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Er lässt mich ständig hängen

17. Oktober 2010 um 22:19

Hallöchen ihr Lieben!

Muss jetzt echt mal meinen Frust rauslassen. Mein Freund und ich leben zusammen, haben einen 5 Wochen alten Sohn. Eigentlich ein Wunschkind...ABER er will oder kann keine Verantwortung übernehmen. Er versteht einfach nicht, dass es mit ein bisschen Knuddeln und Rumalbern nicht getan ist.
Windeln wechseln: Macht er selten! Und eigentlich auch nur dann, wenn ich ihn eindringlich darum bitte und mein Ton schon etwas schärfer wird. Füttern: Gleiches Thema, von alleine passiert nix. Nachts aufstehen: Pustekuchen! Unter der Woche schonmal gar nicht und am Wochenende nur widerwillig. Heute Mittag sollte er um 12 Uhr aufstehen, da sagt er kackenfrech: "Ja, selbst Schuld, dass ich so lange schlafe! Ich MUSSTE ja für den Kleinen aufstehen!" Ähm...hallo????
Ich habe ihm schon merhmals in einer ruhigen Minute gesagt, dass ich mehr Unterstützung brauche, dass der Kleine nicht MEIN, sondern UNSER Kind ist und dass auch er sich kümmern muss und Pflichten hat. Jedes Mal verspricht er mir, dass es sich ändert. Aber es passiert nichts, rein gar nichts.
Ständig kommt auch der Spruch: "Du musst geduldiger sein!", wenn der Kleine stundenlang plärrt, sich nicht beruhigen lässt und ich ihn dann mal 10 Minuten im Bett schreien lasse, weil ich einen Kaffee und 'ne kleine Pause brauche, um mich selbst wieder zu beruhigen. Das sagt ER mir? Er versteht doch gar nicht, wie nervenzerreißend sowas sein kann, er ist ja ständig nicht da. Statt pünktlich Feierabend zu machen, schiebt er jeden Tag Überstunden. Angeblich, um mehr Geld zu haben...
Ich weiß nicht weiter, ich bin traurig, sauer, verzweifelt. Ich kann nicht mal alleine etwas machen, weil ich Angst haben muss, dass wenn ich wieder komme, die Windel überläuft und keine Milch fertig ist. Mir wächst langsam alles über den Kopf, zweifel' teilweise schon daran, ob ich dem Kleinen eine gute Mutter sein kann, wo ich so überfordert bin mit der ganzen Situation. Ich fühle mich, als hätte ich zwei Kinder zu versorgen.
Dazu kommt, dass wir eigentlich eine Aufteilung im Haushalt haben...er Küche, Garten und Einfahrt, ich den Rest. Auch darum muss ich ihn aber bitten, sonst passiert nix. Die Küche mag ich schon gar nicht mehr betreten, weil überall Geschirr steht, aber ich kann doch weiß Gott nicht ALLES alleine machen... Ich weiß nicht weiter...was soll ich denn tun? Die Gespräche fruchten ja irgendwie alle nicht! Dabei hab ich es ihm in Ruhe erklärt, hab ihn angeschrien, habe ihm einen Brief geschrieben...aber egal, wie ich es angehe, er versteht es scheinbar nicht...

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17. Oktober 2010 um 23:03


Was bitte hat das mit armes Ding zu tun??? Stimmt, er geht arbeiten, stimmt, er bringt derzeit das Geld nach Hause. Aber ist das etwa ein Grund dafür, die anderen Pflichten außer Acht zu lassen und sich auf gut deutsch den Arsch platt zu sitzen? Soll ich ihm jetzt den Kopf dafür streicheln, dass er zuhause keinen Handstrich tut und mich mit sämtlicher Verantwortung alleine lässt?

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17. Oktober 2010 um 23:10


Dass er unter der Woche nachts nicht aufstehen möchte, kann ich völlig nachvollziehen, da sage ich im Endeffekt auch nichts gegen. Mich stört es aber, dass er sich auch am Wochenende völlig dagegen wehrt. Wozu man noch sagen muss, dass ich ihn darum bat, lediglich 1mal die Nacht aufzustehen und um die Uhrzeiten, wenn der Kleine das erste Mal schreit, ist er meistens sogar noch wach und hält es trotzdem nicht für nötig.
Klassische Rollenverteilung? Leben wir hier im Mittelalter oder was? Wo steht geschrieben, Mann geht arbeiten, der restliche Scheiß ist Frauensache??? Ich würde auch gerne schnellstmöglich wieder arbeiten gehen (meine Arbeitszeit würde sogar so fallen, dass mein Freund in der Zeit zuhause wäre), nur jetzt sag du mir mal bitte, wie das funktionieren soll.

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17. Oktober 2010 um 23:12
In Antwort auf rachel_12045511


Was bitte hat das mit armes Ding zu tun??? Stimmt, er geht arbeiten, stimmt, er bringt derzeit das Geld nach Hause. Aber ist das etwa ein Grund dafür, die anderen Pflichten außer Acht zu lassen und sich auf gut deutsch den Arsch platt zu sitzen? Soll ich ihm jetzt den Kopf dafür streicheln, dass er zuhause keinen Handstrich tut und mich mit sämtlicher Verantwortung alleine lässt?


das er keine verantwortung trägt kann man nicht behaupten. denn miete, essen, kleidung ect. wird schließlich von dem geld bezahlt was er verdient. das sind auch pflichten für eine family denen er nachkommt. du bist zuhause mit dem kind und kannst dir deine arbeit einteilen. so trägt jeder seinen teil der verantwortung.

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17. Oktober 2010 um 23:27

Nein,
Ich möchte tatsächlich kein Mitleid und möchte auch nicht hören, wie schwer ich es habe oder so'n Müll. Ich warte eher auf möglichst sinnvolle Ratschläge, wie ich ihm endlich näherbringen kann, dass es UNSER Kind ist und genau dieses mehr braucht als 15 Minuten kuscheln am Tag. Denn ich frage mich derzeit ziemlich ernsthaft, wieso so viele Väter Zeit für ihre Kinder aufbringen können trotz Arbeit und wieso sie voll in die Pflege und Erziehung integriert werden wollen und wieso mein Freund eben dieses derzeit nicht schafft. Woher soll ich's auch wissen, wenn er sich nich auskotzt? Klar, jemand anderes weiß auch nicht, was bei ihm los ist, aber manche Mütter haben vllt. ähnliche Erfahrungen gemacht und irgendwann Erfolg bei ihren Männern gehabt...aber was erzähle ich dir das denn? Du bist alleinerziehend...

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17. Oktober 2010 um 23:43

Erstmal Herzlichen Glückwunsch
zum Nachwuchs!

Die Geburt ist ja noch nicht so lange her und da komm ich auch schon auf den eigentlichen Punkt.
Wie alt sagtest du, ist dein Sohn? 5 Wochen?
Hätte das oben nicht gestanden, hätte ich gedacht, dein Sohn ist mindestens 1 Jahr alt. Dein Text liest sich, als sei da der Frust und die Wut von mehr als einem Jahr drin.

Ganz ehrlich? Was erwartest du denn nach so kurzer Zeit? Das du ausm Krankenhaus kommst und alles läuft perfekt?
Ein Baby bringt eine große Veränderung mit sich. Es verändert dich, deinen Freund und euer gemeinsames Leben!

Du sprichst nur davon, was dein Freund alles falsch macht? Hast du auch mal versucht, den Fehler bei dir zu finden?

Du bist doch nur frustrierst, weil du gefühlte 1000 Stunden allein mit dem Kind bist und wenn dein Freund dann in den wenigen Stunden da ist und nicht das macht, was du gern hättest, was er machen soll, meckerst du gleich und kommandierst ihn rum.
Ich kann mir schon vorstellen, warum dein Freund nichts "freiwillig" macht. Du lässt ihn bestimmt nicht mal die Gelegenheit oder? Sondern stehst praktisch mit der Stoppuhr hinter ihm.

Dein Freund ist bestimmt ähnlich überfordert mit der Situation wie du, ich glaube, das geht allen Eltern in den ersten Wochen so, aber ihn immer nur anzumeckern, ist da echt der falsche Weg.
Vielleicht hat er ja auch Angst beim Baby was falsch zu machen, schließlich hast du ihm die "1000" Baby-Erfahrungs-Stunden voraus. Darüber schon mal nach gedacht?

Ich kopier mal kurz ein Satz, den du geschrieben hast, denn ich glaube, das ist die Lösung für dein Problem:
Ständig kommt auch der Spruch: "Du musst geduldiger sein!",

Diesen Rat würde ich dir auch geben, sonst musst du womöglich demnächst die Küche, Garten und Einfahrt auch mit sauber halten, weil du mit deinem jetzigen Verhalten dein Freund zur Flucht treibst.

Damit das nicht passiert, solltest du vielleicht mal einen babyfreien Abend organisieren (Großeltern gibts doch oder?), wo du und dein Freund dann mal in Ruhe über die ganze Situation reden könnt.

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18. Oktober 2010 um 6:39

Hä?
Was kann sie dafür, dass du eine alleinerziehende, arbeitende Mutter bist?

Ich finde den Ratschlag gut, dass ihr vielleicht mal Oma oder so einspannt! Ist das möglich?? Ansonsten finde ich schon, dass ein Mann nach 5 Wochen sehr wohl mithelfen kann! Bin ich froh, dass meiner das damals alles gern und freiwillig gemacht hat! Er hat gesehen wie kaputt ich war und wir haben uns die Nächte aufgeteilt!!!! Du bist jetzt noch von der Geburt und allem durcheinander!!! Bewahre Ruhe und rede mit ihm! Rede normal mit ihm ohne ihn anzumeckern!

Alles Gute!!!

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18. Oktober 2010 um 7:01
In Antwort auf rachel_12045511

Nein,
Ich möchte tatsächlich kein Mitleid und möchte auch nicht hören, wie schwer ich es habe oder so'n Müll. Ich warte eher auf möglichst sinnvolle Ratschläge, wie ich ihm endlich näherbringen kann, dass es UNSER Kind ist und genau dieses mehr braucht als 15 Minuten kuscheln am Tag. Denn ich frage mich derzeit ziemlich ernsthaft, wieso so viele Väter Zeit für ihre Kinder aufbringen können trotz Arbeit und wieso sie voll in die Pflege und Erziehung integriert werden wollen und wieso mein Freund eben dieses derzeit nicht schafft. Woher soll ich's auch wissen, wenn er sich nich auskotzt? Klar, jemand anderes weiß auch nicht, was bei ihm los ist, aber manche Mütter haben vllt. ähnliche Erfahrungen gemacht und irgendwann Erfolg bei ihren Männern gehabt...aber was erzähle ich dir das denn? Du bist alleinerziehend...

Stell ihn...
... vor vollendete Tatsachen!

Zum Beispiel, indem Du ankündigst, ihn einen Tag in der Woche mit dem Kind allein zu lassen, weil Du Dich mit ner Freundin triffst, weil Du einfach mal was anderes sehen musst als volle Windeln und ne dreckige Küche den ganzen Tag. Und das dann auch bitte durchziehen, ohne ihn alle fünf Minuten anzurufen, ob alles in Ordnung ist zu Hause und auch wenns schwerfällt, ihn mit dem Kind alleine zu lassen - aber wie hast Du selbst festgestellt: Es ist auch SEIN Kind und er hat sich darum zu kümmern!

Das kann er dann mal einen ganzen Abend lang tun und merkt hoffentlich, was für eine Verantwortung das ist und was Du DEN GANZEN TAG auszuhalten hast... Ich denke, das ist ihm bislang nicht klar - eben weil Du ja immer da bist, wenn er was mit dem Baby "unternimmt" und er es somit wunderbar von einer Minute zur anderen an Dich abgeben kann.

LG

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