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Erste Beziehung - bin ich wirklich verliebt ? Muss das so sein?

21. Dezember 2011 um 0:33 Letzte Antwort: 21. Dezember 2011 um 3:43

Hallo an alle!

Schon bei der Wahl der Überschrift fühlte ich mich wie eine 14-jährige, aber was solls. Das erste Mal ist bei jedem wann anders.
Ich bin 20 (w) und hab nun seit sozusagen 4 Monaten einer Art Beziehung. Schon hier merkt man meine Unsicherheit.
Im ersten Monat war alles toll und rosa. Gefühle, Abenteuer (jedoch kaum Schmetterlinge..?) und alles hat gepasst. Nach näherem Kennen- Lernen merkte ich aber, dass er doch nicht ganz das ist, was ich wollte. Es ist so: körperlich finden wir uns beide sehr anziehend und diese Chemie stimmt einfach. Wir mögen uns, obwohl es logisch gesehen keinen Sinn macht. Jedoch fehlt mir das geistige. Er ist eher der stille Typ, wohingegen ich für meine Extrovertiertheit bekannt bin. Ich kann einfach über alle Themen dieser Welt reden, doch mit ihm wird das ziemlich schwierig. Ich habe ihm das auch schon mal gesagt, dass mir bei ihm der geistige Anspruch fehlt und wollte auch schon mal Schluss machen, weil ich es ihm gegenüber sonst nicht ganz fair empfunden hätte - habs aber nicht geschafft! Die Vorstellung hat sich so furchtbar angefühlt, dass ich ihn nicht mehr berühren könnte etc.. Die Gefühle widersprechen der Logik sozusagen. Ich weiss genau, dass es nicht ewig und auch nicht so lange mit uns halten wird - ich denke, er weiss das auch. Jedoch frage ich mich, ob solche Gedanken in einer Beziehung eigentlich angebracht sind. Und wann ist denn WIRKLICH der Zeitpunkt, sich zu trennen? Weil trotz der Einsicht der fehlenden geistigen Herausforderung, kann ich ihn nicht loslassen. Ganz im Gegenteil. Nach 4 Monaten empfinde ich immer öfter sowas wie Schmetterlinge!
Da es meine erste Beziehung ist, verwirrt mich einfach alles, was diese betrifft. Erstens: ich hatte nie vor, meinen ersten Freund zu heiraten. Ich finde, man sollte eine Art Jugendliebe gehabt haben, bevor man dann "den Mann fürs Leben" trifft (falls es sowas überhaupt gibt..). Zweitens: ich verliebe mich alles andere als einfach. Keiner scheint mir auch nur auf einem Mindest-Niveau gut genug. Er ist eben nicht perfekt, aber das erste Mal hat ein Mann bei mir dieses "Mindest-Niveau" erreicht, so dass es zumindest zu diesen paar Monaten Beziehung kommen konnte. Wir dachten uns damals "let's try".

Ich weiss, wenn ich "so richtig verliebt" wäre, würde ich diese ganzen Fragen gar nicht stellen. Doch mit 20 hat man schon ein gewisses Alter und möchte auch mal was anderes ausser kurzen Affairen und monotonen Dates ausprobieren. Ich hab gemerkt, dass ich irgendwann was anderes wollte, was festeres.

Oh man, das klingt alles so durcheinander und ihr frägt euch bestimmt: was will das Mädel eigentlich?
Tja, genau die Frage stell ich euch
Wie war das bei eurer ersten Beziehung? Was denkt ihr über meinen "den ersten will ich eh nicht heiraten---> er muss nicht perfekt sein" - Gedanken? Und könnt mir jemand berichten, der sich ebenfalls schwer verliebt, wie das dann abläuft? Ich weiss nämlich, den Traumprinzen im Kopf gibt es eh nicht und man sollte eben nicht zuuuu wählerisch sein. Aber unter diesen Aspekten kommt dann sowas voll verwirrendes dabei raus! Und ich meine bitte: wenn mir jetzt jemand sagt "warte, der richtige kommt noch..." - ähem, wie lange soll man denn noch warten?? Vor allem hört man das schon, seit man 12/13 ist und ich möchte LEBEN und nich wie Rapunzel brav rumsitzen bis zum ergrauen.
Was denkt ihr von so einer Auf-Ab-Beziehung (mal sind die Gefühle up up hight und dann wieder nicht deutlich vorhanden/ manchmal liebe ich ihn, manchmal nervt er mich schrecklich)? Ich dachte, sowas kann man nur im Teenie- Alter haben? Ist es wohl vom eigentlichen Alter unabhängig sondern kommt darauf an, wie viel Beziehungserfahrung man hat und somit genau weiss, was man will und was nicht?
Und noch eine Anmerkung zu ihm selbst: er ist vielleicht auch der erste, dem zwar einige Sachen fehlen, die die meisten anderen haben (und an die ich eben schon gewohnt bin, aber vielleicht ja auch brauche??), dafür hat er dieses gewisse Etwas, das ich bei keinem in der Intensität vorgefunden habe (was mich wieder denken lässt, wir wären nur wegen dieser Chemie zusammen). Jedoch weiss ich auch, dass ich genau nach eben diesem gewissen Etwas gesucht habe. Ich weiss, man kann nicht alles haben. Doch wo ist die Grenze? Innere Erfülltheit oder körperliche Anziehung? Kann ich meine Meinung über ihn im Laufe der Zeit ändern? Die ändert sich ja so schon fast wöchtenlich...

Wäre über ein paar hilfreiche Worte und vor allem Erfahrungsaustausch sehr dankbar Vieleicht bin ich ja nicht der einzige Nicht- Teenager mit offensichtlich eben solchen Problemchen...




ganz liebe Grüße!!

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21. Dezember 2011 um 3:03

Hey du,
also für mich hört sich deine Schilderung - sorry - nicht richtig verliebt an. Meine "erste große Liebe" - auch wenn ich jünger bin, ich hoffe , es zählt trotzdem - das war ein hammer Gefühl. Ehrlich gesagt unbeschreiblich... Das Gefühl, dass es wirklich ernst ist, dass man glaubt "wir zwei bleiben wirklich für immer zusammen", dass man das Gefühl hat, nur diese eine Person passt zu einem, eine "Seelenverwandschaft" und immer größer werdende Gefühle. Bei uns wurden es zwei wunderschöne Jahre...
Ich habe lange wieder nach diesem Gefühl gesucht, in meiner nächsten Beziehung ging es mir allerdings ähnlich wie dir. Schmetterlinge waren da, ja, aber irgendwie... Hat dieses "das ist was gaaanz Großes"-Gefühl gefehlt. Genau wie du habe ich mir die gleichen Fragen gestellt und es war der Anfang vom Ende. Anfangs wollte ich die Beziehung auch nicht beenden, aber irgendwann wurde mir klar - wäre ich wirklich verliebt, wären die Gedanken nicht in meinem Kopf.

Mein Tipp: probier es aus, wenn du nicht mehr willst, wirst du es merken . Und wenn es das "ganz Große" ist... Glaub mir, dann fühlst du das und stellst es nicht ein Mal in Frage
Ich hätte nie gesagt nicht gedacht, dass ich mich nochmal so fühle... Aber doch, es ist ein zweies Mal passiert. Und den lass ich sicher nicht nehr los

Dir alles Gute!

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21. Dezember 2011 um 3:43

Analysier nicht so viel
Hallo,

ich hatte früher auch so eine Liste, wie mein Traummann sein sollte.
Mein Freund erfüllt Einiges nicht, anderes dafür aber auf den 2. Blick hervorragend.
Seitdem finde ich diese Auswahlkriterien unsinnig.

Meine 1. Beziehung hatte ich mit 18 und ich war völlig kritiklos. - Leider. Ich setzte ihn auf ein hohes Ross.
Leider war er ein Muttersöhnchena*.

Ich hätte es toll gefunden, den Richtigen schon früher gefunden zu haben!
Auch wenn es der 1. gewesen wäre...

Eine gute Freundin von mir hatte 4,5 Jahre lang den perfekten Freund.
Er war so ein Kumpeltyp, etwas chaotisch, aber dermaßen liebevoll, dass ich oft neidisch war.
Sie hat sich von ihm dann aus Langeweile getrennt - nur um mit einem Typen 1,5 Jahre zu verbringen, der ihr so gar nicht das Wasser reichen konnte.
An ihrem Ex hatte sie kritisiert, dass er zu langsam studierte und zu wenig Allgemeinwissen bzw. Interesse am Weltgeschehen hatte.
Das stimmte so gar nicht!
Und sein Nachfolger war der absolute Looser und ein A* dazu.
Seitdem irrt sie in ONS, Affären mit unerreichbaren Männern herum und hat auch schon in Erwägung gezogen, ihren neuen Freund wieder aus Langeweile abzuservieren.

Ich finde diesen Spruch auch zynisch: "Der Richtige kommt schon noch."
Das ist völliger Blödsinn und vor allem können Außenstehende nie abschätzen, wer denn der Richtige für einen ist!

Men Freund nervt mich auch manchmal, aber meine Erfahrung ist, dass man sich erst einmal zusammenraufen muss.
Konflikte werden am Anfang einer Beziehung ausgetragen, besonders das 1. Jahr ist hart. Man durchläuft einen nie endenden Lernprozess und optimiert auch stetig das eigene Verhalten. Rücksichtnehmen, Kompromisse, Gutmütigkeit etc. - das ist alles gar nicht immer so leicht!
Mach Dir deswegen keine Gedanken.

Man kann soviel Beziehungserfahrung haben, wie man will - man kann Beziehungen nicht nach Schema F führen.
Meiner Meinung nach verderben Beziehungserfahrungen einen sehr, da man immer misstrauischer wird.
Manchmal ist Skepsis aber auch angebracht und verhielt einem zu einem klareren Blick.

Körperliche Anziehung bringt einen auf Dauer nicht weiter. Emotionale Anziehung vielmehr...

Natürlich kann man in dieser Zusammenraufphase eine einzige Achterbahnfahrt erleben.

Was ich merkwürdig finde, ist dass Du so viel nachdenkst. Es klingt, als ob Du alles richtig machen wolltest, weil Du eben schon 20 bist, aber glaub mir, Du wirst niemals alles richtig machen und Einer wird Dich auch unvollkommen lieben!

Als kleiner Tipp: Beobachte den Lebensstil Deines neuen Freundes und nimm die Menschen, mit denen er sich umgibt, unter die Lupe. Die Familie des Partners wird man nämlich nie mehr los...

Heart

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