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Er verbietet Diskussionen

21. Dezember 2019 um 19:09 Letzte Antwort: 24. Januar um 16:35

Vielleicht bin ich im falschen Forum, aber ich habe keinen Bereich für Freundschaften gefunden (wer es besser weiß - wäre ich für den Tipp dankbar). Auf jeden Fall einer meiner Freunde will nicht über Probleme reden.

Wir kennen uns nicht so lange aber hatten schon 2 heftige Streiterein, deren Auslöser gar nicht so schlimm war, sondern das Ganze erst beim Ansprechen eskaliert ist.

Heute war wieder eine Sache: er schrieb mir er wäre sauer auf mich, weil ich laut ihm oft männerfeindliche Sprüche rauslasse (was mMn gar nicht stimmt, ich erinnere mich nicht mal an einen). Als ich wissen wollte welche Sprüche von mir er genau meint, sagte er, es sei egal, er will nicht drüber reden, ich soll halt einfach darauf in der Zukunft aufpassen. Ich blieb daraufhin nur mit Fragezeichen im Kopf und wollte es genauer wissen. Daraufhin wurde er sauer, ich würde seine Meinung nicht akzeptieren. Er hätte keine Lust auf Diskussionen und möchte nur schöne Momente haben. Deswegen hätte er sich schon von seiner Ex getrennt. Diskussionen würden ihn nur runterziehen. Daraufhin ist das Ganze eskaliert.  Weil ich weiterhin reden wollte, hat er gesagt ich solle aufhören zu schreiben und als ich mich verabschiedet habe aber trotzdem noch meine Meinung zu seinem Diskussionsverhalten abgegeben habe, hat er mich blockiert.

Meiner Meinung nach kann er nicht einfach mir irgendwas vorwerfen, ohne es genauer zu erklären und dann mitm Anspruch noch ich soll selbst irgendwie verstehen was er meinte und dann noch darauf in der Zukunft achten. Abgesehen davon dass ich solche Aufforderungen wie "höre auf zu schreiben" und Blockieren kindisch finde. Und der Mann ist über 30...

Ich überlege gerade ob ich diese Freundschaft beenden soll weil mir solche Sachen eindeutig nicht passen. Ich finde in einer Freundschaft soll man offen und respektvoll über Probleme reden können, das ist mir persönlich sehr wichtig und stellt mMn die Grundbasis jeder Art von Beziehung dar. Außerdem hatte ich solche Probleme noch nie mit jemanden. Er hatte aber das gleiche "Problem" mit seiner Ex, die ja auch "zu viel diskutieren wollte". Deswegen glaube ich kaum dass das Problem bei mir liegt.

Wie seht ihr das Ganze?

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Beste hilfreiche Antwort

21. Dezember 2019 um 21:28
Beste Antwort

Mit so jemandem könnte ich glaub auch nicht befreundet sein. 

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21. Dezember 2019 um 20:28
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Tja, ich würde sagen, dass der Typ ein paar psychische Probleme hat und vermutlich aufgrund seiner Ex dann noch besonders überempfindlich bei dem Thema reagiert.

Allein schon sich über männerfeindliche Sprüche aufzuregen, ob nun gemacht oder nicht, ist schon schräg. Vielleicht hat er ein Minderwertigkeitskomplex oder sowas.

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21. Dezember 2019 um 21:28
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Mit so jemandem könnte ich glaub auch nicht befreundet sein. 

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21. Dezember 2019 um 22:27

Es gibt eben nicht nur 100 Prozent schöne Dinge im Leben. Diskussionen und unterschiedliche Meinungen zu haben gehört zum Leben mit anderen Menschen und gerade auch in Beziehungen dazu. Das sollte dein Freund noch lernen... Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht, ob man beide Seiten Kompromisse machen können und tolerant sein können. 

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21. Dezember 2019 um 22:40
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In Antwort auf sol_18605738

Es gibt eben nicht nur 100 Prozent schöne Dinge im Leben. Diskussionen und unterschiedliche Meinungen zu haben gehört zum Leben mit anderen Menschen und gerade auch in Beziehungen dazu. Das sollte dein Freund noch lernen... Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht, ob man beide Seiten Kompromisse machen können und tolerant sein können. 

genau das ist das Geheimnis, Toleranz und Kompromissbereitschaft. Reflektieren können.
@Ricky Du kannst ihm das ja gerne so sagen, wenn er abblockt auf seine Meinung beharrt, kann der Kontaktabbruch schon helfen ,weil es dich evtl zu sehr belastet. Ich weiß nicht, ob man das einfach so raffen kann, manche leute brauchen da wohl länger.

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22. Dezember 2019 um 10:14
In Antwort auf rickytawi

Vielleicht bin ich im falschen Forum, aber ich habe keinen Bereich für Freundschaften gefunden (wer es besser weiß - wäre ich für den Tipp dankbar). Auf jeden Fall einer meiner Freunde will nicht über Probleme reden.

Wir kennen uns nicht so lange aber hatten schon 2 heftige Streiterein, deren Auslöser gar nicht so schlimm war, sondern das Ganze erst beim Ansprechen eskaliert ist.

Heute war wieder eine Sache: er schrieb mir er wäre sauer auf mich, weil ich laut ihm oft männerfeindliche Sprüche rauslasse (was mMn gar nicht stimmt, ich erinnere mich nicht mal an einen). Als ich wissen wollte welche Sprüche von mir er genau meint, sagte er, es sei egal, er will nicht drüber reden, ich soll halt einfach darauf in der Zukunft aufpassen. Ich blieb daraufhin nur mit Fragezeichen im Kopf und wollte es genauer wissen. Daraufhin wurde er sauer, ich würde seine Meinung nicht akzeptieren. Er hätte keine Lust auf Diskussionen und möchte nur schöne Momente haben. Deswegen hätte er sich schon von seiner Ex getrennt. Diskussionen würden ihn nur runterziehen. Daraufhin ist das Ganze eskaliert.  Weil ich weiterhin reden wollte, hat er gesagt ich solle aufhören zu schreiben und als ich mich verabschiedet habe aber trotzdem noch meine Meinung zu seinem Diskussionsverhalten abgegeben habe, hat er mich blockiert.

Meiner Meinung nach kann er nicht einfach mir irgendwas vorwerfen, ohne es genauer zu erklären und dann mitm Anspruch noch ich soll selbst irgendwie verstehen was er meinte und dann noch darauf in der Zukunft achten. Abgesehen davon dass ich solche Aufforderungen wie "höre auf zu schreiben" und Blockieren kindisch finde. Und der Mann ist über 30...

Ich überlege gerade ob ich diese Freundschaft beenden soll weil mir solche Sachen eindeutig nicht passen. Ich finde in einer Freundschaft soll man offen und respektvoll über Probleme reden können, das ist mir persönlich sehr wichtig und stellt mMn die Grundbasis jeder Art von Beziehung dar. Außerdem hatte ich solche Probleme noch nie mit jemanden. Er hatte aber das gleiche "Problem" mit seiner Ex, die ja auch "zu viel diskutieren wollte". Deswegen glaube ich kaum dass das Problem bei mir liegt.

Wie seht ihr das Ganze?

Definitiv beenden

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22. Dezember 2019 um 13:34

Danke für eure Meinungen! Ich werde ihm das nächste Mal sagen, dass ich die Freundschaft mit seiner Einstellung zu Diskussionen nicht weiter führen kann. Wenn er will,kann er gerne noch drüber nachdenken ob er fähig wäre seine kompromisslose Einstellung zu überdenken. Wenn nicht bin ich wirklich weg.

Ich bin mir einfach zu schade mich da runterziehen zu lassen. Eine Freundschafs soll Spaß machen und nicht Negativität mit sich bringen. Ich finde respektvolle Diskussionen erreichen im Endeffekt genau das: Frieden und "schöne Momente" was er ja auch haben will, aber irgendwie ohne miteinander über Probleme zu reden, die ja immer zwischen 2 Personen auftauchen. Im Prinzip will er etwas was nicht existiert und damit verschlechtert er das Ganze nur anstatt es zu verbessern. 

Freundschaft mit so einem Menschen würde mir nur unnötigen Stress bringen. Da wir uns eh nicht so lange kennen, wäre ich bereit darauf zu verzichten.

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23. Januar um 6:03

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

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23. Januar um 6:18
In Antwort auf rickytawi

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

Ich hätte auf so ein zart besaitetes Pflänzchen auch keine Lust weiter eine Freundschaft zu führen bzw würde ich mir ganz sicher von niemandem den Mund verbieten lassen! Zumal dies für ihn nicht gilt!! Er darf sagen was er will und wie er will und di nicht?! Du spielst ihn nur und er rafft es nicht und spielt beleidigt?! Nö, wäre mir zu anstrengend mit so einem Kind mich weiter abzugeben. Kann dich da verstehen. 

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23. Januar um 6:19
In Antwort auf skadiru

Ich hätte auf so ein zart besaitetes Pflänzchen auch keine Lust weiter eine Freundschaft zu führen bzw würde ich mir ganz sicher von niemandem den Mund verbieten lassen! Zumal dies für ihn nicht gilt!! Er darf sagen was er will und wie er will und di nicht?! Du spielst ihn nur und er rafft es nicht und spielt beleidigt?! Nö, wäre mir zu anstrengend mit so einem Kind mich weiter abzugeben. Kann dich da verstehen. 

Di = du
spielst = spiegelst 

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23. Januar um 9:25
In Antwort auf rickytawi

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

was soll man dazu noch sagen wenn du noch immer nicht genug hast ... ?
 

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23. Januar um 20:30
In Antwort auf rickytawi

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

Tja, also irgendwie dämlich. ^^ Vielleicht kann man es an seiner Vergangenheit fest machen, dass er da so gereizt reagiert. Ich weiß es nicht. Ich finde du hast das gut gemacht mit dem Spiegeln, denn wenn du es ihm darstellst, wie jemand die Sachen empfindet, dann ist das eigentlich die perfekte Möglichkeit es zu verstehen.
Das er dann auf stur stellt, tja du kannst da gerne noch mehr drauf ansprechen, damit er es endlich rafft. Manche brauchen wie gesagt länger, aber er ist ja ein waschechter  "Noob" in Emotionaler Intelligenz.

Ich finde es aber interessant, dass du es soweit noch geschafft hast. Viele geben da schneller auf.

Trotzdem muss man sagen, es gibt ne ganze menge Leute , die mit Kritik nicht umgehen können. Also im Kindergarten sitzt er nicht allein.
 

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23. Januar um 21:50
In Antwort auf rickytawi

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

Schieß den Typ in den Wind, deine Zeit ist viel zu schade dass du sie auf seine Spleens verwendest.

Wenn er seine Zeit nur mit schönen Dingen verbringen will, soll er Hollywoodromanzen anschauen. Im Ernst, der Wunsch danach ist nicht verwerflich, aber leider völlig realitätsfremd. Paare aber auch Freunde haben immer irgendwelche Punkte die unterschiedlich aufgefasst / empfunden / interpretiert werden, wer darüber nicht reden will und erwartet dass sein Gegenüber das erriecht, der sollte besser alleine bleiben.

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24. Januar um 0:44
In Antwort auf rickytawi

Vielleicht bin ich im falschen Forum, aber ich habe keinen Bereich für Freundschaften gefunden (wer es besser weiß - wäre ich für den Tipp dankbar). Auf jeden Fall einer meiner Freunde will nicht über Probleme reden.

Wir kennen uns nicht so lange aber hatten schon 2 heftige Streiterein, deren Auslöser gar nicht so schlimm war, sondern das Ganze erst beim Ansprechen eskaliert ist.

Heute war wieder eine Sache: er schrieb mir er wäre sauer auf mich, weil ich laut ihm oft männerfeindliche Sprüche rauslasse (was mMn gar nicht stimmt, ich erinnere mich nicht mal an einen). Als ich wissen wollte welche Sprüche von mir er genau meint, sagte er, es sei egal, er will nicht drüber reden, ich soll halt einfach darauf in der Zukunft aufpassen. Ich blieb daraufhin nur mit Fragezeichen im Kopf und wollte es genauer wissen. Daraufhin wurde er sauer, ich würde seine Meinung nicht akzeptieren. Er hätte keine Lust auf Diskussionen und möchte nur schöne Momente haben. Deswegen hätte er sich schon von seiner Ex getrennt. Diskussionen würden ihn nur runterziehen. Daraufhin ist das Ganze eskaliert.  Weil ich weiterhin reden wollte, hat er gesagt ich solle aufhören zu schreiben und als ich mich verabschiedet habe aber trotzdem noch meine Meinung zu seinem Diskussionsverhalten abgegeben habe, hat er mich blockiert.

Meiner Meinung nach kann er nicht einfach mir irgendwas vorwerfen, ohne es genauer zu erklären und dann mitm Anspruch noch ich soll selbst irgendwie verstehen was er meinte und dann noch darauf in der Zukunft achten. Abgesehen davon dass ich solche Aufforderungen wie "höre auf zu schreiben" und Blockieren kindisch finde. Und der Mann ist über 30...

Ich überlege gerade ob ich diese Freundschaft beenden soll weil mir solche Sachen eindeutig nicht passen. Ich finde in einer Freundschaft soll man offen und respektvoll über Probleme reden können, das ist mir persönlich sehr wichtig und stellt mMn die Grundbasis jeder Art von Beziehung dar. Außerdem hatte ich solche Probleme noch nie mit jemanden. Er hatte aber das gleiche "Problem" mit seiner Ex, die ja auch "zu viel diskutieren wollte". Deswegen glaube ich kaum dass das Problem bei mir liegt.

Wie seht ihr das Ganze?

Das klingt wie ein typisches Kommunikationsproblem. Diesen Mann stört irgendetwas, er kann es aber nicht richtig ausdrücken und das frustriert ihn. Er fühlt sich dann nicht verstanden, was ihn sauer macht und dann blockt er ab.

Sein Problem sind nicht wirklich die Diskussionen, sein Problem ist, dass er schlecht darin ist, sich auszudrücken und dass er somit immer der Unterlegene in einer Diskussion ist. Manche Menschen sind verbal einfach begabter als andere. Er wird nicht verstanden und das macht ihn wütend. Deshalb reagiert er dann auch wie ein Kleinkind und blockiert dich.

Bei einem solchen Menschen hilft nur eins: Ruhe bewahren. Wenn von ihm kommt, dass ihn deine männerfeindlichen Sprüche stören, dann sag zu ihm: "Mir ist bis jetzt gar nicht aufgefallen, dass ich das mache. Es tut mir leid, wenn ich dich damit verletzt habe, das war nicht meine Absicht. Wenn dir das bei mir das nächste Mal auffällt, sag es mir bitte gleich, damit ich nachvollziehen kannst, was du meinst."

Dein Freund fühlt sich so ernstgenommen und es nimmt erst einmal den Druck raus. Wenn ihr dann wirklich mal in eine Situation kommt und er dir sagt, dass das jetzt gerade so ein Spruch war, der ihn stört, dann kannst du ja immer noch darüber nachdenken, ob dein Freund vielleicht doch recht hat oder ob er überempfindlich ist. 

Es ist doch oft so, dass man unbewusst Dinge tut und gar nicht bemerkt, dass man anderen dabei irgendwie auf den Schlips tritt. Für einen selbst mag das gar nichts Schlimmes sein, für jemand anderes vielleicht doch. Die Grenzen und wunden Punkte von Menschen sind da eben verschieden. 

Eine Freundschaft sollte man dann abbrechen, wenn man bemerkt, dass man eigentlich überhaupt nicht miteinander auskommt. Es soll ja auch nicht so sein, dass du bei jedem Wort aufpassen musst, ihm nicht zu nahe zu treten. Das macht ja dann auch keinen Spaß. Sollte sich also herausstellen, dass du überhaupt nicht verstehst, was du nun so Schlimmes gesagt hast und sowas öfter vorkommt, dann seid ihr wahrscheinlich einfach zu verschieden für eine Freundschaft.

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24. Januar um 0:47
In Antwort auf rickytawi

Hallo liebe Leute,

ich melde mich hier wieder wegen dem gleichen Freund.

Erstmal ein Update zum letzten Problem: wir haben beim Problem der Diskussion nochmal geredet und er hat mir erklärt, dass er deswegen so ein Problem mit Diskussionen hat, weil er diese nur auf eine toxische Art kennt und diese in seiner Familie zu oft führen musste. Deswegen hat er da einen Trigger, dass er an einem gewissen Punkt einen Wutanfall bekommt und ausflippt (in diesen Momenten bricht er die Diskussion ab).

Wir haben dann nach langem Reden vereinbart, dass wenn es ihm zu viel werden sollte, er kurz aussteigt, sich eine Pause gönnt, sich beruhigt und dann wieder kommt. So weit so gut. Waren beide einverstanden.

Ich habe versucht seitdem die heiklen Themen, wo ich ein großes Diskussionspotential sah, zu umgehen solange sie nicht wichtig wären. Bis jetzt hats auch funktioniert.

Heute musste ich allerdings meine Meinung verteidigen, weil er im Gespräch mehrere kleinere Gemeinheiten zu mir sagte. Die erste habe ich noch ignoriert, bei der zweiten habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, bei der dritten wurde ich schon bestimmter. Da er aber anstatt sich zu entschuldigen oder zumindest es sein zu lassen damit anfing, dass ich ja wohl überreagiere, es ja wohl an meinem Stress liegen muss und dann noch meine Herkunft als mögliche Begründung für meine Reaktion nannte, bin ich ausgeflippt.

Im Prinzip ging es darum, dass er meinte, dass meine Wahrnehmung dass mich bestimmte Sachen die er sagte, verletzen, nicht stimmte, er meinte es ja gar nicht so. Nach meinen Werten aber spielt seine Wahrnehmung hier keine große Rolle weil wenn mich bestimmte Sachen verletzen, hat er darauf Rücksicht zu nehmen egal wie er glaubt das gemeint zu haben. Ich bestimme meine Grenzen. Nicht er. Das wollte er aber gar nicht akzeptieren. Er fühle sich in seiner Freiheit eingeschränkt wenn er bestimmte Sachen nicht zu mir sagen dürfte. Zitat: "wenn es dir nicht gefällt, dann sind wir unterschiedlicher Meinung". Und er wolle ja frei in einer Freundschaft sein.

Daraufhin habe ich ihn gewarnt, dass wenn er es so sieht, dass ich ihn ja auch beleidigen und  eben uneingeschränkt frei sein darf. Seine Antwort: mach was du willst. Daraufhin habe ich absichtlich paar gemeine Sachen zu ihm gesagt und als er sich beschwerte ihn erinnerte, dass ich ja frei bin (war zugegebenermaßen etwas fieser Zug von mir aber ich sah keine andere Möglichkeit ihm aufzuzeigen, dass Freisein und einander verletzen doch nicht das Gleiche ist, reden hat ja nicht geholfen). Daraufhin habe ich ihm nochmal erklärt dass für mich Respekt eben eine Bedingung für eine Freundschaft ist und ich diese gerade von ihm nicht sehe. Er antwortete, dass Freundschaft für ihn bedingungslos sein muss und er sich nichts verbieten lässt. Ich habe ihm erklärt, dass dies eben meine Prinzipien sind und er frei entscheiden darf, ob er da mitgehen möchte. Daraufhin warf er mir vor, ich wäre vorhin ja auch gemein gewesen und ich kann es von ihm nicht verlangen, wenn ich es selbst nicht bin. Mein Verweis auf meine Begründung, warum ich das tat (eben nicht weil ich es ernst meinte sondern um Grenzen der Freiheit ihn spüren zu lassen) wollte er nicht hören.  Es wäre ihm egal, warum ich das tat, er wäre jetzt verletzt und möchte keinen Kontakt mehr mit mir haben (Wahnsinn, dass er bei der gleichen Situation vorhin, nur andersrum mitm völligen Unverständnis für mein Verletzt-Sein reagierte). Ich akzeptierte seine Entscheidung.

10 Minuten später schrieb er, dass wir ja Kontakt haben können aber nur als Bekannte, mehr wird es für ihn nicht mehr werden. Ich antwortete, dass wenn er keine Freundschaft will, will ich auch keine Bekanntschaft, weil meine Bedingungen dafür die gleichen bleiben. Da er aber keine Bedingungen haben will, weil er ja ohne Verbote und frei leben will, wird es eh nicht funktionieren.

Was sagt ihr? Im Prinzip haben wir jetzt ein ähnliches Problem, nur in einer anderen Form. Ich denke jetzt, ich hätte eigentlich früher schon das Ganze abbrechen können, weil es klar war, dass es eh nichts Gutes bringt. Aber ich dachte an menschlichen Verstand, dass man mit Reden doch was erreichen kann. Aber anscheinend doch nicht...

Was ich vorhin schon geschrieben habe: ihr habt ein Kommunikationsproblem und kommt einfach nicht miteinander aus.

Er sagt A, du verstehst aber B und umgekehrt.

So hat eine Freundschaft wirklich keine Chance.

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24. Januar um 1:13

Danke für eure Antworten! Es freut mich dass ihr mich versteht.

@dawnclaude, das mit emotionaler Intelligenz, da hast du echt ins Schwarze getroffen. Er hat da offensichtlich Mängel. Er meinte er musste mal so ein Soziale Kompetenz Training machen, anscheinend hatte er davor schon Probleme mit Menschen. Außerdem hat ihn letztens seine Ex verlassen, aus den gleichen Gründen. Und ein paar Freundschaften auseinander gegangen. Eigentlich gibt es genug Anzeichen dass er eine sehr falsche Strategie fährt. Aber er sieht es nicht. Laut ihm sind alle anderen Schuld und falsch. Er sieht NULL seine Eigenverantwortung. Ich musste auch schon als er Probleme mit seiner Ex hatte so oft ihr Recht geben und ihm verdeutlichen dass er da egoistisch handelt. Hat er nicht eingesehen. Na, jetzt hat er die Konsequenz. Einige Menschen lernen nur wenn das Leben sie hundertmal auf den gleichen Scheißhaufen hinweist. Also erst wenn der Leidensdruck sehr groß ist 

@soncherie, ja,das habe ich ihm auch gesagt dass keine Beziehungsart es ohne Diskussionen funktionieren kann. Das Problem ist ja, wie man sieht nicht nur, dass er da ausflippt sondern dass er bei Diskussionen stets felsenfest an seiner Meinung festhält und sich nicht in den anderen hineinversetzen kann und möchte. Nach seiner Auffassung ist seine Wahrnehmung richtig, egal was man ihm sagt. Auch wenn man sagt, dies und jenes verletzt mich, versteht er das nicht, weil er das ja nicht verletzend gemeint hat also kann es nicht stimmen was ich sage. Also Realitätsferne hoch 3. Hinzu kommt, dass er jeden Beeinflussungsversuch als eine Unterdrückung wahrnimmt und sich in seiner Freiheit komplett nur nach seiner Meinung, Wahrnehmung und Bedürfnissen zu richten, eingeschränkt fühlt. In seiner Welt darf er alles machen was er will ohne Rücksicht auf keinen.

Ich finde solche Menschen die keine Kompromisse eingehen können, sind nicht beziehungsfähig. Auch nicht im Sinne einer Freundschaft. Ich glaube mittlerweile ist nur ein einziger Freund bei ihm geblieben, den er seit der Kindheit kennt (keine Ahnung wie die das ohne Diskussionen schaffen - die zocken ja nur zusammen und ich glaube da bestimmt er was, wo und wann, und der Freund passt sich an). Alle anderen Menschen haben sich von ihm in den letzten Monaten distanziert (angeblich war er früher netter).

@skadiru, ich finde auch dass er sich wie ein Teenager in der Pubertätsphase verhält. Und der Mann ist 31

Ich finde es irgendwo traurig dass es jetzt vorbei ist. Er hatte auch viele gute Eigenschaften. Aber auf Dauer würde das eh nicht funktionieren weil ich einen Mensch brauche der viel Empathie besitzt und viel Rücksicht auf mich nehmen kann. Ich bin selbst so und reagiere meistens sehr empathisch auf meine Mitmenschen. Da verletzt sein Egoismus so dermaßen meine Werte, dass ich es nicht einsehen, mit diesem Menschen befreundet zu bleiben. Ich schenke meine Zeit nur den Menschen die meine Werte teilen und mir gut tun. Das tat er nicht. Deswegen hat's für mich nicht gepasst.

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24. Januar um 14:30

Übrigens,er hat sich heute früh mit einem Versöhnungsvorschlag gemeldet Habe ihm schön meine Meinung "Trennung aussprechen als Manipulation" gesagt. Ich lasse doch nicht mit mir spielen. Da es schon zum zweiten Mal passiert, und ich schon damals meine Unmut darüber geäußert habe, habe ich jetzt die Konsequenz gezogen und seinen Versöhnungsvorschlag abgelehnt. Er muss doch Verantwortung für seine Worte übernehmen, damit er nicht denkt, ihm sei alles erlaubt und er kann jede Sekunde was anderes entscheiden und ich spiele mit wie eine Marionette. Ich habe auch ehrlich keine Lust auf ihn im Moment. Ich bezweifle dass er fähig ist, die Sachen die ich ihm klar machen möchte, zu verstehen. Wenn nicht, kann ich auch gut hinter der Trennung stehen, dann passt es wirklich nicht.

Habe heute auch mit seiner Ex gesprochen (wir kennen uns privat), sie meinte er hat die gleichen Spiele mit ihr gespielt und sie ist immer mitgegangen. Kein Wunder dass er denkt,dass es ok ist. Ich lasse mich aber nicht so scheiße behandeln. Da verdiene ich was Besseres.

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24. Januar um 15:40
In Antwort auf rickytawi

Übrigens,er hat sich heute früh mit einem Versöhnungsvorschlag gemeldet Habe ihm schön meine Meinung "Trennung aussprechen als Manipulation" gesagt. Ich lasse doch nicht mit mir spielen. Da es schon zum zweiten Mal passiert, und ich schon damals meine Unmut darüber geäußert habe, habe ich jetzt die Konsequenz gezogen und seinen Versöhnungsvorschlag abgelehnt. Er muss doch Verantwortung für seine Worte übernehmen, damit er nicht denkt, ihm sei alles erlaubt und er kann jede Sekunde was anderes entscheiden und ich spiele mit wie eine Marionette. Ich habe auch ehrlich keine Lust auf ihn im Moment. Ich bezweifle dass er fähig ist, die Sachen die ich ihm klar machen möchte, zu verstehen. Wenn nicht, kann ich auch gut hinter der Trennung stehen, dann passt es wirklich nicht.

Habe heute auch mit seiner Ex gesprochen (wir kennen uns privat), sie meinte er hat die gleichen Spiele mit ihr gespielt und sie ist immer mitgegangen. Kein Wunder dass er denkt,dass es ok ist. Ich lasse mich aber nicht so scheiße behandeln. Da verdiene ich was Besseres.

Naja gut, "Da verdienst du was besseres" klingt so beziehungsmäßig. Bei echten Männerfreundschaften wird geprügelt und danach getrunken oder so ähnlich.
Ich denke entweder stehst du über seine Macken, es interessiert dich nicht groß, weil du sie eh schon kennst und wirst nicht emotional. Oder du lässt es, was du ja vermutlich jetzt machst, aber es beschäftigt dich noch.

. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der hatte auch so ein paar Macken. MIt denen hab ich gelebt, weil ich ihn beruflich brauchte. ^^ also war ich genügsam .Das mein ich nur als Beispiel wo man lernen kann größere Macken von anderen zu akzeptieren, auch wenn man weiß, dass er ein kleiner Psychopath ist.

 

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24. Januar um 15:45

P.S. Da hab ich natürlich auch noch was von gehabt. Du kannst ihn höchstens als Kumpel sehen, der eben die macken hat. Dann gehts vielleicht. Es gab bei mir auch Freunde, mit denen hab ich nicht mehr viel Kontakt, weil sie mir teilweise auf die Nerven gingen, mit ihrer Art. Aber das sind dann natürlich nur noch "Gelegenheitsdiskutierer" und man kriegt so mit, was sie in zukunft noch alles so anstellen, reine Neugierde.

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24. Januar um 15:56

@dawnclaude, danke für den Tipp! Leider kann ich es nicht akzeptieren dass man meine Grenzen die ich setze nicht respektiert und mich durch Schuldgefühle/Missbilligung meiner Gefühle und gespielten Trennungen zu manipulieren versucht. Da es nicht das erste Mal passiert und mir dies schon früher aufgefallen ist (was ich zuerst runterschluckte aber jetzt kam es wohl raus) schätze ich sein Verhalten als toxisch ein, zumal er genau das Gleiche mit seiner Ex abzog und sie war wirklich psychisch am Ende am Schluss (ist teilweise immernoch). Ich merke auch dass es mir nicht gut tut. Leider bin ich da auch ein gebranntes Kind was toxische Männer angeht, deswegen ziehe ich diesmal auch so knallhart meine Grenzen. 

Mit "ich verdiene was Besseres" habe ich eine bessere Behandlung gemeint. Sowohl von Freunden als auch von Beziehungspartnern.

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24. Januar um 16:35
In Antwort auf rickytawi

@dawnclaude, danke für den Tipp! Leider kann ich es nicht akzeptieren dass man meine Grenzen die ich setze nicht respektiert und mich durch Schuldgefühle/Missbilligung meiner Gefühle und gespielten Trennungen zu manipulieren versucht. Da es nicht das erste Mal passiert und mir dies schon früher aufgefallen ist (was ich zuerst runterschluckte aber jetzt kam es wohl raus) schätze ich sein Verhalten als toxisch ein, zumal er genau das Gleiche mit seiner Ex abzog und sie war wirklich psychisch am Ende am Schluss (ist teilweise immernoch). Ich merke auch dass es mir nicht gut tut. Leider bin ich da auch ein gebranntes Kind was toxische Männer angeht, deswegen ziehe ich diesmal auch so knallhart meine Grenzen. 

Mit "ich verdiene was Besseres" habe ich eine bessere Behandlung gemeint. Sowohl von Freunden als auch von Beziehungspartnern.

er tut dir nicht gut!  also lass es halt nun

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