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Erfahrung mit offenen Beziehungen?

14. Januar 2006 um 20:06 Letzte Antwort: 22. Januar 2006 um 12:14

Ich bin am experimentieren. Mit einer sehr gefährlichen Substanz. Es geht wie immer um Liebe.
Ich habe eine Beziehung mit einem Mann, der nicht mein Freund sein will, mir aber deutlich zeigt, dass ich ihm wichtig bin, was Besonderes bin für ihn. Ich bin ehrlich verliebt, er dagegen sagt er hat mich lieb, aber verlieben will er sich nicht. Nicht in mich, auch in niemanden sonst, sagt er. Was unsere Beziehung besonders schön und gleichzeitig besonders schwierig macht, ist dass wir beide gerne mit unserer Sexualität sehr offen umgehen, d.h. platt gesagt, dass wir rumpoppen, uns im Flirten ständig gegenseitig übertrumpfen, auch wenn wir zusammen weggehen.
Meine Vorstellung von einer perfekten Beziehung (mit ihm): Wir können uns beide sicher sein, dass wir zusammengehören, dass uns was besonders tiefgehendes verbindet, trotz dem wir unsere Lust nicht unterdrücken müssen und uns gegenseitig alles zugestehen auf was wir Lust haben. Würde er mir manchmal sagen, dass er mich liebt, hätte er nichts dagegen, dass ich mich seine Freundin nenne, ich glaube dann wäre ich nicht eifersüchtig.
Er dagegen will Singel sein und bleiben. Will dieses Gefühl haben nur sich selbst zu gehören, vielleicht auch die Option mich jederzeit vernachlässigen zu können, wenn ihm mal nicht nach mir ist. Im Grunde passen wir gut zusammen, hatte nie einen Mann an meiner Seite mit dem ich so offen umgehen konnte und der es mir nicht zum Vorwurf gemacht hat, dass ich von Treue nichts halte, meine Gefühle und Triebe nun mal nicht auf einen Menschen polarisieren will und kann. Aber mit ihm verbindet mich mehr als unsere gemeinsame Sexualität, viel mehr.
Unser Verhältnis hier genauer zu beschreiben, was er für ein Mensch ist und so, ist mir unmöglich, es würde Tage dauern. Nur soviel: Unsere Beziehung geht so etwa ein halbes Jahr, wir sehen uns oft, es ist wunderschön wenn wir zusammen sind. Die Leute um uns herum, die uns zusammen erleben, die ihn kennen, die mich kennen, sie lächeln, wenn ich sage, das er nicht mein Freund ist, sie sagen aber so was wie eine Beziehung habt ihr doch. Haben wir auch und mir wirds langsam einfach zu albern, jedes Mal zu betonen, dass er nicht mein Freund ist. Im Grund ist es eine lächerliche Sache dieses sind wir jetzt zusammen oder nicht. Als käme es auf eine Bezeichnung an. Aber es macht mich so unsicher, dass er den Gedanken an feste Beziehungen so verteufelt.
Was ich von euch wissen will? Hat es irgendwer geschafft eine glückliche offene Beziehung zu führen? Wie sind eure Erfahrungen mit Beziehungen in denen beide Partner auch sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen haben und darüber auch offen sprechen? Ist meine Vorstellung einer schönen Beziehung auf der Grundlage von Vertrauen und Ehrlichkeit aber ohne Treue und Monogamie eine Utopie?
Und falls irgendwer nach dem bisschen was ich hier über mich geschrieben habe das Gefühl hat zu verstehen wies mir geht. Glaubt ihr, dass er und ich vielleicht das Ganze doch gar nicht so unterschiedlich erleben? Ich denke oft dass wir im Grunde das gleiche wollen, dass wir aber mit unseren Begriffen unterschiedliche Dinge verbinden. Vielleicht spielt da auch der Altersunterschied eine Rolle, er ist erst 20.

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15. Januar 2006 um 0:01

Im Grunde...
... geht es doch nur darum, ob ich euer Zusammensein "Beziehung" nennen sollt oder auch nicht
Es würde sich ja nichts ändern zwischen euch, selbst wenn ihr es jetzt eine Beziehung nennen würdet, wenn sie denn offen sein soll.

Viele schreckt das Wort Beziehung ja schon ab, weil sie darin eine Bindung sehen etc... Und das ist es ja im Prinzip auch. Denn wofür gehe ich eine Beziheung ein, wenn ich auf kein Stück meiner Freiheiten verzichten will und trotzdem mit dem in Bettchen hüpfe, der mir gefällt?

Ich denke ihm fehlt da vielleicht einfach das bedürfnis so eng mit dir zusammen zu sein, dass er eine Beziheung führen will. Es fehlt wohl auch an Liebe. Denn wenn man einen Menschen wirklich liebt, dann hat man anfänglich nichts anderes im sinn als DIESEN einen Menschen... nicht zu vergessen die rosarote Brille, die alle anderen potentiell attraktiven Menschen ausblendet und den Geliebten als Nummer 1 dastehen lässt.

So jedenfalls meine Ansicht der Dinge

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15. Januar 2006 um 3:37

Tausend dank
Vielen, vielen Dank für eure Antworten. Ich hätte nicht gedacht, dass nach meinem verworrenen Text jemand verstanden hat worum es mir geht. Hier zu lesen, dass ihr den Eindruck habt, dass er keine Beziehung will und mich nun mal einfach nicht liebt, tut mir ehrlich gesagt ziemlich gut. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, weiss ich das ja auch. Ich wills halt nicht recht wahrhaben und wenn ich ihn mit meinen tiefergehenden Gefühlen konfrontiere, gibt er zweideutige, ausweichende Antworten. Habe schon das Gefühl, dass er selbst nicht recht weiss, was er will. Aber ich muss mir eingestehen, dass es jedenfalls nicht das selbe ist, wie das was ich will.
Deshalb, danke. Und ja brooke, ich bin eine Träumerin, war ich aber schon immer.
Tambosi, du meinst, dass es schnell was ändert, wenn er denn tatsächlich mal mit einer anderen, willst wissen, ob wir das schon mal gemacht haben. Ja. Klingt jetzt sicher krass, aber ich habe mit 7 anderen Männern geschlafen im letzten halben Jahr, mit den meisten davon nicht nur einmal. Nur einer davon war ein richtiger one-night-stand, mit den anderen bin schon länger befreundet. Bei ihm sieht das ähnlich aus. Wir reden da offen drüber, ist eigentlich kein Problem. Für mich ist es ja gerade diese Offenheit, die den Reiz unseres Verhältnisses ausmacht. Und es ist immer so, dass wir uns gegenseitig sagen: mit dir ist es schöner. Auch mit Sex zu dritt komme ich gut klar, fands schön zuzusehen, wie er mit einer anderen Frau schläft. Was allerdings noch nicht vorgekommen ist und was mir wahrscheinlich auch zu schaffen machen würde, ist dass er vor meinen Augen mit einer anderen Frau nach hause geht.
Tambosi meint, dass bei einer richtigen Liebe andere Menschen keine Rolle mehr spielen. Da muss ich leider wiedersprechen, denn für mich ist es nicht vorstellbar auf ein abwechslungsreiches Sexualleben zu verzichten. Was soll das denn bringen? Aber lieben kann und tue ich trotzdem. Halte mich eigentlich für einen sehr gefühlvollen Menschen; verbringe viel zu viel Zeit damit über meine Gefühle nachzudenken.
Also brooke, eine offene Beziehung ist nicht das einzige zu was ich ihn vielleicht noch belabern könnte, sie ist das einzige was ich mir für mich mit wem auch immer vorstellen kann. Kenne aber niemanden, der so was tatsächlich lebt. Mein Problem ist im Grunde ziemlich tiefsitzend. Mir gehts nicht darum irgendwie jenseits des Mainstreams zu sein. Ganz im Gegenteil. Mainstream wäre klasse, ich will nicht auffallen oder komisch gefunden werden. Aber irgendwie bin ich halt so wie ich bin. Und ich fürchte das ist jenseits des Mainstreams, leider.
Hatte sechs Jahre lang eine Beziehung in der mein damaliger Freund immer treu war, ich habe ihn wahnsinnig geliebt, mich zusammengerissen um ihn nicht zu verletzten. Aber irgendwann hat gerade diese Treue unsere Beziehung kaputt gemacht. Ich brauche gelegentliche Abenteuer. Aber vielleicht stimmt ja auch irgendwas nicht mit mir. Aufmerksamkeitsdefizit, Probleme mit meinem Ego oder so?
Und mit meinem jetzigen dann-wohl-doch-nicht-Freund, verstehe ich mich einfach sehr, sehr gut. Habe nie zuvor einen Menschen getroffen, der mich so fasziniert hat wie er. Muss da wohl mal in meinen Kopf rein bekommen, dass es ihm deswegen nicht genauso gehen muss, wie mir. Danke nochmal. Das mit dem Ignoranzproblem muss ich mit mal durch den Kopf gehen lassen, ist vielleicht schon was dran. Aber er hat nun mal zu niemandem eine so enge Beziehung wie zu mir. Glaube trotzdem noch an die Utopie einer offenen Beziehung mit einem Menschen der mich auch liebt, vielleicht nicht er, vielleicht noch nicht jetzt. Meinen Hoffnung hab ich trotzdem noch nicht verloren. Ich werde versuchen auf dem Teppich zu bleiben, wenn er nicht Mehr will dann ist es halt so. Trotzdem schön, sag ich mir.
Das beste wird wohl sein, wenn ich morgen mal mit ihm drüber rede. Ohne große Erwartungen.
(sorry, kann mich einfach nicht kurz fassen)

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15. Januar 2006 um 9:06
In Antwort auf wendy_11874379

Tausend dank
Vielen, vielen Dank für eure Antworten. Ich hätte nicht gedacht, dass nach meinem verworrenen Text jemand verstanden hat worum es mir geht. Hier zu lesen, dass ihr den Eindruck habt, dass er keine Beziehung will und mich nun mal einfach nicht liebt, tut mir ehrlich gesagt ziemlich gut. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, weiss ich das ja auch. Ich wills halt nicht recht wahrhaben und wenn ich ihn mit meinen tiefergehenden Gefühlen konfrontiere, gibt er zweideutige, ausweichende Antworten. Habe schon das Gefühl, dass er selbst nicht recht weiss, was er will. Aber ich muss mir eingestehen, dass es jedenfalls nicht das selbe ist, wie das was ich will.
Deshalb, danke. Und ja brooke, ich bin eine Träumerin, war ich aber schon immer.
Tambosi, du meinst, dass es schnell was ändert, wenn er denn tatsächlich mal mit einer anderen, willst wissen, ob wir das schon mal gemacht haben. Ja. Klingt jetzt sicher krass, aber ich habe mit 7 anderen Männern geschlafen im letzten halben Jahr, mit den meisten davon nicht nur einmal. Nur einer davon war ein richtiger one-night-stand, mit den anderen bin schon länger befreundet. Bei ihm sieht das ähnlich aus. Wir reden da offen drüber, ist eigentlich kein Problem. Für mich ist es ja gerade diese Offenheit, die den Reiz unseres Verhältnisses ausmacht. Und es ist immer so, dass wir uns gegenseitig sagen: mit dir ist es schöner. Auch mit Sex zu dritt komme ich gut klar, fands schön zuzusehen, wie er mit einer anderen Frau schläft. Was allerdings noch nicht vorgekommen ist und was mir wahrscheinlich auch zu schaffen machen würde, ist dass er vor meinen Augen mit einer anderen Frau nach hause geht.
Tambosi meint, dass bei einer richtigen Liebe andere Menschen keine Rolle mehr spielen. Da muss ich leider wiedersprechen, denn für mich ist es nicht vorstellbar auf ein abwechslungsreiches Sexualleben zu verzichten. Was soll das denn bringen? Aber lieben kann und tue ich trotzdem. Halte mich eigentlich für einen sehr gefühlvollen Menschen; verbringe viel zu viel Zeit damit über meine Gefühle nachzudenken.
Also brooke, eine offene Beziehung ist nicht das einzige zu was ich ihn vielleicht noch belabern könnte, sie ist das einzige was ich mir für mich mit wem auch immer vorstellen kann. Kenne aber niemanden, der so was tatsächlich lebt. Mein Problem ist im Grunde ziemlich tiefsitzend. Mir gehts nicht darum irgendwie jenseits des Mainstreams zu sein. Ganz im Gegenteil. Mainstream wäre klasse, ich will nicht auffallen oder komisch gefunden werden. Aber irgendwie bin ich halt so wie ich bin. Und ich fürchte das ist jenseits des Mainstreams, leider.
Hatte sechs Jahre lang eine Beziehung in der mein damaliger Freund immer treu war, ich habe ihn wahnsinnig geliebt, mich zusammengerissen um ihn nicht zu verletzten. Aber irgendwann hat gerade diese Treue unsere Beziehung kaputt gemacht. Ich brauche gelegentliche Abenteuer. Aber vielleicht stimmt ja auch irgendwas nicht mit mir. Aufmerksamkeitsdefizit, Probleme mit meinem Ego oder so?
Und mit meinem jetzigen dann-wohl-doch-nicht-Freund, verstehe ich mich einfach sehr, sehr gut. Habe nie zuvor einen Menschen getroffen, der mich so fasziniert hat wie er. Muss da wohl mal in meinen Kopf rein bekommen, dass es ihm deswegen nicht genauso gehen muss, wie mir. Danke nochmal. Das mit dem Ignoranzproblem muss ich mit mal durch den Kopf gehen lassen, ist vielleicht schon was dran. Aber er hat nun mal zu niemandem eine so enge Beziehung wie zu mir. Glaube trotzdem noch an die Utopie einer offenen Beziehung mit einem Menschen der mich auch liebt, vielleicht nicht er, vielleicht noch nicht jetzt. Meinen Hoffnung hab ich trotzdem noch nicht verloren. Ich werde versuchen auf dem Teppich zu bleiben, wenn er nicht Mehr will dann ist es halt so. Trotzdem schön, sag ich mir.
Das beste wird wohl sein, wenn ich morgen mal mit ihm drüber rede. Ohne große Erwartungen.
(sorry, kann mich einfach nicht kurz fassen)

Sorry, kann mich einfach nicht kurz fassen
ich schon.

eine offene beziehung ist in deinem fall das einzig reelle dem partner gegenüber.

mit dem richtigen geht das auch.

offene beziehungen haben keine kleinere überlebenschance als "normale", die halten nämlich auch selten ewig.

manndel

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15. Januar 2006 um 14:35

Das ist schwierig....
Hallo mingel. Tut mir irgendwie total leid wenn ich das so lese..Eine Frau will immer geliebt werden, das liegt nun man in unserer Natur...so Geschichten hab ich auch durch.2 mal. Einerseits denk ich, es war so in Ordnung andererseits komme ich mir so langsam vor wie ein Sexobjekt. Obwohl den Männern darf man ja keine schuld geben wenn man sich ehrlich darauf einlässt. hmm weiss gar nicht so richtig was ich dazu schreiben soll. nur das ich dich verstehe)versuche auch momentan so eine Situation zu enträtseln..Schönes Wochenende wünsch ich dir.

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17. Januar 2006 um 9:44

Hi Mingel,
also ich muss sagen dass was du da schreibst kommt mir irgendwie bekannt vor. Bin in einer ähnlichen Situation wie du.Habe auch eine eher "offene" Beziehung mit einem Mann. Allerdings muss ich sagen, dass ich es auch lieber dabei belassen würde als er. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und dir villeicht sagen wie er sich fühlt. Ich habe vor ca. 1/2 Jahr einen Mann kennengelernt, in den ich mich unsterblich verliebt habe. Jedoch war diese Geschichte schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt und ich habe es nun aufgegeben. Oft kriegt man nie das was man sich wünscht aber die Träume tragen nunmal! Es war sehr schwer für mich das zu akzeptieren und ich muss sagen, ich kann dieses Gefühl was ich IHM gegenüber erlebt habe nicht für jeden Mann empfinden. Jetzt habe ich auch eine "offene" Beziehung mit einem anderen und oft frage ich mich warum. Aber nur so kommst du mit dem Schmerz klar. Vieleicht ging es deinem "Freund" oder Partner auch so ähnlich wie mir, weil er sagt, er will sich in niemanden verlieben! Das ist nunmal die Angst davor wieder verletzt zu werden. Wieder unglücklich zu sein. Dann ist es besser eine Zeit bei jemandem zu sein den man auch sehr lieb hat, aber sich nicht in eine Beziehung zu stürzen die es vielleicht nicht bringt. Sei froh, dass er so ehrlich zu dir ist, und dir sagt was er fühlt. Nämlich dass er nicht in der lage ist eine "feste" Beziehung einzugehen und sich davon abhängig zu machen und dir dann Hoffnungen zu machen auf etwas was er dir nicht erfüllen kann, auch wenn er es gerne würde. Das ist schwer für alle Beteiligten, das kann ich dir sagen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Versuch das zu akzeptieren was er dir geben kann und nicht zu Hohe Erwartungen zu stellen. MAch das beste draus!
lieben Gruß!!!!! Marissa

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22. Januar 2006 um 12:14

Beendet
Habe die ganze Sache beendet. Ist zwar schade, aber es hat mich einfach zusehr beschäftigt und mir alles in allem nicht wirklich gut getan. Hoffe dass ich mich jetzt wieder besser auf meine Arbeit konzentrieren kann und werd ne schöne Reise planen.
Vielen Dank für euren Beistand und die Unterstützung in meiner Entscheidung.

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