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Er möchte meine Hilfe nicht...

10. November 2015 um 15:38

Hallo Zusammen,

da ich nicht mehr weiter weiß, möchte ich mich hiermit an euch ( jemand Außenstehendes) wenden.

Ich versuche euch meine Situation zu erklären:
Mein Freund hat aufgrund Unzufriedenheit und neuer Herausforderung dieses Jahr im Juli seine Arbeitsstelle gewechselt. Von Karosseriebauer auf Servicebrater in einem Autohaus ( er hatte bei seiner vorigen Arbeit zwischen den beiden Positionen gewechselt, was auch zu dem Arbeitsplatzwechsel geführt hat, da er sich nur noch auf eine Position konzentrieren wollte). Er war am Anfang auch super happy mit der Arbeit, allerdings hat sich das nach fast drei Wochen schon wieder verändert. Er kam bzw kommt mit der Arbeitszeit ( 44 Std/Woche auf vier Tage in der Woche verteilt) nicht klar. Kommt nur noch müde und gestresst nach Hause. Naja, er dachte das würde sich legen sobald er sich eingewöhnt hätte. Im September hat er dann zusätzlich vom Arbeitgeber aus angefangen eine Weiterbildung zum spezifizierten Servicebrater für Audi zu absolvieren. Von da an ging es bergab.. Ich muss dazu sagen wir wohnen nicht zusammen, allerdings auch nur zwei Orte voneinander entfernt. Es hat angefangen dass wir uns nur noch am Wochenende gesehen haben, da er unter der Woche nur noch ins Bett gefallen ist. Dann nur noch Samstag bzw. Sonntag weil er dann auch noch zusätzlich für den Samstagsdienst eingeteilt worden ist ( aufgrund Winterreifenaktion usw) die letzten 3 Wochen haben wir uns nur noch stundenweise gesehen. Melden tut er sich auch nur noch ganz selten von alleine. Wenn ich ihn darauf anspreche meint er, dass er mit der Arbeit nicht mehr klar kommt, sich dass alles anders vorgestellt hat und am liebsten nur noch schlafen möchte, da er körperlich nicht mehr kann.. Er möchte mir aber auch nicht genau erklären, was auf der Arbeit denn genau das Problem ist, weil er mich damit nicht belasten möchte. Bei unserem letzten Treffen sah er ziemlich schlimm aus, unrasiert, ungepflegt, so kenn ich ihn überhaupt nicht. Als ich ihn gefragt habe was los sei, meinte er nur er würde kurz vor einem Burnout stehen. Seit diesem Treffen haben wir uns nicht mehr gesehen, nur noch Kontakt per whats App. Ich habe ihm letzte Woche eine lange Nachricht geschrieben, wollte ihm damit sagen dass ich für ihn da bin wenn er mich braucht, dass ich ihn Liebe. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Ich habe ihm gestern ein Treffen vorgeschlagen, doch es kam nur zurück: dass er heute nicht Arbeiten gehen würde, er sei mit den Nerven am Ende.

Er weist jede Art von Hilfe von mir ab, möchte alles mit sich alleine ausmachen, mich nicht belasten. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, ich weiß auch nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Ihn komplett in Ruhe lassen, bis er sich selbst meldet oder auf Konfrontation gehen?

Weiß jemand einen Rat oder kennt diese Situation?
Vielen lieben Dank vorab für eine Antwort.

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10. November 2015 um 18:19

Ich würde ihn
1x pro Woche anrufen und nachfragen, ob er ok ist und ob du was für ihn tun kannst.

Wenn er sagt: "Es ist alles gut" , beendest du das Gespräch zügig mit dem Hinweis, dass du nicht stören wolltest, sondern dir Sorgen gemacht hast.

Falls er reden will, wirst du das sowieso merken.

Nimm es nicht persönlich, wenn er abweisend reagiert. Ich kenne kaum einen Mann, der sich bei einer Frau ausheulen würde.

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10. November 2015 um 20:38

Liebe dini!
Ehrlich gesagt: Ich nehme AUCH keine Hilfe an. Da müsste es mir schon sehr miserabel gehen. Und würde ich an Gott glauben, käme ich niemals auf die Idee, Ihn zu fragen, ober mir hilft. Ich würde sagen: "Sag` mir, wie ich die Karre selber aus dem Sumpf ziehe!" Ich wurde oft gefragt: "lib, können wir Dir helfen?" Ich antworte immer: "NEIN! Das schaffe ich allein!" Ich habe mir alles selber erarbeitet, hatte keine reichen Eltern und keinerlei Beziehungen, auch keinen reichen Onkel in Amerika. Mein Vorbild war immer "Wolf Larsen", das ist der vom "Seewolf." Wenn aber zu MIR wer kommt, der MEINE Hilfe braucht, bin ich da. FOREVERMORE! Das ist meine Einstellung, deshalb kann ich Deinen Freund sehr gut verstehen. "Stahltrasse" sagte es ja schon. Und ich hätte den selben Vorschlag gemacht. Verzeihung!


Alles Gute und liebe Grüße,

lib

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10. November 2015 um 21:41

Arbeitszeit
Naja von morgens halb sieben bis abends acht uhr, nennst du normal?! Okay.

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10. November 2015 um 21:45
In Antwort auf lightinblack

Liebe dini!
Ehrlich gesagt: Ich nehme AUCH keine Hilfe an. Da müsste es mir schon sehr miserabel gehen. Und würde ich an Gott glauben, käme ich niemals auf die Idee, Ihn zu fragen, ober mir hilft. Ich würde sagen: "Sag` mir, wie ich die Karre selber aus dem Sumpf ziehe!" Ich wurde oft gefragt: "lib, können wir Dir helfen?" Ich antworte immer: "NEIN! Das schaffe ich allein!" Ich habe mir alles selber erarbeitet, hatte keine reichen Eltern und keinerlei Beziehungen, auch keinen reichen Onkel in Amerika. Mein Vorbild war immer "Wolf Larsen", das ist der vom "Seewolf." Wenn aber zu MIR wer kommt, der MEINE Hilfe braucht, bin ich da. FOREVERMORE! Das ist meine Einstellung, deshalb kann ich Deinen Freund sehr gut verstehen. "Stahltrasse" sagte es ja schon. Und ich hätte den selben Vorschlag gemacht. Verzeihung!


Alles Gute und liebe Grüße,

lib

Viele Dank für eure Antworten
Ich nehm mir euren Rat zu Herzen

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11. November 2015 um 1:01

Ihn kann man verstehen
Hey Dini


Ich kenne die Situation sehr gut

Ich bin sogar aus dem Land deswegen abgehauen weil meine Nerven am Versagen waren

was mir aber gut getan hat

Dass mein Freund damals für mich eingekauft hat und wenn ich nach Hause kam entweder fand ich Tüten mit dem Essen vor der Tür oder in der Wohnung drin je nachdem wenn du Schlüssel von ihm hast

Ich habe ihn dann geben
Er hat sogar paar mal aufgeräumt

aber es ist normal man schließt sich Komplett ab

Man wird irgendwo Gedanken machen was für Sinn leben überhaupt hat und so ein scheiss

Man will nur noch alleine sein

Weil man Gefühl hat dass man nicht verstanden wird

Ich habe mich sogar von meiner Mutter distanziert obwohl wir ganz dick mit ihr sind

Von meinen Freunden auch

Ich wollte nur noch alleine sein

Es war alles schwarz


mein Freund damals hat mir sehr geholfen er war da er hat keine Fragen gestellt war nie beleidigt

es war immer guten Morgen wünsche und was wichtig keine Fragen

und gute Nacht wünsche er hat nie auf die Antwort gewartet


mit der Zeit wird man einfach die Entscheidung treffen ob er weiter machen kann oder ganz weg geht

wenn du ihn in Ruhe lässt lässt du ihn auch irgendwo ganz alleine mit dem Problem

sei da aber stell keine Fragen

wenn du ihn liebst wirst du es aushalten


Und wenn es doch nicht zwischen euch klappt wirst dir keine Vorwürfe machen dass du es nicht versucht hast


Schick ihn was lustiges sei interessant mach ihn nicht noch mehr Stress

willst du ihn helfen kaufe für ihn ein schaue dass er was isst

hast ja selber gesehen wie schlimm er aussieht also fremd geht er bestimmt nicht


sei wie Mama für ein Kind das grad schwere Phase durch macht


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11. November 2015 um 8:44

Ja, das ist häufig so...
und ja, ich kenne diese Situation. Ich habe auch keine Hilfe angenommen und bis zum völligen Zusammenbruch weiter gemacht. Danach war ich erst mal 9 Monate am Stück im Krankenhaus ^^

Hilfe annehmen... Tjaaaaaaaa, wenn man "als junger gesunder Mensch" mit einem ganz normalen Job, den man sich noch dazu selbst gewünscht hat, nicht klar kommt, dann neigt man dazu, eben die "Augen zu und durchbeissen" - Nummer zu fahren - nur dass man sich damit, wenn es tatsächlich in Richtung Burnout und / oder Depressionen geht, einfach nur noch tiefer in die Sch*** hineinreitet - und zwar mit Anlauf.

Er erzählt Dir nicht, was das Problem ist? Nun, bei Burnout / Depressionen ist es oft das Problem, dass es "das Problem" gar nicht gibt. Es ist etwas ganz normales. In diesem Falle eben ein Job, den zig andere auch machen. Den man selbst schon gemacht hat. Der gar nichts erkennbar schwieriges hat, keine 80-Stunden-Woche, keine Minen-Arbeit, die körperlich auf das Höchstmass fordert, keine anderen Höchstleistungen, kein Mobbing durch Kollegen, kein übermässiger Druck durch den Chef, nichts, was man vor sich selbst und anderen zum "Herzeigen" präsentieren könnte - und trotzdem schafft man es nicht. Wie soll man das sich selbst und anderen erklären? Wie soll man erklären, dass man sich so unendlich platt fühlt, dass die Energie teilweise nicht mehr für die eigene Körperpflege reicht (ist tatsächlich so und sowohl bei Burnout als auch bei Depressionen ein sehr häufiges Symptom!) - wenn doch da GAR NICHTS IST, was man "herzeigen" könnte als "Grund" - wenn man einfach nur einen ganz normalen Job nicht schafft?
Wir sind in unserer Gesellschaft sehr auf dieses "nicht so anstellen" und "einfach mal zusammenreissen" und "andere schaffen das doch auch" und "durchbeissen" konditioniert - wie sollte man damit um Hilfe bitten? Hilfe ist etwas für die, die besondere Not, besonders schwere Umstände bewältigen müssen - aber wenn es die nun gerade gar nicht gibt? Was dann?

Dein Freund muss zum Arzt und er muss lernen, sein Leben und seine Arbeit umzustellen.
Er hat selbst von "Burnout" gesprochen - das ist eine Krankheit und die gehört in ärztliche Behandlung. Zumindest gehört es von einem Arzt abgeklärt. Für mich passen die Symptome zu meinen Erfahrungen und zu Berichten anderer mit Burnout / Depressionen (geht oft Hand in Hand) - aber ich bin Laie, hier muss ein Arzt ran.

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11. November 2015 um 16:03
In Antwort auf zabel_12569704

Arbeitszeit
Naja von morgens halb sieben bis abends acht uhr, nennst du normal?! Okay.

....
Wie lange arbeitet er denn nun? von halb 7 bis 8 sind 13,5 h und damit 54 h an 5 Tagen... du sprachst von 44... macht einen Unterschied von 10h pro Woche

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11. November 2015 um 16:14
In Antwort auf cathain

....
Wie lange arbeitet er denn nun? von halb 7 bis 8 sind 13,5 h und damit 54 h an 5 Tagen... du sprachst von 44... macht einen Unterschied von 10h pro Woche

^^
ich arbeite von 7:30 bis 16:30, das sind aber keine 9h sondern 8, denn da ist ja noch eine Stunde Pause dabei. Mindestens 30 min (glaub ich) Pause muss man an einem Arbeitstag mit bis zu 9h machen, ab 9h sind es min. 45 min - und die zählen nicht mit in die Anzahl der Wochenstunden!

In meiner "alten" Firma war es bei vielen 1,5h Pause am Tag, weil die Mittags grundsätzlich Essen gegangen sind. - Das schwankt also von Firma zu Firma (und teilweise unter den Kollegen einer Firma) sehr stark, aber ganz sicher sind es von 6:30 - 20 Uhr KEINE 13,5h.

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11. November 2015 um 16:34
In Antwort auf avarrassterne

^^
ich arbeite von 7:30 bis 16:30, das sind aber keine 9h sondern 8, denn da ist ja noch eine Stunde Pause dabei. Mindestens 30 min (glaub ich) Pause muss man an einem Arbeitstag mit bis zu 9h machen, ab 9h sind es min. 45 min - und die zählen nicht mit in die Anzahl der Wochenstunden!

In meiner "alten" Firma war es bei vielen 1,5h Pause am Tag, weil die Mittags grundsätzlich Essen gegangen sind. - Das schwankt also von Firma zu Firma (und teilweise unter den Kollegen einer Firma) sehr stark, aber ganz sicher sind es von 6:30 - 20 Uhr KEINE 13,5h.

=)
Ich möchte dazu gar nicht sagen, wie ich arbeite... Hat mit Arbeitsrecht meist nicht viel am Hut.

Auch 11 h sind nach Arbeitsschutzgesetz ja nun einmal erstmal nicht erlaubt.
Bei 10 h wäre dann Ende. Dabei müsste er dann 1 Stunde Pause machen. Da sind wir dann aber bei 10h Arbeitszeit und 1h gesetzlich vorgeschriebener Pause.

Von 13,5h sind wir da immer noch ein Stück weit entfernt.

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11. November 2015 um 19:30
In Antwort auf cathain

....
Wie lange arbeitet er denn nun? von halb 7 bis 8 sind 13,5 h und damit 54 h an 5 Tagen... du sprachst von 44... macht einen Unterschied von 10h pro Woche

Problem?!
Ganz ehrlich, danach habe ich noch gefragt.

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11. November 2015 um 20:52
In Antwort auf zabel_12569704

Problem?!
Ganz ehrlich, danach habe ich noch gefragt.

....
Problem ist, dass man nur helfen kann, wenn man weiß, wie sich die Situation wirklich darstellt. Das was du da erzählt hast passt eben nicht 100 %....

Dazu gehört erstmal zu wissen, wie sein Pensum wirklich aussieht. a) wie lange arbeitet er, b) ists ne Teilschicht.... etc
Je nachdem wie das aussieht kann man sich nämlich Gedanken machen, ob eure Probleme an der körperlichen Überforderung (zu viele Stunden), an der Veeteilung der Stunden (Teilschichten), an psychischer Überforderung oder an irgendetwas ganz anderem liegen.

Grade wenn letzteres der Fall ist kann seine Weigerung Hilfe anzunehmen nämlich auch etwas ganz anderes bedeuten..... (Das geht von "ich will dich nicht mehr" bis hin zu einer Depression....

Also nicht gleich patzig werden......

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12. November 2015 um 17:03

Neue Nachricht
Hallo Zusammen,

Habe heute mal meine Freundin auf seiner Arbeit anrufen lassen und.... Er ist diese Woche wohl krank geschrieben, laut AG kommt er voraussichtlich erst am Montag wieder zur Arbeit. Ich deute das mal als ein gutes Zeichen?! Was meint ihr???? Vielleicht kommt er jetzt einfach mal zur Ruhe.... Ich lasse ihn auch wirklich jetzt mal für sich und geb ihm mal mindestens bis nächste Woche zeit und melde mich erst dann evtl. bei ihm. Oder wie seht ihr das?

Grüße Dini

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24. November 2015 um 12:56
In Antwort auf zabel_12569704

Neue Nachricht
Hallo Zusammen,

Habe heute mal meine Freundin auf seiner Arbeit anrufen lassen und.... Er ist diese Woche wohl krank geschrieben, laut AG kommt er voraussichtlich erst am Montag wieder zur Arbeit. Ich deute das mal als ein gutes Zeichen?! Was meint ihr???? Vielleicht kommt er jetzt einfach mal zur Ruhe.... Ich lasse ihn auch wirklich jetzt mal für sich und geb ihm mal mindestens bis nächste Woche zeit und melde mich erst dann evtl. bei ihm. Oder wie seht ihr das?

Grüße Dini

Hey Dini,
Hey Dini und wie läuft es nach der Krankschreibung? meldet er sich?

Lg,

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