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Forum / Liebe & Beziehung

Erst verlobt, dann Trennung, weil er Moslem ist

Letzte Nachricht: 9. August 2014 um 1:27
A
alayna_12290738
28.07.14 um 13:59

Sorry, ist lang geworden.
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Ich bin traurig!
Ich (32) war über 3,5 mit meinem Freund (32) zusammen. Er ist ein in Deutschland geborener Marokkaner. Wir haben uns damals in einer Disko kennen gelernt und sofort verliebt. Ich habe noch nie einen Mann so intensiv geliebt und wurde auch gleichermaßen zurückgeliebt.
Er ist Moslem, das hat er mir gleich gesagt und ca nach 2 Wochen (da wusste ich schon, den willst du mal heiraten) habe ich ihm gesagt, dass ich ihn sehr mag, aber konvertieren mit mir nicht ist. Ich bin Atheistin und im ehemaligen Osten quasi ohne Religion aufgewachsen. Ich habe nichts gegen Religion (bisher), aber für mich selbst, ist das eben schwer nachzuvollziehen. Er meinte damals, dass ihm das egal ist, er nimmt mich wie ich bin.
Er selbst lebt erst mal sehr westlich, außer dass er keinen Alkohol trinkt und kein Schweinefelsich isst. Außer während dem Ramadan haben wir ein normales westliches Leben geführt. Er ist relativ schnell zu mir gezogen (es hat sich angeboten durch seinen Ortswechsel). Daheim habe ich auch kompeltt auf Schweinefleisch verzichtet, aber wenn ich auswährst mal Bock auf ein Suflaki hatte, war das OK für ihn. Wir waren oft aus, er hat viele deutsche Freunde, es war toll.
Abgesehen vom Thema Familie. Da hat er mich immer rausgehalten. Auch beim Thema Religion hat er sich eher bedeckt gehalten. Alles was ich über den Isalm weiß, habe ich mir angelesen.
Nach 2 Jahren habe ich seine Eltern endlich kennengelernt (habe Druck gemacht) und ich glaube, vor allem seine Mama mochte mich eigentlich ganz gern. Aber da fing es an, dass er nicht mehr bei mir übernachten konnte, wenn wir gemeinsam in die Heimat gefahren sind (wir kommen aus der gleichen Gegend, wohnten aber weiter weg) - jetzt wäre es ja offiziell wo er ist. Ich habe das akzeptiert und war Sonntags regelmäßig bei Ihnen zum Essen eingeladen. Nur den Vater habe ich seitdem sehr selten gesehen und wenn dann immer nur kurz. Seine Mutter hat mich umarmt und mir immer gesagt, dass ich Geduld haben muss.
Er war in mein Familienleben voll integriert, kannte meine gesamte Familie und ist bei uns ein uns aus gegangen. Meine ganze Familie mochte ihn sehr gern, wenn er zum Essen da war, gab es kein Schwein, wir haben uns angepasst.

Im Januar hat er mir im Marokko-Urlaub einen Heiratsantrag gemacht. Ich war überglücklich und er auch. Meine Eltern haben sich gefreut. Er wollte unbedingt Kinder mit mir. Er war und ist einfach mein Traummann.Wir hatten immer viel Spaß zusammen, haben uns super verstanden, wenn es nicht gerade darum ging, dass sein Vater mich schon wieder hat links liegen lassen. Ich dachte, nun wird alles besser. Jetzt muss er mit Ihnen reden. Wir bekommen das hin.
Da eine große Feier schon allein wegen der Alkoholfrage schwierig wäre, schlug ich sofort eine kleine Hochzeit vor, nur wir und unsere Eltern auf dem Standesamt. Ich wollte ihn einfach nur heiraten. Aber er wollte gern groß feiern und so begannen die Probleme. Er hat seinen Eltern erst einen Monat später von der Verlobung erzählt und so richtig Freude kam da nicht auf. Seine Mama hat sich schon igrndwie gefreut, aber von seinem Vater habe ich nie wieder was gesehen. Die Wochen vergingen, wir hatten schon einen Termin reserviert als das erste und einzige ehrliche Gespräch mit seiner Mutter stattfand. Der Vater war natürlich nicht da. Ich dachte wir reden über organisatorisches, ob große Feier und wenn ja wie.
Tja, das war recht einseitig. Alkohol: NEIN, kein Diskussionsthema, egal dass 120 Deutsche kommen. Außerdem sagte sie mir zum ersten Mal, dass es ihr größter Wunsch ist, dass ich konvertiere. Ich habe geweint, war überfordert, dachte, er hätte mit seinen Eltern über dieses Thema geredet. Ich habe versucht ihr zu erklären, was das für meine Familie bedeuten würde, vor allem, nachdem wir über 3 Jahr so viele Schwierigkeiten hatten, sie meine Eltern nie kennenlernen wollten, obwohl sie nur 10 km weiter wohnen. Es war ein langer Abend.
Dennoch dachten er und ich, dass wir das hinbekommen, wir wollen uns. Dann eben doch ganz klein und danach in den Urlaub.

Anfang Mai hätten wir die Ehe anmelden müssen, um unseren Termin im November zu halten. Die Planungen haben wir bis dahin quasi auf Eis gelegt, einfach nicht über die Probleme geredet, außer wie schön es wird, wenn wir endlich eine Familie sind, ich seinen Namen trage. Ich hatte sogar schon ein Mailadresse angelegt.
Das Wochenende vor der Trauanmeldung habe ich ihn Heim geschickt und gesagt, dass er mit seinem Vater reden muss. Ich will wissen wie er darüber denkt, bevor ich irgendwas anmelde.

Und das war unser Todestoß. Ich muss konvertieren, wir müssen sogar zuerst islamisch heiraten, die standesamtliche Trauung bedeutet ihnen gar nicht. Alles andere wäre Sünde. Er würde seine Kultur verleugnen...usw. Die ganze Masche.

Ich war vor den Kopf gestoßen. Nach 3,5 Jahren Kampf um Akzeptanz hatte ich mir auf dem letzten Meter etwas entgegenkommen gewünscht.
Ich verstand nicht, dass alle Beteiligten über 3 Jahre brauchten, um mir zu sagen auf was es am Ende rauslaufen wird. Ich war doch von Anfang an ehrlich. Ich war sauer, auf ihn, auf seine Eltern. Ich hatte Angst, was da noch kommen möge. Im Grunde kenne ich seine Eltern ja gar nicht.

Wir haben uns getrennt, er ist innerhalb von einer Woche ausgezogen. Das ist jetzt knapp 4 Monate her und ich vermisse ihn ganz schrecklich. Er war die Liebe meines Lebens. Er war mein Mann.

Warum ist das so? Ich dachte, wir schaffen das. Ich verstehe es einfach nicht. Seine Eltern leben seit über 30 Jahren her, seine Mutter und Schwester tragen hier kein Kopftuch, beide arbeiten, seine Brüder haben alle deutsche freundinnen (er ist der älteste und das war das erste Mal, dass das Thema Hochzeit hoch kam).
Im nachhinein weiß ich, dass ich die einzige war, die tolerant war, die gekämpft hat und Geduld hatte was das Thema anging. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass er abgesehen von dem Thema mein Traummann war und immer noch ist. Ich vermisse ihn so schrecklich.

Was soll ich tun?
Hat einer Erfahrung mit solchen Mischbeziehungen? Gibt es eine Lösung?

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A
alayna_12290738
28.07.14 um 16:21

Danke...
@dasandy
Für deine aufopfernden Worte. Du weißt wirklich was Menschen in schwierigen Situationen hören möchten...

Ich wünsche dir in einer schweren Situation mal jemanden mit dem gleichen atemberaubenden Feingefühl für zwischenmenschliches Miteinander.

Vielleicht sparst du dir deine kostbare Energie und uns unnötige Kommentare zukünftig!

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xavia_12104595
28.07.14 um 21:16

Lass noch ein bißchen Zeit vergehen...
... dann denk noch einmal ganz objektiv drüber nach...
Ich kann nachempfinden, wie schwer das Alles für Dich ist, aber ich sage Dir aus eigener Erfahrung, auf lange Sicht kannst Du froh sein, dass Alles so gelaufen ist und Ihr Euch getrennt habt.
Es gibt keine Lösung, Du musst irgendwann die Kinder muslimisch erziehen und seine "westliche" Lebensweise geht über kurz oder lang auch den Bach runter. Religion wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger... Du bist dem Ganzen rechtzeitig entkommen!
Die Männer aus diesen Kulturkreisen mögen nett und lieb auftreten, aber die meisten davon passen einfach nicht zu einer Mitteleuropäerin, die stark genug ist, ihren Standpunkt zu vertreten und sich keiner Gehirnwäsche unterziehen lässt.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder in Dein Leben zurückfindest - ohne ihn. Alles Gute!

Zitat Christina Stürmer: "Ich bin wieder ich ohne Dich"

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umminti
29.07.14 um 6:05

Da hast du Recht, alvaro..............., aber wahrscheinlich hat Jeannine

.der Realität vorher nicht ins Auge sehen können, aus welchem Grund auch immer.

@Jeannine: Es tut mir leid, dass du solch großen Kummer hast, und ich fühle mit dir. Aber ich glaube, die Beziehung würde nicht funktioniert haben.
Das mag für dich ein schwacher Trost sein und evtl. wirst du noch lange brauchen, um darüber hinwegzukommen.

Wie schon gesagt, die grundlegenden Dinge müssen ganz am Anfang auf den Tisch - natürlich vor dem Zusammenziehen.

Du hattest ja Signale, dass z.B. der Vater dich ignorierte.
Die Forderung nach einer Konvertierung ist jedoch nicht korrekt. Ich bin z. b. von meiner marokkanischen Familie n i e m a l s nach meiner Religion gefragt worden.Du schreibst auch, dass du regelmäßig bei ihnen zum Essen eingeladen warst. D a s war jedenfalls schon mal ein positiver Anfang.

Seine Haltung würde ich nicht als "Masche" bezeichnen, es ist Realität.

F a l l s du dich jemals zu einer Konvertierung entschlossen hättest, hätte das ganz alleine von dir kommen müssen, niemals von den Eltern.

Und glaube mir, eine Riesenfeier kann man auch ohne Alkohol ausrichten. Ob man dies hier in D tun muss, ist ganz dem einzelnen überlassen. Ich habe z.B. bei einem größeren
Geburtstag im Restaurant für die Gäste Alk angeboten. Was wir beide tun, ist unsere Sache.

Du schriebst, er sei dein Traummann. Bitte erkenne, dass er das nicht ist für dich, nicht sein kann, so wie du jetzt lebst.
Das mag hart klingen, aber du bist ja nícht mehr blutjung, also setze dich damit auseinander.

Ich wünsche dir persönlich alles Gute!


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umminti
29.07.14 um 6:08
In Antwort auf xavia_12104595

Lass noch ein bißchen Zeit vergehen...
... dann denk noch einmal ganz objektiv drüber nach...
Ich kann nachempfinden, wie schwer das Alles für Dich ist, aber ich sage Dir aus eigener Erfahrung, auf lange Sicht kannst Du froh sein, dass Alles so gelaufen ist und Ihr Euch getrennt habt.
Es gibt keine Lösung, Du musst irgendwann die Kinder muslimisch erziehen und seine "westliche" Lebensweise geht über kurz oder lang auch den Bach runter. Religion wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger... Du bist dem Ganzen rechtzeitig entkommen!
Die Männer aus diesen Kulturkreisen mögen nett und lieb auftreten, aber die meisten davon passen einfach nicht zu einer Mitteleuropäerin, die stark genug ist, ihren Standpunkt zu vertreten und sich keiner Gehirnwäsche unterziehen lässt.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder in Dein Leben zurückfindest - ohne ihn. Alles Gute!

Zitat Christina Stürmer: "Ich bin wieder ich ohne Dich"

Ich stimme dem Ausdruck "Gehirnwäsche"

.ganz und gar nicht zu.

Und ob sie dem "Ganzen rechtzeitig entkommen" ist, mag aus europäischen Augen vordergründig so aussehen.

Ich habe jedenfalls eine große Bereicherung in meinem Leben erfahren, ohne "gehirngewaschen" zu sein.

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umminti
29.07.14 um 6:16

Hi, lana, manchmal hast du Recht

.und triffst den Nagel auf den Kopf. Allerdings könntest du manchmal ein bisschen netter formulieren.

Und dass seine Eltern an erster Stelle stehen, hat mit der Liebe zu einer Frau nichts zu tun, das ist eine andere Sache.

Im übrigen scheint es mir nicht soo verkehrt zu sein, vor allem in einem Land, wo die Eltern z.T. mit Kontaktabbrüchen dafür belohnt werden, was sie für die Kinder getan haben.

Oder wo nur Zeit für "Pflichtanrufe" bzw. -besuche ist, da das eigen Ego im Vordergrund steht.

Auch hier ein Gegenbsp,: Mein Mann hat meine Eltern nie kennengelernt, da sie leider schon tot waren.
Trotzdem übernimmt e r allein die Grabpflege - aus Respekt.

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U
umminti
29.07.14 um 6:18

Kann man eigentlich.................... .

.........................Gehir nmasse nachrüsten???

Wäre super.

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O
olena_11851639
29.07.14 um 6:32

Lass den Kopf nicht hängen
Konzentriere dich darauf was du willst. Ich werde dir später noch was dazu schreiben.

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A
alayna_12290738
31.07.14 um 13:04

Danke!
Das sind sehr schöne Worte!

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A
alayna_12290738
31.07.14 um 13:06

Konvertierungsfrage
Das Schlimme ist, er hat es nicht verlangt, aber auch nichts dagegen getan und sich nicht vor mich gestellt.

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A
alayna_12290738
31.07.14 um 13:36
In Antwort auf xavia_12104595

Lass noch ein bißchen Zeit vergehen...
... dann denk noch einmal ganz objektiv drüber nach...
Ich kann nachempfinden, wie schwer das Alles für Dich ist, aber ich sage Dir aus eigener Erfahrung, auf lange Sicht kannst Du froh sein, dass Alles so gelaufen ist und Ihr Euch getrennt habt.
Es gibt keine Lösung, Du musst irgendwann die Kinder muslimisch erziehen und seine "westliche" Lebensweise geht über kurz oder lang auch den Bach runter. Religion wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger... Du bist dem Ganzen rechtzeitig entkommen!
Die Männer aus diesen Kulturkreisen mögen nett und lieb auftreten, aber die meisten davon passen einfach nicht zu einer Mitteleuropäerin, die stark genug ist, ihren Standpunkt zu vertreten und sich keiner Gehirnwäsche unterziehen lässt.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder in Dein Leben zurückfindest - ohne ihn. Alles Gute!

Zitat Christina Stürmer: "Ich bin wieder ich ohne Dich"

Wie Papa
Deine Antwort hätte 1:1 von meinem Vater stammen können.
Ja, er hätte seine Kinder muslimisch erzogen, aber in dem Maße wie er selbst es auslebt, war das für mich in Ordnung. Darüber hatten wir geredet. Da ich selbst keinen Glauben habe, haben wir es da auch immer leichter gehabt, da wir keine Glaubenskonflikte hatten. Ich hab ihn nicht zu Weihnachten in die Kirche geschleppt, wollte auch in keiner heiraten und habe nichts von einem anderen Gott erzählt.

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alayna_12290738
31.07.14 um 13:37

Die Hoffnung...
...stirbt nun mal zuletzt, wenn man liebt!

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alayna_12290738
31.07.14 um 13:44
In Antwort auf umminti

Hi, lana, manchmal hast du Recht

.und triffst den Nagel auf den Kopf. Allerdings könntest du manchmal ein bisschen netter formulieren.

Und dass seine Eltern an erster Stelle stehen, hat mit der Liebe zu einer Frau nichts zu tun, das ist eine andere Sache.

Im übrigen scheint es mir nicht soo verkehrt zu sein, vor allem in einem Land, wo die Eltern z.T. mit Kontaktabbrüchen dafür belohnt werden, was sie für die Kinder getan haben.

Oder wo nur Zeit für "Pflichtanrufe" bzw. -besuche ist, da das eigen Ego im Vordergrund steht.

Auch hier ein Gegenbsp,: Mein Mann hat meine Eltern nie kennengelernt, da sie leider schon tot waren.
Trotzdem übernimmt e r allein die Grabpflege - aus Respekt.

Familienzusammenhalt!?
Ich habe es mir auch immer schön geredet, dass ich den Familienzusammenhalt toll finde, aber Iana hat schon Recht. Im Grunde ist es heuchlerisch von Familienzusammenhalt zu reden, wenn sie aber innerhalb der Familie nicht miteinander sprechen. Das ist nun mal keine Kultur, in der man als Kind alle Themen ansprechen kann. Manche Themen, wie Liebe,Heirat, Religionsunterschiede usw werden einfach totgeschwiegen. Seine Eltern wussten doch, dass ich Deutsche bin und wenn er sich schon nicht traut, würde ich vom Vater erwarten, das er seinen Ältesten mal fragt, wie er sich das zukünftig vorstellt. Es war ihnen ja anscheinend wichtig.

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alayna_12290738
31.07.14 um 13:48

Klärungsbereitschaft
Glaub mir, ich habe geklärt, was ging. Das Konvertierung für mich keine Option ist, wusste er in der 2. Woche. Das sein Glaube und eventuelle Kindererziehung in dem Maße wie er es aktiv auslebt, für mich ok ist, hatten wir auch besprochen.
Dadurch dass ich keine Religion habe, hatten wir da zumindest keine Konflikte.

Aber wie seine Eltern denken, konnten wir erst am Schluss klären. Er wusste es angeblich nicht, aber das wird schon mit viel Geduld. Und geredet haben sie daheim über das Thema auch nicht!

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alayna_12290738
31.07.14 um 13:53
In Antwort auf umminti

Da hast du Recht, alvaro..............., aber wahrscheinlich hat Jeannine

.der Realität vorher nicht ins Auge sehen können, aus welchem Grund auch immer.

@Jeannine: Es tut mir leid, dass du solch großen Kummer hast, und ich fühle mit dir. Aber ich glaube, die Beziehung würde nicht funktioniert haben.
Das mag für dich ein schwacher Trost sein und evtl. wirst du noch lange brauchen, um darüber hinwegzukommen.

Wie schon gesagt, die grundlegenden Dinge müssen ganz am Anfang auf den Tisch - natürlich vor dem Zusammenziehen.

Du hattest ja Signale, dass z.B. der Vater dich ignorierte.
Die Forderung nach einer Konvertierung ist jedoch nicht korrekt. Ich bin z. b. von meiner marokkanischen Familie n i e m a l s nach meiner Religion gefragt worden.Du schreibst auch, dass du regelmäßig bei ihnen zum Essen eingeladen warst. D a s war jedenfalls schon mal ein positiver Anfang.

Seine Haltung würde ich nicht als "Masche" bezeichnen, es ist Realität.

F a l l s du dich jemals zu einer Konvertierung entschlossen hättest, hätte das ganz alleine von dir kommen müssen, niemals von den Eltern.

Und glaube mir, eine Riesenfeier kann man auch ohne Alkohol ausrichten. Ob man dies hier in D tun muss, ist ganz dem einzelnen überlassen. Ich habe z.B. bei einem größeren
Geburtstag im Restaurant für die Gäste Alk angeboten. Was wir beide tun, ist unsere Sache.

Du schriebst, er sei dein Traummann. Bitte erkenne, dass er das nicht ist für dich, nicht sein kann, so wie du jetzt lebst.
Das mag hart klingen, aber du bist ja nícht mehr blutjung, also setze dich damit auseinander.

Ich wünsche dir persönlich alles Gute!


Klarheit und Hoffnung
Glaub mir, ich habe geklärt, was ging. Das Konvertierung für mich keine Option ist, wusste er in der 2. Woche. Das sein Glaube und eventuelle Kindererziehung in dem Maße wie er es aktiv auslebt, für mich ok ist, hatten wir auch besprochen.
Dadurch dass ich keine Religion habe, hatten wir da zumindest keine Konflikte.

Aber wie seine Eltern denken, konnten wir erst am Schluss klären. Er wusste es angeblich nicht, aber das wird schon mit viel Geduld. Und geredet haben sie daheim über das Thema auch nicht!

Natürlich gab es Signale, aber wenn man liebt, stiebt die Hoffnung zum Schluss und mir haben er und seine Mutter ja auch immer eingeredet, dass ich nur Geduld haben muss. Daran habe ich mich festgehalten.

Was hätte ich denn tun sollen? Den Vater fesseln, damit er mit mir redet???
Man versucht ja auch immer Verständnis aufzubringen und respektvoll zu sein.

Das hätte ich mir am Ende auch gewünscht...

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A
alayna_12290738
31.07.14 um 14:03
In Antwort auf umminti

Da hast du Recht, alvaro..............., aber wahrscheinlich hat Jeannine

.der Realität vorher nicht ins Auge sehen können, aus welchem Grund auch immer.

@Jeannine: Es tut mir leid, dass du solch großen Kummer hast, und ich fühle mit dir. Aber ich glaube, die Beziehung würde nicht funktioniert haben.
Das mag für dich ein schwacher Trost sein und evtl. wirst du noch lange brauchen, um darüber hinwegzukommen.

Wie schon gesagt, die grundlegenden Dinge müssen ganz am Anfang auf den Tisch - natürlich vor dem Zusammenziehen.

Du hattest ja Signale, dass z.B. der Vater dich ignorierte.
Die Forderung nach einer Konvertierung ist jedoch nicht korrekt. Ich bin z. b. von meiner marokkanischen Familie n i e m a l s nach meiner Religion gefragt worden.Du schreibst auch, dass du regelmäßig bei ihnen zum Essen eingeladen warst. D a s war jedenfalls schon mal ein positiver Anfang.

Seine Haltung würde ich nicht als "Masche" bezeichnen, es ist Realität.

F a l l s du dich jemals zu einer Konvertierung entschlossen hättest, hätte das ganz alleine von dir kommen müssen, niemals von den Eltern.

Und glaube mir, eine Riesenfeier kann man auch ohne Alkohol ausrichten. Ob man dies hier in D tun muss, ist ganz dem einzelnen überlassen. Ich habe z.B. bei einem größeren
Geburtstag im Restaurant für die Gäste Alk angeboten. Was wir beide tun, ist unsere Sache.

Du schriebst, er sei dein Traummann. Bitte erkenne, dass er das nicht ist für dich, nicht sein kann, so wie du jetzt lebst.
Das mag hart klingen, aber du bist ja nícht mehr blutjung, also setze dich damit auseinander.

Ich wünsche dir persönlich alles Gute!


Die Alkoholfrage
Die Alkoholfrage war eben nicht unsere Sache (aber damit hatte ich ja schon gerechnet). An einer Feier, an der ihr Sohn partizipiert, wird es keinen Alkohol geben. Leider gilt da nicht "Leben und leben lassen".
Natürlich hätte ich nichts vor ihnen getrunken und meine Eltern auch nicht, aber wie erkläre ich meinem 80-jährigen Opa, dass er kein Bier trinken darf???

Das hat schon was von Bevormundung im eigenen Land. Damit kann nicht jeder umgehen. Wir zwingen ja auch niemanden zu trinken, damit wir uns besser fühlen.

Da sind die Fronten ja verhärtet, bevor man sich kennenlernt.

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xavia_12104595
31.07.14 um 19:15
In Antwort auf alayna_12290738

Wie Papa
Deine Antwort hätte 1:1 von meinem Vater stammen können.
Ja, er hätte seine Kinder muslimisch erzogen, aber in dem Maße wie er selbst es auslebt, war das für mich in Ordnung. Darüber hatten wir geredet. Da ich selbst keinen Glauben habe, haben wir es da auch immer leichter gehabt, da wir keine Glaubenskonflikte hatten. Ich hab ihn nicht zu Weihnachten in die Kirche geschleppt, wollte auch in keiner heiraten und habe nichts von einem anderen Gott erzählt.

Ich würd mal sagen, Dein Vater ist ein weiser Mann
Wahrscheinlich bringt eine gewisse Lebenserfahrung auch einen gewissen Weitblick mit sich...

Ich denke jeder muss für sich selbst beurteilen, inwieweit er Kompromisse oder Veränderungen eingehen kann, ohne sich selbst aufzugeben.
Manchen gelingt das gut, bei mir ging`s eben daneben, ich hätte mich komplett aufgeben müssen und das hätte mich in meinem Leben definitiv nicht vorangebracht. Ich will nicht nur neben jemandem existieren, ich will auf Augenhöhe mit jemandem leben und mir selbst treu bleiben!

Wünsche Dir jedenfalls alles Gute!

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xavia_12104595
31.07.14 um 19:25
In Antwort auf umminti

Ich stimme dem Ausdruck "Gehirnwäsche"

.ganz und gar nicht zu.

Und ob sie dem "Ganzen rechtzeitig entkommen" ist, mag aus europäischen Augen vordergründig so aussehen.

Ich habe jedenfalls eine große Bereicherung in meinem Leben erfahren, ohne "gehirngewaschen" zu sein.

Hallo umminti
ich wollte Dir mit meiner Aussage nicht zu nahe treten... aber in meinem Fall hätte ich mich einer Gehirnwäsche unterziehen müssen, um so zu leben, wie es mein Freund auf einmal als Nonplusultra darstellte.
Ich freu mich für Dich, dass Du wohl einen Glücksgriff mit Deinem Mann gemacht hast und ich wünsche Dir, dass es immer so bleibt
Ich freue mich aber auch, dass ich raus bin aus der Sache. Denn es gab Zeiten, in denen es sehr schwer war für mich und heute kann ich wieder frei und unbeschwert leben

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umminti
01.08.14 um 8:58
In Antwort auf xavia_12104595

Hallo umminti
ich wollte Dir mit meiner Aussage nicht zu nahe treten... aber in meinem Fall hätte ich mich einer Gehirnwäsche unterziehen müssen, um so zu leben, wie es mein Freund auf einmal als Nonplusultra darstellte.
Ich freu mich für Dich, dass Du wohl einen Glücksgriff mit Deinem Mann gemacht hast und ich wünsche Dir, dass es immer so bleibt
Ich freue mich aber auch, dass ich raus bin aus der Sache. Denn es gab Zeiten, in denen es sehr schwer war für mich und heute kann ich wieder frei und unbeschwert leben

Hi,atlantis78, vielen Dank für deine Antwort

.....................und dir persönlich alles Gute!

Ich verstehe deinen Standpunkt und denke, dass du f ü r d i c h richtig entschieden hast. Denn jeder hat ein Recht auf ein glückliches und unbeschwertes Leben und dazu gehört eben auch viel Mut!
LG

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xavia_12104595
03.08.14 um 17:28
In Antwort auf umminti

Hi,atlantis78, vielen Dank für deine Antwort

.....................und dir persönlich alles Gute!

Ich verstehe deinen Standpunkt und denke, dass du f ü r d i c h richtig entschieden hast. Denn jeder hat ein Recht auf ein glückliches und unbeschwertes Leben und dazu gehört eben auch viel Mut!
LG

Liebe umminti,
ich danke Dir

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M
marge_12059798
09.08.14 um 1:27

Lana
Und immer wieder frage ich mich, welcher Mann dich so verletzt hat, damit du muslimische Männer so tragisch findest.. Wahrscheinlich 0 Erfahrung aber Hauptsache gegen Muslime schreiben.

Du solltest dich schämen lana.. Jeden Beitrag den ich von dir lese ist rasistisch und echt zum Kotzen.

Sag mir mal wo dein Problem ist? Nimmt mich einfach nur Wunder

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