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Er mag kein Kuscheln, außer beim Sex. Aber ich verhungere emotional...

1. März 2016 um 13:22

Wieder so ein Thema, ich weiß, aber ich habe viel recherchiert und einen Fall wie meinen nicht gefunden...
Wir haben uns über eine Partnervermittlung gefunden, sind beide Anf.50 und beide seit 2 Jahren geschieden.
Als wir uns kennenlernten, war mir gleich aufgefallen, daß er eher nüchtern und rational ist.
Da ja jeder über 50 schon so ein Vergangenheits-Päckchen zu tragen hat, dachte ich, das wird schon werden, wenn wir uns besser kennen.
Wir haben uns von Anfang an oft gesehen, fast täglich, wir wohnen 15km voneinander entfernt, mal fuhr ich zu ihm, mal er zu mir. Er arbeitet viel abends am PC, macht seine Auswertungen vom Tag und da hat es sich eingeschlichen, daß immer öfter ich zu ihm fuhr, weil er ja keine Zeit hatte, zu mir zu kommen.
Während dieser Anfangsphase war ich auch oft enttäuscht und regelrecht wütend, weil er mich so oft abends versetzt hat wegen seiner Arbeit, mir aber gleichzeitig erzählt hat, er sei erst kurz vor mittag zu seinen Aufträgen gefahren ( er ist selbstständig und kann selber entscheiden, wann er welche Aufträge abarbeitet). Ich bat ihn, doch früher anzufangen, damit die Abende frei sind, aber da läßt er sich nicht reinreden. Er schläft halt gerne länger, arbeitet dann bis 18/19 Uhr draußen und setzt sich danach an den PC für die Auswertungen, die am Tag darauf fertig sein müssen. Diese Art der Arbeitseinteilung nervt mich, denn er könnte bei anderer Planung um 20 Uhr fertig sein für gemeinsame Abende. So hat er mich gleich von Anfang an oft kurzfristig abends versetzt, weil er entweder arbeiten vorgab oder auch einfach sagte, er sei sehr müde, würde gerade in der Wanne liegen und heute nicht mehr das Haus verlassen. Ich könne aber gerne zu ihm kommen, aber er sei müde, würde gleich zu Bett gehen...
Ich war teils wütend, teils zutiefst enttäuscht über seine Gleichgültigkeit, hatte er denn überhaupt keine Lust, mich zu sehen?
Heute beobachte ich auch oft, daß er im Büro sitzt und Arbeit vorgibt; wenn ich aber überraschend reinkomme, spielt er mit dem Gameboy. Und ich sitze alleine im WZ vor der Glotze und langweile mich...
Darüber hatten wir auch manche Auseinandersetzung, die aber immer endete mit dem Satz:" daran wirst du dich gewöhnen müssen, ich bin halt so,"
Nach und nach fiel mir auf, daß er wenig Berührungen mag und gibt.
Intensives Küssen und Streicheln gibt es nur zum Sex, der allerdings sehr gut ist. Da ist er aufmerksam, zärtlich, immer darauf bedacht, daß ich zum Zuge komme, da ist alles Bestens. Aber mal in den Arm nehmen zwischendurch, mal ein Streicheln, ein paar Liebkosungen, Hand-in Hand-Gehen, Schmusen vor dem Fernseher, Begrüßungskuß oder ein kurzes Drücken beim Abschied - Fehlanzeige. Wir sprachen öfter darüber, davon ist er genervt. Er merkt, wie unglücklich ich darüber bin, ändert es aber nicht, bzw. sind dann seine "gezwungenen" Umarmungen entsprechend gefühllos.
Mittlerweile wohne ich seit 2 Monaten bei ihm, ich hoffte, es wird besser, wenn ich ihm vormache, was ich wünsche, ihn immer wieder mal kurz in den Arm nehme, einfach mal zwischendurch einen Kuß möchte...aber ich merke, daß es ihn nervt. Er will es nicht und handelt mich entsprechend kurz ab. Und ich bin immer entäuschter, verhungere emotional und bin es bald satt, nach Liebe betteln zu müssen. Er sagt immer nur, ich würde zu viel von ihm verlangen, er könne meine Erwartungen nicht erfüllen und ich müsse mich daran gewöhnen, daß er kein Kuscheltier sei. Danach im Bett ist wieder alles bestens...
Letzte Woche eskalierte es einmal. Ich rief von unterwegs an und erklärte, ich sei völlig durchgefroren und freute mich auf das warme Sofa vorm Kamin. Er war schon länger zu Hause . Als ich ankam, fiel mir gleich auf, daß es kalt war im Haus, der Kamin war nicht an, das hatte ich natürlich erwartet...ich suchte ihn und fand ihn in der heißen Wanne liegend. Auf meine Frage, warum er denn den Ofen nicht eingeheizt hat, kam ein genervtes:" ich war zu faul."
Wortlos ging ich. Als er dann später im Raum erschien, hatte sich meine Laune schon wieder beruhigt, aber er griff das Thema auf, war sehr aufgebracht und wütend, ob er denn mein Bediensteter sei, der den Ofen einzuheizen habe und er sei nicht einer meiner Exmänner, die wohl auf meinen Pfiff gesprungen seien. Das solle ich mir gleich abschminken, er wolle mich nicht verlieren, aber wenn so etwas wie heute noch einmal passiere, wäre es besser, ich suchte mir eine eigene Wohnung.
Dieses Gespräch mit der Drohung und der Tatsache, ich sitze eigentlich auf einer Abschußrampe, wenn ich zuviel sage, steht nun bei mir im Raum. Ein Scheißgefühl.

Aber im Zusammenleben ist er ein guter Partner, er beteiligt sich im Haushalt, nimmt mir alle schweren Arbeiten wie Holzholen, Müll rausbringen, und vieles mehr ganz selbstverständlich ab, hiflt mir immer, wo er kann. Ist sehr zuverlässig und ein guter Zuhörer.
Er ruft mehrmals an, fragt nach meinem Befinden, kauft ein, wenn was fehlt...das alles ist perfekt.
Aber die Sache mit dem Gefühl ist für mich ein dicker Kloß.....

Noch eine Sache liegt mir auf dem Herzen:
Seine Exfrau hat nie gearbeitet, 2 Kinder mit in die Ehe gebracht und ihm eine Tochter geboren. Nie brauchte sie etwas bezahlen, sie hatte ja keinen Verdienst., brauchte nicht arbeiten gehen, weil er gut verdient.
Er hat 14 Jahre lang die beiden fremden Kinder ohne Murren mit großgezogen.
Als er mich fragte, ob ich zu ihm ziehen möchte, hatte ich schon vorausgesetzt, daß ich dort außer den üblichen Haushaltkosten nichts zahlen muß...
Aber kaum wohnte ich im Haus, sprach er das Thema Miete an und fand 400 Euro für angebracht....
Ich bin auch selbstständig und verdiene nicht schlecht, aber mich traf es wie ein Faustschlag. Nicht, weil ich die 400 Euro nicht habe, sondern irgendwie traf es mich, daß seine Ex mit ihrer ganzen Horde einen Himmel auf Erden hatte und ich muß zahlen...auch wenn wir Ausgehen, erwartet er zumindest jedes 2.Mal, daß ich zahle.
Wenn ich Dinge für den Haushalt gekauft habe ( Einrichtungsgegnstände) hat er aber nie gefragt, ob ich das Geld zurück haben will.
Letzte Woche eine Party, seine Geburtstagsfeier ,gleichzeitig für mich eine Willkommensparty...er hat 22 Freunde eingeladen, ich ein Paar. Am Ende der Feier sprach ich die Rechnung an; er erwartet, daß ich mich angemessen beteilige.....
Wieder war in sprachlos. Es fühlt sich für mich nicht nach Liebe an von seiner Seite.....
Oder sehe ich das so verkehrt?

Ich liege oft Nächte durch wach und grübele, ob ich ihm Unrecht tu und zu viel verlange oder ob es verspielte Zeit ist und ich einfach nicht den richtigen Mann an meiner Seite habe....

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1. März 2016 um 14:17

Ich würde dir raten,
dir wieder eine eigene Wohnung zu suchen.

Das würde viel von dem Druck und den Streitereien herausnehmen, die ihr jetzt habt.

Ihr seid beide reife Personen mit ganz eigenen Eigenschaften und könnt euch nur schwer aufeinander einstellen.

In deiner eigenen Wohnung wirst du nicht untergebuttert und jeder kann leben nach seiner Facon.

Und wenn ihr Zeit und Lust habt, trefft ihr euch.

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