Home / Forum / Liebe & Beziehung / Er ist nicht für mich da

Er ist nicht für mich da

22. Januar 2011 um 22:16 Letzte Antwort: 23. Januar 2011 um 5:20

Hallo ihr Lieben!

Ich muss mich mal etwas ausheulen und gleichzeitig um Rat bitten...

Ich bin 25, mein Mann 31, seit letztem Jahr verheiratet, davor 5 Jahre zusammen.

Anfang 2010 bin ich leider krank geworden, habe Depressionen und Essstörungen (das schon länger...).
Ich habe mich nach kurzer Zeit in Therapie begeben und tue wirklich alles, damit es wieder besser wird.

In dieser Zeit habe ich viele Dinge nicht geschafft, vor allem im Haushalt und ich bin froh, dass mein Mann sich einigemaßen gut darum kümmert und mir das meiste abnimmt.

Aber rein emotional, was für mich am wichtigsten wäre, ist er nicht für mich da! Er kümmert sich um alltägliche Dinge,aber nicht um mich.
Wir entfernen uns dadurch immer weiter voneinander.
Sex will er nicht mehr mit mir, Zärtlichkeiten allgeimein werden immer weniger.
Wenn ich mit ihm darüber reden will, sagt er ich solle mich lieber um meine Probleme kümmern, das wäre wichtiger.

Ich fühle mich so einsam!

Nachts träume ich immert öfter von anderen Männern, die groß, stark und beschützend sind, gleichzeitig leidenschaftlich...
Eigentlich liebe ich meinen Mann, aber ich brauche Vieles was er mir nicht gibt, geben kann oder will - ich weiß nicht, was ich tun soll!!!

Vielen Dank schonmal!

Mehr lesen

22. Januar 2011 um 23:36

Ja...
...das kann schon sein.
Aber das macht die Sache auch nicht besser!
Ich versuche ja es ihm leichter zu machen, rede über meine Gefühle, Wünsche und so, versuche zu verstehen wie es IHM dabei geht aber er blockt ab!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
22. Januar 2011 um 23:45

Dein Mann macht es sich zu einfach,
er hat dich krank geheiratet , das hat er gewußt. Er ist nicht dein Therapeut , aber dennoch der Mann an deiner Seite und dass er dir Liebe, Zärtlichkeit und Sex verweigert, das lässt ja dein Probleme nicht gerade weniger werden. Dass Depressionen für Angehörige eine große Herausforderung darstellen und zum Teil auch hilflos machen, das kann ich nachvollziehen. Aber es gibt auch für Angehörige Hilfen und zwar in vielerlei Form . Vielleicht wäre auch ein Paargespräch bei deinem Therapeuten/Therapeutin mal möglich.
WEnn er bereits innerlich gekündigt hat, dann sollte er es wenigstens sagen, dann weißt du woran du bist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
22. Januar 2011 um 23:50

Danke, Vickylie
Ich empfinde das genau wie du sagst, habe auch versucht ihm zu vermitteln, dass ich unsere Beziehung nicht von dem Rest meiner Person abspalten kann. Aber er wird schnell agressiv, wenn ich mit ihm über solche Dinge spreche und meint, ich würde ja nur ihm die Schuld an allem geben...

Wenn ich ihn frage, wie es ihm geht und was er sich wünscht, sagt er nur "dass du wieder normal bist", das bringt mich also nicht wirklich weiter...

Zu kurz kommt er eigentlich nicht, ich gebe ihm wesentlich mehr als er mir was emotionale und körperliche Dinge angeht!

Er ist auch schon deshalb ziemlich auf Abstand, weil ich sehr viel zugenommen habe und er mich nicht mehr attraktiv findet...

In zwei Tagen beginne ich eine Reha wegen der Depression und Essstörung, dafür muss ich 800 km weit weg und wir werden uns 6-8 Wochen nicht sehen. Danach müssen wir wohl eine gemeinsame Therapie machen um wieder zueinander zu finden, ich habe nur Angst dass es dann zu spät ist und wir uns ganz verloren haben...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. Januar 2011 um 0:01
In Antwort auf melike13

Dein Mann macht es sich zu einfach,
er hat dich krank geheiratet , das hat er gewußt. Er ist nicht dein Therapeut , aber dennoch der Mann an deiner Seite und dass er dir Liebe, Zärtlichkeit und Sex verweigert, das lässt ja dein Probleme nicht gerade weniger werden. Dass Depressionen für Angehörige eine große Herausforderung darstellen und zum Teil auch hilflos machen, das kann ich nachvollziehen. Aber es gibt auch für Angehörige Hilfen und zwar in vielerlei Form . Vielleicht wäre auch ein Paargespräch bei deinem Therapeuten/Therapeutin mal möglich.
WEnn er bereits innerlich gekündigt hat, dann sollte er es wenigstens sagen, dann weißt du woran du bist.

Therapie
Ja, er macht es sich sehr einfach, weil er total überfordert ist!
Ich beginne Dienstag eine stationäre Therapie in einer Reha-Klinik sehr weit weg von uns.
Mein Mann hofft einfach, dass ich nach 6 Wochen wiederkomme und wieder so bin wie er es am liebsten hatte: glücklich, fröhlich und vor allem unkompliziert!
Wenn ich ihm sage, dass das ziemlich oberflächlich gedacht ist, da ich zu den vermeintlich besseren Zeiten genau betrachtet auch genug Probleme hatte nur halt nicht so offensichtlich, will er davon nix wissen.
Dass es auch danach noch ein harter Weg wird, ebenfalls nicht.
Ein Paargespräch brauchen wir auf jeden Fall, wenn nicht mehrere, denn wenn ich versuche mit ihm über die Situation zu rede, dann endet das immer in einer Katastrophe!
Es ist so schwierig, weil er nicht wirklich mit mir über seine Gefühle und Gedanken redet!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. Januar 2011 um 0:07

"Normal"
Wenn er mit mir REDEN würde, dann wäre vieles einfacher...
Normal bin ich für ihn, wenn ich gut gelaunt bin und meine Aufgaben (im Haushalt waren es die meisten) erledige. Alles andere nimmt er anscheinend nicht wahr. Er fand mich z.B. letztes Jahr toll, da hab ich 25kg abgenommen, war permanent überdreht, bin jeden Tag 2-3 Stunden zum Sport, kaum was gegessen - abeer egal, ich wasr anscheinend gut drauf und seine Wäsche war gemacht, is doch perfekt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. Januar 2011 um 0:11

Hab ich...
...und er ist total aggressiv geworden von wegen ich könne schleißlich nicht immer ihm die Schuld an allem geben (was ich gar nicht MACHE!) obwohl ich ganz behutsam an die Sache ran gegangen bin.
Klar weiß ich, dass es für ihn auch nicht so einfach ist, aber indem wir uns so auseinanderleben wird es ja auch nicht besser!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. Januar 2011 um 2:52
In Antwort auf lana_12178626

"Normal"
Wenn er mit mir REDEN würde, dann wäre vieles einfacher...
Normal bin ich für ihn, wenn ich gut gelaunt bin und meine Aufgaben (im Haushalt waren es die meisten) erledige. Alles andere nimmt er anscheinend nicht wahr. Er fand mich z.B. letztes Jahr toll, da hab ich 25kg abgenommen, war permanent überdreht, bin jeden Tag 2-3 Stunden zum Sport, kaum was gegessen - abeer egal, ich wasr anscheinend gut drauf und seine Wäsche war gemacht, is doch perfekt!

Ich denke...
... das ist sicherlich NICHT das, was Dein Mann unter "normal" versteht. Es ist DEINE Interpretation!

Na klar findet man jemanden, der normal wiegt, attraktiver als jemanden, der Übergewicht hat. Sicherlich ist es auch einfacher, mit jemandem auszukommen, der hauptsächlich gute Laune hat als schlechte. Darüber muss man nicht streiten, das sollte man auch nicht als "verwerflich" verurteilen.

Für mich hört es sich ehrlich gesagt aber so an, als befändest Du Dich in einer Art Trotzzustand - Dein Mann kam besser mit Dir aus, als Du leichter und besser gelaunt warst - jetzt bist Du es nicht und verurteilst sein Empfinden daher als oberflächlich, weil er mit Deinem depressiven und übergewichtigen Zustand weniger gut zurechtzukommen scheint...

In Wirklichkeit sind es aber DEINE Gedanken - Du projizierst das, was Du fühlst, auf Deinen Mann. Du selbst empfindest Dich als zu dick, Du selbst empfindest Dich als missgelaunt und verurteilst im Grunde genommen Deinen Zustand, ohne es Dir einzugestehen. Vielleicht solltest Du Dir einfach erlauben, Dich unwohl zu fühlen: Ja, Du bist im Augenblick zu dick und Dir gehts psychisch bescheiden. Aber sowas kann man ändern. Vielleicht solltest Du nachsichtiger mit Dir werden und auch damit nachsichtiger mit Deinem Mann. Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. "Nichts, was Du tust, ist richtig, Du bist mir keine Hilfe" - dann wird es aus dem Wald auch ein entsprechendes Echo geben...

Vielleicht solltest Du einfach mal Deine Erwartungen an Deinen Mann runterschrauben - sie sind im Augenblick zu hoch. Ich meine, wie würde es DIr umgekehrt gehen? Wenn Du den ganzen Haushalt schmeißen würdest, arbeiten würdest, und zu Hause säße Dein Mann, mit sich und der Welt unzufrieden und unglücklich und würde noch erwarten, dass Du den unmöglichen Anspruch erfüllst, ihm das Gefühl zu geben, er sei der Tollste? Um es mal überspitzt auszudrücken... Behandle ihn so, wie Du auch gern behandelt werden möchtest: Liebevoll und mit Nachsicht und ohne ständig den vorwurfsvollen Zeigefinger zu erheben...

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. Januar 2011 um 5:20

Liebe Hannah
ich mache mit meinem Mann gerdae das gleiche durch...auch ich bin an einer Depression und einer Angststörung vo einem Jahr erkrankt. Habe 8 Wochen REHA und danach / Wochen Tagesklinik hinter mir... auch mein Mann war in meinen Augen nicht für mich da. Er hat sich auch nie wirklich über meine Erkrankung informiert oder sich mal Informationen für Angehörige eingeholt...

Nun ist es so, dass wir in unserer Ehe an einem Punkt angelangt sind, an dem es wohl zu Trennung kommt, allerdings von mir aus...deswegen auch der frühe Beitrag, konnte die Nacht nicht schlafen...

Gestern hatten wir einen ganz bösen Streit in dem ich ihm gesagt habe, dass ich die Beziehung beenden werde, weil er mir mehr schadet als hilft usw. Dinge halt, die ich ihm schon seit Monaten vorwerfe... genauso, dass er sich immer mehr zurückgezogen hat, mich wohl nicht mehr liebt usw...

Bis vor einer Stunde habe war ich auch felsenfest davon überzeugt ich sei im Recht...

Ich möchte Dir gerne eine Seite ans Herz legen...

www.beziehungsdoktor.de

Schau mal rauf und lese dir die Beiträge zum Thema "Machtverhältnisse in der Beziehung" durch... MIR fiel es plötzlich wie Schuppen von den Augen, warum mein Mann sich verhielt wie er sich verhielt...

Vielleicht hilft es Dir und Du erkennst Dich ein wenig wieder...

LG

Dat Piefke

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Frühere Diskussionen
Kann aus Sex Liebe werden?
Von: claude_12746324
neu
|
23. Januar 2011 um 1:09
Beim Ex-Freund entschuldigen
Von: alia_12176963
neu
|
22. Januar 2011 um 22:27
Noch mehr Inspiration?
pinterest