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Er hat sich bei mir eingenistet. Zahlt seine Miete bei mir nicht. Bin ratlos

17. Februar 2011 um 10:13

Mein Freund lebt seit 6 Monaten in meiner eigenen Wohnung mit mir.
Ich hatte schon Angst vor dem Einzug, da ich weiss, dass er Geldprobleme hat und früher auch schon einmal seine Miete nicht bezahlt hat.
Nun ist es schon das zweite mal, dass er sich an nichts beteiligt.
Ich komme ihm wirklich schon sehr entgegen und er zahlt sehr wenig, also eigentlich nur Strom und eine kleine Zulage.
Ich bin nicht bereit es hinzunehmen, das er nicht zahlt und möchte so nicht mit ihm zusammenleben.
Das Problem ist aber, das ich ihn kaum vor die Türe setzen kann, da er wirklich chronisch pleite ist. Sein Geld von seiner Teilzeitstelle geht sofort drauf, um seine Schulden zu zahlen, Unterhalt...!
Er steht auch sicher in der Schufa.
Was soll ich tun? Ich will mich ja nicht von ihm trennen, denn ansonsten bin ich sehr glücklich. Aber aushalten will ich ihn auf keinen Fall.
WIr haben schon oft darüber geredet und ich kriege das Geld einfach nicht.
Ich würde ihn gerne vor die Türe setzen. Doch wie ohné dass er Geld für Umzug, Maklergebühren, Mietkaution hat? Das kann so nicht weitergehen!!!! HIlfe!

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17. Februar 2011 um 10:22

Jeder ist seines glueckes schmied
da du nichts von liebe schreibst sondern von blossen technischen aspekten des zusammenlebens, ist da nicht wirklich viel gemeinsamkeit, die dich dazu veranlassen koennte, ihn durchzufuettern.

sieh mal, dadurch dass du ihm die basiskosten des lebens schenkst, bist du so nett, dass du ihm jetzt sein leben vor dir finanzierst. dadurch dass du zahlst, kann er problemlos unterhalt zahlen und damit zahlst du eigentlich den unterhalt fuer jemanden der nicht dein kind ist.

und generell ist meine meinung dazu - du bist nicht fuer ihn verantwortlich. wenn ihr es nicht vereinbart hab, dass ihr beim zusammenleben alles teilt oder dass nur du zahlst....

wenn er einen teilzeitjob hat, dann kann er noch nen anderen teilzeitjob finden und somit auch zum gemeinsamen haushalt mit beitragen. setz ihm ne frist. wenn er gehen muss und kein geld fuer den umzug hat, dann kann er ja seinen kram verkaufen oder seine eltern fragen oder geschwister oder kumpels. du kannst ihm ja vorrechenen, was du fuer sein lebensunterhalt ausgegeben hast in den letzten 6 monaten, damit er nicht denkt, du spendierst ihm den umzug. .... ich habe uebrigens auch schon mehrere umzuege ohne geld hinter mir - man fragt einfach ein paar freunde, ob die helfen !

und erkundige dich mal danach, wieviel unterhalt er zahlen muss. ist das wirklcih 100% seines einkommens???

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17. Februar 2011 um 10:29

Schieß ihn ab oder lerne mit dem glücklich zu sein was du hast
Ich persönlich würde zu abschießen tendieren, er scheint seine Sachen nicht nur nicht auf die Reihe zu kriegen, er zeigt auch keinerlei Bemühung, diesen Zustand zu ändern. Es liegt an dir, wie weit du dich ausnutzen lassen willst.

Er ist eben schwach. Dafür hat er Stärken an anderen Stellen. Die Gewichtung kannst nur du persönlich vornehmen. Für mich wär so eine Lusche nix, aber sowas ist ja immer eine Geschmacksfrage.

Nochwas: Umzug, Maklergebühren, Mietkaution, der ganze Scheiß, das ist SEIN verficktes Problem und nicht deines! Versuch das mal eine Sekunde lang so zu sehen, bevor du wieder in deine Mutter Theresa Kutte hineinschlüpfst...

Freundliche Grüße,
Christoph

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17. Februar 2011 um 12:25

Willkommen in der "Freundlichkeitsfalle"
Hallo Sweetie,

schließe mich den Anderen an und möchte dir einen kleinen Tipp geben: Partnerschaften funktionieren meiner Meinung nach ausschließlich auf Augenhöhe. Das bedeutet, jeder kann zumindest seine Grundexistenz selbst sichern.

Lass dir nichts erzählen, selbst wenn sein Lohn gepfändet wird, muss ihm nach Abzug von Unterhalt/Pfändungen von Gläubigern ein Existenzminimum von ca. 980 bleiben. Das ist so in deutschland. Ich denke, dass man sich davon sehr gut an den Kosten beteiligen kann.

Deine vermeintliche Freundlichkeit, ist nichts weiter, als die Unterstützung in weiter in seiner miesen finanzielen Lage zu halten. Du bist wie ein Dealer, der ihm immer wieder ein kleines bisschen Stoff gibt, er sich nicht aus deiner Abhängigkeit lösen kann.

Wenn du konsequent bist, ihn vor die Tür setzt, MUSS er sich was einfallen lassen. er ist dann gezwungen, etwas zu tun, weil er merken wird, dass es auf dem Sofa von freunden oder im Obdachlosenheim auf Dauer ungemütlich wird...

Leidensdruck ist gar nicht so schlecht, um jemanden dazu zu bewegen, sich um sein Leben zu kümmen. Meiner Meinung nach, ist das sogar der größere Liebesbeweis: Hart und konsequent sein, damit ER was nachhaltiges davon hat.

Du wirst sehen, wenn er muss, wird er es auch tun. Wenn er ein guter Kerl ist, wird er es dir eines Tages auch danken, dass du ihn zur Selbsterhaltung getrieben hast. Dann ist er unabhängig, entsprechend besser drauf, selbstbewusster etc. Dann begegnet man sich in einer Beziehung völlig neu: Auf Augenhöhe!

Alles Gute und viel Kraft dir,

Sumsebiene

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17. Februar 2011 um 12:28

Sorry, Tigerlilly
natürlich nicht Sweety, ich bring heut aber alles durcheinander...

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17. Februar 2011 um 12:30

Alles nur die Kohle?
Da hier alle schreiben, dass man als Paar die laufenden Kosten gemeinsam zu tragen haette, moechte ich kurz was dazu sagen.

In meiner Auffassung von Paar, das zusammen einen Lebensweg gehen moechte, sollte man dem anderen unterstuetzend zur Seite stehen.

Nicht alle beide haben gleichermassen einen Job, der ein gleiches Einkommen schafft. Manchmal ist auch einer von beiden arbeitslos oder kuemmert sich um den Haushalt.

Fuer mich ist es gerade die Liebe in der Beziehung, die dieses Konstellation ermoeglicht, sonst waere es eine Wohngemeinschaft oder Untermietverhaeltnis.

Ich muss sagen, ich erwarte von meinem Partner, dass er mich, wenn es drauf ankommt, durchfuettert, genauso wie ich es andersrum mache.

Dumm ist es nur, wenn ich von Anfang an das Gefuehl des Ausnutzens habe.... wenn schon vor dem Einziehen genau diese Situation als unangenehm empfunden wird und man eigentlich nicht bereit ist, genau diesen Liebesdienst (den anderen aushalten) zu leisten.

Dann hat man naemlich keine Einigung darueber erziehlt, wie man zusammen lebt, was normalerweise vor dem Einzug geklaert worden sein sollte.
-machen wir halbe-halbe,
-oder anteilmaessig zum Einkommen (z.B. ich verdiene doppelt so viel wie du und darum gebe ich 1000 und du 500 in die gemeinsame kasse )
-oder ich zahle alles und du nur ab und an etwas
-oder du zahlst alles und ich nur ab und an etwas
-oder .....


Ihr muesst eine Regelung finden, die fuer Euch beide annehmbar ist.

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17. Februar 2011 um 14:00

Eine Einigung und Regelung ....
...genau darum schreibe ich auch das von der Absprache, wie man denn sein Zusammenleben regeln moechte, damit man sich nicht ausgenutzt fuehlt.

In meinem reichen Erfahrungschatz habe ich einmal bei meinem Exfreund durchgesetzt, dass er, als er ein paar Monate lang woanders gearbeitet hat und nur ab und an nach Hause kam, dass er trotzdem genau alles eine Kosten uebernimmt, wie auch vorher. Er hatte das nicht eingesehen und somit meinte ich zu ihm, dass ich, obowhl cih zwei Wochen pro Monat auf Dienstreise war in der Zeit, auch immer puenktlich die komplette Miete an die Vermieterin gezahlt habe und nicht bloss die netto Zeit, die ich mich auch in der Wohnung aufgehalten habe. Und als er immer noch nicht wollte, habe ich ihm einen Mann als meinen neuen Mitbewohner praesentiert und er solle doch wieder zu seinen Eltern ziehen und keinen Unkostenbeteiligung zahlen.

Da hat er dann ganz schnell seinen Beitrag wie immer gezahlt .............................. .

Manchmal muss man eben hart sein, wenn man Regelungen abgesprochen hat und einer von beiden meint, sie einfach so nicht einhalten zu muessen.

Muss aber nicht immer halbe halbe sein, meine ich. Man kann ja durchaus dem weniger vermoegendem entgegenkommen. Ich moechte ja auch nicht in irgendeiner lausigen Bude hausen, nur weil mein Partner nicht zu einer teureren Miete beitragen kann. Wenn ich gut verdiene und der andere nicht, dann wird eben anteilsmaessig gezahlt (bei mir ist das so und ich finde das gut und fair)

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17. Februar 2011 um 16:00

Ja
sie empfindet es als Ausnutzen und hat es schon vor seinem Einzug als Ausnutzen empfunden. Sie haben das Zusammenleben nicht vorher im Detail besprochen. UND sie erwaehnt die Liebe mit keinem Wort. Sie sagt nicht, warum er ihr Freund ist..... fuer mich hoert es sich nicht nach Liebesbeziehung an.


Wir sind uns alle einig!

Hoffentlich kann sie fuer sich aus der Geschichte lernen und besser auf ihr Bauchgefuehl vertrauen.

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18. Februar 2011 um 10:01

Hallo Leute!
Ich möchte mich recht herzlich für eure Antworten bedanken!!!

Sie haben mir wirklich Mut gegeben nochmal mit ihm zu reden und ihn notfalls vor die Türe zu setzen.

Ich bin mittlerweile so so sauer auf ihn, dass ich keine Hemmungen mehr habe.

Auch wenn ich ihn wirklich sehr liebe, irgendwo hört das auf, er hat meine Gutmütigkeit nun lange genug ausgenutzt, sei es böswillig oder einfach aus seiner Unfähigkeit heraus.

Und ihr habt Recht: Nur Härte wird uns hier auf eine Augenhöhe bringen!
Liebt er mich, dann bleiben wir zusammen, auch wenn wir erstmal nicht miteinander wohnen.

Mir reichts!!! Bin ja wirklich nicht Mutter Theresa. Außerdem verliere ich sonst bald die Achtung.

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18. Februar 2011 um 10:23
In Antwort auf tigerlilly52

Hallo Leute!
Ich möchte mich recht herzlich für eure Antworten bedanken!!!

Sie haben mir wirklich Mut gegeben nochmal mit ihm zu reden und ihn notfalls vor die Türe zu setzen.

Ich bin mittlerweile so so sauer auf ihn, dass ich keine Hemmungen mehr habe.

Auch wenn ich ihn wirklich sehr liebe, irgendwo hört das auf, er hat meine Gutmütigkeit nun lange genug ausgenutzt, sei es böswillig oder einfach aus seiner Unfähigkeit heraus.

Und ihr habt Recht: Nur Härte wird uns hier auf eine Augenhöhe bringen!
Liebt er mich, dann bleiben wir zusammen, auch wenn wir erstmal nicht miteinander wohnen.

Mir reichts!!! Bin ja wirklich nicht Mutter Theresa. Außerdem verliere ich sonst bald die Achtung.

Viel Glueck!
Es ist immer hart, solche einen Schritt (ernstes Grundfragengespraech mit etwaigen Konsequenzen) durchzu ziehen.

Halte Dir immer wieder die Punkte vor Augen, weshalb Du mit ihm sprichst, nicht dass er Dich noch davon ablenkt ....

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