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er will unbedingt anderen Job und sieht nicht was ich will

12. Januar 2017 um 20:55 Letzte Antwort: 13. Januar 2017 um 16:59

Hallo ihr,

ich habe etwas auf dem Herzen und würde es gern mit Euch teilen.

Mein Freund und ich sind seit über 2 Jahren glücklich und wohnen seit ein paar Monaten zusammen. Wir haben uns damals auf der Arbeit kennen und lieben gelernt (in der Nahrungsindustrie ich im Zentralbereich; er in der Produktion was es nicht überall so oft gemeinsam in Deutschland gibt oder mehrere größere Lebensmittelbetriebe in der Nähe für den und jeweils anderen) Vor einem dreiviertel Jahr wollte ich mich weiter entwickeln und habe die Arbeitsstelle gewechselt. Dies allerdings "in Reichweite" zu seiner bisherigen Arbeit, sodass wir bis zur gemeinsamen Wohnung über 5 Monate eine Wochenendbeziehung (es waren allerdings 140km und man konnte sich unter der Woche wenn man wollte besuchen)

Seit einiger Zeit (vielleicht seit Mai) wird er häufiger von Headhuntern angeschrieben dass sie ihm eine leitende Positin anbieten möchten, dies jedoch immer mehrere hunderte Kilometer von unserem jetzigen Wohnort/meiner Arbeitsstelle entfernt. Er freut sich, zeigt mir die Emails/Angebote und nimmt dann Vorstellungstermine war und überrumpelt mich damit.

Einmal wurde er nicht genommen und einmal hat er abgesagt weil wir gerade erst umgezogen sind (aber etwas wehmütig).

Unsere Familien wohnen in Deutschland zerstreut und ich bin in meinem Leben schon soo oft umgezogen, dass ich endlich sesshaft werden will. Auch haben wir bereits über eine eigene Familie geredet und wollen ab Mai mit der Pille aufhören.

Er ist ein Karrierist der sich stetig entwicklen will und immer mehr und mehr möchte. Er hat aktuell ein top Einkommen, tolle Kollegen, es ist eben nur der Chef und teilweise manchmal der "Laden" der ihn anödet. Ich verstehe ihn wenn er sich weiterentwickeln will, aber dann muss ich/unsere Beziehung/Familienplanung zurückstecken.

Er arbeitet jetzt schon oft viel zu lange, ist viel unterwegs und eigentlich hatten wir schon über Kinder geredet, aber dann ist er wieder bei seiner Jobzukunft und weniger bei "uns".

Bin ich zu egoistisch? Ich müsste mir wieder, nach nur 1 Jahr, einen neuen Job suchen. Meinen Bereich und Lebensmittel gibt´s nicht überall. Wieder einen Umzug, der Geld kostet, Verhütung sollten wir wohl eher fortsetzen, denn wer nimmt mich schwanger oder behält mich schwanger in der Probezeit?!

Ich habe gesagt, dass ich mit ihm mitgehe, denn er hat es sich ja dieses Mal eh wieder in den Kopf gesetzt und ich will ihn nicht verlieren. Aber grundsätzlich macht ihm sein jetziger Job Spaß.

Was soll ich machen? Ich will nicht immer (bereits in der vorherigen Beziehung schon getan) zurückstecken und des Freundes Jobs wegen den Kürzeren ziehen.


Ich danke Euch für ähnliche Situationen, was habt ihr gemacht oder Worte wie ihr darüber denkt.

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12. Januar 2017 um 21:37

So wie es jetzt ist funktioniert eine Familie doch auch nicht. Ihr arbeitet 140 km voneinander entfernt. Wie soll das gehen? Du hast das Kind bei dir und er wird Wochenendpapi?

​Einmal schreibst du, dass er seinen Job toll findet, ein paar Sätze zuvor ist der Chef doof und die Arbeit auch. Was denn jetzt?

​Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man die Arbeit an sich gut finden kann, aber in dem Umfeld einfach nicht glücklich ist - ganz im Gegenteil. Und ich finde es schlimm wenn man dazu gezwungen ist jeden Tag an einen Ort zu gehen/fahren, der einem nicht gut tut.

​Redet miteinander, besprecht das alles und findet zusammen eine Lösung. Denn darum geht es in einer Partnerschaft. Lösungen finden für Probleme, die man allein nicht hätte

​Nein im Ernst, besprecht das mal in Ruhe zusammen, habt Verständnis für den anderen und kommt euch beide entgegen, dann findet ihr sicher einen Weg

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13. Januar 2017 um 0:25

Also wir wohnen jetzt zuammen seid 4 Monaten und deshalb kam auch der Beschluss eine Familie zu ründen. Wir hatten davor 5 Monate eine Wochenendbeziehung und das war nix für uns beide und wir haben fieberhaft nach einer Wohnung in der Mitte gesucht und nun auch gefunden.

Ja er will sich beruflich verändern, das kann ich nachvollziehen da ich das gleiche Gefühl hatte. Schwierig eher unmöglich wird es sein in ein paar Kilometern Entfernung dirkt was zu finden, da es soo viele Möglchketen nciht gibt de winken und sagen komm doch her. Er ist in einer Seniorposition (das mit 36 Jahren ist auch schon mega viel empfinde ich)

Aber warum so viele Kilometer weit weg? Es wären ca. 500?! Ich habe jedoch das Gefühl wenn ich sage ich will das nicht, das er womöglich absagt und ich ihm wichtiger wäre. Aber auch ich habe für einen früheren Freund immer zurück gesteckt und irgendwann habe ich häufig darüber nachgedacht und ständig gemeint ich habe eine Chance verpasst. Ich will nie, dass er das auch hat, deswegen wäre ich ihm zuliebe mit, aber eben nur zuliebe nicht weil imir auch genau DAS vorstelle und nix anderes.

Bezüglich Heirat, ja das ist so eine Sache. Nach einer Party hat er mich zu Hause auf einmal gefragt willst Du mich heiraten. Da waren wir beide so betrunken und ich war aucin dem Moment ziemlich baff (er ist nicht so der Gefühlsmensch und wir hatten es nie besprochen) 
Frau stellt es sich auch romatischer vor. Das war vor 1,5 Jahren un er weiß, dass ich auf einen richtigen Antrag warte oder esmir wünsche. Er meint dann er will eine ausgefallene Idee und ich mih noch 1-2 Tage gedulden müsse. Nn schon seit April 2015.

Schade wäre es schon, da ich immer konservativ war und erst Heiraten dann Kinder wollte. Aber es gibt schlimmeres im Leben. Kinder möchte er schon gern auch weil er älter wird und meint kein alter Papi sein zu wollen (ich bin 28). Wir haben es beide beschlossen nach der letzten Pillenpackung aufzuhören und er hat auch gleich gesagt "juhuuu dann machen wir gleich ein baby". Ich hab es mit Freuden wahrgenommen.

Nu denkt er gefühlt keinen Schitt weiter. Ich bin deswegen so hin und hergerissen. Wenn wir reden, dann habe ich das Gefühl eine wahre Lösung gibt es nicht. Die nächste Stelle wäre dann auch so weit weg, dass ein Umzug und ein wohl damit verbundener neuer Job für mich unumgänglich wäre.

@deaetlunn: ja in die Arbeit zu müssen udn es nicht zu wollen, wäre der Horror. Auf Nachfragen wie es aussieht,  behautet er jedoch es wären die oberen Chefs und manche andere in einer gleichenPosition, die einfach ihm manchmal inde Quere schießen oder es apert, weil sich ständig die Meinungen ändern und dann AUfgaben plötzlich von einem auf den andrern Tag neu gemacht werden müssen.
Alle anderen Kollegen (in seinem Büro) wren toll die Arbeit an sich würde passen und auch die Bezahlung.

Ach menno .....

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13. Januar 2017 um 8:18

Tja, nachvollziehbar, dass Du da nicht zurückstecken willst - aber genauso nachvollziehbar, dass er es nicht will.
Ich fürchte, da gibt es keinen Kompromiss mit dem Ihr beide leben könnt - und wollt.

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13. Januar 2017 um 9:04

Endlich mal ein Thema, bei dem ich aus Erfahrung mitdiskutieren kann

Karriere und Familienleben kann funktionieren, muss aber nicht. Bei Euch fürchte ich eher das zweitere. Denn zu einer Karriere gehören immer mindestens. Der Karrierist und die Partnerin (oder umgekehrt) und gegebenenfalls die Kinder. Jede Karriere beeinflusst die Partnerschaft, da ohne enormen Zeitaufwand und emotionalem Aufwand keine wirkiche Karriere möglich ist. Startet die Karriere richtig durch, wird sich sogar zwangsläufig die Frage stellen, ob Karriere oder Familie an erster Stelle steht. Im zweiteren Fall ist irgendwann Schluss auf der Karriereleiter.

Gnaz wichtig ist, jeden Karriereschritt gemeinsam vorab zu besprechen und gemeinsam zu entscheiden. Ist uns der Karriereschritt so viel wert, dass wir die damit verbundenen Einschränkungen in Kauf nehmen? Ihr könnt es nur gemeinsam beantworten!

Ähnliche Entscheidungen standen bei mir, meiner Frau und meinen Kindern an. Wir haben jeden der Schritte gemeinsam besprochen und abgewogen. So haben meine Frau und ich uns gegen die ersten beiden Auslandsaufenthalte entschieden. Als die Kinder dann in KG und Schule kamen, haben wir uns für den Sprung über den großen Teich entschieden. Und so ging es immer weiter. Zuerst haben nur wir beide entschieden, danach haben wir alle vier jede Entscheidung besprochen und gemeinsam entschieden. Immer einstimming, immer sicherstellend, dass keiner von uns 4 auf der Strecke blieb.

Es geht nur so und nicht so, wie es Dein Partner derzeit macht: Allein und ohne Absprache.

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13. Januar 2017 um 12:31

hm, nur darf ich mal kurz die TE zitieren:
"Ich habe gesagt, dass ich mit ihm mitgehe, denn er hat es sich ja dieses Mal eh wieder in den Kopf gesetzt und ich will ihn nicht verlieren. "

Aber ansonsten sehe ich das wie Du: jeder von beiden hat an sich das gleiche Recht darauf, den eigenen Wünschen zu folgen - es ist eben "nur" so, dass beide Wünsche nicht zusammen passen.

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13. Januar 2017 um 14:52

Du darfst eines nicht vergessen:
So ziemlich jede Geschichte, die wir hier lesen, ist subjektiv und aus der Perspektive einer Person erzählt. Das kommt so rüber, wie diese Person es empfindet - klar. Die andere Seite, die Sicht des / der anderen Beteiligten kennen wir nie, manchmal kann man sich etwas vorstellen, manchmal erraten, aber mehr bestimmt nicht.
Daher bin ich sehr, sehr vorsichtig mit der Bewertung von "es kommt so rüber..." - das ist natürlich ein "der / die TE fühlt sich als..." - aber es ist immer nur eine Seite der Geschichte.

Dazu kommt: die nächste Rolle spielen die Ansichten und Erfahrungen derjenigen, die das Lesen und interpretieren. Vermutlich habe ich mit Menschen, die in einem Gespräch sagen "ich gehe mit" andere Erfahrungen gemacht als Du - bei mir sind es tatsächlich sehr oft Erfahrungen gewesen, dass ich im "gemeinsamen Gespräch" wirklich höre "klar, für Dich gehe ich da gern mit" und das "eh spinnst Du, ich habe mir hier gerade was zusammen gebaut und Kinder will ich auch, wie soll das gehen?!?" (zum Glück bei mir in einem anderen Kontext) nicht ausgesprochen oder so implizit versteckt war, dass ich es nicht wahrgenommen / kapiert habe - und derjenige sich dann trotz Gespräch wie die TE hier übergangen fühlte. Bei Dir waren es dann wohl eher die Erfahrungen mit "unter Druck setzen".  Wobei ich dann sagen würde: sie würde ihn doch genauso "unter Druck setzen" mit "wenn Du gehen willst, dann ist die Beziehung zu Ende, weil ich will das nicht!"

Da gibt es keinen Kompromiss aus meiner Sicht. Sie können nun einmal nicht 250km statt 500km weit weg und ein halbes Kind bekommen.
Ihn interessiert nicht ein guter Job, der auch in der Nähe sein könnte, sondern das maximal mögliche, was er bekommen kann. Ihm ist die Karierre sehr wichtig - und ihr die Familie. Einer von beiden muss seinen Wunsch aufgeben für den anderen - oder sie müssen getrennte Wege gehen. Was ich sinnvoller fände, denn egal, wer den Zonk zieht - auch in noch so gemeinsamer Entscheidung, wird das bei so einem Thema die nächsten Jahre mit sich herum tragen.

 

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13. Januar 2017 um 16:31

Sowohl als auch... ich bin fest davon überzeugt, dass in einer gesunden Partneschaft beide Partner entscheidende Fragen im Konsens entscheiden müssen. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber es darf nie nur einer von beiden verlieren. Sonst steht die Beziehung vor dem Aus.

Im Fall der TE sieht es nicht nach einem "Entscheidungsgleichgewicht" aus. Und ich fürchte daran wird die Partnerschaft zerbrechen. Ich sehe das häufig bei den jungen karrieregeilen Ärzten und Ärztinnen in unserem Klinikum. Da wird auf Teufel komm raus versucht Karriere zu machen. Und wenn ich dann frage, wie er oder sie das mit seiner familiären Situation in Einklang bringen will, heißt es dann "meine Frau (Mann) wird es schon mitmachen. Das kann ich ihm (ihr) schon beibringen". Falsch, falsch, falsch!

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13. Januar 2017 um 16:59

absolut! Gebe Dir zu 100% recht!

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