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Er ist unzufrieden und überfordert mich sich und seinem Leben und stösst mich von sich

17. Dezember 2018 um 12:54

Hallo liebe Community,

mein Problem betrifft in erster Linie meinen Partner, mit dem ich seit ca. 9 Monaten eine On-Off Beziehung führe.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in der Beziehung einzufinden, weil ich zuvor lange alleine war und ich ein Mensch bin, der eine gewisse Zeit benötigt, um sich zu öffnen, Vertrauen zu fassen etc.
Er war in diesen ersten 1-2 Monaten sehr bemüht, hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen, seinen Urlaub nach meinem ausgerichtet und von der Zukunft gesprochen.
Nachdem ich auch so weit war, an einer gemeinsamen Idee vom Leben zu arbeiten, hat er sich nach und nach immer mehr verändert. Er ist oft genervt und gestresst, hält Termine nicht ein und vergisst oder überhört Dinge.
Mehrfach hat er sich getrennt, ist -mal auf eigenen Wunsch, mal auf meinen Hin- zurückgekommen.
In vielen sehr anstrengenden Gesprächen habe ich herausgefunden, dass er es als Kind nicht leicht hatte; seine Mitschüler haben sich über ihn lustig gemacht und ihn auch ausgegrenzt, zudem empfinde ich die Beziehung zu seinen Eltern als sehr distanziert und eher auf materiellen Reichttum als auf Geborgenheit ausgelegt.
Anfangs hat er mir immer erzählt, dass er sich freut, in mir endlich eine Schulter zum Anlehnen gefunden zu haben, aber wirklich an ihn ran kam ich nie.
Mitte Oktober haben wir uns dann zuletzt getrennt, auf seinen Wunsch hin.
Nachdem ich drei Wochen durch die Hölle gegangen bin und mich tatsächlich langsam wieder gefunden hatte, hat er sich gemeldet und wir haben uns seitdem häufig gesehen, übernachtet und viel unternommen. Es gab keinen Streit und sehr viele schöne Momente, und doch sagt er, er kann sich nicht dazu durchringen, eine Beziehung zu führen, da er mir immer wehtun und mich nur verletzen würde.
Seine letze Aussage ist, dass er sich so fühlt, als könne er es keinem recht machen. Mir scheint, er mutet sich auf der Arbeit und auch privat zu viel zu, lässt sich sogar vom Bofrost-Menschen in die Ecke drängen, ist bemüht, Bestellungen für ihn pünktlich abzugeben etc.
Er wechselt in seinen Aussagen immer zwischen "ich kann nicht, weil ich dir wehtue" und "mir ist alles zu viel"...
Ich empfinde mich als sehr verständnisvoll und auch er sagt, dass noch nie eine Frau so viel positives für ihn getan und sich so bemüht hat.
Er hat absolut keine Selbstwahrnehmung und sieht an sich nur das Schlechteste, ist unzufrieden und abgehetzt und ich vermute stark, dass hier ein psachologe helfen sollte. Das weiß er auch und gelegtnlich hat er auch die idee, sich Hilfe zu suchen, aber bevor es dazu kommt, trennt er sich lieber mal wieder.
Unabhängig davon, dass ich weiß, dass diese Beziehung Gift für mich ist, möchte ich Euren Rat, wie ich ihm als Freundin -nicht mal vordergründig als Partnerin- helfen kann.
Mit Lob, Bestätigung und vielen Hinweisen, wie toll er ist, habe ich es bereits versucht. Er kann das nicht annehmen.
Auch mit Problemen befasst er sich nicht, sondern lenkt sich eher ab; ich denke auch, dass der berg an Verpflichtungen, der ihn zwar sehr überfordert, gewollt ist, um vor lauter Stress keine Möglichkeit zu haben, nachzudenken.
Habt ihr ein paar ideen?

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18. Dezember 2018 um 9:43

Ja Versuch dich mit nem anderen Typen abzulenken auch wenn sich das jetzt blöd anhört

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18. Dezember 2018 um 9:52

Mir gehts halt nicht mal um mich, sondern vielmehr um ihn.

Dass er will, aber nicht kann und sich das nicht ändern wird, ist klar.

Aber was wird aus ihm? Er scheint dieses Muster seit vielen Jahren in allen Beziehungen immer wieder durchzuziehen..

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18. Dezember 2018 um 10:31
In Antwort auf kleines90

Mir gehts halt nicht mal um mich, sondern vielmehr um ihn.

Dass er will, aber nicht kann und sich das nicht ändern wird, ist klar.

Aber was wird aus ihm? Er scheint dieses Muster seit vielen Jahren in allen Beziehungen immer wieder durchzuziehen..

es ist seine Entscheidung, ob er da etwas tun möchte oder nicht, nicht Deine.

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18. Dezember 2018 um 10:42
In Antwort auf kleines90

Mir gehts halt nicht mal um mich, sondern vielmehr um ihn.

Dass er will, aber nicht kann und sich das nicht ändern wird, ist klar.

Aber was wird aus ihm? Er scheint dieses Muster seit vielen Jahren in allen Beziehungen immer wieder durchzuziehen..

Hast du schon versucht ihn zu verführen?

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18. Dezember 2018 um 11:37
In Antwort auf kleines90

Mir gehts halt nicht mal um mich, sondern vielmehr um ihn.

Dass er will, aber nicht kann und sich das nicht ändern wird, ist klar.

Aber was wird aus ihm? Er scheint dieses Muster seit vielen Jahren in allen Beziehungen immer wieder durchzuziehen..

Du bist am Helfersyndrom erkrankt. Und kämpfst als Empath im jemanden, der sich nicht helfen lassen will, sondern seine Bestätigung lieber daraus bezieht, andere- Dich! - zu verletzen.

Daher kann mein Rat an Dich nur lauten, Dein Augenmerk mal auf DICH zu lenken. Nimm ihn doch bitte endlich mal beim Wort: Er tut Dir nicht gut. 

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18. Dezember 2018 um 12:16

Danke für Deinen Rat.

Ich habe mich schon bewusst zurückgezogen und grenze mich auf der Beziehungsebene auch ab.

Ich denke nicht, dass er all' das absichtlich macht, sondern einfach wirklich nicht mit sich selbst klarkommt und dann immer um sich tritt. Sich Hilfe suchen möchte, und es dann doch nicht kann.

Unabhängig von Helfersyndromen oder Ähnlichem ist er mir einfach wichtig und ich würde ihm gerne in irgendeiner Form helfen können..

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18. Dezember 2018 um 12:50
In Antwort auf kleines90

Danke für Deinen Rat.

Ich habe mich schon bewusst zurückgezogen und grenze mich auf der Beziehungsebene auch ab.

Ich denke nicht, dass er all' das absichtlich macht, sondern einfach wirklich nicht mit sich selbst klarkommt und dann immer um sich tritt. Sich Hilfe suchen möchte, und es dann doch nicht kann.

Unabhängig von Helfersyndromen oder Ähnlichem ist er mir einfach wichtig und ich würde ihm gerne in irgendeiner Form helfen können..

kannst Du aber nicht. Solltest Du auch nicht.

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18. Dezember 2018 um 13:04

also loslassen und ihn seinem Schicksal überlassen?

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18. Dezember 2018 um 13:07
In Antwort auf kleines90

also loslassen und ihn seinem Schicksal überlassen?

Er ist ein erwachsener Mann, sprich ihm das nicht ab und lass ihn.

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18. Dezember 2018 um 13:12

Ja erwachsen ist immer relativ

Manchmal kommt er mir wie ein Kind in der großen weiten Welt vor, alleine gelassen und einfach überfordert.

Ich habe mich gestern dazu entschieden, ihm eine lange Email zu schreiben, in der ich ihm ganz klar mitgeteilt habe, dass er Probleme hat, die er um seiner selbst Willen in den Griff bekommen sollte.
Ich habe darin auch geschrieben, dass ich da sein werde, aber aktiv nichts mehr unternehmen werde, um ihm nah zu sein, zu kommen oder zu helfen.
Wenn er Rückhalt braucht auf seinem Weg, wird er diesen von mir bekommen, aber das ständige Nachlaufen und um jemanden zu kämpfen, der das nur als Bedrängung empfindet, macht auf Dauer dann doch nicht glücklich

Bislang hat er sich nicht gemeldet und ich rechne auch erst in einiger Zeit damit, wenn überhaupt.
Zuletzt hat er davon gesprochen, sich gar nicht mehr zu melden, um mich nicht erneut zu belasten, aber dann ist das eben so.

Ich hab die Kraft nicht, gegen eine Krankheit (oder was auch immer das ist) und ihn zu kämpfen. Wenn er nicht möchte, akzeptiere ich das..

Auch, wenn es mir um ihn als Mensch wirklich sehr leidtut.

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18. Dezember 2018 um 13:27

du bist leider nur eine Affäre... mehr nicht.  mal gut genug... mal in die Ecke gestellt

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18. Dezember 2018 um 13:38
In Antwort auf kleines90

also loslassen und ihn seinem Schicksal überlassen?

ja. Es ist SEIN Schicksal, darüber bestimmt ER. Nicht Du. Alles andere wird definitiv häßlich. Für euch BEIDE!

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18. Dezember 2018 um 14:07

..also ich kanns bald nicht mehr lesen, wie viele Partner auf einmal eine achsoschlechte Kindheitserfahrung gemacht haben, so dass sie als Partner hilflos und Beziehungs resistend werden mussten.

Haben die Leute eigentlich zunehmend mehr einen ''an der Klatsche'' ? Oder warum muss immer an allem, was man nicht haben kann, eine böse Kindheitserfahrung kleben?

Ich stelle jetzt hier mal einfach nur die Behauptung auf - das Gegenteil ist der Fall - es wurde in der Kindheit vielen Kindern alles aus der Hand genommen, so dass sie sich nur noch bedienen lassen brauchten - die Quittung dafür wird erst jetzt deutlich erkennbar.

Das Leben scheint aber nur so als ob es ein reiner Selbstbedienungsladen sei.
Je nach Aufwandt des Einzelnen, bekommt er mit etwas Glück, annähernd das, was er wollte - und auf jeden Fall immer das, was er braucht
 

Cindy mag wohl keine Bescheidenheit und will ihren Prinzen erst noch backen - wen sollte es da noch wundern, dass der Königssohn es auch lieber bequem haben will ?
 

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18. Dezember 2018 um 14:11

Ihr seid härter mit ihm, als ich es bin

Aber gut, Botschaft ist angekommen. Eigenes Leben leben, ihn seins vermasseln lassen

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18. Dezember 2018 um 14:31
In Antwort auf kleines90

Ihr seid härter mit ihm, als ich es bin

Aber gut, Botschaft ist angekommen. Eigenes Leben leben, ihn seins vermasseln lassen

ganz genau - das Vermasseln schafft er auch ohne weibliche Gesellschaft oder sollte ich besser sagen - ohne weiblichen ''Vormund''

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18. Dezember 2018 um 15:05

Lieb, dass ihr euch solche Gedanken macht.

Ich will keineswegs als Vormund agieren, sondern im .. sagen wir mal .. helfen, Strukturen zu finden.
Wo fange ich an, wo kann ich nein sagen, was sollte man erledigen, wann sind Auszeiten nötig? So "Normale" Dinge, die Menschen, die mit Bewusstsein und Achtsamkeit durch Leben gehen einfach kennen und auch nutzen.
Ich beispielsweise schaffe mir reglmäßige Auszeiten, schöne Momente, Highlights und weiß, dass ich durchaus auch mal "nein" sagen kann, ohne Menschen zu kränken. Einfach, um mich selbst zu schützen.
Er hat eine Selbstwahrnehmung, die ihm das scheinbar alles nicht erlaubt.
Er zieht sich vor mir zurück, weil ich ihm dies aufzeige, bittet aber dann doch wieder um Hilfe. Gefühlt ist er verloren und findet keinen Ausweg.. ich denke / dachte einfach, ihn an die Hand zu nehmen, sofern er das möchte, und ihm zur Selbsthilfe zu helfen bzw. ihm Möglichkeiten aufzuzeigen, könnte ne ganz gute Idee sein.
Ich bin niemand, der Menschen aufgibt, weil es schwierig wird, allerdings -besonders im Bezug auf ihn- auch niemand mehr, der sich bemüht, wenn dies nicht gewünscht ist..

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18. Dezember 2018 um 15:06
In Antwort auf kleines90

Ihr seid härter mit ihm, als ich es bin

Aber gut, Botschaft ist angekommen. Eigenes Leben leben, ihn seins vermasseln lassen

Wer sagt denn das er es ohne dich vermasselt? Vll wacht er ja irgendwann mal auf und holt dich professionelle Hilfe.

Als Partner taugt er akuell nicht, auch wenn das gerade gemein klingt ... nur dieses ständige "On-Off" nimmt auch dir jede Sicherheit mit ihm. Du kannst dir ja nie sicher sein ob er morgen nicht weg ist, musst immer vorsichtig sein was du machst und sagst... das ist doch keine Partnerschaft.

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18. Dezember 2018 um 15:07

*sich

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18. Dezember 2018 um 15:09

Hallo Florence,

ja, als Partner ist er derzeit eine Zumutung. Darin liegt auch nicht meine Hoffnung- wer eine Familie etc. möchte wie ich, plant doch eher mit Menschen, die Beständigkeit vermitteln, die länger als eine Werbepause dauert..
Ich kenne kaum Teenies, die sich so oft umentscheiden, wie er..

Ich sehe ihn derzeit einfach als Person, die es nicht leicht hat und es sich noch schwerer macht, einfach, weil er sich als so wertlos ansieht etc.
Da kommen einfach viele Punkte bei ihm zusammen.

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