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Er liebt mich noch und leidet - aber er hat Angst...

23. September 2008 um 20:50 Letzte Antwort: 24. September 2008 um 12:08

Ich hatte mich von meinem Mann getrennt - seinetwegen! -, wir beide hatten/haben das Gefühl "die Liebe unseres Lebens" gefunden zu haben. Vor 4 Wochen hat er Schluss gemacht, weil er nicht mehr konnte. Mehrfach hatte ich meine Taschen wieder gepackt, war auch 2 x zu meinem Mann zurückgegangen, war dann zuletzt in einer stationären Therapie wegen depressiver Anpassungsstörungen - er wollte auf mich warten, weil ich es für uns tun wollte, ich wollte einfach mit meinem "alten Leben" abschließen und konnte es irgendwie nicht. Klar waren da noch Gefühle für meinen Mann, aber überwiegend waren es die Erinnerungen, die mich nicht zur Ruhe kommen ließen und die Schuldgefühle. 2 Wochen vor Therapieende meinte mein Freund, er muss jetzt eine Entscheidung fällen - er kann nicht mehr und es wäre in ihm vieles kaputt gegangen. Seitdem leide ich! Noch niemals im Leben ging es mir so besch****!!! Mittlerweile habe ich mir eine eigene Wohnung genommen, er half mir beim Umzug und Möbelkauf, will mir als Freund zur Seite stehen - aber ich will mehr!!! Ich will ihn und er lässt einfach nicht gelten, dass es mir JETZT möglich ist. Er hat sogar schon eine Woche nach der Trennung eine alte Jugendliebe wiedergetroffen und ist momentan auch gerade bei ihr! Mir dreht sich fast der Magen rum bei dem Gedanken; ich weiß, dass er mich noch immer liebt, aber er lässt mich nicht mehr an sich heran, er sagt, er hätte immer Angst, dass alleswieder von vorne losgeht, das Vertrauen wäre weg. Ich soll ihm nichts mehr beweisen, dazu wäre es zu spät, ich soll mein Leben leben - und wenn er mich 1000x noch lieben würde und wüsste, dass es die große Liebe ist, wir haben so vielen Menschen so sehr weh getan in den letzten Monaten, er geht zur Not über seine eigene Leiche, damit das nicht nochmal passiert! Ich habe ihn letzten Freitag und auch heute bei einem Treffen so sehr bedrängt, dass ich ihn geküsst habe - er hat widerwillig "mitgemacht", aber will eben nur noch Freundschaft und er sagt, es gäbe keine Chance mehr, dazu hatten wir zu viele und er hätte schon viel früher das Handtuch werfen sollen. Ich brauche ihn doch aber so sehr!!! Er meinte, wenn ich ihn weiterhin bedränge, dann erreiche ich damit nur, dass er irgendwann gänzlich aus meinem Leben verschwunden ist.
Gibt es nicht doch noch eine Chance, das Vertrauen wieder zu erwecken und ihm damit die angst vor einerWiederholung zu nehmen? Ich bin jetzt - leider erst als er Schluss machte - wirklich aufgewacht, weiß, was ich will und kann. Es helfen keine Beteuerungen und Liebesschwüre, das weiß er alles und hat nie daran gezweifelt, es tut ihm leid, aber er kann und will nicht. Bitte helft mir! Kann ich irgendwas tun, damit er mir vertraut???

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24. September 2008 um 12:08

Hallo
deine geschichte kommt mir so bekannt vor. ich denke du kannst nichts mehr machen. ich bin auch erst jetzt als es viel zu spät war -wach geworden- aber ich glaube der bogen ist überspannt. das was du schreibst, dass vieles in ihm kaputt gegangen ist-das habe ich auch von ihm so erfahren. ich habe mich auch seinetwegen von meinem langjährigen freund getrennt weil ich soetwas wie mit ihm noch nie erlebt habe und wusste, dass ist er - aber irgendwie hab ich das alles nicht wirklich auf die reihe bekommen und ihn oft verletzt mit meinen aktionen, die aber nie bewusst gegen ihn waren, es war meine art und weise mit dingen umzugehen um nicht nachdenken zu müssen. ich dachte sogar eine zeit, dass ich meinen ex-freund zurück haben wollte, aber erst, nachdem ich erfuhr das es eine andere gibt. als es damals zu klappen schien und er wieder interesse zeigte, wusste ich, dass ich eigentlich gar nicht wollte aber die schuldgefühle waren bei mir auch ihm gegenüber. aber gefühlsmässig ging es absolut nicht und so konnte ich mich dann auf meine neue liebe einlassen - aber ich habe ihn oft verletzt und konnte das nicht richtig verstehen das er so reagiert-bis er dann anfing, mich mit meinen eigenen aktionen, die ihn oft verletzt haben, zu konfrontieren. er tat das was ich getan habe und ich hab gemerkt, wie weh mir das tat. aber ich war so blöd und hab das nie lang bewusst in mir gehabt und weiter gemacht, obwohl es nicht der sinn sein sollte, den er immer vermutete.
ich weiss das ich ihn verletzt habe und das ist jetzt meine quittung. "selbst schuld" hat er mir gesagt...aber das weiss ich auch.
so blöde es ist und klingt, aber du kannst wirklich absolut gar nichts machen-sondern versuchen zu verstehen wie er sich fühlt und versuchen zu fühlen wie du dich fühlen würdest wenn er das bei dir gemacht hätte, du also das erfahren musstest, was er von dir erfahren musste. dann frag dich wie du an seiner stelle denken und fühlen würdest. ich weiss, ich kann ihm nichts vorwerfen auch wenn ich immer gern die schuld abgewälzt habe aber das war ein unüberlegtes oberflächliches gerede von mir. ich weiss jetzt aber, er hat nichts getan was ich nicht nachvollziehen kann und nicht selbst so getan hätte und ich muss gestehen, ich habe genau das selbe, was er jetzt mit mir gemacht hat, auch einmal in meiner vorigen beziehung gemacht - weil es mir immer vorgeworfen wurde - immer und immer wieder und ich bis dahin absolut nichts gemacht habe, aber als der zufall es wollte, habe ich genau das gemacht-nur in absolut entschärfter form, aber ich wusste, jetzt kann er mir dies unterstellen und sogar zu recht. aber er hat es nie erfahren, dass aber war bei meinem vorigen langjährigen freund.

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