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Er ist ein notorischer Lügner

30. August 2017 um 2:20

Hallo Ihr Lieben,

​ich bin ganz neu in diesem Forum und habe gleich mal ein Anliegen.

​Mein Freund und ich kennen uns jetzt seit 7 Jahren und sind seid 1,5 Jahren ein Paar.
​Anfangs schien er mein Traummann zu sein da wir die selben Intreressen und Lebensziele haben und wir viel Spass zusammen haben. Ich kann mir keinen besseren Mann an meiner Seite vorstellen und ich liebe ihn über alles. Er ist der erste Mann dem ich blind vertraut habe, mit dem ich mir eine Zukunft aufbauen wollte. Wir wohnen zusammen und haben einen gemeinsamen Hund. Auch von Hochzeit, Kindern und Zukunftsplänen wurde sehr oft gesprochen. Er gibt mir das Gefühl etwas ganz Besonderes und die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Seine komplette Freizeit will er mit mir verbrigen. Es gibt nur Männerabende wenn ich wirklich keine Zeit habe, und selbst dann bin ich jedes mal herzlich willkommen.
​Das einzige Problem ist, dass er eine zwei jährige Tochter mit einem Urlaubsflirt in einem Land auf der anderen Seite der Welt hat. Nun ja, ich habe kein Problem damit. ER hat das Problem. Er versucht so zu tun als würde sie in unserem Leben nicht existieren. Natürlich würde ich gerne mehr über sie erfahren da sie vielleicht mal ein Teil unserer Familie sein wird. Aber umso mehr ich Frage, umso weniger will er darüber reden. Es ging sogar soweit dass er den Kontakt abgebrochen hat weil er der Meinung ist er habe sich für mich entschieden und er deswegen kein Kontakt zu seiner Tochter haben darf. Und das obwohl ich ihm immer gesagt habe dass dieses arme Kind keine schuld an diesem Dilemma trägt und man versuchen muss das beste aus dieser Situation zu machen.
​Im laufe unserer Beziehung habe ich immer öfters gemerkt dass er mich wegen seiner Tochter und Ihrer Mutter angelogen hat. Jedesmal hat er mir die gleiche Geschichte, nur in anderen Versionen erzählt. Und wenn ich ihn darauf anspreche weiss er aufeinmal nicht wovon ich rede. Er behauptet er habe so etwas nie gesagt oder er würde sich nicht daran erinnern. Und um so öfter ich seine Lügen aufgedeckt habe, um so wütender wurde er und um so öfters flippte er aus, schrie, warf sachen um sich, zerstörte die Wohnungseinrichtung und verschwand ohne zu sagen wo er hingeht. Dazu muss ich sagen dass er ein Alkoholproblem hat, was mit seinen Wutanfällen immer schlimmer wurde.
​Mittlerweile muss ich nurnoch ein falsches Wort sagen, ohne seine Tochter zu erwähnen, und er schlägt alles was er zu fassen bekommt in Kleinholz. Wenn er wieder nüchtern ist entschuldigt er sich jedesmal für sein Behnehmen und sagt mir er wüsste nicht was mit ihm los sei. Er merkt wie unglücklich mich das macht, und ich denke dass er auch merkt dass sein Verhalten nicht normal ist. Warscheinlich ist er depressiv und es belastet ihn sehr keinen Kontakt mehr mit seiner Tochter zu haben. Und ich habe das Gefühl dass er mir unbewusst die Schuld dafür gibt, weil er ja der Meinung ist, sich für mich und gegen seine Tochter entschieden zu haben. Und wenn ich ihm sage, er hätte sich nicht entscheiden müssen, weil das niemand von ihm verlangt hat und das niemand von ihm erwarten darf, flippt er wieder aus und meint ich soll nicht darüber reden.
​Letzendlich wird er für ein halbes Jahr eine Therapie in einer stationären Klinik für Alkohol- und Psychische Probleme machen um wieder zu sich selber zu finden und unsere Beziehung zu retten. Ich finde die Idee super und wollte ihn auch dabei unterstützen. Aber er kommen immer mehr Lügen auf und langsam höhre ich auf ihm zu vertrauen. Ich habe sein Handy kontrolliert, was für mich ein Zeichen ist, dass die Beziehung vorbei ist. Obwohl er weiss dass ich ihm dankbar für die Wahrheit bin, egal wie hart sie für mich ist, und mich die Lüge sehr verlezt, lügt er weiter und versucht seine Lügen aufrecht zu erhalten, auch wenn es offensichtlich ist das er Lügt. Langsam fange ich an daran zu zerbrechen. Ich bin nichtmehr glücklich. Ich weiss dass er die Therapie macht damit wir wieder glücklich zusammen sind. Und ich weiss dass er mich liebt und alles wieder richten will. Aber gleichzeitig enttäuscht es mich umsomehr, dass er mir weiter ins Gesicht lügt obwohl er weiss wie sehr es mich verlezt.
​Einerseits bin ich so Stolz auf ihn, dass er das aufsich nehmen möchte, aber andererseits habe ich das Gefühl mich dabei selber zu verlieren.
​Ich bin wirklich verzweifelt. Ich weiss nicht was ich tun soll. Am leibsten würde ich ihn verlassen um wieder glücklich zu sein. Aber andererseits möchte ich dass er sich ändert, damit wir wieder zusammen glücklich sein können. Ich kann mir keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen. Es ist nur noch einen Monat zur Therapie aber das Verhältniss zwischen uns wird Tag für Tag schlimmer. Wie kann ich Ihn denn in so einer Situation unterstützen?
​Was soll ich nur tun? Soll ich mich diesen Monat zurück halten und so tun als würden mich seine Lügen nicht verletzen? Und hoffen dass diese Lügen nach der Therapie ein Ende haben? Oder soll ich jetzt auf mich selber schauen und hoffen dass er mich nach der Therapie immernoch will obwohl ich ihn dabei nicht untersüzt habe?

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30. August 2017 um 9:44

Ich denke sein Problem ist, dass seine Tochter entstanden ist als wir schon sehr innigen Kontakt hatten und für uns beide klar war dass wir es mit einer Beziehung probieren müssen. Er weiss dass mich das sehr verlezt hat. Und er meint er lügt um mich nicht weiter zu verlezten. Ich weiss auch dass er seine Tochter sehr vermisst. Aber er möchte das alles verdrängen um glücklich mit mir zu sein. Aber genau dieses Verdrängen macht uns alle unglücklich.
​Ich würde so gerne auf Abstand gehen, aber wir wohnen nunmal zusammen und haben einen gemeinsamen Hund um den wir uns auch gemeinsam kümmern. Ich würde so gerne einfach raus hier, habe aber keine Möglichkeiten. Ich möchte mich auch niemandem aufdrängen oder zur Last fallen. Vorallem nicht mit einem großen Hund.
​Wir haben schon beschlossen nichtmehr im selben Zimmer zu schlafen. Aber ich weisss nicht ob das reicht.

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30. August 2017 um 10:08
In Antwort auf lalalunia

Hallo Ihr Lieben,

​ich bin ganz neu in diesem Forum und habe gleich mal ein Anliegen.

​Mein Freund und ich kennen uns jetzt seit 7 Jahren und sind seid 1,5 Jahren ein Paar.
​Anfangs schien er mein Traummann zu sein da wir die selben Intreressen und Lebensziele haben und wir viel Spass zusammen haben. Ich kann mir keinen besseren Mann an meiner Seite vorstellen und ich liebe ihn über alles. Er ist der erste Mann dem ich blind vertraut habe, mit dem ich mir eine Zukunft aufbauen wollte. Wir wohnen zusammen und haben einen gemeinsamen Hund. Auch von Hochzeit, Kindern und Zukunftsplänen wurde sehr oft gesprochen. Er gibt mir das Gefühl etwas ganz Besonderes und die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Seine komplette Freizeit will er mit mir verbrigen. Es gibt nur Männerabende wenn ich wirklich keine Zeit habe, und selbst dann bin ich jedes mal herzlich willkommen.
​Das einzige Problem ist, dass er eine zwei jährige Tochter mit einem Urlaubsflirt in einem Land auf der anderen Seite der Welt hat. Nun ja, ich habe kein Problem damit. ER hat das Problem. Er versucht so zu tun als würde sie in unserem Leben nicht existieren. Natürlich würde ich gerne mehr über sie erfahren da sie vielleicht mal ein Teil unserer Familie sein wird. Aber umso mehr ich Frage, umso weniger will er darüber reden. Es ging sogar soweit dass er den Kontakt abgebrochen hat weil er der Meinung ist er habe sich für mich entschieden und er deswegen kein Kontakt zu seiner Tochter haben darf. Und das obwohl ich ihm immer gesagt habe dass dieses arme Kind keine schuld an diesem Dilemma trägt und man versuchen muss das beste aus dieser Situation zu machen.
​Im laufe unserer Beziehung habe ich immer öfters gemerkt dass er mich wegen seiner Tochter und Ihrer Mutter angelogen hat. Jedesmal hat er mir die gleiche Geschichte, nur in anderen Versionen erzählt. Und wenn ich ihn darauf anspreche weiss er aufeinmal nicht wovon ich rede. Er behauptet er habe so etwas nie gesagt oder er würde sich nicht daran erinnern. Und um so öfter ich seine Lügen aufgedeckt habe, um so wütender wurde er und um so öfters flippte er aus, schrie, warf sachen um sich, zerstörte die Wohnungseinrichtung und verschwand ohne zu sagen wo er hingeht. Dazu muss ich sagen dass er ein Alkoholproblem hat, was mit seinen Wutanfällen immer schlimmer wurde.
​Mittlerweile muss ich nurnoch ein falsches Wort sagen, ohne seine Tochter zu erwähnen, und er schlägt alles was er zu fassen bekommt in Kleinholz. Wenn er wieder nüchtern ist entschuldigt er sich jedesmal für sein Behnehmen und sagt mir er wüsste nicht was mit ihm los sei. Er merkt wie unglücklich mich das macht, und ich denke dass er auch merkt dass sein Verhalten nicht normal ist. Warscheinlich ist er depressiv und es belastet ihn sehr keinen Kontakt mehr mit seiner Tochter zu haben. Und ich habe das Gefühl dass er mir unbewusst die Schuld dafür gibt, weil er ja der Meinung ist, sich für mich und gegen seine Tochter entschieden zu haben. Und wenn ich ihm sage, er hätte sich nicht entscheiden müssen, weil das niemand von ihm verlangt hat und das niemand von ihm erwarten darf, flippt er wieder aus und meint ich soll nicht darüber reden.
​Letzendlich wird er für ein halbes Jahr eine Therapie in einer stationären Klinik für Alkohol- und Psychische Probleme machen um wieder zu sich selber zu finden und unsere Beziehung zu retten. Ich finde die Idee super und wollte ihn auch dabei unterstützen. Aber er kommen immer mehr Lügen auf und langsam höhre ich auf ihm zu vertrauen. Ich habe sein Handy kontrolliert, was für mich ein Zeichen ist, dass die Beziehung vorbei ist. Obwohl er weiss dass ich ihm dankbar für die Wahrheit bin, egal wie hart sie für mich ist, und mich die Lüge sehr verlezt, lügt er weiter und versucht seine Lügen aufrecht  zu erhalten, auch wenn es offensichtlich ist das er Lügt. Langsam fange ich an daran zu zerbrechen. Ich bin nichtmehr glücklich. Ich weiss dass er die Therapie macht damit wir wieder glücklich zusammen sind. Und ich weiss dass er mich liebt und alles wieder richten will. Aber gleichzeitig enttäuscht es mich umsomehr, dass er mir weiter ins Gesicht lügt obwohl er weiss wie sehr es mich verlezt.
​Einerseits bin ich so Stolz auf ihn, dass er das aufsich nehmen möchte, aber andererseits habe ich das Gefühl mich dabei selber zu verlieren. 
​Ich bin wirklich verzweifelt. Ich weiss nicht was ich tun soll. Am leibsten würde ich ihn verlassen um wieder glücklich zu sein. Aber andererseits möchte ich dass er sich ändert, damit wir wieder zusammen glücklich sein können. Ich kann mir keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen. Es ist nur noch einen Monat zur Therapie aber das Verhältniss zwischen uns wird Tag für Tag schlimmer. Wie kann ich Ihn denn in so einer Situation unterstützen? 
​Was soll ich nur tun? Soll ich mich diesen Monat zurück halten und so tun als würden mich seine Lügen nicht verletzen? Und hoffen dass diese Lügen nach der Therapie ein Ende haben? Oder soll ich jetzt auf mich selber schauen und hoffen dass er mich nach der Therapie immernoch will obwohl ich ihn dabei nicht untersüzt habe?

ich denke, dass du vor dem eigentlichen problem ganz fest die augen verschliesst.
das problem deines freundes ist nicht seine lügerei, sondern sein schwerer alkoholmissbrauch, bei denen er zügellose gewalttätigkeit zeigt.
wieso man mit einem solchen mann zusammenzieht, ist mir ein absolutes rätsel.

ich würde mir während seines klinikaufenthaltes eine eigene wohnung suchen und dan zusehen, ob er seine sucht in den griff bekommt oder nicht.
ich würde dir ebenso empfehlen, "co-abhängigkeit" zu ergooglen und dich darüber zu informieren. meiner meinung nach bist du davon betroffen.

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30. August 2017 um 11:30

Vielen Dank für eure Antworten,

​vielleicht ist unsere Geschichte zu Komlex um es in so wenig Worte zu fassen.
​Als wir zusammengezogen sind war unsere Welt noch schön und keiner hätte wissen können dass sich das so entwickelt. Wie gesagt, ich kenne ihn schon seit 7 Jahren und weiss was für ein toller Mensch er war bevor das mit seiner Tochter war. Ausser Geld zu schicken kann er nicht viel für seine Tochter machen, da sie auf der anderen seite der Welt lebt und die Mutter es ihm wirklich schwer macht. Es macht ihn fertig zu wissen dass da ein Kind ist, dessen Vater er niemals sein wird. Es macht ihn auch fertig mich damit verlezt zu haben. Ich denke dass ist der Grund warum er der Meinung war sich entscheiden zu müssen. Und nätürlich macht es ihn fertig zu wissen dass er sich "gegen" seine Tochter entschieden hat damit wir glücklich sein können. Das macht natürlich alles keine Sinn für einen normalen Menschen. Aber wie schon gesagt, er hat ein Alkoholproblem und ist höchstwarscheinlich depressiv.
​Er hat mir gesagt er möchte die Therapie machen um wieder der glückliche Mensch zu werden der er mal war. Und ich weiss was für ein toller Mensch er mal war und immernoch in ihm steckt. Bis auf seine Wutanfälle und die Lügerei was sein Kind und dessen Mutter betrifft ist er ein absoluter Traummann. Er trägt mich auf Händen und tut alles um mich glücklich zu machen.
​Wenn es nicht so wäre, würde ich mir dass sicher nicht antun.
​Nur habe ich mittlerweile keine Kraft mehr. Ich wünschte ich könnte stark für uns beide sein, aber ich merke dass ich das nichtmehr schaffe.
​Vielleicht bin ich auch blind? Coabhänig habe ich noch nicht gegoogelt aber ich denke trotzdem das könnte sehr wohl auf mich zutreffen. 
​Seid ihr immernoch der Meinung ich soll mich trennen?

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30. August 2017 um 11:53

Wenn ich blind bin, dann brauche ich Unterstützung meine Augen zu öffnen.
​Sagt mir bitte knallhart was ihr darüber denkt. Vielleicht hilft mir das

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30. August 2017 um 12:19

Hat er dich denn schonmal geschlagen oder dir sonstwie weh getan?

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30. August 2017 um 12:29
In Antwort auf dubravushka

Hat er dich denn schonmal geschlagen oder dir sonstwie weh getan?

Ich denke er will die Therapie machen um mit dieser ganzen Situation klar zu kommen. Er ist bis auf besagte Probleme auch ein wunderbarer Mensch und ich wünsche ihm dass er das in Griff bekommt. Anscheinend hat er auch begriffen dass er etwas ändern muss. 
Nur habe ich das Gefühl dass es für mich zu spät ist.  Das ich die Situation nichtmehr ertrage.
Er war nie gewalttätig mir gegenüber.

Ab heute werden wir nicht nir getrennt schlafen, ich habe meine Schichten so gelegt dass wir uns Zeitlich kaum sehen werden.

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30. August 2017 um 13:24

Ich weiss wie sich das anhöhrt.
​Ich weiss aber auch dass er nicht immer dieser Mensch war und dass er versuchen möchte das zu ändern. Er sagt mir jeden Tag wie sehr er mich liebt und dass ich die wichtigste Person in seinem Leben bin und das zeigt er mir auch. 
​Deswegen fällt er mir ja so unglaublich schwer ihm in dieser Zeit nicht beiseite stehen zu können. Vermutlich ist es das beste jetzt einfach auf mein Wolh zu gucken, so weit wie möglich Abstand zu halten und beobachten wie er sich während der Therapie entwickelt. Auch wenn die Beziehung zu Bruch geht wünsche ich ihm wieder der zu sein, den ich kennen und lieben gelernt habe. Er ist einer der besten Menschen die ich kennenlernen durfte. Und das sage ich nicht weil ich ihn liebe. Wir waren 5 Jahre befreundet, ich habe ihn als Menschen schon immer sehr geschäzt und er ist immernoch mein bester Freund. Wer ihn nicht kennt versteht das vielleicht nicht. Er hat ein Problem das unserer Beziehung schadet. Das uns beide sehr unglücklich macht. Aber er versucht daran zu arbeiten.

​Langsam fange ich aber an zu begreifen, dass egal wie wichtig mir dieser Mensch ist, ich mir jetzt wichtiger sein muss. Und ich denke dass es mir durch die räumliche und zeitliche Trennung einfacher fallen wird an mich zu denken.
​Und falls wir nach der Therapie sehen dass wir keine Beziehung mehr wollen wird er ausziehen. Das ist klar.

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30. August 2017 um 13:50

wenn ich richtig verstehe, hat er bisher ja nur erst die IDEE, eine Langzeit-Therapie zu machen?

Hat er denn diesbezüglich schon alles eingereicht? War er überhaupt schon mal wenigstens bei einer SHG (Selbsthilfegruppe), damit er sich schon mal ein paar Eindrücke für ein Leben OHNE Alkohol machen kann?

Da braucht er nicht einmal drauf zu warten - er braucht keine Krankenkasse - er braucht nur den festen Wunsch, das Trinken aufzuhören !

Die Anonymen Alkoholiker haben eine prima Website + Adresslisten aller Meetings in Deutschland. Über eine Landkarte kann er sich ein Meeting seiner Gegend auswählen - ohne Voranmeldung hingehen und er ist SOFORT herzlich aufgenommen in der Gruppe. Das kostet nichts und es verpflichtet zu nichts. Nur den Vornamen nennen und Ohren auf; wer will darf über sich und seine Sorgen reden - das bleibt alles im Meeting und wird nicht weiter erzählt, anonym eben. Es urteilt keiner und es wird auch das Gesagte nicht ''kommentiert''. Man fühlt einander verstanden und eben das verbindet.

Für Angehörige findet sogar meist in einem Nebenraum gleichzeitig das Meeting der Al-Anon statt.

Kinder, es ist doch nie verkehrt, sich vorher erst mal über Eure Optionen, die Euch wirklich helfen können, zu informieren !
 
Es geht ja gar nicht hier um Schuld oder Unschuld, sondern darum, dass ein Alkoholiker von seiner Krankheit genesen will - falls es ihm wirklich ernst ist!

Eine verständnisvolle Frau an seiner Seite ist sicher sehr schön - aber Dein Freund weiß ganz genau, was mit ihm ist. Solange er trinken muss, wird er weiter lügen und Schuldige sehen, weil das bei dieser Krankheit nun mal so ist.

Ich wünsche Dir und Deinem Freund Alles Gute

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30. August 2017 um 13:50

Hallo haesli3,

danke für deine ehrlichen und neutralen Worte.
​Du hast mit allem Recht was du sagst.
Sein Alkoholproblem fing jedoch erst an seit dem er wusste dass er Vater sein wird. Er redet nicht über seine Problem, er versucht sie in Alkohol zu ertränken. Und jedenmal wenn wir wegen seinen Lügereien streiten wird dass mit dem Alkohol und gleichzeitig mit seinen Wutausbrüchen schlimmer. Es ist unerträglich. Ich habe die Hoffnung dass er mal seine ganzen Probleme, Gedanken und Gefühle rauslässt, ordnet und lernt damit umzugehen. Vielleicht wird das mit dem Alkohol dann auch besser. Ich erwarte nicht dass er trocken wird. Ich würde mir nur wünschen dass er lernt ohne Alkohol Probleme zu lösen.
​Ist das Wunschdenken und es gibt einen Funken Hoffnung oder ist das eher unwarscheinlich und sollte mich damit abfinden ihn abschreiben zu müssen?

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30. August 2017 um 14:01
In Antwort auf gabriela1440

wenn ich richtig verstehe, hat er bisher ja nur erst die IDEE, eine Langzeit-Therapie zu machen?

Hat er denn diesbezüglich schon alles eingereicht? War er überhaupt schon mal wenigstens bei einer SHG (Selbsthilfegruppe), damit er sich schon mal ein paar Eindrücke für ein Leben OHNE Alkohol machen kann?

Da braucht er nicht einmal drauf zu warten - er braucht keine Krankenkasse - er braucht nur den festen Wunsch, das Trinken aufzuhören !

Die Anonymen Alkoholiker haben eine prima Website + Adresslisten aller Meetings in Deutschland. Über eine Landkarte kann er sich ein Meeting seiner Gegend auswählen - ohne Voranmeldung hingehen und er ist SOFORT herzlich aufgenommen in der Gruppe. Das kostet nichts und es verpflichtet zu nichts. Nur den Vornamen nennen und Ohren auf; wer will darf über sich und seine Sorgen reden - das bleibt alles im Meeting und wird nicht weiter erzählt, anonym eben. Es urteilt keiner und es wird auch das Gesagte nicht ''kommentiert''. Man fühlt einander verstanden und eben das verbindet.

Für Angehörige findet sogar meist in einem Nebenraum gleichzeitig das Meeting der Al-Anon statt.

Kinder, es ist doch nie verkehrt, sich vorher erst mal über Eure Optionen, die Euch wirklich helfen können, zu informieren !
 
Es geht ja gar nicht hier um Schuld oder Unschuld, sondern darum, dass ein Alkoholiker von seiner Krankheit genesen will - falls es ihm wirklich ernst ist!

Eine verständnisvolle Frau an seiner Seite ist sicher sehr schön - aber Dein Freund weiß ganz genau, was mit ihm ist. Solange er trinken muss, wird er weiter lügen und Schuldige sehen, weil das bei dieser Krankheit nun mal so ist.

Ich wünsche Dir und Deinem Freund Alles Gute

Hallo gabriela1440,

​er war bereits bei mehreren Hilfseinrichtungen und hat sich beraten lassen. Dort wurde ihm geraten sechs Monate eine stationäre Alkohol/Psychotherapie zu machen, worum er sich auch sofort gekümmert hat. Er hat bereits einen Platz für Anfang Oktober. Ich bin auch so stolz auf ihn dass er das durchziehen möchte. Er trinkt auch seit 3 Tagen keinen Alkohol und versucht mir zu erzählen was ich über seine Tochter wissen möchte. Nur kommen dabei leider immer mehr Lügen auf. Ich denke er versucht jetzt ehrlich zu mir zu sein. Aber wie schon gesagt, ich habe was dieses Thema angeht das Vertrauen komplett verloren und weiss nichtmehr was ich glauben soll. Und das macht mich fertig, so fertig dass ich anfange an allem zu zweifeln.Ich bin deswegen so unglücklich.

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30. August 2017 um 14:33

Ich sage das weil es so ist. Ja, er hat seine Probleme die uns beide momentan sehr unglücklich machen. Aber agesehen davon ist er ein toller Freund. Ausserdem hat er mich niemals grob angefass oder war gewalttätig mir gegenüber. 
​Und wenn er seine Probleme nicht in den Griff bekommt müssen wir leider getrennte Wege gehen. So unglücklich wie momentan möchte ich nicht mein Leben lang sein. Das ist klar.

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30. August 2017 um 16:05

Da hast du Recht. So wie es gerade läuft möchte ich aufkeinen Fall weiter machen!
Das mit den sechs Monaten liegt nicht nur am Alkoholproblem sondern größtenteils an einem unverarbeitetem Kindheitstrauma und sogenannten "trigger" Depressionen die durch das Thema Tochter ausgelöst werden. Um dieses Thema schnell abzuschliessen erzählt er mir was er meint was ich hören will. Nur merke ich mir seine Geschichten besser als er. Und nächstes mal erzählt er mir eine andere Geschicht was mich natürlich wütend macht.Dann greift er zum Alkohol und ext diesen teilweise. Er lügt weiter und verstickt sich in immer mehr Lügen. Oder er sagt er habe das nie gesagt oder er erinnere sich nicht. Und dann flippt er aus um der Situation zu entkommen, weil er wieder bei 100 Lügen erwischt wurde, weil er weiss wie sehr er mich damit verlezt, weil er nicht über dieses Thema sprechen möchte. Er möchte es verdrängen. Er schreit, schlägt irgendetwas klein und flieht aus der Wohnung um mehr Alkohol zu trinken.
Wenn er sich beruhigt kommt er wieder nachhause und sagt wir sollen morgen drüber reden und schläft seinen Rausch aus. Am nächsten Tag entschuldigt er sich dafür dass er mich mit seinen Lügen verlezt und für den Wutausbruch. Nur konnte er mir noch nie sagen warum er so reagiert. Deswegem die Psychotherapy.
Mittlerweile brauche ich aber nur ein falsches Wort zu sagen und dieser ganze Prozess geht von vorne los.
Sage ich nichts falsches und seine Tochter wird nicht erwähnt haben wir auch glückliche Tage mit nur ein paar Feierabend Bier.
Mit Akoholismus kenne ich mich leider nicht aus weil ich das alles eher auf seinen Psychischen Zustand geschonen habe.
Ich werde mich jetzt aber drüber informieren. So wie es aussieht ist sein Zustand schlimmer als ich erwartet habe
 

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30. August 2017 um 16:11

Da hast du Recht. So wie es gerade läuft möchte ich aufkeinen Fall weiter machen!
Das mit den sechs Monaten liegt nicht nur am Alkoholproblem sondern größtenteils an einem unverarbeitetem Kindheitstrauma und sogenannten "trigger" Depressionen die durch das Thema Tochter ausgelöst werden. Um dieses Thema schnell abzuschliessen erzählt er mir was er meint was ich hören will. Nur merke ich mir seine Geschichten besser als er. Und nächstes mal erzählt er mir eine andere Geschicht was mich natürlich wütend macht.Dann greift er zum Alkohol und ext diesen teilweise. Er lügt weiter und verstickt sich in immer mehr Lügen. Oder er sagt er habe das nie gesagt oder er erinnere sich nicht. Und dann flippt er aus um der Situation zu entkommen, weil er wieder bei 100 Lügen erwischt wurde, weil er weiss wie sehr er mich damit verlezt, weil er nicht über dieses Thema sprechen möchte. Er möchte es verdrängen. Er schreit, schlägt irgendetwas klein und flieht aus der Wohnung um mehr Alkohol zu trinken.
Wenn er sich beruhigt kommt er wieder nachhause und sagt wir sollen morgen drüber reden und schläft seinen Rausch aus. Am nächsten Tag entschuldigt er sich dafür dass er mich mit seinen Lügen verlezt und für den Wutausbruch. Nur konnte er mir noch nie sagen warum er so reagiert. Deswegem die Psychotherapy.
Mittlerweile brauche ich aber nur ein falsches Wort zu sagen und dieser ganze Prozess geht von vorne los.
Sage ich nichts falsches und seine Tochter wird nicht erwähnt haben wir auch glückliche Tage mit nur ein paar Feierabend Bier.
Mit Akoholismus kenne ich mich leider nicht aus weil ich das alles eher auf seinen Psychischen Zustand geschonen habe.
Ich werde mich jetzt aber drüber informieren. So wie es aussieht ist sein Zustand schlimmer als ich erwartet habe
 

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30. August 2017 um 16:27
In Antwort auf lalalunia

Da hast du Recht. So wie es gerade läuft möchte ich aufkeinen Fall weiter machen!
Das mit den sechs Monaten liegt nicht nur am Alkoholproblem sondern größtenteils an einem unverarbeitetem Kindheitstrauma und sogenannten "trigger" Depressionen die durch das Thema Tochter ausgelöst werden. Um dieses Thema schnell abzuschliessen erzählt er mir was er meint was ich hören will. Nur merke ich mir seine Geschichten besser als er. Und nächstes mal erzählt er mir eine andere Geschicht was mich natürlich wütend macht.Dann greift er zum Alkohol und ext diesen teilweise. Er lügt weiter und verstickt sich in immer mehr Lügen. Oder er sagt er habe das nie gesagt oder er erinnere sich nicht. Und dann flippt er aus um der Situation zu entkommen, weil er wieder bei 100 Lügen erwischt wurde, weil er weiss wie sehr er mich damit verlezt, weil er nicht über dieses Thema sprechen möchte. Er möchte es verdrängen. Er schreit, schlägt irgendetwas klein und flieht aus der Wohnung um mehr Alkohol zu trinken.
Wenn er sich beruhigt kommt er wieder nachhause und sagt wir sollen morgen drüber reden und schläft seinen Rausch aus. Am nächsten Tag entschuldigt er sich dafür dass er mich mit seinen Lügen verlezt und für den Wutausbruch. Nur konnte er mir noch nie sagen warum er so reagiert. Deswegem die Psychotherapy.
Mittlerweile brauche ich aber nur ein falsches Wort zu sagen und dieser ganze Prozess geht von vorne los.
Sage ich nichts falsches und seine Tochter wird nicht erwähnt haben wir auch glückliche Tage mit nur ein paar Feierabend Bier.
Mit Akoholismus kenne ich mich leider nicht aus weil ich das alles eher auf seinen Psychischen Zustand geschonen habe.
Ich werde mich jetzt aber drüber informieren. So wie es aussieht ist sein Zustand schlimmer als ich erwartet habe
 

Eigentlich kannst Du sagen was Du willst, der Alkoholiker findet immer einen Grund, den Alkohol trinken zu müssen.

Dazu sei noch gesagt:

Alkohol ist ein NERVENGIFT !

Somit wäre auch dessen psyschiche Auswirkung ganz gut erklärt, wie ich finde.

Lässt Dein Freund mal für längere Zeit den Alkohol ganz weg, wird sich auch schon bald wieder sein Nervenkostüm und seine Psyche erholen. Dazu noch die mehr oder weniger regelmäßigen Besuche der Meetings und es wird ihm so gut gehen, wie nie zuvor.

Und ich weiß, wovon ich rede

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30. August 2017 um 16:42
In Antwort auf gabriela1440

Eigentlich kannst Du sagen was Du willst, der Alkoholiker findet immer einen Grund, den Alkohol trinken zu müssen.

Dazu sei noch gesagt:

Alkohol ist ein NERVENGIFT !

Somit wäre auch dessen psyschiche Auswirkung ganz gut erklärt, wie ich finde.

Lässt Dein Freund mal für längere Zeit den Alkohol ganz weg, wird sich auch schon bald wieder sein Nervenkostüm und seine Psyche erholen. Dazu noch die mehr oder weniger regelmäßigen Besuche der Meetings und es wird ihm so gut gehen, wie nie zuvor.

Und ich weiß, wovon ich rede

Dann will ich mal das beste hoffen

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30. August 2017 um 16:46

Die Tochter existiert. Er hatte ja bis vor kurzem noch Kontakt zur Mutter die regelmässig Fotos und Videos im austausch gegen Geld geschickt hat. Es gibt auch Kopien der Geburtsurkunde und dem Pass.
Leider!

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30. August 2017 um 17:35
In Antwort auf lalalunia

Die Tochter existiert. Er hatte ja bis vor kurzem noch Kontakt zur Mutter die regelmässig Fotos und Videos im austausch gegen Geld geschickt hat. Es gibt auch Kopien der Geburtsurkunde und dem Pass.
Leider!

Warum leider?

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30. August 2017 um 17:58

Anfangs aus neugierde. Ich wollte natürlich auch an seinem Leben teilhaben und nicht ausgeschlossen werden. Ich habe ihn dazu ermuntert das Foto bei uns in der Wohnung aufzuhängen das er von ihr im Bilderrahmen hatte. Aber das wollte er nicht. Er wollte am liebsten vor mir so tun als gäbe es diesen Teil von seinem Leben nicht. Wenn wir uns aber eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollen und dieses Kind irgendwann in unser Leben treten soll, dann möchte ich nicht ausgeschlossen werden. Seine Reaktion um mich nicht auszuschließen war es seine Tochter auszuschließen. Scheinbar bekommt er mich und seine Tochter nicht unter eine Dach obwohl ich ihm immer das Gefühl gegeben habe dass sie auch Teil unserer Familie sein wird und ich absolut kein Problem mit ihr habe. Dieses Kind trägt keine Schuld und sollte nicht daruntet leiden dass ihre Eltern es nicht geschafft haben zu verhüten. Aber naja.
Un jetzt wo er den Kontakt abgebrochen hat versuche ich ihm zu sagen dass das eine sehr egoistische und feige Entscheidung. Das dieses Kind ein Recht darauf hat zu wissen wer der Vater ist und die Möglichkeit haben sollte ihn kennenzulernen.
Wenn er nach der Therapie immernoch der Meinung sein sollte das kein Kontakt die beste Lösung ist dann werde ich das akzeptieren und meine Klappe halten. Aber ich denke jetzt ist er gerade nicht Herr seiner Sinne und wird diese Entscheidung irgendwann bereuen.
 

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30. August 2017 um 18:02
In Antwort auf dubravushka

Warum leider?

Weil es ohne Kind einfacher für alle wöre. Für eine alleinerziehende Mutter die sich eine Familie erhofft hat. Für ein Kind das ohne Vater aufwächst. Für ein Vater der mit dieser Situation nicht klar kommt. Und für mich weil ich sehe wir er darunter leidet.
Versteh mich nicht falsch.  Ich akzepiete dieses Kind und würde es am liebsten adoptieren damit es bei uns leben kann. Aber das ist wunschdenken

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31. August 2017 um 21:53

Da hast du wohl recht.
Ich finde nur, dass wenn er regelmäßigen Kontakt pflegt und Besuche stattfinden sollen mich das was angeht. Und wenn er der Meinung  ist meinetwegen den Kontakt abzubrechen geht mich das auch was an.
Bis zur Therapie gehen wir sowieso auf Abstand. Ich denke damit bekomme ich auch die Zeit wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

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Von: lalalunia
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30. August 2017 um 2:20
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