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Es geht nicht ohne, aber auch nicht mit.

30. Dezember 2019 um 17:03 Letzte Antwort: 31. Dezember 2019 um 9:08

Hallo zusammen,
ich muss gerade mal etwas loswerden und zwar habe ich große Probleme mit meinem Freund. 
Wir sind seit etwas mehr als 2 Jahren zusammen und haben uns in der Reha kennen gelernt. Beide hatten wir einen Schlaganfall, er ist 69, ich erst 42, aber aufgrund vieler körperlicher Probleme schon berentet. 
Nun sind wir total verschieden, er eher wenig gefühlsmäßig, auch gegenüber anderen Leuten oft sehr negativ und er sieht alle Fehler immer bei den anderen, nicht bei sich.
eine Entschuldigung habe ich noch nie aus seinem Mund gehört. 
Er sagt dann oft Sachen, die mich verletzen, das ist so seine Art. Nicht nur bei Fremden, sondern auch bei mir.
Seit einigen Wochen ist es immer schlimmer geworden. 
Ganz typische Streitigkeiten sind z.B. seine Äußerung, dass die Krankheit mein Leben bestimmen würde.
Oder dass ich ohne ihn gar nicht überleben könnte. 
Er würde ja tausende Frauen haben können. Ich würde keinen mehr finden.
Und er würde mich auf Händen tragen und alles machen.
Ich sei ja ein Schrotthaufen....
Klar, ich habe mich an seinen Humor schon fast gewöhnt, aber hin und wieder wird es mir zuviel.In letzter Zeit andauernd.
Als ich zu ihm zog, hat er fast alles im Hause gemacht. Mit der Zeit habe ich immer mehr übernommen. 
Finanzen und Organisatorisch habe ich gleich von Anfang an gemanagt. 
Das hat früher seine verstorbene Frau gemacht. 
Wir haben uns vor einigen Wochen einen Welpen zugelegt, ein ganz süßer kleiner 🙂.
Aber: Ich dachte, es sei UNSER Hund, er sagt im Zweifelsfall, es sei MEIN Hund.
Aber er fängt an, ihn am Tisch zu füttern, was wir eigentlich nicht wollten. 
Ich gehe fast immer alleine mit dem Hund raus, nachts sowieso.
Und er stellt es dann so dar, als würde er das mir zuliebe machen. Dabei glaube ich dass er nur nachts seine Ruhe haben will. 
Die letzte Zeit war für mich echt hart; alle 2 Stunden  mit dem Hund raus. Und ich bin Schwerbehindert...
Mein Freund hatte in dieser Zeit eine Erkältung, ohne Fieber oder so, aber sooo schwer krank, dass er nicht raus konnte. Ich habe dann gesagt, wenn er so schwer krank sei, soll er zum Arzt gehen.  Aber das will er auch nicht, das sitze er aus, er sei hart!
Wie ich mich gefühlt habe, hat wenig interessiert. 
Hauptsache, der Fernseher läuft.

Ich bin gerade furchtbar traurig, denn bisher hatte ich mich meistens von ihm geliebt gefühlt. 
Die Momente sind immer weniger geworden.
Und die letzten Tage sind wir mehrmals aneinander geraten. 
Immer so ausgegangen, dass ich mich zurück ziehe und heule. Und ich habe irgendwie Angst, dass ich ausraste, mir selbst etwas antue 😥. 
Er meint immer, ich soll nicht so aggressiv sein. Stellt es so hin, als sei ich durchgeknallt. Ich weiß auch langsam nicht mehr, was richtig ist.
Bin ich zu empfindlich? Ich weiß es einfach nicht 🤔

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30. Dezember 2019 um 17:37

du bist krank und wirst durch ihn noch kränker!!!! der macht dich doch psychisch kaputt!!

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30. Dezember 2019 um 19:31
In Antwort auf lean_11982929

Hallo zusammen,
ich muss gerade mal etwas loswerden und zwar habe ich große Probleme mit meinem Freund. 
Wir sind seit etwas mehr als 2 Jahren zusammen und haben uns in der Reha kennen gelernt. Beide hatten wir einen Schlaganfall, er ist 69, ich erst 42, aber aufgrund vieler körperlicher Probleme schon berentet. 
Nun sind wir total verschieden, er eher wenig gefühlsmäßig, auch gegenüber anderen Leuten oft sehr negativ und er sieht alle Fehler immer bei den anderen, nicht bei sich.
eine Entschuldigung habe ich noch nie aus seinem Mund gehört. 
Er sagt dann oft Sachen, die mich verletzen, das ist so seine Art. Nicht nur bei Fremden, sondern auch bei mir.
Seit einigen Wochen ist es immer schlimmer geworden. 
Ganz typische Streitigkeiten sind z.B. seine Äußerung, dass die Krankheit mein Leben bestimmen würde.
Oder dass ich ohne ihn gar nicht überleben könnte. 
Er würde ja tausende Frauen haben können. Ich würde keinen mehr finden.
Und er würde mich auf Händen tragen und alles machen.
Ich sei ja ein Schrotthaufen....
Klar, ich habe mich an seinen Humor schon fast gewöhnt, aber hin und wieder wird es mir zuviel.In letzter Zeit andauernd.
Als ich zu ihm zog, hat er fast alles im Hause gemacht. Mit der Zeit habe ich immer mehr übernommen. 
Finanzen und Organisatorisch habe ich gleich von Anfang an gemanagt. 
Das hat früher seine verstorbene Frau gemacht. 
Wir haben uns vor einigen Wochen einen Welpen zugelegt, ein ganz süßer kleiner 🙂.
Aber: Ich dachte, es sei UNSER Hund, er sagt im Zweifelsfall, es sei MEIN Hund.
Aber er fängt an, ihn am Tisch zu füttern, was wir eigentlich nicht wollten. 
Ich gehe fast immer alleine mit dem Hund raus, nachts sowieso.
Und er stellt es dann so dar, als würde er das mir zuliebe machen. Dabei glaube ich dass er nur nachts seine Ruhe haben will. 
Die letzte Zeit war für mich echt hart; alle 2 Stunden  mit dem Hund raus. Und ich bin Schwerbehindert...
Mein Freund hatte in dieser Zeit eine Erkältung, ohne Fieber oder so, aber sooo schwer krank, dass er nicht raus konnte. Ich habe dann gesagt, wenn er so schwer krank sei, soll er zum Arzt gehen.  Aber das will er auch nicht, das sitze er aus, er sei hart!
Wie ich mich gefühlt habe, hat wenig interessiert. 
Hauptsache, der Fernseher läuft.

Ich bin gerade furchtbar traurig, denn bisher hatte ich mich meistens von ihm geliebt gefühlt. 
Die Momente sind immer weniger geworden.
Und die letzten Tage sind wir mehrmals aneinander geraten. 
Immer so ausgegangen, dass ich mich zurück ziehe und heule. Und ich habe irgendwie Angst, dass ich ausraste, mir selbst etwas antue 😥. 
Er meint immer, ich soll nicht so aggressiv sein. Stellt es so hin, als sei ich durchgeknallt. Ich weiß auch langsam nicht mehr, was richtig ist.
Bin ich zu empfindlich? Ich weiß es einfach nicht 🤔

Es ist eben so, wir haben schon so viel miteinander durchgemacht, er war immer für mich da, als ich letztes Jahr am Kopf operiert wurde.
Er sagt mir auch oft, dass er mich liebt und das glaube ich ihm in dem Moment auch.
Aber dann kurze Zeit später, wenn er mich dann so runter macht oder verspottet, denke ich, er kann mich doch nicht lieben.  Oder Liebe gibt es nicht, jeder ist sich selbst der Nächste. 
Ich bin auch einfach mit mir ziemlich beschäftigt, habe einen künstlichen Darmausgang, Diabetes, schwere Osteoporose und ein Ventil im Kopf....nehme 30 Tabletten am Tag.
Und bekomme dann eben zu hören, ich sei ein Hypochonder....und wenn ich darauf beleidigt reagiere, sagt er "gut, dann sage ich eben gar nichts mehr..." und das Schweigen ist für mich das aller schlimmste. 
Ich nehme mir immer wieder vor, ihn einfach reden zu lassen. 
Meine Zeit mit dem Hund zu genießen.  Aber es hat bis jetzt nicht geklappt. Und aus lauter Verzweiflung und Verletzung richte ich dann die Agressionen gegen mich selbst, indem ich so fest irgendwo gegen Schläge, dass es mir weh tut....

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30. Dezember 2019 um 21:46
In Antwort auf lean_11982929

Es ist eben so, wir haben schon so viel miteinander durchgemacht, er war immer für mich da, als ich letztes Jahr am Kopf operiert wurde.
Er sagt mir auch oft, dass er mich liebt und das glaube ich ihm in dem Moment auch.
Aber dann kurze Zeit später, wenn er mich dann so runter macht oder verspottet, denke ich, er kann mich doch nicht lieben.  Oder Liebe gibt es nicht, jeder ist sich selbst der Nächste. 
Ich bin auch einfach mit mir ziemlich beschäftigt, habe einen künstlichen Darmausgang, Diabetes, schwere Osteoporose und ein Ventil im Kopf....nehme 30 Tabletten am Tag.
Und bekomme dann eben zu hören, ich sei ein Hypochonder....und wenn ich darauf beleidigt reagiere, sagt er "gut, dann sage ich eben gar nichts mehr..." und das Schweigen ist für mich das aller schlimmste. 
Ich nehme mir immer wieder vor, ihn einfach reden zu lassen. 
Meine Zeit mit dem Hund zu genießen.  Aber es hat bis jetzt nicht geklappt. Und aus lauter Verzweiflung und Verletzung richte ich dann die Agressionen gegen mich selbst, indem ich so fest irgendwo gegen Schläge, dass es mir weh tut....

.........pack Deine Sachen,den Welpen und geh.

27Jahre Altersunterschied sind schon ohne 2x Schlaganfall nicht einfach..und die Probleme werden nicht weniger werden mit den Jahren.

Ich denke,das ist nichts für Dich und er tut Dir nicht gut.

Zig Gründe,zu gehen und nie mehr zurück zu kehren,...er überlässt Dir alles..klingt grade so als hätte er eine FRau gesucht,die ihm sein Leben wieder bequemer gestalten kann..und er nix mehr machen muss..nicht mal mehr Verantwortung für sich selber.

Es gibt auch andere 69jährige aber was willste denn mit dem auf Dauer..Du hast doch mit Dir schon genug zu tun.
ES geht auch alleine..für Dich.

Was er tut ist seine Sache.
Und sollte nicht zu Deinem Problem mutieren.

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31. Dezember 2019 um 9:08
In Antwort auf lean_11982929

Es ist eben so, wir haben schon so viel miteinander durchgemacht, er war immer für mich da, als ich letztes Jahr am Kopf operiert wurde.
Er sagt mir auch oft, dass er mich liebt und das glaube ich ihm in dem Moment auch.
Aber dann kurze Zeit später, wenn er mich dann so runter macht oder verspottet, denke ich, er kann mich doch nicht lieben.  Oder Liebe gibt es nicht, jeder ist sich selbst der Nächste. 
Ich bin auch einfach mit mir ziemlich beschäftigt, habe einen künstlichen Darmausgang, Diabetes, schwere Osteoporose und ein Ventil im Kopf....nehme 30 Tabletten am Tag.
Und bekomme dann eben zu hören, ich sei ein Hypochonder....und wenn ich darauf beleidigt reagiere, sagt er "gut, dann sage ich eben gar nichts mehr..." und das Schweigen ist für mich das aller schlimmste. 
Ich nehme mir immer wieder vor, ihn einfach reden zu lassen. 
Meine Zeit mit dem Hund zu genießen.  Aber es hat bis jetzt nicht geklappt. Und aus lauter Verzweiflung und Verletzung richte ich dann die Agressionen gegen mich selbst, indem ich so fest irgendwo gegen Schläge, dass es mir weh tut....

Und so willst du dein restliches Leben verbringen?

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