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Er hat sich so verändert

24. Oktober 2011 um 17:34 Letzte Antwort: 26. Oktober 2011 um 11:37

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Unsere Beziehung ist einfach nicht mehr so wie früher. Er ist manchmal so kalt zu mir und hat auch gar keine Zeit mehr für UNS. Ich bin im neunten Monat von ihm schwanger und vor einem Monat ist sein Vater verstorben. In dieser Zeit hat er sich so verändert. Sein Vater hat ein Haus mit einem riesen Berg Schulden hinterlassen, die mein Freund jetzt alle auf sich nehmen will.
Sein Vater hat seine Frau immer angeschrien und sie total unterdrückt. Sie hat sich das all die Jahre einfach gefallen lassen. Mein Freund war da ganz anders. Er hat mich nie angeschrien und war immer ruhig und sachlich. Bis jetzt. Seit sein Vater nicht mehr da ist, schreit er seine Mutter und seine Geschwister ständig an und bei mir hebt er auch schon manchmal die Stimme. Das hat er sonst nie gemacht und ich hab ihn auch schon drum gebeten, es zu unterlassen, aber er macht es immer wieder. Ich bin sowieso ganz nah am Wasser gebaut und wenn er anfängt zu schreiben, bekomme ich einfach Angst und ziehe mich zurück, obwohl ich in dem Moment einfach nur gerne zurück schreien würde. Mir geht dann soviel durch den Kopf, aber ich kann es nicht aussprechen, weil meine Stimme schon versagt.
In dem Haus ist eine Dachgeschosswohnung mit eingebaut. Separat vom Haus. Dort will er mit mir und dem Baby einziehen. Er will aber alles alleine bestimmen und wenn ich etwas dazu sage, dann wird der Vorschlag einfach verstrichen und es wird das gemacht, was er will. Ich gehe schon soweit auf ihn ein und rede ruhig mit ihm, dass wenn ich mit einziehe, auch was zu sagen haben möchte. Ich will mitbestimmen, wie die Wohnung aussehen soll. Schließlich werde ich mit dem Kind die meiste Zeit dort sein, während er arbeiten geht. (Ich werde mir ein Jahr Elternzeit nehmen). Wenn ich aber mit dem Argument anfange, sagt er nur, es wäre seine Wohnung und sein Haus, also wird er auch bestimmen dürfen, wie es aussieht. Ich habe auch das Gefühl, er will nicht, dass ich da mit einziehe. Es macht mich einfach traurig, dieser Gedanke, dass er anscheinend nicht sein Leben mit mir teilen möchte. Er hat bei Facebook auch mit jemandem darüber geschrieben, dass er dort erst einmal alleine einziehen möchte. Natürlich habe ich ihn sofort drauf angesprochen und er hat einfach alles verneint.
Er versteht einfach nicht, wie sehr er mich mit manchen Dingen verletzt. Das hat er früher nie gemacht und nun kommt jeden Tag ein neuer Spruch dazu. Sein letzter Satz war, ich könnte ja auch zuhause wohnen bleiben, es wäre schließlich seine Wohnung. Oder: In den nächsten 5-6 Jahren nehme ich mir sowieso nur noch Urlaub, um was am Haus zu machen.
Wo ist unsere Beziehung? Warum versteht er es nicht, obwohl ich ihn schon so oft drauf angesprochen habe. Ich denke jeden Tag darüber nach und spiele mit dem Gedanken, ihn zu verlassen. Aber das wäre auch keine Lösung. Ich liebe ihn und bekomme ein Kind von ihm. Es gibt auch schöne Momente, aber die schlechten überwiegen in letzter Zeit einfach.
Was soll ich machen? Warten? Ihn drauf ansprechen bringt nichts. Ich bin im Moment einfach verzweifelt.

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25. Oktober 2011 um 20:21

Schieb

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26. Oktober 2011 um 0:54


Ich habe jetzt mit ihm geredet und ihm alles erzählt, wie ich mich dabei fühle und wie ich diese Dinge sehe. Er hat natürlich gegen angeredet, aber er hat es dann auch eingesehen. In dem Gespräch hat er mir viel ertählt, auch wie er mit der Trauer umgeht und was er sich von mir wünscht.

Er steht zu dem Kind. Es war ein Unfall, haben uns aber dafür entschieden. Ich bin 19. Natürlich ist das jung. Es war auch nicht geplant. Wir sind jetzt eineinhalb Jahre zusammen. Wir sind vorher nicht zusammen gezogen, weil ich in einer anderen Stadt wohnte, um dort meine Ausbildung zu machen. Jetzt bin ich wieder zu meiner Mutter gezogen.

Ich habe mich jetzt auch dazu entschieden, erstmal nicht mit ihm zusammen zu ziehen. Wir haben zwar darüber geredet, warum er alles selber entscheiden will, aber ob sich das jetzt alles ändert, weiß ich nicht!

Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nicht länger bei ihm bleiben kann, wenn es so weitergeht. Er soll mich nicht als einen Gegenstand sehen und denken, ich gehöre ihm, egal was er macht.

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26. Oktober 2011 um 1:09
In Antwort auf keeley_12285525


Ich habe jetzt mit ihm geredet und ihm alles erzählt, wie ich mich dabei fühle und wie ich diese Dinge sehe. Er hat natürlich gegen angeredet, aber er hat es dann auch eingesehen. In dem Gespräch hat er mir viel ertählt, auch wie er mit der Trauer umgeht und was er sich von mir wünscht.

Er steht zu dem Kind. Es war ein Unfall, haben uns aber dafür entschieden. Ich bin 19. Natürlich ist das jung. Es war auch nicht geplant. Wir sind jetzt eineinhalb Jahre zusammen. Wir sind vorher nicht zusammen gezogen, weil ich in einer anderen Stadt wohnte, um dort meine Ausbildung zu machen. Jetzt bin ich wieder zu meiner Mutter gezogen.

Ich habe mich jetzt auch dazu entschieden, erstmal nicht mit ihm zusammen zu ziehen. Wir haben zwar darüber geredet, warum er alles selber entscheiden will, aber ob sich das jetzt alles ändert, weiß ich nicht!

Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nicht länger bei ihm bleiben kann, wenn es so weitergeht. Er soll mich nicht als einen Gegenstand sehen und denken, ich gehöre ihm, egal was er macht.

Hört sich
für mich nach einer vernünftigen Lösung an. Zumindest für die aktuelle Situation. Du kannst schließlich späetr immer noch mal zu ihm ziehen, wenn sich die Dinge geklärt haben sollten.

Freundliche Grüße,
Christoph

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26. Oktober 2011 um 1:26

Verzeih ihm
Erstmal. Es bringt nichts über Trennung nach zu denken wenn du ein Kind bei dir trägst. Schau mal, du bist 19. Er wird nicht viel älter sein. Sein Vater in so jungen Jahren zu verlieren ist verdammt schwer, auch wenn die Beziehung zum Dad schwierig war, wenn er auch viel geschrien hat. Dann musst du bedenken das sein Dad ihm ein Schuldenberg hinterlassen hat. Das muss er auch bewältigen und dazu wird er Papa und möchte für euch sorgen, wenn er bei dem Schuldenberg noch drüber hinaus sehen kann.
Man sagt das man nie so werden will wie die Eltern, fällt aber irgendwann unbewusst in dieses Raster und hasst sich dafür.
Gib ihm Zeit zum nachdenken wie er seine Trauer und Wut gleichzeitig über sein Vater bewältigen kann. Natürlich ist es momentan eine recht ungünstige Zeit für dich da du bald dein Kind erwartest, aber sei für ihn da und schaut gemeinsam nach Lösungen.

Er wird dir dafür dankbar sein und ganz viel Glück bei der Geburt und viel Freude zusammen.

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26. Oktober 2011 um 9:49

So wie ich es verstanden habe
hat sie mit ihm geredet und er hat eingesehen das er Mist gebaut hat. Ich bin absolut NICHT dafür das eine Frau bei einem Mann bleibt der sie wie Müll behandelt, schlägt und diskreminiert weil er sich nicht unter Kontrolle hat. Da rate ich jeder Frau sich zu trennen, aber in ihrem Fall ist es anders. Sie muss auch ihn verstehen. Was würde man selbst tun in der Situation mit so einer riesigen Bürde?
Da er sonst immer lieb und fürsorglich war, sollte man nicht gleich das Handtuch hinschmeißen. Man sollte zum Partner stehen in guten wie in schlechten Zeiten. Bei ihm ist es nunmal eine schlechte Zeit. Ich führe eine super Beziehung, weil ich das Handtuch nicht immer gleich hingeschmissen habe. Mein Partner weiß es zu schätzen. Ich denke du solltest hier auf die gefrusteten Männeremanzen nicht hören, lieber auf dein Bauchgefühl....

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26. Oktober 2011 um 9:54
In Antwort auf tammy_12839396

So wie ich es verstanden habe
hat sie mit ihm geredet und er hat eingesehen das er Mist gebaut hat. Ich bin absolut NICHT dafür das eine Frau bei einem Mann bleibt der sie wie Müll behandelt, schlägt und diskreminiert weil er sich nicht unter Kontrolle hat. Da rate ich jeder Frau sich zu trennen, aber in ihrem Fall ist es anders. Sie muss auch ihn verstehen. Was würde man selbst tun in der Situation mit so einer riesigen Bürde?
Da er sonst immer lieb und fürsorglich war, sollte man nicht gleich das Handtuch hinschmeißen. Man sollte zum Partner stehen in guten wie in schlechten Zeiten. Bei ihm ist es nunmal eine schlechte Zeit. Ich führe eine super Beziehung, weil ich das Handtuch nicht immer gleich hingeschmissen habe. Mein Partner weiß es zu schätzen. Ich denke du solltest hier auf die gefrusteten Männeremanzen nicht hören, lieber auf dein Bauchgefühl....

Desweiteren finde ich es auch super
das du erstmal bei deiner Mutter wohnst und ihn seine Angelegenheiten klären lässt bis er wieder klar im Kopf ist. Ihr werdet euch wieder näher kommen- ganz sicher

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26. Oktober 2011 um 11:37

Hallo Pfefferminzteebeutel
Ich sehe es nicht so. Überleg doch mal, sie ist 19. Er wird vielleicht 20 oder 21 sein. Willst du in dem Alter dein Vater verlieren ? Wenn eine Mutter da wäre, müsste er den Schuldenberg vom Haus nicht übernehmen. Vielleicht ist die Mutter auch tot ? Er befindet sich noch in der Ausbildung oder hat grad mal begonnen zu arbeiten, hat also nicht die mords Kohle und von einem Aus- bzw. Umbau des Hauses ganz zu schweigen. Also kann er sich auch nichts drauf einbilden...
ein Kind ist auch nicht billig. Im Vergleich kannst du dir ein Jahreswagen kaufen bis das Kind 18 ist. Ich kann ihn gut verstehen. Klar kann er sich anders verhalten, aber sie hat ja bisher den richtigen Weg eingeschlagen, indem sie vorerst zur Mutter gezogen ist. Ich wünsche ihr auf jeden Fall das sie erst sich aufs Kind konzentriert, eine angenehme Geburt erlebt und vielleicht das er ihr dabei die Hand halten darf, denn er wird es sonst sein Leben lang bereuen bei der Geburt nicht dabei gewesen zu sein.

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