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Es bricht mir das Herz, er macht sich kaputt!!!

8. Dezember 2014 um 12:15

Hallo ihr Lieben,
ich (23) und mein Freund (33) sind seit eineinhalb Jahren zusammen und das bisher sehr glücklich.
Ich lernte ihn damals über meinen Bruder kennen, welcher sein bester Kumpel ist. Beide waren gemeinsam am Auto reparieren und als ich nach einer Weile dazu kam um meinen Bruder dabei über die Schulter zu schauen, stellte mein Bruder uns einander vor als uns in diesem Moment unsere Blicke trafen waren wir beide wie elektrisiert. Wir lernten uns besser kennen, kamen ins Gespräch und es stellte ich fest das ist mein Traummann, eine Woche später kamen wir zusammen.
Lustiger Weise ging es meinem Freund genauso bei ihm war es auch Liebe auf den ersten Blick wie er mir später erzählte. Hätte mir bis dato jemand was erzählt von Liebe auf den ersten Blick hätte ich mich über diese Naivität amüsiert.
Das einzige was anfangs zu Beginn unsere Beziehung für mich etwas befremdlich war , dass er Vater von drei Kindern (14,13 und 5) ist.
Aber ich gewöhnte mich schnell an die Situation und auch seine Kinder akzeptierten mich und mochten mich auf Anhieb, mittlerweile sind sie mir sehr ans Herz gewachsen.
Mein Freund war immer eine absolute Frohnatur wie ich für jeden Spaß zu haben, wir haben immer viel gemeinsam unternommen und so langsam waren wir sogar am überlegen ob wir nicht zusammen ziehen wollten, es lief also alles perfekt.
Doch dann kam alles anders....
Bei meinem Freund ereignete sich vor zwei Monaten ein Schicksalsschlag nach dem anderen erst stirbt sein Vater (sein bester Freund und charakterliches Ebenbild), dann wird er absolut unverhofft arbeitslos und vor zwei Wochen ist auch noch ein Kumpel von ihm verstorben.
Ich nahm mir nachdem mein Freund seinen Vater verlor erst mal zwei Wochen Urlaub um für ihn dazu sein worüber er sich sehr freute und mir dankbar war.
Die erste Arbeitswoche nach meinem Urlaub bemerkte ich das er begonnen hat sich total zu verändern.
Er schrieb mir zwar jeden Tag aber es kam kein Schatz, Maus oder sonstiges mehr und auch wenn ich bei ihm war tat er sich sehr schwer zärtlich zu sein z.B. kein Kuss, keine Umarmung einfach nichts.
Aber mit dieser Situation konnte ich noch leben ich hatte wenigstens noch Kontakt zu ihm, war bei ihm und ich hatte ja auch Verständnis für seine Situation.
Eine weitere Woche später kam dann eine Nachricht von ihm: " er wisse nicht wo ihm zur Zeit der Kopf steht und er wolle einfach nur allein sein um über alles nachzudenken und hofft auf Verständnis!"
Natürlich hatte ich Verständnis und wir verblieben so das wenn er möchte sich dazu bereit fühlt sich einfach bei mir melden sollte.
Er meldete sich fast eine Woche nicht und ich machte mir sorgen daraufhin beschlossen ich und mein Bruder ihn spontan besuchen zu gehen.
Als er uns die Tür öffnete kam ein absolut genervtes :"Hallo ihr beiden!" keine Umarmung, kein Kuss kein gar nichts er unterhielt sich auch fast gar nicht mit uns und floh lieber in die Konversation mit seinen Kindern selbst seinen eigenen Kindern gegenüber verhielt er sich ungewohnt gereizt und weniger liebevoll. Wir boten ihm trotzdem an das egal was ist und wir helfen können das wir gerne helfen und für ihn da sein werden, daraufhin antwortete er total genervt fast zornig :" wir sollten akzeptieren das er das mit sich selbst ausmacht und wir ihn ohnehin nicht helfen können, selbst wenn es nett und gut gemeint wäre!" Da er uns spüren lies das wir sichtlich und merkbar unerwünscht sind gingen wir nach einer knappen Stunde wieder und ließen ihn in Ruhe.
Als wir im Auto saßen und nach Hause fuhren musste ich mich echt zusammen reißen nicht das weinen anzufangen, es tat so weh ihn so zu sehen und zu erleben.
Ich ließ ihn eine weitere Woche in Ruhe schrieb ihn dann erneut an um mich nach ihm zu erkundigen daraufhin kam eine kurze und knappe Antwort. Wenn ich ihm jetzt mittlerweile schreibe mit Abständen von drei vier Tagen kommt absolut gar keine Antwort obwohl er die Nachricht gelesen hat und in der Zwischenzeit mehrmals Online war selbst nach Stunden kurz um er ignoriert mich schlichtweg.
Auch bei seinen restlichen Freunden einschließlich meines Bruders meldet er sich nicht und lässt die Kontakte schleifen.
Hinzu kommt was mir auch Sorgen bereitet das er auffällig viel Bier in letzter Zeit trinkt ich muss gestehen er war schon immer ein leidenschaftlicher Biertrinker aber das bezog sich nur aufs Wochenende mittlerweile kann ich es aber nicht kontrollieren da ich ja nicht bei ihm bin. Aber als ich den einen Abend mit meinem Bruder bei ihm war standen in seiner Küche 16-18 leere Flaschen und auch als mein Bruder eine Woche zuvor allein bei ihm war um mit ihm zu reden, standen überall leere Flaschen und mein Bruder sagte ihm:" er solle mal mit dem saufen aufhören da es rein gar nichts bringen würde!" was mein Freund selber einsah und bejahte.
Nun mache ich das ganze schon seit vier Wochen mit und es tut so weh das er so kühl und distanziert ist und ich weiß absolut nicht woran ich bei ihm bin, noch schlimmer das er sich nicht helfen lässt und jede Hilfestellung strikt ablehnt und sich aus seinem sozialen Umfeld total isoliert ausschließlich seine Kinder sind bei ihm was mich wenigstens etwas tröstet.
Nun meine Frage was soll ich tun? bzw. wie soll ich mich verhalten? hab auch angst wenn ich mich die ganze Zeit über seinen Wunsch des allein seins drüber weg setze das ich ihn verliere.

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10. Dezember 2014 um 21:48

Leider
kommt mir deine Situation bekannt vor. Der Vater von meinem Exfreund (mittlerweile) ist auch, total unerwartet, vor 4 Monaten gestorben. Am Anfang wollte mein Ex mich ständig um sich haben und hat mir immer wieder gesagt, wie froh er darüber ist, dass ich für ihn da bin. Leider hat sich das Blatt, zwei Wochen nach der Beerdigung komplett gewandelt. Er hat sich immer mehr distanziert. Er hat sich komplett in seine Arbeit verkrochen und kein Wort mehr mit mir gesprochen- mich nur noch auf Abstand gehalten. Am Abend waren dann 4 bis 6 Bier das Standardprogramm für ihn. Ich habe ihm oft gesagt, dass ich für ihn da bin und er mit mir reden kann, aber ich auch verstehe, wenn er erstmal "Zeit für sich" brauch-habe ihn nur gebeten mir das mitzuteilen. Es wurde jedoch von Tag zu Tag schlimmer. Er ist morgens um fünf zur Arbeit und am Abend vor 22:00 Uhr nicht nach hause gekommen. Ich konnte ihm nix mehr recht machen-alles war falsch...
Ich habe versucht ihn irgendwie wieder auf die Bahn zu bekommen, aber er hat mir keine Chance gegeben.
Drei Monate später habe ich mich von ihm getrennt. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten; ich war nervlich an meinen Grenzen angekommen
Es tut mir noch immer weh, dass es so auseinander gegangen ist.
Ich glaube jedoch, dass eine Person in der Situation erstmal mit sich selbst wieder "klar kommen" muss. Was allerdings nur dann klappt, wenn diese sich mit dem Tod auseinandersetzt und es endlich zulässt, zu trauern...
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du es schaffst, das mit ihm zusammen durchzustehen!

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11. Dezember 2014 um 8:02

Selbsthilfegruppe
Grundsätzlich eine gute Idee, nur glaube ich nicht das er den wink richtig verstehen würde noch diesen Weg einschlagen.
So weit ist er noch nicht... er braucht Zeit

@ Te
auch wenn ich dich gut verstehen kann...gib ihm Zeit...schreib ihn einen kurzen Brief und teile ihm mit, dass du dich jetzt zurück ziehst, aber nicht weil du kein Verständnis für ihn hast oder ihn nicht mehr liebst sondern damit er zur Ruhe kommen kann.
Er sich aber jederzeit melden kann.

Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn du ihm die Zeit such gibst.
Alles Gute!

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