Forum / Liebe & Beziehung

Er will unsere kinder religös erziehen - ich nicht!

3. August 2009 um 11:21 Letzte Antwort: 3. August 2009 um 22:46

hallo zusammen,

bin nun mit meinem schatz 2 jahre zusammen und da kommt natürlich auch sehr oft das thema kinder auf.
er ist katholisch, ich ungläubig. im moment ist das auch kein problem. auch hieß es am anfang: kirchlich heiraten, kinder taufen lassen. das ist ja alles noch ok. doch nun kristalisiert es sich raus, dass es in bezug auf kinder das volle programm sein soll. also kirche gehen, und dieser ganze gemeinde-kram. ich hab das gefühl, dass ICH dabei gar keinen platz einnehme. er weiß ich bin dagegen aber ein kompromiss ist nicht in sicht.

ich will mein kind in kein schema reinpressen. mein kind soll die wahl haben. das wird es aber nicht wenn man ihm seit beginn seines lebens eine geschichte für die wahrheit verkauft. ich mein wenns nach mir geht: nix wie weg damit. aber ich bin ja zu dem kompromiss bereit, dass er den kind das nahe bringt. aber es soll dich bitte aus der institution kirche rausgehalten werden, bis es selbst entscheiden kann.

ich weiß nicht wie ich weiterkomme. will nicht erst vor einer entscheidung stehen wenn das kind einmal da ist.

danke für eure meinungen.

liebe grüße

cybermaus2

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3. August 2009 um 11:44

Ich
bin deiner Meinung. Ich finde Kirche so oder so scheiße nur jeder sollte selber die Wahl haben. Also Taufen ok aber der Rest den soll mein Kind selber entscheiden. Ganz einfach sag ihm das du dagegen bist und wenn er das so durchziehen will du keine Kinder mit ihm bekommen wirst. Hört sich Radikal an aber PECH!

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3. August 2009 um 11:50

Auch wenn
das Kind keiner Religion "unterzogen" wird, dann kann es sich auch nicht frei entscheiden.

Das ist nunmal die Krux bei Religionen und auch dabei keine Religion auszuüben. Religion ist keine Entscheidungssache, sondern ein Glauben.

Allerdings ist das nichts Schlimmes. Egal ob Christ, Moslem, Jude, Buddhist, etc. Was wirklich wichtig ist, und darauf werdet ihr euch bestimmt einigen können sind die Werte die Ihr vermittelt. (Ob nun mit dem Hilfsmittel der Religion oder ohne)

Ich bin nicht wirklich gläubig, auch wenn ich das volle Programm ebenfalls mitgemacht habe. Ich habe meine Einstellungen ja aber die kommen von meinen Eltern, Großeltern und Allen um mich herum.

Was es aber geholfen hat ist es mit anderen auszukommen, Gemeinschaftsgefühl aufbauen zu können etc. Die Jugendfahrten z.B. waren sehr wichtige Momente in meinem Leben die mich Zwischenmenchliches gelehrt haben. Und dennoch bin ich nicht "indoktriniert".

Ich würde dir den Tipp geben, allein danach zu entscheiden was ihr eurem Kind konkret beibringen wollt. Der Glaube alleine ändert ein Kind nicht, er bietet vielleicht den Zugang, wenn er dem Kind neben den Eltern zeigt, du kannst auf dich vertrauen.

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3. August 2009 um 11:57
In Antwort auf

Auch wenn
das Kind keiner Religion "unterzogen" wird, dann kann es sich auch nicht frei entscheiden.

Das ist nunmal die Krux bei Religionen und auch dabei keine Religion auszuüben. Religion ist keine Entscheidungssache, sondern ein Glauben.

Allerdings ist das nichts Schlimmes. Egal ob Christ, Moslem, Jude, Buddhist, etc. Was wirklich wichtig ist, und darauf werdet ihr euch bestimmt einigen können sind die Werte die Ihr vermittelt. (Ob nun mit dem Hilfsmittel der Religion oder ohne)

Ich bin nicht wirklich gläubig, auch wenn ich das volle Programm ebenfalls mitgemacht habe. Ich habe meine Einstellungen ja aber die kommen von meinen Eltern, Großeltern und Allen um mich herum.

Was es aber geholfen hat ist es mit anderen auszukommen, Gemeinschaftsgefühl aufbauen zu können etc. Die Jugendfahrten z.B. waren sehr wichtige Momente in meinem Leben die mich Zwischenmenchliches gelehrt haben. Und dennoch bin ich nicht "indoktriniert".

Ich würde dir den Tipp geben, allein danach zu entscheiden was ihr eurem Kind konkret beibringen wollt. Der Glaube alleine ändert ein Kind nicht, er bietet vielleicht den Zugang, wenn er dem Kind neben den Eltern zeigt, du kannst auf dich vertrauen.

Eben
ich möchte mein kind mit werten erziehen. völlig unabhängig von religion. für mich ist das so ein quatsch.
auch ich wurde gut erzogen. war in gemeinschaften(ferienlager) und das alles hat mich weitergebracht. für mich ist religion überflüssig. im gegenteil. ich sehe wie so eine erziehung intolerant macht. mein freund ist "opfer" und erzählt mir heute dass es einem kind ohne religion schlechter gehen wird....

wie kann ich ihn überzeugen von seiner radikalen denkweise wegzukommen? hab angst dass er mich dann nicht mehr will.

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3. August 2009 um 12:06
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Ich
bin deiner Meinung. Ich finde Kirche so oder so scheiße nur jeder sollte selber die Wahl haben. Also Taufen ok aber der Rest den soll mein Kind selber entscheiden. Ganz einfach sag ihm das du dagegen bist und wenn er das so durchziehen will du keine Kinder mit ihm bekommen wirst. Hört sich Radikal an aber PECH!

Ich denke, Kinder sind durchaus fähig Realitäten zu erkennen....
Ich wurde auch katholisch erzogen mit allem Pi pa po - was dazu geführt hat, dass ich als volljähriger Mensch zu der Überzeugung gekommen bin, daß man überhaupt keine Religion braucht um ein guter Mensch zu sein - ja sogar noch krasser - die katholische Religion hat für mich dahin geführt, dass ich an keinen "Einzelgott" glauben kann - wer das nicht versteht denke mal über folgende Frage nach: Do you know how God looks like? - Maybe, she is black!"
Ich bin heute keiner Religion zugehörig und meine eigene Tochter ist nicht getauft, durfte aber stets selbst entscheiden, welchen Religionsunterricht sie beispielsweise besuchen möchte. Sie hat sich für evangelischen Unterricht entschieden, möchte sich aber nicht firmen lassen.
Also ich denke, solange dein Liebster aufn Teppich bleibt und deine Kinder nicht zu fanatischen katholischen Gottesjüngern erzieht, schadet es nicht, wenn sie das volle Programm mitmachen - und es ist ja von der sozialen Seite nicht nur negativ zu werten.

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3. August 2009 um 12:07

Ich würde nicht nachgeben
Hallo Cybermaus,

Ich selbst bin auch ungläubig und kann dir absolut nachfühlen.

Kinder sind was Behauptungen von Erwachsenen betrifft zunächst einmal eins: Absolut leichtgläubig! Also warum sollst du offenen Auges zusehen, wie dein Mann und fremde Menschen deinen Kindern Blödsinn erzählen, obwohl du sie doch zu mündigen, selbstständig denkenden Wesen erziehen willst?

Du kannst deinen Freund ja fragen: Möchte er auch, dass eure Kinder außerdem muslimisch, jüdisch, hinduistisch, mormonisch.... etc. erzogen werden? Nur so zur Sicherheit natürlich... Man kann ja schließlich als Katholik auch aufs falsche Pferd (den falschen Gott) gesetzt haben....

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie du anscheinend bisher um eine große Grundsatzdiskussion herum gekommen bist. Für mich wäre schon die Taufe zu viel, da ich es einfach unrechtmäßig finde, jemanden als Baby in einen "Verein" eintreten zu lassen, der ihn später zu Zahlungen verpflichtet und aus den man heutzutage auch nur gegen bürokratischen Aufwand (und eine Gebühr) austreten kann. Das ist ja schlimmer als die GEZ....

Ich würde stur bleiben. Mach deinem Freund klar, dass es hier um Grundsätze geht und du hier nicht einfach gegen deine Überzeugung klein beigeben wirst!

Werte bekommen deine Kinder auch so mit. Vernünftige Menschen brauchen keine Schriften um Werte zu verinnerlichen!
Deine Überzeugung ist nicht weniger wert, nur weil du dich auf kein "religiöses Gefühl" berufen kannst.


LG
Ele

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3. August 2009 um 12:07

Religion
hey cybermaus,

also meine eltern waren auch in so einer konstellation. meine mutter war sehr gläubig, mein vater atheist.

vielleicht kannst du mit meinen erfahrungen ja was anfangen: meiner mutter war es sehr wichtig, mich katholisch zu erziehen. ist ja klar, jeder vermittelt halt die werte, die er als kind auch mitbekommen hat. mein vater hat keine werte (in sachen religion) mitbekommen, also war es ihm schlichtweg egal.

auch wenn ich das volle programm durchgezogen habe, mich hat mein vater mit seiner glaubensrichtung - oder eben nicht-glaubensrichtung trotzdem auch mitgeprägt. ich war somit so oder so nie das absolute glaubenskind, weil ich ja beides mitbekam. es war sogar gut, denn ich hatte zwei gegensätzliche pole zuhause. es gab auch gute diskussionen, und ich glaube deshalb jetzt auch frei darüber entscheiden zu können was mir wichtig ist. es kam eine gewisse objektivität rein.

ich bin heute aber sehr froh, dass ich das volle programm katholizismus durchgemacht habe, denn so habe ich irgendwie "mehr" mitbekommen, als wenn ich im teeniealter oder sonst wann hätte entscheiden müssen, was ich jetz glauben möchte. hätte so meiner meinung nach eh nicht geklappt.

die religion hat mir trotz allem halt gegeben. ich praktiziere es jetzt längst nicht mehr so wie früher, aber ich würde es mit meinen kindern nicht anders machen.

LG

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3. August 2009 um 12:09
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Ich denke, Kinder sind durchaus fähig Realitäten zu erkennen....
Ich wurde auch katholisch erzogen mit allem Pi pa po - was dazu geführt hat, dass ich als volljähriger Mensch zu der Überzeugung gekommen bin, daß man überhaupt keine Religion braucht um ein guter Mensch zu sein - ja sogar noch krasser - die katholische Religion hat für mich dahin geführt, dass ich an keinen "Einzelgott" glauben kann - wer das nicht versteht denke mal über folgende Frage nach: Do you know how God looks like? - Maybe, she is black!"
Ich bin heute keiner Religion zugehörig und meine eigene Tochter ist nicht getauft, durfte aber stets selbst entscheiden, welchen Religionsunterricht sie beispielsweise besuchen möchte. Sie hat sich für evangelischen Unterricht entschieden, möchte sich aber nicht firmen lassen.
Also ich denke, solange dein Liebster aufn Teppich bleibt und deine Kinder nicht zu fanatischen katholischen Gottesjüngern erzieht, schadet es nicht, wenn sie das volle Programm mitmachen - und es ist ja von der sozialen Seite nicht nur negativ zu werten.


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3. August 2009 um 12:20

Ich seh das nicht so krass
Wenn Du Dir anguckst, wie viele Kinder evangelisch oder katholisch erzogen werden und dann wie viele davon am Ende überzeugt und aktiv in ihren Gemeinden diesen Glauben ausüben, dann merkst Du dass diese religiöse Erziehung keineswegs in ein unausweichliches Schema presst, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.
Es wird dem Kind etwas angeboten, es lernt einen möglichen Weg, eine mögliche Sichtweise und entscheidet sich am Ende dafür oder dagegen.

Ist vielleicht wie in der Schule, man lernt viel und nutzt nur einen Teil davon. Das ist aber kein Argument erst nach der Berufswahl in die Schule zu gehen.

jaja

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3. August 2009 um 12:23
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Ich
bin deiner Meinung. Ich finde Kirche so oder so scheiße nur jeder sollte selber die Wahl haben. Also Taufen ok aber der Rest den soll mein Kind selber entscheiden. Ganz einfach sag ihm das du dagegen bist und wenn er das so durchziehen will du keine Kinder mit ihm bekommen wirst. Hört sich Radikal an aber PECH!

Tschuldigung für meine Ausdrucksweise
Aber wenn er schon in die Richtung Religionsfanatischer Kirchenspinner einlenkt und er so erzogen wurde wirst du ihn auß dieser Denkweise nicht rausbekommen. Für mich sind alle Religionen irgendwo eine Sekte. Jede ist Radikal und will von sich überzeugen die anderen krasser die anderen nicht so krass und der unterschied ist das man als Christ halt aussteigen kann Aber sie versuchen trotzdem jedem ihr Weltbild aufzuzwingen. Ich bin absolut ungläubig ich finde es eher lächerlich da ich Harry Potter noch eher realistisch finde als die Bibel und ich hab 80% dieses Buches gelesen. Ich bin sogar Konformiert worden (wegen dem Geld versteht sich) und bin dann ausgetreten Aber ich werde meinem Kind nicht erzählen das Gott den Mensch erschaffen hat und Adam und Eva die ersten Menschen waren und wir alle ein produkt von Inzucht sind. "mama warum tut Kinder bekommen weh?" " ja weil die Eva damals einen Apfel von einem Baum gegessen hat was Gott ihr verboten hat und deswegen muss der Papa auch heute arbeiten sonst würden wir alle nackig durch den Garten Eden hüpfen" So ein Schwachsinn. In der Schule sind die Rellilehrer mir schon genu auf den Sack gegangen sogar im Grundschulalter. Klar so manche Geschichte in der Bibel ist wissenswert weil sie Werte und Erfahrungen für das Leben enthalten aber danach leben und eine Erziehung auslegen? Nein. Vorenthalten auch nicht auf keinen Fall. Aber man wird es schon früh merken ob jemand da interesse dran hat oder nicht. Tischgebet und Gott danken? Nee lieber Papas und Mamas Stundenlohn und dem Kaufland um die Ecke!

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3. August 2009 um 12:32

Eine rolle
spielt auch noch das umfeld: wenn ein kind zb katholisch getauft ist, wird es evtl. in einen katholischen kinderkarten gehen und dort auch schon auf die religion hingeführt.

wenn die kinder dann zur schule gehen, werden sie i.d.r. den katholischen religionsunterricht besuchen (außer du bestehst darauf, dass sie anstatt dem katholischen unterricht "ethik" nehmen).

der unterricht beinhaltet automatisch auch, dass sie zum kirchenbesuch ect. herangeführt werden.

wenn ihr in einem dorf/gemeinde wohnt, das vorwiegend katholisch ist, werden die kinder automatisch auch in die dorfgemeinschaft eingebunden, was ihnen auch einen gewissen halt und ein zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln kann.

sonst könnten sie sich eher in einer außenseiter-rolle wiederfinden; das ist heutzutage zwar nicht mehr so problematisch, aber doch zu überdenken, mein ich.

also so unpraktisch ist es gar nicht, die kinder in der religion groß werden zu lassen, die das umfeld hat.

ich denke, wenn sie alt genug sind, selber ihre religion (oder auch keine) zu wählen, werden sie es sowieso tun, vorausgesetzt, sie lernen, kritisch zu denken und das lebst du ihnen ja vor.

ich würde deswegen da mal locker drangehen.

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3. August 2009 um 12:51
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Eine rolle
spielt auch noch das umfeld: wenn ein kind zb katholisch getauft ist, wird es evtl. in einen katholischen kinderkarten gehen und dort auch schon auf die religion hingeführt.

wenn die kinder dann zur schule gehen, werden sie i.d.r. den katholischen religionsunterricht besuchen (außer du bestehst darauf, dass sie anstatt dem katholischen unterricht "ethik" nehmen).

der unterricht beinhaltet automatisch auch, dass sie zum kirchenbesuch ect. herangeführt werden.

wenn ihr in einem dorf/gemeinde wohnt, das vorwiegend katholisch ist, werden die kinder automatisch auch in die dorfgemeinschaft eingebunden, was ihnen auch einen gewissen halt und ein zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln kann.

sonst könnten sie sich eher in einer außenseiter-rolle wiederfinden; das ist heutzutage zwar nicht mehr so problematisch, aber doch zu überdenken, mein ich.

also so unpraktisch ist es gar nicht, die kinder in der religion groß werden zu lassen, die das umfeld hat.

ich denke, wenn sie alt genug sind, selber ihre religion (oder auch keine) zu wählen, werden sie es sowieso tun, vorausgesetzt, sie lernen, kritisch zu denken und das lebst du ihnen ja vor.

ich würde deswegen da mal locker drangehen.

Religion im umfeld
ich muss sagen, bis auf meinen freund kenn ich niemanden der gläubig ist. das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. der rational denkende mensch muss das einfach anzweifeln. auch ich bin in ner dorfschule gewesen. hatte auch den zugang dazu. aber hab festgestellt dass das mir nix bringt. ausgegrenzt wurde ich deswegen aber niemals.

ich bin auch nicht intolerant. nur will ich das eben für mein kind nicht haben. mein kind soll frei aufwachsen, nicht mit den drohungen der kirche und langweiligen sonntagen. wer geht schon noch sonntags in die kirche?

wie gesagt es wär ja ok, wenn er dem kind das erzählt. und wenn es wirklich glaubt...bitte. aber glauben ist unabhängig von kirche gehen und zur gemeinde gehören. das will er aber nicht zulassen...

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3. August 2009 um 14:25

Na so
intolerant is er nun auch nicht dass er liebe von religion abhängig macht. liebe macht davor nicht halt. trotzdem muss man nen kompromiss finden, auch wenns mir anders lieber wär.

ich verlass mich eben lieber auf reale werte und sachen. und menschen! und das hoffe ich versteht auch mein kind.
vorher war mir das alles recht egal. aber ich muss sagen durch diese diskussionen baut sich meine abneigung nur noch mehr auf!!!

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3. August 2009 um 14:44
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Religion im umfeld
ich muss sagen, bis auf meinen freund kenn ich niemanden der gläubig ist. das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. der rational denkende mensch muss das einfach anzweifeln. auch ich bin in ner dorfschule gewesen. hatte auch den zugang dazu. aber hab festgestellt dass das mir nix bringt. ausgegrenzt wurde ich deswegen aber niemals.

ich bin auch nicht intolerant. nur will ich das eben für mein kind nicht haben. mein kind soll frei aufwachsen, nicht mit den drohungen der kirche und langweiligen sonntagen. wer geht schon noch sonntags in die kirche?

wie gesagt es wär ja ok, wenn er dem kind das erzählt. und wenn es wirklich glaubt...bitte. aber glauben ist unabhängig von kirche gehen und zur gemeinde gehören. das will er aber nicht zulassen...

Zeitgemäß
Zeitgemäß ist es zu begreifen, dass es nicht nur das gibt, was wir mit unseren sieben Sinnen und den zur Zeit verfügbaren Messgeräten erfassen können.
Oder meinst Du es gab keinen elektrischen Strom bevor das Amperemeter erfunden wurde, keine Radioaktivität bevor der Geigerzähler oder Photopapier es nachgewiesen hat etc.

Neben der Beschränktheit der Sinne geht es beim Glauben eher um die psychische, spirituelle und emotionale Ebene. Und wer weiss schon, was da eine Rolle für das individuelle Leben eines Anderen in der Zukunft spielen wird.

>>""der rational denkende mensch muss das einfach anzweifeln"<<
Nein, wenn Du Dich auf die Schul-Naturwissenschaftliche Sicht beschränkst, läufst Du mit Scheuklappen durch die Welt.

jaja

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3. August 2009 um 14:48
In Antwort auf

Na so
intolerant is er nun auch nicht dass er liebe von religion abhängig macht. liebe macht davor nicht halt. trotzdem muss man nen kompromiss finden, auch wenns mir anders lieber wär.

ich verlass mich eben lieber auf reale werte und sachen. und menschen! und das hoffe ich versteht auch mein kind.
vorher war mir das alles recht egal. aber ich muss sagen durch diese diskussionen baut sich meine abneigung nur noch mehr auf!!!

Religiöse Erziehung
Eine gute religiöse Erziehung öffnet für manche Kinder das Bewußtsein, dass es eine Welt jenseits der aktuell naturwissenschaftlich erkannten geben kann. Es ist eine Erweiterung des Bewußtseins, egal in welchem Glauben erzogen wird, solange die Erzieher den Glaubensunterricht nicht mißbrauchen. Letzteres halte in bei den üblichen deutschen Staatskirchen für unwahrscheinlich.

jaja

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3. August 2009 um 14:53
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Eben
ich möchte mein kind mit werten erziehen. völlig unabhängig von religion. für mich ist das so ein quatsch.
auch ich wurde gut erzogen. war in gemeinschaften(ferienlager) und das alles hat mich weitergebracht. für mich ist religion überflüssig. im gegenteil. ich sehe wie so eine erziehung intolerant macht. mein freund ist "opfer" und erzählt mir heute dass es einem kind ohne religion schlechter gehen wird....

wie kann ich ihn überzeugen von seiner radikalen denkweise wegzukommen? hab angst dass er mich dann nicht mehr will.

Ist das die Toleranz der Atheisten ?
Du meinst, "mein freund ist "opfer" und erzählt mir heute dass es einem kind ohne religion schlechter gehen wird...."
Vielleicht hat er einfach nur Einsichten, die Du nicht teilst.
Ich bin etwas erstaunt, wie wenig eigene Meinung Du Deinem Freund zubilligst.
Ist das die Toleranz der Atheisten ?

jaja

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3. August 2009 um 14:57
In Antwort auf

Religiöse Erziehung
Eine gute religiöse Erziehung öffnet für manche Kinder das Bewußtsein, dass es eine Welt jenseits der aktuell naturwissenschaftlich erkannten geben kann. Es ist eine Erweiterung des Bewußtseins, egal in welchem Glauben erzogen wird, solange die Erzieher den Glaubensunterricht nicht mißbrauchen. Letzteres halte in bei den üblichen deutschen Staatskirchen für unwahrscheinlich.

jaja

Hm
...um zu glauben, dass es eine "welt" jenseits der aktuell naturwissenschaftlich erkannten geben könnte, muss ein kind nicht zwingend religiös erzogen werden. im gegenteil. das leben, die erfahrungen, besondere erlebnisse und eine gesunde portion wissensdurst und refklektion reichen aus, um nicht alles stupide und monoton nickend als gegeben zu akzeptieren.

wozu muss ein kind dazu aber zwingend religiös erzogen werden?
wozu muss ein kind dazu jeden sonntag in die kirche gehen? kann ich nicht auch ohne die kirche glauben?
glauben, ohne damit einen gott zu implizieren?

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3. August 2009 um 14:58

Seh ich anders
und kenn ich auch anders. z.b. werden in der schule in ethik alle religionen gelehrt bzw vielmehr angeboten. wenn interesse da ist kann sich jeder frei dafür entscheiden. wenn ich meinen schatz höre, der wurde zum kirche gehen gezwungen nach dem motto "man muss halt auch mal dinge machen die keinen spaß machen"

ich kann genauso sagen ich will meinen nicht-glauben weitergeben. ich brauch keine höhere macht an die ich glauben muss. ich bin so stark genug. ich habe mich. auf mich kann ich bauen. ich hab eltern, familie freunde. auf die kann ich bauen! denn die sind da! die sind realität. ich kann nicht auf dinge warten bis sie sich fügen! ICH muss handeln und nur ICH kann was ändern. DAS soll mein kind lernen. auch ist niemand anderes als ich verantwortlich für mein leben. alles was passiert.

mal davon abgesehen dass die bibel mit ner lüge beginnt. wieso soll der rest stimmen? auch ist sie in sich sehr widersprüchlich. der papst is auch so eine seltsame gestalt. wer soll das ernst nehmen?! deswegen halte ich es für einen fehler....jeder glauben ist am ende ne art sekte....und das kann nicht gut sein.

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3. August 2009 um 15:00
In Antwort auf

Hm
...um zu glauben, dass es eine "welt" jenseits der aktuell naturwissenschaftlich erkannten geben könnte, muss ein kind nicht zwingend religiös erzogen werden. im gegenteil. das leben, die erfahrungen, besondere erlebnisse und eine gesunde portion wissensdurst und refklektion reichen aus, um nicht alles stupide und monoton nickend als gegeben zu akzeptieren.

wozu muss ein kind dazu aber zwingend religiös erzogen werden?
wozu muss ein kind dazu jeden sonntag in die kirche gehen? kann ich nicht auch ohne die kirche glauben?
glauben, ohne damit einen gott zu implizieren?

Sag ich ja
DANKE. glaube sollte nicht anerzogen sein. ein wahrer glauben kann sich nur aus dem inneren selbst heraus entwickeln. alles andere is nur nachgequatsche...

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3. August 2009 um 15:01
In Antwort auf

Ich würde nicht nachgeben
Hallo Cybermaus,

Ich selbst bin auch ungläubig und kann dir absolut nachfühlen.

Kinder sind was Behauptungen von Erwachsenen betrifft zunächst einmal eins: Absolut leichtgläubig! Also warum sollst du offenen Auges zusehen, wie dein Mann und fremde Menschen deinen Kindern Blödsinn erzählen, obwohl du sie doch zu mündigen, selbstständig denkenden Wesen erziehen willst?

Du kannst deinen Freund ja fragen: Möchte er auch, dass eure Kinder außerdem muslimisch, jüdisch, hinduistisch, mormonisch.... etc. erzogen werden? Nur so zur Sicherheit natürlich... Man kann ja schließlich als Katholik auch aufs falsche Pferd (den falschen Gott) gesetzt haben....

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie du anscheinend bisher um eine große Grundsatzdiskussion herum gekommen bist. Für mich wäre schon die Taufe zu viel, da ich es einfach unrechtmäßig finde, jemanden als Baby in einen "Verein" eintreten zu lassen, der ihn später zu Zahlungen verpflichtet und aus den man heutzutage auch nur gegen bürokratischen Aufwand (und eine Gebühr) austreten kann. Das ist ja schlimmer als die GEZ....

Ich würde stur bleiben. Mach deinem Freund klar, dass es hier um Grundsätze geht und du hier nicht einfach gegen deine Überzeugung klein beigeben wirst!

Werte bekommen deine Kinder auch so mit. Vernünftige Menschen brauchen keine Schriften um Werte zu verinnerlichen!
Deine Überzeugung ist nicht weniger wert, nur weil du dich auf kein "religiöses Gefühl" berufen kannst.


LG
Ele

Dein Glaube
Nicht nur "Kinder sind was Behauptungen von Erwachsenen betrifft zunächst einmal eins: Absolut leichtgläubig!"
Offenbar bist Du aus dem Alter auch noch nicht heraus ... denn auch Du plapperst nur nach, was "WISSENSCHAFTSGLÄUBIGE" Erwachsene Dir beigebracht haben - und das mit ordentlicher Arroganz, die eigentlich für indoktrinierte typisch ist. Nur die Wissenschaft, die diesem Glauben zugrunde liegt, ist die Schulwissenschaft von gestern.

Die aktuelle Wissenschaft ist schon sehr viel weiter ... sie definieren ihre Erkenntnisse zwar anders, aber vieles weißt auf die Existens von unbekannten steuernden Mustern hin, die man sicher auch Gott nennen könnte oder was auch immer.
Wichtig ist mir nur, offen zu bleiben das es Dinge gibt, die wir nicht begreifen. Da hilft auch kein negieren der Religionen - die sind im Zweifelsfall einfach dadurch, dass sie die Existenz unbekannter Mächte glauben, sehr viel näher an der Realität als Atheisten ...

jaja

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3. August 2009 um 15:07
In Antwort auf

Hm
...um zu glauben, dass es eine "welt" jenseits der aktuell naturwissenschaftlich erkannten geben könnte, muss ein kind nicht zwingend religiös erzogen werden. im gegenteil. das leben, die erfahrungen, besondere erlebnisse und eine gesunde portion wissensdurst und refklektion reichen aus, um nicht alles stupide und monoton nickend als gegeben zu akzeptieren.

wozu muss ein kind dazu aber zwingend religiös erzogen werden?
wozu muss ein kind dazu jeden sonntag in die kirche gehen? kann ich nicht auch ohne die kirche glauben?
glauben, ohne damit einen gott zu implizieren?

Atheistische Erziehung heißt hier Erziehung zu: es gibt sonst nichts
Religiöse Erziehung öffnet das Bewußtsein, dass es mehr gibt. Das ist zunächst eine emotional spirituelle Öffnung, die man als Erwachsener sicher auch nachholen kann, genauso wie man als Erwachsener auch noch lesen lernen kann.
Ich denke es ist ein Vorteil, diese Möglichkeiten früh kennenzulernen.

Was der Mensch später für dieses Mehr hält, kann er sich dannimmer noch überlegen, wenn er soweit ist, sich eine eigene Meinung zu bilden.

jaja

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3. August 2009 um 15:09
In Antwort auf

Sag ich ja
DANKE. glaube sollte nicht anerzogen sein. ein wahrer glauben kann sich nur aus dem inneren selbst heraus entwickeln. alles andere is nur nachgequatsche...

Oh je "Nachgequatsche"
Meinst Du nicht, dass auch Dein atheistische Meinung ein "Nachgequatche" des Schulnaturwissenschaftlichen Wissens von gestern ist ?

jaja

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3. August 2009 um 15:16
In Antwort auf

Dein Glaube
Nicht nur "Kinder sind was Behauptungen von Erwachsenen betrifft zunächst einmal eins: Absolut leichtgläubig!"
Offenbar bist Du aus dem Alter auch noch nicht heraus ... denn auch Du plapperst nur nach, was "WISSENSCHAFTSGLÄUBIGE" Erwachsene Dir beigebracht haben - und das mit ordentlicher Arroganz, die eigentlich für indoktrinierte typisch ist. Nur die Wissenschaft, die diesem Glauben zugrunde liegt, ist die Schulwissenschaft von gestern.

Die aktuelle Wissenschaft ist schon sehr viel weiter ... sie definieren ihre Erkenntnisse zwar anders, aber vieles weißt auf die Existens von unbekannten steuernden Mustern hin, die man sicher auch Gott nennen könnte oder was auch immer.
Wichtig ist mir nur, offen zu bleiben das es Dinge gibt, die wir nicht begreifen. Da hilft auch kein negieren der Religionen - die sind im Zweifelsfall einfach dadurch, dass sie die Existenz unbekannter Mächte glauben, sehr viel näher an der Realität als Atheisten ...

jaja

Bla?
Kleine Kinder sind natürlich leichtgläubig und müssen das auch sein. Woher sollen sie wissen, dass ein Sturz ab einer gewissen Höhe tödlich enden kann? Durch ausprobieren? Und besser ist auch, sie glauben den Eltern, dass ein scharfes Messer aua macht, sonst ist die kleine Schwester womöglich ganz lustig rot gefärbt und bewegt sich nicht mehr.....

Ich frag mich gerade, was du für ein Problem hast, aber ich kann es mir auch schon denken. Auch, was du unter "aktuelle" Wissenschaft verstehst. Zu doof, dass ich dieser aber ein ganz schönes Stückchen näher bin, als du.

Schade, dass manche Menschen nicht verstehen, was die Natur der Wissenschaft eigentlich ist. Ich werde es aber auch nicht jedem Hinz und Kunz, der eh nicht zuhören mag, neu vorkauen.

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3. August 2009 um 15:20

Der gleiche Gott?
Jahwe war ein rachlüsternder, eifersüchtiger Gott. Die Christen haben den "lieben" Gott. Und Allah ist auch so ganz seiner eigenen Meinung, was die Schäfchen zu tun und zu lassen haben.
Es soll zwar ein und der selbe Gott sein... aber glaubst du das auch?

Entweder es ist nicht der selbe Gott, oder Gott hat eine multiple Persönlichkeitsstörung.

"Zudem: kann man nicht mündig, selbstständig denkend UND religiös erzogen werden?"
Kann man. Und dennoch zielt die religiöse Erziehung nicht darauf ab. Es heißt ja nicht umsonst "Glauben" und nicht "Denken". Selbst Martin Luther hat erkannt, dass Zweifel der größte Feind der Religion ist. Zweifel ist aber ein zentrales Element des freien Denkens.

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3. August 2009 um 15:20
In Antwort auf

Seh ich anders
und kenn ich auch anders. z.b. werden in der schule in ethik alle religionen gelehrt bzw vielmehr angeboten. wenn interesse da ist kann sich jeder frei dafür entscheiden. wenn ich meinen schatz höre, der wurde zum kirche gehen gezwungen nach dem motto "man muss halt auch mal dinge machen die keinen spaß machen"

ich kann genauso sagen ich will meinen nicht-glauben weitergeben. ich brauch keine höhere macht an die ich glauben muss. ich bin so stark genug. ich habe mich. auf mich kann ich bauen. ich hab eltern, familie freunde. auf die kann ich bauen! denn die sind da! die sind realität. ich kann nicht auf dinge warten bis sie sich fügen! ICH muss handeln und nur ICH kann was ändern. DAS soll mein kind lernen. auch ist niemand anderes als ich verantwortlich für mein leben. alles was passiert.

mal davon abgesehen dass die bibel mit ner lüge beginnt. wieso soll der rest stimmen? auch ist sie in sich sehr widersprüchlich. der papst is auch so eine seltsame gestalt. wer soll das ernst nehmen?! deswegen halte ich es für einen fehler....jeder glauben ist am ende ne art sekte....und das kann nicht gut sein.

Tja, nach dem alten Testament
schuf Gott am Anfang Himmel und Erde usw.....Da diese "Geschichten" aus der jüdischen Kabbala abgeleitet sind und diese älter als 2000 Jahre sind (nicht zu verwechseln mit dem neuen Testament, das keine 2000 Jahre alt ist), ist natürlich nachvollziehbar, dass damals kein Mensch auf die Idee eines eventuellen Urknalls (auch nur ne ziemlich nachrechenbare Theorie) kam. Was ist daran gelogen? - Darüber kann man streiten bis zum jüngsten Tag - wenn man an den glaubt. Ich bin der Meinung - gerade, weil ich weiter unten auch meine Glaubensvorstellung offen gelegt habe - dass ich nicht das Recht habe meiner Tochter beispielsweise meine Überzeugung aufzuzwingen. Wenn Sie getauft werden möchte, dann dürfte sie das. Wenn sie in die Kirche gehen will, dann darf sie das. Wenn sie Moslem werden will dürfte sie das- wär mir zwar nicht wohl dabei, aber er ist ihre Entscheidung.

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3. August 2009 um 15:22
In Antwort auf

Bla?
Kleine Kinder sind natürlich leichtgläubig und müssen das auch sein. Woher sollen sie wissen, dass ein Sturz ab einer gewissen Höhe tödlich enden kann? Durch ausprobieren? Und besser ist auch, sie glauben den Eltern, dass ein scharfes Messer aua macht, sonst ist die kleine Schwester womöglich ganz lustig rot gefärbt und bewegt sich nicht mehr.....

Ich frag mich gerade, was du für ein Problem hast, aber ich kann es mir auch schon denken. Auch, was du unter "aktuelle" Wissenschaft verstehst. Zu doof, dass ich dieser aber ein ganz schönes Stückchen näher bin, als du.

Schade, dass manche Menschen nicht verstehen, was die Natur der Wissenschaft eigentlich ist. Ich werde es aber auch nicht jedem Hinz und Kunz, der eh nicht zuhören mag, neu vorkauen.

da hat sich aber einer selbst disqualifiziert
Oh, wenn Du meinst ....?
>>""Zu doof, dass ich dieser aber ein ganz schönes Stückchen näher bin, als du.""<<

Dann stellst Du damit auch in Frage, dass um eine Distanz zwischen zwei Punkten zu bestimmen, man die Lokation beider Punkte kennen muss, oder direkt von einem zum anderen messen.

Denn weder kennst Du meinen Punkt wie weit ich von "aktueller Wissenschaft" entfernt bin, noch weißt Du wie weit Du von mir entfernt bist ....

Egal so weit off-topic, wer der Kompetenteste im Land ist, habe ich keine Lust zu diskutieren

jaja

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3. August 2009 um 15:23

@für mich hat es nix mit Glauben zu tun, etwas bezahlen zu müssen.
Wäre j auch schön, wenn das die Praxis wäre, ist es aber nicht.

Ich habe mich an dieser Stelle nunmalhalt mit der realen Praxis der Kirche (in Kooperation mit dem Staat!) auseinander gesetzt und nicht mit sollte, könnte, würde......
Ergo: Taufen HAT etwas mit Bezahlen zu tun: Hier in Deutschland unter der katholischen (wie in diesem Fall) oder der evangelischen Kirche.

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3. August 2009 um 15:28

Ja, auf diese makroskopischen Ebene
ja, auf diese makroskopischen Ebene, funktioniert das mathematische Modell, dass die Physik und in Komplexen betrachtet auch Biologie, Chemie etc. recht gut.

Gehst Du weiter in die subatomare Ebene, sieht es schon anders aus. Da reagieren manche Teilchen zum Beispiel als Paare zeitgleich obwohl sie beliebig weit auseinander sind. Selbst Lichtgeschwindigkeit ist zu langsam für einen möglichen Informationsaustausch. Oder es gibt Dinge, die lassen sich nur so erklären, dass in jedem Teil ein Wissen vom Ganzen existiert etc.
Das und sehr viel komplexere Dinge wurden sehr früh (in den 90er Jahren) schon z.B. an der Princeton University untersucht. Da gibt's ne Menge zu lesen.

jaja

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3. August 2009 um 15:28

Also ich brauch nix
woran ich glauben kann! bin der meinung das is nen zeichen von schwäche, wenn man sich an sowas festhalten muss. ich glaube nicht. ich WEIß lieber!!!

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3. August 2009 um 15:30
In Antwort auf

da hat sich aber einer selbst disqualifiziert
Oh, wenn Du meinst ....?
>>""Zu doof, dass ich dieser aber ein ganz schönes Stückchen näher bin, als du.""<<

Dann stellst Du damit auch in Frage, dass um eine Distanz zwischen zwei Punkten zu bestimmen, man die Lokation beider Punkte kennen muss, oder direkt von einem zum anderen messen.

Denn weder kennst Du meinen Punkt wie weit ich von "aktueller Wissenschaft" entfernt bin, noch weißt Du wie weit Du von mir entfernt bist ....

Egal so weit off-topic, wer der Kompetenteste im Land ist, habe ich keine Lust zu diskutieren

jaja

Komisch, wer hat hier wen zuerst ans Bein gepinkelt?
"Offenbar bist Du aus dem Alter auch noch nicht heraus ... denn auch Du plapperst nur nach, was..... "



Ja nee... meine Behauptung bezieht sich auf deinen Text der einen bemerkenswerten Mangel an wissenschaftlichen Verständnis erkennen lässt. Allein schon, dass du Wissenschaft Indoktrination unterstellst zeigt das schonmal sehr genau.

Wenn ich dann als jemand, der durchaus am Puls der aktuellen Wissenschaft sitzt, dann meint dieser auch näher zu stehen: Wen wunderts?
Falls es tatsächlich nicht der Fall sein sollte, solltest du dein Auftreten überdenken.

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3. August 2009 um 15:30
In Antwort auf

Oh je "Nachgequatsche"
Meinst Du nicht, dass auch Dein atheistische Meinung ein "Nachgequatche" des Schulnaturwissenschaftlichen Wissens von gestern ist ?

jaja

Lieber wissen
nachquatschen, als glauben. denn das is REALITÄT. definitiv. und die welt hat gott auch nicht erschaffen. und die menschen auch nicht. zeigt die forschung! ist nachgewiesen!!!!!!!

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3. August 2009 um 15:37
In Antwort auf

Lieber wissen
nachquatschen, als glauben. denn das is REALITÄT. definitiv. und die welt hat gott auch nicht erschaffen. und die menschen auch nicht. zeigt die forschung! ist nachgewiesen!!!!!!!

Man "glaubt" auch nur zu "wissen".
Man "glaubt" auch nur zu "wissen".

Anerkannt ist auf jeden Fall auch der bei Wissenschaftlern, dass sie nichts erklären, sondern lediglich Parallelen zu mathematischen Modellen nachweisen und damit Beobachtungen beschreibbar machen.
Damit werden zum Teil Vorhersagen möglich a'la wenn ich A sehe wird höchstwahrscheinlich auch B eintreten z.B. wenn ich den Apfel nicht festhalte, fällt er runter.
Aber all das stimmt nur bei ausreichend großen Teilen, die man im täglichen Leben immer hat, nicht aber im subatomaren Bereich

jaja

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3. August 2009 um 15:40

Tja, da hast du mich jetzt kalt erwischt...
danke für die Richtigstellung. Siehst mal, wie weit ich mich geistig von den Institutionen, die Religion vermitteln schon entfernt habe. Egal, wenn sie es gewollt hätte, hätte ich ihr nicht dagegengeredet. Klar kommen bei ihr auch Fragen auf, warum manche Dinge im Religionsunterricht so vermittelt werden und was ich denn dazu glaube. Da es ja auch in wissenschaftlicher Hinsicht viele Fragen gibt, die nicht geklärt und beweisbar sind - bestenfalls durch logische Theorien gestützt sind, lass ich es offen, wer sozusagen den Funken gezündet hat, dass es Leben gibt.

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3. August 2009 um 15:40

Es gibt keinen Gott.
Das ist meine Meinung. Glaube an einen oder mehrere Götter ist für mich eine Illusion.
Für mich begründet sich das in der Tatsache, dass es seit Menschen Gedenken sehr viele unterschiedliche Gottheiten gab und gibt. Und wenn man die Möglichkeit eines Gottes in betracht zieht, dann müsste man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass wir kleinen Menschen ihm völlig egal sind. Man muss sich dazu nur die Kriege und Konflikte anschauen.

Der Glaube wurde und wird als Machtinstrument benutzt. Gerade die Menschen denen Bildung fehlt oder verwehrt wird (was auch die kath. Kirsche früher gerne gemacht hat) sind anfällig für dieses Machtinstrument. Man nehem z.B. gewisse radikalislamisch geführte Länder im nahen Osten.

Die Angst vor einer Hölle hat schon viele Menschen sich im Leben unterjochen lassen. Und viel Geld in die Kassen gespült. Den Kirchen reicht es nicht, dass man immer versucht ein guter Mensch zu sein. Man muss auch noch an den "richtigen" Gott glauben. Das haben die Kreuzzüge gezeigt. Wenn das nciht Gottes Wille gewesen wäre hätte er ja eingreifen können. Hat er nicht. Weil es ihn nicht gibt.

Auch "brauchte" man einen Gott um gewisse, damals unerklärliche, Naturphänomene zu erklären.

Ich verurteile aber keinesfalls diejenigen, die sich eines Glaubens bedienen un ihre Ängste in den Griff zu bekommen oder um Trost zu finden. Oder denen einfach der Gedanke unerträglich ist, dass nach dem Tod die Existenz aufhört. Jeder darf schließlich glauben woran er mag solange er nciht versucht mich zu bekehren. Aber der persönliche Glaube ist auch ohne Kirche praktikabel. Die Institution der Kirche ist mit zu vielen Zwängen belastet. Und diesen Zwängen würde ich mein Kind nicht aussetzen wollen. Wie das z.B. meine Oma damals mit mir gemacht hat. "Du musst mindestens Sonntags in die Kirche gehen und Gott ehren denn sonst kommst du in die Hölle. Und die Hölle sind schlimme Qualen, auf ewig"

Ich denke sowas braucht kein Kind!

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3. August 2009 um 15:44
In Antwort auf

Ist das die Toleranz der Atheisten ?
Du meinst, "mein freund ist "opfer" und erzählt mir heute dass es einem kind ohne religion schlechter gehen wird...."
Vielleicht hat er einfach nur Einsichten, die Du nicht teilst.
Ich bin etwas erstaunt, wie wenig eigene Meinung Du Deinem Freund zubilligst.
Ist das die Toleranz der Atheisten ?

jaja

Toleranz
wäre es wenn er einsieht dass es genauso viele menschen gibt, die ohne religion genauso gut leben!!!

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3. August 2009 um 15:50

Für mich
ist das leben nach dem tod nicht unbedingt mit religion verbunden. mein opa ist vor kurzen gestorben. was ich denke? er wurde von seinen leiden erlöst. es war besser so. auch wenn ich nicht zwangsläufig denke er ist nun im himmel. ich denke eigentlich gar nix. ich denke zurück an die zeit die wir hatten. ich muss nicht darüber nachdenken wo er jetzt ist. er ist halt nicht mehr hier...wo auch immer er nun ist ich kanns nicht ändern...solche gedanken habe ich einfach nicht

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3. August 2009 um 15:50
In Antwort auf

Toleranz
wäre es wenn er einsieht dass es genauso viele menschen gibt, die ohne religion genauso gut leben!!!

Meinungen
Ich glaube ihr habt einfach zwei verschiedene Meinungen:
> Du meinst, man kann ohne Religion genauso gut leben
> Er meint, man lebt mit Religion besser

Wenn Du wirklich "genauso gut" meinst und nicht "schlechter" wäre es doch ein Deal ohne Verlustrisiko sich auf den Versuch religiöse Erziehung einzulassen

jaja

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3. August 2009 um 15:54
In Antwort auf

Atheistische Erziehung heißt hier Erziehung zu: es gibt sonst nichts
Religiöse Erziehung öffnet das Bewußtsein, dass es mehr gibt. Das ist zunächst eine emotional spirituelle Öffnung, die man als Erwachsener sicher auch nachholen kann, genauso wie man als Erwachsener auch noch lesen lernen kann.
Ich denke es ist ein Vorteil, diese Möglichkeiten früh kennenzulernen.

Was der Mensch später für dieses Mehr hält, kann er sich dannimmer noch überlegen, wenn er soweit ist, sich eine eigene Meinung zu bilden.

jaja

Naja
atheistische erziehung heißt, denke ich, nicht zwingend, dass es sonst nichts gibt. für mich jedenfalls nicht.

ich habe meinem kind selbst nie eingeredet, dass es zwingend einen gott gibt und man fleißig beten müsse, damit er einen erhört oder man sonntags in die kirche gehen müsse, um von ihm "gesehen" zu werden.
das erachte ich als sinnlos.

aber als mein sohn eines tages von selbst gefragt hat ob es nicht etwas höher entwickeltes als den menschen gibt, habe ich ihm gesagt, dass es möglich sein könne. als er mich fragte ob es soetwas wie schicksal gibt, habe ich ihm auch gesagt, dass es ganz sicher dinge auf dieser welt gibt, die mit bloßem verstand und reiner theorie längst nicht zu erklären sind, die aber dennoch da sein können und sie jeder mensch als etwas anderes definiert.

deshalb würde ich meine familie aber lange nicht als gläubig oder religiös darstellen. auf keinen fall.

wir glauben an uns, an unsere werte an das, was wir tagtäglich erleben und was uns widerfährt.

warum muss immer nur schwarz oder weiß geben?

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3. August 2009 um 16:01
In Antwort auf

Meinungen
Ich glaube ihr habt einfach zwei verschiedene Meinungen:
> Du meinst, man kann ohne Religion genauso gut leben
> Er meint, man lebt mit Religion besser

Wenn Du wirklich "genauso gut" meinst und nicht "schlechter" wäre es doch ein Deal ohne Verlustrisiko sich auf den Versuch religiöse Erziehung einzulassen

jaja

Ich kann aber
so eine intolerante einstellung nicht hinnehmen. es wertet ja auch mich ab! wie gesagt er soll ja auch seine vorstellungen einbringen. aber er muss halt verstehen dass es nicht das programm geben kann was er als kind hatte. weil es mein leben einschränkt!

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3. August 2009 um 16:03
In Antwort auf

Ich kann aber
so eine intolerante einstellung nicht hinnehmen. es wertet ja auch mich ab! wie gesagt er soll ja auch seine vorstellungen einbringen. aber er muss halt verstehen dass es nicht das programm geben kann was er als kind hatte. weil es mein leben einschränkt!

Wo wertet er DICH ab ?
Wo wertet er DICH ab ? Ich habe nur gelesen, dass Du ihn seiner Einstellung wegen als "Opfer" abgewertet hast.

In wie weit schränkt es Dein Leben ein ?
Das wäre sicher ein interessanter Punkt.

jaja

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3. August 2009 um 16:04
In Antwort auf

Man "glaubt" auch nur zu "wissen".
Man "glaubt" auch nur zu "wissen".

Anerkannt ist auf jeden Fall auch der bei Wissenschaftlern, dass sie nichts erklären, sondern lediglich Parallelen zu mathematischen Modellen nachweisen und damit Beobachtungen beschreibbar machen.
Damit werden zum Teil Vorhersagen möglich a'la wenn ich A sehe wird höchstwahrscheinlich auch B eintreten z.B. wenn ich den Apfel nicht festhalte, fällt er runter.
Aber all das stimmt nur bei ausreichend großen Teilen, die man im täglichen Leben immer hat, nicht aber im subatomaren Bereich

jaja

Unterschied zwischen Glauben und Wissenschaft:
Ich kopiere aus einem alten Post von mir einfach mal hier herein, da ich es immer furchtbar finde ein "Diagramm" zweidimensional darstellen zu müssen und an anderer Stelle habe ich es ja eh schonmal getan:

Methoden der Wissenschaft:

Idee, wie etwas sein könnte -> experimentell überprüfen -> passen die Beweise zur Idee?
Nein -> neue Idee
Ja -> Theorie wurde gebildet -> besseres Verständnis des Universums -> neue Hinweise werden gefunden -> kann die Theorie modifiziert werden um die neuen Hinweise zu erklären?
Nein-> Revolution!
Ja -> Die Theorie wächst

Das heißt, egal ob etwas widerlegt wird oder sich bestätigt: Wir erfahren daraus etwas über die Natur der Welt.
Wer aber unbedingt die EINE Wahrheit haben will, der findet das unbefriedigend. Man ist ja nie am Ziel angekommen.
Nur was ist eine Alternative? Dogmatischer Glaube?
Schauen wir uns die Mechanismen an, die dazu führen:

Eine Idee entwickeln -> Hinweise, die diese widerlegen könnten ignorieren -> Idee für immer behalten.

--------
Zitat Ende.

Nun, was bedeutet das über das "Wissen" aus der Wissenschaft?
Nehmen wir als Parallele ein Kind: Früher hat es mal an den Osterhasen geglaubt. Da es ihm Mama und Papa so erzählt haben wie dass Steine daher zu Boden fallen, weil es die Schwerkraft gibt, hat es eigentlich "gewusst", dass es einen Osterhasen gibt.
Und hat sich geirrt.
Der wissenschaftliche Weg wäre nun anzuerkennen, dass es keinen Osterhasen gibt oder zumindest das anzunehmen bis es neue Hinweise auf die Existenz eines Osterhasen gibt.
Der religiöse Weg wäre "Es GIBT GIBT GIBT GIBT GIBT GIIIIIIIIIIIBT aber den Osterhasen!"......

Dann gibt es natürlich den selbst erarbeiteten Glauben.... der ist meist nicht ganz so dogmatisch, basiert aber immer auf Lücken in der Wissenschaft und niemals auf direkte Hinweise aus dieser. Somit ist er zumindest willkürlich und daher ist eine Verbindung zur Realität zumindest zweifelhaft.

So, und was du über den subatomaren Bereich schreibst.... Du spielst vermutlich auf die Quantenphysik an: Die Quantenphysik hat nur gezeigt, dass im Quantenbereich *andere* Regeln gelten. Das hat nix mit Göttern zu tun.....
Ganz im Gegenteil: Keine Religion hätte uns auf so eine Vorstellung sprengende Erkenntnis auch nur im entferntesten vorbereiten können.

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3. August 2009 um 16:13

Gut, das ist Definitionssache @ein Gott/ verschiedene Götter
Aber nochmal zum Leben nach dem Tod: Ich sehe es anders.
Atheisten projezieren ihre Gefühle auf keine vage Hoffnung und auch nicht auf eine personifizierte Vorstellung, das heißt: Sie müssen die Trauerarbeit konsequent durchstehen. Ich finde das sogar recht gesund.
Was nützt es mir, wenn ein geliebter Mensch stirbt und ich anstatt Trauer einen riesigen Hass auf die Ungerechtigkeit eines Gottes verspüre?
Ich sehe den Tod als natürliches Element im Leben. Er kann jeden zu jeder Zeit treffen, dafür ist er aber auch die Kehrseite des Lebens selbst. Leben bejahen bedeutet, den Tod zu akzeptieren.

Nicht, dass wir uns missverstehen: Der Tod einer geliebten Person ist natürlich *immer* schlimm. Und es gibt Dinge, die sind nunmalhalt ein Albtraum. Egal, woran man glaubt oder nicht glaubt.

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3. August 2009 um 16:14

Genau das
sagt er eigentlich auch. er "schei****" auf den papst. findet die institution in umsetzung mist. und trotzdem will er das aktiv durchdrücken...auch findet er eigentlich alles was die katholiken ausmacht im unterschied zu den evangelen schlecht. trotzdem bleibt er dabei.-..am ende nur weil die messe kürzer ist. ich versteh das nicht. es geht am ende wieder nur darum wo man reingeboren wird und nicht woran man glaubt! das kanns nicht sein

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3. August 2009 um 16:17
In Antwort auf

Wo wertet er DICH ab ?
Wo wertet er DICH ab ? Ich habe nur gelesen, dass Du ihn seiner Einstellung wegen als "Opfer" abgewertet hast.

In wie weit schränkt es Dein Leben ein ?
Das wäre sicher ein interessanter Punkt.

jaja

Er wertet mich ab
indem er ja sagt, es ginge mir schlechter nur weil ich keine religion hab. dass es ein defizit ist nicht zu glauben. und wer sowas glaubt der ist "opfer seiner erziehung".

es würde mein leben einschränken. weil ich will nicht ständig von gott zugetextet werden. und ich möchte auch nicht dass er mit dem kind jeden sonntag in die kriche rennt. kann mir da was besseres vorstellen. das kind will das dann nicht weils vom glauben abgesehen eh langweilig ist. ich sag dann es kann da bleiben. dann gibts mit dem mann streit. außerdem will ich meine freizeit anders gestalten als trauerlieder in der kirche zu singen.

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3. August 2009 um 16:19

Naja
...die katholische Kirche bietet aber nebenbei auch ganz andere, negative Diskussionspunkte.

Hatte das in einem anderen Forum hier schon einmal gepostet.

Stellt man sich einmal die Frage: Was wäre eigentlich mit Wissenschaft und Forschung geworden, wenn es keine Bibel gegeben hätte?

Die Frage ist durchaus berechtigt, denn von Anfang an wurde jedes Hinterfragen der Welt von den Bibelverkündern im Keim erstickt, wenn es nicht dem Wohl des Glaubens diente.
Als die Kirche zu ihrem Siegeszug antrat, erwachten im Einfluss der hellenistischen und römischen Kulturen erste Ansätze von Wissenschaft. Mathematik und Physik lagen in den Geburtswehen. Man wusste damals in gelehrten Kreisen bereits von der Kugelgestalt der Erde. Eratosthenes errechnete den Umfang der Erde weitaus genauer als lange nach ihm Christoph Kolumbus.

Aber die christlichen Offenbarer beharrten darauf, alles Wissen allein und wahrhaftig zu besitzen. Erkenntnis außerhalb der Bibel war überflüssig, geradezu undenkbar.

Was hätte sich alles entwickeln können, hätte man dem Forscher- drang von Anfang an freien Lauf gelassen? Vielleicht hätte man Tuberkulose, Pest und Cholera schon Jahrhunderte früher besiegt, wäre nicht jeder Versuch, den menschlichen Körper zu erkunden, mit Blut und Peitschenhieben unterdrückt worden.

Wie viel Leid wäre den Menschen erspart geblieben und wie viele Gewissensnöte vermieden worden, wenn man Krankheit nicht als Strafe Gottes betrachtet und medizinische Forschung nicht als Sünde verschrien und verhindert hätte.

"Die Kranken sollen lieber zum Gebet als zum Arzt gehen", war die überlieferte Ansicht der Geistlichkeit.
....schließlich steht klar und deutlich in der Bibel, wer für Krankheit verantwortlich ist (5. Mose 32,39): "Ich kann töten und lebendig machen."

Die Hauptursache aller Krankheiten und körperlicher Gebrechen wurde im Ungehorsam gegen Gott gefunden. Warnte nicht der Herr seine Menschen unmissverständlich, sollten sie ihm (3. Mose 26,14) "nicht gehorchen," würde er sie mit Krankheit strafen? (3. Mose 26,16) "Ich will euch heimsuchen mit Schrecken, mit Auszehrung und Fieber."

Das Sezieren von Leichen und der Gebrauch natürlicher Heilmittel galten als Teufelswerk. Im Jahr 1543 fertigte der Mediziner Andreas Vesalius eine durch systematisches Sezieren erstellte anatomische Studie an, die er von seinem Freund Stephan von Kalkar naturgetreu hatte illustrieren lassen. Die Bilder zeigten den menschlichen Körper, seine Nerven, seine Muskeln und Knochen mit erstaunlicher Präzision.

Was die Theologen daran besonders entrüstete, war die Erkenntnis, dass Mann und Frau die gleiche Anzahl Rippen besitzen. Hatte Gott nicht Adam eine Rippe genommen, um Eva zu erschaffen? Also müssten Männer doch eine Rippe weniger haben. Entrüstung überall.

Die Liste der von Theologen verfolgten und verhöhnten Forscher ist endlos. Charles Darwin, selber ein ehemaliger Theologe, wurde noch im 19. Jahrhundert aufs Widerwärtigste beschimpft und bedroht. Bis heute erscheinen religiöse Schriften, die seine Evolutionstheorie vehement bestreiten.

Immer wieder hat man mutige Forscher verurteilt und niemand kann die unzähligen verbrannten und geschmähten Kräuterhexen zählen, die nichts als helfen wollten. (2. Mos/Ex. 22,17) "Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen."
Wissenschaft und Experiment wurden bis zur Renaissance durch Bibel und Dogma rücksichtslos geahndet.

Vor Überlegungen dieser Art, vor Logik und kritischem Geist fürchtete sich die Kirche aber seit Beginn. Nicht umsonst ärgerte sich Gott am meisten darüber, dass die von ihm geschaffenen Menschen im Paradies vom Baum des Wissens gegessen hatten (1. Mose/Gen. 2,17): "Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen."

Nur, um mal etwas Kritik anzuführen.

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3. August 2009 um 16:21

Ich meine
ich kann nicht für alles sprechen. aber er ist sonst überhaupt nicht konservativ. sehr aufgeschlossen. er nimmt mich ja auch, obwohl ich nicht glaube. er glaubt nicht ans alte testament, der papst redet oft unsinn....eh ich schlage ihm vor lass unser kind evang. sein. weil in meiner region gibts auch keine katholiken. ich denke also auch praktisch zwecks schule und so....ich will ja echt ihm entgegenkommen....aber nix da....das ist echt anstrengend

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3. August 2009 um 16:22
In Antwort auf

Unterschied zwischen Glauben und Wissenschaft:
Ich kopiere aus einem alten Post von mir einfach mal hier herein, da ich es immer furchtbar finde ein "Diagramm" zweidimensional darstellen zu müssen und an anderer Stelle habe ich es ja eh schonmal getan:

Methoden der Wissenschaft:

Idee, wie etwas sein könnte -> experimentell überprüfen -> passen die Beweise zur Idee?
Nein -> neue Idee
Ja -> Theorie wurde gebildet -> besseres Verständnis des Universums -> neue Hinweise werden gefunden -> kann die Theorie modifiziert werden um die neuen Hinweise zu erklären?
Nein-> Revolution!
Ja -> Die Theorie wächst

Das heißt, egal ob etwas widerlegt wird oder sich bestätigt: Wir erfahren daraus etwas über die Natur der Welt.
Wer aber unbedingt die EINE Wahrheit haben will, der findet das unbefriedigend. Man ist ja nie am Ziel angekommen.
Nur was ist eine Alternative? Dogmatischer Glaube?
Schauen wir uns die Mechanismen an, die dazu führen:

Eine Idee entwickeln -> Hinweise, die diese widerlegen könnten ignorieren -> Idee für immer behalten.

--------
Zitat Ende.

Nun, was bedeutet das über das "Wissen" aus der Wissenschaft?
Nehmen wir als Parallele ein Kind: Früher hat es mal an den Osterhasen geglaubt. Da es ihm Mama und Papa so erzählt haben wie dass Steine daher zu Boden fallen, weil es die Schwerkraft gibt, hat es eigentlich "gewusst", dass es einen Osterhasen gibt.
Und hat sich geirrt.
Der wissenschaftliche Weg wäre nun anzuerkennen, dass es keinen Osterhasen gibt oder zumindest das anzunehmen bis es neue Hinweise auf die Existenz eines Osterhasen gibt.
Der religiöse Weg wäre "Es GIBT GIBT GIBT GIBT GIBT GIIIIIIIIIIIBT aber den Osterhasen!"......

Dann gibt es natürlich den selbst erarbeiteten Glauben.... der ist meist nicht ganz so dogmatisch, basiert aber immer auf Lücken in der Wissenschaft und niemals auf direkte Hinweise aus dieser. Somit ist er zumindest willkürlich und daher ist eine Verbindung zur Realität zumindest zweifelhaft.

So, und was du über den subatomaren Bereich schreibst.... Du spielst vermutlich auf die Quantenphysik an: Die Quantenphysik hat nur gezeigt, dass im Quantenbereich *andere* Regeln gelten. Das hat nix mit Göttern zu tun.....
Ganz im Gegenteil: Keine Religion hätte uns auf so eine Vorstellung sprengende Erkenntnis auch nur im entferntesten vorbereiten können.

Dazu
Zitat:>>"besseres Verständnis des Universums"<<
Ja und nein, wir können sozusagen die Strukturen der Balken im Fachwerkhaus mathematisch nachbilden und einen Teil des Hauses beschreiben. Wir wissen davon aber noch fast nichts über das Haus, weder Fundament noch Dach, Erbauer oder Zweck ... Da stellt sich halt die Frage, wie man Verständnis definiert.

"Du spielst vermutlich auf die Quantenphysik an: Die Quantenphysik hat nur gezeigt, dass im Quantenbereich *andere* Regeln gelten."
Ich meinte zwar nicht genau die "Quanten"physik, aber lasse sie als ein Beispiel durchaus gelten. Das zeigt z.B. genau, dass noch nicht einmal unsere Beschreibung stimmt geschweige denn, dass sie ERKLÄRT, was die Welt ausmacht-

Zitat:>>"Das hat nix mit Göttern zu tun....."<<
Na zumindest so viel, dass deren Existenz -was auch immer Götter sein mögen- keineswegs widerlegt ist.

Zitat:>>"Ganz im Gegenteil: Keine Religion hätte uns auf so eine Vorstellung sprengende Erkenntnis auch nur im entferntesten vorbereiten können."
Njein, sicher nicht schlechter aber als die Annahme, die moderne SchulNaturwissenschaft würde die Welt erklären und es gäbe nichts was wir nicht kennen"

Ich denke, die Kruz ist, dass Glaube auch nur ein Denkmodell ist um mit der Welt fertig zu werden. Die Details in den Geschichten sind vermutlich genauso fehlerhaft, wie naturwissenschaftlich motivierte Erklärungen.
Der Vorteil ist, dass "Glaube" zulässt, dass wir nicht verstehen. Der Nachteil ist, dass Religion oft als Machtinstrument zum Einschränken der Menschen missbraucht wird.

jaja

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3. August 2009 um 16:23

Andersrum
is das aber auch so, was ich auch nicht ok finde. wer das machen will sollte die möglichkeit dazu haben---

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3. August 2009 um 16:26

Das würde mich aber schon mal
aus reiner Neugier interessieren: Warum glaubst du an Gott? Bzw. Was lässt dich glauben, dass es einen Gott oder eine höhere Gewalt gibt oder sogar geben muss? Und was gibt dir das daran zu glauben?

Naja ich denke so kirchliche Feste wie z.B. Weihnchten, Ostern sind immer gut, gerade für Kinder. Man muss sich ja nicht unbedingt mit dem Ursprung dieser Feste identifizieren um ein Familienfest zu feiern. Wenn mein Kind sagt ich möchte in kath, oder evang. oder ethik dann darf es das natürlich. Aber ich werde es sicher nicht Sonntags oder sonstwann in die Kirche zerren. Naja alles hypothetisch denn ich hab ja keine Kinder.

Da fällt mir übrigens ein Witz ein den ich am Wochenende gehört habe:
Der Sohn findet heraus, dass es keinen Osterhasen gibt, dass die Mama die Eier immer anmalt und ist sehr traurig. Eine Woche später kommt er weinen angelaufen und sagt der Mama, dass er herausgefunden hat, dass es auch keinen Weihnachtsmann gibt und er das Kostüm in Papas Schrank gefunden hat.
Empört sagt der Sohn: "Und dass es einen Klapperstorch gibt glaub ich auch nicht! Kinder werden nämlich geboren, aber das eine sag ich dir - DEN Bohrer finde ich auch noch!"

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3. August 2009 um 16:26
In Antwort auf

Er wertet mich ab
indem er ja sagt, es ginge mir schlechter nur weil ich keine religion hab. dass es ein defizit ist nicht zu glauben. und wer sowas glaubt der ist "opfer seiner erziehung".

es würde mein leben einschränken. weil ich will nicht ständig von gott zugetextet werden. und ich möchte auch nicht dass er mit dem kind jeden sonntag in die kriche rennt. kann mir da was besseres vorstellen. das kind will das dann nicht weils vom glauben abgesehen eh langweilig ist. ich sag dann es kann da bleiben. dann gibts mit dem mann streit. außerdem will ich meine freizeit anders gestalten als trauerlieder in der kirche zu singen.

Unterschiedliche Vorstellung von eurem täglichen Leben.
Dann scheint mir, ihr habt ein sehr unterschiedliche Vorstellung von eurem täglichen Leben.
Du erwartest von ihm "von Gott zugetextet" zu werden,
mit ihm "Trauerlieder in der Kirche zu singen",
"jeden Sonntag in die Kirche rennt"
Warum ist das denn bisher nie aufgefallen ?

jaja

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