Forum / Liebe & Beziehung

Er trinkt soll ich ihn verlassen ?

Letzte Nachricht: 14. Juni 2006 um 18:44
H
helga_12363505
12.06.06 um 1:16

Hallo..

Ich bin nun 7 Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet..er trinkt nicht jeden Tag, doch leider wenn er erstmal angefangen hat, findet er kein Ende mehr.
Sage ich ihm er solle nicht trinken, da ist er richtig unzufrieden und trägt das nach aussen indem er weil er eh schon sehr ruhig ist, mit niemanden redet.. Ich fühle mich dann immer als würde ich ihm den Spass nehmen, denn er ist wirklich ein Mensch der nur aus sich raus kommt wenn er getrunken hat.
Sage ich er muss selbst wissen wieviel er trinken möchte, kippt er sich zu, bis er andere Leute richtig vergrault, weil er soviel redet, oder er schläft ein, es ist schlimm mit ihm. Er hat mich schon öfters in seinem Rausch angemeckert..
Ich weiß nicht mehr weiter, andere Leute sprechen mich auch schon an, wie ich das nur alles mit mache..und warum er nicht aufhört ?
Was soll ich machen, ich habe es schon sehr oft sehr ernst gesagt und ihm auch gedroht das er mich verliert, doch leider bin ich sehr weich..ich habe es noch nie wahr gemacht... es fällt mir schwer, schliesslich liebe ich ihn ja auch und er ist krank..
Was würdet ihr machen ??? Lieben Dank im Vorhinein..

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C
cindy_12051194
12.06.06 um 6:47

Du hilfst ihm damit nicht
Hallo,

kann sehr gut nanchvollziehen, dass es dir schwer fällt konsequent zu sein und weich bist, weil du ihn liebst. Du musst dir aber ganz bewusst machen, dass Du mit deiner Weichheit das Gegenteil von dem tust was du eigentlich willst. Nämlich ihm helfen. Wenn er es aus eigener Kraft oder eigenem Antrieb, Erkennen wie auch immer nicht schafft sich der Situation bewusst zu werden und etwas dagegen zu unternehmen, dann bist du vielleicht die Einzige die ihn dazu bewegen kann etwas für sich zu tun. Er muss sehen, dass ein Verhalten Konsequenzen hat und zwar unmittelbare. Nicht die Leberzerose die in weiter Ferne liegt und damit nicht greifbar ist, sondern evtl. der Verlust eines bzw. des geliebten Menschen. Angst kann auch ein positiver Motor sein und wenn du immer drohst aber nichts unternimmst machst du dich damit unglaubwürdig und dadurch entsteht auf ihn auch nicht der geringste Druck.
Vielleicht solltest du ihm ein Ultimatum setzen. Mit ausreichender Frist in der Du von ihm erwartest dass er ernsthaft etwas dagegen unternimmnt. Therapie etc.
Fang bereits jetzt mit einer ganz konsequenten Verhaltensänderung an. Meinetwegen dass Du wenn er getrunken hat jedesmal woanders übernachtest falls das geht. Oder etwas in der Art. Zeige ihm, und vergiss nicht dass du ihm damit am meisten hilfst, dass du dich veränderst wenn er nichts unternimmt. Zeig ihm dass du es nicht mehr tolerierst und wenn du ein Zeichen setzt in dem du dein Verhalten änderst und das jedesmal wenn er betrunken ist ganz konsequent durchziehst, wie ernst es dir damit ist und damit auch, dass du zu deinen Worten stehst und es nicht nur leere Drohungen sind. Du musst wohl für euch beide stark sein.

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an0N_1216375199z
12.06.06 um 13:18

Nochmal mit ihm reden?
Hi,

ich würd versuchen ihm das nochmal klarzumachen, dass seine Sucht dich und die Beziehung belastet.

Selbst wenn er "nur" im Alkoholrausch dir gegenüber aggressiv wird, und wenn es auch nur verbal ist, solltest du das nicht dulden und ihm das klarmachen. Du hast in dem Moment nichts getan, er hat keinen Grund so zu dir zu sein. Ich finde du kannst von ihm verlangen, dass er sich bemüht, aufzuhören, wenn er merkt er "kippt".

Dann solltest du ihn vielleicht noch drauf aufmerksam machen, dass er andere Leute vergrault. Irgendwann haben die nämlich keine Lust mehr, sich das reinzuziehen.

Es geht ja erstmal nicht darum, ihm den Alkohol komplett zu verbieten. Er soll nur mal schauen, dass er die Grenze nicht überschreitet.

Dann ist die Frage, warum trinkt er überhaupt. Ist er so unzufrieden und gefrustet, was bringt ihm der Alkohol, was erhofft er sich davon. Gute Laune? Kann er die so nicht mehr selbst herstellen? Versuch ihm klarzumachen, dass das nicht mehr normal ist und dass er da offenbar ein Problem hat.

Wenn er es nicht einsehen will, dann wird es sicherlich nicht besser werden, das muss dir leider klar sein.

Du darfst es ihm nicht durchgehen lassen. Du leidest und er wirtschaftet sich und eure Beziehung auch runter.

Also ich würde einfach nichts unversucht lassen, ihm das klarzumachen. Damit ich mir später nicht vorwerfen muss, ich hätte nicht alles versucht.

Wichtig ist: wenn du was androhst, musst du es auch wirklich durchziehen, sonst nimmt er deine Gesprächsversuche (zu Recht) erst recht nicht ernst. Das ist nicht böse gemeint, ich spreche da vielmehr aus eigener Erfahrung

Eigentlich gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Er sieht es ein und du unterstützt ihn dabei, oder er sieht es nicht ein, dann setze dir am besten ein Zeitlimit und überleg dir, was du danach tust, wenn es nicht besser geworden ist und er sich nicht mal Mühe gibt oder es gar überhaupt nicht einsehen will, dass es ein Problem gibt.

lG Glen

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marin_12120947
12.06.06 um 15:12

Wenn meine große Liebe,
anfangen würde zu trinken ,würd ich Ihr immer versuchen zu helfen,aber verlassen nie.
Seidem Du bist noch nicht so lange mit Ihm zusammen,und liebst Ihm nicht über alles ,dann geh.

lg EXX

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an0N_1216375199z
12.06.06 um 15:33
In Antwort auf marin_12120947

Wenn meine große Liebe,
anfangen würde zu trinken ,würd ich Ihr immer versuchen zu helfen,aber verlassen nie.
Seidem Du bist noch nicht so lange mit Ihm zusammen,und liebst Ihm nicht über alles ,dann geh.

lg EXX

Blödsinn!
Exx,

da sieht man das du keine Erfahrung mit hast ... sich immer nur aufopfern und immer nur helfen ist auch nicht gesund und auch nicht Sinn der Sache, wenn man dabei vor die Hunde geht, sein Leben und sein Glück opfert.

Andersherum: wenn er sie wirklich liebt, müsste er deiner Logik zufolge doch auch mit Trinken aufhören, oder?

Es ist manchmal nicht alles so einfach und nicht nur schwarzweiß. Mit Alkoholismus ist nicht zu spaßen, und es KANN eine Beziehung wirklich zerstören, da kann vorher noch so viel Liebe bei beiden gewesen sein oder auch immer noch da sein !!! Man muss aber manchmal die Notbremse ziehen.

Kurz: ihr mangelnde Liebe vorzuwerfen find ich nicht fair. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!

lG Glen

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asta_11967966
12.06.06 um 15:38

Er muss es wollen
und Du kannst ihn nicht zwingen.

Jede Aktivität, die Du startest, die ihm nicht passt, ob Du es ihm verbietest oder ihn bittest usw. gibt ihm für sich eine Rechtfertigung erneut zu trinken. Er ist in einer Opferrolle und aus der muss er raus!

So leid mir das für Dich tut, aber Du darfst, wenn Deine Diskussionen bisher nichts gebracht haben, wirklich nichts mehr in dieser Hinsicht machen. Du meinst es gut und er nimmt es als Anlass aus welchen Gefühlen und Gründen auch immer, wieder zu trinken.

Er selbst muss ein Problembewusstsein entwickeln, er selbst muss an den Punkt kommen, dass er so nicht mehr weiterleben will und das er Hilfe braucht.
Sag ihm noch einmal ganz deutlich, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat und bitte ihn, in eine Klinik zu gehen. Wenn er das macht, ist es gut, wenn nicht musst Du ihn diesbezüglich in Ruhe lassen.

Setze ihm insofern Grenzen, dass Du nicht mehr alles gefallen lässt und konzentriere Dich auf Dich selbst. Dir muss es gut gehen, Du darfst nicht leiden. Er hat das Problem, nicht Du!!!

Versuche, Dich emotional ein bisschen zu distanzieren, zeig ihm, dass Du als Freund für ihn da bist, wenn er wirklich Hilfe (alkoholunabhängige Probleme) braucht, aber lass Dich nicht versklaven und Dich vor allem nicht emotional erpressen.

Wenn er trinken will bzw. er muss es als Kranker, kannst und darfst Du es ihm nicht verbieten. Du hättest dann zwar für einen Abend die Symptome verhindert, aber das Hauptproblem nicht gelöst. Je größer Dein Druck ist, umso mehr wird er mit dem Lügen anfangen usw.

Also, wenn Du ihn liebst, lasse ihn los, lasse ihn so tief fallen, wie es menschlich verkraftbar ist, denn nur dann wird er einsehen, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat und selbst um Hilfe bitten. Dann kann man erst wirklich helfen.

Man kann einem Menschen nur dann helfen, wenn er sich helfen lässt. So ist das leider

Ich wünsche Dir viel Kraft dafür.
LG BW

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helga_12363505
12.06.06 um 20:39
In Antwort auf marin_12120947

Wenn meine große Liebe,
anfangen würde zu trinken ,würd ich Ihr immer versuchen zu helfen,aber verlassen nie.
Seidem Du bist noch nicht so lange mit Ihm zusammen,und liebst Ihm nicht über alles ,dann geh.

lg EXX

?
Hallo..

Also ich bin mit diesen Mann jetzt 7 Jahre verheiratet und ich liebe ihn natürlich, denn sonst würde ich hier nicht schreiben das ich ein Problem habe und nicht weiter weiss..Lieben Gruß

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helga_12363505
12.06.06 um 20:40
In Antwort auf an0N_1216375199z

Nochmal mit ihm reden?
Hi,

ich würd versuchen ihm das nochmal klarzumachen, dass seine Sucht dich und die Beziehung belastet.

Selbst wenn er "nur" im Alkoholrausch dir gegenüber aggressiv wird, und wenn es auch nur verbal ist, solltest du das nicht dulden und ihm das klarmachen. Du hast in dem Moment nichts getan, er hat keinen Grund so zu dir zu sein. Ich finde du kannst von ihm verlangen, dass er sich bemüht, aufzuhören, wenn er merkt er "kippt".

Dann solltest du ihn vielleicht noch drauf aufmerksam machen, dass er andere Leute vergrault. Irgendwann haben die nämlich keine Lust mehr, sich das reinzuziehen.

Es geht ja erstmal nicht darum, ihm den Alkohol komplett zu verbieten. Er soll nur mal schauen, dass er die Grenze nicht überschreitet.

Dann ist die Frage, warum trinkt er überhaupt. Ist er so unzufrieden und gefrustet, was bringt ihm der Alkohol, was erhofft er sich davon. Gute Laune? Kann er die so nicht mehr selbst herstellen? Versuch ihm klarzumachen, dass das nicht mehr normal ist und dass er da offenbar ein Problem hat.

Wenn er es nicht einsehen will, dann wird es sicherlich nicht besser werden, das muss dir leider klar sein.

Du darfst es ihm nicht durchgehen lassen. Du leidest und er wirtschaftet sich und eure Beziehung auch runter.

Also ich würde einfach nichts unversucht lassen, ihm das klarzumachen. Damit ich mir später nicht vorwerfen muss, ich hätte nicht alles versucht.

Wichtig ist: wenn du was androhst, musst du es auch wirklich durchziehen, sonst nimmt er deine Gesprächsversuche (zu Recht) erst recht nicht ernst. Das ist nicht böse gemeint, ich spreche da vielmehr aus eigener Erfahrung

Eigentlich gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Er sieht es ein und du unterstützt ihn dabei, oder er sieht es nicht ein, dann setze dir am besten ein Zeitlimit und überleg dir, was du danach tust, wenn es nicht besser geworden ist und er sich nicht mal Mühe gibt oder es gar überhaupt nicht einsehen will, dass es ein Problem gibt.

lG Glen

Danke
Vielen Dank für deine Mühe sich mit meinem Problem auseinander zu setzen und das du dir die Zeit genommen hast. Lieben Gruß

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helga_12363505
12.06.06 um 20:41

AA
Das mit den AA werde ich machen, ist eine gute Idee von dir, vielen Dank

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helga_12363505
12.06.06 um 20:43
In Antwort auf cindy_12051194

Du hilfst ihm damit nicht
Hallo,

kann sehr gut nanchvollziehen, dass es dir schwer fällt konsequent zu sein und weich bist, weil du ihn liebst. Du musst dir aber ganz bewusst machen, dass Du mit deiner Weichheit das Gegenteil von dem tust was du eigentlich willst. Nämlich ihm helfen. Wenn er es aus eigener Kraft oder eigenem Antrieb, Erkennen wie auch immer nicht schafft sich der Situation bewusst zu werden und etwas dagegen zu unternehmen, dann bist du vielleicht die Einzige die ihn dazu bewegen kann etwas für sich zu tun. Er muss sehen, dass ein Verhalten Konsequenzen hat und zwar unmittelbare. Nicht die Leberzerose die in weiter Ferne liegt und damit nicht greifbar ist, sondern evtl. der Verlust eines bzw. des geliebten Menschen. Angst kann auch ein positiver Motor sein und wenn du immer drohst aber nichts unternimmst machst du dich damit unglaubwürdig und dadurch entsteht auf ihn auch nicht der geringste Druck.
Vielleicht solltest du ihm ein Ultimatum setzen. Mit ausreichender Frist in der Du von ihm erwartest dass er ernsthaft etwas dagegen unternimmnt. Therapie etc.
Fang bereits jetzt mit einer ganz konsequenten Verhaltensänderung an. Meinetwegen dass Du wenn er getrunken hat jedesmal woanders übernachtest falls das geht. Oder etwas in der Art. Zeige ihm, und vergiss nicht dass du ihm damit am meisten hilfst, dass du dich veränderst wenn er nichts unternimmt. Zeig ihm dass du es nicht mehr tolerierst und wenn du ein Zeichen setzt in dem du dein Verhalten änderst und das jedesmal wenn er betrunken ist ganz konsequent durchziehst, wie ernst es dir damit ist und damit auch, dass du zu deinen Worten stehst und es nicht nur leere Drohungen sind. Du musst wohl für euch beide stark sein.

Leider
Hallo, leider hat er es nicht richtig verstanden , er schenkt mir Blumen und denkt die Welt ist wieder in Ordnung? Er wollte dich schon oft helfen lassen, allerdings hat er mich dann nur angelogen gehabt und nichts kam dabei run..ich finde es sooo schade !

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tika_12445337
12.06.06 um 22:42

Verlassen Sie ihn!
Mein Vater war auch Alkoholiker und meine Mutter war ein sehr sehr gutmütiger Mensch. Sie hat auch oft mit ihm geredet, aber wenn sie diese Liebe noch retten wollen dann trennen sie sich von ihm und sagen ihm das sie erst wieder mit sich reden lassen wenn er trocken ist. Und Trocken bedeutet keinen Tropfen, auch keine Sachen wo Alkoholfrei drauf steht ( in alkoholfreiem Bier sind bis zu 0,5% Alk erlaubt, was aber fast keiner weiss!)Mein Vater hat die Kur auch erst begonnen als meine Mutter mit mir weg war.
Das ist der einzige Rat den man geben kann denn ein süchtiger muss erst alles verlieren wenn er es dann kapiert ist gut wenn nicht dann sollte man ihn vergessen. Ich weiss das ist sehr hart und ich geh damit auch nicht auf Ihre Gefühle ein, aber ich sag das so hart weil es eben so ist und nur das hilft. Das sagt auch jeder Arzt!

Ich hoffe ich konnte helfen, Liebe Grüße

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viola_12304317
14.06.06 um 18:44

Geh, so schnell du kannst!
das sagt dir eine frau, deren mann sich totgesoffen hat, die immer wieder versucht hat alles zu retten. aber das schaffst du nicht. du machst dich mit kaputt.

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