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Erdrückende Beziehung

1. April 2013 um 0:38 Letzte Antwort: 1. April 2013 um 15:48

Hallo liebe UserInnen,

ich hoffe, ihr könnt mir einige eurer Gedanken zu meinen derzeitigen Sorgen äußern.
Es geht daurm, dass ich seit ca. einem Jahr mit meinem Freund zusammen bin und an sich auch glücklich bin. Zur Info, wir sind beide 21. Er ist teilweise sehr kompliziert und egozentrisch, aber ich konnte damit bisher gut umgehen, da ich mich selbst als positiv eingestellten Menschen betrachte. Zum Hintergrund: Er ist vor 2 Jahren aus dem Ausland hierher gezogen und hatte bis Ende 2012 noch eine Arbeit + Wohnung. Nun hat er nichts mehr von beidem und lebt seither bei mir, sprich: seit 3 Monaten leben wir nun miteinander und ich dachte, dass es nur vorübergehend ist, bis er etwas findet und damit hatte ich natürlich auch kein Problem. Nun lief alles besonders scheiße, er hat bis dato weder richtig Kohle, noch eine Wohnung gefunden (was natürlich darauf beruht, dass er nur wenig Geld hat).

Mittlerweile fühle ich jedoch in mir einen Wechsel, ich sehe andere attraktive Menschen und kriege sie teilweise nicht aus dem kopf und ärgere mich manchmal, dass ich nicht single bin, um mich weiterhin auszuprobieren. Ich kann auf Dauer einfach so nicht mit ihm leben und es sieht nicht so aus, dass sich an seiner Lebenssituation in naher Zukunft etwas positiv verändert. Trotzdem liebe ich meinen Freund. Aber seit einigen Wochen ist alles so stark eingedämpft, dass ich mir bereits Gedanken gemacht habe, mich zu trennen. Allerdings geht das in meinem Falle nicht so einfach und hier kommt das eigentliche Problem. Ich bringe es nicht übers Herz, einfach Adieu zu sagen, weil ich weiß, dass ich ihn damit total ausliefern würde. Er würde keinen Platz zum schlafen haben (keinerlei Freunde, bei denen er unterkommen könnte) und das bisschen Geld, das er bekommt reicht gerade mal zum Essen. D.h. ich trage mit meiner Entscheidung unheimlich viel Verantwortung für ihn, die ich nie tragen wollte und dabei will ich nicht, dass es ihm so schlecht geht, nur weil für mich derzeit einiges an unserer Beziehung fraglich ist und ich mich evtl. trennen möchte. Diese Verantwortung belastet mich aber immens und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.

Ich sehe auf der einen Seite meine Situation, dass ich eindeutig merke, dass ich mich weiterhin mit anderen Menschen ausprobieren möchte und mich in einer festen Beziehung irgendwie ein bisschen eingeengt fühle. Aber zu erwähnen ist auch, dass er teilweise einen sehr negativen Einfluss hat auf mich und mich auch oft sehr unterdrückt und einfach nicht angemessen behandelt mit seinen Handlungen und mit seiner Einstellung (Aber nein, keine körp. Gewalt). Allerdings muss ich auch sagen, dass mir der Gedanke unheimlich wehtut, ihn zu verlieren. Ich mag ihn wirklich total und genieße die Zeit mit ihm.

Aber ich sehe auch seine Situation und was eine Trennung für ihn bedeuten würde. Es würde bedeuten, dass es komplett alleine da steht und keinerlei Anlaufstelle hier hat.

Was denkt ihr darüber? Wie würdet ihr vorgehen?

Danke euch allen!

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1. April 2013 um 0:46

.
versuch ihn mit allen mitteln dazu zu bewegen sich einen Job zu suchen. es wird zwar seine zeit dauern aber wenn er einen gefunden hat kannst du dich immer nich entscheiden ob du eine beziehung willst oder nicht und trägst dann nicht so eine große verantwortung da er dann auf seinen eigenen beinen stehen kann

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1. April 2013 um 0:56

Naja..
Wie gesagt, er hat wirklch gut gesucht, allerdings hat nichts davon geklappt! Ich glaube auch nicht, dass es so schnell gehen wird!. Außerdem ist er nach all den Fehlschlägen ziemlich unmotiviert geworden, sodass ich ihn sogar noch "anstupsen" muss ständig. Ich fühle mich, als hätte ich ein Kind, das ich erziehen muss und für das ich verantwortlich bin. Wie gesagt, also so schnell wird er keinen Job finden, da bin ich mir insgeheim sicher, natürlich sage ich aber zu ihm, dass er sich keine Sorgen machen soll und baue ihn auf.

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1. April 2013 um 1:30
In Antwort auf ennio_12708860

Naja..
Wie gesagt, er hat wirklch gut gesucht, allerdings hat nichts davon geklappt! Ich glaube auch nicht, dass es so schnell gehen wird!. Außerdem ist er nach all den Fehlschlägen ziemlich unmotiviert geworden, sodass ich ihn sogar noch "anstupsen" muss ständig. Ich fühle mich, als hätte ich ein Kind, das ich erziehen muss und für das ich verantwortlich bin. Wie gesagt, also so schnell wird er keinen Job finden, da bin ich mir insgeheim sicher, natürlich sage ich aber zu ihm, dass er sich keine Sorgen machen soll und baue ihn auf.

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es klingt als wärst du nur noch mit ihm zusammen weil du ihn schützen willst. aber denk auch mal an dich, dieser kerl zieht dich runter und macht dich unglücklich. wenn er nicht auf seinen eigenen beinen stehen kann ist es nicht deine Aufgabe es ihm bei zu bringen. du bist nicht seine mutter und so solltest du dich auch nicht fühlen, wenn du ihn wirklich liebst dann bleib bei ihm und hilf ihm aber lass dich nicht von ihm runter ziehen

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1. April 2013 um 15:01

Hmm
Danke schonmal für die Antworten!

Es ist wirklich sehr schwer, hier eine Entscheidung zu fällen. Ich kann doch nicht so einfach über das Leben einer andrere Person entscheiden? Wenn ich mich trenne, dann muss er zurück zu seinen Eltern ins Ausland zwangsläufig. Wie kann ich so eine Verantwortung tragen? Mensch..keine Ahnung, ob ich so ich-bezogen sein sollte in diesem fall..

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1. April 2013 um 15:42

Stimmt schon..
Du hast recht, als Fußabtreter möchte ich nicht enden..und eigentlich habe ich das auch zu lange mit mir machen lassen, glaube ich. Aber wie gesagt, ich bin in der Hinsicht sehr locker und kann mit sowas gut umgehen bzw. kann mich bestens verteidigen. Vielleicht weiß er das und kann daher "direkter" mit mir Umgehen?

Klassiches Bsp., was gestern passierte: Wir wollten einen Film sehen und er benötogt seine Brille dafür, weil es schlecht sehen kann. Wir konnte seine Brille nicht finden und wurde etwas pissig mir gegenüber und hat gesagt "Okay gut, dann schau halt alleine"..

Trotzdem, ich kann es irgendwie nicht übers Herz bringen, ihn so auszuliefern.

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1. April 2013 um 15:48

Aber
Ich muss an dieser Stelle aber auch mal sagen, dass er unheimlich liebevoll ist. Also er hat nicht nur diese "negative" Seite. Nicht, dass ich hier einen falschen Eindruck vermittle. Wir haben auch den gleichen Humor, lachen viel, haben Spaß...

Für ihn ist es besonders schwer Arbeit zu finden, weil er der Sprache nciht sehr mächtig ist und keinen guten Schulabschluss hat..

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