Home / Forum / Liebe & Beziehung / Es gibt keine richtigen Freundschaften auf dieser Welt

Es gibt keine richtigen Freundschaften auf dieser Welt

20. November 2013 um 14:00

Nun...langsam drängt sich mir die Meinung auf, dass Freundschaften nur was vorübergehendes sind. Langjährige Freundschaften verändern sich spätestens dann, wenn die besagte Freundin mit ihrem Partner zusammenzieht oder ein Baby kriegt...

Ich habe einige sehr gute und enge Freunde, schon über Jahre hinweg immer die gleichen. In letzter Zeit verändert sich jedoch was, was mir zu schaffen und zu bedenken gibt...

Langsam ziehen fast alle Freunde mit ihren Partnern zusammen, die eine hat sogar geheiratet und ein Baby. So kommt es, dass sie sich plötzlich ihrerseits weniger melden...alle sind irgendwo eingebunden oder haben jetzt ihre Bedürfnisse nach Nähe dank ihres Partneres und dem Baby gestillt...das macht mich traurig, denn auch ich habe einen Partner, aber meine Freunde sind für mich Teil meiner Familie...das waren wirklich enge Freundschaften!

Besondern auffallen tut es mir bei der Freundin mit Baby...während der Schwangerschaft habe ich sie oft gesehen, auch in der ersten Anfangszeit wo das Baby dann auf er Welt war...habe ich extrem Anteil genommen und so super gefreut...sie hatte zu der Zeit noch nicht viele Bekannte mit ebenfalls Babys...war aber auf der Suche nach solchen...immer mehr hat sie ebenfalls junge Mütter kennengelernt und sich mit ihnen getroffen. Trotzdem hatten wir noch Kontakt. Nach ihrer Hochzeit dann gab es nochmals einen Distanzierungs-Schub...sie ist nun halt Ehefra und Mutter und trifft sich mit anderen Ehefrauen und Müttern...und die langjährige alte Schulfreundin, die halt noch studiert....ist wahrscheinlich nicht mehr interessant.....

Wieso ändern sich Freundschaften so dermassen? Ist eine Freundschaft nur Egoismus? Ist sie nur dazu da, momentane Bedürfnisse zu stillen...danach wirft man sie weg?...Ich versteh das nicht...

Ich bin eigentlich eine offene Person, locker, meist super gelaunt...ich lerne schnell neue Leute kennen, auch an der Uni...doch leider sind diese Bekanntschaften nur noch oberflächlich...die können niemals mit einer jahrzentelangen Freundschaft mithalten...schade und traurig...

Mehr lesen

20. November 2013 um 14:44

Doch gibt es
Eine meine Freundschaften ist nach 15 Jahren zerbrochen, doch daran war ich selbst schuld.
Eine andere besteht seit ich 17 bin - also seit 21 Jahren.
Die dritte seit inzwischen 8 Jahren.

Allerdings hat das für mich wenig damit zu tun, wie oft man sich meldet. Ich wohne von beiden inzwischen 300km bzw. über 400km entfernt. Auch damit hat es für mich nichts zu tun.

Ja natürlich sind Bekanntschaften oberflächlich. Deswegen sind es ja "Bekannte". Freunde sind etwas sher wertvolles, was man nur ganz, ganz selten findet.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2013 um 12:39

Naja....also
fensterputzen sicher nid...sie aber gelegentlich unterstützen, würde ich tun...nur ich wohne in ner anderen stadt. ganz so spontan geht das nid. Trotzdem: mein leben geht ja auch weiter...ist eine frage oder eine sms zu viel, wo man sich erkundigt wies geht und wie das studium läuft?ich frag ja schliesslich auch immer regelmässig wies ihrer kleinen familie geht...was sie so machen...etc...naja..wird wohl ne lebensphase sein...hoffe ich doch!

sorry, schreib grad mit dem handy...deswegen keine gross/kleinschreibung

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2013 um 13:14

Hallo!
Ich kann dich sehr gut verstehen! Bei mir war es so, dass Freunde erst nachdem ich ein Baby bekommen hatte Babies bekamen, obwohl ich erst mit 38 mein Kind bekam.

Ich habe das ebenso empfunden. Von meiner Seite aus habe ich versucht von Anfang der Geburt meines eigenen Kindes an die Freundschaften zu erhalten.

Mir waren Telefongespräche wichtiger den je und ich hatte Glück: Die meisten Freundinnen nahmen mehr oder weniger Anteil an meinem Glück, kamen mich besuchen.

Dann bekamen drei Freundinnen Babies und ja: Der Charakter der Freundschaften hat sich ein wenig verändert und maßgeblich verantwortlich, finde ich, ist die Person mit dem Baby.

Die eine Freundin sagte immer sie mag es gar nicht nur Mutter zu sein. Heute ist sie nur Mutter. Gespräche ab vom Thema Kind waren nicht mehr möglich. Alles drehte sich nur darum. Anrufe wurden weniger. Beim zweiten Baby stand ich dann nochmal nach fast einem Jahr mit einem Geschenk auf der Matte. Sie meinte: Oh es tut mir so leid, ich hatte solche Angst, du denkst wir wollen nichts mehr mit dir zu tun haben. Aber ich bin ja immer so beschäftigt. Danach hörte ich wieder nichts. Keine Ahnung warum das in die Brüche ging, denn eigentlich haben wir ja beide Kinder.

Bei den anderen hat es einige Jahre gedauert, bis sich wieder alles so einpendelte.

Man muss irgendwie eine neue, andere Qualität finden und daran arbeiten. Ich treffe mich mit einer Freundin und Kind oft und dann geht es nicht nur um die Kinder, sondern auch um andere Themen. Die Häufigkeit der Besuche ist zu allen geringer geworden.

Aber die Freundschaften währen so lange, dass ich mich derer immer noch sehr sicher fühle. Ich sorge ab und wann für Begegnungen, wo Kinderzeit außen vor steht. Das kostet Organisationstalent, Geld und Kraft. Wenn ich mir vorstelle, dass da jetzt der Lebensgefährte zwischenfunkt, sei es auch nur latent, dann wird es schwieriger für die Frau. Manche Männer wollen oder können nicht so viel Zeit alleine mit den Kleinen verbringen.

Du solltest aber mal ganz offen mit deiner Freundin reden, dass du sehr leidest. Hattet ihr ein gemeinsames Hobby? Standen Gespräche im Vordergrund? Frage sie ganz direkt, ob sie sich nicht einmal im Monat Zeit für dich nehmen kann, um das, was ihr früher so gelebt habt ein wenig aufleben zu lassen. Das würde auch ihr sehr gut tun.

Ich hatte das Glück, dass ich das von Anfang an konnte und unbedingt wollte! Kind konnte immer beim Vater bleiben, ohne dass ich mir Vorwürfe anhören musste.

Das ist aber nicht jedem gegeben.

Heute lebe ich meine alten Hobbies wieder und da ich ihnen nicht mehr so hochfrequentiert nachgehen kann, ist es alles um so schöner, intensiver. Dazu gehören auch die Kontakte zu meinen Freundinnen. Wir genießen die gemeinsame Zeit richtig. Sind emotionaler, offener zueinander.

In diese konventionellen Mutter Kind Kreise bin ich bis heute noch nie so richtig vorgedrungen. Ich finde auch, dass man heute viel zu viel Wert in der Kindererziehung auf diesen ganzen Gruppenwahn schon im frühkindlichen Alter legt und damit kann ich mich nicht identifizieren. Neben der Schul,- Kindergartenzeit stehen die Türen für Freundinnen immer offen. Wir hechten nicht von Sportgruppe zu Ballettgruppe...

Vielen Eltern ist das aber extremst wichtig und so bleibt dann auch wieder weniger Zeit Freundschaften zu pflegen.

Ich hoffe du sprichst deine Freundin mal ganz offen an. Vielleicht kommst du an sie heran. Irgendein Ritual könnt ihr doch sicher verbindlich etablieren.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2013 um 13:24

Zu
dem: Ich finde schon, dass Jahrzehntelange Freundschaften neben Ehe, Kinder eine Daseinsberechtigung haben und verdammt wichtig sind.
Ehen gehen oft in die Brüche. Eine Freundschaft währt oft ewig. Meine älteste Freundschaft währt schon über dreißig Jahre und da können zehn Babies, tyrannische, eifersüchtige Ehemänner keinen Einfluss nehmen.

Wollte dir aber noch auf den Weg geben, dass nicht für jeden den Stellenwert einer Freundschaft so hoch ansiedelt. Es hat also nichts mit dir persönlich zu tun.

Ich denke du wirst auch ein Stück dein eigenes Freundschaftsleben neu aufflammen lassen müssen. Ich habe ganz tolle Erfahrungen mit einer Kontaktanzeige gemacht. Darüber habe ich eine Freundin gefunden.

Ich konnte innerhalb dieser Freundschaft sogar Qualitäten finden, die ich immer vermisst hatte. Damit meine ich besondere Freizeitaktivitäten, die die anderen nicht so toll finden. Wir sehen uns zwar auch nur vier mal im Jahr, aber trotzdem sind wir uns sehr nah.

Also, versuche die Freundschaft zu den Mammis aufrecht zu erhalten, aber such auch mal was Neues. Freundschaften kann man selbst noch im hohen Alter bilden.Dafür ist man nie zu alt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2013 um 20:55

Mit Babys etc
habe ich noch nichts zu tun. Aber ich würde mich anschließen, man darf nicht zuviel erwarten. In schlechten Zeiten zeigt sich, wer wahre Freunde sind und da habe ich auch schon sehr überraschende Erfahrungen im negativen wie im positiven Sinne gemacht. Aber meistens sind Situationen nicht schwarz/weiß und jeder hat so seine Perpektive. Ich habe auch gute Freunde von denen ich manchmal Monate bis Jahre nichts gehört habe, aber wenn man sich dann wiedersieht ist alles gut.

Mir ist aber aufgefallen, dass es sehr sehr sehr wenige Freunde gibt die einem wirklich Glück und vorallem Erfolg gönnen. Das war für mich eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2013 um 23:18


"Auf sog..Freunde kann man selten bauen..man kann froh sein..EINEN zu haben auf den auch in stürmischen Lebenskrise Verlass ist."
>

Ich kenn allerdings viele, die zu mir immer nur zum Rumjammern kommen. Wenn sie grad Liebeskummer haben oder sonst irgendwas nicht so doll läuft.

Andere hingegen wollen nur Spaß haben und sobald man wegzieht, brechen sie den Kontakt ab.

Meine Erfahrung ist, dass eine Partnerschaft mehr wert ist, als eine Freundschaft!

Und ich glaube, das Alter spielt auch eine Rolle.
Meine Eltern z.B. haben viele sehr gute Freunde. Die sind alle so um die 60. Aber von denen ist auch keiner mehr so auf sich fixiert - das ist typisch für junge Menschen!

Ich versteh gar nicht, wie man nicht wenigstens ein bisschen Zeit für die Menschen aufbringen kann, die einem wichtig sind.
Insofern denke ich, dass ich einer "Freundin", die sich 3 Monate lang nicht meldet, überhaupt nicht wichtig bin!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Nach 18 Jahren Ehe getrennt und nun so einsam, was tun??
Von: ursula_12728611
neu
21. November 2013 um 17:51
Diskussionen dieses Nutzers
Teste die neusten Trends!
experts-club