Forum / Liebe & Beziehung

Er hat Schluss gemacht, weil er innerhalb ein paar Tage keine Gefühle mehr hatte.

20. Januar um 18:53 Letzte Antwort: 24. Januar um 10:11

Alsoo: Eigentlich wollte ich gar nicht eine Diskussion in irgendeinem Forum starten, aber ich merke, wie die Tipps meiner Freunde und Familie zu subjektiv geworden sind. Es geht um Folgendes. Vor ca. 2 1/2 Jahren bin ich mit meinem Freund, den ich an der Uni kennengelernt habe, zusammengekommen. Wir beide waren total verliebt, haben uns so oft es geht beieinander besucht und haben sogar das erste Jahr in einer Fernbeziehung gelebt. Er hat schon nach 3 Monaten verkündet, dass er mich liebt. Für mich das erste Mal eine Beziehung, das erste Mal die 3 Worte hören. Ich war der glücklichste Mensch. Wir haben jeden Abend telefoniert und wenn wir uns gesehen haben konnten wir nicht genug voneinander haben. Ein richtig süßes Paar. Auch konnten wir über alles reden und haben auch nächtelang durch geredet. Ich kannte seine Familie, er meine. Meine Freunde wurden zu seinen, seine zu meinen. Er hat sogar meine Großeltern kennengelernt. Dann sind wir nach einem Jahr Fernbeziehung in die gleiche Stadt für unseren Master gezogen. Wir sind nicht zueinander gezogen, aber haben uns alle paar Tage gesehen. Es war nicht mehr so aufregend wie zu Anfang, aber immer noch schön, wir waren ein Team und haben uns unterstützt. Trotzdem hatte jeder auch seine eigenen Freunde, sodass wir eigentlich auch nie geklammert haben sondern auf eigenen Beinen standen. Dann kam Corona. Mir ist schon immer aufgefallen, dass er sehr an seinen Eltern hängt und für mich ist es befremdlich, da ich sehr selbstständig bin, mich nciht immer wegen Allem bei ihnen melde, und schon gar nicht länger als nötig mit ihnen wohnen möchte. Als Corona anfing, hat ihm seine Mutter aber gesagt, er soll nach Hause kommen. Ich bin ein paar Tage später nachgekommen, da es bei ihm sehr viel mehr Platz gibt, und wir die Quarantäne Zeit zusammen überstehen wollten. Dort haben wir also ein paar Monate verbracht. Mit der Zeit fiel mir auf, wie er immer mehr zum Einzelkind Muttersöhnchen wurde, er war nicht mehr so aufmerksam, hat nicht den Tisch mit abgeräumt und sich von mama bekochen lassen. Aber gut, ist halt so dachte ich. Bald sind wir ja wieder weg. Unser Plan war nämlich gemeinsam in eine andere Stadt zu ziehen, und dort zusammen zu ziehen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass durch Corona, auch sein wahrer Charakter zum Vorschein kam. Er wurde so nervig, aber ich war immer der Meinung, es würde wieder vorbeigehen, wenn er erstmal nciht mehr bei seinen Eltern wohnt. Tatsächlich habe ich dann ein Praktikum in der gleichen Stadt gefunden, wo er ein Projekt für seine Arbeit machen sollte, also sind wir für 3 Monate dorthin gezogen. In der Zeit hingen wir viel aufeinander und wir sahen plötzlich auch die unattraktiven Seiten des Anderen. Wenn man sich nicht hübsch macht, in Jogginghose arbeitet, etc. Aber nichts was wir nicht kannten, wir kannten uns nur allmählich zu gut, denke ich, und gaben uns weniger Mühe. Ich denke aber, er hat angefangen, mich als selbstverständlich zu erachten, worauf ich reagierte mit auch nicht mehr Mühe geben, und das war dann ein Kreislauf. Jedenfalls bin ich dann im Dezember wieder nach Hause und er ist wieder zu seinen Eltern, da sein Projekt vorbei war. Ich habe ihn dort nochmal für eine Woche besucht und es fielen mir wieder die gleichen nervigen Eigenarten an ihn auf. Wie er mit seinen Eltern diskuiert, nicht verlieren will bei Diskussionen, immer den Clown machen muss und auch ganz schön launisch sein kann. Etwas froh, davon eine Pause zu haben, bin ich über Weihnachten wieder nach Hause. Während der Zeit haben wir wieder viel telefoniert, uns i love you gesagt, und aus meiner Sicht auch so gemeint. Er hat mir gesagt wie sehr er sich freut mich kurz nach Weihnachten endlich wiederzusehen. Als ich dann da war, war es wirklich schön, aber vor allem, weil ich mich so zusammengerissen habe. Es hat mich aber irgendwann sehr traurig gemacht, dass ich dort als sein Gast als so selbstverständlich genommen werde. Jeder Tag wurde irgendwie in getrennten Zimmern verbracht zum arbeiten, dann ein bisschen Karten gespielt, und dann wieder mit den Eltern zu Abend gegessen. Nie kam, na wie läuft es mit den Bewerbungen (Ich suche nach einem Job) oder mal darüber gesprochen, wie es weiter geht, wenn er aus Hotel Mama mal wieder auszieht. Ihc kam mir wirklich dumm vor, wie er da mit seinem Vater Fußball guckt, während ich gucken kann was ich mache. Keine gemeinsamen Spaziergänge, kein nächtelanges reden, keine richtige Liebe. Trotzdem dachte ich, das wird schon wieder, er muss halt noch ein bisschen erwachsen werden, und wir müssen mal wieder über uns reden. Ich habe ihn also mal einen Tag auhc ignoriert und meine Bewernungen in einem anderen Zimmer geschrieben, während er mal wieder mit seinem Kumpel Fußball geguckt hat. Ich war so traurig, dass er sich überhaupt nicht gekümmert hat oder mal nach mir gesehen hat. Abends saßen wir mit seinen Eltern beim Abendessen und er hat mich gar nicht beachtet. Am nächsten Morgen fragt er mich was das denn gestern war. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mich so wenig beachtet gefühlt habe, und dass ich mir ein bisschen mehr aufmerksamkeit wünsche. ich kam mir noch richtig dumm vor, das einzufordern, wo es am ANfang der Beziehung so normal war, und ich dachte, dass wir doch glücklich sind. Tja, dann hat er mich in den Arm genommen und mir gesagt, er könne nicht mehr mit mir zusammen sein, da er in den letzten Tagen gemerkt hat, dass er nicht mehr genug Gefühle hat für mich. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Er war meine Familie, denn meine eigene ist zerbrochen. Er war auch meine seelische Stütze, wenn es mir schlecht ging. Er war mein erster Freund, mein bester Freund. Klar haben wir mal gesrtitten und uns genervt, aber ich dachte wir wären stärker als das. Vor allem: Wie kann man in ein paar Tagen merken, dass die Gefühle weg sind? Er meinte, hätte man ihn noch vor 2 Wochen gefragt hätte er gesagt niemals würde das passieren. Ich habe dann geweint und gefragt woran es denn liegt udn wa spassiert ist, ob es an dem Streit jetzt lag, oder an mir. Er hat gesagt er kann es sich nicht erklären, er hätte die ganze Nacht wach gelegen. Er hat geweint, geheult eher, und sich tausend mal entschuldigt. Er hing an mir und konnte gar nicht aufhören zu weinen. Hat gesgat wie sehr er mich vermissen wird und und und. Ihc habe meinen Koffer gepackt und saß 3 Stunden später in der Bahn. Er meinte noch ich soll schreiben wenn ich da bin, und dass ich ihm jederzeit schreiben kann, auch wenn ich ihn mal vermisse. Wenn ich seine Stimmer hören möchte, sagt er, kann ich ihn immer anrufen. Es sei keine Schwäche sondern eine Stärke. Seit ich jetzt weg bin ist es aber so komisch und schlimm. Wir haben nur kurz geschrieben über die Sachen die wir noch jeweils vom anderen haben, und dass wir sie zuschicken. Danach Funkstille. Ich habe heute sein Päckchen losgeschickt und ihm dann geschrieben, dass ich es getan habe. Ich hatte mir ein wenig erhofft, dass dann wenigstens diese Scheiß Stille zwischen uns weg geht, aber er hat darauf den ganzen Tag noch nicht geantwortet. Hat er Angst? Weiß er nicht was er schreiben soll? Oder ist er schon drüber weg? Vor 2 Wochen hat er noch gesgat er liebt mich.. dieser Mensch dem ich jeden Tag von meinen Erlebnissen erzählt habe ist einfach aus meinem Leben gestrichen. Vor ein paar Tagen hat sich sein bester Freund bei mir gemeldet, dass er sehr gerne mit mir in Kontakt bleiben möchte, und wie schade er das alles findet. 

Was ist passiert? Und warum meldet er sich nicht, obwohl er das so schlimm fand mich gehen zu lassen, geheult hat, meine Hand im Auto gehalten hat und mir gesagt hat die letzten Jahre wären die schönsten in seinem Leben gewesen? Ich habe das Gefühl ich sitze hier und denke über alles nach, vermisse ihn, bereue die Streits die wir hatten, und wünsche mir einfach die Zeit mit ihm zurück egal wie nervig und anstrengend es manchmal war. War Corona Schuld? Dass wir zu viel Zeit zusammen verbracht haben? Ich habe ihn gefragt, ob er sich eine Pause vorstellen könnte. Er meinte nein. Ich weiß einfach nicht, wie ich über diese Leere in mir wegkommen soll. Er war mein Partner und ich hatte immer ihn egal wie mies die Zeit jetzt auch ist. Jetzt habe ich nur noch eine ungewisse Zukunft und keinen liebevollen Halt mehr. Gibt es noch Hoffnung für uns? Er hat gesagt, ich kann immer anrufen, wenn ich eine vertraute Stimme hören möchte und dass ich nicht allein bin. Dass ich auch für Hilfe bei den Bewerbungen zu ihm kommen kann. Aber ist es nicht eher hinterherlaufen, wenn ich ihn jetzt auch noch anrufe? Ich vremisse seine Stimme und seine Sorglosigkeit. Auf der anderen Seite hat er mich nicht mehr so sehr als Freundin gewertschätzt, es mir zumindest nicht so sehr gezeigt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Warum schreibt er nicht wenigstens auf meine Nachricht, dass ich sein Paket verschickt habe? 

Vielleicht habt ihr ja als Außenstehende eine Idee oder Anregung. Vielen Dank schonmal!  

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21. Januar um 15:13

Eine sehr berührende Geschichte. Das Ende eurer Liebesbeziehung kündigt sich darin aber nicht erst ein paar Tage vor dem traurigen Schlussstrich an, sondern viel früher. Man merkt, dass du sehr viel darüber nachgedacht hast und selbst bereits erkannt hast, wo die Stolpersteine versteckt waren, die eure Liebe letztlich zu Fall gebracht hatten.

Liebeskummer ist schrecklich. Dass du nach einem Rettungsanker suchst, ist völlig verständlich. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, deinen ehemaligen Freund als diesen Anker zu sehen. Du scheinst noch viele offene Fragen zu haben, die du gerne beantwortet hättest. Vielleicht macht es Sinn, ihn um ein persönliches Gespräch zu bitten, wo ihr diese Fragen klären könnt und du dir ein Bild davon machen kannst, ob es noch eine gemeinsame Zukunft geben kann. 

Aber egal, wie die Sache ausgeht, das Leben geht weiter und hat mit Sicherheit noch so viel mehr schöne Momente und großartige Erlebnisse für dich zu bieten. 

Alles Gute!

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21. Januar um 15:50

Man entliebt sich meist nicht von heute auf morgen, sondern durchlebt einen Prozess.

Dass der anfängliche emotionale und physiologische Ausnahmezustand, wo der Himmel voller Geigen hängt, nicht ewig währt, ist völlig normal. Man hat nicht mehr durchgehend das Bedürfnis, 24/7 aufeinanderzukleben. Man möchte auch mal wieder Zeit für sich oder Freunde und Familie haben. Man lernt die Ecken und Kanten des Partners kennen.

Das macht die Beziehung nicht schlechter, sondern anders. Es ist halt die nächste Phase. In einigen Fällen wird hier die Beziehung vertieft. In anderen werden Kleinigkeiten zum steten Tropfen, der den Stein höhlt und irgendwann zum Ende führt. 

Hinzu kommt noch, dass die derzeitige Lage teilweise selbst bombenfeste Beziehungen auf die Probe stellt.

Aus deiner Geschichte geht hervor, dass du von ihm sehr genervt warst. Ihm ging es mit dir womöglich ähnlich. Nur sind bei ihm die Gefühle schneller erloschen. 

Das tut weh. Aber auch Liebeskummer vergeht irgendwann. Du brauchst halt nur Zeit. Ich würde mich nicht bei ihm melden. Nicht aus Trotz, sondern um Abstand zu gewinnen und in Ruhe deine Gefühle sortieren zu können. 

Kopf hoch! Die meisten von uns haben schon Liebeskummer erlebt. Und wir alle können dir versichern, dass du wieder glücklich sein wirst.  
 

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22. Januar um 14:09
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Eine sehr berührende Geschichte. Das Ende eurer Liebesbeziehung kündigt sich darin aber nicht erst ein paar Tage vor dem traurigen Schlussstrich an, sondern viel früher. Man merkt, dass du sehr viel darüber nachgedacht hast und selbst bereits erkannt hast, wo die Stolpersteine versteckt waren, die eure Liebe letztlich zu Fall gebracht hatten.

Liebeskummer ist schrecklich. Dass du nach einem Rettungsanker suchst, ist völlig verständlich. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, deinen ehemaligen Freund als diesen Anker zu sehen. Du scheinst noch viele offene Fragen zu haben, die du gerne beantwortet hättest. Vielleicht macht es Sinn, ihn um ein persönliches Gespräch zu bitten, wo ihr diese Fragen klären könnt und du dir ein Bild davon machen kannst, ob es noch eine gemeinsame Zukunft geben kann. 

Aber egal, wie die Sache ausgeht, das Leben geht weiter und hat mit Sicherheit noch so viel mehr schöne Momente und großartige Erlebnisse für dich zu bieten. 

Alles Gute!

Danke für deine Nachricht. Ich habe tatsächlich schon früher bei einigen Momenten gemerkt, dass wenn er mich wirklich so sehr lieben würde, dann hätte er sich anders verhalten. Zum Beispiel ist er nicht zu meinem Geburtstag erschienen (im Sommer), weil er meinte er könnte bei mir nicth so gut arbeiten. Ich habe ihn fast schon angefleht zu kommen und ihm gesagt dass ich es richtig traurig fänd wenn er nicht da ist - nichts zu machen. Lieber hat er sich vorher Zeit gelassen und war nicht produktiv, nur um an dem einen Tag plötzlich viel zu tun zu haben. Mein Kopf weiß das alles. Aber ich vermisse ihn so sehr. Gestern hat er sich gemeldet, er hätte vergessen mir die Handschuhe zu schicken, und warum ich ihm denn die eine Tasche zurückgeschickt habe. Sie gehörte doch jetzt mir (tatsächlich gehört sie ihm, seine freunde haben sie ihm geschenkt als Spaß-Geschenk). "Findest du sie nicht cool?". Er hat so getan als wäre nichts, nichtmal gefragt wie es mir geht. Jetzt hilft nur noch nach vorne schauen. Ich verstehe nur nicth, wieso er dann kurz vorher noch mit mir schläft, mir sagt dass er mich liebt und verhält sich normal, nur um dann 3 Tage später Schluss zu machen.. Ich glaube ich muss wirklich nochmla mit ihm reden, wenn ich drüber weg bin und nicht mehr hoffe. 

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22. Januar um 14:17
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Man entliebt sich meist nicht von heute auf morgen, sondern durchlebt einen Prozess.

Dass der anfängliche emotionale und physiologische Ausnahmezustand, wo der Himmel voller Geigen hängt, nicht ewig währt, ist völlig normal. Man hat nicht mehr durchgehend das Bedürfnis, 24/7 aufeinanderzukleben. Man möchte auch mal wieder Zeit für sich oder Freunde und Familie haben. Man lernt die Ecken und Kanten des Partners kennen.

Das macht die Beziehung nicht schlechter, sondern anders. Es ist halt die nächste Phase. In einigen Fällen wird hier die Beziehung vertieft. In anderen werden Kleinigkeiten zum steten Tropfen, der den Stein höhlt und irgendwann zum Ende führt. 

Hinzu kommt noch, dass die derzeitige Lage teilweise selbst bombenfeste Beziehungen auf die Probe stellt.

Aus deiner Geschichte geht hervor, dass du von ihm sehr genervt warst. Ihm ging es mit dir womöglich ähnlich. Nur sind bei ihm die Gefühle schneller erloschen. 

Das tut weh. Aber auch Liebeskummer vergeht irgendwann. Du brauchst halt nur Zeit. Ich würde mich nicht bei ihm melden. Nicht aus Trotz, sondern um Abstand zu gewinnen und in Ruhe deine Gefühle sortieren zu können. 

Kopf hoch! Die meisten von uns haben schon Liebeskummer erlebt. Und wir alle können dir versichern, dass du wieder glücklich sein wirst.  
 

Du hast Recht. Ich war schon relativ schnell nach Anfang unserer Beziehung verwundert, wie schnell anfängliche Aufmerksamkeiten weniger wurden und hab ihm das auch hin nd wieder gesagt, dass wir das nicht schleifen lassen dürfen. Er hat dann nur immer gesagt, das wäre normal und er würde sich auf die mächste Phase sehr freuen, in der man eben liebt, statt verliebt ist. Aber wir haben uns glaube ich zu sehr darauf ausgeruht. Er hat nicht mehr richtig zugehört und nicht mehr, wie anfänglich, mit mir geplant sondern nur noch für sich. Ich glaube das neue Jahr hat ein Umdenken in ihm ausgelöst und vielleicht ein bisschen Panik, dass er sich an mich bindet, wo wir eigentlich noch zu jung sind. Ich hoffe immernoch, dass wir uns irgendwann, in einer anderen Lebensphase, neu finden können. Dafür muss er aber auch an sich arbeiten, sonst geht es auch von meiner Seite nicht mehr. Das weiß ich. Und trotzdem muss ich jeden Tag weinen und vermisse die Zeit, wo ich ihn einfach anrufen konnte, egal wann und warum. Ich glaube der einzige Weg, darüber hinwegzukommen, ist jemand neues kennenzulernen. Die Beziehung zurück, so wie sie am Anfang war, mlchte ich nicht. Ich habe mich teilweise in seiner Gegenwart allein gefühlt. Denn wir haben nie über unsere WÜnsche, Ängste, Sorgen oder so geredet. Damit wurde es zu einer einzigen Show, in der man sich nicht mehr richtig öffnen konnte. Dazu kommt, dass er nicht gerne viel unternimmt, und ich liebe es etwas zu erleben über den Tag, und sei es nur ein Spaziergang. Wenn man nur zu Hause sitzt und nebeneinander auf seine Handys schaut geht das natürlich nicht. Ich hoffe, er kann auch ein wenig reflektieren und wird diese Dinge einsehen. Dann können wir hoffentlich auch mal darüber sprechen. Er hält sihc leider schon mit 23 für perfekt und ausgereift und glaubt nicht, dass er irgendetwas verändern muss - denn er hat ja immer Recht. Ich bin da viel reflektierter. 

Naja jetzt muss ich erstmal lernen ohne ihn zu leben und wieder mehr bei mir sein. 

Danke nochmal!

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22. Januar um 14:45
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Du hast Recht. Ich war schon relativ schnell nach Anfang unserer Beziehung verwundert, wie schnell anfängliche Aufmerksamkeiten weniger wurden und hab ihm das auch hin nd wieder gesagt, dass wir das nicht schleifen lassen dürfen. Er hat dann nur immer gesagt, das wäre normal und er würde sich auf die mächste Phase sehr freuen, in der man eben liebt, statt verliebt ist. Aber wir haben uns glaube ich zu sehr darauf ausgeruht. Er hat nicht mehr richtig zugehört und nicht mehr, wie anfänglich, mit mir geplant sondern nur noch für sich. Ich glaube das neue Jahr hat ein Umdenken in ihm ausgelöst und vielleicht ein bisschen Panik, dass er sich an mich bindet, wo wir eigentlich noch zu jung sind. Ich hoffe immernoch, dass wir uns irgendwann, in einer anderen Lebensphase, neu finden können. Dafür muss er aber auch an sich arbeiten, sonst geht es auch von meiner Seite nicht mehr. Das weiß ich. Und trotzdem muss ich jeden Tag weinen und vermisse die Zeit, wo ich ihn einfach anrufen konnte, egal wann und warum. Ich glaube der einzige Weg, darüber hinwegzukommen, ist jemand neues kennenzulernen. Die Beziehung zurück, so wie sie am Anfang war, mlchte ich nicht. Ich habe mich teilweise in seiner Gegenwart allein gefühlt. Denn wir haben nie über unsere WÜnsche, Ängste, Sorgen oder so geredet. Damit wurde es zu einer einzigen Show, in der man sich nicht mehr richtig öffnen konnte. Dazu kommt, dass er nicht gerne viel unternimmt, und ich liebe es etwas zu erleben über den Tag, und sei es nur ein Spaziergang. Wenn man nur zu Hause sitzt und nebeneinander auf seine Handys schaut geht das natürlich nicht. Ich hoffe, er kann auch ein wenig reflektieren und wird diese Dinge einsehen. Dann können wir hoffentlich auch mal darüber sprechen. Er hält sihc leider schon mit 23 für perfekt und ausgereift und glaubt nicht, dass er irgendetwas verändern muss - denn er hat ja immer Recht. Ich bin da viel reflektierter. 

Naja jetzt muss ich erstmal lernen ohne ihn zu leben und wieder mehr bei mir sein. 

Danke nochmal!

So wie du ihn und dich beschreibst, seid ihr überhaupt nicht kompatibel. Da sind zu viele Reibungspunkte. Und es wäre auch nicht fair gewesen, von ihm eine 180 Grad Wende zu erwarten, nur damit die Beziehung funktioniert. 

Meine Prognose ist, dass du irgendwann heilfroh sein wirst, nicht mehr mit ihm zusammen zu sein. Das bedeutet natürlich NICHT, dass die Beziehung Zeitverschwendung war.
Er war deine erste und bisher einzige Liebe, du hast mit ihm Erfahrungen und schöne Momente sammeln können. Das kannst und solltest du in schöner Erinnerung behalten auf deinem weiteren Lebensweg.
Aber du siehst JETZT schon, was alles nicht funktioniert hat. Und mangelnde Kommunikation z.B. (und die gab es ja bei euch) ist absolutes Gift für eine Beziehung. 


Zum Thema "wir hatten wenige Tage vor dem Ende noch Sex und er hat mir gesagt, dass er mich liebt".....das ist nicht ungewöhnlich. Teilweise ist es Gewohnheit, teilweise hadert man noch mit sich selbst und der bereits getroffenen Entscheidung. Das habe ich auch schon durchgemacht.
 

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22. Januar um 16:00
In Antwort auf

Alsoo: Eigentlich wollte ich gar nicht eine Diskussion in irgendeinem Forum starten, aber ich merke, wie die Tipps meiner Freunde und Familie zu subjektiv geworden sind. Es geht um Folgendes. Vor ca. 2 1/2 Jahren bin ich mit meinem Freund, den ich an der Uni kennengelernt habe, zusammengekommen. Wir beide waren total verliebt, haben uns so oft es geht beieinander besucht und haben sogar das erste Jahr in einer Fernbeziehung gelebt. Er hat schon nach 3 Monaten verkündet, dass er mich liebt. Für mich das erste Mal eine Beziehung, das erste Mal die 3 Worte hören. Ich war der glücklichste Mensch. Wir haben jeden Abend telefoniert und wenn wir uns gesehen haben konnten wir nicht genug voneinander haben. Ein richtig süßes Paar. Auch konnten wir über alles reden und haben auch nächtelang durch geredet. Ich kannte seine Familie, er meine. Meine Freunde wurden zu seinen, seine zu meinen. Er hat sogar meine Großeltern kennengelernt. Dann sind wir nach einem Jahr Fernbeziehung in die gleiche Stadt für unseren Master gezogen. Wir sind nicht zueinander gezogen, aber haben uns alle paar Tage gesehen. Es war nicht mehr so aufregend wie zu Anfang, aber immer noch schön, wir waren ein Team und haben uns unterstützt. Trotzdem hatte jeder auch seine eigenen Freunde, sodass wir eigentlich auch nie geklammert haben sondern auf eigenen Beinen standen. Dann kam Corona. Mir ist schon immer aufgefallen, dass er sehr an seinen Eltern hängt und für mich ist es befremdlich, da ich sehr selbstständig bin, mich nciht immer wegen Allem bei ihnen melde, und schon gar nicht länger als nötig mit ihnen wohnen möchte. Als Corona anfing, hat ihm seine Mutter aber gesagt, er soll nach Hause kommen. Ich bin ein paar Tage später nachgekommen, da es bei ihm sehr viel mehr Platz gibt, und wir die Quarantäne Zeit zusammen überstehen wollten. Dort haben wir also ein paar Monate verbracht. Mit der Zeit fiel mir auf, wie er immer mehr zum Einzelkind Muttersöhnchen wurde, er war nicht mehr so aufmerksam, hat nicht den Tisch mit abgeräumt und sich von mama bekochen lassen. Aber gut, ist halt so dachte ich. Bald sind wir ja wieder weg. Unser Plan war nämlich gemeinsam in eine andere Stadt zu ziehen, und dort zusammen zu ziehen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass durch Corona, auch sein wahrer Charakter zum Vorschein kam. Er wurde so nervig, aber ich war immer der Meinung, es würde wieder vorbeigehen, wenn er erstmal nciht mehr bei seinen Eltern wohnt. Tatsächlich habe ich dann ein Praktikum in der gleichen Stadt gefunden, wo er ein Projekt für seine Arbeit machen sollte, also sind wir für 3 Monate dorthin gezogen. In der Zeit hingen wir viel aufeinander und wir sahen plötzlich auch die unattraktiven Seiten des Anderen. Wenn man sich nicht hübsch macht, in Jogginghose arbeitet, etc. Aber nichts was wir nicht kannten, wir kannten uns nur allmählich zu gut, denke ich, und gaben uns weniger Mühe. Ich denke aber, er hat angefangen, mich als selbstverständlich zu erachten, worauf ich reagierte mit auch nicht mehr Mühe geben, und das war dann ein Kreislauf. Jedenfalls bin ich dann im Dezember wieder nach Hause und er ist wieder zu seinen Eltern, da sein Projekt vorbei war. Ich habe ihn dort nochmal für eine Woche besucht und es fielen mir wieder die gleichen nervigen Eigenarten an ihn auf. Wie er mit seinen Eltern diskuiert, nicht verlieren will bei Diskussionen, immer den Clown machen muss und auch ganz schön launisch sein kann. Etwas froh, davon eine Pause zu haben, bin ich über Weihnachten wieder nach Hause. Während der Zeit haben wir wieder viel telefoniert, uns i love you gesagt, und aus meiner Sicht auch so gemeint. Er hat mir gesagt wie sehr er sich freut mich kurz nach Weihnachten endlich wiederzusehen. Als ich dann da war, war es wirklich schön, aber vor allem, weil ich mich so zusammengerissen habe. Es hat mich aber irgendwann sehr traurig gemacht, dass ich dort als sein Gast als so selbstverständlich genommen werde. Jeder Tag wurde irgendwie in getrennten Zimmern verbracht zum arbeiten, dann ein bisschen Karten gespielt, und dann wieder mit den Eltern zu Abend gegessen. Nie kam, na wie läuft es mit den Bewerbungen (Ich suche nach einem Job) oder mal darüber gesprochen, wie es weiter geht, wenn er aus Hotel Mama mal wieder auszieht. Ihc kam mir wirklich dumm vor, wie er da mit seinem Vater Fußball guckt, während ich gucken kann was ich mache. Keine gemeinsamen Spaziergänge, kein nächtelanges reden, keine richtige Liebe. Trotzdem dachte ich, das wird schon wieder, er muss halt noch ein bisschen erwachsen werden, und wir müssen mal wieder über uns reden. Ich habe ihn also mal einen Tag auhc ignoriert und meine Bewernungen in einem anderen Zimmer geschrieben, während er mal wieder mit seinem Kumpel Fußball geguckt hat. Ich war so traurig, dass er sich überhaupt nicht gekümmert hat oder mal nach mir gesehen hat. Abends saßen wir mit seinen Eltern beim Abendessen und er hat mich gar nicht beachtet. Am nächsten Morgen fragt er mich was das denn gestern war. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mich so wenig beachtet gefühlt habe, und dass ich mir ein bisschen mehr aufmerksamkeit wünsche. ich kam mir noch richtig dumm vor, das einzufordern, wo es am ANfang der Beziehung so normal war, und ich dachte, dass wir doch glücklich sind. Tja, dann hat er mich in den Arm genommen und mir gesagt, er könne nicht mehr mit mir zusammen sein, da er in den letzten Tagen gemerkt hat, dass er nicht mehr genug Gefühle hat für mich. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Er war meine Familie, denn meine eigene ist zerbrochen. Er war auch meine seelische Stütze, wenn es mir schlecht ging. Er war mein erster Freund, mein bester Freund. Klar haben wir mal gesrtitten und uns genervt, aber ich dachte wir wären stärker als das. Vor allem: Wie kann man in ein paar Tagen merken, dass die Gefühle weg sind? Er meinte, hätte man ihn noch vor 2 Wochen gefragt hätte er gesagt niemals würde das passieren. Ich habe dann geweint und gefragt woran es denn liegt udn wa spassiert ist, ob es an dem Streit jetzt lag, oder an mir. Er hat gesagt er kann es sich nicht erklären, er hätte die ganze Nacht wach gelegen. Er hat geweint, geheult eher, und sich tausend mal entschuldigt. Er hing an mir und konnte gar nicht aufhören zu weinen. Hat gesgat wie sehr er mich vermissen wird und und und. Ihc habe meinen Koffer gepackt und saß 3 Stunden später in der Bahn. Er meinte noch ich soll schreiben wenn ich da bin, und dass ich ihm jederzeit schreiben kann, auch wenn ich ihn mal vermisse. Wenn ich seine Stimmer hören möchte, sagt er, kann ich ihn immer anrufen. Es sei keine Schwäche sondern eine Stärke. Seit ich jetzt weg bin ist es aber so komisch und schlimm. Wir haben nur kurz geschrieben über die Sachen die wir noch jeweils vom anderen haben, und dass wir sie zuschicken. Danach Funkstille. Ich habe heute sein Päckchen losgeschickt und ihm dann geschrieben, dass ich es getan habe. Ich hatte mir ein wenig erhofft, dass dann wenigstens diese Scheiß Stille zwischen uns weg geht, aber er hat darauf den ganzen Tag noch nicht geantwortet. Hat er Angst? Weiß er nicht was er schreiben soll? Oder ist er schon drüber weg? Vor 2 Wochen hat er noch gesgat er liebt mich.. dieser Mensch dem ich jeden Tag von meinen Erlebnissen erzählt habe ist einfach aus meinem Leben gestrichen. Vor ein paar Tagen hat sich sein bester Freund bei mir gemeldet, dass er sehr gerne mit mir in Kontakt bleiben möchte, und wie schade er das alles findet. 

Was ist passiert? Und warum meldet er sich nicht, obwohl er das so schlimm fand mich gehen zu lassen, geheult hat, meine Hand im Auto gehalten hat und mir gesagt hat die letzten Jahre wären die schönsten in seinem Leben gewesen? Ich habe das Gefühl ich sitze hier und denke über alles nach, vermisse ihn, bereue die Streits die wir hatten, und wünsche mir einfach die Zeit mit ihm zurück egal wie nervig und anstrengend es manchmal war. War Corona Schuld? Dass wir zu viel Zeit zusammen verbracht haben? Ich habe ihn gefragt, ob er sich eine Pause vorstellen könnte. Er meinte nein. Ich weiß einfach nicht, wie ich über diese Leere in mir wegkommen soll. Er war mein Partner und ich hatte immer ihn egal wie mies die Zeit jetzt auch ist. Jetzt habe ich nur noch eine ungewisse Zukunft und keinen liebevollen Halt mehr. Gibt es noch Hoffnung für uns? Er hat gesagt, ich kann immer anrufen, wenn ich eine vertraute Stimme hören möchte und dass ich nicht allein bin. Dass ich auch für Hilfe bei den Bewerbungen zu ihm kommen kann. Aber ist es nicht eher hinterherlaufen, wenn ich ihn jetzt auch noch anrufe? Ich vremisse seine Stimme und seine Sorglosigkeit. Auf der anderen Seite hat er mich nicht mehr so sehr als Freundin gewertschätzt, es mir zumindest nicht so sehr gezeigt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Warum schreibt er nicht wenigstens auf meine Nachricht, dass ich sein Paket verschickt habe? 

Vielleicht habt ihr ja als Außenstehende eine Idee oder Anregung. Vielen Dank schonmal!  

Hey,
Das tut mir wirklich leid für dich und ich hoffe das es dir bald wieder besser geht.
Nun du hast sehr sehr viel geschrieben und ich versuche jetzt mal auf die einzelnen Punkte so gut es geht einzugehen. Eine Trennung ist immer schwer, aber ich glaube da er dein Erster war und er der Erste war mit dem du so etwas tolles erlebt hast macht es um so schwerer.
Das Ganze geschriebene jetzt Stück für Stück zu analysieren und zu sagen, das hätte der Grund für die Trennung sein können macht nicht viel Sinn.
Aber das mit Corona, ich denke nicht das Corona sein wahren Charakter zum Vorschein gebracht hat oder Schuld an eurem Ende hat, sondern eher deswegen da ihr so lange auf einander gehockt habt und wenn ich mich nicht verlesen habe es auch das erste Mal war, dass ihr so richtig zusammen gewohnt habt? Zudem wie ich verstanden habe war es von Anfang an eine Fernbeziehung gewesen. Und es gibt einfach Menschen die Fernbeziehungen besser meistern können als andere. Er hat dir ja dann im Grunde genommen nur durch das Telefonieren oder durch Soziale Medien Aufmerksamkeit gegeben und im realen Leben, wo man wirklich 24/7 mal auch was mit einer Person zu tun hat, war ihm das wirklich einfach zu viel und da hat er sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt.
Es gibt keinen Zweifel, er liebt dich vermutlich wirklich, aber ich denke in den letzten Tagen wurde ihm einfach bewusst das diese Fernbeziehung für ihn einfach optimaler mit dir war. Weshalb er dir dann auch anbietet das du dich bei ihm meldest. Obwohl es viele nur aus Höflichkeit sagen (weiss aber nicht wie er das meinte)
Wobei ich sagen würde das du es nicht tun solltest. Natürlich Liebeskummer und das ist einfacher gesagt als getan, aber wäre ich an deiner Stelle würde ich im Stillen leiden und ihn genauso aus deinem Leben schmeißen wie er es mit dir getan hat. Du wirst mit Sicherheit jemanden finden der dir sehr gut tun wird, doch solltest du erst einmal mit dem Kapitel deines Ex komplett abschließen.
 

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22. Januar um 16:12

Liebe antonlar2,

Du schaust jetzt mit verklärten Augen auf Deine Beziehung zurück,das ist völlig normal.
Ich möchte Dich einladen, mal den Blick weg von ihm auf Dich zu richten:

...mir sind immer mehr Eigenarten aufgefallen..
...er wurde immer nerviger...
... froh eine Pause zu haben...
...schön weil ich mich zusammen gerissen habe...

Schreibt so jemand der noch richtig verliebt ist?
Ich glaube nicht nur er hat sich entliebt, sondern Du auch. Nur willst Du es Dir nicht eingestehen und hast Dir alles was Dir nicht gefallen hat schön gedacht.

Natürlich ist es jetzt ganz schlimm. Jemand der dir viel bedeutet hat, ist plötzlich nicht mehr Dein wichtigster Ansprechparnter. Aber das war er schon innerhalb der Beziehung nicht mehr. Dir fehlte Aufmerksamkeit, Du hast Dich als drittes Rad am Wagen gefühlt etc.

Was nach einer Trennung erstmal am besten hilft, ist eine komplette Kontaksperre. Nicht schreiben, nicht telefonieren.
Versuche erstmal zur Ruhe zu kommen.

Liebe Grüße und viel Kraft


 

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23. Januar um 13:20
In Antwort auf

Alsoo: Eigentlich wollte ich gar nicht eine Diskussion in irgendeinem Forum starten, aber ich merke, wie die Tipps meiner Freunde und Familie zu subjektiv geworden sind. Es geht um Folgendes. Vor ca. 2 1/2 Jahren bin ich mit meinem Freund, den ich an der Uni kennengelernt habe, zusammengekommen. Wir beide waren total verliebt, haben uns so oft es geht beieinander besucht und haben sogar das erste Jahr in einer Fernbeziehung gelebt. Er hat schon nach 3 Monaten verkündet, dass er mich liebt. Für mich das erste Mal eine Beziehung, das erste Mal die 3 Worte hören. Ich war der glücklichste Mensch. Wir haben jeden Abend telefoniert und wenn wir uns gesehen haben konnten wir nicht genug voneinander haben. Ein richtig süßes Paar. Auch konnten wir über alles reden und haben auch nächtelang durch geredet. Ich kannte seine Familie, er meine. Meine Freunde wurden zu seinen, seine zu meinen. Er hat sogar meine Großeltern kennengelernt. Dann sind wir nach einem Jahr Fernbeziehung in die gleiche Stadt für unseren Master gezogen. Wir sind nicht zueinander gezogen, aber haben uns alle paar Tage gesehen. Es war nicht mehr so aufregend wie zu Anfang, aber immer noch schön, wir waren ein Team und haben uns unterstützt. Trotzdem hatte jeder auch seine eigenen Freunde, sodass wir eigentlich auch nie geklammert haben sondern auf eigenen Beinen standen. Dann kam Corona. Mir ist schon immer aufgefallen, dass er sehr an seinen Eltern hängt und für mich ist es befremdlich, da ich sehr selbstständig bin, mich nciht immer wegen Allem bei ihnen melde, und schon gar nicht länger als nötig mit ihnen wohnen möchte. Als Corona anfing, hat ihm seine Mutter aber gesagt, er soll nach Hause kommen. Ich bin ein paar Tage später nachgekommen, da es bei ihm sehr viel mehr Platz gibt, und wir die Quarantäne Zeit zusammen überstehen wollten. Dort haben wir also ein paar Monate verbracht. Mit der Zeit fiel mir auf, wie er immer mehr zum Einzelkind Muttersöhnchen wurde, er war nicht mehr so aufmerksam, hat nicht den Tisch mit abgeräumt und sich von mama bekochen lassen. Aber gut, ist halt so dachte ich. Bald sind wir ja wieder weg. Unser Plan war nämlich gemeinsam in eine andere Stadt zu ziehen, und dort zusammen zu ziehen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass durch Corona, auch sein wahrer Charakter zum Vorschein kam. Er wurde so nervig, aber ich war immer der Meinung, es würde wieder vorbeigehen, wenn er erstmal nciht mehr bei seinen Eltern wohnt. Tatsächlich habe ich dann ein Praktikum in der gleichen Stadt gefunden, wo er ein Projekt für seine Arbeit machen sollte, also sind wir für 3 Monate dorthin gezogen. In der Zeit hingen wir viel aufeinander und wir sahen plötzlich auch die unattraktiven Seiten des Anderen. Wenn man sich nicht hübsch macht, in Jogginghose arbeitet, etc. Aber nichts was wir nicht kannten, wir kannten uns nur allmählich zu gut, denke ich, und gaben uns weniger Mühe. Ich denke aber, er hat angefangen, mich als selbstverständlich zu erachten, worauf ich reagierte mit auch nicht mehr Mühe geben, und das war dann ein Kreislauf. Jedenfalls bin ich dann im Dezember wieder nach Hause und er ist wieder zu seinen Eltern, da sein Projekt vorbei war. Ich habe ihn dort nochmal für eine Woche besucht und es fielen mir wieder die gleichen nervigen Eigenarten an ihn auf. Wie er mit seinen Eltern diskuiert, nicht verlieren will bei Diskussionen, immer den Clown machen muss und auch ganz schön launisch sein kann. Etwas froh, davon eine Pause zu haben, bin ich über Weihnachten wieder nach Hause. Während der Zeit haben wir wieder viel telefoniert, uns i love you gesagt, und aus meiner Sicht auch so gemeint. Er hat mir gesagt wie sehr er sich freut mich kurz nach Weihnachten endlich wiederzusehen. Als ich dann da war, war es wirklich schön, aber vor allem, weil ich mich so zusammengerissen habe. Es hat mich aber irgendwann sehr traurig gemacht, dass ich dort als sein Gast als so selbstverständlich genommen werde. Jeder Tag wurde irgendwie in getrennten Zimmern verbracht zum arbeiten, dann ein bisschen Karten gespielt, und dann wieder mit den Eltern zu Abend gegessen. Nie kam, na wie läuft es mit den Bewerbungen (Ich suche nach einem Job) oder mal darüber gesprochen, wie es weiter geht, wenn er aus Hotel Mama mal wieder auszieht. Ihc kam mir wirklich dumm vor, wie er da mit seinem Vater Fußball guckt, während ich gucken kann was ich mache. Keine gemeinsamen Spaziergänge, kein nächtelanges reden, keine richtige Liebe. Trotzdem dachte ich, das wird schon wieder, er muss halt noch ein bisschen erwachsen werden, und wir müssen mal wieder über uns reden. Ich habe ihn also mal einen Tag auhc ignoriert und meine Bewernungen in einem anderen Zimmer geschrieben, während er mal wieder mit seinem Kumpel Fußball geguckt hat. Ich war so traurig, dass er sich überhaupt nicht gekümmert hat oder mal nach mir gesehen hat. Abends saßen wir mit seinen Eltern beim Abendessen und er hat mich gar nicht beachtet. Am nächsten Morgen fragt er mich was das denn gestern war. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mich so wenig beachtet gefühlt habe, und dass ich mir ein bisschen mehr aufmerksamkeit wünsche. ich kam mir noch richtig dumm vor, das einzufordern, wo es am ANfang der Beziehung so normal war, und ich dachte, dass wir doch glücklich sind. Tja, dann hat er mich in den Arm genommen und mir gesagt, er könne nicht mehr mit mir zusammen sein, da er in den letzten Tagen gemerkt hat, dass er nicht mehr genug Gefühle hat für mich. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Er war meine Familie, denn meine eigene ist zerbrochen. Er war auch meine seelische Stütze, wenn es mir schlecht ging. Er war mein erster Freund, mein bester Freund. Klar haben wir mal gesrtitten und uns genervt, aber ich dachte wir wären stärker als das. Vor allem: Wie kann man in ein paar Tagen merken, dass die Gefühle weg sind? Er meinte, hätte man ihn noch vor 2 Wochen gefragt hätte er gesagt niemals würde das passieren. Ich habe dann geweint und gefragt woran es denn liegt udn wa spassiert ist, ob es an dem Streit jetzt lag, oder an mir. Er hat gesagt er kann es sich nicht erklären, er hätte die ganze Nacht wach gelegen. Er hat geweint, geheult eher, und sich tausend mal entschuldigt. Er hing an mir und konnte gar nicht aufhören zu weinen. Hat gesgat wie sehr er mich vermissen wird und und und. Ihc habe meinen Koffer gepackt und saß 3 Stunden später in der Bahn. Er meinte noch ich soll schreiben wenn ich da bin, und dass ich ihm jederzeit schreiben kann, auch wenn ich ihn mal vermisse. Wenn ich seine Stimmer hören möchte, sagt er, kann ich ihn immer anrufen. Es sei keine Schwäche sondern eine Stärke. Seit ich jetzt weg bin ist es aber so komisch und schlimm. Wir haben nur kurz geschrieben über die Sachen die wir noch jeweils vom anderen haben, und dass wir sie zuschicken. Danach Funkstille. Ich habe heute sein Päckchen losgeschickt und ihm dann geschrieben, dass ich es getan habe. Ich hatte mir ein wenig erhofft, dass dann wenigstens diese Scheiß Stille zwischen uns weg geht, aber er hat darauf den ganzen Tag noch nicht geantwortet. Hat er Angst? Weiß er nicht was er schreiben soll? Oder ist er schon drüber weg? Vor 2 Wochen hat er noch gesgat er liebt mich.. dieser Mensch dem ich jeden Tag von meinen Erlebnissen erzählt habe ist einfach aus meinem Leben gestrichen. Vor ein paar Tagen hat sich sein bester Freund bei mir gemeldet, dass er sehr gerne mit mir in Kontakt bleiben möchte, und wie schade er das alles findet. 

Was ist passiert? Und warum meldet er sich nicht, obwohl er das so schlimm fand mich gehen zu lassen, geheult hat, meine Hand im Auto gehalten hat und mir gesagt hat die letzten Jahre wären die schönsten in seinem Leben gewesen? Ich habe das Gefühl ich sitze hier und denke über alles nach, vermisse ihn, bereue die Streits die wir hatten, und wünsche mir einfach die Zeit mit ihm zurück egal wie nervig und anstrengend es manchmal war. War Corona Schuld? Dass wir zu viel Zeit zusammen verbracht haben? Ich habe ihn gefragt, ob er sich eine Pause vorstellen könnte. Er meinte nein. Ich weiß einfach nicht, wie ich über diese Leere in mir wegkommen soll. Er war mein Partner und ich hatte immer ihn egal wie mies die Zeit jetzt auch ist. Jetzt habe ich nur noch eine ungewisse Zukunft und keinen liebevollen Halt mehr. Gibt es noch Hoffnung für uns? Er hat gesagt, ich kann immer anrufen, wenn ich eine vertraute Stimme hören möchte und dass ich nicht allein bin. Dass ich auch für Hilfe bei den Bewerbungen zu ihm kommen kann. Aber ist es nicht eher hinterherlaufen, wenn ich ihn jetzt auch noch anrufe? Ich vremisse seine Stimme und seine Sorglosigkeit. Auf der anderen Seite hat er mich nicht mehr so sehr als Freundin gewertschätzt, es mir zumindest nicht so sehr gezeigt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Warum schreibt er nicht wenigstens auf meine Nachricht, dass ich sein Paket verschickt habe? 

Vielleicht habt ihr ja als Außenstehende eine Idee oder Anregung. Vielen Dank schonmal!  

Ich muss sagen, dass ich es nicht verstehen, wenn Menschen so schnell ihre Gefühle verlieren. Wenn man mit seinem Partner länger zusammen ist, entsteht doch viel mehr als nur rosarote Verliebtheitsgefühle.

Offensichtlich habt ihr euch in eine Illusion verliebt, in einen Partner, den es so gar nicht gibt. Wenn man sich zu viel Mühe geben muss, um seinem Partner zu gefallen, dann hält man das nicht lange durch.

Du hattest ein anders Bild von ihm, gibst aber nicht so schnell auf. Das spricht für dich. Du würdest vermutlich irgendwann auch aufgeben, wenn du merkst, dass er sich nicht ändert.

Die Frage wäre, ob er auch ein anderes Bild von dir hatte.

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24. Januar um 10:11
In Antwort auf

Liebe antonlar2,

Du schaust jetzt mit verklärten Augen auf Deine Beziehung zurück,das ist völlig normal.
Ich möchte Dich einladen, mal den Blick weg von ihm auf Dich zu richten:

...mir sind immer mehr Eigenarten aufgefallen..
...er wurde immer nerviger...
... froh eine Pause zu haben...
...schön weil ich mich zusammen gerissen habe...

Schreibt so jemand der noch richtig verliebt ist?
Ich glaube nicht nur er hat sich entliebt, sondern Du auch. Nur willst Du es Dir nicht eingestehen und hast Dir alles was Dir nicht gefallen hat schön gedacht.

Natürlich ist es jetzt ganz schlimm. Jemand der dir viel bedeutet hat, ist plötzlich nicht mehr Dein wichtigster Ansprechparnter. Aber das war er schon innerhalb der Beziehung nicht mehr. Dir fehlte Aufmerksamkeit, Du hast Dich als drittes Rad am Wagen gefühlt etc.

Was nach einer Trennung erstmal am besten hilft, ist eine komplette Kontaksperre. Nicht schreiben, nicht telefonieren.
Versuche erstmal zur Ruhe zu kommen.

Liebe Grüße und viel Kraft


 

HI! Danke für die anregenden Worte. Ich glaube nicht, dass so jemand schreibt, der noch richtig verliebt ist. Ich glaube aber auch, dass viel dem zu vreschulden ist, dass ich ihn so mitbekommen habe, wie er ist wenn er behütet zu hause ist. Als ich ihn kennenlernte war er nämlich ganz anders, selbstständig, bewundernswert erfolgreich.. Zum Schluss nur noch hauptsächlich Sohn, und zudem auch noch relativ undankbar und frech seinen Eltern gegenüber. Ich glaube, dass ich ihn schon viel länger vermisse als nur jetzt, wo Schluss ist. Ich vermisse die Person, in die ich mich vreliebt habe schon viel viel länger. Aber er hat sich verändert und ich auch. Von einer bewundernden Freundin, der er helfen kann und der super hero sein kann bin ich zu einer selbstdenkenden, ihm gegenüber skeptischeren Frau geworden, die längst nicht mehr über alles hinweg sieht und alles an ihm bewundert. Ich glaube, das hat ihm gar nicht gepasst. 

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