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Er hat sich getrennt will aber trotzdem familienleben, also nicht austziehen

9. März 2005 um 13:14 Letzte Antwort: 12. März 2005 um 18:44

mein mann hat sich vor vier wochen nach 17 Jahren von mir getrennt, da er mich nicht mehr liebt, ich nie für ihn da war, ich ihn nicht verstehe etc. er möchte nun aber nicht ausziehen, sndern mit mir und unseren beiden kindern (12 und 10) das modell "familien- wg" leben, was ihm emotional anscheinend keine großen probleme bereitet. er meint, dass er mich ja nicht hassen würde und meine vielen guten seiten sehen würde, außerdem unser familienleben bzw. die erziehung der kinder hand in hand und sehr übereinstimmend läuft (was den tatsachen entspricht). seit seinem "Verbalen kahlschlag" vor vier wochen hat er absolut keinen schritt unternommen, sondern wartet schlicht ab, ob ich diese situation ertragen kann. nach zwei sehr verzweifelten wochen, die ich mehr oder weniger unter schock stand, merke ich mehr und mehr, wie die wut in mir hochkocht und ich diesen mann eigentlich nicht mehr sehen will. allerdings hat unsere familie wirklich immer gut funktioniert, und dann gibt es noch den üblichen rattenschwanz von haus mit vielen schulden, ich bin seit drei jahren nicht mehr berufstätig, die kinder lieben ihren vater sehr- ich tappe seit wochen im nebel und finde keine klarheit. ich will meine mann nicht zurück und kann mir an manchen tagen dieses arrangement sogar vorstellen, da er die letzten jahre sowieso nur gearbeitet oder zuhause vor dem fernseher gelegen hat und nicht in der lage war, zeit in die beziehung zu investieren. anderseits finde ich dieses verhalten meines mannes mit der trennung völlig inakzeptabel, feige, bequem und verantwortungslos. bin ich blind?

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9. März 2005 um 15:42

Schmeiss ihn raus
Das geht auf Dauer nicht gut, spätestens wenn einer von euch einen neuen Partner kennen lernt, kracht es, bzw. kannst du Dir vorstellen einem neuen Mann zu erklären: Ich liebe dich aber du kannst nicht bei mir übernachten weil mein Mann noch im Haus lebt!"? Funktioniert nicht. Das du ihn nicht mehr sehen willst kann ich nach voll ziehen ging mir mit meiner frau genauso!

Lg.
Tekky

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9. März 2005 um 19:50

Klingt ja
alles sehr bequem für ihn...

Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle machen würde:
Ich würde die neue Freiheit mal so richtig auskosten!
Du bist ja jetzt auch nicht mehr gebunden, also spann Deinen Göttergatten als Babysitter ein und mach Dir öfter mal einen netten Abend mit Freundinnen.
Geh aus, flirte, komm erst gegen morgen heim, genieße Dein Leben und hab so viel Spaß wie möglich!

Entweder stellt sich dann heraus, daß diese Regelung für Dich vorerst auch gar nicht so schlecht ist, oder Dein Mann hat evtl. schnell die Nase voll, Dir beim Spaß haben zuzusehen und erkennt selbst, daß sie Situation so nicht haltbar ist.

Schlag ihn einfach mit seinen eigenen Waffen!

Gruß, harter Kern

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9. März 2005 um 21:05
In Antwort auf megan_12750002

Klingt ja
alles sehr bequem für ihn...

Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle machen würde:
Ich würde die neue Freiheit mal so richtig auskosten!
Du bist ja jetzt auch nicht mehr gebunden, also spann Deinen Göttergatten als Babysitter ein und mach Dir öfter mal einen netten Abend mit Freundinnen.
Geh aus, flirte, komm erst gegen morgen heim, genieße Dein Leben und hab so viel Spaß wie möglich!

Entweder stellt sich dann heraus, daß diese Regelung für Dich vorerst auch gar nicht so schlecht ist, oder Dein Mann hat evtl. schnell die Nase voll, Dir beim Spaß haben zuzusehen und erkennt selbst, daß sie Situation so nicht haltbar ist.

Schlag ihn einfach mit seinen eigenen Waffen!

Gruß, harter Kern

WG? Dann aber richtig!
Finde ich klasse, diese Idee. Früher oder später wird es sowieso auf eine räumliche Trennung hinauslaufen, spätestens wenn einer von euch einen neuen Partner hat. Dafür seid ihr jetzt ja frei.

An deiner Stelle würde ich jetzt Gleichwertigkeit einfordern. Da kann er schonmal üben für die Zeit nach der Scheidung. Gleicher Zeitaufwand für Kind und Haus und gleicher Zeitaufwand für Erwerbsarbeit. Steige so bald wie möglich wieder in den Beruf ein (wirst du bei einer Scheidung früher oder später sowieso tun), er hat seine Arbeitszeiten reduzieren um sich gefälligst um Kind und putzen zu kümmern.

Nichts gegen eine WG - ist eh nicht auf Dauer drin. Aber eine WG besteht aus gleichwertigen Teilen. Es gibt einen Putzplan, eine Hauskasse und Regeln. Eine WG bedeutet NICHT, grosse Freiheit auf Kosten von anderen. Ist ihm das überhaupt klar? Wenn nicht, mach es ihm klar und sag ihm, er könne ja jederzeit in eine passende WG ziehen, wenn er sich die WG die dir anders vorstellt.

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10. März 2005 um 10:13

Der herr
...will nur mit deinem einverständnis einen freibrief sich mit anderen frauen einlassen zu können.du solltest dich von einem anwalt beraten lassen, denn wenn du dich hoffentlich trennst, dann wirds teuer für den herrn. und genau das will er verhindern. er wirft dich weg wie einen gegenstand, der verbraucht ist.

läßt du dir das gefallen ?

für voll nimmt er dich jedenfalls nicht oder er hält dich für dumm und er hat keinen respekt vor dir.

warum?

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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11. März 2005 um 17:25

Er will Dich nur als Funktion oder?
Hallo,

ja, so eine Situation kenne ich oder ich stecke immer noch mit drin, der Rattenschwanz, der einen nicht mehr los lässt.
Mein wollte auch nach 13 Jahren Ehe und 2 Kindern "leben" von heute auf morgen.
Das wir die ganzen Jahre zuvor gerackert und geschuftet haben ein Haus zu haben für ein sogenannte glückliche Familie. Letzendlich haben wir dafür aber nicht mehr gelebt, er hat gearbeitet, wenn er abends nach Hause kam war alles palletti für Ihm. Das Essen stand auf den tisch, frische Handtücher neben der Dusche, die Kinder soweit wohlerzogen durch meinen Einsatz, die Couch schon bereit, damit sich der Herr einen bequemen Fernsehabend machen konnte und Ruhe musste sein, denn er hat ja schon 12 Std. gearbeitet. Ich halbtags berufstätig räumte Ihm alle unbequemlichkeiten aus dem Weg, wollte ich mit Ihm was machen war er müde, kurz vor der Krise kamen dann neue Freunde in sein Leben, bei den war er nicht mehr müde, wenn diese vor der Tür standen, die ganze Nacht war mit Ihnen unterwegs - er wollte auf einmal leben - für die Familie hat er nun keine Zeit es gibt ja schliesslich auch "ÍHM" so erklärte er mir die ganze Sache. Kochen, putzen, waschen und ab zu mit im in die Kiste.....auch Kindermädchen sollte zu meinen Funktionen gehören, der Rest der Geschichte ich bin ausgezogen, der Zirkus hat aber dann erst richtig begonnen! Mehr zu dieser Sache wenn Du Interesse hast kann ich Dir stundenlang erzählen. Nur eins sag ich Dir Du bist Du und Dein Mann steht nicht über Dir lass Dir bloss nichts gefallen Du bist eine Frau und jeder auch Dein Mann hat Dich zu repektieren und nicht nur zu benutzen!!!!!!


Grüsse paula

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12. März 2005 um 18:29

Lieber Schlusstrich ziehen - als am Boden...
Hallo Britta,
ja genau so ist das,hab vorlauter es allen recht und bequemlich zu machen auch mein Leben vergessen,ich weiß nicht warum man das nicht mehr erkennt nach Jahren.
Wegen einem Haus,dass gebaut wurde, der Kinder wegen damit die Harmonie passt, damit die die Leute beeindruckt sind von der tollen Familie von neben an, die man immer rausgeputzt und lächelnd aus der Türe gehen sieht.
Heute sehe ich es nicht mehr so ich bin kein Fußabtreter weder für meinen Mann, meinen Kindern, ich erwarte wenn ich gebe auch geben und diese Waage war nicht mehr vorhanden. Musste zwar beim Auszug Federn lassen, Kummer und Sorgen sind immer noch nicht verzogen, aber das was ich jetzt habe Harmonie für mich und Freiheit das lass ich mir nicht mehr nehmen, da kann kommen wer will. Aber ich muss auch dazu sagen, es schreibt sich oft leichter nieder als man die Sache erlebt und wenn ich so etwas schreibe kriege ich immer noch nasse Augen.
Aber es kann nicht immer so schwarz bleiben, nach einem Gewitter zieht auch die Sonne mit ihren Strahlen wieder auf.... alles braucht seine Zeit, man darf nur nicht immer sich selber in Frage stellen oder meinen nur sich über das Geschehene rechtfertigen zu müssen.
Schreiben und reden könnte man da Stunden...oder?

Grüsse paula

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12. März 2005 um 18:44
In Antwort auf megan_12750002

Klingt ja
alles sehr bequem für ihn...

Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle machen würde:
Ich würde die neue Freiheit mal so richtig auskosten!
Du bist ja jetzt auch nicht mehr gebunden, also spann Deinen Göttergatten als Babysitter ein und mach Dir öfter mal einen netten Abend mit Freundinnen.
Geh aus, flirte, komm erst gegen morgen heim, genieße Dein Leben und hab so viel Spaß wie möglich!

Entweder stellt sich dann heraus, daß diese Regelung für Dich vorerst auch gar nicht so schlecht ist, oder Dein Mann hat evtl. schnell die Nase voll, Dir beim Spaß haben zuzusehen und erkennt selbst, daß sie Situation so nicht haltbar ist.

Schlag ihn einfach mit seinen eigenen Waffen!

Gruß, harter Kern

Kein schlechter Vorschlag,
find ich keinen schlechten Vorschlag von Dir, doch als ich in dieser Situation war, hatte mir mein eigener Mann sogar diesen Vorschlag gemacht, wegzugehen, ich ging auch aber ich war so verzweifelt und fertig, dass ich denn Kopf hierzu gar nicht frei hatte, die Kinder waren trotz 10 und 12 Jahren auch noch fix und fertig und schliefen nicht mehr richtig ich hatte einfach nicht die Kraft.
Nur heute kann ich wie eben auch Du vorgeschlagen hast, stell ihm das Gas ein aber ordentlich und wenn auch oft nicht weißt wie Du es schaffen sollst. Sei stark, sehr stark und ziehe es durch noch mehr kann es nicht schief gehen.

Grüsse paula

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