Meinung (!) )

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Februar 2014 um 16:43

Abhängigkeiten
zwischen erwachsenen Menschen beruhen in meinen Augen zumeist auf einer Fehleinschätzung der Betroffenen: man glaubt, ohne den anderen nicht leben zu können. Oder man glaubt, nur mit dem anderen "vollständig" bzw. "etwas wert" zu sein.

ABER: man lebt immer allein und man ist auch ohne den anderen immer noch dieselbe Person. Das wird leider viel zu oft vergessen.

Freundliche Grüße,
Christoph

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. März 2014 um 21:50

Bitte?
wer ist von wem abhängig, du und dein mann aufgrund der kinder? oder was meinst du nun

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. März 2014 um 18:46

Durch eine gesellschaftlich
akzeptierte, wenn nicht sogar geförderte Ansicht von romantischer Liebe. (siehe Literatur und Film)
Und die Hormone.
Zudem: um solche "Dinge" reflektieren zu können, bedarf es einer gewissen Intelligenz.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen