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Er hat sich meinem Lebensstil angepasst

29. Januar um 10:10 Letzte Antwort: 30. Januar um 11:43

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich und mein Freund sind nun seit zwei Jahren zusammen. Eigentlich passt es zwischen uns unglaublich gut, wir lieben uns beide unendlich und haben auch die gleichen Interessen. Doch das Problem ist, dass wir einfach verschiedene Vorstellungen vom Leben haben. Er ist ein sehr freier Mensch und ich hingegen ein sehr Sicherheitsbezogener Mensch. Man muss erwähnen dass er schon 27 Jahre alt ist aber trotzdem noch nicht weiß was er will und was nicht , sich nicht festlegen kann. Davor hat er in einer Wg gelebt und war auf einer Künstlerschule, kein Führerschein, kein Auto, hat gern gekifft. Der Lebensstil den er geführt hat, war absolut nicht meiner. Mir zu liebe hat er nachdem Abschluss der Schule sich sehr meinem Lebensstil angepasst. Er hat sich sehr verändert, kifft nicht mehr, will seinen Führerschein machen und wir haben von gemeinsamen Zukunftsplänen geredet. Eine Familie gründen, ein “normales” Leben führen. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und er hat mir zu liebe sogar eine neue Ausbildung angefangen. Einen Zukunftssicheren Beruf . Eigentlich wollte er studieren gehen ,aber das hat er mir zu liebe auch gelassen. Und er war bei all dem glücklich , es kam mir so vor , als hätte ich ihm geholfen auf die richtige Bahn zu kommen und als würde es ihm gut tun. Doch jetzt ist er auf einmal nicht mehr glücklich mit diesem Lebensstil. In dem Beruf ist er jetzt nicht mehr 100 Prozent glücklich und kann sich nicht vorstellen dort für immer zu bleiben. Nun redet er davon, dass er doch gerne studieren würde. Doch damit komme ich überhaupt nicht klar. Bin ich unfair? Oder kann dass jemand nachvollziehen? Er hat keinen richtigen abgeschlossenen Beruf und will jetzt mit 27 Jahren anfangen zu studieren . Das Studium dauert vermutlich fünf Jahre . Er bekommt auch kein Bafög mehr. Fünf Jahre, in denen er fast kein Geld hat, keinen Führerschein machen kann und wieder ein wenig in seinen alten Lebensstil verfällt. Ich hingegen bin 22 und bin in in eineinhalb Jahren mit meiner Ausbildung fertig und verdiene mein Geld . Wenn er anfängt zu studieren, kommt es mir so vor als würde er sich gegen ein gemeinsames Leben entscheiden. Doch momentan ist er auch nicht glücklich, ihm ist dieses Leben zu langweilig . Und ich habe schlechtes Gewissen, weil er jeden Tag einen Job macht , den er nur wegen mir macht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, hat jemand einen Rat?

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29. Januar um 23:16

Eigentlich wäre doch ein Studium super, das gibt ihm viel bessere Chancen. Schade nur, dass er das nicht früher begonnen hat. Aber Du hast halt kein Student kennengelernt. Was hat Dir denn an ihm ursprünglich gefallen? Sein Lebensstiel kann es nicht sein. Sonst hättest Du ihn nicht quasi an Deinen Lebensstil angepasst. Will er nun studieren, dann kommt mir das so vor, wie wenn er den von Dir gegebenen Weg nun weiter gehen will. Du siehst doch sicher auch das Positive darin, falls er das tatsächlich durchziehen kann?

Ich denke Du solltest ihm nicht zu sehr im Weg stehen, falls er eine gute Ausbildung mit Zukunftsaussichten macht. Und falls Du auch an eine langfristige Beziehung denkst? Etwas schwieriger hätte das sein können, wenn Du in seinem Alter wärst und Kinder willst. Jedoch durch den Unterschied, den ihr habt und falls Du Familie überhaupt willst, dann wäre das doch gut möglich selbst bevor Du 30 bist.

Lediglich aufpassen müsstest Du, dass Du ihn nicht durchfüttern musst für 5 Jahre und er sich danach von Dir verabschiedet. Damit das nicht passiert, müsste er sich im Klaren sein, dass er sich abrackern muss für 5 Jahre. Mit Schule, Lernen und Job parallel. Ist aber sein Wille wirklich stark genug, dann wird er das können. Ansonsten solltest Du Dich finanziell absichern.

Wieso denkst Du, dass das gegen ein gemeinsames Leben ist? Glaubst Du nicht an das Langfristige Deiner Beziehung? 5 Jahre Eures Lebens sind doch nicht viel. Vielleicht kommt es Dir mit 22 nach viel vor, aber das Leben dauert doch so viel länger und lässt sich noch lange geniessen. Ausbildungen haben sich noch fast immer gelohnt.

Ich wünsch Dir jedenfalls Deinen besten Weg zu finden und konsequent gehen zu können.
LG

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30. Januar um 11:43
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Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich und mein Freund sind nun seit zwei Jahren zusammen. Eigentlich passt es zwischen uns unglaublich gut, wir lieben uns beide unendlich und haben auch die gleichen Interessen. Doch das Problem ist, dass wir einfach verschiedene Vorstellungen vom Leben haben. Er ist ein sehr freier Mensch und ich hingegen ein sehr Sicherheitsbezogener Mensch. Man muss erwähnen dass er schon 27 Jahre alt ist aber trotzdem noch nicht weiß was er will und was nicht , sich nicht festlegen kann. Davor hat er in einer Wg gelebt und war auf einer Künstlerschule, kein Führerschein, kein Auto, hat gern gekifft. Der Lebensstil den er geführt hat, war absolut nicht meiner. Mir zu liebe hat er nachdem Abschluss der Schule sich sehr meinem Lebensstil angepasst. Er hat sich sehr verändert, kifft nicht mehr, will seinen Führerschein machen und wir haben von gemeinsamen Zukunftsplänen geredet. Eine Familie gründen, ein “normales” Leben führen. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und er hat mir zu liebe sogar eine neue Ausbildung angefangen. Einen Zukunftssicheren Beruf . Eigentlich wollte er studieren gehen ,aber das hat er mir zu liebe auch gelassen. Und er war bei all dem glücklich , es kam mir so vor , als hätte ich ihm geholfen auf die richtige Bahn zu kommen und als würde es ihm gut tun. Doch jetzt ist er auf einmal nicht mehr glücklich mit diesem Lebensstil. In dem Beruf ist er jetzt nicht mehr 100 Prozent glücklich und kann sich nicht vorstellen dort für immer zu bleiben. Nun redet er davon, dass er doch gerne studieren würde. Doch damit komme ich überhaupt nicht klar. Bin ich unfair? Oder kann dass jemand nachvollziehen? Er hat keinen richtigen abgeschlossenen Beruf und will jetzt mit 27 Jahren anfangen zu studieren . Das Studium dauert vermutlich fünf Jahre . Er bekommt auch kein Bafög mehr. Fünf Jahre, in denen er fast kein Geld hat, keinen Führerschein machen kann und wieder ein wenig in seinen alten Lebensstil verfällt. Ich hingegen bin 22 und bin in in eineinhalb Jahren mit meiner Ausbildung fertig und verdiene mein Geld . Wenn er anfängt zu studieren, kommt es mir so vor als würde er sich gegen ein gemeinsames Leben entscheiden. Doch momentan ist er auch nicht glücklich, ihm ist dieses Leben zu langweilig . Und ich habe schlechtes Gewissen, weil er jeden Tag einen Job macht , den er nur wegen mir macht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, hat jemand einen Rat?

Hallo,
also ganz ehrlich, findest du dich nicht etwas egoistisch? Dein Freund wollte studieren gehen und hat es gelassen, weil du nicht wolltest, dass er das macht? Warum machst du sowas? Normalerweise sollte man seinen Partner in seiner Entscheidung unterstützen, vor allem wenn es um den Beruf geht den man jahrelang jeden Tag macht. Dann studiert er eben ein paar Jahre, na und? Man kann sich auch einen Nebenjob suchen um Geld zu verdienen oder man lebt ein paar Jahre einfach ein bisschen minimalistischer als zuvor. Mein Bruder hat auch spät angefangen zu studieren, weil er vorher einfach nicht wusste, was er wirklich machen will/werden will. Er war schon über 30. Jetzt ist er endlich glücklich, weil er das Richtige für sich gefunden hat. 

Ich würde mir von meinem Partner niemals vorschreiben lassen, welchen Beruf ich ausüben muss, vor allem nicht, wenn es mich unglücklich macht. Dein schlechtes Gewissen ist berechtigt. 

Wenn ihr einfach zu verschieden seit, weil du Sicherheit willst und er noch nicht weiß, ob er seinen richtigen Platz im Leben schon gefunden hat, dann überlege dir, ob ihr zusammenpasst. Aber verbaue ihm nicht die Zukunft, die er sich wünscht. 

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