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Eure Einschätzung bitte.

18. Juni 2018 um 10:36

in Deutschland ist es so, dass die Gerichte Nachforschungen anstellen (lassen), welche Erbberechtigten es gibt (teilweise bis ins Ausland). Wer im Testament nicht erwähnt wird, erbt den Pflichtteil. Dieser kann einem im Normalfall nicht weggenommen werden. Ich würde auch da noch einmal nachhaken. Dieser Pflichtteil geht sogar an die Kinder des Erbberechtigten weiter, falls der Erbberechtigte schon verstorben ist.

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18. Juni 2018 um 13:45

Es ist sehr viel passiert.

Zum Beispiel brachte mein Vater in meiner Kindheit öfter den Satz: "Unter Hitler wärt ihr in der Gaskammer verschwunden." 

Mein Bruder wurde einmal dermaßen geprügelt, dass er die ganze Treppe runterflog, nur weil unten der Schulbus etwas länger auf ihn warten musste, der ihn in die Sonderschule brachte. 

Es gab keine Krankengymnastik damals. Da wir keine Treppen laufen konnten, ohne uns am Geländer festzuhalten, zwang mein Vater uns, freihändig die Treppen runter zu laufen und wenn wir hinfielen, gab´s Prügel. 

Wenn wir den Eltern wiedersprachen, gab´s Prügel. Bei jedem Sch*** gab´s Prügel. Mein Bruder und ich wurden bei Familienfeiern ausgeschlossen, oder der Verwandtschaft vorgeführt, um sich lustig über uns zu machen.

Und dann kam meine Mutter immer mit dem Spruch: "Du sollst Vater und Mutter ehren... Nee, unter diesen Umständen wäre ich ganz froh gewesen, wenn sie mich abgetrieben und mir dieses Leben erspart hätten.

Dazu immer wieder Aussagen wie: "Ihr seid nutzlos! - Ihr könnt nix und werdet auch nie was können! - Ihr wärt besser nicht geboren! Oder als mir die Bahn bescheinigte, (wo ich zur Probe gearbeitet hatte) ....ist körperlich nicht in der Lage, die ihr aufgetragenen Aufgaben zu füllen und wird es vermutlich auch nie sein...." , bekam ich von meinem Vater den Ärger meines Lebens. Das war schließlich auch der Punkt, wo ich die Faxen endgültig dicke hatte und auszog.

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18. Juni 2018 um 13:54
In Antwort auf silvesterqueen

Es ist sehr viel passiert.

Zum Beispiel brachte mein Vater in meiner Kindheit öfter den Satz: "Unter Hitler wärt ihr in der Gaskammer verschwunden." 

Mein Bruder wurde einmal dermaßen geprügelt, dass er die ganze Treppe runterflog, nur weil unten der Schulbus etwas länger auf ihn warten musste, der ihn in die Sonderschule brachte. 

Es gab keine Krankengymnastik damals. Da wir keine Treppen laufen konnten, ohne uns am Geländer festzuhalten, zwang mein Vater uns, freihändig die Treppen runter zu laufen und wenn wir hinfielen, gab´s Prügel. 

Wenn wir den Eltern wiedersprachen, gab´s Prügel. Bei jedem Sch*** gab´s Prügel. Mein Bruder und ich wurden bei Familienfeiern ausgeschlossen, oder der Verwandtschaft vorgeführt, um sich lustig über uns zu machen.

Und dann kam meine Mutter immer mit dem Spruch: "Du sollst Vater und Mutter ehren... Nee, unter diesen Umständen wäre ich ganz froh gewesen, wenn sie mich abgetrieben und mir dieses Leben erspart hätten.

Dazu immer wieder Aussagen wie: "Ihr seid nutzlos! - Ihr könnt nix und werdet auch nie was können! - Ihr wärt besser nicht geboren! Oder als mir die Bahn bescheinigte, (wo ich zur Probe gearbeitet hatte) ....ist körperlich nicht in der Lage, die ihr aufgetragenen Aufgaben zu füllen und wird es vermutlich auch nie sein...." , bekam ich von meinem Vater den Ärger meines Lebens. Das war schließlich auch der Punkt, wo ich die Faxen endgültig dicke hatte und auszog.

Ich brauche auch kein Mitleid, denn ich glaube, dass ich mein Leben trotz allen Widrigkeiten ganz gut auf die Reihe gebracht habe. 

Das hätte ich sicher nicht gekonnt, wenn ich zuhause geblieben wäre.

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18. Juni 2018 um 15:48

Einfach ignorieren. Gemeldet ist er!

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18. Juni 2018 um 17:17

Mein Leben und Denken wird sicherlich nicht davon bestimmt. Es kommt halt zeitweise immer mal wieder hoch und ich wollte einfach mal die Einschätzungen anderer User erhalten, um einen erweiterten Blick auf dieses Problem zu bekommen. Das hat ja tatsächlich auch gut funktioniert und ich bedanke mich für eure Meinungen. 

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18. Juni 2018 um 17:29

Nein, nicht mehr. 

Wieso?

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18. Juni 2018 um 21:09
In Antwort auf silvesterqueen

Meine drei gesunden Geschwister haben das Erbe unter sich aufgeteilt und wir beiden Behinderten waren erst gar nicht im Testament erwähnt. 

Bruder hat (oh, wie passend! ) rechtzeitig den Löffel abgegeben.

An mich konnten sie nicht `ran, sonst läge ich vermutlich auch schon längst unter der Erde.

Koennte es sein, dass nur Schulden, durch stark kreditbelastete Immobilien zu erben waren und deine Eltern - dir sowie deinem Bruder keine weitere Last zumuten wollten? Und zu deinem Bruder, was waere mit ihm passiert bzw waer haette sich seiner angenommen, wenn die Eltern ihre Drohung bei Kontaktaufnahme mit dir aus der Whg verbannt hätten? Ach ja und weshalb beschäftigt dich das Ganze 15 Jahre später?

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18. Juni 2018 um 21:39

Meine Mutter war ganz sicher total überfordert, denn von ihr haben wir unsere Behinderung geerbt. Mit ihr habe ich ja noch Mitleid, obwohl sie auch schlecht behandelt wurde und trotzdem Vater´s Taten gedeckt hat. Aber wo hätte sie sie auch hin sollen? 

Mein Vater ist der Übeltäter; erstens, weil er immer weiter Kinder gezeugt hat in der Hoffnung, doch noch einen gesunden Sohn zu bekommen. Kind Nummer 5 war dann der gewünschte Sohn. Diese ungehemmte Vermehrung haben ihm später ALLE Kinder vorgeworfen.

Zweitens, Geld war da. Da war sein Einkommen und Mieteinnahmen aus zwei Häusern. Meinen drei gesunden Geschwistern wurden Hobbies, etc. finanziert. Mein Bruder und ich durften rein gar nichts. 

Ja, früher war eine andere Zeit, ist klar und das Ganze wäre mir noch nicht mal so heftig aufgefallen, wenn ich´s in England nicht anders kennengelernt hätte. 

Hier hält man ja noch das Abschieben (janz weit draußen) in Behindertenwerkstätten für normal. In England ist das ein Unding.
 

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18. Juni 2018 um 22:16

Dort gibt es spezielle Agenturen, die Menschen mit Behinderungen in ganz normale Jobs mit ganz normalen Konditionen und Löhnen vermitteln. Ich brauchte nicht mal eine Vermittlung von denen, sondern habe mir meine Jobs selbst gesucht. Einfach persönlich zu Firmen hingegangen und vorgestellt. No problem! 

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18. Juni 2018 um 22:19


Du bist sursella? Oder so? Wer schreibt dann sonst „opfa“? Die Sprache ist verräterisch! 

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19. Juni 2018 um 2:05
In Antwort auf silvesterqueen

Meine Mutter war ganz sicher total überfordert, denn von ihr haben wir unsere Behinderung geerbt. Mit ihr habe ich ja noch Mitleid, obwohl sie auch schlecht behandelt wurde und trotzdem Vater´s Taten gedeckt hat. Aber wo hätte sie sie auch hin sollen? 

Mein Vater ist der Übeltäter; erstens, weil er immer weiter Kinder gezeugt hat in der Hoffnung, doch noch einen gesunden Sohn zu bekommen. Kind Nummer 5 war dann der gewünschte Sohn. Diese ungehemmte Vermehrung haben ihm später ALLE Kinder vorgeworfen.

Zweitens, Geld war da. Da war sein Einkommen und Mieteinnahmen aus zwei Häusern. Meinen drei gesunden Geschwistern wurden Hobbies, etc. finanziert. Mein Bruder und ich durften rein gar nichts. 

Ja, früher war eine andere Zeit, ist klar und das Ganze wäre mir noch nicht mal so heftig aufgefallen, wenn ich´s in England nicht anders kennengelernt hätte. 

Hier hält man ja noch das Abschieben (janz weit draußen) in Behindertenwerkstätten für normal. In England ist das ein Unding.
 

Hier muss ich dir wirklich widersprechen. Ich habe schon an einigen Einrichtungen fuer behinderte Menschen gearbeitet. Einige davon waren in großen Staedten, eine in einer Kleinstadt. Nicht ganz weit draußen.

Aussedem haben sich die Zeiten gewaltig geaendert. Diese Einrichtungen sind nicht dazu da um Menschen abzuschieben, sondern um ihnen ein Leben zu ermoeglichen das so selbstbestimmt wie moeglich ist.

Man kann dort auch in den Arbeitsgruppen auf die verschiedenen Beduerfnisse der Bewohner eingehen. Auszeiten, besondere Materialien, mehr paedagogische Anleitung usw.

Das wohnen ist so ausgelegt, dass man jedem Bewohner mit der groesstmoeglichen Selbständigkeit wohnen laesst...auch mit einem Partner. Das geht von Wohnungen bei denen sich die Bewohner nur dann Hilfe holen, wenn sie diese brauchen bis zu Wohngemeinschaften bei denen immer paedagogisches und medizinisches Personal anwesend ist. 

Fuer nur koerperbehinderte Menschen gibt es auch andere Moeglichkeiten selbständig zu wohnen. Eine Freundin von mir hat eine starke Spastik. Sie kann nur einen Arm und eine Hand gebrauchen. Sie arbeitet als Journalistin und lebt alleine. Sie hat mehrere Male am Tag Hilfe von einem ambulanten Pflegedienst. 

Es gibt schon Moeglichkeiten. Es gibt diese Moeglichkeiten auch schon seit vielen Jahren. 

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19. Juni 2018 um 11:55
In Antwort auf evaeden

Hier muss ich dir wirklich widersprechen. Ich habe schon an einigen Einrichtungen fuer behinderte Menschen gearbeitet. Einige davon waren in großen Staedten, eine in einer Kleinstadt. Nicht ganz weit draußen.

Aussedem haben sich die Zeiten gewaltig geaendert. Diese Einrichtungen sind nicht dazu da um Menschen abzuschieben, sondern um ihnen ein Leben zu ermoeglichen das so selbstbestimmt wie moeglich ist.

Man kann dort auch in den Arbeitsgruppen auf die verschiedenen Beduerfnisse der Bewohner eingehen. Auszeiten, besondere Materialien, mehr paedagogische Anleitung usw.

Das wohnen ist so ausgelegt, dass man jedem Bewohner mit der groesstmoeglichen Selbständigkeit wohnen laesst...auch mit einem Partner. Das geht von Wohnungen bei denen sich die Bewohner nur dann Hilfe holen, wenn sie diese brauchen bis zu Wohngemeinschaften bei denen immer paedagogisches und medizinisches Personal anwesend ist. 

Fuer nur koerperbehinderte Menschen gibt es auch andere Moeglichkeiten selbständig zu wohnen. Eine Freundin von mir hat eine starke Spastik. Sie kann nur einen Arm und eine Hand gebrauchen. Sie arbeitet als Journalistin und lebt alleine. Sie hat mehrere Male am Tag Hilfe von einem ambulanten Pflegedienst. 

Es gibt schon Moeglichkeiten. Es gibt diese Moeglichkeiten auch schon seit vielen Jahren. 

DU hast das Ganze aus Sicht der Betreuenden wahrgenommen. Die Sicht von den Menschen, die auf solche "Hilfe" , sag´ ich mal, angewiesen sind, ist wiederum ganz anders. Ich beschäftige mich mit diesem Thema schon seit fast 20 Jahren und habe auch die Unterstützung von Leuten in der Politik, die diese Probleme in den Werkstätten ebenfalls sehen und kritisieren; zu Recht! Denn das Leben und Arbeiten dort ist mit der Menschenrechtslage nicht vereinbar. Ganz abgesehen von dem äußerst niedrigen Lohn, der dort gezahlt wird und der auch noch auf die Grundsicherung angerechnet wird. Es gibt immer wieder Klagen in den Werkstätten, weil die Menschen sich dort nicht wertgeschätzt fühlen.

Deine befreundete Journalistin wird auch ganz anders wahrgenommen, weil sie einen normalen Beruf hat. Die kann nicht so einfach gegängelt, bevormundet, diszipliniert und gebrochen werden.

Ich habe auch mal in solch´ einer Werkstatt gearbeitet; in Osnabrück-Sutthausen als Praktikantin. Einmal und nie wieder! Zunächst musste ich eine Erklärung unterschreiben, dass alles, was ich dort sehe und erlebe, geheim bleibt. Nun gut; ich halte mich daran.

Ich habe aber auch eine Behindertenwerkstatt in Siegburg (die INTEC) gesehen und dort rekrutierte man auch Menschen, die eine psychische Krankheit hatten, weil es nicht genug andere Behinderte gab, um die Aufträge aus der Wirtschaft zu erfüllen. Diese Leute waren an Computer-Projekten beteiligt, das Spezialwissen erforderte. Und das zu einem Lohn, für den man in der freien Wirtschaft das 10-fache hätte zahlen müssen und auch noch Steuervergünstigungen dafür einstrich. 

Also, erzähl´ mir nix vom Pferd, liebe Mod. 
 

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19. Juni 2018 um 11:58

Auch für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es diese Agenturen und natürlich finden auch die einen Job. 

Nur für die allerschwersten Fälle, die gar nichts machen können, gibt es entsprechende Einrichtungen.

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19. Juni 2018 um 12:24

Ich war vielleicht früher mal ein Opfer, bin es aber schon seit langem nicht mehr. 

Es ist ja in Ordnung, wenn deine Schwester in der Einrichtung glücklich ist. Sie kennt ja auch nichts anderes. 

Doch, ich weiß sehr genau, wie viele Gelder diese Einrichtungen verschlingen; ich hätte fast gesagt, verplempern, die viel zielgerichteter eingesetzt werden könnten, um diese Menschen zu fördern.

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19. Juni 2018 um 12:32

Dann wäre es am sinnvollsten, wenn man mal Gelder, die normalerweise an die Werkstätten gehen, umleiten würde an Betriebe, die bereit sind, Leute mit Behinderungen einzustellen, nicht wahr? Das funktioniert ja auch in anderen Ländern so.

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19. Juni 2018 um 12:45

Wenn nix mehr da ist, lohnt sich das Einklagen auch nicht mehr.

Im übrigen hat man mir schon vor Jahren gesagt, dass man meinen Bruder nicht mehr ausgraben würde.

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19. Juni 2018 um 12:52

Ich geb´ ja keine Ruhe! 

Meine Geschwister sind auch so nervös, dass sie abgetaucht sind.

 

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19. Juni 2018 um 13:10

Ich gebe dir Recht, wenn du sagst, dass man in den Arbeitsmarkt, wie er jetzt ist, keine Menschen mit Behinderungen integrieren kann. Das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Aber irgendwo muss ja mal der Anfang gemacht werden, nicht wahr?

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19. Juni 2018 um 13:23

Da liegt dein Irrtum und auch der Irrtum ganz vieler Menschen in Deutschland. Denn dass es auch anders geht, das machen viele andere europäische Länder vor.

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19. Juni 2018 um 16:24

Mein Bruder war noch minderjährig, als ich ausgezogen bin und meine Eltern hatten das Sorgerecht. 

Übrigens waren meine Eltern dem Jugendamt bekannt, nachdem sie mir die Rückenverletzunng beigebracht hatten und weswegen ich sechs Monate lang in der Uniklinik Bonn gelegen habe. 

Nein, ich will keinen "Behindertenfrauentag", sondern es reicht völlig, wenn Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft integriert werden. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.

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19. Juni 2018 um 16:38

Es REICHT mal wieder!

Ich habe dich gemeldet.

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19. Juni 2018 um 16:49
In Antwort auf silvesterqueen

Da liegt dein Irrtum und auch der Irrtum ganz vieler Menschen in Deutschland. Denn dass es auch anders geht, das machen viele andere europäische Länder vor.

Nein, das ist kein Irrtum. Es gibt sehr viele Einrichtungen in denen behinderte Menschen sehr gluecklich arbeiten und leben. Weggesperrt sind sie nicht. Je nach Grad der Behinderung entscheiden sie selber....wie sie leben, was sie in ihrer Freizeit machen, welche Partner sie sich aussuchen.

Besonders Menschen mit geistigen Behinderungen und mit bestimmten psychischen Krankheiten sind darauf angewiesen in einem therapeutischen Rahmen zu arbeiten und zu leben. Das kann ein “normaler” Arbeitgeber nicht bieten.

Ich habe bis vor ein paar Jahren in dem Bereich gearbeitet und habe schon deshalb mehr Einblick in dieses System als du. 
 

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19. Juni 2018 um 16:58
In Antwort auf evaeden

Nein, das ist kein Irrtum. Es gibt sehr viele Einrichtungen in denen behinderte Menschen sehr gluecklich arbeiten und leben. Weggesperrt sind sie nicht. Je nach Grad der Behinderung entscheiden sie selber....wie sie leben, was sie in ihrer Freizeit machen, welche Partner sie sich aussuchen.

Besonders Menschen mit geistigen Behinderungen und mit bestimmten psychischen Krankheiten sind darauf angewiesen in einem therapeutischen Rahmen zu arbeiten und zu leben. Das kann ein “normaler” Arbeitgeber nicht bieten.

Ich habe bis vor ein paar Jahren in dem Bereich gearbeitet und habe schon deshalb mehr Einblick in dieses System als du. 
 

Du willst also behaupten, dass dieses System BESSER ist als ausländische Systeme, die ihre behinderten Mitmenschen in normale Jobs vermitteln, zu normalen Konditionen und Löhnen? 

Übrigens ist dies auch Aufgabe der Werkstätten, die sie aber mehr als ungenügend erfüllen, denn nur 1% der dort Beschäftigten wechseln in den 1.Arbeitsmarkt. 

Nein, ich muss nicht jahrelang in dem Bereich gearbeitet haben um zu wissen, dass dieses System die Abhängigkeit zementiert. 

Und wenn ich nix von anderen Systemen weiß, kann ich auch glücklich sein mit einem System, das mich nicht weiter bringt.

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19. Juni 2018 um 17:15
In Antwort auf silvesterqueen

Du willst also behaupten, dass dieses System BESSER ist als ausländische Systeme, die ihre behinderten Mitmenschen in normale Jobs vermitteln, zu normalen Konditionen und Löhnen? 

Übrigens ist dies auch Aufgabe der Werkstätten, die sie aber mehr als ungenügend erfüllen, denn nur 1% der dort Beschäftigten wechseln in den 1.Arbeitsmarkt. 

Nein, ich muss nicht jahrelang in dem Bereich gearbeitet haben um zu wissen, dass dieses System die Abhängigkeit zementiert. 

Und wenn ich nix von anderen Systemen weiß, kann ich auch glücklich sein mit einem System, das mich nicht weiter bringt.

Übrigens beziehe ich aus Großbritannien eine Altersrente. Wäre ich in Deutschland geblieben, hätte ich keine Rente.

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19. Juni 2018 um 17:48

Hab´ ich auch nirgendwo behauptet. 

Nach meinem Weggang hat sich in GB vieles verschlechtert. Aber Behindertenwerkstätten gibt es dort nicht und das ist außerordentlich positiv zu werten.
 

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19. Juni 2018 um 18:04

Ich kann mich daran erinnern, dass bis zu meinem Schuleintritt das Jugendamt regelmäßig bei uns vorbeischaute. Damals verstand ich natürlich noch nicht, warum und wieso.

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19. Juni 2018 um 18:10
In Antwort auf silvesterqueen

Hab´ ich auch nirgendwo behauptet. 

Nach meinem Weggang hat sich in GB vieles verschlechtert. Aber Behindertenwerkstätten gibt es dort nicht und das ist außerordentlich positiv zu werten.
 


Ich glaube silversterqueen, dein Ärger ist dass Menschen mit einer Beeinträchtigung, sei es körperlich, geistig oder psychisch nicht als gleichwertige Menschen unserer Gesellschaft angenommen und behandelt werden!
dein Bericht von 11.55 heute hat mich beeindruckt!
ich habe 21 Jahrein in einem Pflegeheim in der Schweiz gearbeitet! Die Haltung gegenüber den Bewohnern war schlecht, vor allem auch Menschen mit einer Demenzerkrankung wurden nicht ressourcengerecht behandelt! In den letztenJahren hat sich viel verändert! Im Behindertenbereich kenne ich mich nicht aus! Aber dass es geschützte Arbeitsplätze gibt, werte ich auch positiv! Lg

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19. Juni 2018 um 18:17
In Antwort auf myra_877605


Ich glaube silversterqueen, dein Ärger ist dass Menschen mit einer Beeinträchtigung, sei es körperlich, geistig oder psychisch nicht als gleichwertige Menschen unserer Gesellschaft angenommen und behandelt werden!
dein Bericht von 11.55 heute hat mich beeindruckt!
ich habe 21 Jahrein in einem Pflegeheim in der Schweiz gearbeitet! Die Haltung gegenüber den Bewohnern war schlecht, vor allem auch Menschen mit einer Demenzerkrankung wurden nicht ressourcengerecht behandelt! In den letztenJahren hat sich viel verändert! Im Behindertenbereich kenne ich mich nicht aus! Aber dass es geschützte Arbeitsplätze gibt, werte ich auch positiv! Lg

Die Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft in GB sind genauso geschützt. Die kann man nicht einfach kündigen, weil da öffentliche an die Betriebe gezahlt werden, die diese Menschen beschäftigen. Ohne diese gezahlten Steuergelder könnten manche Betriebe gar nicht überleben.

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19. Juni 2018 um 19:19

Den haben wir in Deutschland auch und aus diesem Grund ist es schwer, Arbeit zu finden, denn wer einen Menschen mit Behinderung einstellt, wird mit Papierkram zugeschüttet, mit Regelungen gegängelt und kann seinen Betrieb nicht mehr führen, wie er möchte und wie es sinnvoll wäre. Da muss sich dringend etwas ändern!

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19. Juni 2018 um 23:12
In Antwort auf silvesterqueen

Den haben wir in Deutschland auch und aus diesem Grund ist es schwer, Arbeit zu finden, denn wer einen Menschen mit Behinderung einstellt, wird mit Papierkram zugeschüttet, mit Regelungen gegängelt und kann seinen Betrieb nicht mehr führen, wie er möchte und wie es sinnvoll wäre. Da muss sich dringend etwas ändern!

An welche Betriebe denkst du? 

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19. Juni 2018 um 23:15
In Antwort auf moitoy

An welche Betriebe denkst du? 

Ich denke da an Kleinbetriebe (20-50 Mitarbeiter)

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19. Juni 2018 um 23:26

Danke, dass du mir nun auf diese Frage antwortest - doch ich dachte weniger um die Anzahl der Mitarbeiter sondern in welchen Bereichen bzw Ausuebung der Taetigkeiten.

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20. Juni 2018 um 6:50
In Antwort auf silvesterqueen

Du willst also behaupten, dass dieses System BESSER ist als ausländische Systeme, die ihre behinderten Mitmenschen in normale Jobs vermitteln, zu normalen Konditionen und Löhnen? 

Übrigens ist dies auch Aufgabe der Werkstätten, die sie aber mehr als ungenügend erfüllen, denn nur 1% der dort Beschäftigten wechseln in den 1.Arbeitsmarkt. 

Nein, ich muss nicht jahrelang in dem Bereich gearbeitet haben um zu wissen, dass dieses System die Abhängigkeit zementiert. 

Und wenn ich nix von anderen Systemen weiß, kann ich auch glücklich sein mit einem System, das mich nicht weiter bringt.

Ich weiß ueber das System in England nichts. Also kann ich dazu nichts sagen. 

Aber ich moechte doch noch einige Dinge richtigstellen. 

Menschen die nur eine Koerperbhinderung haben werden sowieso nicht in einer Werkstatt fuer behinderte Menschen arbeiten. Sie koennen ganz normal auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten und auch (mit Hilfen wenn sie gebraucht werden) alleine wohnen...oder mit Partner, wie sie eben wollen. 

Menschen mit geistigen Behinderungen oder mit geistiger + mehfachbehinderung koennen das nicht. Sie sind auch nicht so einfach in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie brauche in vielen Faellen paedagogisches und oft auch medizinisches Personal Vorort.

Diese Menschen waeren an Arbeitsplätzen des ersten Arbeitsmarkt auch sehr ueberfordert und vor allem sehr einsam. Sie haben schlechte Chancen Freunde oder potentielle Partner kennenzulernen. Diese Dinge passieren in Einrichtungen fuer geistig behinderte Menschen aber schon. Das ist auch sehr wichtig.

Ich gebe dazu ein Beispiel um zu verdeutlichen wasmich meine. Ich hatte eine Schülerin die mehrfach behindert ist. Sie hat eine Intelligenzminderung und kann deshalb nicht alleine leben. Sie sieht auch sehr schlecht.

Ihre Eltern wollten nach der Schulzeit unbedingt, dass sie im “normalen” Arbeitsmarkt arbeitet. Sie haben eine Stelle bei einer Putzfirma fuer sie gefunden. Sie war dabei sehr einsam und ungluecklich. Sie wurde einer Reinigungskraft zugeteilt und war auch von diesen Anforderungen überfordert. Freunde hatte sie auch keine. 

Ihre Eltern hatten dann ein Einsehen. Sie zog in eine Einrichtung mit Arbeitsmoeglichkeit. Dort wird sie zu arbeiten angeleitet, die sie gut bewältigen kann. Wenn sie einen schlechten Tag hat arbeitet sie eben nur fuer kurze Zeit.

Aussedem hat sie dort einen jungen Mann kennengelernt mit dem sie in einer kleinen Wohnung lebt. Betreuer sind anwesend, werden von den beiden aber nur bei Bedarf geholt.

Sie ist damit sehr gluecklich. Die hat ihren Partner, sie hat Freunde auf ihrem Level mit denen sie Dinge unternehmen kann die so angeleitet sind, dass sie nicht ueberfordert ist.

Fuer solche Menschen wie diese junge Frau sind diese Einrichtungen eine sehr gute Alternative. 

Sie sind NICHT fuer Menschen gedacht die nur eine koerperliche Einschränkung haben. 

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20. Juni 2018 um 7:09
In Antwort auf evaeden

Ich weiß ueber das System in England nichts. Also kann ich dazu nichts sagen. 

Aber ich moechte doch noch einige Dinge richtigstellen. 

Menschen die nur eine Koerperbhinderung haben werden sowieso nicht in einer Werkstatt fuer behinderte Menschen arbeiten. Sie koennen ganz normal auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten und auch (mit Hilfen wenn sie gebraucht werden) alleine wohnen...oder mit Partner, wie sie eben wollen. 

Menschen mit geistigen Behinderungen oder mit geistiger + mehfachbehinderung koennen das nicht. Sie sind auch nicht so einfach in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie brauche in vielen Faellen paedagogisches und oft auch medizinisches Personal Vorort.

Diese Menschen waeren an Arbeitsplätzen des ersten Arbeitsmarkt auch sehr ueberfordert und vor allem sehr einsam. Sie haben schlechte Chancen Freunde oder potentielle Partner kennenzulernen. Diese Dinge passieren in Einrichtungen fuer geistig behinderte Menschen aber schon. Das ist auch sehr wichtig.

Ich gebe dazu ein Beispiel um zu verdeutlichen wasmich meine. Ich hatte eine Schülerin die mehrfach behindert ist. Sie hat eine Intelligenzminderung und kann deshalb nicht alleine leben. Sie sieht auch sehr schlecht.

Ihre Eltern wollten nach der Schulzeit unbedingt, dass sie im “normalen” Arbeitsmarkt arbeitet. Sie haben eine Stelle bei einer Putzfirma fuer sie gefunden. Sie war dabei sehr einsam und ungluecklich. Sie wurde einer Reinigungskraft zugeteilt und war auch von diesen Anforderungen überfordert. Freunde hatte sie auch keine. 

Ihre Eltern hatten dann ein Einsehen. Sie zog in eine Einrichtung mit Arbeitsmoeglichkeit. Dort wird sie zu arbeiten angeleitet, die sie gut bewältigen kann. Wenn sie einen schlechten Tag hat arbeitet sie eben nur fuer kurze Zeit.

Aussedem hat sie dort einen jungen Mann kennengelernt mit dem sie in einer kleinen Wohnung lebt. Betreuer sind anwesend, werden von den beiden aber nur bei Bedarf geholt.

Sie ist damit sehr gluecklich. Die hat ihren Partner, sie hat Freunde auf ihrem Level mit denen sie Dinge unternehmen kann die so angeleitet sind, dass sie nicht ueberfordert ist.

Fuer solche Menschen wie diese junge Frau sind diese Einrichtungen eine sehr gute Alternative. 

Sie sind NICHT fuer Menschen gedacht die nur eine koerperliche Einschränkung haben. 


Da bin ich total gleicher Meinung wie du! Man gibt diesen jungen Menschen auch die Möglichkeit sich von den Eltern abzunabeln! Und die Eltern können beruhigt sein dass das Leben ihrer Tochter oder Sohn weiter geht, auch ohne sie!
Aber das war nicht silvesterqueens Situation! Aber sollte doch ein Thema sein, das die ganze Gesellschaft angeht!

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20. Juni 2018 um 12:18
In Antwort auf evaeden

Ich weiß ueber das System in England nichts. Also kann ich dazu nichts sagen. 

Aber ich moechte doch noch einige Dinge richtigstellen. 

Menschen die nur eine Koerperbhinderung haben werden sowieso nicht in einer Werkstatt fuer behinderte Menschen arbeiten. Sie koennen ganz normal auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten und auch (mit Hilfen wenn sie gebraucht werden) alleine wohnen...oder mit Partner, wie sie eben wollen. 

Menschen mit geistigen Behinderungen oder mit geistiger + mehfachbehinderung koennen das nicht. Sie sind auch nicht so einfach in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie brauche in vielen Faellen paedagogisches und oft auch medizinisches Personal Vorort.

Diese Menschen waeren an Arbeitsplätzen des ersten Arbeitsmarkt auch sehr ueberfordert und vor allem sehr einsam. Sie haben schlechte Chancen Freunde oder potentielle Partner kennenzulernen. Diese Dinge passieren in Einrichtungen fuer geistig behinderte Menschen aber schon. Das ist auch sehr wichtig.

Ich gebe dazu ein Beispiel um zu verdeutlichen wasmich meine. Ich hatte eine Schülerin die mehrfach behindert ist. Sie hat eine Intelligenzminderung und kann deshalb nicht alleine leben. Sie sieht auch sehr schlecht.

Ihre Eltern wollten nach der Schulzeit unbedingt, dass sie im “normalen” Arbeitsmarkt arbeitet. Sie haben eine Stelle bei einer Putzfirma fuer sie gefunden. Sie war dabei sehr einsam und ungluecklich. Sie wurde einer Reinigungskraft zugeteilt und war auch von diesen Anforderungen überfordert. Freunde hatte sie auch keine. 

Ihre Eltern hatten dann ein Einsehen. Sie zog in eine Einrichtung mit Arbeitsmoeglichkeit. Dort wird sie zu arbeiten angeleitet, die sie gut bewältigen kann. Wenn sie einen schlechten Tag hat arbeitet sie eben nur fuer kurze Zeit.

Aussedem hat sie dort einen jungen Mann kennengelernt mit dem sie in einer kleinen Wohnung lebt. Betreuer sind anwesend, werden von den beiden aber nur bei Bedarf geholt.

Sie ist damit sehr gluecklich. Die hat ihren Partner, sie hat Freunde auf ihrem Level mit denen sie Dinge unternehmen kann die so angeleitet sind, dass sie nicht ueberfordert ist.

Fuer solche Menschen wie diese junge Frau sind diese Einrichtungen eine sehr gute Alternative. 

Sie sind NICHT fuer Menschen gedacht die nur eine koerperliche Einschränkung haben. 

Dazu hätte ich eine Frage: 

Hast du den Wallraff-Report (Februar 2016) über die Werkstätten gesehen? Die Recherchen dazu wurden von mir und anderen Leuten, die in den Werkstätten arbeiten, angeregt. Die Recherchen haben dann auch unsere Erfahrungen mit den Werkstätten bestätigt.

Die Behindertenrechtskonvention "duldet" zur Zeit diese Werkstätten noch, da ansonsten ein Vakuum entstehen würde, empfiehlt aber deren Auflösung. 

Die Unterteilung in "geistig behindert" , "körperlich behindert" und "mehrfach behindert" gehört auf den Schutthaufen der geschichtlichen Verirrungen, die teilweise noch aus Nazi-Zeit stammen. 

Fast alle Menschen mit Behinderungen, außer jenen, die 24/7 im Bett liegen müssen, aber das sind ganz wenige, könnten am normalen Arbeitsleben teilnehmen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Das will man aber deshalb nicht, weil man sich keine Konkurrenz schaffen und über die Lohnschiene von seinem kuscheligen Arbeitsplatz verdrängt werden will, nicht wahr?

Ich weiß nicht, wie viele Intelligenztests ich in meinem Leben machen musste, um mich in eine Werkstatt abschieben zu können. Das hat nie funktioniert! Dann versuchten sie es über die psychologische Schiene, weil ich ja extreme Gewalt erlebt hatte. Hat auch nicht geklappt, weil ich mich dagegen gewehrt habe.

Es gibt Studien, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurden und die besagen, dass über 50% aller Menschen mit Behinderungen in der BRD schon mal irgendwann in ihrem Leben körperlich, psychisch oder sexuell misshandelt worden sind, aber den Mund halten, weil sie auf Hilfeleistungen des Täters angewiesen sind. Und....JA, das passiert zuhause UND das passiert in den Werkstätten. 

Fazit: diese Gesellschaft kommt mit Behinderungen noch nicht klar!

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20. Juni 2018 um 12:25
In Antwort auf silvesterqueen

Dazu hätte ich eine Frage: 

Hast du den Wallraff-Report (Februar 2016) über die Werkstätten gesehen? Die Recherchen dazu wurden von mir und anderen Leuten, die in den Werkstätten arbeiten, angeregt. Die Recherchen haben dann auch unsere Erfahrungen mit den Werkstätten bestätigt.

Die Behindertenrechtskonvention "duldet" zur Zeit diese Werkstätten noch, da ansonsten ein Vakuum entstehen würde, empfiehlt aber deren Auflösung. 

Die Unterteilung in "geistig behindert" , "körperlich behindert" und "mehrfach behindert" gehört auf den Schutthaufen der geschichtlichen Verirrungen, die teilweise noch aus Nazi-Zeit stammen. 

Fast alle Menschen mit Behinderungen, außer jenen, die 24/7 im Bett liegen müssen, aber das sind ganz wenige, könnten am normalen Arbeitsleben teilnehmen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Das will man aber deshalb nicht, weil man sich keine Konkurrenz schaffen und über die Lohnschiene von seinem kuscheligen Arbeitsplatz verdrängt werden will, nicht wahr?

Ich weiß nicht, wie viele Intelligenztests ich in meinem Leben machen musste, um mich in eine Werkstatt abschieben zu können. Das hat nie funktioniert! Dann versuchten sie es über die psychologische Schiene, weil ich ja extreme Gewalt erlebt hatte. Hat auch nicht geklappt, weil ich mich dagegen gewehrt habe.

Es gibt Studien, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurden und die besagen, dass über 50% aller Menschen mit Behinderungen in der BRD schon mal irgendwann in ihrem Leben körperlich, psychisch oder sexuell misshandelt worden sind, aber den Mund halten, weil sie auf Hilfeleistungen des Täters angewiesen sind. Und....JA, das passiert zuhause UND das passiert in den Werkstätten. 

Fazit: diese Gesellschaft kommt mit Behinderungen noch nicht klar!

Ich denke, dass ich ausführlich genug das Problem mit dem derzeitigen Umgang mit behinderten Menschen dargelegt habe. 

In der nächsten Zeit könnte es mit der Beantwortung eurer Fragen allerdings etwas dauern, da ich gerade an einem Buchprojekt arbeite, das im Herbst fertiggestellt sein soll und die Zeit drängt.

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20. Juni 2018 um 12:29
In Antwort auf silvesterqueen

Um die Häuser geht´s mir gar nicht.

Ich frage mich nur, ob unsere Behinderung schuld war, dass wir vom Erbe ausgeschlossen wurden? Offensichtlich ja.

Und, nein, genießen kann ich mein Leben nicht mehr, denn der Tod meines Bruders lässt mir keine Ruhe.

du bist jetzt 65....warum lässt du die Vergangenheit, die du nicht mehr verändern
kannst, nicht ruhen und machst dir ein paar Jahre, die angenehm sind.
Eine Antwort auf deine Fragen wirst du nicht mehr bekommen und schon garnicht hier.

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20. Juni 2018 um 12:41
In Antwort auf silvesterqueen

Dazu hätte ich eine Frage: 

Hast du den Wallraff-Report (Februar 2016) über die Werkstätten gesehen? Die Recherchen dazu wurden von mir und anderen Leuten, die in den Werkstätten arbeiten, angeregt. Die Recherchen haben dann auch unsere Erfahrungen mit den Werkstätten bestätigt.

Die Behindertenrechtskonvention "duldet" zur Zeit diese Werkstätten noch, da ansonsten ein Vakuum entstehen würde, empfiehlt aber deren Auflösung. 

Die Unterteilung in "geistig behindert" , "körperlich behindert" und "mehrfach behindert" gehört auf den Schutthaufen der geschichtlichen Verirrungen, die teilweise noch aus Nazi-Zeit stammen. 

Fast alle Menschen mit Behinderungen, außer jenen, die 24/7 im Bett liegen müssen, aber das sind ganz wenige, könnten am normalen Arbeitsleben teilnehmen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Das will man aber deshalb nicht, weil man sich keine Konkurrenz schaffen und über die Lohnschiene von seinem kuscheligen Arbeitsplatz verdrängt werden will, nicht wahr?

Ich weiß nicht, wie viele Intelligenztests ich in meinem Leben machen musste, um mich in eine Werkstatt abschieben zu können. Das hat nie funktioniert! Dann versuchten sie es über die psychologische Schiene, weil ich ja extreme Gewalt erlebt hatte. Hat auch nicht geklappt, weil ich mich dagegen gewehrt habe.

Es gibt Studien, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurden und die besagen, dass über 50% aller Menschen mit Behinderungen in der BRD schon mal irgendwann in ihrem Leben körperlich, psychisch oder sexuell misshandelt worden sind, aber den Mund halten, weil sie auf Hilfeleistungen des Täters angewiesen sind. Und....JA, das passiert zuhause UND das passiert in den Werkstätten. 

Fazit: diese Gesellschaft kommt mit Behinderungen noch nicht klar!

da hat sich aber schon verdammt viel getan seit der Nazi-Zeit ^^. Zum Glück.

Zum einen gibt es Gesetze, dass Unternehmen, die keine Schwerbehinderten Mitarbeiter eingestellt haben, Strafzahlungen leisten müssen, was schon den einen oder anderen zum Nachdenken über die BEsetzung der einen oder anderen Stelle angeregt hat.

Zum zweiten habe ich z.B. auch vor 25 Jahren schon Kollgegen gehabt, die vollständig blind waren - erster Arbeitsmarkt und natürlich mit den entsprechenden Voraussetzungen die geschaffen wurden.

Die (menschliche und in gewisser Weise normale) Intoleranz der "gesunden" Menschen geht auch deutlich zurück, allein dadurch, dass es kein Tabu-Thema mehr ist.

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20. Juni 2018 um 12:43

kann sie auch nicht, das wäre das Ende einer "Gesellschaft" - keine GEMEINSCHAFT ohne Ausgrenzung - zumindest nicht bis wir die nächsten x Evolutionsstufen durch haben.

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20. Juni 2018 um 13:32


Und zu bedenken gibt es auch, dass in unserer Zeit auch für völlig junge, gesunde, gebildete Menschen manchmal schwierig ist, eine Stelle zu finden!
Gehört nicht zum Thema, ist aber auch ein Fakt!

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20. Juni 2018 um 15:25
In Antwort auf myra_877605


Und zu bedenken gibt es auch, dass in unserer Zeit auch für völlig junge, gesunde, gebildete Menschen manchmal schwierig ist, eine Stelle zu finden!
Gehört nicht zum Thema, ist aber auch ein Fakt!

gehört schon zum Thema finde ich.

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20. Juni 2018 um 15:36
In Antwort auf silvesterqueen

Dazu hätte ich eine Frage: 

Hast du den Wallraff-Report (Februar 2016) über die Werkstätten gesehen? Die Recherchen dazu wurden von mir und anderen Leuten, die in den Werkstätten arbeiten, angeregt. Die Recherchen haben dann auch unsere Erfahrungen mit den Werkstätten bestätigt.

Die Behindertenrechtskonvention "duldet" zur Zeit diese Werkstätten noch, da ansonsten ein Vakuum entstehen würde, empfiehlt aber deren Auflösung. 

Die Unterteilung in "geistig behindert" , "körperlich behindert" und "mehrfach behindert" gehört auf den Schutthaufen der geschichtlichen Verirrungen, die teilweise noch aus Nazi-Zeit stammen. 

Fast alle Menschen mit Behinderungen, außer jenen, die 24/7 im Bett liegen müssen, aber das sind ganz wenige, könnten am normalen Arbeitsleben teilnehmen, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Das will man aber deshalb nicht, weil man sich keine Konkurrenz schaffen und über die Lohnschiene von seinem kuscheligen Arbeitsplatz verdrängt werden will, nicht wahr?

Ich weiß nicht, wie viele Intelligenztests ich in meinem Leben machen musste, um mich in eine Werkstatt abschieben zu können. Das hat nie funktioniert! Dann versuchten sie es über die psychologische Schiene, weil ich ja extreme Gewalt erlebt hatte. Hat auch nicht geklappt, weil ich mich dagegen gewehrt habe.

Es gibt Studien, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurden und die besagen, dass über 50% aller Menschen mit Behinderungen in der BRD schon mal irgendwann in ihrem Leben körperlich, psychisch oder sexuell misshandelt worden sind, aber den Mund halten, weil sie auf Hilfeleistungen des Täters angewiesen sind. Und....JA, das passiert zuhause UND das passiert in den Werkstätten. 

Fazit: diese Gesellschaft kommt mit Behinderungen noch nicht klar!

Es tut mir sehr leid, dass du all diese schrecklichen Erfahrungen machen musstest. 

Esmsind aber nicht alle Einrichtungen so. Ich habe in einigen gearbeitet und diese haben den Bewohnern ein Zuhause, soziale Kontakte, Schutz und Selbständigkeit gegeben. 

Es gibt nun mal Menschen mit Intelligenzminderung. Das abzuleugnen hat keinen Sinn. Diese Menschen sind nicht weniger Wert, aber sie brauchen mehr Schutz und Hilfe. 
 

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20. Juni 2018 um 15:40

Eine bezahlte Arbeit kann sie sicher nicht machen. Aber es gibt auch fuer diese Art Behinderung Programme in denen diesen Menschen Tagesstruktur, Foerderungt, Gesellschaft, Therapie usw. geboten wird. 

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20. Juni 2018 um 17:21


Daphne, ich schätze das sehr dass du immer wieder auf die eigentlichen Fragen der TE zurückgehst!
Aber wie ich das beobachte, werden viele Themen auch eigengesetzlich! Und sehr viele Teilnehmer haben sich auch echt bemüht der TE zu helfen! Und ich finde es auch spannend so viele verschiedene Ansichten zu lesen! Schade ist einfach manchmal dass die Haltung nicht immer wetschätzend ist! 

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20. Juni 2018 um 17:23
In Antwort auf myra_877605


Daphne, ich schätze das sehr dass du immer wieder auf die eigentlichen Fragen der TE zurückgehst!
Aber wie ich das beobachte, werden viele Themen auch eigengesetzlich! Und sehr viele Teilnehmer haben sich auch echt bemüht der TE zu helfen! Und ich finde es auch spannend so viele verschiedene Ansichten zu lesen! Schade ist einfach manchmal dass die Haltung nicht immer wetschätzend ist! 


Wertschätzend natürlich, nicht wetschätzend! Wetten können wir ja bei der WM!⚽️😂

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20. Juni 2018 um 19:23

dazu habe ich bewußt nicht mehr geantwortet, weil der Thread schon auf Seite 10 war - gehe davon aus, das alles gesagt wurde, was zu sagen war.

Aber was Behinderte und Gesellschaft angeht - da möchte ich schon mitreden.

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21. Juni 2018 um 19:39

selbst wenn - na und?
Wenn ich eine Meinung zu einem Thema schreiben möchte, dann schreibe ich die eh nicht weil der TE das ernst meint, sondern weil ich meine Meinung zu einem Thema schreiben möchte.

Von daher ist doch herzlich egal, ob jemand ein Fake oder kein Fake ist - wenn Dich ein Thema nicht interessiert, wirst Du doch auch nichts schreiben, sondern nur dann, WENN es Dich interessiert. Welche Rolle spielt es da, ob jmd Fake ist oder nicht?
Mal abgesehen davon: wir sind in einer virtuelle Realität. Hier ist JEDER ein FAKE.

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23. Juni 2018 um 18:39

gerade in ihrer Situation muss man aber die Fähigkeit haben, Dinge auch loszulassen, die man nie ändern kann. Und die Fähigkeit, sich nicht mit etwas selbst zu zerfleischen, was nie lösbar sein wird.

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23. Juni 2018 um 22:45


Aber ich selbst weiss auch immer bei den Andern wie man das machen sollte! Aber bei mir dann, scheiterts auch! In diesem Sinne, verstehe ich die TE! Da kommen halt Gefühle dazu, die man von aussen echt nicht nachvollziehen kann! 

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24. Juni 2018 um 6:34


Genau, so sehe ich das auch purplemoonlight!

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