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Er ist nicht mehr glücklich.

13. November 2018 um 9:18

Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte einfach mal einen Rat von außen, und wäre für jede Meinung dankbar. Lang, sorry!
Mein Freund und ich haben momentan ein Tief in unserer Beziehung.
Wir sind seid sechs Monaten ein Paar, war wie Liebe auf den ersten Blick, und sind nach wahnsinnig kurzer Zeit zusammen gekommen - somit kenne ich ihn so gesehen erst seit 7 Monaten. Dazu kommt, dass er 500km entfernt wohnt, trotzdem kam es in sechs Monaten Beziehung nur ein Mal vor, dass wir uns am Wochenende nicht gesehen haben. Die ersten Monate haben wir somit eine Wochenendbeziehung geführt, er ist mein erster Freund, und auch wenn ich mich nur für die eine Woche verabschiedet habe war es jedes Mal schrecklich, weil ich ihn in der Woche auch gerne um mich hätte.
Unsere Beziehung war von Anfang an wahnsinnig leidenschaftlich, wir haben uns auch gegenseitig Liebesbriefe geschrieben, (sorry kitschig!) und wir konnten stundenlang kuscheln. Nirgenwo fühle ich mich so geborgen und sicher wie bei meinem Freund. Jedes Wochenende hat einer von uns beiden fünf Stunden Fahrt hin und wieder fünf Stunden zurück auf sich genommen um den anderen zu sehen.
Er sagte er mir er sei noch nie so verliebt gewesen, wir hatten ähnliche Zukunftspläne und wollten nächstes Jahr zusammen ins Ausland.
Da ich erst meinen Jahresurlaub ab September nehmen konnte, hatte ich ab da sehr viel Urlaub.
Alleine im Oktober/November: zwei Wochen frei, eine Woche gearbeitet und dann wieder zwei Wochen frei, die ich am Stück bei ihm verbrachte. Er musste teilweise arbeiten, so war ich tagsüber unterwegs und habe ihn dann abgeholt. Unser erster gemeinsamer Urlaub war so schön, auch der zweite. Generell haben wir viel unternommen, ständig weg, München, Straßburg, Bodensee, Tübingen... um nur ein paar zu nennen. Jetzt denke ich: vielleicht war auch das ZU viel, und wir hätten mehr „langweilige Zeit“ verbringen müssen.
Also wir waren sehr sehr viel zusammen im letzten Monat... und irgendwann lief es nicht mehr gut.
Wir waren letzte Woche in London, er war immer mal wieder abweisend, ich dann verletzt, dann er genervt, dann war ich noch verletzter, der Kreislauf.


Am Sonntag bin ich dann nach den letzten zwei Wochen bei ihm heim gefahren, er war mal wieder abweisend, ich war verletzt. An dem Morgen ist mal wieder aufgewacht, und direkt ans Handy (scrollen durch Instagram etc.), kein guten Morgen oder einen Kuss, da war ich dann auch schon genervt. Als ich ihn küssen wollte, dreht er meinen Kopf weg, Sex gabs in den zwei Wochen auch nur ein Mal, für einen Blowjob hat es Sonntag noch gereicht, herzlichen Dank.. Momentan ist er unzufrieden mit Gott und der Welt, Job blöd, Wohnort blöd, möchte wieder zurück in seine Heimatstadt, am Liebsten direkt ins Ausland und nicht bis nächstes Jahr (auf mich) warten.


Gestern war ich dann wieder bei mir Zuhause, er schrieb mir den ganzen Tag kaum, telefonieren hatte er keine Lust. Dann sagte er mich am HANDY, das er von mir genervt ist, von mir am allermeisten und ihn nervt alles was ich tue, er wisse nicht wieso. Und das er vielleicht nicht mehr glücklich ist. Auf Nachfrage „nicht mehr glücklich mit uns“. Okay bähm. Ich sagte, dass wir in letzter Zeit zu viel aufeinander gehockt haben, er meinte, dass wir so gemerkt haben, dass wir vielleicht doch nicht so gut zusammen passen wie wir dachten.
Wir haben jetzt abgemacht, dass wir uns dieses Wochenende nicht sehen und dann weiterschauen.
Dazu kommt: Ich habe meinen Versetzungsantrag in seine Stadt schon gestellt, und bin auf Wohnungssuche... Er lebt in einer tollen Stadt, in der ich mich sofort wohl gefühlt habe, ich ziehe also nicht nur wegen ihm dort hin. Trotzdem fühle ich mich so heimatlos. Bei mir habe ich schon fast alle Brücken abgerissen, wollte nach dem Umzug noch mal durchstarten, auch wenn ich dort leben möchte, habe ich nun Angst davor wenn ich nicht mal mehr ihn dort hätte.


Ich glaube momentan klingt dieses Kribbeln im Bauch einfach ab, und ich war in den letzten Wochen auch anders als sonst und anstrengender. Das er nun aber die ganze Beziehung in Frage stellt, schockiert mich und macht mich so unfassbar traurig. Auch wenn es tendenziell nicht gut lief, und wir genervt voneinander waren, gab es Augenblick in denen ich so sehr gespürt habe wie groß die Liebe ist.. Kann diese einfach weg sein?


Ich weiß nicht was ich tun soll, bin auf Abstand und schreibe ihm jetzt erstmal nicht mehr.
Aber ich denke über Szenarien nach, wie wenn er sich jetzt auch gar nicht mehr meldet, und ohne mich glücklicher ist. Ich habe so Angst ihn zu verlieren, er ist mein bester Freund. Auch wenn wir so kurz erst zusammen sind... es passte einfach von der ersten Sekunde.


Hat jemand Tipps?
Entschuldigt den langen Text, ich hoffe ich klinge nicht naiv, ich bin einfach so unerfahren was Beziehungen angeht und wäre für jede Meinung dankbar!


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13. November 2018 um 10:20
In Antwort auf user22668

Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte einfach mal einen Rat von außen, und wäre für jede Meinung dankbar. Lang, sorry!
Mein Freund und ich haben momentan ein Tief in unserer Beziehung. 
Wir sind seid sechs Monaten ein Paar, war wie Liebe auf den ersten Blick, und sind nach wahnsinnig kurzer Zeit zusammen gekommen - somit kenne ich ihn so gesehen erst seit 7 Monaten. Dazu kommt, dass er 500km entfernt wohnt, trotzdem kam es in sechs Monaten Beziehung nur ein Mal vor, dass wir uns am Wochenende nicht gesehen haben. Die ersten Monate haben wir somit eine Wochenendbeziehung geführt, er ist mein erster Freund, und auch wenn ich mich nur für die eine Woche verabschiedet habe war es jedes Mal schrecklich, weil ich ihn in der Woche auch gerne um mich hätte.
Unsere Beziehung war von Anfang an wahnsinnig leidenschaftlich, wir haben uns auch gegenseitig Liebesbriefe geschrieben, (sorry kitschig!) und wir konnten stundenlang kuscheln. Nirgenwo fühle ich mich so geborgen und sicher wie bei meinem Freund. Jedes Wochenende hat einer von uns beiden fünf Stunden Fahrt hin und wieder fünf Stunden zurück auf sich genommen um den anderen zu sehen.
Er sagte er mir er sei noch nie so verliebt gewesen, wir hatten ähnliche Zukunftspläne und wollten nächstes Jahr zusammen ins Ausland.
Da ich erst meinen Jahresurlaub ab September nehmen konnte, hatte ich ab da sehr viel Urlaub.
Alleine im Oktober/November: zwei Wochen frei, eine Woche gearbeitet und dann wieder zwei Wochen frei, die ich am Stück bei ihm verbrachte. Er musste teilweise arbeiten, so war ich tagsüber unterwegs und habe ihn dann abgeholt. Unser erster gemeinsamer Urlaub war so schön, auch der zweite. Generell haben wir viel unternommen, ständig weg, München, Straßburg, Bodensee, Tübingen... um nur ein paar zu nennen. Jetzt denke ich: vielleicht war auch das ZU viel, und wir hätten mehr „langweilige Zeit“ verbringen müssen.
Also wir waren sehr sehr viel zusammen im letzten Monat... und irgendwann lief es nicht mehr gut.
Wir waren letzte Woche in London, er war immer mal wieder abweisend, ich dann verletzt, dann er genervt, dann war ich noch verletzter, der Kreislauf.


Am Sonntag bin ich dann nach den letzten zwei Wochen bei ihm heim gefahren, er war mal wieder abweisend, ich war verletzt. An dem Morgen ist mal wieder aufgewacht, und direkt ans Handy (scrollen durch Instagram etc.), kein guten Morgen oder einen Kuss, da war ich dann auch schon genervt. Als ich ihn küssen wollte, dreht er meinen Kopf weg, Sex gabs in den zwei Wochen auch nur ein Mal, für einen Blowjob hat es Sonntag noch gereicht, herzlichen Dank.. Momentan ist er unzufrieden mit Gott und der Welt, Job blöd, Wohnort blöd, möchte wieder zurück in seine Heimatstadt, am Liebsten direkt ins Ausland und nicht bis nächstes Jahr (auf mich) warten.


Gestern war ich dann wieder bei mir Zuhause, er schrieb mir den ganzen Tag kaum, telefonieren hatte er keine Lust. Dann sagte er mich am HANDY, das er von mir genervt ist, von mir am allermeisten und ihn nervt alles was ich tue, er wisse nicht wieso. Und das er vielleicht nicht mehr glücklich ist. Auf Nachfrage „nicht mehr glücklich mit uns“. Okay bähm. Ich sagte, dass wir in letzter Zeit zu viel aufeinander gehockt haben, er meinte, dass wir so gemerkt haben, dass wir vielleicht doch nicht so gut zusammen passen wie wir dachten.
Wir haben jetzt abgemacht, dass wir uns dieses Wochenende nicht sehen und dann weiterschauen. 
Dazu kommt: Ich habe meinen Versetzungsantrag in seine Stadt schon gestellt, und bin auf Wohnungssuche... Er lebt in einer tollen Stadt, in der ich mich sofort wohl gefühlt habe, ich ziehe also nicht nur wegen ihm dort hin. Trotzdem fühle ich mich so heimatlos. Bei mir habe ich schon fast alle Brücken abgerissen, wollte nach dem Umzug noch mal durchstarten, auch wenn ich dort leben möchte, habe ich nun Angst davor wenn ich nicht mal mehr ihn dort hätte.


Ich glaube momentan klingt dieses Kribbeln im Bauch einfach ab, und ich war in den letzten Wochen auch anders als sonst und anstrengender. Das er nun aber die ganze Beziehung in Frage stellt, schockiert mich und macht mich so unfassbar traurig. Auch wenn es tendenziell nicht gut lief, und wir genervt voneinander waren, gab es Augenblick in denen ich so sehr gespürt habe wie groß die Liebe ist.. Kann diese einfach weg sein?


Ich weiß nicht was ich tun soll, bin auf Abstand und schreibe ihm jetzt erstmal nicht mehr.
Aber ich denke über Szenarien nach, wie wenn er sich jetzt auch gar nicht mehr meldet, und ohne mich glücklicher ist. Ich habe so  Angst ihn zu verlieren, er ist mein bester Freund. Auch wenn wir so kurz erst zusammen sind... es passte einfach von der ersten Sekunde.


Hat jemand Tipps? 
Entschuldigt den langen Text, ich hoffe ich klinge nicht naiv, ich bin einfach so unerfahren was Beziehungen angeht und wäre für jede Meinung dankbar!


 

Ein normal verliebter Mensch ist nicht von einem Tag auf den anderen - ohne Grund - abweisend.

Da muss irgend etwas vorgefallen sein, was noch nicht thematisiert wurde.

Zur "Liebe auf den ersten Blick" habe ich ein gespaltenes Verhältnis, weil man sich da in ein Bild (oberflächlich gesehen) von einem Menschen verliebt, was oft der Realität nicht standhalten kann, weil man ja den Menschen erst in seiner Komplexität nach und nach kennenlernt und da möglicherweise auch Dinge entdeckt, die einem nicht gefallen.

Dann wäre auch noch die Frage zu klären, ob ihr beide dazu neigt, euch schnell zu verlieben. Menschen mit so einer Konstituation verlieben sich dann eben auch mal schnell in einen anderen Menschen.

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