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Er hat sich umgebracht...wie Beileid wünschen?

11. Januar 2007 um 19:41

Hallo...

also, mein Nachbar hat sich vor 1 Woche umgebracht. Er war 35 und hat Tabletten geschluckt. War ein großer Schock für mich, als ich das gehört hab, da ich schon öfters mit ihm auf irgendwelchen Festle war und mich gut mit ihm verstanden habe.
Im Sommer ( also seit 4-5 Jahren ) fahr ich oft mit seiner Frau Fahrrad und auch wir haben uns gut verstanden.
Jetzt ist er tot und ich habe sie noch nicht gesehen seither. Ich war auch nicht auf der Beerdigung, da ich es aus familiären Gründen dort nicht ausgehalten hätte.
Er hat schon 4 oder 5 Selbstmordversuche hinter sich gehabt, da er einen Zwillingsbruder hatte, der ihm total ähnlich sah, also fast zum verwechseln....und der ist vor 5 jahren tödlich verunglückt.
So, wie würdet ihr jetzt reagieren, wenn ihr seine Frau antreffen würdet? Ich mein, er wollte ja sterben, es war ja kein Unfall , bei dem man sagen könnte: warum er, warum nur, es tut mir so leid,...
er wollte sterben, sie wusste es, ich wusste es, alle wussten es. ich wusste nur nicht, dass er es wirklich durchzieht...!
hab voll angst, wenn ich sie in den nächsten tagen mal antreffen werde. vorallem, wir sind ja keine freundinnen oder so. sie ist 15 jahre älter wie ich... und man kennt sich halt schon das ganze leben... aber wirklich gut kenne ich sie auch nicht.... deswegen werde ich ihr auch nicht um den hals fallen könne...
wie würedt ihr das machen???

Danke...

grüßle...yasi

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11. Januar 2007 um 19:49

Trost kann man auf verschiedene Arten spenden
und somit auch beileid wünschen.

Ich würde an deiner Stelle, schon mit ihr das gespäch suchen, schließlich kennst du sie schon seit ein paar jahren und hast mit ihr schon was unternommen. Der Altersunterschied ist in solchen Situationen echt egal.

Geh rüber, sag wie leid dir das tut, und ob du etwas für sie tun könntest, wenn sie ablehnt, weißt du bescheid, ansonsten ergibt sich alles von selbst, und du wirst merken wie sehr (wenn sie drauf eingeht) menschen in solchen Situationen froh für Gesellschaft und Unterstützung sind.

Von einer Freundin von mir hat sich der Onkel vor Jahren aufgehangen, da hab ich als sie es mir gesagt hat, genauso gehandelt.

Viel Glück und nur Mut!!!.

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11. Januar 2007 um 19:57

Geh rüber...
nimm sie einfach in den Arm,...,daß sagt mehr als tausend Worte ! Oder schick ihr eine Trauer Karte,in der Du Deine Trauer aussprechen kannst ! Es gibt so viele schöne Sprüche ... !

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11. Januar 2007 um 22:31

Suizid ist furchtbar
Ich würde sie auch einfach in den Arm nehmen. Dann ersparst Du dir Worte, die sie schon zig mal gehört hat in den letzten Tagen.

Du sagst, er ist ja freiwillig gegangen. Aber gerade das ist so furchtbar. Sie wird Schuldgefühle haben, sich schrecklich schecht fühlen, weil sie ihn nicht halten konnte, und weil er nicht einmakl für sie geblieben ist. Es ist der Horror. Haben die zwei zusammen gewohnt?

Ich wünsche Dir die Kraft, ihr unter die Arme zu greifen und sie in das Leben zurückzuholen.

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12. Januar 2007 um 9:54

Das selbe hab e ich auch erlebt
vor 3 jahren da lebte ich noch in einer anderen wohnung, war auch erst paar monate drine da hatte ich einen nachbar derzeit auch 35 jahre.

er war nett, nicht mein typ aber ich wohl seiner. wir stellten fest dass wir in der selben stadt und in der selben klinik 35 j davor auf die welt kamen. war seltsam denn die stadt ist fast 100 km weg. in stuttgart geboren und im schwarzwald dann nachbarn. wie gesagt er er schien mir nett und auch aktiv.

also es war aber leider ganz anders. er war von den eltern nie anerkannt worden sie verachteten ihn weil er so schon jahre arbeitslos war und sich er gesellschaft nicht angepasst hat. also er fuhr nun mal ne ente lief etwas seltsam durch die gegend etc. dann bekam ich noch mit dass unser vermieter derzeit ihn voll nd ganz ausnutze und ihn dann auch noch erniedrigte. und dann kam dazu er war exalki und drogen nun ja jede menge. und dann war er auch noch von den frauen so enttäüscht er hatte ne freundin die ihn betrogen hat bzw. es kam raus die geht mit jedem mit der bei 3 nicht auf den baum springt.

nun kam die düstere winterzeit und immer öfter klingelte er bei mir verzweifelt.

er trank wieder und nahm drogen ging in eine klinik und als er wieder kam dachte ich hofentlich schafft er das.

ok dann war januar und ich bin eine sehr sehr hellfühlige frau. eine komische atmosphäre war im haus ich fror und der tag war seltsam.

abends dann der anruf. mein nachbar ist abends die brücke runter gesprungen und zum pech noch in ein stromkabel. er ist beim sturz verbrannt.

ich habe einen richtigen schock gehabt sage ich euch. und lange story aber die wäre echt zu lange. ich sage euch als die famlie die wohnung ausräumte schon eine woche später tüt an tüt zu mir machten die sich lustig über seine eisenbahn in der wohnung und seinen KRAM wie sie es nannten. alles kam in den contaimer die familie schmiss alles weg auch die wert sachen.

ich habe sie lachen hören und dann habe ich in meiner wohnung gesessen und gehuelt über soviel unmenschlichkeit dann habe ich so laut es ging sein lieblingslied laufen lassen dann waren die so still wie mäuse beim käse essen.

sie haben keine beerdigung gmacht die ganzen vielen bekannten konnten sich nicht verabscheiden alles stillschweigend ausser einen gottsdienst in dem er dann thema. war.

ich bin keine kirchgängerin aber bin mit meiner freundin hin . wir haben rotz und wasser geheult bei der predikt denn die eltern gaben falsche angaben es war alles geheuchelt. so wiederlich geheuchelt.

es ist ja paar jaare her ich bin umgezogen und habe einen freund seit 2 jahren aber das thema kommt immer auf wenn ich z.b. über diese brücke fahre. es ist furchtbar heute noch ich seh in dann immer hin und her rennen.

und dann kam dazu dass ich mal auf ner feier war mit meinem freund und sein kollege bei der bestattung arbeitete und die erzählten wie sie ihn geholt haben da must eich gehen die wussten ja nicht dass ich den kannte.

schlimm sag ich euch soooo schlimm.

dir wünsche ich alles gute sowas vergist man nicht.

lg

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12. Januar 2007 um 10:04

Beileid
Also, von meiner sehr guten Freundin ist vor einiger Zeit der Opa gestorben und ich wusste auch nicht wie ich darauf reagieren sollte. Beileidsprüche hören die sowieso schon die ganze Zeit und irgendwann ist es nur noch nervend. Ich bin damals zu meiner Freundin gegangen und habe ihr gesagt, dass ich nicht weiß was ich sagen soll und habe sie dann in den Arm genommen und gesagt, dass ich für sie da bin. Im nachhinein hat sie mir gesagt, dass ich nichts besseres hätte sagen können.
Manchmal ist weniger doch mehr.

LG semanta

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