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Es tut mir so leid

22. April 2009 um 21:05

Hi,
ich habe vor einiger Zeit schon mal nen Beitrag hier rein gestellt. Darin hab ich geschrieben, dass ich meinen Mann, den ich so sehr liebe betrogen habe. Wie mir einige von euch es prophezeit haben, ist es "natürlich" rausgekommen .....Es war schrecklich, auf der einen Seite. Auf der anderen war ich froh, dass es endlich vorbei war.
Ich habe meinen Mann so sehr verletzt. Er versucht mir zu verzeihen, ich weiss, dass er mich liebt. Dass er alles für mich tun würde. Das wusste ich schon immer.
Ich bin ausgebrochen aus einer Beziehung, die doch so gut ist Schön blöd, oder?
Aber ich sage es noch mal, in dem Moment habe ich es genossen. Es war gut und hat mich wieder dazu gebracht mich als Frau zu fühlen.
Und, was fast noch wichtiger ist, ich habe meinen Mann wieder gefunden. Meinen besten Freund, meinen Geliebten

Wasmir leid tut, sind die Verletzungen, die ich ihm zugefügt habe. Ihm so weh getan zu haben ist schlimm. Und ganz sicher hat er das nicht verdient. Ich bewundere ihn dafür, wie er damit umgeht. Wie er versucht etwas zu verstehen, was doch so schwer zu verstehen ist. Genau das macht, dass ich ihn noch mehr liebe.

Komisch, dass das passieren musste, damit wir endlich wieder EHRLICH miteinander reden. Das wir endlich wieder Sex entdeckt haben. Unheimlich tollen, aufregenden Sex. Ganz spontan. Hingebungsvoll. Einfach geil.
Wir sind endlich wieder ein Paar. Und nicht nur Eltern und Berufstätige.

Keine Ahnung, ob wir das nicht auch ohne meinen Fehltritt hinbekommen hätten. Keine Ahnung, ob wir die Kurve aus der Sprachlosigkeit und dem Nebeneinanderherleben gekriegt hätten.

Das soll kein Plädoyer fürs Fremdgehen sein. Ich wollte nur noch mal kurz meine Gedanken loswerden. Und vielleicht anderen Mut machen, dass man auch "positive" Lehren draus ziehen kann. Es gehört viel Liebe und Geduld dazu, dass wieder hinzubekommen. Ich bin 100% davon überzeugt, dass wir das hinbekommen. Ich liebe ihn und ich möchte ihn nicht verlieren.
ER IST DAS BESTE, WAS MIR IN MEINEM LEBEN PASSIERT IST
und fast hätte ich das weggeworfen

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27. April 2009 um 21:16

Danke

@ gezeichnet und varadero:
eigenartig, wie gut ihr meine situation beschreiben könnt ich kann bis heute nicht erklären, was eigentlich genau in mir vorging. sicher gab es viele kleine schritte, die mich an den punkt geführt haben, den ich jetzt nicht mehr rückgängig machen kann. aber wirklich gedacht habe ich nicht ja, es ist schwer im moment. dieser kampf um unsere beziehung. diese angst, ein falsches wort zu sagen und wunden wieder aufzureissen. die angst, dass das vertrauen nie wieder kommt. aber ganz ehrlich, ich weiss nicht, wann wir das letzte mal so intensiv miteinander gelebt haben wie wir das jetzt im moment tun. und ja, ich bin mir sehr sicher, dass wir (beide) es nie wieder soweit kommen lassen werden. ich geniesse die zeit, die ich mit meinem mann verbringe so sehr und ich möchte nichts anderes. wir bekommen das hin, egal wie schwer es wird oder ist. ich will das .....

@anemoe:
so leid es mir tut. ich kann dir nicht sagen, warum ich oder andere das liebste betrügen, das sie haben. ich glaube/weiss mittlerweile, das wahrscheinlich die wenigsten tatsächlich denken. ich hab mich treiben lassen. ich habe nicht gedacht, schon gar nicht an irgendwelche konsequenzen. bei einem mann würde man sicher sagen "der hat mit dem schw.... gedacht" . so in etwa war es auch ich will mich nicht rechtfertigen, kann ich ja auch gar nicht. verständnis wird wahrscheinlich auch kaum jemand haben, ich erwarte das auch gar nicht. wie soll ein anderer begreifen, was da vor sich gegangen ist, wenn ich das nicht mal selber tue.

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28. April 2009 um 7:51

Brahms hat
vollkommen recht. Ja ich bin betrogen worden und auch mein Mann sagt er liebt mich, ich wäre das beste was ihm je passiert ist. Es ist jetzt über ein Jahr her, doch eine Ehe führen wir im Moment nicht wirklich, weil auch ich so etwas nicht verstehen kann. Ich bin noch nicht soweit das ich ihm die Ehefrau sein kann wie vor dem betrug, noch immer denke ich daran zu gehen. Denn auch Sex möchte ich nicht mit ihm.

nuddlz

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28. April 2009 um 16:42

Sie hat Mut!
Weil sie damit leben muss, was sie getan hat und gerade weil sie ihn jetzt wieder liebt, immer wieder damit konfrontiert wird. Sie wird sich immer wieder tief beschämt fühlen, manchmal innerlich weinen, weil sie weiß, wie sehr sie ihm weh getan hat. Man ist nicht einfach nur glücklich und zufrieden, wenn es mit dem Partner wieder gut geht. Man ist dankbar und schämt sich, das ist wie ein dunkler Fleck auf der Seele, der niemals vergeht. Man sieht, wie das eigne Kind wieder aufblüht, ausgeglichen und lieb ist und denkt."Mein Gott, was habe ich Dir bloß angetan?! Gab es denn keinen anderen Weg?"
Man muss vor sich selbst dazu stehen, der Familie Leid zugefügt zu haben, aus äußerst egoistischen Gründen.
Das hätte man sich vorher überlegen sollen?! Ja, das hätte man. Aber man überlegt nicht viel in so einer Situation, ist viel zu viel mit sich selbst beschäftigt, da ist einem alles andere egal.
Ich will damit nichts entschuldigen, es ist nur ein Erklärungsversuch.

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28. April 2009 um 20:31

Hey
.... ich hatte, glaube ich, schon erwähnt, dass ich weder eine Rechtfertigung noch Zuspruch gesucht habe, als diesen Thread reingesetzt habe.
Ich schreibe hier unter anderem, weil ich mir selbst beim Schreiben klarer werde.
Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe. Und vielleicht hört sich auch alles, was ich als "Begründung" angebe, nach lächerlicher Ausrede an. Es gab viele, viele kleine Dinge, die mich dahin geführt haben. Ich kann das nicht mehr rückgängig machen, sondern muss lernen, mit dieser Schuld zu leben. Definitv war und ist es so, dass ich meinen Mann liebe. Ich kann mir vorstellen, dass das nur schwer nachvollziehbar ist. Aber ganz ehrlich, es ist einfach so.
Niemand, der nicht eventuell mal in so einer Situation war (dafür muss man nicht mal tatsächlich in ein fremdes Bett steigen), kann das nachvollziehen. Und ich spreche hier bewusst nicht von "Verstehen". Ich habe gekämpft. Ich habe auch immer gearbeitet. Manchmal schleicht sich der Alltag ein und manchmal passiert es auch in den besten Beziehungen, dass man einander aus den Augen verliert. Niemeand sollte deshalb eine Beziehung wegwerfen. Das, was bei mir und meinem Mann passiert, ist sicherlich auch nicht die Regel. Wir arbeiten mehr als je zuvor an unserer Liebe. Jeder andere hätte mich wahrscheinlich rausgeworfen. Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Aber er hat es nicht getan. Niemand kennt mich so gut wie er. Und niemand kennt ihn so gut wie ich. Das ist Liebe. Und Liebe ist auch verzeihen können. Liebe ist Fehler (manchmal auch sehr schlimme Fehler) verzeihen zu können. Liebe ist auch die Vorstellung, was passiert mit mir, wenn ich mich trenne. Ihm ging es da genauso wie mir. Wir wären nicht mehr komplett.
Ich hab jetzt das Gefühl (wieder), dass ich zu Hause bin. Dass er mein zu Hause ist.

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28. April 2009 um 21:38

Nicht ganz einfach, das zu beantworten
In der Zeit, in der ich mich verliebte, hatte ich die Nase voll von meinem Partner. Ich wollte raus aus meiner Ehe. Ich hatte immer nur gegeben, jahrelang, fühlte mich schlecht, trotz vieler Tränen und hunderten von Gesprächen änderte sich einfach NICHTS. Im Nachhinein denke ich, es war soetwas wie eine kindische Trotzreaktion. Deshalb hatte ich zunächst nicht mal ein schlechtes Gewissen. Ich habe es einfach für MICH getan! Hatte das Gefühl, endlich wieder zu leben. Im Laufe der Zeit setzt dann so ein Ausredenprozess ein. Man denkt, naja, ich nehme ihm ja nichts weg, die paar Stunden in der Woche, wenn es überhaupt mal geklappt hat. Ich bleibe bei ihm, versorge das Kind, gehe arbeiten, bin ja trotzdem da. Sex gab es auch vorher kaum, die Zärtlichkeiten wurden weniger, irgendwann konnte ich beides nicht mehr.
Ich habe mich immer wieder von meinem Mann getrennt, er ist in eine andere Stadt gezogen, weil er dort Arbeit fand. Ich habe ihm aber nie gesagt, dass es jemand anderen gibt, weil dieser das nicht wollte und mich hinhielt. Mein Mann tat mir so unendlich leid und ich konnte mich auch nie ganz von ihm lösen, fühlte mich immer für ihn verantwortlich und hatte auch immer irgendwie Angst!
Wenn ich das alles heute bedenke, so waren diese Jahre ein einziger Albtraum, ich war ständig krank, bekam Ekzeme, Entzündungen, schluckte über ein Jahr Antibiotika usw. DAS waren wohl die Auswüchse meines schlechten Gewissens. Es stimmt zumindest für mich: es hat mich innerlich zerfressen!
Nachdem alles rausgekommen war, fühlte ich mich unendlich befreit. Es folgte eine Zeit der schlimmsten Vorwürfe, viele Gespräche auch über das, was vor der Affäre alles geschehen war - und dann beschlossen wir, es noch einmal zu versuchen. Wir gehen behutsamer miteinander um, haben heute eine sehr innige, liebevolle Beziehung, obwohl oder vielleicht gerade weil wir uns nur am Wochenende sehen.

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28. April 2009 um 21:49
In Antwort auf akinyi_11945558

Nicht ganz einfach, das zu beantworten
In der Zeit, in der ich mich verliebte, hatte ich die Nase voll von meinem Partner. Ich wollte raus aus meiner Ehe. Ich hatte immer nur gegeben, jahrelang, fühlte mich schlecht, trotz vieler Tränen und hunderten von Gesprächen änderte sich einfach NICHTS. Im Nachhinein denke ich, es war soetwas wie eine kindische Trotzreaktion. Deshalb hatte ich zunächst nicht mal ein schlechtes Gewissen. Ich habe es einfach für MICH getan! Hatte das Gefühl, endlich wieder zu leben. Im Laufe der Zeit setzt dann so ein Ausredenprozess ein. Man denkt, naja, ich nehme ihm ja nichts weg, die paar Stunden in der Woche, wenn es überhaupt mal geklappt hat. Ich bleibe bei ihm, versorge das Kind, gehe arbeiten, bin ja trotzdem da. Sex gab es auch vorher kaum, die Zärtlichkeiten wurden weniger, irgendwann konnte ich beides nicht mehr.
Ich habe mich immer wieder von meinem Mann getrennt, er ist in eine andere Stadt gezogen, weil er dort Arbeit fand. Ich habe ihm aber nie gesagt, dass es jemand anderen gibt, weil dieser das nicht wollte und mich hinhielt. Mein Mann tat mir so unendlich leid und ich konnte mich auch nie ganz von ihm lösen, fühlte mich immer für ihn verantwortlich und hatte auch immer irgendwie Angst!
Wenn ich das alles heute bedenke, so waren diese Jahre ein einziger Albtraum, ich war ständig krank, bekam Ekzeme, Entzündungen, schluckte über ein Jahr Antibiotika usw. DAS waren wohl die Auswüchse meines schlechten Gewissens. Es stimmt zumindest für mich: es hat mich innerlich zerfressen!
Nachdem alles rausgekommen war, fühlte ich mich unendlich befreit. Es folgte eine Zeit der schlimmsten Vorwürfe, viele Gespräche auch über das, was vor der Affäre alles geschehen war - und dann beschlossen wir, es noch einmal zu versuchen. Wir gehen behutsamer miteinander um, haben heute eine sehr innige, liebevolle Beziehung, obwohl oder vielleicht gerade weil wir uns nur am Wochenende sehen.

Unglaublich...
was für Wege man im Leben geht - um zu lernen. Harte Wege, traurige Wege, verlogene Wege, Wege die einen krank machen, weil sie dem eigentlichen Charakter widersprechen, Wege, die andere verurteilen, man sie aber trotzdem geht. Man muß sie gehen um glücklich zu werden. Um Klarheit zu bekommen. Wahrscheinlich auch um zu wissen, was man hat und was auf dem Spiel steht.

Das sind jetzt die Gedanken, die mir ganz spontan beim lesen Deines Threads durch den Kopf gegangen sind. Einfach so hingeschmissen. Das hab ich mir gedacht, ja.

Wünsch Dir alles Gute

Nana





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28. April 2009 um 22:07

Stimmt...
hab viele Sichtweisen hier zu lesen bekommen, die mir nicht unbedingt geschmeckt haben aber mit dem nötigen Abstand zu meiner eigenen Geschichte, durchaus die Augen geöffnet haben. Es gibt immer 2 Seiten, die es zu betrachten gibt. Ich hab nun das Glück, meinen Weg ehrlich und gerade weiter gehen zu können. Ich weiß auch nicht, was passiert wäre, wenn ich meinen jetzigen Partner nicht wieder getroffen hätte.

Das Leben hätte mich durchaus auch Wege gehen lassen können, die ich eigentlich für mich ausgeschlossen hätte. Sag niemals NIE. Das habe ich hier immer wieder gesehen.

Es ist gut so dass ich mir treu bleiben konnte. Ich hoffe es bleibt auch so

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28. April 2009 um 22:42


mein Mann hat mich noch nie betrogen, zumindest weiss ich es nicht.

Du hast recht, es war purer Egoismus. Nichts anderes! Und du hast auch recht, dass man das nicht erklären kann, so gern man das auch möchte. Ich bin generell wesentlich egoistischer als mein Mann. Und ich habe mich (vorher) eigentlich auch nie für eine Person gehalten, die ihren Mann betrügt. Es kam mir einfach nie in den Kopf. Ich habe niemals in all der Zeit vorher auch nur darüber nachgedacht.
Ich glaube aber trotzdem, dass all die Jahre, die man vorher miteinander verbracht hat, genau die Basis sein können, auf denen man wieder aufbauen kann.
Vertrauen ist gerade nach einem ONS oder einer Affaire schwer wieder zu erlangen. Aber ich glaube, dass in einer Beziehung, die schon viele ander eschwere Zeiten durchgemacht hat, ein Fundament besteht, dass es möglich macht, Vertrauen wieder aufzubauen und Liebe neu zu leben und vielleicht auch zu entdecken.
Es gibt keine Entschuldigung.
Ich glaube einfach, dass wir das schaffen.

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29. April 2009 um 8:51

Wie schon gesagt
bei mir ist es jetzt über ein Jahr her das mei Mann mich betrogen hat. Und noch immer fühten wir keine richtige Ehe, weil auch ich immer wieder Fragen an ihm habe, die ich genau so wenig verstehe wie brahms.
Es fing damit an das er sich mit einer früheren Schulfreundin schrieb wegen einem Klassentreffen. Da merkte ich das er sich veränderte mir gegenüber. Ich sagte ihm dann immer mal wieder wenn er mich betrügt werde ich gehen. Doch genau da hat er es erst recht getan. Mit einer Person die im Netz Sexpartner suchte weil sie Langeweile hatte. Auch sie war verheiratet. Eine völlig Fremde also. Dreimal hatte er mit ihr Sex, bis sie ihm dann Fotos auf sein Handy schickte die für mich nicht gerade angenehm anzusehen waren. Ja ich habe sie entdeckt weil ich so Mißtrauisch war und dann sein Handy durchsucht habe. Ok keine schöne Art aber unsere Handys liegen immer für jeden offen da. Ich bin bei ihm geblieben weil er beteuert hat mich zu lieben und mich immer geliebt hat. Im Schockzustand habe ich im geglaubt und jetzt wo ich klarer darüber denke glaube ich ich hätte gehen sollen. Er tut jetzt alles für mich aber so hatte ich es nie gewollt.

nuddlz

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11. Mai 2009 um 21:01

@ Brahms
Hi,

um deine Frage zu beantworten, es ist noch nicht so lange her. Es war vor ca. 3 Monaten.
Und ich habe tatsächlich keine Ahnung, wie ich an seiner Stelle reagiert hätte .... Das heisst, das stimmt nicht ganz. Ich glaube, ich wäre nicht so ruhig geblieben. Aber ich denke, auch ich hätte es noch mal versucht.
Ja ,die Basis ist erschüttert. Auch damit hast du recht. LEIDER!

Trotzdem denke ich, dass all die Jahre vorher mehr wiegen, als das was jetzt passiert ist. Es geht gar nicht mal unbedingt darum Was wir erreicht haben (Haus, Auto, Kinder). Das ist alles "nebensächlich". Aber wir haben viel DURCHGEMACHT. Wir haben schon verdammt schwere Zeiten hinter uns gebracht, mit Fehlern, die von beiden Seiten gemacht wurden. Wir haben uns immer wieder zusammengerauft und ich glaube einfach daran, dass wir das auch dieses Mal schaffen werden.

Und in einem Punkt widerspreche ich dir ganz vehement.
Mein Mann wird mir das nie vorhalten. Auch nicht, wenn wir uns streiten werden. Da bin ich mir 10000 % sicher.
Und auch das gehört zu (unserer) Liebe. So fair zu sein, wie möglich.

Du wirst jetzt natürlich einwenden, dass ich ja auch nicht fair gewesen bin, da ich ihn betrogen habe. Du hast recht damit. Aber wenn man gleiches mit gleichem vergilt, dann hat es tatsächlich alles keinen Wert mehr.

Es fiel mir schwer, ehrlich zu sein und die Karten endlich auf den Tisch zu legen. Ja, es war schon zu spät. Denn der Betrug war schon geschehen. Aber auch in so einer Situation kann man noch einmal ehrlich sein. Es zumindest wieder versuchen.

Auch wenn du das nicht verstehen kannst. Ich liebe ihn. Habe ihn immer geliebt. Und ich glaube, dass sich das auch nicht so schnell ändern wird.

Ich wünsch dir noch einen wunderschönen Abend.

LG, tipi

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11. Mai 2009 um 21:57


hmmm .... Hab mich wohl ein bisschen blöd ausgedrückt

Als ich schrieb, dass das sonst keinen Wert mehr hätte, meinte ich damit, dass wir sehr genau darauf achten, wie wir jetzt miteinander umgehen.
Ich möchte mir nicht rausnehmen, ihm irgendwelche "Vorschriften" zu machen, wie er sich mir gegenüber zu verhalten hat. Und ganz ehrlich zu sein, bin ich sogar der Meinung, dass das aus mir höchstwahrscheinlich rausbrechen würde bei einem Streit. Ich habe Angst davor, dass das mal bei meinem Mann passiert.

Sicher glaube ich "nur", dass das wieder alles wird. Du hast recht, ich weiss es nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und diese Hoffnung will ich genauso wenig aufgeben wie meine Beziehung, auch wenn ich kurz davor war alles wegzuwerfen. Quasi mein ganzes Leben

Ich muss dir leider sagen, dass du mich und mein wahres Gesicht nichht kennst. Und ja, vermutlich kannte ich mich selbst nicht mal richtig. (Wahrscheinlich noch nicht mal jetzt.)

Du musst entschuldigen, wenn ich nicht deiner Meinung bin. Ausser in dem Punkt, dass ich verdammtes Glück habe, den Mann zu haben, den ich habe. Er hat seine Emotionen bei weitem nicht so gut im Griff, wie du das vielleicht aus meinem Text herausliest. Und wer könnte es ihm verdenken. Allerdings reagiert immer eher mit dem Kopf. Wir reden. Wir leben MITEINANDER. Und das ist uns beiden so wichtig. Nur hatten wir das irgendwie "vergessen".

Um dieser Liebe eine Chance zu geben, sind wir ehrlich miteinander. Schonungslos ehrlich. Ja, auch das muss man wieder lernen.
Mein Mann ist sicher nicht der gleiche, wie noch vor Wochen. Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Und ich weiss, dass ich ihm weh getan habe. Sehr weh getan habe.
Fremdgehen ist ein Fehler. Dieser Vertrauensruch war ein Fehler. Es gibt kleine und grosse Fehler. Und das, was ich getan habe, war ein sehr grosser Fehler.

LG, tipi

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